Issams Tot
Verfasst: Sonntag 11. Mai 2014, 22:58
Seine Hand ruckt über das Papier, immer wieder knüllt er eines nach dem anderen zusammen und schmiss es in die Flammen des Lagerfeuers, welche die Karawane entfacht hatte, um sich in der Nacht zu wärmen. Von einem tiefen und schweren Seufzen begleitet gleitet die Hand in Richtung der Haare und fährt durch die Mähne, der Blick hebt sich für jenen Moment an und die Augen blicken gen die untergehende Sonne. Für einige Herzschläge verweilt der Blick dort ehe die Hand und das Augenpaar sich wieder der Feder widmen wird welche das nächste Pergament beschriften wird.
Salam Alaikum meine Rani,
entschuldige hudad, dass ich so lange auf mich
warten lassen habe. Es gab dringende Neuigkeiten
in meiner Heimat und ich musste eiligst aufbrechen,
leider hatte ich auch deshalb neda die Zeit meinem
Herz eine Nachricht zu hinterlassen. Verzeih mir für
den Schmerz welchen ich dir wieder zumutete. Zur
morgigen frühen Stunde wird ein Bote von der
Karawane in Richtung der goldenen Wüstenstadt
reiten, er wird dir dann diese Nachricht überbringen
so das du wenigstens weißt das ich bald bei dir sein
werde. Bald werden meine Augen dich wieder
erblicken dürfen. Möge die heilige Mara dich für Ewig
hüten und schützend ihre Hände über dich halten,
Ma'salema Rani...mein Herz.
[img]http://th05.deviantart.net/fs70/PRE/i/2013/316/d/9/infinite_land_of_day___details_by_rkmstudios-d6u0g4c.png[/img]
Das Augenpaar gleitet abermals über die Zeilen ehe er jenes Pergament zusammenrollen wird und es mit Wachs siegeln wird. Noch lange lag er in dieser Nacht offen, darüber Nachdenkend was alles geschehen war bisher und wie weit seine Füße ihn doch immer wieder getragen hatten. Niemals hätte er das leben seiner Tante einfach aufgegeben, niemals hätte er seine Familie einfach im Stich gelassen und dennoch wusste er das seine Zukunft stets in der goldenen Wüstenstadt lag. Irgendwann übermannte ihn auch der Schlaf und dieser war unruhig....nicht so wie die letzten Nächte, etwas schweres lag über diese Nacht, etwas was man nicht zu beschreiben wusste.
Als die Sonne die ersten Strahlen über den Sand schickte und auch die Karawane wieder zum leben erwachte, suchte er sogleich den Boten auf damit jene Nachricht auch den richtigen Empfänger fand. Noch lange blickte er dem Punkt am Horizont nach welcher der Bote war, kurz darauf setzte sich auch die Karawane wieder in Bewegung. Wie immer war die Hitze am Tage sehr erdrückend und die Luft viel dicker und dadurch schwerer zu Atmen. Gerade als sie eine Oase zur Rast erreichten und sich die Kinder vergnügten, trat eine gewisse Stille in diese. Dann ging alles ganz schnell, wütendes geschrei, gestöhne, klirrendes Metall und jammernde Schreie.
Tausend Dinge raßten mir durch den Kopf...dann war da plötzlich diese klare Leere, meine Hand griff zu dem Säbel und ich rannte auf die Angreifer zu. Meine Augen nahmen kaum wahr was neben mir zu sehen war...nichts von dem Elend welches die Kinder ertragen mussten, nichts von den Frauen welche genommen wurden und nichts von den Toten Männern welche dort zu sehen waren, alleine der Hass in mir auf die Angreifer führte meinen Säbel. Wie durch einen roten Schleier glitt meine Waffe von einem zum anderen Gegner und je mehr ich traf desto mehr, so schien es mir, tauchten auf und irgendwann....irgendwann spürte ich wie etwas kaltes in mich eindrang. Ich spürte wie sich das Metall in mich bohrte, wie zuerst meine Muskeln sich verkrampften, dann langsam spürte ich wie das warme Blut über meine Haut rann, der Schmerz setzte erst viel später ein, es war nichteinmal ein richtiger Schmerz. Es schien eher als würde jene Stelle eine Gewisse Taubheit innehaben, so als hätte man ihm etwas herausgeschnitten, langsam merkte ich wie meine Atmung sich verkrampfte, Übelkeit übermannte mich und ich erbrach mich, meine Gegner hatten lediglich ein Lächeln für mich übrig ehe sie sich wendeten und mich meinem Schicksal überliesen. Als ich zu Boden glitt und ich den Sand unter mir spürte, wusste ich das ich nicht gewonnen hatte...sondern viel verloren hatte, ich würde sie und meine Zukunft nie wieder sehen.......langsam wich die Übelkeit und alles fühlte sich immer Tauber an, Bilder und geschehnisse spielten sich vor meinem inneren Auge ab, da sah ich sie...ich sah sie lachen und ich spürte sie, roch sie...so als wäre sie bei mir....bis der letzte Lebenshauch auch ihm genommen war.
Es ist eine Ferne,
die war, von der wir kommen.
Es ist eine Ferne,
die sein wird, zu der wir gehen.
-Johann Wolfgang von Goethe -
[img]http://th01.deviantart.net/fs71/PRE/i/2013/316/b/6/infinite_land_of_day_by_rkmstudios-d6u0g4z.png[/img]
Salam Alaikum meine Rani,
entschuldige hudad, dass ich so lange auf mich
warten lassen habe. Es gab dringende Neuigkeiten
in meiner Heimat und ich musste eiligst aufbrechen,
leider hatte ich auch deshalb neda die Zeit meinem
Herz eine Nachricht zu hinterlassen. Verzeih mir für
den Schmerz welchen ich dir wieder zumutete. Zur
morgigen frühen Stunde wird ein Bote von der
Karawane in Richtung der goldenen Wüstenstadt
reiten, er wird dir dann diese Nachricht überbringen
so das du wenigstens weißt das ich bald bei dir sein
werde. Bald werden meine Augen dich wieder
erblicken dürfen. Möge die heilige Mara dich für Ewig
hüten und schützend ihre Hände über dich halten,
Ma'salema Rani...mein Herz.
[img]http://th05.deviantart.net/fs70/PRE/i/2013/316/d/9/infinite_land_of_day___details_by_rkmstudios-d6u0g4c.png[/img]
Das Augenpaar gleitet abermals über die Zeilen ehe er jenes Pergament zusammenrollen wird und es mit Wachs siegeln wird. Noch lange lag er in dieser Nacht offen, darüber Nachdenkend was alles geschehen war bisher und wie weit seine Füße ihn doch immer wieder getragen hatten. Niemals hätte er das leben seiner Tante einfach aufgegeben, niemals hätte er seine Familie einfach im Stich gelassen und dennoch wusste er das seine Zukunft stets in der goldenen Wüstenstadt lag. Irgendwann übermannte ihn auch der Schlaf und dieser war unruhig....nicht so wie die letzten Nächte, etwas schweres lag über diese Nacht, etwas was man nicht zu beschreiben wusste.
Als die Sonne die ersten Strahlen über den Sand schickte und auch die Karawane wieder zum leben erwachte, suchte er sogleich den Boten auf damit jene Nachricht auch den richtigen Empfänger fand. Noch lange blickte er dem Punkt am Horizont nach welcher der Bote war, kurz darauf setzte sich auch die Karawane wieder in Bewegung. Wie immer war die Hitze am Tage sehr erdrückend und die Luft viel dicker und dadurch schwerer zu Atmen. Gerade als sie eine Oase zur Rast erreichten und sich die Kinder vergnügten, trat eine gewisse Stille in diese. Dann ging alles ganz schnell, wütendes geschrei, gestöhne, klirrendes Metall und jammernde Schreie.
Tausend Dinge raßten mir durch den Kopf...dann war da plötzlich diese klare Leere, meine Hand griff zu dem Säbel und ich rannte auf die Angreifer zu. Meine Augen nahmen kaum wahr was neben mir zu sehen war...nichts von dem Elend welches die Kinder ertragen mussten, nichts von den Frauen welche genommen wurden und nichts von den Toten Männern welche dort zu sehen waren, alleine der Hass in mir auf die Angreifer führte meinen Säbel. Wie durch einen roten Schleier glitt meine Waffe von einem zum anderen Gegner und je mehr ich traf desto mehr, so schien es mir, tauchten auf und irgendwann....irgendwann spürte ich wie etwas kaltes in mich eindrang. Ich spürte wie sich das Metall in mich bohrte, wie zuerst meine Muskeln sich verkrampften, dann langsam spürte ich wie das warme Blut über meine Haut rann, der Schmerz setzte erst viel später ein, es war nichteinmal ein richtiger Schmerz. Es schien eher als würde jene Stelle eine Gewisse Taubheit innehaben, so als hätte man ihm etwas herausgeschnitten, langsam merkte ich wie meine Atmung sich verkrampfte, Übelkeit übermannte mich und ich erbrach mich, meine Gegner hatten lediglich ein Lächeln für mich übrig ehe sie sich wendeten und mich meinem Schicksal überliesen. Als ich zu Boden glitt und ich den Sand unter mir spürte, wusste ich das ich nicht gewonnen hatte...sondern viel verloren hatte, ich würde sie und meine Zukunft nie wieder sehen.......langsam wich die Übelkeit und alles fühlte sich immer Tauber an, Bilder und geschehnisse spielten sich vor meinem inneren Auge ab, da sah ich sie...ich sah sie lachen und ich spürte sie, roch sie...so als wäre sie bei mir....bis der letzte Lebenshauch auch ihm genommen war.
Es ist eine Ferne,
die war, von der wir kommen.
Es ist eine Ferne,
die sein wird, zu der wir gehen.
-Johann Wolfgang von Goethe -
[img]http://th01.deviantart.net/fs71/PRE/i/2013/316/b/6/infinite_land_of_day_by_rkmstudios-d6u0g4z.png[/img]