"Unkraut vergeht nicht" - Ein Tagebuch
Verfasst: Mittwoch 5. Dezember 2012, 13:59
Aus den Aufzeichnungen eines Taugenichts:
Vallas ist fort...
Vorsichtig befreie ich mich aus dem Griff der beiden Frauen an meiner Seite und sinniere mit einem Grinsen über die letzte Nacht. Minfays Mädels waren schön, experimentierfreudig und gefährlich - vielleicht sollte ich die längst überfällige Rechnung endlich einmal bezahlen... Das Grinsen vergeht mir jedoch, als ich draußen den nervigen Herold herumschreien höre: Vallas ist tot. Vallas... Ich hatte den alten Bastard für unbesiegbar gehalten; mein Mentor, mein Lehrmeister, mein Käpt'n! Scheiße! Und jetzt?
Nachdem ich das Kunsthaus mit angezündet hatte, wurde es langweilig. An Blut, Alkohol und Frauen fehlt es mir zwar nicht, aber das ändert nichts an der Langeweile. So manch' ein fetter, hässlicher Adelsspinner aus dem Osten würde allerdings gerne mit mir tauschen wollen; ein Gedanke, der mir das Grinsen ins Gesicht zurücktreibt.
Die Insel hat sich stark verändert, seitdem Vallas fort ist: Wo einst 'ne starke Gemeinschaft herrschte, wird sich nur noch angezickt. Ich hab's Vallas gesagt: "Amigo, Weiber sind nur dazu gut, um ordentlich durchgefickt zu werden, zu kochen, Wäsche zu waschen und Kinder großzuziehen", aber er hatte es sich anders überlegt: "Seefrauen" haben hier nun das Sagen. Verdammte Scheiße! Gibt's das Wort überhaupt? Es ist von "Seemännern" die Rede, nicht von irgendwelchen Weibern, die meinen, dem starken Geschlecht ebenbürtig zu sein! Was hat's der Insel gebracht? 'Nen Scheißdreck!
Vallas! La Cabeza braucht dich, du Penner, komm' gefälligst zurück!
(Zweihundertfünfundfünfzig, am fünften Tag des Alatners)
Mit diesen Worten endet der Eintrag im Tagebuch. Sorgsam wird das Büchlein verstaut und versteckt. Es sollte ja niemand auf die Idee kommen, dass das 'Arschloch aus Leidenschaft' eine vermeintlich sentimentale Seite hat, um Tagebücher zu führen...
Vallas ist fort...
Vorsichtig befreie ich mich aus dem Griff der beiden Frauen an meiner Seite und sinniere mit einem Grinsen über die letzte Nacht. Minfays Mädels waren schön, experimentierfreudig und gefährlich - vielleicht sollte ich die längst überfällige Rechnung endlich einmal bezahlen... Das Grinsen vergeht mir jedoch, als ich draußen den nervigen Herold herumschreien höre: Vallas ist tot. Vallas... Ich hatte den alten Bastard für unbesiegbar gehalten; mein Mentor, mein Lehrmeister, mein Käpt'n! Scheiße! Und jetzt?
Nachdem ich das Kunsthaus mit angezündet hatte, wurde es langweilig. An Blut, Alkohol und Frauen fehlt es mir zwar nicht, aber das ändert nichts an der Langeweile. So manch' ein fetter, hässlicher Adelsspinner aus dem Osten würde allerdings gerne mit mir tauschen wollen; ein Gedanke, der mir das Grinsen ins Gesicht zurücktreibt.
Die Insel hat sich stark verändert, seitdem Vallas fort ist: Wo einst 'ne starke Gemeinschaft herrschte, wird sich nur noch angezickt. Ich hab's Vallas gesagt: "Amigo, Weiber sind nur dazu gut, um ordentlich durchgefickt zu werden, zu kochen, Wäsche zu waschen und Kinder großzuziehen", aber er hatte es sich anders überlegt: "Seefrauen" haben hier nun das Sagen. Verdammte Scheiße! Gibt's das Wort überhaupt? Es ist von "Seemännern" die Rede, nicht von irgendwelchen Weibern, die meinen, dem starken Geschlecht ebenbürtig zu sein! Was hat's der Insel gebracht? 'Nen Scheißdreck!
Vallas! La Cabeza braucht dich, du Penner, komm' gefälligst zurück!
(Zweihundertfünfundfünfzig, am fünften Tag des Alatners)
Mit diesen Worten endet der Eintrag im Tagebuch. Sorgsam wird das Büchlein verstaut und versteckt. Es sollte ja niemand auf die Idee kommen, dass das 'Arschloch aus Leidenschaft' eine vermeintlich sentimentale Seite hat, um Tagebücher zu führen...