18. Lenzing des Jahres 256
mit größtem Bedauern haben wir uns entschieden, unsere Pflichten, die uns von der versammelten Bürgerschaft aufgetragen wurden, niederzulegen und von allen Ämtern und Würden, die damit verbunden sind, zurückzutreten. Nachdem wir viele Jahre unseres Lebens einzig den Geschicken Bajards und seiner Bewohner gewidmet haben, ist uns dieser Schritt nicht leicht gefallen. Um zu dieser Entscheidung zu gelangen, haben wir die letzten Wochen in Klausur verlebt und mit uns selbst Zwiesprache gehalten. Auch haben wir die Göttin, die da weilt am Grund des Meeres, und den Gott, der da weilt in den Sternen, befragt und um Ratschluss gebeten. In Demut müssen wir eingestehen, dass es keiner prophetischen Gabe bedurfte, um einzusehen, dass unsere Kräfte und Fähigkeiten zu der uns gestellten Aufgabe nicht länger ausreichen. Die alltägliche Willkür, die von den Streitern fremder Reiche in Bajard und gegen die Bewohner Bajards verübt wird, das Fehlen von Gesetz und Ordnung und die Zwietracht, die in der Bürgerschaft selbst herrscht, geben billiges Zeugnis von unserem Scheitern. Aufgrund unserer Abwesenheit können wir die Nachricht nicht persönlich verkünden und bedauern, dass mit einer baldigen Rückkehr nach Bajard nicht zu rechnen ist. Wir bekunden deshalb auf diesem Wege unsere Hoffnung, dass sich größere Männer finden mögen als wir es gewesen sind, um die Geschicke Bajards wieder zum Guten zu wenden.
Für Bajard
Bürgermeister Bajards a.D. 249-250
Hauptmann der Wehr a.D. 250; 252-253
Friedensrichter Bajards a.D. 253-254
Verwalter des Freihafens a.D. 255-256
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