Eine Reiterhof und ein Lustiges Leben

Naischa
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Eine Reiterhof und ein Lustiges Leben

Beitrag von Naischa »

Viel war gesehen als endlich der Hof fertig aufgebaut war. Taliara entschloss sich den Hof zu verlassen und ihre Zukunft in einem eigenen Hof zu finden, und auch das Glück hat den Hof nicht verlassen. Nach langem Suchen fanden wir sogar einen neuen Knecht der seinen Platz am Hof einnahm und auch die Alberrein untereinander verstand. Doch er war nicht alleine, er hatte eine Bruder, und weil Naischa ihn nicht im Stich lassen wollte entschloss sie kurzer Hand auch jenen bei sich am Hof einzuquartieren. Langsam kam auch das Leben wieder zurück in den Hof durch die beiden neuen Mitglieder der Familie.
Täglich hört man die Hammerschläge an der Schmiede, fröhliches Gepfeife aus der Küche und ab und an auch einen leisen Fluch vom Feld. Pergus genoss die Hilfe und lernte Deragon dem neuen Knecht alles was er wissen musste, und Zolthan der Schmied bekam jede Hilfe die wir ihm geben konnten. Cedric kümmerte sich um die anderen Sachen und war immer glücklich wenn er einen neuen Auftrag bekam.
Als dann auch noch endlich Naischas Traum in Erfüllung ging mit einem Schwarzen Mustang, den sie um viel Gold auf einem Markt erstanden hatte. War für sie die Welt schön in Ordnung.
Eines Tages erschien Malachai mit seinem Schwarzen am Hof und frage Naischa ob sie sich nicht um sein Pferd kümmern möchte. Als dann Naischa sah wie Nachtschatten und Schattenhuf sich gleich verstanden, war für sie nur noch die Antwort JA.
„Ein Hengst eine Stute vielleicht kommt ja ein Fohlen raus?“ meine sie zu Malachai. Wer weiß wer weiß, doch so wie die zwei sich gern hatten war es nur eine Frage der Zeit.

Schon eine Woche war vergangen und sie hörte in der Nacht seltsame Geräusche. Lautes Wiehern und Schnaupen. Naischa schaute nur kurz aus dem Fenster und grinste in sich hinein. „Hoffen wir dass es geklappt hat.“ Murmelte sie eher und verkrümelte sich wieder in ihr Bett.
Und so hieß es jetzt Warten. Die Tragezeit eines Pferdes dauerte fast ein Jahr. Also wie sagt man so schön, Abwarten und Tee trinken.
Pergus Fadel
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Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20

Beitrag von Pergus Fadel »

Pergus war zufrieden, so wie es nun sich tat am Hof.
Deragon war ein guter Knecht ... auch wenn er ihn ab und an schelten musste. Er tat sein Tagwerk wohlgemuts und war brav und lernwillig.

Mehr störten den Pergus die ewigen Hammerschläge, die vom Amboss zu seiner Hängematte rüberschallten. Dennoch war's erträglich. Immerhin war auch Zolthan ein eifriger Mann, der danach strebte, sein Handwerk zur Perfektion zu bringen.

Was Pergus aber mehr noch störte als das schier ewige Hämmern in der Schmiede war das Hufgetrappel, das Wiehern, das schier ständige Liebkosen ... und was weiß noch alles ... der beiden Schwarzen. Nicht mal die Emma machte so viel Lärm, wenn sie zu einem Stier wollte!

Jeden Abend sagte er sich: "Tiere eben", und versuchte, trotz all des ungewohnten Lärms auf dem Hof, eingewickelt in seinen Umhang, in seiner Hängematte einzuschlafen. Irgendwann gelang ihm dies auch ... wenn auch manchmal erst, als die Sonne ihre ersten kargen Strahlen über den Horizont schickte.
Pergus Fadel

Beitrag von Pergus Fadel »

Jener Tag war irgendwie anders als die anderen ... nein, nicht der Tag selbst. Wie immer hatte Pergus sein Tagwerk verrichtet. Anders war jener, der zu später Stunde zum Hof kam.

Bald wurde dem jungen Knecht klar, dass jener, der aus den Wäldern kam, nicht wusste, was "spielen" ist. Vielleicht ein wenig, als ihm Naischa dies am Beispiel von jungen Wölfen zu erklären versuchte, doch wirklich wusste er es nicht.

Pergus betrübte dies zutiefst. Wie konnte einer nur leben und Spaß am Leben haben, der nicht wusste, was Spielen ist?

Genauso wie jener, der sich Dachs nannte, sich wohl wünschte, Naischas vom Feuer gezeichneten Arm wieder zu bessern, wünschte sich Pergus, jenem Dachs vermitteln zu können, was "spielen" ist.

Bevor Pergus an jenem Tag in seiner Hängematte draußen in der immer noch stickigen Nacht einschlief, dachte er noch lange darüber nach.
Pergus Fadel

Beitrag von Pergus Fadel »

Er spürte eine immense Last, eine Last, die er nicht haben wollte.
Früher hatten sie viel gespielt, er und Naischa.
Jetzt war alles nur noch Arbeit - Arbeit - und nichts als Arbeit.
Das Feld war viel größer, viel mehr Futtertröge standen herum, die es alle galt aufzufüllen.

Die Hühner galt es zu rupfen, um Aufträge zu erfüllen, die um die 20 oder 30 Kisten an Federnbestellungen groß waren.

Nichts von der früheren Leichtigkeit war geblieben und jeden Tag fiel er völlig erschöpft in seine Hängematte.

Manchmal wünschte er sich mit Onkel Cedric zu gehen, in ein weit entferntes Land, weit weg von diesem Hof und sie mal merken zu lassen, wie viel Arbeit daran hing.

Verbittert kletterte in jenen Tagen in die Hängematte, draußen auf dem Vorbau.

Wo blieb Deragon, der ihn anfänglich so gut unterstützte?
Wann würde wieder Zeit bleiben für eine gemütliche Jagd, um seine Fähigkeiten, einen Bogen zu führen, zu verbessern?


All die Worte, die er an die anderen gerichtet hatte, schienen nicht viel zu nutzen. An ihm blieb die ganze Arbeit hängen.
Er überlegte, wie man dies ändern könnte.
Sollte er wirklich weggehen für einige Wochenläufe? Mondläufe? Um den anderen einmal zu zeigen, was er alles tat für den Hof?
Mussten sie wirklich daraus lernen, wie ihre Tiere im gefährlichen Sumpf jämmerlich krepieren würden - wertvolle Tiere, die besten Tiere aus Naischas Zucht?


Zutiefst im Zwiespalt schlief er an jenem Tage ein, unruhig und ohne Entscheidung.
Naischa

Beitrag von Naischa »

Tag ein Tag aus beobachtete sie Pergus aus ihrem Turmzimmerchen und überlegte wie sie ihm helfen konnte. Er arbeitete wie ein besessener um den Hof am laufen zu halten. Sie half ihm wie es ging. Die Trauben, Bäume, Futtertröge auffüllen. Pferde einfangen doch war es einfach nicht genug. Sie wusste schon nicht mehr was sie tun solle.
Deragon fehlte das stand fest. Wo war er?
Nicht mal einen Brief oder eine Kurze Mündliche Nachricht eines Boten.

Ja es war nur noch Arbeiten am Hof, kein Spieln mehr, kaum noch lachen. Nur noch harte Gesichter die das Tagwerk verrichteten.

Wie konnte sie das ändern? Sie wusste es einfach nicht.

Sie konnte nur mehr Freude und spass machen. Doch das würde es auch nicht ändern. Verzweifelt lies sie sich in ihren Polstern im Turm nieder und überlegte weiter. Traurig lauschte sie dem schnarchen von Pergus als er sich hinlege.
Ja, sie merkte das er nicht mehr der Selbe war.
Wir müssen wieder lachen.
Wenn Enya von ihrer Reise zurück kommt werden wir das in angriff nehmen. Solange müssen wir noch durchhalten, zusammen halten und das beste aus dem ganzen machen.
Traurig legte sie sich nieder und wenn man ganz genau hinhört, wird man sie weinen hören. Die trauer in ihr konnte si enicht mehr zurück halten.
Pergus Fadel

Beitrag von Pergus Fadel »

Er träumte ... träumte von dem ungefähr sieben Jahre alten Buben, den er am Hofzaun antraf.
Er wollte so gern spielen, doch fand er niemanden, der mit ihm spielen wollte. Sein ganzes Leben schien besessen davon, Federn und Pilze zu suchen, um sich damit ein wenig Gold zu verdienen.
Er, der schon so alt war, doch im Herzen immer noch ein Kind, liebte es zu spielen, egal was es war.
Doch ein Kind zu treffen, welches nicht einmal wusste, was Fetztenlaberlschupfen war, betrübte zutiefst sein Herz.

Die Nacht übermannte seinen Körper, der zutiefst müde war, doch sein Geist fand keine Ruhe. Zu viel ging ihm durchs Gehirn, zu viel beschäftigte seine Gedanken. Die Aufträge. Die Kundschaft, die Handelsabkommen. Aber ganz besonders jener Bub, der da so in seinen Lumpen am Hofzaun gestanden hatte.
Cedric Mervis
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Beitrag von Cedric Mervis »

Dunkle Wolken zogen über den Hof auf, als Cedric Abends Heim kam. Eine weile dauerte es eh Cedric sich ein Überblick verschaffen konnte, was überhaupt passiert war. Kurz huschte ein Grinsen über seine Züge, das Thema war mal wieder eins für sich, sicher meinten es Naischa und Pergus mal wieder gut, doch in Sachen Liebe sollte sie sich lieber nicht einmischen.
Die Worte flogen nur so über den Hof, nach einigen Momenten des Diskutierens macht Cedric dann den Vorschlag sich auf die Suche nach Dergon zu machen. So stimmten alle zu und Cedric ging in seine Kammer um seine Sachen zu packen, als diese getan war ging er noch in die Küche, ass und trank noch mal vernümpftig. Kaum das er fertig war, verabschiedete er sich auch schon vom allen und machte sich auf den Weg.

Sein erster Weg führte ihn zum einigen Boten, die er anheuerte bei der Suche zu helfen. Der erste Tag der Suche verging wie im Fluge, so traffen sich alle Abends um Information am Lagerfeuer auszutauschen. Doch gab es noch keine Spur von dem, den sie suchten, so ass und trank man in aller ruhe was, um später vor erschöpfung am Feuer einzuschlafen.....
Pergus Fadel
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Beitrag von Pergus Fadel »

Als alle schon schliefen, ging Pergus in den Stall zur Emma, um sich mit der braunäugigen Kuh zu beraten.
"Es is alles so verzwickt. Zerst will die Enya den Zolthan heiraten - hots gsogt. I sog des dem Zolthan, der lasst alles falln und is unkonzentratiert. Dann sagt die Enya wieder, sie kann eahm do ned heiraten, weils no mit dem Dergagon lelilierd is. Des heißt "zsammen", Emma. Der Zolthan stellt sei Schmied mit schwere Steinregal zu ... keiner weiß warum. Und die Enya schaut drein, als hätt man ihr die Kasnocken wegg'nommen."
Emma schleckt Pergus über das Gesicht.
"I weiß, renkt sich alles wieder ein, oba drüber müss ma eben reden."
Leicht grinsend sieht er die alte Zuchtkuh an.
"Oba es wär doch schön, wenn die Enya mit dem Zolthan amoi Deckerlessen tät."

(ooc: "Deckerlessen": Translation des anglizistischen Wortes "Picknick")
Deragon Kuerzer
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Beitrag von Deragon Kuerzer »

Ein Bote erreicht Deragon Kuerzer in großer Entfernung am Hofe seines Vaters.

Er übergibt dem Boten drei Nachrichten.


Die erste ins Enya gewidmet:

"Hallo Enya,
es tut mir leid, das ich mich so spät erst auf diesem Wege bei dir melde. Meinem Vater geht es nicht gut und braucht jemanden, der ihn pflegt. Bis es ihm besser geht. Ich kann dir leider nicht sagen, wann ich wieder bei dir sein kann. Ich bin dir nicht böse, wenn du nach all der Zeit nicht mehr so fühlst, wie es vorher mal der Fall war...

Mit Lieben Grüßen,
Deragon Kuerzer"


Eine weitere Botschaft ist an Zolthan Kuerzer gerichtet.

"Hallo Bruder,
ich hoffe deine Gedanken sind ab und an bei unserem Vater, ihm geht es wirklich nicht sehr gut. Ich hoffe er kann sich bald wieder erholen. Ich tue mein bestes, ihn so zu pflegen, wie er es verdient hat. Ich werde mich bei dir melden, wenn sich etwas an seinem Zustand ändern sollte.

Mit herzlichen Grüßen,
Deragon Kuerzer"


Die letzte Botschaft ist an Naischa und dem Reiterhof gerichtet:

"Hallo Naischai, Pergus und Cedric,
ich hoffe ich habe euch nicht so viele Sorgen bereitet... Ich habe in aller früh die Nachricht von unserem Vater bekommen und bin umgehen in den frühen Morgenstunden aufgebrochen. Ich würde euch gern weiter auf dem Hof unterstützen, aber momentan erfordert etwas wichtigeres meine Aufmerksamkeit. Ich weiß noch nicht wie lange ich weg sein werde. Ich hoffe man sieht sich bald wieder.

Liebe Grüße an alle,
Deragon Kuerzer"
Zuletzt geändert von Deragon Kuerzer am Samstag 19. Oktober 2013, 21:23, insgesamt 1-mal geändert.
Naischa
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Beitrag von Naischa »

Als der Bote ans Tor klopfte und Naischa die Briefe entgegennahm schaut sie nicht schlecht als sie den Absender sah.

Der eine war an Zolthan gerichtet, den sie in die Schmiede lag. Sodas er ihn gleich erblickte, der zweite an Enya und der dritte an Pergus und Naischa.

Der an sie gerichtet war wurde gleich geöffnet und laut vorgelesen, aus auch Enya ihren vorgelesen bekam. War einiges Klarer.

Sofort schickte sie einen Boten los um Cedric zu suchen. Er soll ihm ausrichten das Briefe von Deragon eingegangen wären und er nach Haue kommen kann.
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Zolthan Kuerzer
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Beitrag von Zolthan Kuerzer »

*Als Zolthan den Morgen in die Schmiede kam, sah er den Brief auf dem Amboss liegen, er bekam nicht oft Post, und wenn nur von Lieferanten, doch war ihm keine neue Lieferung bekannt, so ging eher näher heran und erkannte schon direkt die Handschrift der ihm wohl vertrautesten Person die es gibt, die seines Bruders Deragon*

*Gefasst begann er die Zeilen zu lesen und kurz darauf begannen Tränen sein Gesicht hinunter zu laufen, zum Einen, weil er endlich Nachricht von seinem Bruder bekam, und nun wusste, dass es ihm gut geht, zum Anderem ob der schlechten Nachrichten um seinen Vater, welcher vor einiger Zeit schon seine rechte Hand verlor, was ihm verweigerte weiter den Beruf des Schmiedes auszuüben, dem Zolthan so nacheiferte*

*Kurze Zeit später hörte man schon wieder die Hammerschläge aus der Schmiede über den Reiterhof schallen, lauter, kraftvoller und schneller denn je, angepeitscht von diesen Nachrichten sah er nur noch ein Ziel vor sich, die Kunst der Rüst- und Waffenschmiedekunst zu perfektionieren, um seinen Vater alle Ehre zu machen, da ihn eine Angst beschlich, das dieser es vielleicht nicht mehr erleben könnte, wenn sein Zustand sicher weiter verschlechtere ....*
Pergus Fadel
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Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20

Beitrag von Pergus Fadel »

Der Tag war unglaublich.
Eine neue Magd hatte sich tatsächlich auf die Aushänge gemeldet, aber
noch unglaublicher war ...
ein einfacher Handel mit einer Thyrin ...
Pergus begleitete sie bis zu dem riesigen Hof.
Er staunte nur über diese riesige Kochstube, die ihm so groß erschien, wie ihr ganzer Hof.

Was ihn aber vollends aus den Stiefeln schmiss - die er gar nicht an hatte - war, dass ihm die Thyrenbäuerin eine Kuh schenkte, als Dank für den guten Handel.
Eine thyrische Kuh! Ihre Euter waren wohl zehn mal größer wie die von der Emma. Und ihr Gemüt war ziemlich eigenwillig, das merkte Pergus sehr bald.
Trotzdem war dieses Tier wunderbar und niemals, niemals würde dies geschlachtet werden.
Gast

Beitrag von Gast »

Sie Blickte sich am Hof um und nickte zufrieden. Schon wieder nichts mehr zu tun, seitdem sie nun eine Magd gefunden hatten, die Deragons Verlust etwas kompensierte. Bei dem Gedanken an ihm wurde ihr etwas flau im Magen. Sie vermisste Deragon. Irgendwie hatte sich mit der Zeit aber wohl die Art verändert. Sie hatte ihn ungemein gern, und er würde immer einen Platz in ihrem Herzen haben. Von lieben konnte man aber wohl schon etwas länger nicht mehr reden. Sie wusste schon kaum noch wie er aussah oder roch. Sich dem bewusst zu werden hatte einiges gebraucht. Mit wem konnte sie darüber auch schon Reden? Es war so viel zu tun das sie nicht oft Zeit hatte etwas weiter weg vom Hof zu kommen. Ihre aller liebste und beste Freundin Jana wohnte nicht mehr in dem Haus in Adoran. Sie wusste nicht wo sie nun zu finden war. Im Bunten Kessel hatte sie auch bei ihren letzen besuchen kaum ein bekanntes Gesicht gesehen. Sie mochte Naischa und Pergus sehr, sie waren nun ja ihre Familie, aber über gewisse Dinge konnte man mit ihnen einfach nicht reden. Ihnen fehlte einfach die emotionale gewisse Reife. Pergus würde sie mit seinen Wortverdrehereien noch irgendwann in den Wahnsinn treiben. Cedric war eine Geschichte für sich. Zolthan war der einzige mit dem sie reden konnte. Gerade ihm anzuvertrauen, dass sie seinen Bruder nicht mehr liebte, kostete sie aber sehr viel Überwindung. Sie hatte Angst vor seiner Reaktion gehabt. Die Realität hatte sie dann aber doch verwirrt. Er war ihr in keinster weise Böse. Irgendwie hatte er sich sogar gefreut oder war erleichtert? Seit dem Gespräch war ihr Verhältnis zumindest merkwürdig. Es gab immer wieder verlegende Momente. Pergus geplapper schien das alles noch zu verschlimmern.

Dieses gehämmer würde sie irgendwann noch in den Wahnsinn treiben. Sie musste einfach Weg. Am besten den Keller aufräumen. Sie hatte eh nur grob den Dreck weggeräumt den Ashtars Besuch verursacht hatte. Das sollte sie auf andere Gedanken bringen. Sie schnappte sich also einen Besen und begann den Staub zusammen zu fegen. Die Kissen gehörten auch wieder aufgeschüttelt.
Die stille da unten machte es aber nicht gerade besser ihren Gedanken zu entrinnen. Sie wusste selbst nicht so genau warum es ihr so zusetze Zolthan so zu sehen. Es schmerzte sie sehr ihn so leiden zu sehen. Man sah ihm an wie der Zustand seines Vaters ihn belastete. Wie verbissen die Angst ihn zu verlieren ihn antrieb. Er schlief kaum noch, aß und trank für ihren Geschmack zu wenig. Gönnte sich einfach nicht die geringste Ruhe. Am liebsten würde sie ihm manchmal alles aus der Hand nehmen, ihn in den Arm nehmen und ihm sagen das alles wieder Gut würde. Irgendwie wurde ihr bei der Vorstellung warm ums Herz.

„Au! Verfluchter Trollmist!“ Sie blickte auf den Glassplitter in ihrer Hand. Oh nein verdammt. Sie hatte beim aufräumen eine der Scherben übersehen, die entstanden waren als Ashtar neulich eine der Phiolen mit dem Gift zerbrochen waren. Panisch das Gift schon in ihrem Körper fühlen lief sie Treppe herauf. Natürlich mussten ausgerechnet jetzt doch alle tief und feste Schlafen. Sie rannte so schnell es gerade ging zu ihrer Haselnuss, überall wohl Bluttropfen verteilend auf dem Küchenboden bis hin zum Tor. Zog sich mit aller Kraft auf ihre kleine. „bring mich zu Ashtar! Schnell!“
Gast

Beitrag von Gast »

Das Pferd preschte durch die Dunkelheit. Sie betete das Ashtar auch zu Hause war. Nach einer gefühlten Ewigkeit glitt sie leicht benommen und mit zittrigen Knien vom rücken ihrer Kleinen. Nur grob hatte sie eine Bandage um die Verletzung gewickelt um mehr schlecht als recht die Blutung zu stoppen. Mit der gesunden Hand pochte sie panisch vor die Türe. Erleichterung machte sich in ihr breit als sie seine Stimme vernahm. Er wirkte erst verwundert über ihren nächtlichen Besuch, begriff aber sehr schnell, dass mit ihr etwas nicht stimmte. Er konnte sie gerade noch auffangen als ihre Füße den Dienst versagten. Als sie ihm erklärte was geschehen war griff er gleich nach ihrer verletzen Hand und nahm sich ihrer Verletzung an. Ashtar machte sich heftige Vorwürfe schuld an ihrem Leiden zu sein. Er ist ein so liebenswerter Mann. Sie fühlte sich sehr wohl in seiner Gegenwart. Sie hatte ihn wirklich gern gewonnen. Nur seine überhöfliche Art ging mal gar nicht. Ständig dieses Frau oder Fräulein vor ihrem Namen war ja schon schlimm. Aber nun entschuldigte er sich auch noch ständig für das was geschehen war. Für ihre schusseligkeit konnte er doch nicht das geringste. Und schon garnichts für das Gefühlschaous das in ihr herrschte. Oder er Fragte umständlich ob er dies und jenes mit ihr machen durfte. War sie die Heilerin hier? Er sollte doch nur einfach das tun was sie wieder gesund machte. Ihr war es egal ob er sie dabei berühren musste, sich einem Teil ihrer Kleider entledigen oder er das Gift mit seinen Lippen heraussaugen wollte. Es war ja nicht so dass er dabei irgendwelche Hintergedanken hatte. Sie blickte ihn nur mit glasigen Augen zu, wie er verzweifelt versuchte das Gift heraus zu saugen. Es half leider nicht viel. Schließlich brachte er sie ins Haus. Er musste ihr ein Gegenmittel geben. Direkt in ihr Blut. Er zog einen etwas unförmig scheinenden kleinen balg aus seiner Tasche sowie eine längliche Metallkanüle, welche innen hohl war. Die wirklich gruselig wirkende primitive Aperatur einer Spritze machte ihr panische Angst. Sie zitterte am ganzen Leib. Er musste sehr lange beruhigend auf sie einreden um ihr die Angst zu nehmen. Seine sanfte Stimme schaffte es schließlich dass sie ruhiger wurde und er unter jammern ihr die Injektion setzen konnte. Wie sehr wünschte sie sich in diesem Moment Lethalon herbei.
Sie war einfach nur müde und völlig geschwächt. Sie wollte einfach nur noch schlafen. Nach Hause hätte sie es in ihrem Zustand nicht mehr geschafft. So behielt er sie bei sich. Richtete ihr ein Bett her. Sie schloss ihn lieb in die Arme ehe sie todmüde auf die Laken glitt. Ashtar deckte sie noch zu, eher sie ins Reich der Träume entschwand.
Pergus Fadel
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Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20

Beitrag von Pergus Fadel »

Als Tante Amelie da war und in der Stube ihrem Handwerk nachging, er selbst nichts zu tun hatte und den Blick durch den Raum schweifen ließ, entdeckte er die Blutstropfen am Boden.
"Naischa, host du a Hendl gschlacht?" fragte er.
"Hob i ned", antwortete sie ihm.
Pergus holte sich einen Lappen, feuchtete ihn an und versuchte, die schon etwas eingetrockneten Blutspuren aus dem Holzboden zu reiben.
Niemand maß dem weitere Bedeutung zu, es würde sich wohl bald klären.

Als er sich an jenem Tag in seine Hängematte legte, konnte er nicht einschlafen. Dieses Blut ... er konnte es sich nicht erklären. Also stand er noch einmal auf und betrachtete die verwischte Spur, die noch wage am Holzboden erkennbar war.
Sie führte von vor der Türe durch die Türe und dann bis zum Kellerabgang.
Weiter folgte er ihr in den Keller.

Tatsächlich entdeckte er auch dort Blutstropfen, die plötzlich irgendwo endeten. Seltsam.

Pergus Gehirnwindungen ratterten auf Hochtouren.
Im Keller wurde nicht geschlachtet, also konnte es nur ein Mensch sein, der sich hier verletzt hatte. Wohl nicht schwer, aber doch.
Er konnte sich keinen Reim drauf machen.

So blieb ihm nur eines: den morgigen Tag abwarten. Die Leute vom Hof fragen, ob sich irgendwer im Keller verletzt hätte.

Mit einem unguten Gefühl schlurfte er hoch zu seiner Hängematte, wickelte sich in die Felle und versuchte einzuschlafen, was ihm nach einigen kräftigen Schlucken Zwergenbier auch gelang.
Zuletzt geändert von Pergus Fadel am Sonntag 27. Oktober 2013, 02:37, insgesamt 1-mal geändert.
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