Ein Schrei geht durch Rahal – oder zwei?
- Linejra
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- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Ein Schrei geht durch Rahal – oder zwei?
An eben jenem Tage, als der Lenzing in Gänze Einkehr hielt und das Grün auf den Wiesen und in den Wäldern zu neuer Pracht erblühte, kehrte das Leben auch in Rahal ein. Nicht nur im Grün, sondern auch in Rahal wollte der Lenz sich zeigen und unter Beweis stellen, als noch zur späteren Abendstunde der Schrei eines Babies davon kündete. Und wer sich zu jener Zeit in der Nähe des Osttores aufhielt, wird gar einen ganzen Chor vernommen haben. „Was geschieht hier?“ wird man sich gefragt haben.
Wer zu Linejras Heim blickte, wird vielleicht das eine oder andere Gesicht bemerkt haben, das den Weg nachhause ersuchte. Und so liegt die Vermutung nahe, dass es Linejras Kindlein war, das dort schrie. Doch war es nicht nur ein Kind. Nicht weniger als zwei Jungen äußerten den Schrei nach ihrer Mutter, bis sie jenen erhörte. Selbst Tote hätte der belebende Schrei der beiden kleinen Kinder erwecken können. Doch als sie die beiden dann endlich stillte, kehrte Ruhe ein. Erschöpft doch glücklich fanden nun sie sowie auch die beiden Schreihälse ihren Frieden.
Und so verhallte mit stummem Klang auch wieder das Aufbäumen des eingekehrten Frühlings. Und der Kreislauf des Lebens beginnt von neuem.
Wer zu Linejras Heim blickte, wird vielleicht das eine oder andere Gesicht bemerkt haben, das den Weg nachhause ersuchte. Und so liegt die Vermutung nahe, dass es Linejras Kindlein war, das dort schrie. Doch war es nicht nur ein Kind. Nicht weniger als zwei Jungen äußerten den Schrei nach ihrer Mutter, bis sie jenen erhörte. Selbst Tote hätte der belebende Schrei der beiden kleinen Kinder erwecken können. Doch als sie die beiden dann endlich stillte, kehrte Ruhe ein. Erschöpft doch glücklich fanden nun sie sowie auch die beiden Schreihälse ihren Frieden.
Und so verhallte mit stummem Klang auch wieder das Aufbäumen des eingekehrten Frühlings. Und der Kreislauf des Lebens beginnt von neuem.
- Caillean
- Beiträge: 2
- Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20
Die Tage waren unruhig und laut, doch die Nächte waren auch nicht besser. Das Duo übte fleißig die Harmonie ihrer Schreie und hielt ihre Eltern auf Trab. Fing der Eine an, stimmte auch der Zweite mit ein, so daß es nicht allzu lange dauerte, bis ihre Eltern sehr müde und erschöpft wirkten, was vermutlich auf den mangelnden Schlaf zurück zu führen war.
- Gillean
- Beiträge: 32
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Schlief Gillean endlich, begann sein Bruder zu schreien und zu quängeln. Das riss ihn natürlich aus dem Schlaf. Es musste einen Grund haben. Ohne lange drüber nachzudenken, ließ auch er sein Organ ertönen, noch dazu, wo er es feucht und glitschig zwischen den Beinen verspürte.
Wo war seine Decke?
Mit müden Augen sah er sich um.
Cail hatte sie zu sich gezogen.
Und schon zerrte er an dem warmen Ding mit schwacher Kraft.
Da war ein Schatten, der sich über das breite Kinderbett beugte und ein Gesicht, dessen liebevolle sanften Augen auf die beiden herabsahen.
Schon kam eine zarte Hand, die nachfühlte und routiniert die Übergröße der Stoffwindel abtastete. Draußen war es dunkel, trotzdem wurde er vom Glitschigen befreit, an den Beinchen hochgehoben, gesäubert und nach einer kurzen kühlen Zeit um die Hüften wieder mit warmem Stoff umschlungen.
Die abhanden gekommene Decke wurde nach einiger Zeit - in der wohl sein Brüderchen ebenso versorgt wurde - über Gil gezogen. Sanft strich die warme Haut der Hand über seinen Kopf. Gillean konnte nicht anders, als liebevoll zu glucksen.
Die Hand kümmerte sich auch um seinen Bruder, der sich alsbald auch wieder beruhigte. Gil wickelte den Zipfel der Decke um seinen Daumen und nuckelte daran, während er zufrieden einschlief.
Wo war seine Decke?
Mit müden Augen sah er sich um.
Cail hatte sie zu sich gezogen.
Und schon zerrte er an dem warmen Ding mit schwacher Kraft.
Da war ein Schatten, der sich über das breite Kinderbett beugte und ein Gesicht, dessen liebevolle sanften Augen auf die beiden herabsahen.
Schon kam eine zarte Hand, die nachfühlte und routiniert die Übergröße der Stoffwindel abtastete. Draußen war es dunkel, trotzdem wurde er vom Glitschigen befreit, an den Beinchen hochgehoben, gesäubert und nach einer kurzen kühlen Zeit um die Hüften wieder mit warmem Stoff umschlungen.
Die abhanden gekommene Decke wurde nach einiger Zeit - in der wohl sein Brüderchen ebenso versorgt wurde - über Gil gezogen. Sanft strich die warme Haut der Hand über seinen Kopf. Gillean konnte nicht anders, als liebevoll zu glucksen.
Die Hand kümmerte sich auch um seinen Bruder, der sich alsbald auch wieder beruhigte. Gil wickelte den Zipfel der Decke um seinen Daumen und nuckelte daran, während er zufrieden einschlief.
Zuletzt geändert von Gillean am Freitag 28. März 2014, 01:16, insgesamt 1-mal geändert.
- Gillean
- Beiträge: 32
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Da waren Stimmen und vieles, was sich bewegte. Auch vieles was unbeweglich schien.
Farbiges und mehrfach Buntes.
Stimmen ... Lautgefüge.
Er versuchte die Laute nachzuahmen.
Es war etwas ganz anderes, als die Laute, mit denen er zu seinem Bruder sprach, der jeden dieser Laute verstand, genauso, wie er jeden der Laute seines Bruders verstand.
Oft brauchte er auch nichts von diesen Lauten zu verwenden, um sich seinem Bruder mitzuteilen. Es war, als ob er dachte und der andere verstand. Und umgekehrt genauso.
Immer wieder blickte er in Augen, in Gesichter.
In manche öfter und manche schien er nie wieder zu sehen.
Da waren Stimmen, von denen manche sanft zu ihm zu sprechen schienen. Andere wiederum waren weiter entfernt, brabbelten unaufhörlich.
Oft hörte er, wie die sanfte Stimme "Mama" sagte, aber auch so oft etwas mit "Lin". Sein Bruder sagte ihm, dass er glaubte, dass das dasselbe wäre - eben in der Brabbelei, die wohl keiner außer ihnen beiden verstand.
"Liiin...mam", versuchte Gil ungelenk zu artikulieren.
Sein Bruder grinste ihm zu.
"Mamlin?"
Er blickt zu Caillean hinüber. Der quietschte und kicherte.
"MAAAAMLIIIIIN!" schrie Gil lustig auf.
Sofort war sie da, die, die so gut roch, die immer so lieb war und ihnen das Glitschige zwischen den Beinen entfernte, an deren Brust sie nuckeln durften und die sie ständig mit sich trug, wenn sie das Haus verließ. Die immer da war, wenn einer von ihnen lautstark brüllte. Die mit ihnen spielte und sich mit ihnen beschäftigte.
"Mamlin."
Gil fand, dass dieses Wort wunderbar war für dieses liebevolle Wesen, das sie ständig umsorgte.
"Mamlin."
Mit dem Wort auf den Lippen schlief er ein, diesmal warm zugedeckt.
Farbiges und mehrfach Buntes.
Stimmen ... Lautgefüge.
Er versuchte die Laute nachzuahmen.
Es war etwas ganz anderes, als die Laute, mit denen er zu seinem Bruder sprach, der jeden dieser Laute verstand, genauso, wie er jeden der Laute seines Bruders verstand.
Oft brauchte er auch nichts von diesen Lauten zu verwenden, um sich seinem Bruder mitzuteilen. Es war, als ob er dachte und der andere verstand. Und umgekehrt genauso.
Immer wieder blickte er in Augen, in Gesichter.
In manche öfter und manche schien er nie wieder zu sehen.
Da waren Stimmen, von denen manche sanft zu ihm zu sprechen schienen. Andere wiederum waren weiter entfernt, brabbelten unaufhörlich.
Oft hörte er, wie die sanfte Stimme "Mama" sagte, aber auch so oft etwas mit "Lin". Sein Bruder sagte ihm, dass er glaubte, dass das dasselbe wäre - eben in der Brabbelei, die wohl keiner außer ihnen beiden verstand.
"Liiin...mam", versuchte Gil ungelenk zu artikulieren.
Sein Bruder grinste ihm zu.
"Mamlin?"
Er blickt zu Caillean hinüber. Der quietschte und kicherte.
"MAAAAMLIIIIIN!" schrie Gil lustig auf.
Sofort war sie da, die, die so gut roch, die immer so lieb war und ihnen das Glitschige zwischen den Beinen entfernte, an deren Brust sie nuckeln durften und die sie ständig mit sich trug, wenn sie das Haus verließ. Die immer da war, wenn einer von ihnen lautstark brüllte. Die mit ihnen spielte und sich mit ihnen beschäftigte.
"Mamlin."
Gil fand, dass dieses Wort wunderbar war für dieses liebevolle Wesen, das sie ständig umsorgte.
"Mamlin."
Mit dem Wort auf den Lippen schlief er ein, diesmal warm zugedeckt.
Zuletzt geändert von Gillean am Mittwoch 2. April 2014, 03:10, insgesamt 1-mal geändert.
- Linejra
- Beiträge: 24
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Nachdem die ersten schlaflosen Wochen und Monde vergangen sind, und die beiden Kleinen in den Nächten nicht mehr zu jedem Glockenschlag miterklangen, kehrte langsam etwas mehr Ruhe ein. Linei war mit den Kräften am Ende. Und trotzdem brachte sie mit jedem Schrei der beiden die Kraft auf, für die sie da zu sein und sie liebevoll zu umsorgen. Wenngleich sie völlig ausgelaugt war, hielt sie sich dennoch stets ihr sanftes Lächeln auf den Lippen.
Jeden Tag mühte sie sich mit den beiden zumindest ein paar Freunde zu besuchen, oder gar einen weiteren Spaziergang zu machen. Wenngleich die beiden in Lineis Tragetuch zwar manches davon verschlafen haben – wie etwa Kavas und Dazens Ritterweihe – zeigt sie ihnen dennoch jetzt schon so vieles von der Welt, was die beiden auch lautstark kommentieren. Wilde Tiere auf einem Waldspaziergang sollten Lineis kleinste Sorge sein. Denn die beiden vertreiben mit ihrem Geschrei, Gekicher und Gegluckse jedes Tier und jeden Vogel in der Umgebung. Doch zumindest die Pflanzen und Blüten in ihrer neugewonnenen Pracht laufen nicht davon und bieten den beiden einen angemessenen Willkommensruf. Auch der Kirschbaum vor dem Haus trägt schon die volle Blütenpracht und die Bienen summen und schwirren nur so umher.
Viel Zeit verbringt sie mit den kleinen Krabblern. Vor allem Caillean erscheint ihr stets sehr neugierig, wobei ihm seine Erkundungstouren jetzt schon um Hals und kragen bringen könnten. Mehr als nur einmal bewahrt ihn seine Mutter davor irgendwo herunterzufallen, an heiße Sachen zu fassen oder ähnliches. Auch brachte er es schon fertig sich unter dem Bett zu verstecken. Linei begann sich schon zu sorgen und zu verzweifeln, wo er denn nun hingekrabbelt mögen sei. Sie hatte ihn doch nur einen Moment aus den Augen gelassen. Doch als Gillean auf seinen Bruder zuzukrabbeln begann, war ihr alles klar. „Caillean – der große Entdecker, wird man dich bestimmt mal nennen“, scherzte sie zu ihm.
Gillean hingegen war zwar auch neugierig, doch zeichnete ihn in Lineis Augen weniger sein Wille und seine Neugierde aus - wie seinen Bruder, sondern eher sein Bedürfnis zur Nähe zu anderen. So hat Tante Sophie nicht nur einmal seine Hand im Gesicht gehabt und auch sonst ist er es, der lieber bei seiner Mutter oder seiner Tante bleibt – wie es scheint. Besonders scheint es ihm aber der Stoffbär, den Linei vor ein paar Tagen zum Spielen hervorgeholt hat, angetan zu haben. Ob es die großen Knopfaugen, der liebe Gesichtsausdruck oder einfach nur die weiche Wolle ist, die ihm gefallen ist nicht sicher. Sicher ist, dass er wenn Caillean mal wieder unerreichbar auf Entdeckungsreise ist, die Mama grade anderen Dingen nachgeht, er sich mit Vorliebe mit dem Teddy zu beschäftigen scheint.
Jeder Laut der Kleinen mit dem sie sich mitzuteilen zu üben versuchen, lässt Linei lächeln. Doch ganz besonders stolz war Linei, als sie grade mit den beiden spielte und von Caillean unter verschiedensten Lauten deutlich ein „Gilil“ oder etwas Ähnliches zu vernehmen war. Hatte er etwa den Namen seines Brüderchens genannt? Ein paar Male wiederholte er die Silbe in verschiedensten Variationen und sah seine Mutter dabei an. Doch was er wirklich damit meinte, oder ob er damit etwas meinte, war nicht klar.
Umso verblüffter war sie, als einen Tag darauf ein „Mamlin“ von Gillean vernahm, der sie ebenso dabei ansah. Konnte das tatsächlich sein .....?
Jeden Tag mühte sie sich mit den beiden zumindest ein paar Freunde zu besuchen, oder gar einen weiteren Spaziergang zu machen. Wenngleich die beiden in Lineis Tragetuch zwar manches davon verschlafen haben – wie etwa Kavas und Dazens Ritterweihe – zeigt sie ihnen dennoch jetzt schon so vieles von der Welt, was die beiden auch lautstark kommentieren. Wilde Tiere auf einem Waldspaziergang sollten Lineis kleinste Sorge sein. Denn die beiden vertreiben mit ihrem Geschrei, Gekicher und Gegluckse jedes Tier und jeden Vogel in der Umgebung. Doch zumindest die Pflanzen und Blüten in ihrer neugewonnenen Pracht laufen nicht davon und bieten den beiden einen angemessenen Willkommensruf. Auch der Kirschbaum vor dem Haus trägt schon die volle Blütenpracht und die Bienen summen und schwirren nur so umher.
Viel Zeit verbringt sie mit den kleinen Krabblern. Vor allem Caillean erscheint ihr stets sehr neugierig, wobei ihm seine Erkundungstouren jetzt schon um Hals und kragen bringen könnten. Mehr als nur einmal bewahrt ihn seine Mutter davor irgendwo herunterzufallen, an heiße Sachen zu fassen oder ähnliches. Auch brachte er es schon fertig sich unter dem Bett zu verstecken. Linei begann sich schon zu sorgen und zu verzweifeln, wo er denn nun hingekrabbelt mögen sei. Sie hatte ihn doch nur einen Moment aus den Augen gelassen. Doch als Gillean auf seinen Bruder zuzukrabbeln begann, war ihr alles klar. „Caillean – der große Entdecker, wird man dich bestimmt mal nennen“, scherzte sie zu ihm.
Gillean hingegen war zwar auch neugierig, doch zeichnete ihn in Lineis Augen weniger sein Wille und seine Neugierde aus - wie seinen Bruder, sondern eher sein Bedürfnis zur Nähe zu anderen. So hat Tante Sophie nicht nur einmal seine Hand im Gesicht gehabt und auch sonst ist er es, der lieber bei seiner Mutter oder seiner Tante bleibt – wie es scheint. Besonders scheint es ihm aber der Stoffbär, den Linei vor ein paar Tagen zum Spielen hervorgeholt hat, angetan zu haben. Ob es die großen Knopfaugen, der liebe Gesichtsausdruck oder einfach nur die weiche Wolle ist, die ihm gefallen ist nicht sicher. Sicher ist, dass er wenn Caillean mal wieder unerreichbar auf Entdeckungsreise ist, die Mama grade anderen Dingen nachgeht, er sich mit Vorliebe mit dem Teddy zu beschäftigen scheint.
Jeder Laut der Kleinen mit dem sie sich mitzuteilen zu üben versuchen, lässt Linei lächeln. Doch ganz besonders stolz war Linei, als sie grade mit den beiden spielte und von Caillean unter verschiedensten Lauten deutlich ein „Gilil“ oder etwas Ähnliches zu vernehmen war. Hatte er etwa den Namen seines Brüderchens genannt? Ein paar Male wiederholte er die Silbe in verschiedensten Variationen und sah seine Mutter dabei an. Doch was er wirklich damit meinte, oder ob er damit etwas meinte, war nicht klar.
Umso verblüffter war sie, als einen Tag darauf ein „Mamlin“ von Gillean vernahm, der sie ebenso dabei ansah. Konnte das tatsächlich sein .....?
- Gillean
- Beiträge: 32
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Neidisch sah Gil oft seinem Bruder Cail nach, wie dieser alles erforschte.
Er wollte das auch - aber wenn er dann sah, wie etwas auf seinen Bruder runterpurzelte, schreckte er sich. Im nächsten Augenblick aber wollte er wissen, ob Cail was passiert wäre.
Neugierig tapste er ihm auf allen Vieren nach.
Caillean drehte sich zu ihm um und grinste ihn an, als wäre nichts passiert.
Gil gluckste, beruhigt seinen Bruder unversehrt zu sehen.
Ja, Gillean kuschelte sich gerne an seinen Bären, wenn Mamlin mal kurz weg war. Aber auch er wollte diese große weite Welt (von der er nicht mal noch wusste, wie groß und weit sie war) erforschen.
Mehr und immer öfter hängte er sich an die Fersen seines Bruders, den Kuschelbären mit sich ziehend, wie einen Anker, so sich Caillean wieder einmal auf Erforschungswege machte. Zuerst mit viel Angst.
Als er merkte, dass sein Bruder nicht nur selbstlos voranschritt, sondern sich immer wieder nach ihm umsah, wurde er ein klein wenig sicherer auf diesen Erforschungen der Welt um sie. Manchmal getraute er sich sogar schon, sich an die Seite seines Bruders zu schieben, den Kuschelbären fest an sich gedrückt.
Er wollte das auch - aber wenn er dann sah, wie etwas auf seinen Bruder runterpurzelte, schreckte er sich. Im nächsten Augenblick aber wollte er wissen, ob Cail was passiert wäre.
Neugierig tapste er ihm auf allen Vieren nach.
Caillean drehte sich zu ihm um und grinste ihn an, als wäre nichts passiert.
Gil gluckste, beruhigt seinen Bruder unversehrt zu sehen.
Ja, Gillean kuschelte sich gerne an seinen Bären, wenn Mamlin mal kurz weg war. Aber auch er wollte diese große weite Welt (von der er nicht mal noch wusste, wie groß und weit sie war) erforschen.
Mehr und immer öfter hängte er sich an die Fersen seines Bruders, den Kuschelbären mit sich ziehend, wie einen Anker, so sich Caillean wieder einmal auf Erforschungswege machte. Zuerst mit viel Angst.
Als er merkte, dass sein Bruder nicht nur selbstlos voranschritt, sondern sich immer wieder nach ihm umsah, wurde er ein klein wenig sicherer auf diesen Erforschungen der Welt um sie. Manchmal getraute er sich sogar schon, sich an die Seite seines Bruders zu schieben, den Kuschelbären fest an sich gedrückt.
Zuletzt geändert von Gillean am Donnerstag 3. April 2014, 03:18, insgesamt 2-mal geändert.
- Caillean
- Beiträge: 2
- Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20
Ooooohhhhh!!!! Was war das? Hin! Gucken!
Und schon krabbelte er los, es war ja alles so spannend und aufregend! Das Haus war schon interessant, aber wenn die Tür mal auf wahr und man raus konnte.... Die vielen Farben, die komischen Gerüche.... nicht der harte Boden unter den Händen und Knien, sondern weiche sachen, die die Farbe der Hände und Knie veränderte. Und diese grünen Halme im Garten....
Und... und... und...
Eifrig erkundete er seine Welt, die ihm unheimlich groß erschien. Er konnte nicht verstehen, warum sein Bruder lieber mit diesem Teddy da saß, wenn es so viel zu sehen gab. Er mußte doch mit! Er mußte doch auch gucken!
Es war so spannend!
Als Cail bemerkte, daß Gil neugierig zu ihm blickte und auch in seinen Augen die Neugierde sah, wartete er auf ihn. Er mußte doch mit kommen. Sie gehörten doch zusammen. Zu zweit war es bestimmt noch aufregender als alleine. Und was sollte schon passieren?!?
Und schon krabbelte er los, es war ja alles so spannend und aufregend! Das Haus war schon interessant, aber wenn die Tür mal auf wahr und man raus konnte.... Die vielen Farben, die komischen Gerüche.... nicht der harte Boden unter den Händen und Knien, sondern weiche sachen, die die Farbe der Hände und Knie veränderte. Und diese grünen Halme im Garten....
Und... und... und...
Eifrig erkundete er seine Welt, die ihm unheimlich groß erschien. Er konnte nicht verstehen, warum sein Bruder lieber mit diesem Teddy da saß, wenn es so viel zu sehen gab. Er mußte doch mit! Er mußte doch auch gucken!
Es war so spannend!
Als Cail bemerkte, daß Gil neugierig zu ihm blickte und auch in seinen Augen die Neugierde sah, wartete er auf ihn. Er mußte doch mit kommen. Sie gehörten doch zusammen. Zu zweit war es bestimmt noch aufregender als alleine. Und was sollte schon passieren?!?
- Gillean
- Beiträge: 32
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Gucken!
Den Plüschbären hinter sich herziehend krabbelte er los, hinter seinem Bruder her.
Da war Grün. Da waren große Wesen, die ganz ganz stille standen. Da waren so seltsame grüne Fäden am Boden, die nichts taten, wenn man sie angriff.
Aber da? Was war da? Zwischen den Fäden krabbelte etwas!
Angstvolle Laute gen Cail.
Der kam zu ihm, betrachtete das Käferkrabbeltier, nahm es vorsichtig zwischen seine Finger, steckte es in den Mund und schluckte es.
Gil sah ihn mit großen Augen an.
Abwartend.
Über eine ganz geraume Zeit.
Cail aber grinste, als wäre es selbstverständlich, so ein Krabbeltier zu essen.
Gil krabbelte weiter durchs Gras im Garten des Hauses, suchte nach so einem Krabbeltier und fand auch eines, wenn es auch kleiner war, als das, was sein Bruder eben zuvor verschluckt hatte.
Behutsam nahm er den Marienkäfer zwischen seine kleinen Finger, sah ihm in die schwarzen Käferaugen, bevor er ihn in den Mund schob und schnell schluckte.
Das, was ihm Mamlin gab, schmeckte weitaus besser und zweifelnd ging sein Blick hin zu Caillean. Der aber sah ihn irgendwie stolz an. Gil freute sich darüber und lachte. Dann krabbelte er hinüber zu seinem Bruder, neugierig, was dieser als nächstes finden würde.
Den Plüschbären hinter sich herziehend krabbelte er los, hinter seinem Bruder her.
Da war Grün. Da waren große Wesen, die ganz ganz stille standen. Da waren so seltsame grüne Fäden am Boden, die nichts taten, wenn man sie angriff.
Aber da? Was war da? Zwischen den Fäden krabbelte etwas!
Angstvolle Laute gen Cail.
Der kam zu ihm, betrachtete das Käferkrabbeltier, nahm es vorsichtig zwischen seine Finger, steckte es in den Mund und schluckte es.
Gil sah ihn mit großen Augen an.
Abwartend.
Über eine ganz geraume Zeit.
Cail aber grinste, als wäre es selbstverständlich, so ein Krabbeltier zu essen.
Gil krabbelte weiter durchs Gras im Garten des Hauses, suchte nach so einem Krabbeltier und fand auch eines, wenn es auch kleiner war, als das, was sein Bruder eben zuvor verschluckt hatte.
Behutsam nahm er den Marienkäfer zwischen seine kleinen Finger, sah ihm in die schwarzen Käferaugen, bevor er ihn in den Mund schob und schnell schluckte.
Das, was ihm Mamlin gab, schmeckte weitaus besser und zweifelnd ging sein Blick hin zu Caillean. Der aber sah ihn irgendwie stolz an. Gil freute sich darüber und lachte. Dann krabbelte er hinüber zu seinem Bruder, neugierig, was dieser als nächstes finden würde.
- Linejra
- Beiträge: 24
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Und eben das Essen war es, wobei „Mamlin“ stets nur nach dem Besten für die beiden suchte. Seien es ein paar zu Mus gestampfte und mit Honig gesüßte Früchte, denen die beiden sich zu Anfang gar noch verweigerten. Ob sie wohl doch zu sauer waren? Oder seien es dünne oder mal dickere Suppen, die ähnlich dem Mus auch eher einem Brei glichen, aber bestimmt schmackhaft waren. Zumindest schmeckten sie Linei - also musste es den Kleinen ja bestimmt auch schmecken. Auch wenn zum Essen mal jemand zu Besuch kam, durfte er unter anderem auch mal davon probieren. Linei machte sich dabei gar keine Gedanken, dass jemand Erwachsenes, der zu Besuch kommt, vielleicht doch lieber etwas kauen wollte.
Doch war „Kauen“ war wohl das Stichwort. Eben das war es, was die beiden Stifte sich wohl auch vorgenommen haben. Grade war an einem Abend endlich etwas Ruhe eingekehrt, als Gillean plötzlich begann zu Weinen. Doch was war los? Linei hatte doch für alles gesorgt? Erst als es ihm Caillean bereits am Tag darauf – in gleicher quengeliger Art und Weise – gleichtat, wurde ihr bewusst, dass etwas mit den beiden nicht stimmte. Sie wirkten warm – hatten sie Fieber? Sind die beiden Krank? Der Weg nach draußen war erst einmal Tabu. Ordentlich warm gehalten und umsorgt verharrte sie bei den beiden. Aus dem trichtergleichen Tonkrug gab es angenehm warme und süße Honigmilch. Doch auch das all abendliche Nachtlied, welches sie den beiden zum Einschlafen vorsang, vermochte sie kaum zu beruhigen.
Tage vergingen so, in denen auch weit und breit kein Heilkundiger anzutreffen war, und Linei begann sich schon zu Sorgen. Mit einem Mal jedoch wurde alles klar, als sie die beiden genauer betrachtete: Das erste Zähnchen blitzt hervor! Erleichtert ob dieser Erkenntnis wich die Sorge aus Lineis Gesicht wieder ihrem sanften freudigen Lächeln. „Ihr bekommt Beißerchen.“ meinte sie freudig zu den beiden und klärte sie somit über ihre Erkenntnis auf.
Zumindest stand den Abenteuern der beiden nun nichts mehr im Wege. Und so ließ sie die beiden wieder frei herumkrabbeln und spielen. Mit einem Mal geht alles so schnell. Sie krabbeln und sind gar nicht mehr aufzuhalten. Zähnchen bekommen sie auch schon. Und geschwätziger werden sie auch von Tag zu tag. Vor allem wenn Linei den beiden Mal nur zuhört, wie sie sich verständigen. Wohl sind es keine Worte aus Mamas Sprache, aber dennoch scheinen sie sich zu verstehen. Die beiden waren schon ein süßes Paar.
Einmal als Linei grade ein wenig am sauber machen war, und den Spiegel von der Wand nahm und auf den Boden stellte, kroch grade der kleine Caillean heran. Wie gewohnt erblickte er sein Ebenbild. Doch war Gillean nicht eben noch wo anders?
Doch war „Kauen“ war wohl das Stichwort. Eben das war es, was die beiden Stifte sich wohl auch vorgenommen haben. Grade war an einem Abend endlich etwas Ruhe eingekehrt, als Gillean plötzlich begann zu Weinen. Doch was war los? Linei hatte doch für alles gesorgt? Erst als es ihm Caillean bereits am Tag darauf – in gleicher quengeliger Art und Weise – gleichtat, wurde ihr bewusst, dass etwas mit den beiden nicht stimmte. Sie wirkten warm – hatten sie Fieber? Sind die beiden Krank? Der Weg nach draußen war erst einmal Tabu. Ordentlich warm gehalten und umsorgt verharrte sie bei den beiden. Aus dem trichtergleichen Tonkrug gab es angenehm warme und süße Honigmilch. Doch auch das all abendliche Nachtlied, welches sie den beiden zum Einschlafen vorsang, vermochte sie kaum zu beruhigen.
Tage vergingen so, in denen auch weit und breit kein Heilkundiger anzutreffen war, und Linei begann sich schon zu Sorgen. Mit einem Mal jedoch wurde alles klar, als sie die beiden genauer betrachtete: Das erste Zähnchen blitzt hervor! Erleichtert ob dieser Erkenntnis wich die Sorge aus Lineis Gesicht wieder ihrem sanften freudigen Lächeln. „Ihr bekommt Beißerchen.“ meinte sie freudig zu den beiden und klärte sie somit über ihre Erkenntnis auf.
Zumindest stand den Abenteuern der beiden nun nichts mehr im Wege. Und so ließ sie die beiden wieder frei herumkrabbeln und spielen. Mit einem Mal geht alles so schnell. Sie krabbeln und sind gar nicht mehr aufzuhalten. Zähnchen bekommen sie auch schon. Und geschwätziger werden sie auch von Tag zu tag. Vor allem wenn Linei den beiden Mal nur zuhört, wie sie sich verständigen. Wohl sind es keine Worte aus Mamas Sprache, aber dennoch scheinen sie sich zu verstehen. Die beiden waren schon ein süßes Paar.
Einmal als Linei grade ein wenig am sauber machen war, und den Spiegel von der Wand nahm und auf den Boden stellte, kroch grade der kleine Caillean heran. Wie gewohnt erblickte er sein Ebenbild. Doch war Gillean nicht eben noch wo anders?
- Gillean
- Beiträge: 32
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Es tat weh im Mund und wenn was weh tat, dann weinte er eben.
Es gab etwas, was den Schmerz linderte.
Er wickelte etwas Stoff um seinen Daumen - war es der, den er am Körper trug oder der seiner Bettdecke - schob ihn in den Mund und kaute dran.
Kauen. Kauen war gut. Er kaute an allem, was er erwischte.
Einmal erwischte er, unbemerkt von Mamlin, ein großes Stück Käse in der Küche. Käse war wunderbar zum kauen. Da der Käse dann schon gekaut war, schluckte er ihn auch.
Ein andermal entdeckte er ein Stück Wurst. Harte Wurst. Die war noch viel besser. Gil konnte endlos lange darauf rumkauen. Freilich schluckte er auch diese. Aber mit dem vielen Kauen ließen die Schmerzen nach.
Hatte er diese wunderbaren Kaudinger ausgiebig bekaut, verfiel er danach in einen wohligen langen Schlaf. Kauen war gut. Schlafen war gut.
Dann aber war wieder der Schmerz und er wachte auf. Er wimmerte, schrie und weinte. Mamlin nahm ihn in ihre warmen weichen Arme, sprach sanft zu ihm. Es linderte zwar nicht seinen Schmerz, doch er fühlte sich geborgen.
Kaum hatte er sich an sie gekuschelt, hörte er Caillean brüllen.
Sofort eilte Mamlin zu ihm hin, Gil immer noch im Arm.
"Fanwe", brabbelte Cail zwischen zwei Schreien.
"Aga-aga", stimmte Gil ihm glucksend zu.
Es gab etwas, was den Schmerz linderte.
Er wickelte etwas Stoff um seinen Daumen - war es der, den er am Körper trug oder der seiner Bettdecke - schob ihn in den Mund und kaute dran.
Kauen. Kauen war gut. Er kaute an allem, was er erwischte.
Einmal erwischte er, unbemerkt von Mamlin, ein großes Stück Käse in der Küche. Käse war wunderbar zum kauen. Da der Käse dann schon gekaut war, schluckte er ihn auch.
Ein andermal entdeckte er ein Stück Wurst. Harte Wurst. Die war noch viel besser. Gil konnte endlos lange darauf rumkauen. Freilich schluckte er auch diese. Aber mit dem vielen Kauen ließen die Schmerzen nach.
Hatte er diese wunderbaren Kaudinger ausgiebig bekaut, verfiel er danach in einen wohligen langen Schlaf. Kauen war gut. Schlafen war gut.
Dann aber war wieder der Schmerz und er wachte auf. Er wimmerte, schrie und weinte. Mamlin nahm ihn in ihre warmen weichen Arme, sprach sanft zu ihm. Es linderte zwar nicht seinen Schmerz, doch er fühlte sich geborgen.
Kaum hatte er sich an sie gekuschelt, hörte er Caillean brüllen.
Sofort eilte Mamlin zu ihm hin, Gil immer noch im Arm.
"Fanwe", brabbelte Cail zwischen zwei Schreien.
"Aga-aga", stimmte Gil ihm glucksend zu.
- Caillean
- Beiträge: 2
- Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20
Caillean krabbelte an den Spiegel heran und betrachtete seinen Bruder in der platten Scheibe. Wie konnte er sich so schnell bewegen? Er war doch eben noch bei Mamlin gewesen...
Er streckte das Hädchen aus und patschte in Richtung des Bildes.
"Gilli... "
Seine Hand patschte weiter und traf dann den Spiegel, welcher sich bedrohlich in Bewegung setzte.
"Gilli...?!?!?"
Warum war sein Bruder so anders als sonst? Warum war er so kalt und platt?
Noch ein Patschen in Richtung des platten Gilliean, als er diesen auf sich zukommen sah...
Er streckte das Hädchen aus und patschte in Richtung des Bildes.
"Gilli... "
Seine Hand patschte weiter und traf dann den Spiegel, welcher sich bedrohlich in Bewegung setzte.
"Gilli...?!?!?"
Warum war sein Bruder so anders als sonst? Warum war er so kalt und platt?
Noch ein Patschen in Richtung des platten Gilliean, als er diesen auf sich zukommen sah...
- Linejra
- Beiträge: 24
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Als Linei bemerkte, was Caillean dort entdeckt hatte, legte sich ihr ein sanftes verträumtes Lächeln auf. Ihr Haupt schrägte sie an. Einen Moment wartete sie noch ab, bis sie sich zu Caillean niederkniete und mit ihm in den Spiegel sah. Sicher erblickt Caillean nun auch seine Mutter im Spiegel, doch zugleich auch bei sich, wie sie ihre weichen Hände sanft an ihn legt und auf den Spiegel deutet: „Das ist ein Spiegel, mein Spatz.“ Da seine Mutter nicht seinen Namen nannte, musste sie sicher Gillean meinen, doch wer hatte dann seine Hand auf Caillean gelegt?
Zu allem Überfluss krabbelte in dem Moment auch noch Gillean mit seinem Plüschbären heran, und tauchte im Spiegel neben Caillean auf, was Linei nur eine Spur verträumt kommentierte: „Sieh mal, Gillean will sich auch betrachten.“
Zu allem Überfluss krabbelte in dem Moment auch noch Gillean mit seinem Plüschbären heran, und tauchte im Spiegel neben Caillean auf, was Linei nur eine Spur verträumt kommentierte: „Sieh mal, Gillean will sich auch betrachten.“
Zuletzt geändert von Linejra am Sonntag 13. April 2014, 11:13, insgesamt 1-mal geändert.
- Gillean
- Beiträge: 32
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
"dogaded we" brabbelte er seinem Bruder zu, als er das Spielgelbild erblickte - sich selbst, die Mamlin und Cail.
Ihm war irgendwie klar, dass das alles nicht stimmen konnte, dass sie alle nun auf einmal doppelt wären. Daran musste das seltsame Ding da Schuld sein.
Er patschte drauf, zwei, drei Mal.
Dann war das Interesse daran verloren.
Da war viel anderes. Er begann zu plärren. Im Mund tat es weh und um die Hüften war es feucht. Dann war da noch Hunger. Es war ein dreifacher Grund, seinen Unmut lautstark zu äußern.
Als er Cail einen Blick zuwarf, stimmte dieser lautstark mit ein. Vielleicht aus Solidarität, vielleicht auch aus eigenen Bedürfnissen.
Gillean war das in diesem Moment egal. Er wollte von den Qualen befreit sein. Und da war schon die liebevolle Hand, die ihm von der vollgeschissenen Stoffwindel befreite, ihn säuberte und ihn in sein Bettchen legte, wo er sich den Zipfel der Bettdecke um den Daumen schlug, ihn in den Mund schob und friedlich einschlief.
Ihm war irgendwie klar, dass das alles nicht stimmen konnte, dass sie alle nun auf einmal doppelt wären. Daran musste das seltsame Ding da Schuld sein.
Er patschte drauf, zwei, drei Mal.
Dann war das Interesse daran verloren.
Da war viel anderes. Er begann zu plärren. Im Mund tat es weh und um die Hüften war es feucht. Dann war da noch Hunger. Es war ein dreifacher Grund, seinen Unmut lautstark zu äußern.
Als er Cail einen Blick zuwarf, stimmte dieser lautstark mit ein. Vielleicht aus Solidarität, vielleicht auch aus eigenen Bedürfnissen.
Gillean war das in diesem Moment egal. Er wollte von den Qualen befreit sein. Und da war schon die liebevolle Hand, die ihm von der vollgeschissenen Stoffwindel befreite, ihn säuberte und ihn in sein Bettchen legte, wo er sich den Zipfel der Bettdecke um den Daumen schlug, ihn in den Mund schob und friedlich einschlief.
- Linejra
- Beiträge: 24
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
„Patsch patsch“ machte es, als Caillean auf seinen nackten Füßchen stand und vorsichtig einen Fuß vor den anderen setzte. Als Linei überrascht zu ihm hinsah, und erkannte was er da tat, nannte sie erstaunt Cailleans Namen. Caillean sah zu ihr und - wie sollte es anders kommen - begann er zu wanken und fiel in die Hände seiner Mutter. Der kleine kicherte, seine Mutter lächelte sanft, und der dritte im Bunde – Gillean – sah auch begeistert, ob seines Bruders Kunststück drein. „Wie die Zeit doch verging - Nun lernen sie schon das Laufen.“, dachte sich Linei und ein sanftes Lächeln legte sich auf ihre Züge.
Noch nicht lange ist es her, als sie die ersten Stehversuche der beiden beobachtete. Etwa in der Küche in Sophies Haus, wo sich Gillean am Holzpfeiler aufdrückte, um die kleine Amie, die zu Besuch war, besser zu sehen. Ein großes Mädchen war sie schon – zumindest größer als die beiden, aber doch irgendwie kleiner als alle anderen, und deshalb von besonderem Interesse. Ein andermal als Linei die beiden einen Moment unbeobachtet ließ, um etwas aus der Küche zu holen, erklomm der kleine Caillean, die Schwelle zum Bett auf und zog einen Teddy herunter. Zumindest war das für Linei die plausibelste Erklärung, als sie wieder hoch kam und die beiden mit je einem Teddy auf dem Fell sah. Doch dass sie jetzt schon laufen konnten?
Nicht lange dauerte es, bis Gillean seinem Bruder das Kunststück nachmachte. Es schien den beiden Spaß zu machen umherzutappsen. Und als würden die beiden einen Wettkampf daraus machen trugen ihre Beinchen sie in den kommenden Wochen langsam immer weiter und sicherer voran. Linei kam bald kaum noch hinterher auf die beiden Acht zu geben, dass sie nicht fielen. Und doch geschah es wie es geschehen musste: wohl im Übermut dem einen schneller hinterherzutappsen und vor dem anderem am Ziel zu sein, plumpste erst der eine dann der andere, und schon war das Geschrei wieder groß. „Auuuuu….“
Das war einer dieser Momente in denen Linei sehr deutlich wurde, welch Last und Verantwortung sie mit den beiden auch zu tragen hatte. Gar hatte sie Zweifel, ob sie immer auf die beiden würde Acht geben können. Für den Moment blieb ihr nur sich nun liebevoll um ihre beiden Kleinen zu kümmern, sie wieder zu beruhigen und nachzusehen, ob sie „Wehwehchen“ hatten. So dauerte es nicht sehr lange, dass die beiden sich von ihrem Sturz beruhigt hatten und sich erholten. Und fast als wäre nichts geschehen, eiferten sie wieder mit ihren kleinen Beinchen voran.
Wenngleich sie immer sicherer liefen, zog Linei es dennoch vor, sie im Tuch zu tragen, wenn sie auf die Straße ging. Es musste ja auch viel angenehmer sein getragen zu werden. Das Problem war nur, dass die beiden immer schwerer wurden. Und auch hielten sie im Tuch dann nicht still. Gillean der unbedingt einen Bären reiten wollte – warum auch immer sich das in den Kopf gesetzt hatte, zappelte umher. Und Caillean zappelte umher, wohl weil seine Augen unterwegs wieder etwas Interessantes entdeckt hatten, was er unbedingt erkunden wollte.
Noch nicht lange ist es her, als sie die ersten Stehversuche der beiden beobachtete. Etwa in der Küche in Sophies Haus, wo sich Gillean am Holzpfeiler aufdrückte, um die kleine Amie, die zu Besuch war, besser zu sehen. Ein großes Mädchen war sie schon – zumindest größer als die beiden, aber doch irgendwie kleiner als alle anderen, und deshalb von besonderem Interesse. Ein andermal als Linei die beiden einen Moment unbeobachtet ließ, um etwas aus der Küche zu holen, erklomm der kleine Caillean, die Schwelle zum Bett auf und zog einen Teddy herunter. Zumindest war das für Linei die plausibelste Erklärung, als sie wieder hoch kam und die beiden mit je einem Teddy auf dem Fell sah. Doch dass sie jetzt schon laufen konnten?
Nicht lange dauerte es, bis Gillean seinem Bruder das Kunststück nachmachte. Es schien den beiden Spaß zu machen umherzutappsen. Und als würden die beiden einen Wettkampf daraus machen trugen ihre Beinchen sie in den kommenden Wochen langsam immer weiter und sicherer voran. Linei kam bald kaum noch hinterher auf die beiden Acht zu geben, dass sie nicht fielen. Und doch geschah es wie es geschehen musste: wohl im Übermut dem einen schneller hinterherzutappsen und vor dem anderem am Ziel zu sein, plumpste erst der eine dann der andere, und schon war das Geschrei wieder groß. „Auuuuu….“
Das war einer dieser Momente in denen Linei sehr deutlich wurde, welch Last und Verantwortung sie mit den beiden auch zu tragen hatte. Gar hatte sie Zweifel, ob sie immer auf die beiden würde Acht geben können. Für den Moment blieb ihr nur sich nun liebevoll um ihre beiden Kleinen zu kümmern, sie wieder zu beruhigen und nachzusehen, ob sie „Wehwehchen“ hatten. So dauerte es nicht sehr lange, dass die beiden sich von ihrem Sturz beruhigt hatten und sich erholten. Und fast als wäre nichts geschehen, eiferten sie wieder mit ihren kleinen Beinchen voran.
Wenngleich sie immer sicherer liefen, zog Linei es dennoch vor, sie im Tuch zu tragen, wenn sie auf die Straße ging. Es musste ja auch viel angenehmer sein getragen zu werden. Das Problem war nur, dass die beiden immer schwerer wurden. Und auch hielten sie im Tuch dann nicht still. Gillean der unbedingt einen Bären reiten wollte – warum auch immer sich das in den Kopf gesetzt hatte, zappelte umher. Und Caillean zappelte umher, wohl weil seine Augen unterwegs wieder etwas Interessantes entdeckt hatten, was er unbedingt erkunden wollte.
- Gillean
- Beiträge: 32
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Nicht mehr auf allen Vieren krabbeln ... sich wo aufziehen ... größer werden.
Das war toll!
Der Tisch war nicht mehr so hoch. Die Regale auch nicht mehr. Ja, vielleicht wär es auch möglich, auf ein Bett hochzukrabbeln oder anderswo.
Die Welt schien erreichbarer, brachte aber auch Neues mit sich, dem er unschlüssig gegenüber stand.
Hilfesuchend blickte er zu seinem Bruder.
Der gluckste lustig.
Dann wurden sie wieder in diese blöde Tragetuch gepackt, in dem sie sich nicht richtig rühren konnten. "Wegado?", brabbelte Gil zu Gail. Der nickte und versuchte sich aus dem Tuch zu strampeln. Gil versuchte es auch, weitaus weniger wehement als sein Bruder. Bald erschöpft. Das blöde Tuch, er wollte nicht mehr herumgeschleppt werden. Er wollte selbst die Welt erforschen.
Das war toll!
Der Tisch war nicht mehr so hoch. Die Regale auch nicht mehr. Ja, vielleicht wär es auch möglich, auf ein Bett hochzukrabbeln oder anderswo.
Die Welt schien erreichbarer, brachte aber auch Neues mit sich, dem er unschlüssig gegenüber stand.
Hilfesuchend blickte er zu seinem Bruder.
Der gluckste lustig.
Dann wurden sie wieder in diese blöde Tragetuch gepackt, in dem sie sich nicht richtig rühren konnten. "Wegado?", brabbelte Gil zu Gail. Der nickte und versuchte sich aus dem Tuch zu strampeln. Gil versuchte es auch, weitaus weniger wehement als sein Bruder. Bald erschöpft. Das blöde Tuch, er wollte nicht mehr herumgeschleppt werden. Er wollte selbst die Welt erforschen.