Anknüpfen an Vergangenem

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Quarius Lore
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Registriert: Montag 31. Dezember 2007, 03:38

Anknüpfen an Vergangenem

Beitrag von Quarius Lore »

Wie knüpft man an längst vergangenem an? Der Tribut des Krieges hat viele Opfer gebracht. Viele der alten Freunde, die seit Anbeginn der Zeit in Gerimor gewesen sind, sind entweder verstorben oder vertrieben worden. Die Menschen des Ostens haben sich mittlerweile zurückgezogen in Adoran. Der Besuch der Stadt sollte eigentlich unspektakulär verlaufen, doch einer Bitte ging er nach, nachdem er eine Nachricht im Bankhaus von einem verstorbenen Freund bekommen hatte. In verband eine lange Zukunft mit einigen Personen, denen er absolut nichts schuldete, aber dennoch da seien wollte.
Die letzte Bastion am Ende des Westens jedoch stand im umkämpften Gebiet und hat wahrlich mehr Nachteile als Vorteile. Zählen wir erst einmal das Einfache auf, die Vorteile:
Das Kloster! Direkt nebenan wird der Baum des Lichts seine Kraft, Energie und Wärme auf die Glaubenskrieger übertragen die im Geist Temoras handeln. Dieser junge Leon Thanel scheint wohl die neue Generation von Kriegern zu sein, die sich Temoras Glauben angehängt haben. Temoras Glauben? Da fiel ihm ein, seit langem hatte er keinen Priester ausserhalb des Klosters erblickt. Selbst die Elfen, die im Krieg um Varuna Seite an Seite den Menschen beigestanden haben, sind nirgends erblickt worden.
Momentan stehen die Dinge schlecht und der Orden scheint immer mehr in den Mittelpunkt zu stehen. Bei den letzten Geschehnissen die vorgefallen sind, kann dies kaum noch jemand wundern. Die Anweisung ist nun klar! Jeder der in die Nähe der Ordensmauer kommt, wird von den Ordensschützen auf Distanz anvisiert obgleich ob Freund oder Feind. Die Ansage von Schwester Tarnya war eindeutig.
Auch wenn Quarius erschöpft vom Abend und dem Besuch der Edlen Dame Winterfels zum Orden zurück ging, übernahm er die abendliche Wache neben den Schützen. Er war froh zumindest zwischen dem Abend ebenfalls mit Schwester Eliana gesprochen zu haben, diese hatte Ausrüstung für den Orden besorgt. Der Abend hatte geholfen Schwester Eliana etwas besser kennen zu lernen. Ihren Grund für das Eintreten des Ordens hintergraft, ihre Ziele und ihre Zukunft.
Das Schwester Alexa bereits sich vollkommen in den Orden integriert hatte, lag ebenfalls auf der Hand. Die frühere Rahalerin im Orden der Temora. Das wäre so, als würde Lethar und Elf sich an einem Tisch zusammensetzen und ein gemeinsames Mahl einnehmen.

Es wird wieder Zeit unmögliches möglich zu machen...
Gast

Beitrag von Gast »

Es war ein gewaltiger Fehler gewesen nach Düstersee aufzubrechen. Weshalb hatte sie es auch nicht einmal versucht Bruder Mandred auszureden? Sie hatten den Orden und alle Glaubensgeschwister in den Fokus der Alataranhänger gerückt. Und genau jenes haben sie vor zwei Tagen zu spüren bekommen. Wieso hatte sie auch wieder einmal einfach nicht nachgedacht bevor sie gehandelt hat.

Leise schnaufend sitzt sie in dem gemütlichen Sessel vor ihrem Kamin.
Noch immer schmerzt ihr der Nacken bei jeder Bewegung und vor allem nach dem Besuch im Berg am gestrigen Abend. Aber sie hat nicht vor diese Schwäche zu entblößen. Die nächsten Tage wird sie einfach die Zähne zusammenbeißen und darauf hoffen, dass keine weiteren allzu großen Jagden gemacht werden.
Inzwischen hatten ihre Finger den Faden durch das Nadelöhr gezogen und sie beginnt ihren Nackenschutz aus dem festen, starren Leder mit kleinen zielsicheren Stichen zu flicken.


Welcher von diesen ganzen Gegnern hatte sie vor dem Orden mit seinem Schwert niedergeknüppelt? Sie hatte in diesem großen Gerangel recht schnell die Übersicht verloren. Eins wusste sie in jedem Fall, nie wieder würde sie ohne ihren Halsschutz in den Kampf ziehen...Und ohne diese unbequeme Haube, deren kleine Kettenglieder sich ständig in ihre Haare verfingen. In Zukunft wird sie diese störenden Kleinigkeiten mit dem Wissen abtun, dass es ihr das Leben retten kann.
Das Gespräch später im Hospiz hatte sie erschüttert.
So aufgebracht hatte sie Farion noch nie gesehen. Sie stand zu ihren Entscheidungen, ihrem Handeln, auch wenn es so offensichtlich falsch gewesen war. Aber innerlich wand sie sich vor Reue und Schmerz, so stark gegen die Tugenden gehandelt zu haben.
Seit dem Abend suchte sie für ihre Gebete immer öfter die Kirche auf. In der Hoffnung, dass ihr dort Temora besonders nah war und ihre Gebete erhörte.
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