Die eigenen Dämonen

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Keylon Salberg

Die eigenen Dämonen

Beitrag von Keylon Salberg »

Stille!
Nichts außer Stille in der Dunkelheit der Nacht.
Keylon bewegte sich vorsichtig. Nur sein eigener Atem war zu hören, und das so glaubte er so laut das man es in dieser Stille Meterweit hören musste.
Sein Blick glitte unstet durch die Gegend, dann hörte er es wieder.
„Papaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa“ kreischend, und doch hätte er die Stimme überall wieder erkannt.
Kai.
Der Impuls einfach los zu rennen dem Schrei entgegen unterdrückte er.
Die Linke Hand ballte sich zur Faust während er versuchte seine Gedanken zu Ordnen.
„Kai ist Tod... Kai ist Tod“ sagte er sich immer wieder. „Er konnte es gar nicht sein... oder doch?“
Keylon versuchte den Letzten Rest seines Verstandes zusammen zu nehmen um nicht der Versuchung zu verfallen dieser Verlockung zu erliegen.
So machte er nur einen kleinen Schritt vorwärts.
Es knackte.

Den morschen Ast unter seinen Füßen hatte er nicht bemerkt gehabt.
Schicksalsergeben schloss er die Augen und wartete.
Seine Schulter brannte. .. genau dort wo das verschnörkelte D eingebrannt worden war.
D ….
D wie Drakhon.
Keylon brauchte sich nicht groß an zu strengen um dessen Stimme wieder im Ohr zu haben.
„Ich habe mit dir noch etwas vor...“
Ich habe mit dir noch etwas vor … Dieser eine Satz hatte ihm das Leben gerettet, aber gleichsam brachte sie ihm auch unendliche Qual.
Seelenqual zu wissen, das er irgendwo, irgendwann auf
ihn warten würde.
Vielleicht der nächste Rabe auf dem Dach? Der alte Mann an der Strasse?
Nichts, absolut nichts konnte ihn wirklich darauf vorbereiten auf das, was kommen würde....
WANN auch immer.
Vielleicht war ja das auch die größte Pein?
Schlimmer als der Tod war es, zu wissen das noch etwas kommen würde, aber eben nicht was.
Die einzige Rettung wäre es ihm zuvor zukommen.
Der Gedanke Drakhon könnte sich an seiner Familie vergreifen... alleine darüber nach zu denken war das Grauen pur.
Niemals... NIEMALS durfte dieser Rabe erfahren wieviel ihm Amelie, Kiara und Aries wirklich bedeuteten

Ein Rascheln rechts.
Keylon warf sich zur Seite, die Hand umgriff zitternd das Schwert während er sich abrollte, aber es war nur ein Hase.
Ein einfacher Hase....
Während er sich noch aufrappelte hörte er erneut einen Schrei.
Amelie ?
Er sprang auf.
Nichts mehr hielt ihn jetzt.
„KEYLON!!!“
Er rannte längst, stolperte, wankte weiter, und hatte nur noch Eines im Sinn.
Amelie …
Ihr durfte nichts geschehen... nicht ihr.
„AMEEEEEEEEEEEELIE!!!!“
brüllte er noch, dann war er auch schon raus aus dem Wald.
Drakhon sah ihm entgegen.
Die Krallenhände weit erhoben, Aries im Griff... oder war es Kiara?

„Keylon“ hörte er wieder seinen Namen dann blitzte die Schneide einer Axt ihm entgegen und mit einem lautem Schrei fuhr er aus dem Schlaf hoch.
Seine Kleidung Klatschnass brauchte er einen Moment bis er wirklich wusste wo er war und das dies alles nur eines seiner Träume war, mit dem er wohl das ganze Haus geweckt hatte.
Würde er diesen Dämon jemals los werden?
Wohl nur wenn es vielleicht wirklich alles vorbei war.
Zuletzt geändert von Keylon Salberg am Samstag 23. November 2013, 02:40, insgesamt 1-mal geändert.
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