Offene Depesche in Varuna, Bajard und Berchgard
Verfasst: Sonntag 22. Januar 2006, 22:48
Ein kleiner Junge, kaum älter als 12 oder 13 Jahre hängt – wie ihm von der vermummten Frau aufgetragen und sogar durch einige Taler honoriert worden war – 3 identische Abschriften in Varuna, Bajard und Berchgard auf. So schnell, wie er sie in eine der Hauptstraßen aushing, so rasch verschwand der Junge auch wieder im Dunkel der Gassen. Schon bald darauf versammelten sich große Haufen von tuschelnden Bürgern um die Pergamente…
-------------------
Werte Bettler, die Ihr in euren Gassen herumstreunet, werte Mägde und Bauern, die Ihr das Feld umgrabt und das Vieh schlachtet, um unsere Bäuche zu füllen, werte Kaufleut’, die Ihr um die besten Waren feilscht, und werte Bankiers, die Ihr unser Hab und Gut nach bestem Gewissen verwahrt,
Habt ihr euch je die Frage nach dem guten, ehrbaren Herrscher gestellt?
Habt ihr euch je die Frage gestellt, ob der teure Adrian, Graf von Hohenfels ein guter, ehrbarer Herrscher ist? Kann ein jener verantworten, ein ganzes Volk in Unwissenheit versinken zu lassen? Kann er, werte Freunde, seinen Mund all die Zeit verschlossen halten, wo es doch offensichtlich an der Zeit ist, zu reden? Zu warnen?
In dieser offenen Depesche an das Volk Varunas, Bajards und Berchgards werden wir, die Mitglieder der Sol’Noir, dies tun, was Adrian von Hohenfels augenscheinlich all die Tage versäumt hat zu tun: Euch, wertes Volk, aufzuklären.
Wir sind in der Gewalt eines kleinen Kindes, welches auf den Namen Antares hört, einigen unter euch sicherlich als Sohn des Rafael de Arganta, Freiherr von Falkenburg, bekannt. Für die Freilassung des Jungen haben wir schon fast bedeutungslose Bedingungen gestellt – weder Gold noch die Absetzung des Grafen sind in unseren Briefen an Adrian erwähnt worden, doch plötzliche erreichte uns heute Morgen ein Schreiben des ehrenwerten Grafen…
---------------
Temora zum Grusse, werter Verrückter der im Glauben ist, die Grafschaft liesse sich auf diese Weise erpressen!
Nun mag es sein, dass ich eurer ersten Forderung noch nachkam, ist es nur rechtens jene Personen, die ihr als Eltern des Kindes anseht zu informieren. Gab mir dies doch ohnehin die Möglichkeit einige Dinge diesen Menschen gegenüber klar zu verdeutlichen.
So sind sie nun in deutlicher Kenntnis dessen, was ich auch euch in diesem Schreiben deutlich zu machen gedenke: Dieses Kind hat keinerlei Nutzen und Wert für die Grafschaft. Sein Blut ist nicht von der Reinheit, die ihr ihm offenbar zuschreibt.
Doch will ich auch euch durchaus ein paar Ratschläge und Hinweise geben, die ihr in all eurem Eifer offenbar überseht. Jenes Kind ist nicht aus der Ehe selbst entsprungen, sondern betrat diese Welt in Schande. Somit ist dieses Kind in keinster Weise aus dem Blut Rafael de Argantas. Einzig die Mutter, welche dies wohl am ehesten zu benennen weiss, ist offenbar die wirkliche Mutter. Der Titel des Freiherren wird diesem Kinde gewiss im Leben nicht verliehen.
So mögt ihr erkennen, wie auch besagter de Arganta es musste, dass ich mich nun aus oben genannten Gründen in dieser Angelegenheit nicht erpressen lassen werde. Einzig, da diese von euch aufgezeigte Möglichkeit wohl die einzige der Kontaktaufnahme ist, euch dieses Wissen zu lassen, liess mich diesen wertlosen Boten entsenden, damit diese Botschaft in eure Hände gelangt. So ihr eure Augen und Ohren offen haltet in den Mauern meiner Stadt, dürfte euch nicht entgangen sein, dass ich mich aufgrund der reichlich übertriebenen Forderungen, nun auch seitens dieses Ziehvaters des Kindes aus unreinem Blut, überworfen habe. Dies sollte euch die Bedeutungslosigkeit des Kindes durchaus ebenso verdeutlichen.
Mögt ihr aus eurem neu erfahrenen Wissen, nun neues Schaffen planen. Bevor ich es nun vergesse zu erwähnen, wenngleich es mich ebensowenig interessiert, liess der Vater mehrfach verkünden, er stelle sich im Tausch. Es ist eure Wahl, von Nutzen gegen die Grafschaft ist inzwischen nun weder das eine noch das andere.
Gehabt euch wohl auf euren Pfaden
Adrian von Hohenfels
------------------
So lasst mich eine weitere Frage stellen:
Ist ein Kind des gewöhnlichen Volkes… minderwertig? Hat ein Kind des gewöhnlichen Volkes, wie Graf Adrian bereits schrieb, ‚kein Nutzen und Wert für die Graftschaft’, einzig und allein aufgrund der Tatsache, dass kein Adelsblut durch dessen Venen fließt?
Seht, wir sind ebenso Varunesen und waren über eine solch törrichte, arrogante und im höchsten Maße naive Nachricht geradezu bestürzt. Doch die Ignoranz des Grafens bestätigte uns nur ein weiteres Mal in unserem Vorhaben, euch endlich von dieser herzlosen Regierung, deren treue Untertanen sie wie Schlachtvieh behandeln, zu erlösen.
Womöglich sind wir nicht in der Lage, euer langjährig geprägtes Bild des Grafens umzuwerfen, dennoch wollten wir euch vor Augen führen, was euer geliebter Herrscher im Notfall bereit ist, für euch zu tun und was ihm seine Schützlinge wert sind.
Wir, die Krieger der Sonne, sind nach wie vor bereit, für ein freies Varuna zu kämpfen!
So lasst euch gesagt sein: Schließt Tor und Fenster, wenn die Sonne ihre letzten Strahlen über den Horizont wirft. Lasst Frau und Kind nicht mehr außer Haus, denn der werte Graf, wird keine Garantie für deren wohlbehütetes Leben mehr geben können.
Mit allerbestem Gruße,
Schwarzkling
~Im Namen der Sol’Noir~
-------------------
Werte Bettler, die Ihr in euren Gassen herumstreunet, werte Mägde und Bauern, die Ihr das Feld umgrabt und das Vieh schlachtet, um unsere Bäuche zu füllen, werte Kaufleut’, die Ihr um die besten Waren feilscht, und werte Bankiers, die Ihr unser Hab und Gut nach bestem Gewissen verwahrt,
Habt ihr euch je die Frage nach dem guten, ehrbaren Herrscher gestellt?
Habt ihr euch je die Frage gestellt, ob der teure Adrian, Graf von Hohenfels ein guter, ehrbarer Herrscher ist? Kann ein jener verantworten, ein ganzes Volk in Unwissenheit versinken zu lassen? Kann er, werte Freunde, seinen Mund all die Zeit verschlossen halten, wo es doch offensichtlich an der Zeit ist, zu reden? Zu warnen?
In dieser offenen Depesche an das Volk Varunas, Bajards und Berchgards werden wir, die Mitglieder der Sol’Noir, dies tun, was Adrian von Hohenfels augenscheinlich all die Tage versäumt hat zu tun: Euch, wertes Volk, aufzuklären.
Wir sind in der Gewalt eines kleinen Kindes, welches auf den Namen Antares hört, einigen unter euch sicherlich als Sohn des Rafael de Arganta, Freiherr von Falkenburg, bekannt. Für die Freilassung des Jungen haben wir schon fast bedeutungslose Bedingungen gestellt – weder Gold noch die Absetzung des Grafen sind in unseren Briefen an Adrian erwähnt worden, doch plötzliche erreichte uns heute Morgen ein Schreiben des ehrenwerten Grafen…
---------------
Temora zum Grusse, werter Verrückter der im Glauben ist, die Grafschaft liesse sich auf diese Weise erpressen!
Nun mag es sein, dass ich eurer ersten Forderung noch nachkam, ist es nur rechtens jene Personen, die ihr als Eltern des Kindes anseht zu informieren. Gab mir dies doch ohnehin die Möglichkeit einige Dinge diesen Menschen gegenüber klar zu verdeutlichen.
So sind sie nun in deutlicher Kenntnis dessen, was ich auch euch in diesem Schreiben deutlich zu machen gedenke: Dieses Kind hat keinerlei Nutzen und Wert für die Grafschaft. Sein Blut ist nicht von der Reinheit, die ihr ihm offenbar zuschreibt.
Doch will ich auch euch durchaus ein paar Ratschläge und Hinweise geben, die ihr in all eurem Eifer offenbar überseht. Jenes Kind ist nicht aus der Ehe selbst entsprungen, sondern betrat diese Welt in Schande. Somit ist dieses Kind in keinster Weise aus dem Blut Rafael de Argantas. Einzig die Mutter, welche dies wohl am ehesten zu benennen weiss, ist offenbar die wirkliche Mutter. Der Titel des Freiherren wird diesem Kinde gewiss im Leben nicht verliehen.
So mögt ihr erkennen, wie auch besagter de Arganta es musste, dass ich mich nun aus oben genannten Gründen in dieser Angelegenheit nicht erpressen lassen werde. Einzig, da diese von euch aufgezeigte Möglichkeit wohl die einzige der Kontaktaufnahme ist, euch dieses Wissen zu lassen, liess mich diesen wertlosen Boten entsenden, damit diese Botschaft in eure Hände gelangt. So ihr eure Augen und Ohren offen haltet in den Mauern meiner Stadt, dürfte euch nicht entgangen sein, dass ich mich aufgrund der reichlich übertriebenen Forderungen, nun auch seitens dieses Ziehvaters des Kindes aus unreinem Blut, überworfen habe. Dies sollte euch die Bedeutungslosigkeit des Kindes durchaus ebenso verdeutlichen.
Mögt ihr aus eurem neu erfahrenen Wissen, nun neues Schaffen planen. Bevor ich es nun vergesse zu erwähnen, wenngleich es mich ebensowenig interessiert, liess der Vater mehrfach verkünden, er stelle sich im Tausch. Es ist eure Wahl, von Nutzen gegen die Grafschaft ist inzwischen nun weder das eine noch das andere.
Gehabt euch wohl auf euren Pfaden
Adrian von Hohenfels
------------------
So lasst mich eine weitere Frage stellen:
Ist ein Kind des gewöhnlichen Volkes… minderwertig? Hat ein Kind des gewöhnlichen Volkes, wie Graf Adrian bereits schrieb, ‚kein Nutzen und Wert für die Graftschaft’, einzig und allein aufgrund der Tatsache, dass kein Adelsblut durch dessen Venen fließt?
Seht, wir sind ebenso Varunesen und waren über eine solch törrichte, arrogante und im höchsten Maße naive Nachricht geradezu bestürzt. Doch die Ignoranz des Grafens bestätigte uns nur ein weiteres Mal in unserem Vorhaben, euch endlich von dieser herzlosen Regierung, deren treue Untertanen sie wie Schlachtvieh behandeln, zu erlösen.
Womöglich sind wir nicht in der Lage, euer langjährig geprägtes Bild des Grafens umzuwerfen, dennoch wollten wir euch vor Augen führen, was euer geliebter Herrscher im Notfall bereit ist, für euch zu tun und was ihm seine Schützlinge wert sind.
Wir, die Krieger der Sonne, sind nach wie vor bereit, für ein freies Varuna zu kämpfen!
So lasst euch gesagt sein: Schließt Tor und Fenster, wenn die Sonne ihre letzten Strahlen über den Horizont wirft. Lasst Frau und Kind nicht mehr außer Haus, denn der werte Graf, wird keine Garantie für deren wohlbehütetes Leben mehr geben können.
Mit allerbestem Gruße,
Schwarzkling
~Im Namen der Sol’Noir~