In letzter Zeit lief das Geschäft mit den Belagerungswaffen eher schleppend als das es sonderlich Gewinn abwarf. Schon den ganzen Tag brütete Brikks über Plänen und Zeichnungen von Belagerungsgeräten aller Art. Es machte fast den Anschein als habe derzeit niemand wirklichen Bedarf an größeren Maschinen. Der letzte Auftrag lag schon eine ganze Weile zurück.
Brikks musste sich etwas einfallen lassen wenn er und sein Freund Fred nicht verhungern wollten. Wieder nahm er den kleinen Stummel des Kohlestiftes zur Hand und legte sich eine neue Seite Pergament auf den Tisch. Hinter ihm stapelten sich schon die zusammengeknüllten Zeichnungen. Er brauchte dringend eine neue Idee.
Viele Stunden vergingen. Brikks zermarterte sich schon eine gefühlte Ewigkeit das Hirn. „Was kann jeder brauchen,was es noch nicht gibt?!“ ,murmelte er vor sich hin und schaute eine Weile lang aus dem Fenster. Die Sonnenscheibe ging schon langsam unter als er von lautem Lärm aus seinen Gedanken gerissen wurde.
Das Hafenviertel war nicht der leiseste Ort. Erst recht nicht wenn Abends die Fischer heim kamen um im nahen Freudenhaus ihr verdientes Gold zu verhuren. Aber diesmal war es doch besonders laut!
Brikks stand auf und Blickte aus dem Fenster. Vor einem der nahen Häuser stand eine kleine Abordnung Gardesoldaten und pochte gegen die Tür der kleinen Hütte. „Aufmachen sofort!“ bellte eine Stimme im Befehlston los. Niemand antwortete.
Brikks schob den alten Vorhang etwas zur Seite um besser sehen zu können. Eigentlich war er kein sonderlich schaulustiger Geselle. Aber das dort hatte nun seine volle Aufmerksamkeit.
Eine Weile noch bollerten die Soldaten gegen die Tür dann jedoch machte einer von ihnen einen Schritt nach hinten. Der Gedudsfaden schien gerissen und schon versuchten sich die Gardisten daran die Tür einzutreten.
Leider hatten sie die Rechnung ohne die mit Eisenbeschlägen versehene Eisentür gemacht und so dauerte es nicht lang und einer der Gardisten hielt sich vor Schmerz grimmig drein schauend den Fuß.
In diesem Moment erhellte sich Brikks Gesicht. Nicht weil er der Schadenfreude anheim gefallen war.Nein! Das Unvermögen oder vielmehr die stabile Tür des Nachbarhauses und der schmerzenden Fuß des armen Gardisten hatten ihm unverhofft einen Geistesblitz verschafft.
Sofort wendete sich Brikks zu seinem Tisch um. Was draußen vor sich ging interessierte ihn nicht mehr. Eilig fing er an seine Idee auf das Pergament zu kritzeln. Mit einem Rechenschieber schob er immer wieder kleine Perlen hin und her um Berechnungen anzustellen.
Es dauerte eine ganze Weile bis er alles zu Pergament gebracht hatte. „Was kann jeder brauchen und vorallem wett hilft kaputte Füß vorzubeugen?“ murmelte er zufrieden als er seine Zeichnung betrachtete.
„Genau! Die Brikks Handramme für den von den fußgeschädigten Gardisten!“ Auf dem Pergament war ,wenn auch künstlerisch nicht ganz einwandfrei eine kleine Apparatur zu sehen , die im wesentlichen einem großen Rammbock nachempfunden war. Nur das dieses Gerät nicht geschoben werden musste und mit einer Länge von gerade mal einem guten Schritt bequem von zwei Leuten geschwungen werden konnte. Vorne hatte Brikks einige Anmerkungen daneben gekritzelt. „Stahlverstärkter Kopf“ oder „Tragegriffe“ konnte man lesen.
[img]http://images.zeno.org/Brockhaus-1911/I/big/bk10756b.jpg[/img]
Sorgsam rollte Brikks seinen Bauplan zusammen und ging nun deutlich besserer Laune zu Bett. Gleich am nächsten Tag ging er los und besorgte sich die erforderlichen Materialien. Einen festen und gut abgelagerten Eichenstamm hatte ihm sein Freund Fred, mit dem er zusammen die kleine Werkstatt betrieb, schon passend zurecht gesägt und bearbeitet.
Ruhig wanderte sein Blick über das Dunkle Holz, kurz ließ er prüfend die Hand über die Maserung wandern. „Perfekt!“ sagte Brikks zu sich selbst und wuchtete den etwa einen Schritt langen recht dicken Stamm rüber zu seinem Amboss und legte ihn darauf ab. Die Esse hatte er schon direkt nach dem aufstehen befeuert so das sie eine ordentliche Temperatur hatte um den erforderlichen Stahl für die Beschläge zu fertigen.
Wummert klangen die Hammerschläge an jenem Tag aus der Werkstatt hinaus auf die Straße. Brikks schwitze Rotz und Wasser während er die Beschläge in Form brachte. Dann nahm er schwere eiserne Nieten hervor und machte sich daran die doppelt verstärkten Stahlplatten an der Front des Stammes zu vernieten. Der Kopf der Handramme würde der meisten Belastung stand halten müssen. Mit zwei Mann, jeder an einem Handgriff, würde das einiges an Kraft zusammen kommen.
[img]http://img3.fotos-hochladen.net/uploads/handramme1zmxwj3po6s.jpg[/img]
Anschließend fertigte Brikks an seinem Amboss zwei dicke,stählerne Handgriffe. Alle einzelnen Werkstücke prüfte er zweimal auf eventuelle Schwachstellen, was bei der Bearbeitung des Metalls schon mal passieren konnte. Als er jedoch keine finden konnte,nickte er zufrieden und machte sich daran die Griffe einmal links und einmal rechts an den Körper des Stammes anzuschrauben.
Den beschlagenen Rammkopf bearbeitete er abschliessend noch mit etwas Waffenöl gegen den Flugrost. Ebenso die Griffe wurden dieser Prozedur unterzogen.
Brikks trat einen Schritt zurück um sein Werk kritisch zu begutachten. Fred hatte ihm einen guten Stamm rausgesucht, schön gerade und absolut unverwüstlich.
„Irgendwas fehlt da abba noch Brikksi!“ ,faselte er etwas außer Atem vor sich her und tupfte sich die Stirn mit seinem karierten Taschentuch.„Ah ich weeß! So ane Handramme bracht ja auch anen Namen ne oder so oder sowieso?!“Brikks schnappte ein Brenneisen aus der Esse und machte sich daran seinen Namen einzubrennen „Ich nenn dir einfach die Handramme Brikks! Ich will och immer mit man Holzkopf durche Wand...und du willst durche Tür! Passt!“
Das fertige Werkstück legte Brikks dann sorgsam auf den Tisch und ließ sich erschöpft auf seinem Stuhl nieder. Vielleicht würde diese Erfindung ja das Geschäft ankurbeln. Wer konnte das schon wissen? Aber er war frohen Mutes das diese Erfindung die Arbeit jeder Wache deutlich erleichtern würde. Erst recht wenn es mal wieder um eine Hausdurchsuchung ginge!
[img]http://img3.fotos-hochladen.net/uploads/handramme28xb495krfp.jpg[/img]
Tagebuch eines Erfinders
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Gast
Tagebuch eines Erfinders
Zuletzt geändert von Gast am Sonntag 24. März 2013, 17:44, insgesamt 2-mal geändert.
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Gast
Tag und Nacht schufteten Brikks und Fred nun schon. Ein Glück waren sie beide schon seit langem ein eingespieltes Team und Cirmias hatte sich wohl etwas dabei gedacht sie beide zu erretten. Die Thyren schoben es zwar auf ihre Geister. Aber auf irgendwelche ketzerischen Götzen wollte Brikks nichts geben. Die Thyren erzählten zwar ständig davon das sie nur durch die Hilfe ihrer Geister dieses Stück Insel erhalten konnten vor dem Untergang, aber so oft wie sie dieses Ritual erwähnten, wurde Brikks langsam das Gefühl nicht los das dieses Ritual überhaupt erst die Insel hatte bersten lassen. Und nun wollten sich diese dumpfen Riesen raus reden!
Brikks hatte noch nie sonderlich viel für Angehörige anderer Völker übrig gehabt aber jetzt da er hier fest saß, hatte er unfreiwillig Einblick in die seltsamen Bräuche und Tugenden.
Nicht zuletzt bezechte man sich und beschwerte sich mehr als einmal bei den beiden das die Hämmerei zu laut war. Es schien auch niemanden sonderlich zu beunruhigen was vor sich ging. Selbst einige der Menschen die überlebt hatten schienen sich freiwillig in die Obhut dieser sogenannten Geister zu begeben.
Nein! Da würden Brikks und Fred nicht mitspielen. Cirmias war ihr Schutzpatron und da Cirmias der Herr des Handwerks war, würden sie sich auf eben genau das verlassen. Nicht auf irgendwelche fadenscheinigen Geistergeschichten.
Sie hatten eine ganze Weile hin und her überlegt, Pläne auf Tierhäute gezeichnet und wieder verworfen. Anfangs wollten sie ihr „Nichtschwimmboot“ bauen. Aber als den beiden keine Lösung für die fehlende Luft unter Wasser einfallen wollte, hatten sie umgeschwenkt auf eine zweirümpfige Bootskonstruktion die den brausenden Wassermassen stand halten sollte.
Als sie jedoch erfuhren das man scheinbar die Richtung kannte in die jener Inselrest trieb, verwarfen sie auch diese Idee in ihrer urpsrünglichen Umsetzung. Wieder schien es niemanden groß zu beunruhigen das die Insel mit Gerimor kollidieren würde. Irgendwer hatte mit einem Sextanten die Richtung bestimmt. Brikks hätte das gerne überprüft, dafür hatte er aber zu viel mit seinen eigenen Plänen zu tun.
Fest stand wenn die Insel kollidieren würde, dann wollte er auf gar keinen Fall auf der Insel selbst sein. Auch Fred war dieser Meinung.
Er hatte diesen tumpen Leuten noch versucht mit einer kleinen Vorführung zu zeigen, was passieren könnte wenn diese beiden Landmassen zusammen stießen. Aber auch hier wurde es entweder nicht verstanden oder abgetan, damit das diese ominösen Geister es würden richten. Vielleicht war dem so...vielleicht aber auch nicht. Hier bleiben und es raus finden war jedenfalls keine Option für die beiden.
So vergingen die Tage und sie hatten ihr kleines Boot fast fertig. Irgendwo hatten sie sogar ein paar Eisenbeschläge aufgetrieben mit denen sie den Rumpf verkleideten. Ein festes Segeltuch war auch schnell gefunden.
Das Boot zu bauen war nicht das schwierigste, war Fred doch viele Jahre als Schiffszimmermann tätig gewesen. Probleme machten Brikks eher die Berechnungen für die Verankerung an Land. Ohne einen Rechenschieber war das nicht ganz einfach für ihn. Aber er konnte wohl kaum erwarten das diese langen Riesen auch nur Ansatzweise wussten was das war, deswegen fragte er erst gar nicht nach.
Manchmal passierte es ihm das er aufgrund des Hafenschnacks den er redete mitunter für dämlich gehalten wurde. Bei den Thyren war er sich jedoch sicher das diese nicht nur dämlich redeten sondern auch dämlich waren! So ruhig wie diese blieben. Na,wenn er mit seinem Wohnzimmer im Meer treiben würde, würde er vermutlich auch nur mühsam in die Gänge kommen. Und würde vermutlich auch nichts unternehmen abzuhauen!
Der Plan der beiden sah vor an Land eine tief im Erdboden sitzenden Verankerung zu erbauen an der sich ein über 1000 Schritt langes, sehr dickes Tau befand. Dieses Tau würde mit der Insel und dem Boot verbunden sein. So würde die Insel das Boot hinter sich her ziehen. Wenn es jetzt zur Kollision mit Gerimor käme, wären Brikks und Fred fein raus und würden die anderen Überlebenden aus der Ferne beim Absaufen beobachten könnten. Eine Landmasse würde übrig bleiben und die beiden würden dort anlegen.
Aufgrund dessen das sie ihren ganz genauen Standort auf dem Meer nicht ausmachen konnten , hatten sie davon abgesehen einfach in See zu stechen. Sie würden unweigerlich vom Kurs abkommen. Da die Insel aber scheinbar einen direkten Kurs auf Gerimor nahm, würden sie so am besten fahren. Wenn die Frau die gesagt hatte das es auf Gerimor zu ginge, Recht hatte.
Aber selbst wenn alles umsonst war, taten sie etwas gegen ihre Langeweile und noch viel wichtiger war....sie taten etwas das Cirmias gefällig war in diesen von dunklen Geistern beherrschten Land.
Sie vollführten ihr Handwerk! Schmiedeten Stahl, bearbeiteten Holz und feuerten die Esse an!
Brikks hatte noch nie sonderlich viel für Angehörige anderer Völker übrig gehabt aber jetzt da er hier fest saß, hatte er unfreiwillig Einblick in die seltsamen Bräuche und Tugenden.
Nicht zuletzt bezechte man sich und beschwerte sich mehr als einmal bei den beiden das die Hämmerei zu laut war. Es schien auch niemanden sonderlich zu beunruhigen was vor sich ging. Selbst einige der Menschen die überlebt hatten schienen sich freiwillig in die Obhut dieser sogenannten Geister zu begeben.
Nein! Da würden Brikks und Fred nicht mitspielen. Cirmias war ihr Schutzpatron und da Cirmias der Herr des Handwerks war, würden sie sich auf eben genau das verlassen. Nicht auf irgendwelche fadenscheinigen Geistergeschichten.
Sie hatten eine ganze Weile hin und her überlegt, Pläne auf Tierhäute gezeichnet und wieder verworfen. Anfangs wollten sie ihr „Nichtschwimmboot“ bauen. Aber als den beiden keine Lösung für die fehlende Luft unter Wasser einfallen wollte, hatten sie umgeschwenkt auf eine zweirümpfige Bootskonstruktion die den brausenden Wassermassen stand halten sollte.
Als sie jedoch erfuhren das man scheinbar die Richtung kannte in die jener Inselrest trieb, verwarfen sie auch diese Idee in ihrer urpsrünglichen Umsetzung. Wieder schien es niemanden groß zu beunruhigen das die Insel mit Gerimor kollidieren würde. Irgendwer hatte mit einem Sextanten die Richtung bestimmt. Brikks hätte das gerne überprüft, dafür hatte er aber zu viel mit seinen eigenen Plänen zu tun.
Fest stand wenn die Insel kollidieren würde, dann wollte er auf gar keinen Fall auf der Insel selbst sein. Auch Fred war dieser Meinung.
Er hatte diesen tumpen Leuten noch versucht mit einer kleinen Vorführung zu zeigen, was passieren könnte wenn diese beiden Landmassen zusammen stießen. Aber auch hier wurde es entweder nicht verstanden oder abgetan, damit das diese ominösen Geister es würden richten. Vielleicht war dem so...vielleicht aber auch nicht. Hier bleiben und es raus finden war jedenfalls keine Option für die beiden.
So vergingen die Tage und sie hatten ihr kleines Boot fast fertig. Irgendwo hatten sie sogar ein paar Eisenbeschläge aufgetrieben mit denen sie den Rumpf verkleideten. Ein festes Segeltuch war auch schnell gefunden.
Das Boot zu bauen war nicht das schwierigste, war Fred doch viele Jahre als Schiffszimmermann tätig gewesen. Probleme machten Brikks eher die Berechnungen für die Verankerung an Land. Ohne einen Rechenschieber war das nicht ganz einfach für ihn. Aber er konnte wohl kaum erwarten das diese langen Riesen auch nur Ansatzweise wussten was das war, deswegen fragte er erst gar nicht nach.
Manchmal passierte es ihm das er aufgrund des Hafenschnacks den er redete mitunter für dämlich gehalten wurde. Bei den Thyren war er sich jedoch sicher das diese nicht nur dämlich redeten sondern auch dämlich waren! So ruhig wie diese blieben. Na,wenn er mit seinem Wohnzimmer im Meer treiben würde, würde er vermutlich auch nur mühsam in die Gänge kommen. Und würde vermutlich auch nichts unternehmen abzuhauen!
Der Plan der beiden sah vor an Land eine tief im Erdboden sitzenden Verankerung zu erbauen an der sich ein über 1000 Schritt langes, sehr dickes Tau befand. Dieses Tau würde mit der Insel und dem Boot verbunden sein. So würde die Insel das Boot hinter sich her ziehen. Wenn es jetzt zur Kollision mit Gerimor käme, wären Brikks und Fred fein raus und würden die anderen Überlebenden aus der Ferne beim Absaufen beobachten könnten. Eine Landmasse würde übrig bleiben und die beiden würden dort anlegen.
Aufgrund dessen das sie ihren ganz genauen Standort auf dem Meer nicht ausmachen konnten , hatten sie davon abgesehen einfach in See zu stechen. Sie würden unweigerlich vom Kurs abkommen. Da die Insel aber scheinbar einen direkten Kurs auf Gerimor nahm, würden sie so am besten fahren. Wenn die Frau die gesagt hatte das es auf Gerimor zu ginge, Recht hatte.
Aber selbst wenn alles umsonst war, taten sie etwas gegen ihre Langeweile und noch viel wichtiger war....sie taten etwas das Cirmias gefällig war in diesen von dunklen Geistern beherrschten Land.
Sie vollführten ihr Handwerk! Schmiedeten Stahl, bearbeiteten Holz und feuerten die Esse an!
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Gast
Nur langsam gewöhnte sich sein Magen an die fremde Kost. Was würde er für ein frisch gebackenes Brot und einen Humpen richtig herbes Bier geben. Er hätte vermutlich sein letztes Hemd dafür her gegeben. Die Riesen, wie er sie nannten, waren stets bemüht die Gastfreundschaft zu wahren und ließen keine Gelegenheit aus ihm etwas von diesem süßlichen Getränk anzubieten das sie Met nannten.
Brikks hatte in den Tagen die er bei den Thyren verbrachte einiges gesehen und sogar ein paar der Dinge gelernt, die diese für ihn fremde Kultur bereit hielt. Natürlich waren es derbe Gestalten, die an irgendwelche Geister glaubten. Allerdings hatte er auch gemerkt das Gastfreundschaft eine sehr hohe Tugend bei diesem Volk war. Brikks musste sich eingestehen das er einige seiner Vorbehalte gegen die Leute langsam ablegte. Ja er schüttete sich sogar in regelmäßigen Abständen größere Mengen des Metes in den Rachen um nicht undankbar zu erscheinen.
Dies bescherte ihm die ein oder andere ziemlich lange Sitzung auf dem Abort denn sein Magen rebellierte danach immer ganz gehörig und dankte es ihm mit einem flotten Abgang!
Sogar mit einigen der anderen Überlebenden hatte er sich angefreundet. Da war die dicke Bertha. Ein properes Weib! Sie hatte mit ihrem Gewicht sogar Brikks davor bewahrt seine Galgenkonstruktion selbst zu testen und hatte sie zerbrochen bevor er sich damit an den nächsten Baum hängen konnte. Ja er war mittlerweile sogar froh sich nicht daran aufgehangen zu haben. Langsam schwand die Angst die er hatte. Für ihn gab es nichts schlimmeres als vom Wasser verschluckt zu werden. Er wollte in Cirmias Armen tief unter der Erde verscharrt werden wenn es soweit käme. Aber das war ja nun ohnehin hinfällig nachdem sein Galgen hinüber war. Er würde Bertha dafür danken müssen so er sie nochmals sehen würde.
Weiterhin gab es da Kanina. Sie übte sich wie er im feinschmieden und schien sein Gefasel zumindest zu ertragen. Es stimmte ihn froh das er sich mit jemandem unterhalten konnte. Und zu guter Letzt war da natürlich sein bester Freund Fred.
Die beiden steckten ständig zusammen und heckten irgendwelche Fluchtpläne aus. Nicht weil sie sich sonderliche Chancen ausrechneten, es war eher ein Zeitvertreib für die beiden. Zeit war auf dieser Insel ohnehin ein Faktor der vermutlich die größte Gefahr darstellte. Man hatte viel zu viel davon und machte sich zu viele Gedanken.
Immer mal wieder musste er an Yora denken. Eine riesige Frau mit einer noch imposanteren Bratpfanne. Sie schien nichts zu erschüttern und sie sprach so zuversichtlich von dem was da kommen sollte, das diese Zuversicht langsam auch auf Brikks abfärbte.
Natürlich hatte er sich ein mit Draht verstärktes Seil angefertigt um bei der Kollision nicht doch weggespült zu werden aber langsam glaubte auch er daran was diese Riesen so zuversichtlich stets verlautbaren ließen. Nämlich das alles gut werden würde!
Brikks vertraute nach wie vor nicht auf irgendwelche Geister. Aber er musste zugeben das es hier wirklich an der ein oder anderen Ecke zu spuken schien. Im Bergwerk der Thyren hatte er immer das Gefühl beobachtet zu werden. Es gruselte ihm bei dem Gedanken daran. Aber er war darauf angewiesen einige Erze zu schürfen um sein Draht verstärktes Seil anzufertigen und so überwand er ein ums andere Mal die aufkeimende Angst.
Auch hier war es die Gastfreundschaft der Riesen die ihm eine Aufgabe verschaffte. Hatte man ihm doch erlaubt das Bergwerk zu benutzen. Er aß ihre Speisen, trank ihren Met und er schürfte ihre Erze. Egal ob sie an Geister glaubten oder nicht. Sie waren stets bemüht das es allen gut ging. Und das würde er ihnen nicht vergessen.
Er würde vermutlich nie alles verstehen was diese Leute antrieb oder leitete aber das brauchte er auch nicht. Er sah nur ein paar gutmütige große Leute die bemüht waren zu helfen.
Was er anfangs noch für Tumbheit und raubeiniges Verhalten gehalten hatte, stellte sich doch als tiefsinniger heraus als er gedacht hatte. Er würde seinen Standpunkt noch einmal überdenken. Zeit dafür gab es ja genug.
Er hatte sich viele Stunden damit beschäftigt sein Handwerk in Cirmias Namen zu verfeinern und schlussendlich war es ihm auf dieser von Geistern gelenkten Insel gegönnt, soweit zu kommen das er sich selber nichts mehr beibringen konnte.
Viele Stunden hatte er hin und her überlegt wie er es den Riesen vergelten konnte das sie ihn trotz seiner Art dennoch Willkommen geheißen hatten und fing schließlich damit an ein Werkstück zu fertigen, wie er noch keines hergestellt hatte.
Er kannte sich nicht sonderlich mit der Glaubenswelt dieses Volkes aus. Aber da sie scheinbar eine Vorliebe für Wölfe hatten, empfand er dieses Motiv als passend. Tage lang suchte er in der Mine nach den passenden Erzen , veredelte sie und stellte sich die richtigen Werkzeuge zur Bearbeitung her.
Er machte sich daran ein Amulett zu fertigen. Es sollte die Riesen daran erinnern was mit ihrer Heimat geschehen war. Denn nicht nur er hatte vermutlich sein Heim verloren. Auch ihre Heimat trieb nun auf dem Meer mit ungewissem Ziel und Ausgang. Auch für diese Leute standen Veränderungen ins Haus die auch für sie nicht ganz einfach seien dürften. Und so wählte er das Bildnis eines Wolfes,bezeichnend für die Thyren die den Rest der Insel irgendwie mit ihren Geistern vor dem Untergang gerettet hatten.
Dieser Wolf trug eine stilisierte Insel auf dem Rücken. So wie die Riesen alles was geschehen war auf ihre Schultern luden um denen zu helfen die Hilfe benötigten. Dann gravierte er eine fein gearbeitete Sonne ein die in Begriff war unter zu gehen und sich im Hintergrund hielt. Das sollte dafür stehen das der Wolf die Insel weg trug zu einem neuen , hoffentlich guten Sonnenaufgang. Denn auf drohende Dunkelheit folgte immer neues Licht und damit ein neuer Morgen, hoffentlich für sie alle die sie auf dieser Insel ihrem Schicksal entgegen steuerten.
[img]http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/brikskette1tofrh9yejs.jpg[/img]
Er würde das Amulett Yora geben oder einem ihrer Leute. Ob es sie freuen würde wusste er nicht. Er wusste ja nicht mal ob sich dieses derbe Volk aus derlei Tand etwas machte. Aber es war das Einzige was er derzeit tun konnte um seine Dankbarkeit auszudrücken.Er hatte gelernt das man immer etwas zurück geben sollte für Gutes das einem zur Teil wurde.
Daran hielt er sich und so würde es auch immer sein!
Brikks hatte in den Tagen die er bei den Thyren verbrachte einiges gesehen und sogar ein paar der Dinge gelernt, die diese für ihn fremde Kultur bereit hielt. Natürlich waren es derbe Gestalten, die an irgendwelche Geister glaubten. Allerdings hatte er auch gemerkt das Gastfreundschaft eine sehr hohe Tugend bei diesem Volk war. Brikks musste sich eingestehen das er einige seiner Vorbehalte gegen die Leute langsam ablegte. Ja er schüttete sich sogar in regelmäßigen Abständen größere Mengen des Metes in den Rachen um nicht undankbar zu erscheinen.
Dies bescherte ihm die ein oder andere ziemlich lange Sitzung auf dem Abort denn sein Magen rebellierte danach immer ganz gehörig und dankte es ihm mit einem flotten Abgang!
Sogar mit einigen der anderen Überlebenden hatte er sich angefreundet. Da war die dicke Bertha. Ein properes Weib! Sie hatte mit ihrem Gewicht sogar Brikks davor bewahrt seine Galgenkonstruktion selbst zu testen und hatte sie zerbrochen bevor er sich damit an den nächsten Baum hängen konnte. Ja er war mittlerweile sogar froh sich nicht daran aufgehangen zu haben. Langsam schwand die Angst die er hatte. Für ihn gab es nichts schlimmeres als vom Wasser verschluckt zu werden. Er wollte in Cirmias Armen tief unter der Erde verscharrt werden wenn es soweit käme. Aber das war ja nun ohnehin hinfällig nachdem sein Galgen hinüber war. Er würde Bertha dafür danken müssen so er sie nochmals sehen würde.
Weiterhin gab es da Kanina. Sie übte sich wie er im feinschmieden und schien sein Gefasel zumindest zu ertragen. Es stimmte ihn froh das er sich mit jemandem unterhalten konnte. Und zu guter Letzt war da natürlich sein bester Freund Fred.
Die beiden steckten ständig zusammen und heckten irgendwelche Fluchtpläne aus. Nicht weil sie sich sonderliche Chancen ausrechneten, es war eher ein Zeitvertreib für die beiden. Zeit war auf dieser Insel ohnehin ein Faktor der vermutlich die größte Gefahr darstellte. Man hatte viel zu viel davon und machte sich zu viele Gedanken.
Immer mal wieder musste er an Yora denken. Eine riesige Frau mit einer noch imposanteren Bratpfanne. Sie schien nichts zu erschüttern und sie sprach so zuversichtlich von dem was da kommen sollte, das diese Zuversicht langsam auch auf Brikks abfärbte.
Natürlich hatte er sich ein mit Draht verstärktes Seil angefertigt um bei der Kollision nicht doch weggespült zu werden aber langsam glaubte auch er daran was diese Riesen so zuversichtlich stets verlautbaren ließen. Nämlich das alles gut werden würde!
Brikks vertraute nach wie vor nicht auf irgendwelche Geister. Aber er musste zugeben das es hier wirklich an der ein oder anderen Ecke zu spuken schien. Im Bergwerk der Thyren hatte er immer das Gefühl beobachtet zu werden. Es gruselte ihm bei dem Gedanken daran. Aber er war darauf angewiesen einige Erze zu schürfen um sein Draht verstärktes Seil anzufertigen und so überwand er ein ums andere Mal die aufkeimende Angst.
Auch hier war es die Gastfreundschaft der Riesen die ihm eine Aufgabe verschaffte. Hatte man ihm doch erlaubt das Bergwerk zu benutzen. Er aß ihre Speisen, trank ihren Met und er schürfte ihre Erze. Egal ob sie an Geister glaubten oder nicht. Sie waren stets bemüht das es allen gut ging. Und das würde er ihnen nicht vergessen.
Er würde vermutlich nie alles verstehen was diese Leute antrieb oder leitete aber das brauchte er auch nicht. Er sah nur ein paar gutmütige große Leute die bemüht waren zu helfen.
Was er anfangs noch für Tumbheit und raubeiniges Verhalten gehalten hatte, stellte sich doch als tiefsinniger heraus als er gedacht hatte. Er würde seinen Standpunkt noch einmal überdenken. Zeit dafür gab es ja genug.
Er hatte sich viele Stunden damit beschäftigt sein Handwerk in Cirmias Namen zu verfeinern und schlussendlich war es ihm auf dieser von Geistern gelenkten Insel gegönnt, soweit zu kommen das er sich selber nichts mehr beibringen konnte.
Viele Stunden hatte er hin und her überlegt wie er es den Riesen vergelten konnte das sie ihn trotz seiner Art dennoch Willkommen geheißen hatten und fing schließlich damit an ein Werkstück zu fertigen, wie er noch keines hergestellt hatte.
Er kannte sich nicht sonderlich mit der Glaubenswelt dieses Volkes aus. Aber da sie scheinbar eine Vorliebe für Wölfe hatten, empfand er dieses Motiv als passend. Tage lang suchte er in der Mine nach den passenden Erzen , veredelte sie und stellte sich die richtigen Werkzeuge zur Bearbeitung her.
Er machte sich daran ein Amulett zu fertigen. Es sollte die Riesen daran erinnern was mit ihrer Heimat geschehen war. Denn nicht nur er hatte vermutlich sein Heim verloren. Auch ihre Heimat trieb nun auf dem Meer mit ungewissem Ziel und Ausgang. Auch für diese Leute standen Veränderungen ins Haus die auch für sie nicht ganz einfach seien dürften. Und so wählte er das Bildnis eines Wolfes,bezeichnend für die Thyren die den Rest der Insel irgendwie mit ihren Geistern vor dem Untergang gerettet hatten.
Dieser Wolf trug eine stilisierte Insel auf dem Rücken. So wie die Riesen alles was geschehen war auf ihre Schultern luden um denen zu helfen die Hilfe benötigten. Dann gravierte er eine fein gearbeitete Sonne ein die in Begriff war unter zu gehen und sich im Hintergrund hielt. Das sollte dafür stehen das der Wolf die Insel weg trug zu einem neuen , hoffentlich guten Sonnenaufgang. Denn auf drohende Dunkelheit folgte immer neues Licht und damit ein neuer Morgen, hoffentlich für sie alle die sie auf dieser Insel ihrem Schicksal entgegen steuerten.
[img]http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/brikskette1tofrh9yejs.jpg[/img]
Er würde das Amulett Yora geben oder einem ihrer Leute. Ob es sie freuen würde wusste er nicht. Er wusste ja nicht mal ob sich dieses derbe Volk aus derlei Tand etwas machte. Aber es war das Einzige was er derzeit tun konnte um seine Dankbarkeit auszudrücken.Er hatte gelernt das man immer etwas zurück geben sollte für Gutes das einem zur Teil wurde.
Daran hielt er sich und so würde es auch immer sein!