Der Tanz der Schatten - Alte Gewohnheiten, neue Ziele
Verfasst: Sonntag 9. Juni 2013, 13:14
Sternenklar war der Himmel und nur das fahle Licht des Mondes erhellte die weite und ewig scheinende Wüstenlandschaft, die sich von hier oben betrachten ließ. Eine Gestalt stand oben auf dem Dach des Hauses der Familie Ifrey, die Hände vor der Brust verschränkt, gehüllt in weite und warme Stoffkleidung. Das Kopftuch und den Schleier, welche sie beide fast durchgehend trug seit sie in Menek'ur angekommen war, hatte sie abgenommen und das lange, lockige Haar fiel ihr über die Schulter und für den Moment genoss Kari die kalte Nachtluft, die ihr entgegenwehte.
Seit sie ihre einstige Heimat wieder betreten hatte, waren nun einige Tage vergangen. Sie hatte ihre Tochter wieder in ihre Arme schließen können, sie hatte das vertraute Gesicht ihrer engsten Freundin Khalida wiedergesehen und sie wurde so warmherzig und freundlich in ihre angeheiratete Familie aufgenommen, wie sie es sich hätte niemals träumen lassen. Auf der Überfahrt nach Adoran hatte sie sich damals noch Gedanken gemacht, hatte sich gefragt ob ihre Abstammung als Falah ihr Probleme bereiten würde, ob man ihr nicht wohlgesonnen sein würde, weil sie ohne ihren Ehemann zurückkehrte, der stattdessen weit, weit weg von ihr war.
Doch alle Sorgen, alle Bedenken hatten sich mittlerweile in Luft aufgelöst; es war zu keinem einzigen Zwischenfall gekommen und Kari war nun wieder ein teil der Wüste. Zeit wieder zu denken wie einst. Zeit wieder zu handeln wie einst.
Menek'ur, wie auch Gerimor hatten sich verändert. Doch nicht nur von der Landmasse, nein auch von der politischen Situation her hatte sich vieles getan. Als Kari damals das Land verlassen hatte existierte die prächtige Stadt Varuna noch in ihrer vollen Blüte. Die größte politische Macht war das Haus Hohenfels gewesen und die Dinge schienen vergleichsweise simpler. Doch nun war dem nicht mehr so. Jala, eine Menekanerin aus dem Hause Tai, welches mittlerweile nicht mehr zu den großen Familienhäusern zu gehören schien, hatte ihr das heutige Gerimor gezeigt und schon auf dem Fußweg nach Adoran waren ihr die vielen Grenzsteine aufgefallen, die vielen Namen von möglichen Grafschaften, Gebieten und Hoheitsansprüchen. Es schien sich alles weiter ausgedehnt zu haben, die Macht war weiter verteilt und dies bedeutete im Endeffekt, dass sie weitaus mehr nachzuholen hatte, als sie anfangs angenommen hatte.
Wenn sie dort ansetzen wollte, wo sie damals aufgehört hatte, dann würde sie mehr Wissen brauchen. Sie würde mehr über die Geschehnisse der letzten Jahre herausfinden müssen, sie würde den derzeitigen Adel studieren und wenigstens auf dem Papier kennen müssen – wahrlich mehr Arbeit als sie sich erträumt hatte. Doch eines war sicher: wenn die Dinge sich so entwickeln würden, wie sie es sich erhoffte, dann würde all die Lernerei und die damit verbundenen Strapazen sich am Ende auszahlen.
Für den Moment hielt sie in ihren Gedanken inne und blinzelte in den kleinen Gartenhof des Anwesens hinab. Sie hatte gemeint Schritte zu hören, doch schien sie sich zu irren. Alte Reflexe, alte Denkmuster, Gewohnheiten und Macken, die sie eigentlich abgelegt hatte, waren dabei wieder aufzukommen, und sie wusste nicht ob das gut war. „Ich verspreche dir dass diese Dinge aufhören … wir müssen an die kleine Lalita denken.“ ihre eigenen Worte die sie an Nadir, ihren Ehemann gerichtet hatte. Sie hatte es damals so gemeint, sie hatte dieses alte Leben wegsperren wollen und hatte es auch getan; weggesperrt in eine prunkvolle Kiste, welche sie sich damals, kurz vor ihrer Abreise aus Thenos, per Kurier nach Menek'ur geschickt hatte. Nun lag sie geöffnet in ihrem neuen Zimmer, der Inhalt sorgsam verstaut wo ihn nicht jeder finden konnte: Ein Paar an Krallenhänden, Phiolen mit seltsamen Substanzen, eine Rüstung, welche ihr damals auf den Leib geschneidert wurde und die überraschenderweise nur etwas enger geworden war im Laufe der Jahre und allerlei andere kleine Utensilien. Dinge, die man für ein Leben in den Schatten brauchte, ein Leben, welches sie doch eigentlich nie wieder leben wollte … oder es zumindest versprochen hatte.
Doch das war damals, wo sie mit Nadir und Lalita ein kleines, beschauliches Leben geführt hatten und nur sie und ihre Familie im Mittelpunkt standen. Es gab keine Politik, keine große Familie, kein schwelender Konflikt mit Letharen … es gab nur ein Zentrum aus drei Personen. Heute war da mehr und damit auch Karis Verantwortung ihrer Familie mit dem besten was sie geben konnte zu dienen – und dies war das Beste. Nadir würde schäumen vor Wut, sie wusste es. Er würde ihr sagen, dass sie sich vollkommen auf Lalita konzentrieren solle, ihr zur Seite stehen und eine gute Mutter sein soll … aber Nadir war nicht da und zumindest im Moment war sie ihm keine Rechenschaft schuldig. Sie würde es, spätestens wenn er nach Menek'ur nachkommen würde und sie ihm alles beichten würde – aber bis dahin lag es an ihr, nicht an ihm.
Sie fröstelte kurz, es wurde langsam immer kälter und sie wünschte sich die Umarmung ihres geliebten Ehemannes, seine Nähe und seine Wärme. Es reichte schon, dass die Nächte ohne ihn sich leer anfühlten, doch in Momenten wie diesen wünschte sie ihn so sehr herbei, dass es beinahe schmerzte. Dann jedoch ging ihr Gedanke wieder zurück in das Hier und Jetzt. Die Schatten waren da, sie umgaben sie erneut und Kari würde wieder in sie eintauchen. Sie würde wieder lügen, sie würde manipulieren und sie würde wieder Opfer bringen – alles zum Wohle ihrer neuen Familie und ihres Volkes. Es war ein altes Denkmuster, eines dass sie fast zwei Jahrzehnte zuvor schon hatte und welches ihr Denken bald wieder beherrschen würde, und es war gut so.
Die einzige Frage welche die Menekanerin nun noch beschäftigte war die, wem sie alles vertrauen konnte. Khalida hatte sie sich anvertraut und ihre Worte waren klar gewesen. „Informiere niemanden vorher darüber – liefere ihnen Ergebnisse und beweise deinen wert“ Doch wem konnte sie noch vertrauen? Offiziell war sie damals als Diplomatin aufgetreten, inoffiziell hatte sie für Aasim Omar als Spitzel, als Informantin und als Diebin fungiert … heute hatte sie keinerlei solchen Status inne und sie bezweifelte dass eine Anfrage an den Emir irgendetwas in diese Richtung bewegen würde, dafür lag ihre Ankunft noch zu kurz zurück. Es schien als ob derzeit niemand fürs erste davon erfahren sollte und dann war da die fast tadelnde innere Stimme die ihr eine Frage stellte: was ist mit deiner Tochter?
Ihre Lippen verzogen sich zu einer kurzen Grimasse. Lalita. Wie viel sollte sie ihr eigen Fleisch und Blut wissen lassen? Ihre Tochter wusste, dass ihre Mutter damals mehr getan hatte als nur Gespräche zu führen; doch Kari war niemals ins Detail gegangen. Heute war ihre „kleine Natifah“ fast erwachsen, verdiente sie dahingehend nicht die ganze Wahrheit? Doch dann war da auch die Frage, ob es ihre Tochter nicht zu sehr belasten würde. Khalida hatte Kari, als diese sie fragte ob sie mit ihr wieder das Kampftraining aufnehmen würde, bereits gesagt, dass es vielleicht besser wäre das Lalita sich keine unnötigen Sorgen um ihre Mutter machte. Doch waren diese Sorgen tatsächlich unbegründet? Wenn die Dinge ihren Lauf nehmen würden, wie Kari es sich wünschte, bewegte sie sich auf einem sehr schmalen Pfad, der steil in die Tiefe führen konnte. War es tatsächlich so abwegig dass ihr etwas zustoßen könnte? Durfte sie sich diesen Risiken überhaupt aussetzen, wenn sie eine Tochter hatte die noch nicht gänzlich Erwachsen war?
Doch dann wiederum, fragte sie sich, was dagegen sprach. Lalita war dabei ihren eigenen Weg zu gehen, wie sie letztens erfahren musste, als das Thema fiel dass ihrer Tochter angeboten wurde im Harem unterrichtet zu werden. Lalita würde bald ihre eigenen Wege wählen und auch wenn ein teil in ihr bei dem Gedanken zusammenzuckte, so war sie doch froh dass ihr ein und alles langsam selbstständig genug dafür war, denn Kari würde nicht ewig ihre Beschützerin sein können. Und so war es vielleicht wirklich besser wenn sie ihre Tochter für den Moment auf ihre eigenen Wege blicken ließ, und sie nicht mit den Problemen und Pfade der eigenen Mutter belastete.
Nachdenklich blinzelte sie hinauf zum Mond, ehe sie sich langsam zu den Treppenstufen wandte, welche hinab zu den zimmern führten. Es war an der Zeit etwas Schlaf zu finden. Die nächsten Tage würde sie der Bibliothek in Adoran des Öfteren einen Besuch abstatten und zu lernen beginnen. Zeitgleich würde sie ihr Training mit Khalida weiter verschärfen, sie musste wieder zu ihrer alten körperlichen Stärke finden … und dann … ja, dann, würde das Spiel erneut von vorne beginnen. Ein Spiel um alles und um nichts. Ein Tanz in den Schatten. Hier fühlte sie sich wohl, hier war sie Zuhause, und für den Moment war es fast so, als sähe sie ihr junges, frühere Ich das ihr zuflüstern würde
„Willkommen zuhause.“
Seit sie ihre einstige Heimat wieder betreten hatte, waren nun einige Tage vergangen. Sie hatte ihre Tochter wieder in ihre Arme schließen können, sie hatte das vertraute Gesicht ihrer engsten Freundin Khalida wiedergesehen und sie wurde so warmherzig und freundlich in ihre angeheiratete Familie aufgenommen, wie sie es sich hätte niemals träumen lassen. Auf der Überfahrt nach Adoran hatte sie sich damals noch Gedanken gemacht, hatte sich gefragt ob ihre Abstammung als Falah ihr Probleme bereiten würde, ob man ihr nicht wohlgesonnen sein würde, weil sie ohne ihren Ehemann zurückkehrte, der stattdessen weit, weit weg von ihr war.
Doch alle Sorgen, alle Bedenken hatten sich mittlerweile in Luft aufgelöst; es war zu keinem einzigen Zwischenfall gekommen und Kari war nun wieder ein teil der Wüste. Zeit wieder zu denken wie einst. Zeit wieder zu handeln wie einst.
Menek'ur, wie auch Gerimor hatten sich verändert. Doch nicht nur von der Landmasse, nein auch von der politischen Situation her hatte sich vieles getan. Als Kari damals das Land verlassen hatte existierte die prächtige Stadt Varuna noch in ihrer vollen Blüte. Die größte politische Macht war das Haus Hohenfels gewesen und die Dinge schienen vergleichsweise simpler. Doch nun war dem nicht mehr so. Jala, eine Menekanerin aus dem Hause Tai, welches mittlerweile nicht mehr zu den großen Familienhäusern zu gehören schien, hatte ihr das heutige Gerimor gezeigt und schon auf dem Fußweg nach Adoran waren ihr die vielen Grenzsteine aufgefallen, die vielen Namen von möglichen Grafschaften, Gebieten und Hoheitsansprüchen. Es schien sich alles weiter ausgedehnt zu haben, die Macht war weiter verteilt und dies bedeutete im Endeffekt, dass sie weitaus mehr nachzuholen hatte, als sie anfangs angenommen hatte.
Wenn sie dort ansetzen wollte, wo sie damals aufgehört hatte, dann würde sie mehr Wissen brauchen. Sie würde mehr über die Geschehnisse der letzten Jahre herausfinden müssen, sie würde den derzeitigen Adel studieren und wenigstens auf dem Papier kennen müssen – wahrlich mehr Arbeit als sie sich erträumt hatte. Doch eines war sicher: wenn die Dinge sich so entwickeln würden, wie sie es sich erhoffte, dann würde all die Lernerei und die damit verbundenen Strapazen sich am Ende auszahlen.
Für den Moment hielt sie in ihren Gedanken inne und blinzelte in den kleinen Gartenhof des Anwesens hinab. Sie hatte gemeint Schritte zu hören, doch schien sie sich zu irren. Alte Reflexe, alte Denkmuster, Gewohnheiten und Macken, die sie eigentlich abgelegt hatte, waren dabei wieder aufzukommen, und sie wusste nicht ob das gut war. „Ich verspreche dir dass diese Dinge aufhören … wir müssen an die kleine Lalita denken.“ ihre eigenen Worte die sie an Nadir, ihren Ehemann gerichtet hatte. Sie hatte es damals so gemeint, sie hatte dieses alte Leben wegsperren wollen und hatte es auch getan; weggesperrt in eine prunkvolle Kiste, welche sie sich damals, kurz vor ihrer Abreise aus Thenos, per Kurier nach Menek'ur geschickt hatte. Nun lag sie geöffnet in ihrem neuen Zimmer, der Inhalt sorgsam verstaut wo ihn nicht jeder finden konnte: Ein Paar an Krallenhänden, Phiolen mit seltsamen Substanzen, eine Rüstung, welche ihr damals auf den Leib geschneidert wurde und die überraschenderweise nur etwas enger geworden war im Laufe der Jahre und allerlei andere kleine Utensilien. Dinge, die man für ein Leben in den Schatten brauchte, ein Leben, welches sie doch eigentlich nie wieder leben wollte … oder es zumindest versprochen hatte.
Doch das war damals, wo sie mit Nadir und Lalita ein kleines, beschauliches Leben geführt hatten und nur sie und ihre Familie im Mittelpunkt standen. Es gab keine Politik, keine große Familie, kein schwelender Konflikt mit Letharen … es gab nur ein Zentrum aus drei Personen. Heute war da mehr und damit auch Karis Verantwortung ihrer Familie mit dem besten was sie geben konnte zu dienen – und dies war das Beste. Nadir würde schäumen vor Wut, sie wusste es. Er würde ihr sagen, dass sie sich vollkommen auf Lalita konzentrieren solle, ihr zur Seite stehen und eine gute Mutter sein soll … aber Nadir war nicht da und zumindest im Moment war sie ihm keine Rechenschaft schuldig. Sie würde es, spätestens wenn er nach Menek'ur nachkommen würde und sie ihm alles beichten würde – aber bis dahin lag es an ihr, nicht an ihm.
Sie fröstelte kurz, es wurde langsam immer kälter und sie wünschte sich die Umarmung ihres geliebten Ehemannes, seine Nähe und seine Wärme. Es reichte schon, dass die Nächte ohne ihn sich leer anfühlten, doch in Momenten wie diesen wünschte sie ihn so sehr herbei, dass es beinahe schmerzte. Dann jedoch ging ihr Gedanke wieder zurück in das Hier und Jetzt. Die Schatten waren da, sie umgaben sie erneut und Kari würde wieder in sie eintauchen. Sie würde wieder lügen, sie würde manipulieren und sie würde wieder Opfer bringen – alles zum Wohle ihrer neuen Familie und ihres Volkes. Es war ein altes Denkmuster, eines dass sie fast zwei Jahrzehnte zuvor schon hatte und welches ihr Denken bald wieder beherrschen würde, und es war gut so.
Die einzige Frage welche die Menekanerin nun noch beschäftigte war die, wem sie alles vertrauen konnte. Khalida hatte sie sich anvertraut und ihre Worte waren klar gewesen. „Informiere niemanden vorher darüber – liefere ihnen Ergebnisse und beweise deinen wert“ Doch wem konnte sie noch vertrauen? Offiziell war sie damals als Diplomatin aufgetreten, inoffiziell hatte sie für Aasim Omar als Spitzel, als Informantin und als Diebin fungiert … heute hatte sie keinerlei solchen Status inne und sie bezweifelte dass eine Anfrage an den Emir irgendetwas in diese Richtung bewegen würde, dafür lag ihre Ankunft noch zu kurz zurück. Es schien als ob derzeit niemand fürs erste davon erfahren sollte und dann war da die fast tadelnde innere Stimme die ihr eine Frage stellte: was ist mit deiner Tochter?
Ihre Lippen verzogen sich zu einer kurzen Grimasse. Lalita. Wie viel sollte sie ihr eigen Fleisch und Blut wissen lassen? Ihre Tochter wusste, dass ihre Mutter damals mehr getan hatte als nur Gespräche zu führen; doch Kari war niemals ins Detail gegangen. Heute war ihre „kleine Natifah“ fast erwachsen, verdiente sie dahingehend nicht die ganze Wahrheit? Doch dann war da auch die Frage, ob es ihre Tochter nicht zu sehr belasten würde. Khalida hatte Kari, als diese sie fragte ob sie mit ihr wieder das Kampftraining aufnehmen würde, bereits gesagt, dass es vielleicht besser wäre das Lalita sich keine unnötigen Sorgen um ihre Mutter machte. Doch waren diese Sorgen tatsächlich unbegründet? Wenn die Dinge ihren Lauf nehmen würden, wie Kari es sich wünschte, bewegte sie sich auf einem sehr schmalen Pfad, der steil in die Tiefe führen konnte. War es tatsächlich so abwegig dass ihr etwas zustoßen könnte? Durfte sie sich diesen Risiken überhaupt aussetzen, wenn sie eine Tochter hatte die noch nicht gänzlich Erwachsen war?
Doch dann wiederum, fragte sie sich, was dagegen sprach. Lalita war dabei ihren eigenen Weg zu gehen, wie sie letztens erfahren musste, als das Thema fiel dass ihrer Tochter angeboten wurde im Harem unterrichtet zu werden. Lalita würde bald ihre eigenen Wege wählen und auch wenn ein teil in ihr bei dem Gedanken zusammenzuckte, so war sie doch froh dass ihr ein und alles langsam selbstständig genug dafür war, denn Kari würde nicht ewig ihre Beschützerin sein können. Und so war es vielleicht wirklich besser wenn sie ihre Tochter für den Moment auf ihre eigenen Wege blicken ließ, und sie nicht mit den Problemen und Pfade der eigenen Mutter belastete.
Nachdenklich blinzelte sie hinauf zum Mond, ehe sie sich langsam zu den Treppenstufen wandte, welche hinab zu den zimmern führten. Es war an der Zeit etwas Schlaf zu finden. Die nächsten Tage würde sie der Bibliothek in Adoran des Öfteren einen Besuch abstatten und zu lernen beginnen. Zeitgleich würde sie ihr Training mit Khalida weiter verschärfen, sie musste wieder zu ihrer alten körperlichen Stärke finden … und dann … ja, dann, würde das Spiel erneut von vorne beginnen. Ein Spiel um alles und um nichts. Ein Tanz in den Schatten. Hier fühlte sie sich wohl, hier war sie Zuhause, und für den Moment war es fast so, als sähe sie ihr junges, frühere Ich das ihr zuflüstern würde
„Willkommen zuhause.“