Wer mit dem Feuer spielt..
Verfasst: Freitag 23. Mai 2014, 13:03
… gewöhnt sich zu sehr daran, dass es brennt.
Eigentlich hatte sie etwas anderes im Sinn gehabt, als sie diesen Morgen aufgestanden ist. Sie fühlte sich matt und erschlagen, da sie die Nacht kaum schlafen konnte. Nicht dass sie es nicht lange genug versucht hätte, aber es war ihr einfach zu wenig Erfolg vergönnt. Der Schmerz um den Verlust ihres Bruders saß noch zu tief und die Wunde war noch zu frisch. Sie wollte sich die Zeit geben es zu überwinden und Ablenkung suchen. Nicht in Gesprächen, das klappte nie. Nie! Wann immer sie mit Althan das Gespräch suchte, endete es in einer Auseinandersetzung. Sie wollte sich nicht belehren lassen und er schien sie nicht zu verstehen. Oder er verstand sie und wollte sie dann belehren, was aber nur … und so weiter und so fort. Heute wollte sie den Fehler nicht machen. Aber wie lange ging es gut? 10 Minuten, 20 Minuten dann fühlte sie sich von ihm in die Ecke gedrängt. Schikaniert. Wieso verstand er nicht, dass sie jetzt keine Anweisungen wollte, wie sie verdammtes Gemüse zu schneiden hatte. ‘Verdammt’ gehörte eindeutig zu ihren neuen Lieblingswörtern, genauso wie ‘egal’ und ‘scheisse’. Am liebsten frei miteinander kombiniert. Es kam, wie es immer kam. Eine Auseinandersetzung - wobei sie sich nur knapp zurück halten konnte, wahllos irgendwas zu zerhauen oder Sachen umher zuwerfen. Ihr Plan war super aufgegangen. Es dauerte, bis sie sich soweit beruhigt hatte, dass sie wieder zu ihm zurück kam und wieder normal mit ihm reden konnte.
"Ich habe deine Gesellschaft nicht gesucht um mich mit dir zu streiten."
"Warum hast du es nicht zugelassen, meinen Versuch mich um dich zu kümmern?"
Sie blickte ihn verwundert an. Um sie kümmern? Er? Er hatte sie zu diesem seltsamen Kochkurs gefordert und dann so lange in ihren Wunden gestochert, bis sie es nicht mehr ausgehalten hatte. Sie schluckte. Oder war das nur ihr Verdienst? Er sagte, sie habe es nicht zugelassen - ja, weil sie nicht verstand, warum er darauf bestand, dass sie gerade jetzt Gemüse schnibbeln sollte. Hätte ihr das denn geholfen? Ein fragender Ausdruck schlich sich auf ihr Gesicht.
"Das kam irgendwie anders an..."
"Das kommt daher.. weil du eine andere Möglichkeit nicht in Betracht ziehst."
Der Satz saß. Ja, ihr war gar nicht in den Sinn gekommen, dass seine Forderung eine Hilfestellung sein konnte. Wer sollte diesen verstockten Kauz auch richtig verstehen? Dazu brauchte man ja eine Kristallkugel, und Kaffeesatz oder ... sie seufzte ... das Vertrauen, dass er es gut mit ihr meinte. Das fehlte ihr. Sie traute ihm, gewiss. Sie traute ihm vor allem alles zu - alles negative. Sicher er schützte sie auch und setzte sie nicht vor die Tür - was sie manchmal nicht mal verwundert hätte, wenn sie gerade mal wieder Waffen oder Goldbeutel nach ihm warf.
Wie hätte das Kochen ihr denn helfen sollen, es hätte sie nur .. oh.. es fiel ihr wie Schuppen von den Augen... abgelenkt von ihrem Schmerz. So rückwirkend betrachtet, machte es Sinn...
Sie hätte es wissen müssen, zumindest sich daran erinnern sollen. Feuer verbrennt nicht nur, es gibt auch Wärme ab. Und die kleine Motte, die sie war, mochte Wärme..
Eigentlich hatte sie etwas anderes im Sinn gehabt, als sie diesen Morgen aufgestanden ist. Sie fühlte sich matt und erschlagen, da sie die Nacht kaum schlafen konnte. Nicht dass sie es nicht lange genug versucht hätte, aber es war ihr einfach zu wenig Erfolg vergönnt. Der Schmerz um den Verlust ihres Bruders saß noch zu tief und die Wunde war noch zu frisch. Sie wollte sich die Zeit geben es zu überwinden und Ablenkung suchen. Nicht in Gesprächen, das klappte nie. Nie! Wann immer sie mit Althan das Gespräch suchte, endete es in einer Auseinandersetzung. Sie wollte sich nicht belehren lassen und er schien sie nicht zu verstehen. Oder er verstand sie und wollte sie dann belehren, was aber nur … und so weiter und so fort. Heute wollte sie den Fehler nicht machen. Aber wie lange ging es gut? 10 Minuten, 20 Minuten dann fühlte sie sich von ihm in die Ecke gedrängt. Schikaniert. Wieso verstand er nicht, dass sie jetzt keine Anweisungen wollte, wie sie verdammtes Gemüse zu schneiden hatte. ‘Verdammt’ gehörte eindeutig zu ihren neuen Lieblingswörtern, genauso wie ‘egal’ und ‘scheisse’. Am liebsten frei miteinander kombiniert. Es kam, wie es immer kam. Eine Auseinandersetzung - wobei sie sich nur knapp zurück halten konnte, wahllos irgendwas zu zerhauen oder Sachen umher zuwerfen. Ihr Plan war super aufgegangen. Es dauerte, bis sie sich soweit beruhigt hatte, dass sie wieder zu ihm zurück kam und wieder normal mit ihm reden konnte.
"Ich habe deine Gesellschaft nicht gesucht um mich mit dir zu streiten."
"Warum hast du es nicht zugelassen, meinen Versuch mich um dich zu kümmern?"
Sie blickte ihn verwundert an. Um sie kümmern? Er? Er hatte sie zu diesem seltsamen Kochkurs gefordert und dann so lange in ihren Wunden gestochert, bis sie es nicht mehr ausgehalten hatte. Sie schluckte. Oder war das nur ihr Verdienst? Er sagte, sie habe es nicht zugelassen - ja, weil sie nicht verstand, warum er darauf bestand, dass sie gerade jetzt Gemüse schnibbeln sollte. Hätte ihr das denn geholfen? Ein fragender Ausdruck schlich sich auf ihr Gesicht.
"Das kam irgendwie anders an..."
"Das kommt daher.. weil du eine andere Möglichkeit nicht in Betracht ziehst."
Der Satz saß. Ja, ihr war gar nicht in den Sinn gekommen, dass seine Forderung eine Hilfestellung sein konnte. Wer sollte diesen verstockten Kauz auch richtig verstehen? Dazu brauchte man ja eine Kristallkugel, und Kaffeesatz oder ... sie seufzte ... das Vertrauen, dass er es gut mit ihr meinte. Das fehlte ihr. Sie traute ihm, gewiss. Sie traute ihm vor allem alles zu - alles negative. Sicher er schützte sie auch und setzte sie nicht vor die Tür - was sie manchmal nicht mal verwundert hätte, wenn sie gerade mal wieder Waffen oder Goldbeutel nach ihm warf.
Wie hätte das Kochen ihr denn helfen sollen, es hätte sie nur .. oh.. es fiel ihr wie Schuppen von den Augen... abgelenkt von ihrem Schmerz. So rückwirkend betrachtet, machte es Sinn...
Sie hätte es wissen müssen, zumindest sich daran erinnern sollen. Feuer verbrennt nicht nur, es gibt auch Wärme ab. Und die kleine Motte, die sie war, mochte Wärme..