Irgendwann ereilt er uns alle[Chartod, Beteiligung erwünscht
Verfasst: Mittwoch 5. März 2014, 18:47
Erzähler
„Den genauen Aufbruch ihrer Pilgerreise weiß die junge Frau längst nicht mehr, er liegt bereits zwei Monate oder mehr zurück. Sie hinterließ nicht viel über ihrem Verbleib, einige wenige Zeilen an Vertraute in ihrem Abschiedsbrief. Ja und das war es schon, die Zusammenkunft mit Niowe sollte nie mehr erfolgen. Woher sollte sie erahnen, dass dies ihre letzte Reise wäre?
Niemand konnte das und bis heute glaubt diese Niowe wohl immer noch an eine künftige Zusammenkunft, alles quatsch...die wird nie mehr kommen! Vielleicht ist das besser so, ich weiß nun nicht genau wo ich überhaupt beginnen sollte. Weil das schon eine tragische Geschichte ist und er ereilt uns halt alle, er kennt keinem Unterschied ob alt oder jung. Wie Ihr ihn Euch vorstellen könnt? Puh, was für eine fiese Frage...“*Verlegen reibt sich der Greis über seinen Nacken, runzelt die Stirn und hebt seinen Humpen zum trinken an.* „Nun ja er kann viele Gesichter haben und niemand weiß welches er bei Dir hat. Vielleicht wartet er bereits auf Dich, er ist bereits auf dem Weg oder Du führst noch viele glückliche Jahre hier.“*Seine Mundwinkel zucken zur Seite und der alte Greis grinst seine Zuhörer an, nicht unbedingt der schönste Anblick. Vereinzelt stechen schwarze, verschimmelte oder abgestorbene Zähne hervor und sein Atem...puh, der riecht verfault!*
Zuhörer
„Bah das stinkt Alterchen, erzähl bloß schneller und sorge nicht dafür, das wir bereits am Gestank zugrunde gehen! Wir wollen die Geschichte hören und nichts anderes.“ *Der Lärm verstimmt, der Greis zieht seine Augenbrauen hoch und schaut die Menge empört an. Leise murrt er die Menge an und verschränkt seine Arme vor der Brust.* „Die spinnen doch...“ brummelt er in seinen Bart hinein und vorerst tritt stille ein.
*Eiserne Stille herrscht und niemand wagt das Schweigen zu durchbrechen, bis der Greis seine Armverschränkung von selbst auflöst und seinen Oberkörper nach vorne beugt. Die glasigen Augen stechen seine Zuhörer, sie zucken vereinzelt vor Schrecken zusammen und er fängt bitter zu lachen an. Er räuspert sich und erzählt die Geschichte.*
Erzähler
„Wir schrieben noch das Jahr 256 beim Aufbruch ihrer Pilgerreise und wirklich viel nahm sie nicht mit. Das Weibsbild brach mit schlichter Kleidung, zerlumpten Ledermantel, einem Holzstock und wenig Proviant auf. Fragt mich jetzt bloß nicht wohin sie gehen wollte, ich habe nicht die leiseste Ahnung! Meiner Meinung nach ist das Weibsbild verrückt gewesen, die Zeiten sind viel zu gefährlich und wie sie zugrunde kam? Darüber kann ich ja nur spekulieren, eindeutige Beweise gibt es nicht. Ihr Leichnam lag mitten mal im Wald, dabei spazierte ich doch nur im naheliegenden Waldstück umher, nein kein schöner Anblick und Ihr wollt ihn Euch nicht vorstellen. Darum erzähl ich Euch lieber die harmlose Variante und nicht alles ganz ausführlich.“
*Der Greis brummelt in seinen Bart hinein, leert seinen Humpen und rülpst laut*
Zuhörer
„Wir wollen alles hören, verheimliche uns ja nichts Greis! Sonst legen wir Dich übers Knie, jawohl...“*Verdutzt starrten sich die Zuhörer an und blinzelten, die Kinder in der Taverne saßen zitternd bei der Vorstellung ganz dicht aneinander gekuschelt im kleinsten Eck. Oh je das kannten die Kinder nur zu gut, manche wimmerten auch. Die Erwachsenen kratzen sich über ihren Kopf, ihre Stirn gerunzelt und sie grübelten.*
Erzähler
„Ha wahrlich mutig, kleinen Kindern Angst einjagen und versuchen einen Greis zu erschrecken. Nichts da, ich bleibe bei meiner Geschichtsvariante und ändere sie nicht! Die soll auch für die Kleinsten hier geeignet sein, kommt herbei und hey Du da...“*Der Greis zeigt auf das Mädchen und klopft auf seinen Schoß, er lächelt freundlich zu ihr. Na ja...wenn das mit seinen Zähnen noch als lächeln zählen kann, ging es dem kleinen Mädchen durch ihren Kopf. Sie näherte sich ihm, krabbelte auf seinen Schoß und durch seine freundliche Art konnte er alle Zuhörer beruhigen. Der Greis räusperte sich, bestellte einen zweiten Humpen voll Met und setzte fort.*
„Ich war der erste Augenzeuge im Wald, ihre Augen geschlossen, friedlich schlafend lag das Weibsbild im Schnee. Ihr Stock nicht weit entfernt und ich fand noch Abschriften ihrer Abschiedsbriefe, darum weiß ich ja was sie vor hatte. Besonderes von Wert war nicht zu finden. Vorsichtig stupste ich sie mit meinem Fuß an, keine Rührung und ich spürte einen kalten Windzug. Das ist kein gutes Zeichen, ich ging weiter um ihren Leichnam und kräuselte die Nase, na gestunken hat sie noch nicht. Der Tod kann noch nicht lange her gewesen sein, der Schnee bedeckte
bereits leicht ihren Körper und ich griff mir einen Ast. Ich konnte ja vorher noch nicht viel sehen und fegte mit dem Stock über ihren Leichnam, wie mit einem Besen. Gut...jetzt kam sie ganz zum Vorschein und das Ausmaß was sie erwischte. Ihr Mantel war offen, im Leib steckte an ihrer Hüfte ein Langdolch und im Schnee sah ich noch getrocknetes Blut. Von Fußspuren konnte ich nichts sehen, da war nur eine dicke verblichene Schleifspur noch zu erkennen. Irgendwer muss sie vor kurzem her geschliffen haben oder sie robbte sich im Todeskampf her. Als würde sie irgendwas zum Ursprungsort hertreiben. Da habe ich keinen Schimmer drüber, ich drehte mich um und ließ die Unglücksstelle hinter mir. Ich eilte rasch nach Adoran und wollte die Wachen informieren, irgendwas verfolgte mich...“
„Den genauen Aufbruch ihrer Pilgerreise weiß die junge Frau längst nicht mehr, er liegt bereits zwei Monate oder mehr zurück. Sie hinterließ nicht viel über ihrem Verbleib, einige wenige Zeilen an Vertraute in ihrem Abschiedsbrief. Ja und das war es schon, die Zusammenkunft mit Niowe sollte nie mehr erfolgen. Woher sollte sie erahnen, dass dies ihre letzte Reise wäre?
Niemand konnte das und bis heute glaubt diese Niowe wohl immer noch an eine künftige Zusammenkunft, alles quatsch...die wird nie mehr kommen! Vielleicht ist das besser so, ich weiß nun nicht genau wo ich überhaupt beginnen sollte. Weil das schon eine tragische Geschichte ist und er ereilt uns halt alle, er kennt keinem Unterschied ob alt oder jung. Wie Ihr ihn Euch vorstellen könnt? Puh, was für eine fiese Frage...“*Verlegen reibt sich der Greis über seinen Nacken, runzelt die Stirn und hebt seinen Humpen zum trinken an.* „Nun ja er kann viele Gesichter haben und niemand weiß welches er bei Dir hat. Vielleicht wartet er bereits auf Dich, er ist bereits auf dem Weg oder Du führst noch viele glückliche Jahre hier.“*Seine Mundwinkel zucken zur Seite und der alte Greis grinst seine Zuhörer an, nicht unbedingt der schönste Anblick. Vereinzelt stechen schwarze, verschimmelte oder abgestorbene Zähne hervor und sein Atem...puh, der riecht verfault!*
Zuhörer
„Bah das stinkt Alterchen, erzähl bloß schneller und sorge nicht dafür, das wir bereits am Gestank zugrunde gehen! Wir wollen die Geschichte hören und nichts anderes.“ *Der Lärm verstimmt, der Greis zieht seine Augenbrauen hoch und schaut die Menge empört an. Leise murrt er die Menge an und verschränkt seine Arme vor der Brust.* „Die spinnen doch...“ brummelt er in seinen Bart hinein und vorerst tritt stille ein.
*Eiserne Stille herrscht und niemand wagt das Schweigen zu durchbrechen, bis der Greis seine Armverschränkung von selbst auflöst und seinen Oberkörper nach vorne beugt. Die glasigen Augen stechen seine Zuhörer, sie zucken vereinzelt vor Schrecken zusammen und er fängt bitter zu lachen an. Er räuspert sich und erzählt die Geschichte.*
Erzähler
„Wir schrieben noch das Jahr 256 beim Aufbruch ihrer Pilgerreise und wirklich viel nahm sie nicht mit. Das Weibsbild brach mit schlichter Kleidung, zerlumpten Ledermantel, einem Holzstock und wenig Proviant auf. Fragt mich jetzt bloß nicht wohin sie gehen wollte, ich habe nicht die leiseste Ahnung! Meiner Meinung nach ist das Weibsbild verrückt gewesen, die Zeiten sind viel zu gefährlich und wie sie zugrunde kam? Darüber kann ich ja nur spekulieren, eindeutige Beweise gibt es nicht. Ihr Leichnam lag mitten mal im Wald, dabei spazierte ich doch nur im naheliegenden Waldstück umher, nein kein schöner Anblick und Ihr wollt ihn Euch nicht vorstellen. Darum erzähl ich Euch lieber die harmlose Variante und nicht alles ganz ausführlich.“
*Der Greis brummelt in seinen Bart hinein, leert seinen Humpen und rülpst laut*
Zuhörer
„Wir wollen alles hören, verheimliche uns ja nichts Greis! Sonst legen wir Dich übers Knie, jawohl...“*Verdutzt starrten sich die Zuhörer an und blinzelten, die Kinder in der Taverne saßen zitternd bei der Vorstellung ganz dicht aneinander gekuschelt im kleinsten Eck. Oh je das kannten die Kinder nur zu gut, manche wimmerten auch. Die Erwachsenen kratzen sich über ihren Kopf, ihre Stirn gerunzelt und sie grübelten.*
Erzähler
„Ha wahrlich mutig, kleinen Kindern Angst einjagen und versuchen einen Greis zu erschrecken. Nichts da, ich bleibe bei meiner Geschichtsvariante und ändere sie nicht! Die soll auch für die Kleinsten hier geeignet sein, kommt herbei und hey Du da...“*Der Greis zeigt auf das Mädchen und klopft auf seinen Schoß, er lächelt freundlich zu ihr. Na ja...wenn das mit seinen Zähnen noch als lächeln zählen kann, ging es dem kleinen Mädchen durch ihren Kopf. Sie näherte sich ihm, krabbelte auf seinen Schoß und durch seine freundliche Art konnte er alle Zuhörer beruhigen. Der Greis räusperte sich, bestellte einen zweiten Humpen voll Met und setzte fort.*
„Ich war der erste Augenzeuge im Wald, ihre Augen geschlossen, friedlich schlafend lag das Weibsbild im Schnee. Ihr Stock nicht weit entfernt und ich fand noch Abschriften ihrer Abschiedsbriefe, darum weiß ich ja was sie vor hatte. Besonderes von Wert war nicht zu finden. Vorsichtig stupste ich sie mit meinem Fuß an, keine Rührung und ich spürte einen kalten Windzug. Das ist kein gutes Zeichen, ich ging weiter um ihren Leichnam und kräuselte die Nase, na gestunken hat sie noch nicht. Der Tod kann noch nicht lange her gewesen sein, der Schnee bedeckte
bereits leicht ihren Körper und ich griff mir einen Ast. Ich konnte ja vorher noch nicht viel sehen und fegte mit dem Stock über ihren Leichnam, wie mit einem Besen. Gut...jetzt kam sie ganz zum Vorschein und das Ausmaß was sie erwischte. Ihr Mantel war offen, im Leib steckte an ihrer Hüfte ein Langdolch und im Schnee sah ich noch getrocknetes Blut. Von Fußspuren konnte ich nichts sehen, da war nur eine dicke verblichene Schleifspur noch zu erkennen. Irgendwer muss sie vor kurzem her geschliffen haben oder sie robbte sich im Todeskampf her. Als würde sie irgendwas zum Ursprungsort hertreiben. Da habe ich keinen Schimmer drüber, ich drehte mich um und ließ die Unglücksstelle hinter mir. Ich eilte rasch nach Adoran und wollte die Wachen informieren, irgendwas verfolgte mich...“