Einmal Himmel...

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Gast

Einmal Himmel...

Beitrag von Gast »

Sie stand immer noch auf der Erde, und blickte starr auf den Janitschar vor ihr, der ihr begreiflich machen wollte, dass Salar nie zurückkehren würde. Er war aufgefunden worden in der Durrah, tot und von Tieren unschön zugerichtet. Sie dachte sie würde gleich sterben, schreien oder in ein tiefes Loch fallen, aber nichts der Gleichen passierte.

Der Janitschar verabschiedete sich vorsichtig und Aqila ging wie in Trance, sie informierte Hasim und Aalissay die sie im Haus fand, ging ziellos herum.
Sie wusste nicht wie oft sie gefragt wurde, ob es ihr gut gehen würde, was sie jedes Mal mit einem nicken beantwortete. Was sollte sie denn auch sagen?

Sie hatten sich nur wenige Wochen gekannt, die Verlobung war im Grunde eine Katastrophe gewesen eine aneinander Kettung von Ereignissen und doch war dieser Tag der glücklichste ihres bisherigen Lebens. Eigentlich hätten sie Beide trauern sollen, trauern um Kadir. Doch wenn sie zusammen waren fühlte sie einfach nur Glück und Zufriedenheit.
Doch wie sollte sie das jemandem erklären; Sie konnte immer noch seine Lippen auf den ihren Spüren und seine Hände auf ihr und seine Arme die sie hielten.

Er hatte ihr noch so viel mehr geben wollen…
Aber Eluive hat es anders gewollt.

Die Beerdigung war im kleinen Kreis am Morgen abgehalten worden, nicht so feierlich wie Kadirs, doch es war Aqila so lieber. Nun sass sie vor dem Spiegel und sah ihr Spiegelbild, sie war keine Witwe, doch sie fühlte sich so.
Gast

Beitrag von Gast »

Die Tage waren einfacher, sie beschäftigte sich, arbeitet viel. Sie nahm Aufträge an und stellte sich selbst auch noch Aufgaben. Vor allem körperliche Aufgaben konnte sie viel abgewinnen. Denn dann blieben ihr die Nächte erspart in denen sie grübelnd auf ihrer kleinen Terrasse sass, hinaus in die Wüste starrte. Manchmal kam der kleine Fennek vorbei und kuschelte sich auf ihren Schoss. Dann kraulte sie ihn sanft und genoss es mit ihm zu schweigen.

Die Gedanken kreisten immer um das Selbe, oder eher um den Selben; Salar. Sie musste noch das Haus räumen lassen, denn sie wollte es nicht haben. Zu viele Erinnerungen… Seltsam sie war nur einen Tag wirklich in dem Haus gewesen und doch verband sie so viele schöne Momente.
Und langsam manifestierte sich ein Gedankenbild in ihrem Kopf:

„Schlussendlich geht es mir heute besser
Mit dem was du mir auf den Weg gegeben hast
1000 Momente in mir, die mir niemand mehr nehmen kann,
Und obwohl ich dich verloren habe, was ich immer noch nicht verstehe,
Ist es mir lieber, dich verloren zu haben, als dich niemals gehabt zu haben“



Nach einer weiteren Weile stellte sie den Fennek auf seine Füsse, dieser streckte sich und verschwand hinaus in die Wüste. Aqila ging ins Bett, kuschelte sich zum Kaftan, der leider nicht mehr nach ihm roch, und noch im einschlafen dachte sie daran das es langsam besser wurde.
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