Knoblauch, es roch schon wieder nach Knoblauch im ganzen Haus. Wieder sass sie den meisten Tag in ihrem Labor und experimentierte mit Mischungen aus Ginseng und Knoblauch fuer das was sie offenbar hier auf der Insel am meisten benoetigte: Gegengifte. Die Schlangen und Spinnen auf der Insel waren wirkliche Hochleistungskreaturen wenn es darum ging Leute zu beissen, bis auf Aroghts aufgerissene Hand den einen Tag hatte sie nur Patienten denen sie Gift aus dem Koerper saugen musste. Es war wenig anspruchsvoll, der Gedanke es als langweilig zu empfinden kam ihn sogar in den Sinn aber es waere unverantwortlich sich schlimmeres zu wuenschen nur um etwas Aufregung in den Alltag zu bekommen.
Allerdings hatte diese gewordene Routine auch etwas Gutes, es liess ihr ein wenig Freiraum.
Raum um sich weiter dem dem Theoretischen lernen zu widmen, ihre Bibliothek brachte sie zum Glueck aus Adoran mit. Raum sich mit dem zu beschaeftigen was ihr im Hospital immer stinklangweilig vorkam, dem Kraeutermischen. Hier konnte sie wild herumexperimentieren, einfach Dinge zusammenwerfen und die Wirkungen selbst erforschen. Es war so viel spannender diese Welt fuer sich selbst zu entdecken als jemandem darueber zuzuhoeren was wie wirkte, sie fand sogar heraus welch ungesunde Wirkung die Vermengung von Fliegenpilzen und Efeu mit sich brachte, etwas das sie in Adoran in ernsthafte Probleme bringen koennte.
Vor allem aber gab es ihr Raum sich ausgiebig um ihre neue Adoptivtochter Amie zu kuemmern, sie war ein sehr angenehmer ausgleich zum ganzen lernen, experimentieren und Gift aus Koerperteilen zu saugen.
Dennoch fehlte etwas, gluecklicherweise war sie schon weiter als manch andere in dieser Zeit ihrer Heilerkarriere da sie durch den Umstand oefters im Hospital allein gelassen worden zu sein schon eine Menge Patienten in der Praxis behandeln konnte dessen Behandlungsmethoden sie vorher nur anlesen konnte aber reichen tat es nicht, vielleicht fuer den Alltag. Quetschungen, Verbrennungen, Schnitte, Brueche und Stauchungen waren kein Problem fuer sie, diese hatte sie bereits erfolgreich behandelt, nicht immer auf Anhieb fehlerfrei aber durch eine Nachbesprechung mit Torjan wurden die meisten Fehler gleich mit ausfuehrlicher Erklaerung ausgebuegelt. Auch von der Lungenpust hatte sie nach mehr als 8 Faellen in ihrer kurzen Zeit in Adoran mehr als genug Erfahrung .
Aber dieser Torjan fehlte nun, alles was sie hatte waren die Buecher zum lernen und im Notfall nachzuschlagen. Das war ihr sehr wohl bewusst, sie hatte sogar ihr Haus danach eingerichtet. Die ausfuehrlichen Buecher standen alle oben in ihrem Studienzimmer waehrend die weniger komplexen Sachtexte zum schnellen Nachschlagen im Notfall im Arbeitsbereich der Heilstube standen. Aber das wuerde nicht immer ihren und vor allem des Patienten Hintern retten.
Sie brauchte einen Lehrer oder zumindest einen Partner um sich weiter austauschen zu koennen, Dinge nachfragen zu koennen, Hilfestellungen zu bekommen wo sie nicht weiterwusste und vor allem im Bereich der Krankheiten weiterzubilden, sie kannte ja bisher nur die Behandlung der Lungenpest, aber die Welt war voll von allem unvorstellbaren Kram. Sie wuerde schon etwas finden, vielleicht sogar Assamaril die sie heute traf. Vielleicht wuerden die Yazirs ihr 2 Stunden die Woche fuer Sitzungen mit ihr in Menekur erlauben - fuer den richtigen Preis versteht sich. Oder sie fand wirklich was sie brauchte um sie frei zu kaufen, das waere optimal.
Wie dem auch sei, es war schon wieder dunkel draussen, Amie schlief und es war Zeit sich wieder neues Wissen anzulesen. „Brueche und Quetschungen - Das Ogertreffen“ hiess das Buch was sie grade las, es behandelte besonders Verletzungen die durch die Einwirkung grosser Objekte entstanden sind und auch wenn ihr die Materie nicht unbekannt war so ist es doch immer gut sein Wissen aufzufrischen und aktuell zu halten.
Nur weil sie aus Adoran verschwand und nun eigenstaendig ist war ihre Reise noch lange nicht am Ende, aber sie wusste das ihr Ehrgeiz und ihre Aufopferungsgabe sie zu einer der besten Heilerinnen des Landes machen wuerden denn helfen und heilen war was sie liebte, das wofuer sie existierte.
Kraeuter, Knochen, Blut und blaue Flecken
- Tooru Weidenhang
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Kraeuter, Knochen, Blut und blaue Flecken
Zuletzt geändert von Tooru Weidenhang am Mittwoch 12. März 2014, 07:20, insgesamt 5-mal geändert.
- Tooru Weidenhang
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Das Schnapsexperiment ging wohl gehoerig schief, zumindest sagte ihr das der brummende Schaedel als sie irgentwann am Nachmittag aufwachte und sich mit einem qualvollen Stoehnen aus dem Bett rollte. Wie war sie ueberhaupt nach Hause gekommen? Das letzte was sie in Erinnerung hatte war das sie Essen kaufte, was ist damit eigentlich passiert?
Groggy schwankte sie die Treppe hinab und drehte das Schild vor der Tuer um ehe wenig spaeter ihr Mitbewohner Yako ins Haus kam. Jagen wollte er. Vielleicht wuerde sie das ein wenig fitter machen und so ging sie mit ihm und das ganze verlief auch recht gut.
Wieder auf der Insel angekommen war sie auf jedenfall wach, ihr Kopf schien aber weiterhin gleich zu explodieren und waehrend sie Yako Essen zubereitete klopfte es auch schon leise an der Tuer.
„Ich bin daaaa!“, kam es als die Tuer aufging und Inola vor dieser stand.
Da? Da fuer was? Ach verflucht heute wollte sie ja mit den Kindern zusammen Yako untersuchen! Ihr war es total entfallen und so war sie recht froh das auch Aroght dazu kam und spaeter auch die Tochter des Capitano. Die Gespraeche und auch das gemeinsame Kartoffelkochen war eine gute Ablenkung, Inola’s Aufmerksamkeit der geplanten Untersuchung weichte schnell ab und das war gut.
Tooru wollte noch etwas mehr vorbereiten fuer sie und ihre Amie das daraus auch wirklich ein Erlebnis wuerde.
Es klopfte erneut.
Nun stand Lara vor der Tuer und die Wache aus Rahal an ihrer Seite sah mehr aus als sei sie entfuehrt anstatt zu ihrem Schutz angeheuert worden. Es war schade das Amie schlief, es haette ihr sicher gefallen mit Lara und Inola zu spielen.
Es war nun wirklich voll in der kleinen Heilstube und alle redeten durcheinander, der Kopf droehnte und sie musste sich selbst gestehen etwas froh darueber gewesen zu sein das Inola und Lara spaeter zum Spielen zu Inola ruebergegangen waren.
Nach einiger Zeit wurde es leerer, Lara verabschiedete sich noch ehe sie den Heimweg nach Rahal antrat und die arme Wache wieder mit sich schleppte, auch Inola wollte schlafen, die Tochter des Capitano war schon vorher wieder gegangen.
Tooru wollte grad nach oben zu Bett gehen, sie war einfach nur fertig und das Aroght und Yako noch unten waren freute sie so hatten die beiden Maenner mal ein wenig Spass zusammen. Leider sollte ihr keine Ruhe gegoennt werden als eine Stimme schon von weitem fluchend naeher zu kommen schien.
Sie oeffnete auch schon wieder die Tuer und Jacqueline stand dort, mit blutigem Arm. Na das passte ja nun prima. Schnell wurde die junge Frau in das Behandlungszimmer gelotst. Schnitte, mehrere davon waren in ihrem Arm und Glassplitter stecken in ihnen. Das sollte heut wohl noch ein Fest werden.
Jacqueline war betrunken und Tooru war froh darueber denn die Behandlung wuerde alles andere als schoen werden. Wie ueblich kippte Tooru den Alkohol ohne Vorwarnung ueber die Wunde, warum viel reden wenn es so schneller vorbei war? Auch der Dolch wurde benaesst ehe sie in die Hocke ging. Wie ueblich versuchte Tooru ihre Patientin mit viel Gerede von dem was sie da tat abzulenken, normal versuchte sie dabei auch entweder sehr provokativ zu sein oder Humor in das Gespraech zu bringen das andere Gefuehle als Schmerz hervorruft aber mit ihrem Kater mochte das nicht so ganz gelingen. Dennoch hielt die Patientin aus wie Tooru mit der Dolchspitze in den Schnitten herumgrub um die Scherben von unten hochzuschieben, rauszudruecken oder die welche sie nicht so leicht entfernen konnte auch einfach aus dem Fleisch schnitt. Nachdem diese Prozedur ueberstanden war beschaute sie sich die Wunden nach erneutem reinigen nochmals an. Was das Naehen angelangte musste sie auf ihr Bauchgefuehl hoeren, vielleicht haetten diese Schnitte kein Naehen erfordert, aber bevor sie etwas zu wenig machte machte sie lieber etwas zuviel.
Die drei breiteren Schnitte auf ihrem Arm naehte sie dann, dazu schob Tooru ihre linke Pobacke neben Jacqueline auf die Liege, legte ihren Arm auf dem Oberschenkel ab und schob die Wundraender zusammen um dann die Nadel durch Haut und Fleisch zu fuehren. Am Ende wickelte sie noch einen Verband darueber jeweils mit 3cm Rand um die aeussersten Schnitte wie sie es im Hospital gelernt hatte und verknotete das ganze zum Schluss. Den Verband abzunehmen wuerde sicher nicht lustig werden wenn er erstmal festgetrocknet war auf den Wunden, aber gestern wuenschte sie sich noch Abwechslung – hier war sie.
Nachdem auch dieses nun erledigt war ging sie wieder in Richtung der Treppe endlich den benoetigten Schlaf zu erhalten aber…es klopfte erneut.
Yako oeffnete die Tuer und da stand er in voller Lebensgroesse – Carlos der Pfannenwerfer.
„Blutest du, niest du oder hast du Probleme auf dem Pott?“, fragte Tooru nun hoerbar entnervt.
Alles was kam nachdem Carlos dies verneinte war ein „Wunderbar!“ und der direkte Marsch in ihr Schlafzimmer. Sie liess sich einfach mit Klamotten und Stiefeln ins Bett fallen, nicht einmal die blutigen Haende von der Behandlung wusch sie sich. Sie war einfach nur fertig und gefuehlt dauerte es nicht einmal 10 Sekunden ehe sie eingeschlafen war, ihren Gaesten die Heilstube ueberlassend.
Groggy schwankte sie die Treppe hinab und drehte das Schild vor der Tuer um ehe wenig spaeter ihr Mitbewohner Yako ins Haus kam. Jagen wollte er. Vielleicht wuerde sie das ein wenig fitter machen und so ging sie mit ihm und das ganze verlief auch recht gut.
Wieder auf der Insel angekommen war sie auf jedenfall wach, ihr Kopf schien aber weiterhin gleich zu explodieren und waehrend sie Yako Essen zubereitete klopfte es auch schon leise an der Tuer.
„Ich bin daaaa!“, kam es als die Tuer aufging und Inola vor dieser stand.
Da? Da fuer was? Ach verflucht heute wollte sie ja mit den Kindern zusammen Yako untersuchen! Ihr war es total entfallen und so war sie recht froh das auch Aroght dazu kam und spaeter auch die Tochter des Capitano. Die Gespraeche und auch das gemeinsame Kartoffelkochen war eine gute Ablenkung, Inola’s Aufmerksamkeit der geplanten Untersuchung weichte schnell ab und das war gut.
Tooru wollte noch etwas mehr vorbereiten fuer sie und ihre Amie das daraus auch wirklich ein Erlebnis wuerde.
Es klopfte erneut.
Nun stand Lara vor der Tuer und die Wache aus Rahal an ihrer Seite sah mehr aus als sei sie entfuehrt anstatt zu ihrem Schutz angeheuert worden. Es war schade das Amie schlief, es haette ihr sicher gefallen mit Lara und Inola zu spielen.
Es war nun wirklich voll in der kleinen Heilstube und alle redeten durcheinander, der Kopf droehnte und sie musste sich selbst gestehen etwas froh darueber gewesen zu sein das Inola und Lara spaeter zum Spielen zu Inola ruebergegangen waren.
Nach einiger Zeit wurde es leerer, Lara verabschiedete sich noch ehe sie den Heimweg nach Rahal antrat und die arme Wache wieder mit sich schleppte, auch Inola wollte schlafen, die Tochter des Capitano war schon vorher wieder gegangen.
Tooru wollte grad nach oben zu Bett gehen, sie war einfach nur fertig und das Aroght und Yako noch unten waren freute sie so hatten die beiden Maenner mal ein wenig Spass zusammen. Leider sollte ihr keine Ruhe gegoennt werden als eine Stimme schon von weitem fluchend naeher zu kommen schien.
Sie oeffnete auch schon wieder die Tuer und Jacqueline stand dort, mit blutigem Arm. Na das passte ja nun prima. Schnell wurde die junge Frau in das Behandlungszimmer gelotst. Schnitte, mehrere davon waren in ihrem Arm und Glassplitter stecken in ihnen. Das sollte heut wohl noch ein Fest werden.
Jacqueline war betrunken und Tooru war froh darueber denn die Behandlung wuerde alles andere als schoen werden. Wie ueblich kippte Tooru den Alkohol ohne Vorwarnung ueber die Wunde, warum viel reden wenn es so schneller vorbei war? Auch der Dolch wurde benaesst ehe sie in die Hocke ging. Wie ueblich versuchte Tooru ihre Patientin mit viel Gerede von dem was sie da tat abzulenken, normal versuchte sie dabei auch entweder sehr provokativ zu sein oder Humor in das Gespraech zu bringen das andere Gefuehle als Schmerz hervorruft aber mit ihrem Kater mochte das nicht so ganz gelingen. Dennoch hielt die Patientin aus wie Tooru mit der Dolchspitze in den Schnitten herumgrub um die Scherben von unten hochzuschieben, rauszudruecken oder die welche sie nicht so leicht entfernen konnte auch einfach aus dem Fleisch schnitt. Nachdem diese Prozedur ueberstanden war beschaute sie sich die Wunden nach erneutem reinigen nochmals an. Was das Naehen angelangte musste sie auf ihr Bauchgefuehl hoeren, vielleicht haetten diese Schnitte kein Naehen erfordert, aber bevor sie etwas zu wenig machte machte sie lieber etwas zuviel.
Die drei breiteren Schnitte auf ihrem Arm naehte sie dann, dazu schob Tooru ihre linke Pobacke neben Jacqueline auf die Liege, legte ihren Arm auf dem Oberschenkel ab und schob die Wundraender zusammen um dann die Nadel durch Haut und Fleisch zu fuehren. Am Ende wickelte sie noch einen Verband darueber jeweils mit 3cm Rand um die aeussersten Schnitte wie sie es im Hospital gelernt hatte und verknotete das ganze zum Schluss. Den Verband abzunehmen wuerde sicher nicht lustig werden wenn er erstmal festgetrocknet war auf den Wunden, aber gestern wuenschte sie sich noch Abwechslung – hier war sie.
Nachdem auch dieses nun erledigt war ging sie wieder in Richtung der Treppe endlich den benoetigten Schlaf zu erhalten aber…es klopfte erneut.
Yako oeffnete die Tuer und da stand er in voller Lebensgroesse – Carlos der Pfannenwerfer.
„Blutest du, niest du oder hast du Probleme auf dem Pott?“, fragte Tooru nun hoerbar entnervt.
Alles was kam nachdem Carlos dies verneinte war ein „Wunderbar!“ und der direkte Marsch in ihr Schlafzimmer. Sie liess sich einfach mit Klamotten und Stiefeln ins Bett fallen, nicht einmal die blutigen Haende von der Behandlung wusch sie sich. Sie war einfach nur fertig und gefuehlt dauerte es nicht einmal 10 Sekunden ehe sie eingeschlafen war, ihren Gaesten die Heilstube ueberlassend.
- Tooru Weidenhang
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Die erste Lehrstunde bei Assamaril
Die letzte Woche verlief wieder relative ruhig, ausser Nel mit neuen Bandagen einzuwickeln hatte sie nicht wirklich etwas zu tun. So nutzte sie die Zeit wie immer zum Studium und gen Abend auch gern mal zum entspannten sitzen vor der Tuer mit einer Flasche Rum.
Es lebte sich gut hier auf der Insel und mittlerweile fuehlte sie sich auch durch und durch als Cabezianerin. Ans Festland sollte es dennoch oft genug gehen, ob zum Jagen mit ihrem Mitbewohner Yako oder nach Menekur zu den bezahlten Lehrstunden bei Assamaril.
Jeden vierten Tag der Woche zur siebten Abendstunde sollten diese Lehrstunden stattfinden und so machte Tooru sich auch heute auf den Weg. Das Wetter in der Wuestenstadt hatte sich offenbar noch immer nicht gebessert und so lief sie seufzend um Pfuetze um Pfuetze zum Wohnviertel der Yazirs wo es auch gleich losging mit dem lernen. Tooru suchte sich Schwangerschaft und Geburt als heutiges Thema aus, immerhin sollte sie dieses Wissen gut gebrauchen koennen mit ihrer schwangeren Freundin auf der Insel, zumindest in einigen Monaten.
Tooru genoss die Zeit mit Assamaril, sie scherzten ein wenig ohne den Unterricht zu kurz kommen zu lassen. Es war ein angenehmer und lockerer Unterricht und ihr mitgebrachtes Buechlein fuellte sich schnell mit Text.
Leider musste Assamaril dann frueher gehen aber das macht nichts. Das Thema war soeben abgehandelt und ausserdem handelte es sich wohl um einen besonderen Abend da eine der Yazirs bald heiraten wuerde.
Zurueck auf Cabeza wollte Tooru grad ein wenig neues Gegengift anruehren als ihr Blick auf die Krankheitsheilungstraenke vielen. „Enomis…ach Mist.“, sie wollte die schon gestern in ihrem Laden vorbei gebracht haben und so eilte sie auch gleich wieder los.
Bei Enomis angekommen uebergab sie die Traenke nur um danach gebeten zu werden etwas zu warten. Warten? Warum? Enomis Ausfuehrungen waren alles andere als frohlockend fuer Tooru.
Eine Freundin war schwanger und war heute nicht zur verabredeten Zeit gekommen, koennte sein das sie heute wirft.
Das musste ein schlechter Scherz sein, das konnte nicht wirklich passieren.
Doch das tat es, im Haus der Freundin angekommen schlug es Tooru das letzte bisschen Farbe aus dem Gesicht welche sich schon im Auktionshaus begonnen hatte sich davonzustehlen. Da lag eine Frau mitten in ihren Wehen….Wehen…was hatte sie dazu aufgeschrieben? Ihre Haende zitterten…..Haende? Waschen! Sie eilte in die Kueche und wusch sich die Haende, eilte zur Frau zurueck und schaute in ihr Buch. „Bei Hoteras…scheisse“, war alles was ihr in dem Moment durch den Kopf ging. Sie hatte bereits mehrere Behandlungen nach Anleitung aus Buechern vollzogen, diesmal hatte sie auch Assamarils Unterricht gehabt und dennoch - das hier war ein ganz anderes Level, hier konnten 2 oder sogar mehr Leben enden wenn sie Mist baute.
Erleichtert aber nicht beruhigt war sie als Sophie auftauchte und Tooru bestaetigte was diese jetzt hoeren wollte, sie kannte sich mit soetwas aus. Wie sie es immer tat versuchte Tooru ihre Unsicherheit, Nervoesitaet und Angst mit ihrem seltsamen Humor zu ueberspielen. „Euch ist klar das ich das hier erst vor ein paar Stundenlaeufen gelernt habe, in der Theorie…?“, die Mutter fand ihren Witz wohl nicht so lustig was zu verstehen war. Aber genau das war es, ein Witz, nichts anderes. Sie wollte es heute lernen um vorbereitet zu sein… in ein paar Mondlaeufen! Nicht Stundenlaeufen!
Es war eine grosse Hilfe fuer Tooru das Enomis und Sophie sie beim reden unterstuetzten, sie fuehlte ob der Kopf richtig lag, das tat er. Wenigstens das und so dauerte es eine Weile und die werdende Mutter eine Menge Kraft bis das kleine Wesen in Toorus Armen lag. Dann kam die grosse Ueberraschung, die Frau hatte immernoch Wehen? Was hatte Tooru denn getan um das zu verdienen? Zwillinge? Und so ging es wieder los, die Mutter schien schon kurz davor schlapp zu machen. „Jetzt mach nicht schlapp, wir wollen hiermit beide bald durch sein…“, und Tooru meinte es wie sie sagte. Etwas spaeter lag auch der zweite Junge in Toorus Armen. Beide Kinder der Mutter uebergeben und sich um die Nachgeburt gekuemmert wollte Tooru nur raus, schnell. Sophie ging raus mit ihr, Tooru sah sich um. Der Garten des Nachbarn schien perfekt und so lehnte sie sich an ein Mauerstueck und uebergab ihr Mittag auf den Rasen seines Gartens. Ihr wurde langsam klar das sie wohl grad das krasseste Erlebnis ihres Lebens hatte, sie hatte dabei geholfen Leben in die Welt zu bringen. Sie fuehlte sich so beschissen wie sie sich gut fuehlte, sie war einfach fix und fertig. Den Kindern ging es gut, der Mutter auch entsprechend dem was sie durchgemacht hatte. Sophie und Enomis hatten es im Griff versprachen sie ihr und so ging Tooru los. Die Ueberreste der Geburt immernoch an ihren Haenden und ihrer Kleidung habend marschierte sie nach Bajard garnicht bemerkend oder sich darum kuemmernd wie sie aussah. Sie wollte nur nach Hause.
In Bajard kam schliesslich ihre Farbe wieder ins Gesicht zurueck da kam auch schon das naechste.
Lili, Keylon und der kleine Jarvid standen einem Mann gegenueber und das war offenbar kein Picknick. Offenbar handelte es sich um den Stiefvater Jarvids, wenn man dieses Schwein so nennen konnte und sollte. Tooru koennte weitergehen, es koennte ihr egal sein immerhin hatte das Hospital sie beim Regiment verpfiffen, immerhin hielt ihre alte Familie sie nun ohnehin fuer den letzten Dreck. Aber Tooru konnte nicht, sie wollte nicht. Sie wollte nicht wie sie sein, fuer sie waren die Menschen vor ihr immernoch Familie wenn sie nun auch mehr entfernten Verwandten glichen und so ging ihre Hand kurz an ihren Dolch Lili und Keylon zu helfen. Jarvid kam ihr aber zuvor, wie ein Wirbelwind griff er Lilis Dolch, rannte auf seinen Schlaechter zu und rammte ihm die Klinge in das Bein. Tooru wusste nicht ob sie erschrocken schauen oder ob der Eigeninitiative des Jungens laecheln sollte. Lili zog den Kleinen zurueck und widmete sich wieder dem Kerl der offenbar nun vergiftet war von dem Dolch. Tooru widmete sich Jarvid der verstoert am Stall stand und kniete sich vor ihn um ihn auch gleich in die Arme zu nehmen. Wuerde dieses Ereignis sein Leben veraendern? Mit Sicherheit. Zum Guten? Zum Schlechten? Tooru hoffte ersteres. Sie troestete den Jungen so gut sie konnte und als Lili wiederkam musste es so kommen wie es immer kam. Sie gab sich die Schuld fuer den ganzen Kram. Die Schuld fuer den ganzen Kram wurde aber grade abgestochen und sollte er widererwartens doch nicht von dem Gift verrecken wuerde auch Tooru gern versuchen dem nachzuhelfen.
Tooru konnte diesen Mist nichtmehr hoeren und hielt Lili mehr oder minder einen Kurzvortrag ueber das was eigentlich los ist, Lilis Schuld? So ein Scheiss, es war Lilis Verdienst das Jarvid nun in Freiheit und ohne Angst leben konnte. Dieses Weib war einfach zu weich.
Lili bedankte sich bei Tooru. Was sollte der Mist? Fuer Tooru war es selbstverstaendlich.
„Du brauchst mir nicht zu danken, egal wie du mich nun siehst, fuer mich seid ihr immernoch Familie.“, und Tooru meinte es wie sie es sagte. Lili sagte nichts darauf aber Jarvids „Fuer mich auch!“ zauberte Tooru ein laecheln auf die Lippen.
So stressig wie dieser Tag war so schoen war er, auch wenn Tooru sich an das war danach geschah dank Rum und Kraut nichtmehr so ganz genau erinnern konnte. Ihr Kopfschmerz beim aufwachen wuerde ihr aber sicher wieder davon berichten….
Die letzte Woche verlief wieder relative ruhig, ausser Nel mit neuen Bandagen einzuwickeln hatte sie nicht wirklich etwas zu tun. So nutzte sie die Zeit wie immer zum Studium und gen Abend auch gern mal zum entspannten sitzen vor der Tuer mit einer Flasche Rum.
Es lebte sich gut hier auf der Insel und mittlerweile fuehlte sie sich auch durch und durch als Cabezianerin. Ans Festland sollte es dennoch oft genug gehen, ob zum Jagen mit ihrem Mitbewohner Yako oder nach Menekur zu den bezahlten Lehrstunden bei Assamaril.
Jeden vierten Tag der Woche zur siebten Abendstunde sollten diese Lehrstunden stattfinden und so machte Tooru sich auch heute auf den Weg. Das Wetter in der Wuestenstadt hatte sich offenbar noch immer nicht gebessert und so lief sie seufzend um Pfuetze um Pfuetze zum Wohnviertel der Yazirs wo es auch gleich losging mit dem lernen. Tooru suchte sich Schwangerschaft und Geburt als heutiges Thema aus, immerhin sollte sie dieses Wissen gut gebrauchen koennen mit ihrer schwangeren Freundin auf der Insel, zumindest in einigen Monaten.
Tooru genoss die Zeit mit Assamaril, sie scherzten ein wenig ohne den Unterricht zu kurz kommen zu lassen. Es war ein angenehmer und lockerer Unterricht und ihr mitgebrachtes Buechlein fuellte sich schnell mit Text.
Leider musste Assamaril dann frueher gehen aber das macht nichts. Das Thema war soeben abgehandelt und ausserdem handelte es sich wohl um einen besonderen Abend da eine der Yazirs bald heiraten wuerde.
Zurueck auf Cabeza wollte Tooru grad ein wenig neues Gegengift anruehren als ihr Blick auf die Krankheitsheilungstraenke vielen. „Enomis…ach Mist.“, sie wollte die schon gestern in ihrem Laden vorbei gebracht haben und so eilte sie auch gleich wieder los.
Bei Enomis angekommen uebergab sie die Traenke nur um danach gebeten zu werden etwas zu warten. Warten? Warum? Enomis Ausfuehrungen waren alles andere als frohlockend fuer Tooru.
Eine Freundin war schwanger und war heute nicht zur verabredeten Zeit gekommen, koennte sein das sie heute wirft.
Das musste ein schlechter Scherz sein, das konnte nicht wirklich passieren.
Doch das tat es, im Haus der Freundin angekommen schlug es Tooru das letzte bisschen Farbe aus dem Gesicht welche sich schon im Auktionshaus begonnen hatte sich davonzustehlen. Da lag eine Frau mitten in ihren Wehen….Wehen…was hatte sie dazu aufgeschrieben? Ihre Haende zitterten…..Haende? Waschen! Sie eilte in die Kueche und wusch sich die Haende, eilte zur Frau zurueck und schaute in ihr Buch. „Bei Hoteras…scheisse“, war alles was ihr in dem Moment durch den Kopf ging. Sie hatte bereits mehrere Behandlungen nach Anleitung aus Buechern vollzogen, diesmal hatte sie auch Assamarils Unterricht gehabt und dennoch - das hier war ein ganz anderes Level, hier konnten 2 oder sogar mehr Leben enden wenn sie Mist baute.
Erleichtert aber nicht beruhigt war sie als Sophie auftauchte und Tooru bestaetigte was diese jetzt hoeren wollte, sie kannte sich mit soetwas aus. Wie sie es immer tat versuchte Tooru ihre Unsicherheit, Nervoesitaet und Angst mit ihrem seltsamen Humor zu ueberspielen. „Euch ist klar das ich das hier erst vor ein paar Stundenlaeufen gelernt habe, in der Theorie…?“, die Mutter fand ihren Witz wohl nicht so lustig was zu verstehen war. Aber genau das war es, ein Witz, nichts anderes. Sie wollte es heute lernen um vorbereitet zu sein… in ein paar Mondlaeufen! Nicht Stundenlaeufen!
Es war eine grosse Hilfe fuer Tooru das Enomis und Sophie sie beim reden unterstuetzten, sie fuehlte ob der Kopf richtig lag, das tat er. Wenigstens das und so dauerte es eine Weile und die werdende Mutter eine Menge Kraft bis das kleine Wesen in Toorus Armen lag. Dann kam die grosse Ueberraschung, die Frau hatte immernoch Wehen? Was hatte Tooru denn getan um das zu verdienen? Zwillinge? Und so ging es wieder los, die Mutter schien schon kurz davor schlapp zu machen. „Jetzt mach nicht schlapp, wir wollen hiermit beide bald durch sein…“, und Tooru meinte es wie sie sagte. Etwas spaeter lag auch der zweite Junge in Toorus Armen. Beide Kinder der Mutter uebergeben und sich um die Nachgeburt gekuemmert wollte Tooru nur raus, schnell. Sophie ging raus mit ihr, Tooru sah sich um. Der Garten des Nachbarn schien perfekt und so lehnte sie sich an ein Mauerstueck und uebergab ihr Mittag auf den Rasen seines Gartens. Ihr wurde langsam klar das sie wohl grad das krasseste Erlebnis ihres Lebens hatte, sie hatte dabei geholfen Leben in die Welt zu bringen. Sie fuehlte sich so beschissen wie sie sich gut fuehlte, sie war einfach fix und fertig. Den Kindern ging es gut, der Mutter auch entsprechend dem was sie durchgemacht hatte. Sophie und Enomis hatten es im Griff versprachen sie ihr und so ging Tooru los. Die Ueberreste der Geburt immernoch an ihren Haenden und ihrer Kleidung habend marschierte sie nach Bajard garnicht bemerkend oder sich darum kuemmernd wie sie aussah. Sie wollte nur nach Hause.
In Bajard kam schliesslich ihre Farbe wieder ins Gesicht zurueck da kam auch schon das naechste.
Lili, Keylon und der kleine Jarvid standen einem Mann gegenueber und das war offenbar kein Picknick. Offenbar handelte es sich um den Stiefvater Jarvids, wenn man dieses Schwein so nennen konnte und sollte. Tooru koennte weitergehen, es koennte ihr egal sein immerhin hatte das Hospital sie beim Regiment verpfiffen, immerhin hielt ihre alte Familie sie nun ohnehin fuer den letzten Dreck. Aber Tooru konnte nicht, sie wollte nicht. Sie wollte nicht wie sie sein, fuer sie waren die Menschen vor ihr immernoch Familie wenn sie nun auch mehr entfernten Verwandten glichen und so ging ihre Hand kurz an ihren Dolch Lili und Keylon zu helfen. Jarvid kam ihr aber zuvor, wie ein Wirbelwind griff er Lilis Dolch, rannte auf seinen Schlaechter zu und rammte ihm die Klinge in das Bein. Tooru wusste nicht ob sie erschrocken schauen oder ob der Eigeninitiative des Jungens laecheln sollte. Lili zog den Kleinen zurueck und widmete sich wieder dem Kerl der offenbar nun vergiftet war von dem Dolch. Tooru widmete sich Jarvid der verstoert am Stall stand und kniete sich vor ihn um ihn auch gleich in die Arme zu nehmen. Wuerde dieses Ereignis sein Leben veraendern? Mit Sicherheit. Zum Guten? Zum Schlechten? Tooru hoffte ersteres. Sie troestete den Jungen so gut sie konnte und als Lili wiederkam musste es so kommen wie es immer kam. Sie gab sich die Schuld fuer den ganzen Kram. Die Schuld fuer den ganzen Kram wurde aber grade abgestochen und sollte er widererwartens doch nicht von dem Gift verrecken wuerde auch Tooru gern versuchen dem nachzuhelfen.
Tooru konnte diesen Mist nichtmehr hoeren und hielt Lili mehr oder minder einen Kurzvortrag ueber das was eigentlich los ist, Lilis Schuld? So ein Scheiss, es war Lilis Verdienst das Jarvid nun in Freiheit und ohne Angst leben konnte. Dieses Weib war einfach zu weich.
Lili bedankte sich bei Tooru. Was sollte der Mist? Fuer Tooru war es selbstverstaendlich.
„Du brauchst mir nicht zu danken, egal wie du mich nun siehst, fuer mich seid ihr immernoch Familie.“, und Tooru meinte es wie sie es sagte. Lili sagte nichts darauf aber Jarvids „Fuer mich auch!“ zauberte Tooru ein laecheln auf die Lippen.
So stressig wie dieser Tag war so schoen war er, auch wenn Tooru sich an das war danach geschah dank Rum und Kraut nichtmehr so ganz genau erinnern konnte. Ihr Kopfschmerz beim aufwachen wuerde ihr aber sicher wieder davon berichten….
Zuletzt geändert von Tooru Weidenhang am Freitag 21. März 2014, 13:19, insgesamt 3-mal geändert.
- Linejra
- Beiträge: 24
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Ein Scherz wäre der werdenden Mutter wohl lieber gewesen.
Sie wusste dass es jeden Tag passieren würde, doch warum ausgerechnet heute? Konnte das Kleine sich denn nicht noch etwas gedulden? Wenngleich ihre Schmerzen in den letzten Tagen immer häufiger wurden, und das Kommende ankündigten, klammerte sie sich bis zuletzt an den Gedanken, das Kleine noch ein wenig in sich herum zu tragen. Auch wenn die Last schwer war und sie zu einem Teil den Tag, an dem es soweit ist, herbeisehnte, hatte sie ihr kugelrundes Bäuchlein doch lieb gewonnen.
Nichts desto trotz war heute Alles anderes. Bereits kurz vor der Mittagsstunde hatte sie wieder ihre Schmerzen, die über den Tag verteilt immer wieder kamen. Unwissend dachte sie, dass gewiss alles in Ordnung sei, und ging grade noch dem Abwasch nach, als Sophie vorbeikam um nach ihr zu sehen. Nur für einen kurzen Augenblick verließ Sophie das Haus, als die werdende Mutter auch schon nicht mehr anders konnte als sich vor den Kamin zu legen. Als Sophie wieder zur Türe reinkam, sah sie Linei dort schnaufend vor dem Kamin liegen. Das Kleidchen Nass, dass man hätte annehmen können, sie habe sich beim Abwasch mit Wasser bespritzt. Doch Sophie wusste es besser zu deuten.
Erst nach einer Weile, als Linei scheinbar nicht mehr so schnell zur Ruhe kam, realisierte sie langsam selbst, dass es nun wohl so weit sei. Wenngleich sie immer noch nach einem Heilkundigen Frage, der gewiss ein Mittel wüsste, es wieder zu richten.
An eben jenem Abend war sie noch mit Enomis verabredet. Und eben jene war es die sie dort liegend fand, als sie Sophie nach Adrian ausgeschickt hatte. Selbst mittlerweile etwas verschwitzt, registrierte die Mutter die Anwesenheit der anderen Frau – die wohl Tooru war – zunächst kaum. Auch sah sie nur flüchtig ihr Gesicht, ohne zu wissen wer sie ist und was sie hier tat. Bald jedoch, als sie Sophies Vorbereitungen vollendete, wurde Linei die Bestimmung der anderen Frau gewiss. Ihre Unsicherheit jedoch registrierte sie gar nicht. Zu sehr war sie mit sich selbst beschäftigt ruhiger zu werden.
Mit einem Mal jedoch vernahm sie Adrians Stimme – spürte sie seine Hand an der ihren und klammerte sich sogleich fest an diese. Und so begann sie, vom Tasten Toorus selbst nicht viel bemerkend, zu pressen. Schweißgebadet versuchte sie sich immer wieder zu beruhigen und zu Kräften zu kommen. Bis nach einer Weile endlich ein Köpfchen zum Vorschein kam. Mit einem Aufschrei folgten die Schultern und bald auch der Rest. Es war vollbracht: Einen Knaben hat sie zur Welt gebracht.
Doch Moment - sollten die Schmerzen denn noch lange anhalten? Der Blick der umstehenden zu ihrem immer noch prallen Bäuchlein, und ihr nächster Aufschrei und das bald folgende Pressen verrieten, dass dort noch mehr in Aussicht war. Nun war es gewiss, es war nicht das halbe Glas Blaubeermarmelade, das sie am Vortag verspeist hat, das ihren Bauch so rund werden ließ. Denn bald folgte ein weiteres Köpfchen und ein zweiter Knabe folgte dem Ersten.
Mittlerweile völlig entkräftet linste die Mutter nur noch zu den Kleinen, die ihr zur Brust gereicht wurden. Sie schloss die beiden in die Arme, und mit einem sanften glücklichen Lächeln schien sie Ruhe zu finden. Gut bedeckt und wohl behütet lagen die drei da. Wo wohl ihre Gedanken waren? Jedenfalls schien Toorus Hilfe ihr Ziel nicht verfehlt zu haben und so ruhte sie für den Augenblick friedlich. Wohl immer noch nicht einmal wissend und auch noch nicht daran denkend, wer es eigentlich war, der ihr mit den beiden half.
Sie wusste dass es jeden Tag passieren würde, doch warum ausgerechnet heute? Konnte das Kleine sich denn nicht noch etwas gedulden? Wenngleich ihre Schmerzen in den letzten Tagen immer häufiger wurden, und das Kommende ankündigten, klammerte sie sich bis zuletzt an den Gedanken, das Kleine noch ein wenig in sich herum zu tragen. Auch wenn die Last schwer war und sie zu einem Teil den Tag, an dem es soweit ist, herbeisehnte, hatte sie ihr kugelrundes Bäuchlein doch lieb gewonnen.
Nichts desto trotz war heute Alles anderes. Bereits kurz vor der Mittagsstunde hatte sie wieder ihre Schmerzen, die über den Tag verteilt immer wieder kamen. Unwissend dachte sie, dass gewiss alles in Ordnung sei, und ging grade noch dem Abwasch nach, als Sophie vorbeikam um nach ihr zu sehen. Nur für einen kurzen Augenblick verließ Sophie das Haus, als die werdende Mutter auch schon nicht mehr anders konnte als sich vor den Kamin zu legen. Als Sophie wieder zur Türe reinkam, sah sie Linei dort schnaufend vor dem Kamin liegen. Das Kleidchen Nass, dass man hätte annehmen können, sie habe sich beim Abwasch mit Wasser bespritzt. Doch Sophie wusste es besser zu deuten.
Erst nach einer Weile, als Linei scheinbar nicht mehr so schnell zur Ruhe kam, realisierte sie langsam selbst, dass es nun wohl so weit sei. Wenngleich sie immer noch nach einem Heilkundigen Frage, der gewiss ein Mittel wüsste, es wieder zu richten.
An eben jenem Abend war sie noch mit Enomis verabredet. Und eben jene war es die sie dort liegend fand, als sie Sophie nach Adrian ausgeschickt hatte. Selbst mittlerweile etwas verschwitzt, registrierte die Mutter die Anwesenheit der anderen Frau – die wohl Tooru war – zunächst kaum. Auch sah sie nur flüchtig ihr Gesicht, ohne zu wissen wer sie ist und was sie hier tat. Bald jedoch, als sie Sophies Vorbereitungen vollendete, wurde Linei die Bestimmung der anderen Frau gewiss. Ihre Unsicherheit jedoch registrierte sie gar nicht. Zu sehr war sie mit sich selbst beschäftigt ruhiger zu werden.
Mit einem Mal jedoch vernahm sie Adrians Stimme – spürte sie seine Hand an der ihren und klammerte sich sogleich fest an diese. Und so begann sie, vom Tasten Toorus selbst nicht viel bemerkend, zu pressen. Schweißgebadet versuchte sie sich immer wieder zu beruhigen und zu Kräften zu kommen. Bis nach einer Weile endlich ein Köpfchen zum Vorschein kam. Mit einem Aufschrei folgten die Schultern und bald auch der Rest. Es war vollbracht: Einen Knaben hat sie zur Welt gebracht.
Doch Moment - sollten die Schmerzen denn noch lange anhalten? Der Blick der umstehenden zu ihrem immer noch prallen Bäuchlein, und ihr nächster Aufschrei und das bald folgende Pressen verrieten, dass dort noch mehr in Aussicht war. Nun war es gewiss, es war nicht das halbe Glas Blaubeermarmelade, das sie am Vortag verspeist hat, das ihren Bauch so rund werden ließ. Denn bald folgte ein weiteres Köpfchen und ein zweiter Knabe folgte dem Ersten.
Mittlerweile völlig entkräftet linste die Mutter nur noch zu den Kleinen, die ihr zur Brust gereicht wurden. Sie schloss die beiden in die Arme, und mit einem sanften glücklichen Lächeln schien sie Ruhe zu finden. Gut bedeckt und wohl behütet lagen die drei da. Wo wohl ihre Gedanken waren? Jedenfalls schien Toorus Hilfe ihr Ziel nicht verfehlt zu haben und so ruhte sie für den Augenblick friedlich. Wohl immer noch nicht einmal wissend und auch noch nicht daran denkend, wer es eigentlich war, der ihr mit den beiden half.
Zuletzt geändert von Linejra am Freitag 21. März 2014, 21:21, insgesamt 2-mal geändert.