Alles was blutet
Verfasst: Sonntag 13. April 2014, 11:32
"Alles was blutet..."
Eine klaren Aufgabenstellung, die sich weit ausfächern ließ. Ein Auftrag mit recht viel Umfang, den es schon vor Beginn halbwegs zu sortieren galt.
Mit recht viel Geduld hatte die blonde Frau kleine Drahtfallen mit Speck und anderen Speiseresten an verschiedenen Ecken der Kanalisationsausgänge und am Hafen verteilt. Einfache, bewährte Konstruktionen, die auch nicht immer mit vollkommenem Erfolg gesegnet waren. Die Ratten waren gierig und mit einem herumliegenden leicht zu erschlagen gewesen. Ein schlichtes Knacken des Schädelknochens. Um die Phiole mit dem noch warmen Lebenssaft aufzufüllen, hatte sie die zwei gesündesten Ratten mit einem Schnitt ihres Jagdmessers ausbluten lassen. Wie sich herausstellte, waren Ratten größer und gieriger als ihre kleineren Artgenossen, sodass die nächsten Fallen nahe den Weizenfeldern der umliegenden Bauernhöfe ausgestellt wurden. Mäuse. Fann fluchte einige Male, bis es ihr gelungen war nach fünf Tagen die erste Maus in die Falle bekommen zu haben. Sie waren klein und ihre Körper ganz weich und windig. Und auch hier bedurfte es kaum einem Aufwand dem Tier das Genick mit gezieltem Druck kurzerhand zu brechen. Ihre Jagd hatte also mit den kleinen Wesen begonnen. Nagetiere. Eichhörnchen, Marder, Hasen, Kaninchen. Sie wurden ausgeräuchert, in Fallen gelockt, mit einem gezielten Schuss erlegt. Einige Tierbauten waren bereits bekannt, bei anderen hoffte sie auf den Zufall oder verfolgte gezielt Spuren von Kot, Fell- oder Speiseresten. Die Tiere starben nun vorwiegend für den einen Zweck, eingefügt zu werden in einer Sammlung von rot gefüllten Phiolen. Zumindest den Schwanz des Eichhörnchens und Marders hatte sie noch halbwegs gewinnbringend an einen Pinselmacher verscherbeln können, aber viel Gewinn machte sie aus diesem Zeit schöpfenden Akt nicht. Darum mochte es auch nicht gehen, als mehr um die Herausforderung selbst: zu suchen, zu finden, zu erlegen.
Eine klaren Aufgabenstellung, die sich weit ausfächern ließ. Ein Auftrag mit recht viel Umfang, den es schon vor Beginn halbwegs zu sortieren galt.
Mit recht viel Geduld hatte die blonde Frau kleine Drahtfallen mit Speck und anderen Speiseresten an verschiedenen Ecken der Kanalisationsausgänge und am Hafen verteilt. Einfache, bewährte Konstruktionen, die auch nicht immer mit vollkommenem Erfolg gesegnet waren. Die Ratten waren gierig und mit einem herumliegenden leicht zu erschlagen gewesen. Ein schlichtes Knacken des Schädelknochens. Um die Phiole mit dem noch warmen Lebenssaft aufzufüllen, hatte sie die zwei gesündesten Ratten mit einem Schnitt ihres Jagdmessers ausbluten lassen. Wie sich herausstellte, waren Ratten größer und gieriger als ihre kleineren Artgenossen, sodass die nächsten Fallen nahe den Weizenfeldern der umliegenden Bauernhöfe ausgestellt wurden. Mäuse. Fann fluchte einige Male, bis es ihr gelungen war nach fünf Tagen die erste Maus in die Falle bekommen zu haben. Sie waren klein und ihre Körper ganz weich und windig. Und auch hier bedurfte es kaum einem Aufwand dem Tier das Genick mit gezieltem Druck kurzerhand zu brechen. Ihre Jagd hatte also mit den kleinen Wesen begonnen. Nagetiere. Eichhörnchen, Marder, Hasen, Kaninchen. Sie wurden ausgeräuchert, in Fallen gelockt, mit einem gezielten Schuss erlegt. Einige Tierbauten waren bereits bekannt, bei anderen hoffte sie auf den Zufall oder verfolgte gezielt Spuren von Kot, Fell- oder Speiseresten. Die Tiere starben nun vorwiegend für den einen Zweck, eingefügt zu werden in einer Sammlung von rot gefüllten Phiolen. Zumindest den Schwanz des Eichhörnchens und Marders hatte sie noch halbwegs gewinnbringend an einen Pinselmacher verscherbeln können, aber viel Gewinn machte sie aus diesem Zeit schöpfenden Akt nicht. Darum mochte es auch nicht gehen, als mehr um die Herausforderung selbst: zu suchen, zu finden, zu erlegen.