Ein Bote der Garde überbringt eine Nachricht an den Palast..

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Darkan Amon
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Ein Bote der Garde überbringt eine Nachricht an den Palast..

Beitrag von Darkan Amon »

... zu Händen seiner Heiligkeit.

Macht und Stärke, eure Heiligkeit!

Hiermit erbitte ich eine Audienz bei euch um euch über die aktuellen Geschehnisse und Planungen der Garde zu informieren, sowie die Möglichkeiten unseres derzeitigen Handelns zu erörtern. Desweiteren würde ich einen vorläufigen Bericht zu den Geschehnissen die zur Gewaltanwendung wider dem Ahad Drugar führten vorlegen, der auf den bisherigen Zeugenaussagen basiert.

D. Amon
Hauptmann der Reichsgarde
Darkan Amon
Beiträge: 92
Registriert: Dienstag 9. November 2010, 04:39

Beitrag von Darkan Amon »

.. erneut wird ein Schreiben am Palast abgegeben, erneut zu Händen seiner Heiligkeit. Es enthält die Abschriften von mehreren Schriftstücken.

Macht und Stärke, eure Heiligkeit!

Anhängend übersende ich - wie gewünscht - den gesammelten Schriftverkehr die Vorfälle im Zuge der Heerstabssitzung.

D. Amon
Hauptmann der Reichsgarde

Macht und Stärke, Hauptmann Amon!

Hiermit möchte ich offiziell mein Rücktrittsgesuch von meinem Dienst in der Reichsgarde einreichen in der Hoffnung, dass ihr dieses annehmt.

Am heutigen Abend wurde im Palast zu Rahal eine Heeressitzung abgehalten, in der es wohl zu einer Streitigkeit zwischen Adjutant Felsenloh und Ahad Drugar kam. Provost Deavon, Landsknecht Thalwa und ich hielten derweil draußen Wache. Nach Beendigung der Sitzung versammelten sich alle anwesenden Gardisten auf dem Platz vor dem Palast, wo der Adjutant auf den Ahad wartete, der ihn wohl noch sprechen wollte.

In Folge dieses Gespräches leistete sich der Adjutant diverse Frechheiten gegenüber Ahad Drugar, woraufhin der Ahad ihn mit dem Schwertknauf ins Gesicht schlagen wollte, wobei der Adjutant diesen Hieben auswich und davonlief. Als dann setzte der Ahad nach, woraufhin der Adjutant seinen Schild zur Hand nahm und einen Trank schluckte, wohl um dann nach dem Schwert zu greifen. Daraufhin schickte ihn der Ahad im Akte der Notwehr zu Boden.

Während der Ahad noch sein Schwert scheidete, gab Leutnant Lilien den Befehl zum Angriff auf den Ahad, woraufhin sie selbst und Provost Deavon diesen unter Waffengewalt zu Boden schlugen, wobei der Ahad selbst keine Anstalten machte, sich gegen diese zur Wehr zu setzen, sondern schlichtweg von den Angreifern in einem frevehalften und unehrenhaften Akt niedergestreckt wurde. Landsknecht Thalwa und ich gingen hingegen nicht auf diesen Befehl ein. Ich versuchte, mich mit meinem Schild schützend vor den Ahad zu stellen, was aber am Ende leider vergebens blieb.

Leutnant Lilien sagte mir, ich solle Beschwerde einlegen, wenn mir das nicht passe. Das tue ich hiermit und gleichzeitig reiche ich mein Rücktrittsgesuch bei Euch ein.


Möge der All-Eine seine Pranken schützend über Euch halten.

Mit freundlichem Gruße

Baldur Heyn
*Ein weiterer Brief, der nicht in die öffentlichen Akten kommt, wird dem Hauptmann überbracht. Er scheint auffällig ein wenig länger zu sein, die Schrift ist von klarer und wenig schmuckreicher Natur und, will man den ruhigen Linien trauen, mit äußerstem Bedacht verfasst worden. Deutlich steht außen auf dem zweifach gefaltetem Brief: Hauptmann Darkan Amon.*


04. Schwalbenkunft 256
Rahal

Macht und Stärke, Hauptmann Amon.

Gewiss werden Euch schon mehrere Berichte zum Verlauf des gestrigen Abends zugesandt worden sein. Sollte dies nicht geschehen sein verzeiht mir mein Versäumnis Euch die Umstände in diesem Brief nicht nochmal erläutert zu haben und so werde ich dies nachholen.
Erst heute verfasse ich Euch dieses Schreiben, denn zuvor wollte ich mich vergewissern, dass ich keinen Irrtum begehe, wenn ich Euch auf ein Fehlverhalten von Leutnant Scarlett Lilien aufmerksam machen möchte, wie es in den Erläuterungen des zweiten Gebots unter einem "Ausnahmefall" aufgeführt wird. Mir ist bewusst, solltet Ihr entschließen, dass meine Anmerkungen zu diesem Fall aus mangelnder Weitsicht wuchsen, dass ich klaglos die Konsequenzen tragen und anschließend um Entlassung bitten werde, um meine Fähigkeiten anderweitig dem All-Einen zur Verfügung zu stellen, wo man mich nicht nötigen will meinen Bogen gegen einen Ahad zu erheben, wenn es nicht notwendig ist, und in diesem Gerangel versehentlich noch Kameraden zu verletzen. Sollte diese abgelehnt werden setze ich selbstredend meinen Dienst mit vollem Einsatz in der Reichsgarde fort.

Ich möchte mir nicht mit meiner mangelnden Erfahrung im Umgang mit hohen Würdenträgern anmaßen zu beurteilen, ob eine öffentliche Provokation eines Ahads vor der Garde und weiteren Zuschauern von Nöten war oder ob der Ahad unrechtmäßig mit einem Schlag gegen den Adjutanten seine Position vertrat - doch möchte ich mir zumuten beurteilen zu können, dass der in uns gesammelte Zorn nicht gegen jene zu lenken sei, die mit uns wider der Ketzer streiten, sondern zu sammeln und zum Wohle des Alatarischen Reiches einzusetzen sei.

Mit dem hastigen Befehl an die Garde einen Ahad vor dem Palast anzugreifen, brachte der Leutnant die Garde in eine beschämende und prekäre Situation, die anderweitig ebenso ohne das Gesicht zu verlieren aufgelöst hätte werden können. Durch ihr Verhalten bringt sie nicht nur sich und den Adjutanten in die unangenehme Situation sich für ihr Handeln vor den höchsten Würdenträgern rechtfertigen zu müssen, sondern auch alle jüngeren und unerfahrenen Mitglieder der Garde, die von der Situation überrumpelt den Befehlen Folge leisteten, namentlich genannt Provost Deavon.

So wie ich zu den allerniedrigst Rängigen der Garde gehöre und mich somit in einer für mich neuen Situation befinde, so mag es auch allen frisch Beförderten ergehen, die mit ihren Aufgaben nun verantwortungsvoller zurechtkommen müssen. Deshalb möchte ich keine Anklage aussprechen sondern die Bedenken, wie die Garde sich zukünftig in der Stadt gegenüber den Würdenträgern präsentieren oder weiterhin die Bezeichnung "Sauhaufen" tragen möchte. Zudem bin ich mir bewusst nichts über das bisherige Verhältnis zwischen der Reichsgarde und den Ahads zu wissen - so möge man mir verzeihen daher geleitet noch andere Ansichten zu vertreten.

Sollte ich mein eigenes Handeln rechtfertigen müssen, werde ich das jederzeit vor Euch tun.

Hochachtungsvoll,
Fann Thalwa
Landsknecht
Macht und Stärke Herr Hauptmann,

gestern kam es in der Heersitzung zu Anmassenden und Ausfallenenden Beleidigungen des Ahds Drugar gegen Euch, in dem er eure eigenschafft als Offizier in frage gestellt hat und Eure Soldaten als Sauhaufen bezeichnete. Im selben Atemzug nahm er mir das Recht in meiner Freizeit dem Volk des All Einen zur seite zu stehen wenn sie in den Kampf gen Menekur und Adoran ziehen. Zu beginn schon schien der Ahad nicht begeister mich ebenfalls dort zu sehen.

Im Zuge meiner Zurrechtweisung und seinem mangelnden Pflichtbewusstsein, kam es zu einem Befehl mich draussen mit ihm auszusprechen. Dem folgte ich doch schien es mehr ein versuch seine Position klar zu machen, der ich nicht folgte sondern ihm sein fehlverhalten verdeutlichte.

Im zuge dieser Auseinandersetzung zog er sein Schwert und schlug auf mich mit dem Schwertknauf ein. Den ersten schlag habe ich hingenommen, um ihm sein Recht zu gewehren. Als er jedoch weiter auf mich einschlug, mit blanker Klinge schritt ich zurrück um mich gegen ihn zu verteidigen, was ihn nicht hinderte weiter gegen mich zu ziehen. Ich betone hier, das ich nicht einmal ansatzweise mein Schwert zur Hand nahm sondern lediglich mich zu verteidigen versuchte. Trotz dessen, schlug der Ahad mich zu Boden.

Einzig dem schnellen und beherzten eingreifen des Leutnants und dem Provosten ist es zu verdanken das ich noch unter den Lebenden weile da sie nicht zögerten den unkontrollierten Wutausbruch des Ahads zu stoppen, der sein Schwert lieber gegen die eigenen zieht als gegen den Feind, wohl in der Hoffnung das sie sich nicht wehren.

Der Landsknecht Baldur ist in dieser Situation durch absolutes Fehl und Unloyales verhalten gegenueber seiner vorgesetzen aufgefallen. Auch wenn er in diesem Zuge die Garde verliess spreche ich ihm jegliches Verständniss von Befehlsgewallt und es ist kein verlusst der Truppe.

Im nachhineint wollte der Ahad den Leutnant sowie den Provosten vor die Ritterschafft stellen um Gericht zu üben. Ich wies ihn erneut zurrecht, das die Garde einzig seiner Heiligkeit untersteht und nicht ihm, was er dann am Ende letztlich zugestehen musste. Ich frage mich an dieser Stelle, wie lange jemand Ahad sein muss um die Befehlsstrukturen des Reiches zu kenne, was aber meine persönliche Meinung ist.

Ich möchte noch einmal lobend das beherzte Eingreifen des Leutnants und des Provosten erwähnen die erneut ihre Loyalität zur Garde und seiner Heiligkeit bewiesen haben!

Macht und Stärke
Adjutant Felsenloh
Ein ziemlich junger Gardist wird - beinahe verschüchtert - bei Wachtmeister Tyr vorstellig werden. Er trägt den gesamten Zettelberg von Briefen/Einschreiben/Zusendungen und Bittstellungen bei sich, und noch einen schriftlichen Befehl des Hauptmanns.

Macht und Stärke, Wachtmeister!

Da offenbar ihr der letzte bei klarem Verstand in dem Ranggefüge darstellt, übertrage ich euch die zwingend nötigen Ermittlungen im Fall des Vorfalls bei der Heerstabssitzung. Ich statte euch hiermit mit allen dafür nötigen Vollmachten aus, und übersende die bislang bei mir vorliegenden Beweisstücke. Wenn ihr weiteres Personal benötigt greift auf Provost Moranys zurück.
Ich will wissen was genau bei dieser Sitzung wie passierte und warum es am Ende zu einer solchen Ansammlung von Bockmist kam.
Desweiteren Erwarte ich von euch einige Vorschläge zur Disziplinierung der Betroffenen.

mit kameradschaftlichem Gruß,

D. Amon
Hauptmann der Reichsgarde
Ein weiterer Bericht findet etwas verspätet, wohl ob der ganzen Vorkommnisse der vergangenen Tage, den Weg zum Hauptmann.

Bericht über den Angriff auf Ahad Drugar am 3. Schwalbenkunft 256

12. Schwalbenkunft 256

Landsknecht Heyn, Landsknecht Thalwa und ich hielten Wache während Heerstabssitzung im Palast Rahals. Nach Beendigung dieser verließen die Teilnehmer den Palast sowie den Vorhof des Palastes, abgesehen von Ahad Drugar, Adjudant Felsenloh, Leutnant Lilien, Wachtmeister Tyr, der allerdings als Vertreter seines Volkes anwesend war und einer Arkoritherin namens Hannah. Der Ahad und der Adjudant diskutierten über ihre Aussagen auf der Heerstabssitzung, was schließlich zu einem Streit der Beiden führte. Infolgedessen zog Ahad Drugar unvermittelt sein Schwert und versuchte Adjudant Felsenloh mit dem Knauf zu treffen. Als dieser auswich folgten weitere Angriffe des Ahads mit der blanken Klinge. Erst nach mehreren schweren Treffern versuchte sich der bereits deutlich angeschlagene Adjudant daran sich zu verteidigen, in dem er seinen Schild zur Hand nahm und nach einem Trank griff. Jedoch streckte ihn da schon Ahad Drugar mit einem weiteren Schlag nieder. Als er den am Boden liegenden Adjudanten weiter mit seinem Schwert bedrohte befahl Leutnant Lilien den Angriff auf den Ahad, um so Adjudant Felsenlohs Leben zu schützen. Ich kam diesem Befehl nach und setzte Ahad Drugar zusammen mit dem Leutnant außer Gefecht. Wir ließen danach sofort ihm ab, so dass dieser sich rasch wieder aufrappelte und die Forderung stellte uns von der Ritterschaft für unser Vergehen verurteilen zu lassen. Dies wieß jedoch Adjudant Felsenloh zurück, welcher es inzwischen auch wieder geschafft hatte auf die Beine zu kommen, mit dem Hinweis, dass die Reichsgarde nicht der Ritterschaft sondern seiner Heiligkeit untersteht. Darauf wurde sich schließlich auch geeinigt.
Ich habe mich an jenem Tag dem Angriff auf Ahad Drugar und somit dem Bruch mehrerer Gebote schuldig gemacht, um dem direkten Befehl von Leutnant Lilien zu gehorchen und meinem Adjudanten, der zudem als Vertreter der Reichsgarde als Institution des heiligen Reiches anwesend war, das Leben zu schützen.

Deavon
Provost der Reichsgarde
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