Feuer, Erde, Wasser, Luft
Feuer, welches mir aus den Tiefen des Bodens entgegen schlug, meinen Leib umringte und die letzten Fetzen Kleidung, welche mich vor der Welt schützten, zerfetzte. Diese unerträgliche Hitze, dieser Schmerz. Ich ließ mich treiben von meinem Lebenswillen, treiben in eine mir unbekannte Welt, gepeitscht von Glut in meinen Rücken.
Erde, welche sich vor mir auf tat und die Wände in sich aufsaugte, als wäre es eine übliche Vorgehensweise. Es kamen nur zwei, vielleicht drei Schritte zusammen, bevor mein Körper den Halt verlor und die Arme den Weg voran bestimmten. Die Felsbrocken an der Wand dienten als ausgezeichnete Klettervorrichtung, bevor sie das Beben in kleine Teile zerfetzte. Es erinnerte mich an Übungen, die ich jüngeren Jahren machen musste. Auch dort hatte ich die Befürchtung, mein Leben zu lassen, jedoch war sie an diesem Tage größer. Ich konnte kaum atmen, durch den Staub, der sich in meine Lungen schlich und alles verdichtete, doch das sollte nicht mein Ende sein.
Wasser, welches sich mein Leib am meisten wünschte, kam ich mir doch so vor, als würde ich austrocknen und zerfallen wie die Welt um mich herum. Ich hörte, wie die Schwester hinter mir zu Boden ging und mein Kopf riss herum. Meine Augen waren aufgerissen, blinzelten jedoch so oft, das ein klarer Blick unmöglich gewesen wäre. Ich glaube sie wurde in die Tiefen gerissen, von einem riesigen Felsen, welcher von der Decke kam. Schwach.
Luft, welche ich am meisten benötigte. Der schmale Gang der Höhle hatte sich zugezogen und es waren nur noch meine Finger, die den Weg bestimmten und der kleine Luftzug, den ich im Gesicht merkte, nur noch nicht in den Lungen aufnehmen konnte, ohne einen Haufen Staub mit zu nehmen. Es war mir egal, dass ich diesen Weg nun alleine ging und es war mir auch egal, das meine Ausbildung noch nicht abgeschlossen war und dieser Gang, auch ohne das ich ihn sah, nicht der Gang ist, den ich hätte gehen dürfen. Mein Ziel war es, zu überleben und das tat ich.