Tari's Entführung
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Aykira von Vynterstein
Tari's Entführung
„Na, wer bist du, Kleiner?“
Chiara beugte sich nach unten zu dem Kind, einige Strähnchen hingen tief ins Gesicht und gaben nur kleine Teile ihrer jugendlichen, mit Ruß beschmutzten Gesichtszüge preis. Obwohl sie in ihren gewöhnlichen, schon fast heruntergekommenen Allerweltsklamotten, den zertretenen Schuhen und dem zerzausten Haupthaar eher abschreckend auf das Kind gewirkt haben musste, blieb es ruhig stehen, und blickte sie neugierig an. Dann bäumte es sich auf: „Ich bin Tari und schon 8 Jahre alt!“
Chiara erhob sich wieder und blickt sich um. Die Beiden standen an einer gottverlassenen Straße, die - dies sagte ihr zumindest die Erfahrung – nur Hin und Wieder von einigen Händlern benutzt wird, um ihre Marktkarren von Varuna westwärts in andere Städte und Provinzen zu führen. Rundrum ein dichter Mischwald, welcher sie bestens vor ungebetenen Blicken schützte – der perfekte Ort um sich diese ‚de Arganta-Göre’ zu schnappen, dachte sie.
„Du bist schon 8 Jahre alt? Na da bist du ja schon fast so alt wie ich!“ Chiara zwinkerte dem Kleinen zu. „Und was machst du hier, so alleine?“
„Spielen!“, gab er rasch zurück und stemmte die Hände in die Hüfte.
„Spielen?“
„Jaaa, spielen! Papa hat keine Zeit und Mama muss die Menschen wieder ganz machen!“
Chiara wog den Kopf und blickte ihn abschätzend an. Dann schwenkte sie den Blick nach hinten, wo sich die matschige Waldstraße im saftig grünen Hain verlor. Als sie sich auch ostwärts vergewisserte, das kein fahrender Händler vorbeikam, beugte sie sich wieder zu Antares hinunter, ihre Stimme senkte sich: „Aber hier ist es doch langweilig, oder? Wollen wir nicht zusammen spielen? Ich kenne da…“
„Ich spiele nicht mit Mädchen, du bist doof!“
Chiara wendete gespielt trotzig den Kopf ab. „Eigentlich wollte ich dir ja meinen Drachen zeigen, aber wenn du nicht willst…“, Chiara musste sich zurückhalten, um nicht zu schmunzeln und so ihre Maskerade zu zerstören. Dabei wusste sie doch genau, dass gerade Jungs seines Alters alles stehen und liegen lassen würden, um einmal einem echten Drachen zu begegnen, ihn gar zu bändigen.
„Du hast einen Drachen!?“ Das Funkeln in Tari’s Augen sprang ihr förmlich entgegen.
„Natürlich… er ist riesig groß, hat gold glänzende Schuppen und kann sogar Feuer speien. Was sagst du dazu?“
„Ach du veräppelst mich doch nur. Niemand hat einfach so einen Drachen!“
„Na ich schon, willst du ihn sehen?“
Antares hielt inne um sie nachdenklich zu mustern. Dann nickte er nur kurz und beide verließen sie den Waldweg.
Immer tiefer drangen sie in den Wald ein, bei jedem Schritt knackte das brüchige Unterholz unter den hanfbesohlten Schuhen. Sie konnte das Kind hinter sich schnauben hören und hin und wieder kam auch mal ein ‚Wann sind wir denn endlich da?’, dennoch musste sie sicher gehen, dass sie weit genug von der Straße – und damit von der Zivilisation – abgeschnitten waren. Der gut 15-minütige Fußmarsch ließ ihre anfängliche Sorge jedoch mehr und mehr in Zuversicht umschlagen.
„Wie weeeeit ist es denn noooooch?“ Chiara blieb stehen.
„Weißt du was? Diese ganze Lauferei macht irgendwie hungrig…“
Chiara holte ihren geschulterten Rucksack hervor, öffnete rasch die Lasche um sogleich einen kleinen, in Papier gewickelten Kuchen hervorzuzaubern. Er war nicht groß, passte gerade in eine Hand und als sie ihn von der schützenden Papierhülle befreite, konnte man auch die großzügig verteilte Zuckergusshaube erblicken.
„Meine Mami hat gesagt, dass ich kein Essen von Fremden annehmen soll!“
„Wer hat denn gesagt, dass du was abbekommst?“, meinte sie schmunzelnd und biss in den Kuchen. Sie wusste ganz genau, dass er früher oder später schwach werden würde, allerdings konnte sie es ihm noch wesentlich schmackhafter machen…
„Hmmmmmm, schmeckt der gut!“, brachte sie mit vollem Mund heraus.
Tari blickte mit großen Augen zu ihr auf, beobachtete jeden Biss ganz genau.
„Ich habe da noch Einen in meinem Rucksack… den werd’ ich am besten auch gleich essen, hm?“ Chiara leckte sich derweil die Finger ab.
„Heeey, gib mir auch Einen!“
„Hmm, na gut, wenn du unbedingt willst…“, sie griff abermals in ihren Rucksack und holte ein zweites Törtchen hervor. Ohne viele Worte riss Tari es ihr aus den Händen, entfernte schleunigst das Papier und nahm einen großzügigen Biss.
Nachdem sich Chiara vergewissert hatte, dass er es wirklich heruntergeschluckt hat, warf sie ihren halb aufgegessenen Kuchen auf den Waldboden – ihre Miene verfinsterte sich etwas. „Ich muss zugeben, du hast mir meine Arbeit heute nicht leicht gemacht, Kleiner…“, ihre Stimme senkte sich etwas.
„Was meinst du?“, Tari ließ sich nicht beirren und biss abermals in den Kuchen.
„…aber ich bin mir sicher, das meine Arbeit nicht ganz unentlohnt bleiben wird.“
Mit diesen Worten beugte sie sich zu dem Jungen hinunter, der mittlerweile das Törtchen hat fallen lassen. „Gute Nacht, Tari…“, hauchte sie ihm schmunzelnd entgegen, bevor der kleine Jungenkörper leblos nach hinten fiel.
~~~~~~Irgendwo im Nirgendwo~~~~~~
Hätte sie gewusst, dass der Körper des Jungen so schwer sein würde, hätte sie ihn wohl näher an ihr Versteckt gelockt. Nichtsdestotrotz musste sie, den Jungen auf den Schultern tragend, die Vielzahl der Treppen hinabsteigen um endlich zu ihrem Ziel zu gelangen.
Keuchend ließ sie sich von der letzten Stufe fallen, griff zügig nach dem Schlüssel, der sich in der Seitentasche ihres Rockes befand und ihr gleichzeitig Zutritt zum Keller verschaffen sollte. Mit einem leisen Knacken sprang das Schloss auf.
„So Kleiner, darf ich vorstellen? Dein Zuhause für die nächsten Wochen.“ Chiara schmunzelte etwas und steuerte zielsicher auf den durch hohe Stahlsprossen begrenzten Käfig zu. Vorsichtig legte sie Tari auf die provisorisch ausgelegte Schlafmatte, schloss dann das Käfigtor ab und nickte zufrieden. „Das wäre erledigt… nun wollen wir das Ganze doch mal ein wenig publik machen.“
Chiara setzt sich an den eigens eingerichteten Schreibtisch und blickte auf das Pergament, welches sie schon vor langer Zeit hier hinterließ. Dann tunkte sie die scharfe Spitze des Federkiels in das Tintenfass und begann damit kratzend über das Pergament zu fahren. „Werter Graf Adrian von Hohenfels…“, murmelt sie leise.
Chiara beugte sich nach unten zu dem Kind, einige Strähnchen hingen tief ins Gesicht und gaben nur kleine Teile ihrer jugendlichen, mit Ruß beschmutzten Gesichtszüge preis. Obwohl sie in ihren gewöhnlichen, schon fast heruntergekommenen Allerweltsklamotten, den zertretenen Schuhen und dem zerzausten Haupthaar eher abschreckend auf das Kind gewirkt haben musste, blieb es ruhig stehen, und blickte sie neugierig an. Dann bäumte es sich auf: „Ich bin Tari und schon 8 Jahre alt!“
Chiara erhob sich wieder und blickt sich um. Die Beiden standen an einer gottverlassenen Straße, die - dies sagte ihr zumindest die Erfahrung – nur Hin und Wieder von einigen Händlern benutzt wird, um ihre Marktkarren von Varuna westwärts in andere Städte und Provinzen zu führen. Rundrum ein dichter Mischwald, welcher sie bestens vor ungebetenen Blicken schützte – der perfekte Ort um sich diese ‚de Arganta-Göre’ zu schnappen, dachte sie.
„Du bist schon 8 Jahre alt? Na da bist du ja schon fast so alt wie ich!“ Chiara zwinkerte dem Kleinen zu. „Und was machst du hier, so alleine?“
„Spielen!“, gab er rasch zurück und stemmte die Hände in die Hüfte.
„Spielen?“
„Jaaa, spielen! Papa hat keine Zeit und Mama muss die Menschen wieder ganz machen!“
Chiara wog den Kopf und blickte ihn abschätzend an. Dann schwenkte sie den Blick nach hinten, wo sich die matschige Waldstraße im saftig grünen Hain verlor. Als sie sich auch ostwärts vergewisserte, das kein fahrender Händler vorbeikam, beugte sie sich wieder zu Antares hinunter, ihre Stimme senkte sich: „Aber hier ist es doch langweilig, oder? Wollen wir nicht zusammen spielen? Ich kenne da…“
„Ich spiele nicht mit Mädchen, du bist doof!“
Chiara wendete gespielt trotzig den Kopf ab. „Eigentlich wollte ich dir ja meinen Drachen zeigen, aber wenn du nicht willst…“, Chiara musste sich zurückhalten, um nicht zu schmunzeln und so ihre Maskerade zu zerstören. Dabei wusste sie doch genau, dass gerade Jungs seines Alters alles stehen und liegen lassen würden, um einmal einem echten Drachen zu begegnen, ihn gar zu bändigen.
„Du hast einen Drachen!?“ Das Funkeln in Tari’s Augen sprang ihr förmlich entgegen.
„Natürlich… er ist riesig groß, hat gold glänzende Schuppen und kann sogar Feuer speien. Was sagst du dazu?“
„Ach du veräppelst mich doch nur. Niemand hat einfach so einen Drachen!“
„Na ich schon, willst du ihn sehen?“
Antares hielt inne um sie nachdenklich zu mustern. Dann nickte er nur kurz und beide verließen sie den Waldweg.
Immer tiefer drangen sie in den Wald ein, bei jedem Schritt knackte das brüchige Unterholz unter den hanfbesohlten Schuhen. Sie konnte das Kind hinter sich schnauben hören und hin und wieder kam auch mal ein ‚Wann sind wir denn endlich da?’, dennoch musste sie sicher gehen, dass sie weit genug von der Straße – und damit von der Zivilisation – abgeschnitten waren. Der gut 15-minütige Fußmarsch ließ ihre anfängliche Sorge jedoch mehr und mehr in Zuversicht umschlagen.
„Wie weeeeit ist es denn noooooch?“ Chiara blieb stehen.
„Weißt du was? Diese ganze Lauferei macht irgendwie hungrig…“
Chiara holte ihren geschulterten Rucksack hervor, öffnete rasch die Lasche um sogleich einen kleinen, in Papier gewickelten Kuchen hervorzuzaubern. Er war nicht groß, passte gerade in eine Hand und als sie ihn von der schützenden Papierhülle befreite, konnte man auch die großzügig verteilte Zuckergusshaube erblicken.
„Meine Mami hat gesagt, dass ich kein Essen von Fremden annehmen soll!“
„Wer hat denn gesagt, dass du was abbekommst?“, meinte sie schmunzelnd und biss in den Kuchen. Sie wusste ganz genau, dass er früher oder später schwach werden würde, allerdings konnte sie es ihm noch wesentlich schmackhafter machen…
„Hmmmmmm, schmeckt der gut!“, brachte sie mit vollem Mund heraus.
Tari blickte mit großen Augen zu ihr auf, beobachtete jeden Biss ganz genau.
„Ich habe da noch Einen in meinem Rucksack… den werd’ ich am besten auch gleich essen, hm?“ Chiara leckte sich derweil die Finger ab.
„Heeey, gib mir auch Einen!“
„Hmm, na gut, wenn du unbedingt willst…“, sie griff abermals in ihren Rucksack und holte ein zweites Törtchen hervor. Ohne viele Worte riss Tari es ihr aus den Händen, entfernte schleunigst das Papier und nahm einen großzügigen Biss.
Nachdem sich Chiara vergewissert hatte, dass er es wirklich heruntergeschluckt hat, warf sie ihren halb aufgegessenen Kuchen auf den Waldboden – ihre Miene verfinsterte sich etwas. „Ich muss zugeben, du hast mir meine Arbeit heute nicht leicht gemacht, Kleiner…“, ihre Stimme senkte sich etwas.
„Was meinst du?“, Tari ließ sich nicht beirren und biss abermals in den Kuchen.
„…aber ich bin mir sicher, das meine Arbeit nicht ganz unentlohnt bleiben wird.“
Mit diesen Worten beugte sie sich zu dem Jungen hinunter, der mittlerweile das Törtchen hat fallen lassen. „Gute Nacht, Tari…“, hauchte sie ihm schmunzelnd entgegen, bevor der kleine Jungenkörper leblos nach hinten fiel.
~~~~~~Irgendwo im Nirgendwo~~~~~~
Hätte sie gewusst, dass der Körper des Jungen so schwer sein würde, hätte sie ihn wohl näher an ihr Versteckt gelockt. Nichtsdestotrotz musste sie, den Jungen auf den Schultern tragend, die Vielzahl der Treppen hinabsteigen um endlich zu ihrem Ziel zu gelangen.
Keuchend ließ sie sich von der letzten Stufe fallen, griff zügig nach dem Schlüssel, der sich in der Seitentasche ihres Rockes befand und ihr gleichzeitig Zutritt zum Keller verschaffen sollte. Mit einem leisen Knacken sprang das Schloss auf.
„So Kleiner, darf ich vorstellen? Dein Zuhause für die nächsten Wochen.“ Chiara schmunzelte etwas und steuerte zielsicher auf den durch hohe Stahlsprossen begrenzten Käfig zu. Vorsichtig legte sie Tari auf die provisorisch ausgelegte Schlafmatte, schloss dann das Käfigtor ab und nickte zufrieden. „Das wäre erledigt… nun wollen wir das Ganze doch mal ein wenig publik machen.“
Chiara setzt sich an den eigens eingerichteten Schreibtisch und blickte auf das Pergament, welches sie schon vor langer Zeit hier hinterließ. Dann tunkte sie die scharfe Spitze des Federkiels in das Tintenfass und begann damit kratzend über das Pergament zu fahren. „Werter Graf Adrian von Hohenfels…“, murmelt sie leise.
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Rafael de Arganta
Unruhig blickte Rafael immer wieder zum Fenster hinaus.
"Wo Tari nur blieb."
Der Junge war zwar oft genug draussen, doch bisher wusste man immer wo er zu finden war.
Rafael war nur froh das niemand wusste WER der Junge wirklich war.
Langsam wütend werdend weil es inzwischen dunkel war, stand er auf, sattelte sein Pferd und ritt hinüber zu Tim, wo Tari nun schon mal das ein oder andere Male war.
Aber auch in der Werkstatt des Feinschmiedes war niemand an zu treffen.
Langsam begann Rafael sich Sorgen zu machen.
Vielleicht hatte er aber auch seine Mutter begleitet.
Angelina würde ja sicher bald kommen.
So ging er zurück zum Haus.
Manchmal stellte der Kleine aber auch zuviel Unfug an. Wie gut nur, das er so liebenswert war, das er sich oftmals in die Herzen der eisernsten Menschen reden konnte.
"Wo Tari nur blieb."
Der Junge war zwar oft genug draussen, doch bisher wusste man immer wo er zu finden war.
Rafael war nur froh das niemand wusste WER der Junge wirklich war.
Langsam wütend werdend weil es inzwischen dunkel war, stand er auf, sattelte sein Pferd und ritt hinüber zu Tim, wo Tari nun schon mal das ein oder andere Male war.
Aber auch in der Werkstatt des Feinschmiedes war niemand an zu treffen.
Langsam begann Rafael sich Sorgen zu machen.
Vielleicht hatte er aber auch seine Mutter begleitet.
Angelina würde ja sicher bald kommen.
So ging er zurück zum Haus.
Manchmal stellte der Kleine aber auch zuviel Unfug an. Wie gut nur, das er so liebenswert war, das er sich oftmals in die Herzen der eisernsten Menschen reden konnte.
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Antares von Falkenburg
Tari hatte Muehe die Augen auf zu machen und mit aller Anstrengung schaffte er es schließlich doch. Scheinbar immer noch benommen von dem Schlafmittel. Die kleinen Haende rieben sich die Augen und er schaute sich verwirrt um. Nein! Das war sicherlich nicht sein Zimmer und nicht sein zu Hause. Flink erhob er sich, was ihm jedoch ein leichter Schwindel zufuehrte. Er war in einen kleinen Raum..Nein..es war mehr eine art Kaefig.
Unsicher tapste der kleine Junge zu den Stahlstangen und schloss die Finger um jene.
„Mama…Papa..“piepste er aengstlich und unsicher in die Dunkelheit vor sich. Doch keine Antwort erklang. Nicht die sanfte Stimmer seiner Mutter und auch nicht die wohltoenige seines Vaters. Abermals rief er leise nach seinen Eltern. Jedoch wieder nichts!
Tari lehnte sich mit den Ruecken an die „Umzeunung“ und zog seine Knie eng an sich her ran. Er war Gefangen, soviel Auffassungsgabe besaß er und er selbst Puzzelte sich Stueck fuer Stueck die Einzelheiten zusammen. Er war ein helles Koepfchen und so brauchte er nicht lange zu ueberlegen wie er in diese Lage gekommen war.
Aber die Frau sie war doch so nett und der Kuchen er war doch so lecker, nie haette der kleine Tari gedacht das dies alles nur ein boeses Spiel war. „Mama wird sicherlich arg mit mir boese sein..“ Meinte er weinerlich zu sich selbst. Er war schon gross und wollte nicht Weinen, aber in diesem Moment wollte der kleine nur zu seinen Eltern, raus aus diesem Loch. Die Traenen kullerten ihn unaufhoerlich ueber seine Wangen, er machte sich nicht einmal die Muehe sie weg zu wischen.
Langsam begann der kleine Kinderkoerper zu zittern. Die feuchte Kaelte des Kellers kroch durch seine Kleidung hindurch und lies ihn frieren. Auf allen vieren Krabbelte er zu der Matte hin und legte sich zusammen gerollt auf sie nieder. Die Bersteinfarbenen Augen starrten hilflos auf die scheinbare Tuere. „ Ich will zu Mami und Papi..“ wisperte Tari immer wieder. Und je laenger die zeit verstrich umso schluchzender wurden die Worte.
„ Mamiiiii….Papiiii“.
Unsicher tapste der kleine Junge zu den Stahlstangen und schloss die Finger um jene.
„Mama…Papa..“piepste er aengstlich und unsicher in die Dunkelheit vor sich. Doch keine Antwort erklang. Nicht die sanfte Stimmer seiner Mutter und auch nicht die wohltoenige seines Vaters. Abermals rief er leise nach seinen Eltern. Jedoch wieder nichts!
Tari lehnte sich mit den Ruecken an die „Umzeunung“ und zog seine Knie eng an sich her ran. Er war Gefangen, soviel Auffassungsgabe besaß er und er selbst Puzzelte sich Stueck fuer Stueck die Einzelheiten zusammen. Er war ein helles Koepfchen und so brauchte er nicht lange zu ueberlegen wie er in diese Lage gekommen war.
Aber die Frau sie war doch so nett und der Kuchen er war doch so lecker, nie haette der kleine Tari gedacht das dies alles nur ein boeses Spiel war. „Mama wird sicherlich arg mit mir boese sein..“ Meinte er weinerlich zu sich selbst. Er war schon gross und wollte nicht Weinen, aber in diesem Moment wollte der kleine nur zu seinen Eltern, raus aus diesem Loch. Die Traenen kullerten ihn unaufhoerlich ueber seine Wangen, er machte sich nicht einmal die Muehe sie weg zu wischen.
Langsam begann der kleine Kinderkoerper zu zittern. Die feuchte Kaelte des Kellers kroch durch seine Kleidung hindurch und lies ihn frieren. Auf allen vieren Krabbelte er zu der Matte hin und legte sich zusammen gerollt auf sie nieder. Die Bersteinfarbenen Augen starrten hilflos auf die scheinbare Tuere. „ Ich will zu Mami und Papi..“ wisperte Tari immer wieder. Und je laenger die zeit verstrich umso schluchzender wurden die Worte.
„ Mamiiiii….Papiiii“.
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Angelina de Arganta
Froh, endlich heimzukommen, ließ Angelina hinter sich die Tür laut ins Schloss fallen und rief, dabei ihren Umhang schon abnehmend: “Ich bin wieder daaahaa! Wo seid ihr?“
Sie trat an den Kamin heran, den Umhang einfach über den nächsten Stuhl fallen lassend, und rieb sich die Hände vor dem Feuer.
Eigentlich wartete sie auf die schnellen Schritte Tari’s, der aus seinem Zimmer gestürmt käme und die Treppe hinab polterte. Doch oben blieb alles still, während sie in der Küche etwas hörte, das sich wie ein schabender Stuhl anhörte. Gleich darauf erschien Rafael im Türrahmen und sah sie mit krauser Stirn an.
„Tari ist nicht bei dir?“ fragte er sofort, ohne Gruß.
„Nein?“ Angelina sah ihn fragend an. Schlagartig war ihre gute Laune einem beklemmenden Gefühl gewichen. „Warum? Ist er nicht hier? Es ist doch schon dunkel.“
Kopfschüttelnd ging Rafael auf Angelina zu und fasste sie bei den Schultern. Seine Sorge um den Jungen stand ihm im Gesicht geschrieben. „Weißt du nicht, wo er jetzt noch sein könnte?“
Angelina sah ihren Mann stumm mit großen Augen an.
Doch dann hellte sich ihre Mine auf.
„Oh, Rafe!.. Er ist sicher wieder zu meiner Mutter gelaufen!“ Sie klang zuversichtlich.
„Das hat er doch schon häufiger gemacht.“
Rafael ließ seine Gattin los und strich sich mit der Hand über sein Kinn.
„Dann werde ich nachsehen. Er kann sich doch nicht einfach davon machen.. ohne uns bescheid zu sagen…“ Rafael klang verärgert.
Mit bittendem Blick legte Angelina ihre Hand auf seinen Arm.
„Bitte Rafe… schimpfe nicht mit ihm. Er denkt sich sicher nichts dabei.“
„Ich werde sofort aufbrechen“ meinte Rafael und legte seinen Arm um Angelina’s Schulter, drückte ihr einen Kuss auf die Lippen und wandte sich dann zur Tür.
Aufseufzend sah die junge Frau ihm nach.
Und wenn er nun nicht bei meiner Mutter ist? ging es ihr durch den Kopf.
Sie trat an den Kamin heran, den Umhang einfach über den nächsten Stuhl fallen lassend, und rieb sich die Hände vor dem Feuer.
Eigentlich wartete sie auf die schnellen Schritte Tari’s, der aus seinem Zimmer gestürmt käme und die Treppe hinab polterte. Doch oben blieb alles still, während sie in der Küche etwas hörte, das sich wie ein schabender Stuhl anhörte. Gleich darauf erschien Rafael im Türrahmen und sah sie mit krauser Stirn an.
„Tari ist nicht bei dir?“ fragte er sofort, ohne Gruß.
„Nein?“ Angelina sah ihn fragend an. Schlagartig war ihre gute Laune einem beklemmenden Gefühl gewichen. „Warum? Ist er nicht hier? Es ist doch schon dunkel.“
Kopfschüttelnd ging Rafael auf Angelina zu und fasste sie bei den Schultern. Seine Sorge um den Jungen stand ihm im Gesicht geschrieben. „Weißt du nicht, wo er jetzt noch sein könnte?“
Angelina sah ihren Mann stumm mit großen Augen an.
Doch dann hellte sich ihre Mine auf.
„Oh, Rafe!.. Er ist sicher wieder zu meiner Mutter gelaufen!“ Sie klang zuversichtlich.
„Das hat er doch schon häufiger gemacht.“
Rafael ließ seine Gattin los und strich sich mit der Hand über sein Kinn.
„Dann werde ich nachsehen. Er kann sich doch nicht einfach davon machen.. ohne uns bescheid zu sagen…“ Rafael klang verärgert.
Mit bittendem Blick legte Angelina ihre Hand auf seinen Arm.
„Bitte Rafe… schimpfe nicht mit ihm. Er denkt sich sicher nichts dabei.“
„Ich werde sofort aufbrechen“ meinte Rafael und legte seinen Arm um Angelina’s Schulter, drückte ihr einen Kuss auf die Lippen und wandte sich dann zur Tür.
Aufseufzend sah die junge Frau ihm nach.
Und wenn er nun nicht bei meiner Mutter ist? ging es ihr durch den Kopf.
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Falk Hinrah
Wie Wölfe auf der Jagd schwärmten sie aus. Der Befehl des Jarls lautete jeden Stein um zu drehen, jedes Haus, jede Hütte, jedes bewohnbare Loch im Boden zu melden dass ausserhalb der Städte lag.
Niemand würde jemals vermuten dass ausgerechnet der Clan Hinrah nach Antares suchte. Nur eine Hand voll Menschen wussten überhaupt davon dass der Junge unter Falks persöhnlichem Schutz stand. Wenn man noch verbreitete dass man auf der Suche nach einem Dieb sei der dem Clan etwas wichtiges gestohlen hatte würde niemals der Verdacht aufkommen dass Clansleute nach einem kleinen Städterjungen suchten.
Es war lange her dass Falk seine Hand schützend über Antares erhob, doch noch immer konnte er die Freundschaft zu dem wahren Vater des Jungen spüren und ganz nach der Tradition der Tieflande würde er das Kind eines toten Freundes mit seinem Leben schützen.
Aurora, Freia, Erinna, Viola. Die Jäger und Spurensucher des Clans würden früher oder später auf einen Hinweis stossen. Und dann kämen die zahlreichen Krieger auf ihre Kosten.
Doch Falk hatte sich abgesichert... Sollte all das fehl gehen würde er Laila bitten den Jungen ausfindig zu machen... ein kleines bronzenes Horn dass er gemeinsam mit einer kurzen Notiz ins Quartier seiner Schamanin gestellt hatte enthielt Blut von Angelina, vermischt mit scharfem Schnaps um nicht zu gerinnen.
Und das war noch nicht alles. Lina würde Kleidung und Spielzeug von Tari bringen, alles was eine enge Bindung zu Antares hatte... Das Blut der Mutter und Dinge die Tari gehörten... er hoffte inständig dass die Schamanin den Jungen würde ausfindig machen können.
Doch vorerst hiess es warten... warten auf Nachricht von den Spurensuchern.
Niemand würde jemals vermuten dass ausgerechnet der Clan Hinrah nach Antares suchte. Nur eine Hand voll Menschen wussten überhaupt davon dass der Junge unter Falks persöhnlichem Schutz stand. Wenn man noch verbreitete dass man auf der Suche nach einem Dieb sei der dem Clan etwas wichtiges gestohlen hatte würde niemals der Verdacht aufkommen dass Clansleute nach einem kleinen Städterjungen suchten.
Es war lange her dass Falk seine Hand schützend über Antares erhob, doch noch immer konnte er die Freundschaft zu dem wahren Vater des Jungen spüren und ganz nach der Tradition der Tieflande würde er das Kind eines toten Freundes mit seinem Leben schützen.
Aurora, Freia, Erinna, Viola. Die Jäger und Spurensucher des Clans würden früher oder später auf einen Hinweis stossen. Und dann kämen die zahlreichen Krieger auf ihre Kosten.
Doch Falk hatte sich abgesichert... Sollte all das fehl gehen würde er Laila bitten den Jungen ausfindig zu machen... ein kleines bronzenes Horn dass er gemeinsam mit einer kurzen Notiz ins Quartier seiner Schamanin gestellt hatte enthielt Blut von Angelina, vermischt mit scharfem Schnaps um nicht zu gerinnen.
Und das war noch nicht alles. Lina würde Kleidung und Spielzeug von Tari bringen, alles was eine enge Bindung zu Antares hatte... Das Blut der Mutter und Dinge die Tari gehörten... er hoffte inständig dass die Schamanin den Jungen würde ausfindig machen können.
Doch vorerst hiess es warten... warten auf Nachricht von den Spurensuchern.
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Rafael de Arganta
Den Zorn den er innerlich fühlte herauslassend brüllte er in Richtung Schloss. "Das wird ein Nachspiel haben !!! Ein schöner Graf bist du ... du scherst dich nicht einmal um Kinder! Bastard hin oder her!!! "
Einen Mann der ihn diskret entfernen wollte fauchte er an man hätte ihn nicht an zu fassen und auch Angelinas Beruhigend gemeinte Worte ignorierte er. Er sah doch wie nah sie den Tränen war.
"DAS KANNST DU DOCH NICHT TUN! ADRIAN!!! ES IST EIN KIND!"
brüllte er noch einmal in Richtung Schloss, und ließ sich dann von Angelina fortziehen.
Sie dann als sie zu Hause ankamen ersteinmal in die Arme ziehend um ihr Halt zu geben.
"Es wird gut... es wird alles Gut." meinte er versucht zuversichtlich, obwohl er sich elendig fühlte.
Was musste der Kleine jetzt nur für Angst ausstehen. Wäre er doch nur an seiner Stelle.
Er versuchte seine eigene Angst um den Jungen vor Angelina fern zu halten. Sie sollte sich sicherer fühlen.
Es musste einfach etwas geschehen... und der erste Schritt... war getan.
Er hoffte nur das es gefruchtet hatte.
Einen Mann der ihn diskret entfernen wollte fauchte er an man hätte ihn nicht an zu fassen und auch Angelinas Beruhigend gemeinte Worte ignorierte er. Er sah doch wie nah sie den Tränen war.
"DAS KANNST DU DOCH NICHT TUN! ADRIAN!!! ES IST EIN KIND!"
brüllte er noch einmal in Richtung Schloss, und ließ sich dann von Angelina fortziehen.
Sie dann als sie zu Hause ankamen ersteinmal in die Arme ziehend um ihr Halt zu geben.
"Es wird gut... es wird alles Gut." meinte er versucht zuversichtlich, obwohl er sich elendig fühlte.
Was musste der Kleine jetzt nur für Angst ausstehen. Wäre er doch nur an seiner Stelle.
Er versuchte seine eigene Angst um den Jungen vor Angelina fern zu halten. Sie sollte sich sicherer fühlen.
Es musste einfach etwas geschehen... und der erste Schritt... war getan.
Er hoffte nur das es gefruchtet hatte.
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Angelina de Arganta
Unruhig warf sie sich immer wieder im Arm ihres Gatten herum. An Schlaf war gar nicht zu denken und sie spürte genau, dass auch Rafael nicht schlief.
Quälende Gedanken ließen sie nicht zur Ruhe kommen.
Ruhe.
Am liebsten wäre sie wie eine Löwin auf und ab gelaufen.
Doch die kleine, zierliche Frau wusste nur zu genau, dass ungebärdiges Verhalten weder ihr noch ihrem geliebten Sohn helfen konnte. Und so versuchte sie leise zu weinen, ihren Schmerz und Kummer nicht herauszuschreien. Sie wollte, dass wenigstens Rafael ein wenig Ruhe fand.
Doch jeder leichte Druck seiner Hand zeigte ihr, dass auch er seine Gedanken nicht abstellen konnte.
Alles in ihr schrie nach ihrem kleinen Sohn.
„Tari… wo bist du nur?“ wisperte sie in die Dunkelheit und barg ihr verweintes Gesicht an der Schulter ihres Gatten. Während sie leise schluchzte, drückte Rafael sie fester an sich.
Quälende Gedanken ließen sie nicht zur Ruhe kommen.
Ruhe.
Am liebsten wäre sie wie eine Löwin auf und ab gelaufen.
Doch die kleine, zierliche Frau wusste nur zu genau, dass ungebärdiges Verhalten weder ihr noch ihrem geliebten Sohn helfen konnte. Und so versuchte sie leise zu weinen, ihren Schmerz und Kummer nicht herauszuschreien. Sie wollte, dass wenigstens Rafael ein wenig Ruhe fand.
Doch jeder leichte Druck seiner Hand zeigte ihr, dass auch er seine Gedanken nicht abstellen konnte.
Alles in ihr schrie nach ihrem kleinen Sohn.
„Tari… wo bist du nur?“ wisperte sie in die Dunkelheit und barg ihr verweintes Gesicht an der Schulter ihres Gatten. Während sie leise schluchzte, drückte Rafael sie fester an sich.
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Freia Hinrah
Leise Schlich sie durch den Wald. Der Mond erhellte die gespenstische Dunkelheit um sie herum in der sie sich lauernd wie eine Wölfin bewegte. behutsam waren ihre Schritte warsie doch stets bedacht kein Geräusch zu machen. Stunden waren schon vergangen seit sie mit den anderen von Angelinas Haus aus allen möglichen Spuren nachgegangen waren und wie so häufig war ihr Blick auf einer der vielen Spuren gerichtet denen sie heute den ganzen Tag schon nachgegangen war. Sie war nicht besonders gut darin und doch vielleicht würde sie glück haben. Entwedersie oder eine der anderen Wölfinnen und Wölfe welcheausgeschwärmt waren um das wiederzufinden was dem Clan der Hinrah verloren ging. Bedächtig schlich sie voran. Ihre Haltung war halb gebückt und die Spuren nur undeutlich im Mondlicht zu sehen doch sie führten zu einem Haus mittem im Wald. Schnell wurde jenes von allen Seiten beäugt, leise wie eine Raubkatze schlich sie herum und sah sich suchend um, bildete sie sich das ein oder war das Haus verdächtig ... konnte es Ort jener verruchten Tat sein? Sie wusste es nicht aber sie prägte sich jede Einzelheit ein ... begutachtete jede noch so unbedeutend scheinende Auffälligkeit. Dieses schien vor kurzem erst betreten worden zu sein und wieder verlassen wie sie den Spuren vor dem Haus entnahm. Ihr Körper schmiegte sich eng an die Hauswand bevor sie zu den Truhen weiter schlich und jene begutachtete. Sie wusste sie würde darin nichtfinden was dem Clan verloren ging aber sollte sie beobachtet werden würde man sie für eine Diebin halten. Sie harrte aus und lauschte ... lauschte in der Stille der Nacht doch bis auf das entfernte Heulen eines Wolfes war nichts zu vernehmen.
Lauernd blickte sie sich um. Spähte nach möglichen Augen in der Dunkelheit und als sich länger nichts regte und niemand sie von der anscheinenden Plünderung jener Truhe abhalten wollte schmiegte sie ihren Körper wieder an die Wand und spähte durch die Fenster des Hauses ... nichts ... nur stockfinstere Nacht. Wenn jemand darin war dann schlief er wohl schon und so schlich sie weiter. Irgendwo musste es etwas geben .. einen Anhaltspunkt .. er war dort .. dort draussen ... Ihre schwere Armbrust welche auf ihrem Rücken hing scharbte etwas an der Wand und das Geräusch welches im Rausch der sie täuschen wollenden Sinne, lauter erschien als es war liess sie inne halten. Erneut lauschte sie ob sich etwas regen sollte doch nur der Ruf einer Eule war zu vernehmeun und so schlich sie zum nächsten Fenster. Sie wagte es nie ihr Gesicht offen zu zeigen sondern spähte immer nur vom Rand herein doch auch diesmal nur stockfinstere Nacht. Ihr Blick hob sich und erspähte eine Terasse. Gewand und mit der Kraft ihres Volkes ausgestattet kletterte sie an den Verstrebungen hoch und zog sich das letzte Stück hinauf. Sofort duckte sich ihr Körper und sie schlich aufallen vieren, wie eine Eidechse vorsichtig zum großen Fenster. Ein Matter rötlicher Schimmer verriet das jenes bewohnt und vor kurzem erst geheizt wurde. Möglichst leise schlich sie voran ... ein jedes Knarzen der Diehlen liess ihr Herz bis zum Hals hoch schlagen und jedesmal dachte sie, dass einen jedenaugenblick der oder die Besitzer herausgestürmt kommen würden und sie als vermeindliche Diebin verjagen oder angreifen würden... der Lange Umhang mit der Kapue in der Farbe des Clanes war in der Nacht fast schwarz und so würde jener wohl kaum einen guten Eindruck machen ... doch zu ihrem Glück geschah nichts dergleichen bis sie schliesslich das Fenster erreichte und vorsichtig hinein spähte. Das warme rötliche Licht der Glut im Kamin war fast erloschen und erhellte den Raum kaum noch. Doch reichtedas spärliche Licht um einen Blick auf ein großes Bett freizugeben indenen offensichtlich 2 Personen schliefen. Ob sie hier richtig war? .... würde es dir am Ende doch gelingen die richtige Fährte aufzunehmen ... noch ehe sie den Gedanken zuende gedacht hatte presste sie sich erschrocken an die Wand. Eine der Personen stand auf und verschwand durch die schmale Tür aus dem Zimmer, welche wie Freia erst jetzt bemerkte einen Spalt offen stand. Es war offensichtlich eine Frau und langes schwarzes Haar wallte ihren Rücken hinab ... quälende Minuten vergingen in der sie überlegte die Flucht zu ergreifen ... war sie aufgeflogen hatte man sie nun doch bemerkt? Sie wusste es nicht und nur die eindringlichen Worte ihres Onkel und Jarls des Clanes, sowie die Mögliche Erfüllung ihrer Aufgabe behielt sie an Ort und stelle .. draussen in der kalten dunklen Winternacht, wo der Wind an ihren Umhang zog. Erneut erschrak Freia leise als die Frau wieder zur Tür hineintrat und ein kleines Bündel auf den Armen hielt das sie anscheinend liebevoll tröstete ... Nein ... hier war sie definitiv falsch ... sie wärmte sich kurz am Anblick der liebevollen Mutter bevor düstere Wolken und unbändiger Zorn über die wahre Ursache ihrer Aufgabe ihre Züge verfinsterte. Mit jener Erkenntniss wandte sie sich ab kletterte wieder über die Veranda und spang die letzte Meter in das raschelnde Gras ... rollte sich geschickt ab und war binnen Sekunden in der schützenden und doch bedrohlichen Dunkelheit des Waldes verschwunden. Diese Spur war falsch ... aber es gab noch andere und auch wenn sie keine der besten Spurenleser ihres Clanes war, Wolf unddieGeyster waren bei ihr und sie würde solange weitermachen bis sie oder ein anderes Clansmitglied etwas gefunden hätte daran bestand kein Zweifel ... und so striff sie einsam und allein durch die Nacht und die Wälder näherte sich immer mehr den Westen bis sie sogardie Wälder nahe Rahals durchforstete sich von dort nach Süden und schliesslich wieder nach Norden wandte ... dies war ihre Route und wenn es einen Hinweis gab dann würde sie ihn finden das nahm sie sich inständig vor während sie Haus für Haus durchkämmte und eine der längsten Nächte ihres Lebens verbrachte ....
Lauernd blickte sie sich um. Spähte nach möglichen Augen in der Dunkelheit und als sich länger nichts regte und niemand sie von der anscheinenden Plünderung jener Truhe abhalten wollte schmiegte sie ihren Körper wieder an die Wand und spähte durch die Fenster des Hauses ... nichts ... nur stockfinstere Nacht. Wenn jemand darin war dann schlief er wohl schon und so schlich sie weiter. Irgendwo musste es etwas geben .. einen Anhaltspunkt .. er war dort .. dort draussen ... Ihre schwere Armbrust welche auf ihrem Rücken hing scharbte etwas an der Wand und das Geräusch welches im Rausch der sie täuschen wollenden Sinne, lauter erschien als es war liess sie inne halten. Erneut lauschte sie ob sich etwas regen sollte doch nur der Ruf einer Eule war zu vernehmeun und so schlich sie zum nächsten Fenster. Sie wagte es nie ihr Gesicht offen zu zeigen sondern spähte immer nur vom Rand herein doch auch diesmal nur stockfinstere Nacht. Ihr Blick hob sich und erspähte eine Terasse. Gewand und mit der Kraft ihres Volkes ausgestattet kletterte sie an den Verstrebungen hoch und zog sich das letzte Stück hinauf. Sofort duckte sich ihr Körper und sie schlich aufallen vieren, wie eine Eidechse vorsichtig zum großen Fenster. Ein Matter rötlicher Schimmer verriet das jenes bewohnt und vor kurzem erst geheizt wurde. Möglichst leise schlich sie voran ... ein jedes Knarzen der Diehlen liess ihr Herz bis zum Hals hoch schlagen und jedesmal dachte sie, dass einen jedenaugenblick der oder die Besitzer herausgestürmt kommen würden und sie als vermeindliche Diebin verjagen oder angreifen würden... der Lange Umhang mit der Kapue in der Farbe des Clanes war in der Nacht fast schwarz und so würde jener wohl kaum einen guten Eindruck machen ... doch zu ihrem Glück geschah nichts dergleichen bis sie schliesslich das Fenster erreichte und vorsichtig hinein spähte. Das warme rötliche Licht der Glut im Kamin war fast erloschen und erhellte den Raum kaum noch. Doch reichtedas spärliche Licht um einen Blick auf ein großes Bett freizugeben indenen offensichtlich 2 Personen schliefen. Ob sie hier richtig war? .... würde es dir am Ende doch gelingen die richtige Fährte aufzunehmen ... noch ehe sie den Gedanken zuende gedacht hatte presste sie sich erschrocken an die Wand. Eine der Personen stand auf und verschwand durch die schmale Tür aus dem Zimmer, welche wie Freia erst jetzt bemerkte einen Spalt offen stand. Es war offensichtlich eine Frau und langes schwarzes Haar wallte ihren Rücken hinab ... quälende Minuten vergingen in der sie überlegte die Flucht zu ergreifen ... war sie aufgeflogen hatte man sie nun doch bemerkt? Sie wusste es nicht und nur die eindringlichen Worte ihres Onkel und Jarls des Clanes, sowie die Mögliche Erfüllung ihrer Aufgabe behielt sie an Ort und stelle .. draussen in der kalten dunklen Winternacht, wo der Wind an ihren Umhang zog. Erneut erschrak Freia leise als die Frau wieder zur Tür hineintrat und ein kleines Bündel auf den Armen hielt das sie anscheinend liebevoll tröstete ... Nein ... hier war sie definitiv falsch ... sie wärmte sich kurz am Anblick der liebevollen Mutter bevor düstere Wolken und unbändiger Zorn über die wahre Ursache ihrer Aufgabe ihre Züge verfinsterte. Mit jener Erkenntniss wandte sie sich ab kletterte wieder über die Veranda und spang die letzte Meter in das raschelnde Gras ... rollte sich geschickt ab und war binnen Sekunden in der schützenden und doch bedrohlichen Dunkelheit des Waldes verschwunden. Diese Spur war falsch ... aber es gab noch andere und auch wenn sie keine der besten Spurenleser ihres Clanes war, Wolf unddieGeyster waren bei ihr und sie würde solange weitermachen bis sie oder ein anderes Clansmitglied etwas gefunden hätte daran bestand kein Zweifel ... und so striff sie einsam und allein durch die Nacht und die Wälder näherte sich immer mehr den Westen bis sie sogardie Wälder nahe Rahals durchforstete sich von dort nach Süden und schliesslich wieder nach Norden wandte ... dies war ihre Route und wenn es einen Hinweis gab dann würde sie ihn finden das nahm sie sich inständig vor während sie Haus für Haus durchkämmte und eine der längsten Nächte ihres Lebens verbrachte ....
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Karl Goldheilung
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- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Dreck... ein Klumpen Dreck.... dazu noch zertreten...in dieser Witterung wohl irgendwie auf der Straße aufgelesen . was sagte Cai?... untersuchen diesen Haufen Dreck? Die lähmenden Schmerzen des Eigenversuches hielten bei Karl immer noch an und zwangen den klaren Verstand in die Knie. Nicht mal Gold wurde ihm dafür versprochen... gepeinigt schleppte er sich zu seinem Bett, die Praxis war weiterhin verriegelt, in diesem zustand würde er nicht behandeln.. und schlafen konnte er auch nicht, quälend hielten ihn die Nachwirkungen der brühe und des Gegengiftes in Schach.. als konnte er nachdenken.
Cai sagte etwas von ‚Auf der Suche nach dem Jungen’ nach welchem Jungen? Und was für eine Rolle soll ein klumpen Dreck dabei? Und was soll dann er, ein bekannter und guter Alchemist mit diesem Zeug? Ja es könnte nachdem was es aussieht –wohl eher nachdem was Cai sagte - mal ein Kuchen gewesen sein... aber nur mit viel Fantasie und einige Tage zuvor, bevor es wohl auf dem Weg lag der Witterung aufgesetzt war Leute darüber trampelten und Tiere sich wohl bedienten, und sollte da mal Gift oder was auch immer enthalten gewesen sein.. so würde man dies jetzt wohl garantiert nicht mehr nachweisen können... Und doch wollte Cai das jener klumpen Dreck geprüft wird.. von ihm.. warum dies alles? Wegen einem Balg? War da nicht ein Schreiben was ihn gestern erreichte bezüglich eines Jungen von Cai? Ja! Das Balg de Arganta ward entführt hieß es, Geheimhaltung hieß es und Suchen hieß es damit man sich wieder Gut mit der Grafschaft stellte..
Nun ja, Varuna bot potentiell viele Kunden es war eine Schande das er es nicht mehr betreten durfte und es war Motivation zu helfen das die Sturmkrähen das Balg fanden und sich jene Tore wieder öffneten. Dennoch dieser Klumpen... was sollte er? Angenommen es war wirklich ein Kuchen, so wäre das Naheliegenstee die Überreste auf Gift, Betäubungsmittel Schlafmittel oder Lähmungsgift zu testen, in Betracht des Zustands der Probe sicherlich keine leichte Aufgabe, da auch bei einer vollkommen frischen probe des original Lebensmittel ein geübter Alchemist und Vergifter sicherlich alles daran gesetzt hat seine Spur mit anderen Wirkstoffen zu verdecken. Und in seinem jetzigen Zustand würde Karl nicht mal eine Ratte in dem klumpen finden... also ward der Entschluss da nun zu ruhen und in der Nacht zu forschen...
Die Gedanken wieder klarer, und schon deutlich kräftiger erhob der Heiler sich am Nachmittag, er schlich in den Nebenraum, setzte einen Tee auf und stärkte sich, den blick wieder zu den eingewickelten Haufen auf den Labortisch gerichtet. Seufzend erhob er sich griff nach dem Papier mit dem Klumpen blickte sich misstrauisch in dem leeren Raum um und stieg gequält in den sonst gut versteckten Keller hinab, in welchem er die Nacht verbringen sollte.
Die Apparatur für die Untersuchungen der Schlacke im Hafen baute er schnell ab, setzte Verbindungsröhrchen Kolben und Brenner anders zusammen und teilte den dreckigen Klumpen in 6 kleine Stücke. Es war eine mühselige langwierige Arbeit, doch für jeden einzelnen Test musste die gesamte Apparatur umgebaut werden und er musste nun mal nach Betäubungsmittel, verschiedenen Giften und Schlafmittel testen. Zunächst löste er für einen test den einen kleinen klumpen in warmen wasser so gut es ging auf, verrührte mit einem Glasstab und verfuhr dann verschieden für die einzelnen Stoffe nach denen er testete. Bereits extrahierte Gifte verschiedenster Pflanzensorten testete er ebenso wie die Zahlreichen Betäubungsmittel und Schlafmittel welche zuvor schon gewonnen waren.
Die Nacht war lang und lange gab es kein Ergebnis bis in den frühen Morgenstunden war Karl zu werk probierte verschiedenste Methoden aus bis er schließlich fündig wurde. Die Nacht ward verbracht ohne Schlaf doch das Ergebnis war erstaunlich, dort wo eigentlich nichts zu finden zu hoffen war ward etwas gefunden. Das Schreiben an Cai ward noch aufgesetzt ehe er ins Bett kippte. Die Schrift war leserlich aber nicht mehr sauber:
“Werter Cai,
ich wurde tatsächlich fündig, in dem Klumpen Dreck welchen du mir überlassen hast, gab es wirklich Reste von einem alchemistischen Mittel. Dabei handelt es sich um ein Schlafmittel, ob es speziell um aus Efeu, Seerose, Schwefel, Apfelwein, Bier, Rattenfleisch, Likör oder Hühnereiern gewonnenes Schlafmittel handelt oder aus verschiedenen Subtanzen gewonnen wurde, kann ich nicht sagen. Sicher ist jedoch das es sich um ein sehr starkes Schlafmittel gehandelt haben muss da es immer noch eindeutig nachweisbar war. Nur ein durchaus fähiger Alchemist kommt in der Herstellung dieses mittel in Frage.
Personen welche ich kenne und Theoretisch dies zutraue sind:
-Angelina Hill
-Rika von Gryffenhorst
-Minor Obscuritas
-Sayid Ifrey
Natürlich wäre ich selbst auch dazu in der Lage ich versichere dir aber das ich kein derlei Mittel veräußert habe.
Zu beachten ist das ich die Herstellung eines solch starken Mittels nur Alchemisten zutraue welche sich bereits einen Namen gemacht haben, oder welchen die über genügend finanzielle Mittel verfügen sich ohne Veräußerung ihrer Mittel zu finanzieren und weiter zu bilden. Auch ist zu beachten das es einiges Geschick bedarf eine richtige Dosis von Schlafmittel in Kuchen zu verstecken.
Karl“
Cai sagte etwas von ‚Auf der Suche nach dem Jungen’ nach welchem Jungen? Und was für eine Rolle soll ein klumpen Dreck dabei? Und was soll dann er, ein bekannter und guter Alchemist mit diesem Zeug? Ja es könnte nachdem was es aussieht –wohl eher nachdem was Cai sagte - mal ein Kuchen gewesen sein... aber nur mit viel Fantasie und einige Tage zuvor, bevor es wohl auf dem Weg lag der Witterung aufgesetzt war Leute darüber trampelten und Tiere sich wohl bedienten, und sollte da mal Gift oder was auch immer enthalten gewesen sein.. so würde man dies jetzt wohl garantiert nicht mehr nachweisen können... Und doch wollte Cai das jener klumpen Dreck geprüft wird.. von ihm.. warum dies alles? Wegen einem Balg? War da nicht ein Schreiben was ihn gestern erreichte bezüglich eines Jungen von Cai? Ja! Das Balg de Arganta ward entführt hieß es, Geheimhaltung hieß es und Suchen hieß es damit man sich wieder Gut mit der Grafschaft stellte..
Nun ja, Varuna bot potentiell viele Kunden es war eine Schande das er es nicht mehr betreten durfte und es war Motivation zu helfen das die Sturmkrähen das Balg fanden und sich jene Tore wieder öffneten. Dennoch dieser Klumpen... was sollte er? Angenommen es war wirklich ein Kuchen, so wäre das Naheliegenstee die Überreste auf Gift, Betäubungsmittel Schlafmittel oder Lähmungsgift zu testen, in Betracht des Zustands der Probe sicherlich keine leichte Aufgabe, da auch bei einer vollkommen frischen probe des original Lebensmittel ein geübter Alchemist und Vergifter sicherlich alles daran gesetzt hat seine Spur mit anderen Wirkstoffen zu verdecken. Und in seinem jetzigen Zustand würde Karl nicht mal eine Ratte in dem klumpen finden... also ward der Entschluss da nun zu ruhen und in der Nacht zu forschen...
Die Gedanken wieder klarer, und schon deutlich kräftiger erhob der Heiler sich am Nachmittag, er schlich in den Nebenraum, setzte einen Tee auf und stärkte sich, den blick wieder zu den eingewickelten Haufen auf den Labortisch gerichtet. Seufzend erhob er sich griff nach dem Papier mit dem Klumpen blickte sich misstrauisch in dem leeren Raum um und stieg gequält in den sonst gut versteckten Keller hinab, in welchem er die Nacht verbringen sollte.
Die Apparatur für die Untersuchungen der Schlacke im Hafen baute er schnell ab, setzte Verbindungsröhrchen Kolben und Brenner anders zusammen und teilte den dreckigen Klumpen in 6 kleine Stücke. Es war eine mühselige langwierige Arbeit, doch für jeden einzelnen Test musste die gesamte Apparatur umgebaut werden und er musste nun mal nach Betäubungsmittel, verschiedenen Giften und Schlafmittel testen. Zunächst löste er für einen test den einen kleinen klumpen in warmen wasser so gut es ging auf, verrührte mit einem Glasstab und verfuhr dann verschieden für die einzelnen Stoffe nach denen er testete. Bereits extrahierte Gifte verschiedenster Pflanzensorten testete er ebenso wie die Zahlreichen Betäubungsmittel und Schlafmittel welche zuvor schon gewonnen waren.
Die Nacht war lang und lange gab es kein Ergebnis bis in den frühen Morgenstunden war Karl zu werk probierte verschiedenste Methoden aus bis er schließlich fündig wurde. Die Nacht ward verbracht ohne Schlaf doch das Ergebnis war erstaunlich, dort wo eigentlich nichts zu finden zu hoffen war ward etwas gefunden. Das Schreiben an Cai ward noch aufgesetzt ehe er ins Bett kippte. Die Schrift war leserlich aber nicht mehr sauber:
“Werter Cai,
ich wurde tatsächlich fündig, in dem Klumpen Dreck welchen du mir überlassen hast, gab es wirklich Reste von einem alchemistischen Mittel. Dabei handelt es sich um ein Schlafmittel, ob es speziell um aus Efeu, Seerose, Schwefel, Apfelwein, Bier, Rattenfleisch, Likör oder Hühnereiern gewonnenes Schlafmittel handelt oder aus verschiedenen Subtanzen gewonnen wurde, kann ich nicht sagen. Sicher ist jedoch das es sich um ein sehr starkes Schlafmittel gehandelt haben muss da es immer noch eindeutig nachweisbar war. Nur ein durchaus fähiger Alchemist kommt in der Herstellung dieses mittel in Frage.
Personen welche ich kenne und Theoretisch dies zutraue sind:
-Angelina Hill
-Rika von Gryffenhorst
-Minor Obscuritas
-Sayid Ifrey
Natürlich wäre ich selbst auch dazu in der Lage ich versichere dir aber das ich kein derlei Mittel veräußert habe.
Zu beachten ist das ich die Herstellung eines solch starken Mittels nur Alchemisten zutraue welche sich bereits einen Namen gemacht haben, oder welchen die über genügend finanzielle Mittel verfügen sich ohne Veräußerung ihrer Mittel zu finanzieren und weiter zu bilden. Auch ist zu beachten das es einiges Geschick bedarf eine richtige Dosis von Schlafmittel in Kuchen zu verstecken.
Karl“
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Aykira von Vynterstein
Als sie das Rückschreiben des Adrian von Hohenfels ein zweites Mal durchgelesen hatte, schlug ihre geballte Faust kraftvoll auf die hölzerne Tischplatte – Antares zuckte erschrocken zusammen.
„Dieser verdammte Bastard eines Grafen!“ Chiara erhob sich ruckartig, sodass der Holzstuhl, auf dem sie vor wenigen Minuten noch den Brief gelesen hatte, mit einem lauten Knall zu Boden kippte. „Dieser verdammte….“, stammelte sie nun etwas ruhiger und begann in dem kleinen Keller auf und ab zu gehen. „Wenn es stimmt, was er sagt, und wirklich kein Adelsblut durch seine Venen fließt, dann habe ich absolut nichts in der Hand… verdammt…“ Ihr Blick traf auf Tari, der sich unsicher in eine der Ecken verkrochen hat und sie mit großen Augen anschaute. „Womöglich lügt er…. nein, das würde er nicht riskieren, Ich muss sofort…“ Chiara steuerte zielsicher auf die Tür zur, doch gerade als sie die Hand um den Knauf legte, hielt sie inne. Sie blickte nachdenklich zu Tari zurück und schüttelte dann entschlossen den Kopf. „So leicht wirst du mir meine Pläne nicht durchkreuzen, Graf…“
Hastend, ging sie auf den geöffneten Lederrucksack auf ihrem Schreibtisch zu, ließ die Rechte kurz in dessen Innenraum verschwinden, ehe sie eine kleine Phiole, gefüllt mit einer roten, dickflüssigen Substanz, hervorholte. Rasch war der Korken entfernt, nun ließ sie das Blut über das leere Pergament auf ihrem Schreibtisch träufeln. Dann – noch im Stehen – griff sie nach dem Federkiel, tunkte ihn in das Tintenfass und ließ die scharfe Spitze kratzend über das Pergament fahren.
„Dieser verdammte Bastard eines Grafen!“ Chiara erhob sich ruckartig, sodass der Holzstuhl, auf dem sie vor wenigen Minuten noch den Brief gelesen hatte, mit einem lauten Knall zu Boden kippte. „Dieser verdammte….“, stammelte sie nun etwas ruhiger und begann in dem kleinen Keller auf und ab zu gehen. „Wenn es stimmt, was er sagt, und wirklich kein Adelsblut durch seine Venen fließt, dann habe ich absolut nichts in der Hand… verdammt…“ Ihr Blick traf auf Tari, der sich unsicher in eine der Ecken verkrochen hat und sie mit großen Augen anschaute. „Womöglich lügt er…. nein, das würde er nicht riskieren, Ich muss sofort…“ Chiara steuerte zielsicher auf die Tür zur, doch gerade als sie die Hand um den Knauf legte, hielt sie inne. Sie blickte nachdenklich zu Tari zurück und schüttelte dann entschlossen den Kopf. „So leicht wirst du mir meine Pläne nicht durchkreuzen, Graf…“
Hastend, ging sie auf den geöffneten Lederrucksack auf ihrem Schreibtisch zu, ließ die Rechte kurz in dessen Innenraum verschwinden, ehe sie eine kleine Phiole, gefüllt mit einer roten, dickflüssigen Substanz, hervorholte. Rasch war der Korken entfernt, nun ließ sie das Blut über das leere Pergament auf ihrem Schreibtisch träufeln. Dann – noch im Stehen – griff sie nach dem Federkiel, tunkte ihn in das Tintenfass und ließ die scharfe Spitze kratzend über das Pergament fahren.
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Cai N´antes
Obwohl die Stunden der letzten tage mit bitterem ernst durchzogen waren, konnte er nun nicht umhin doch kurz fast belustigt zu grinsen, als er nun Karls Brief in den noch mit Rüstöl beschmierten Händen hielt. Immer wieder überflog er danach die Zeilen und nickte ernst in sich hinein. Karls Arbeit ließ nichts zu wünschen übrig, hatte er doch einen weiteren, entscheidenden Hinweis in diesem Schlaftrunk gefunden.
"Nun ist es also an mir, der werten Frau Mutter, deren Name auch noch auf dem Pergament vermerkt ist, zu erklären, dass der Entführer eventuell sogar bei ihr das Schlafgift gekauft haben kann...."
Ein tiefes Seufzen entwich seiner Lunge als er nun das Schriftstück etwas sorgsamer zusammenfaltete um nicht noch mehr ölige Spuren darauf zu hinterlassen. Dieser Kelch würde wohl nicht an ihm vorübergehen, da konnte er lange warten. Stumm legte er dann Gambeson und leichte Am- wie Beinschienen an um sich auf einen eher eiligen Botengang zu machen, bevor es dunkel wurde.
Die Eltern des Knaben mussten erfahren, was Karl in dem Kuchenstück gefunden hatte...
"Nun ist es also an mir, der werten Frau Mutter, deren Name auch noch auf dem Pergament vermerkt ist, zu erklären, dass der Entführer eventuell sogar bei ihr das Schlafgift gekauft haben kann...."
Ein tiefes Seufzen entwich seiner Lunge als er nun das Schriftstück etwas sorgsamer zusammenfaltete um nicht noch mehr ölige Spuren darauf zu hinterlassen. Dieser Kelch würde wohl nicht an ihm vorübergehen, da konnte er lange warten. Stumm legte er dann Gambeson und leichte Am- wie Beinschienen an um sich auf einen eher eiligen Botengang zu machen, bevor es dunkel wurde.
Die Eltern des Knaben mussten erfahren, was Karl in dem Kuchenstück gefunden hatte...
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Angelina de Arganta
Ein kleiner Silberstreifen am dunklen Horizont der Verzweiflung war die Nachricht, die der Söldner Braen Angelina überbrachte.
Er hatte im Wald einen angebissenen Kuchen gefunden und veranlasst, dass der Alchemist Karl Goldheilung ihn nach Spuren von Gift oder Schlafmittel untersuchen sollte.
Wie an einem Strohhalm hielt sich die junge Mutter daran fest.
Tari liebte Kuchen und Kekse.
Wenn der Ort gefunden war, an dem Tari betäubt und verschleppt wurde, dann bestand die Hoffnung, auch das Versteck zu finden, in dem der Kleine wohl gefangen gehalten wurde.
Nachdem Cai Braen das Haus wieder verlassen hatte, saß Angelina noch lange am Tisch und sinnierte darüber, welch schreckliche Folgen es hatte, wenn verantwortungslose Alchemisten aus Liebe zum Gold alles und an jeden verkauften, der nur die Münzen dafür auf den Tisch legte.
Sie selbst hatte Schlafmittel nie verkauft und Gift nur hergestellt, um damit Pfeile zu vergiften. Selbst diese Pfeile verkaufte sie nicht an jeden.
Als Rafael das Haus betrat, sprang sie auf und so etwas wie Freude und Hoffnung spiegelte sich in ihren Augen, als sie ihm aufgeregt das Ergebnis der Suche durch den Söldner mitteilte.
Rafe nickte nur bedrückt und schloss sie in die Arme.
„Wo war das?“
Er ließ sich den Fundort des Kuchens noch einmal ganz genau beschreiben.
„Ich werde mich dort dann einmal umsehen“ meinte er ruhig, küsste ihr die Stirn und nahm dann seinen Umhang ab.
„Aber erst muss ich jetzt etwas essen, Angie. Dann reite ich die Gegend dort noch einmal ab, bevor es dunkel wird.“
Angelina konnte sehen, dass der Kummer tiefe Furchen in Rafe’s Gesicht geschrieben hatte und die Erschöpfung in seinen Augen stand. Eilig deckte sie ihm den Tisch und goss ihm ein Glas Wein ein.
„Du solltest dich ausruhen.. schlafen“ meinte sie liebevoll, wusste aber sogleich, als sie sein Gesicht sah, dass er das nicht tun würde.. nicht konnte.
Er hatte im Wald einen angebissenen Kuchen gefunden und veranlasst, dass der Alchemist Karl Goldheilung ihn nach Spuren von Gift oder Schlafmittel untersuchen sollte.
Wie an einem Strohhalm hielt sich die junge Mutter daran fest.
Tari liebte Kuchen und Kekse.
Wenn der Ort gefunden war, an dem Tari betäubt und verschleppt wurde, dann bestand die Hoffnung, auch das Versteck zu finden, in dem der Kleine wohl gefangen gehalten wurde.
Nachdem Cai Braen das Haus wieder verlassen hatte, saß Angelina noch lange am Tisch und sinnierte darüber, welch schreckliche Folgen es hatte, wenn verantwortungslose Alchemisten aus Liebe zum Gold alles und an jeden verkauften, der nur die Münzen dafür auf den Tisch legte.
Sie selbst hatte Schlafmittel nie verkauft und Gift nur hergestellt, um damit Pfeile zu vergiften. Selbst diese Pfeile verkaufte sie nicht an jeden.
Als Rafael das Haus betrat, sprang sie auf und so etwas wie Freude und Hoffnung spiegelte sich in ihren Augen, als sie ihm aufgeregt das Ergebnis der Suche durch den Söldner mitteilte.
Rafe nickte nur bedrückt und schloss sie in die Arme.
„Wo war das?“
Er ließ sich den Fundort des Kuchens noch einmal ganz genau beschreiben.
„Ich werde mich dort dann einmal umsehen“ meinte er ruhig, küsste ihr die Stirn und nahm dann seinen Umhang ab.
„Aber erst muss ich jetzt etwas essen, Angie. Dann reite ich die Gegend dort noch einmal ab, bevor es dunkel wird.“
Angelina konnte sehen, dass der Kummer tiefe Furchen in Rafe’s Gesicht geschrieben hatte und die Erschöpfung in seinen Augen stand. Eilig deckte sie ihm den Tisch und goss ihm ein Glas Wein ein.
„Du solltest dich ausruhen.. schlafen“ meinte sie liebevoll, wusste aber sogleich, als sie sein Gesicht sah, dass er das nicht tun würde.. nicht konnte.
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Angelina de Arganta
Cai Braen hatte Angelina wieder einmal aufgesucht und ihr mitgeteilt, dass der Alchemist Karl Goldheilung tatsächlich in dem gefundenen Kuchen noch Reste eines starken Schlafgiftes gefunden hatte.
Entsetzt hatte die junge Mutter die Hand vor den Mund geschlagen.
"Hoffentlich haben diese entsetzlichen Menschen bedacht, dass er doch noch ein Kind ist" gab sie im ersten Moment nur aufstöhnend von sich.
Doch dann erzählte sie Cai, wo Rafael nach Antares suchte und der junge Mann verabschiedete sich mit den tröstlichen Worten, dass er ebenfalls die Suche weiterführen würde.
Er tat Angelina leid, sah er doch so müde und erschöpft aus, als hätte er schon sehr lange nicht mehr geschlafen.
Dass Rafael immer noch nicht wieder heimkehrte, als es schon lange dunkel geworden war, beunruhigte Angelina nun zusätzlich. Viel zu aufgeregt zum Schlafen und voller Sorge um die beiden Menschen, die sie am meisten liebte, ging sie immer wieder im Wohnraum vor dem Kamin auf und ab.
Erst gegen Morgen schlief sie auf dem Stuhl vor dem Schreibtisch ein.
Wie gerädert fühlte sie sich, als sie am Vormittag die Augen aufschlug.
Sie brauchte einen Moment, bis sie begriff, warum sie dort eingeschlafen war.
Tari und Rafael waren fort!
Sie weinte ihren Kummer heraus.
Am Mittag nahm Angelina ihren Korb und ging zum Markt. Sie brauchte Gemüse und Obst, rechnete sie doch zu jeder Stunde mit der Heimkehr ihrer Lieben. Und außerdem brauchte sie Abwechslung, Menschen um sich herum. Zuhause schien sie zur Untätigkeit verdammt zu sein und das nahm ihr fast die Kraft, weiterhin zu hoffen.
Überrascht nahm die junge Heilerin das Schreiben an sich, das sie entdeckte, als sie gerade die Haustür öffnen wollte.
Sie überflog die Zeilen des Hauptmannes der Garde und stieß einen lauten Freudenschei aus.
"TARI ICH KOMME!"
Der Korb mit Gemüse und Obst blieb unbeachtet vor der Haustüre stehen und mit wehendem Umhang stürzte Angelina aus dem Garten.
"Er lebt!... Ich komme mein Kleiner!" sprach sie immer wieder leise vor sich hin, während sie durch die Straßen Varunas zum Grafenschloss hastete.
Entsetzt hatte die junge Mutter die Hand vor den Mund geschlagen.
"Hoffentlich haben diese entsetzlichen Menschen bedacht, dass er doch noch ein Kind ist" gab sie im ersten Moment nur aufstöhnend von sich.
Doch dann erzählte sie Cai, wo Rafael nach Antares suchte und der junge Mann verabschiedete sich mit den tröstlichen Worten, dass er ebenfalls die Suche weiterführen würde.
Er tat Angelina leid, sah er doch so müde und erschöpft aus, als hätte er schon sehr lange nicht mehr geschlafen.
Dass Rafael immer noch nicht wieder heimkehrte, als es schon lange dunkel geworden war, beunruhigte Angelina nun zusätzlich. Viel zu aufgeregt zum Schlafen und voller Sorge um die beiden Menschen, die sie am meisten liebte, ging sie immer wieder im Wohnraum vor dem Kamin auf und ab.
Erst gegen Morgen schlief sie auf dem Stuhl vor dem Schreibtisch ein.
Wie gerädert fühlte sie sich, als sie am Vormittag die Augen aufschlug.
Sie brauchte einen Moment, bis sie begriff, warum sie dort eingeschlafen war.
Tari und Rafael waren fort!
Sie weinte ihren Kummer heraus.
Am Mittag nahm Angelina ihren Korb und ging zum Markt. Sie brauchte Gemüse und Obst, rechnete sie doch zu jeder Stunde mit der Heimkehr ihrer Lieben. Und außerdem brauchte sie Abwechslung, Menschen um sich herum. Zuhause schien sie zur Untätigkeit verdammt zu sein und das nahm ihr fast die Kraft, weiterhin zu hoffen.
Überrascht nahm die junge Heilerin das Schreiben an sich, das sie entdeckte, als sie gerade die Haustür öffnen wollte.
Sie überflog die Zeilen des Hauptmannes der Garde und stieß einen lauten Freudenschei aus.
"TARI ICH KOMME!"
Der Korb mit Gemüse und Obst blieb unbeachtet vor der Haustüre stehen und mit wehendem Umhang stürzte Angelina aus dem Garten.
"Er lebt!... Ich komme mein Kleiner!" sprach sie immer wieder leise vor sich hin, während sie durch die Straßen Varunas zum Grafenschloss hastete.
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Adrian von Hohenfels
Leicht seufzend liess er sich auf den Stuhl sinken. Endlich zumindestens ein Erfolg. Wenngleich die oder der Entführer noch auf freiem Fuss waren, war doch wenigstens der Junge nun endlich in Sicherheit. Er war ärgerlich, gezwungen ein so junges Leben als wertlos zu verleugnen, nach Absprache und auf Vorschlag des Vaters, zum Schutz des Jungen. In der Hoffnung ihn auf diese Weise für die Entführer nutzlos zu machen, so dass man ihn schneller wieder herausbekam. Ein dummer Plan letztlich, er hätte den Jungen in grössere Gefahren stürzen können. Doch ihn nun aufzuheben, war dies nicht die grössere Gefahr für dessen Zukunft. Dennoch, es würde ihnen wohl nichts über bleiben, zu viele hatten ihn mit dem Jungen auf dem Arm gesehen. Zu deutlich seine Sorge im Blick, als dass diese Täuschung hätte aufrecht erhalten bleiben können. Sie mussten nun umso mehr achtgeben.
Kaum, dass der Junge auf dem Bett abgesetzt war, war er schon eingeschlafen. Nun hiess es auf seine Mutter zu warten, die durch den Hauptmann sicher längst benachrichtigt war. Noch etwas mehr jedoch galt es zu tun. Möglicherweise längst zu spät, doch den Versuch war es immer Wert. Nach einigen deutlichen Worten mit zweien der Jäger, waren diese sogleich aufgebrochen. Ihre Aufgabe, jene Ruine und den Kellereingang unauffällig beobachten. Sollte jemand auffälliges dort herumlungern, würden die nahen Stadtwachen schnell benachrichtigt sein, so dass man jene Person zu einem Gespräch überführen konnte. Nutzlos wären sie beobachtet worden, doch die Hoffnung aufzugeben, wäre falsch.
Über den Jungen wachend, der nun so friedlich im warmen Bett schlummerte, blieb nun nur zu warten, bis die Mutter eintraf. Lange würde dies sicher nicht dauern. Nochmals ging er in Gedanken die glückliche Auffindung des Jungen durch. Die aufgeregte Frau, welche aufmerksam genug war, die leisen Schreie des Jungen zu vernehmen und sogleich Hilfe zu rufen, war auf dem Kasernenhof zu ihnen geeilt. Welch Glück dass Hauptmann und Kadett ebenso zur Seite standen, als man zu dem Ort eilte. Welch glückliche Fügung auch, das Antreffen des Mannes aus dem Clan Hinrah, ohne welchen man die verschlossene Tür, nach Entschärfung der Falle, durch Abfeuern des Bolzens, sicher kaum aufbekommen hatte.
Der Anblick des weinenden Jungen in dem Käfig, es hatte wohl einem jeden das Herz zusammengezogen. Wie herzlos musste man eigentlich noch sein, hier im Keller, wo oben grausiges aus dem Boden entstieg, er hätte in weit grössere Gefahr geraten können als den Entführern wohl bewusst war oder war es ihnen gar ohnehin gleich. Ohne grosses Nachsinnen, nachdem nun auch diese Käfigtür verschlossen war, kletterte er eilig hinüber. Seinem Mantel bescherten die Käfigspitzen ein unschönes Ende. Zu deutlich machte dies, dass der Junge mit viel Bedacht herübergereicht werden musste. Vorsichtig und langsam hob er ihn mit Hilfe des Hauptmannes auf die andere Seite, in die Freiheit und war schon wenige Augenblicke später auch wieder hinüber geklettert.
Die Sicherung des Heimweges, war dank der eifrigen Gardemannen sowie der Clanshilfe, schnell vollbracht und so sollte der Weg zum Schloss nicht nun nicht mehr lang dauern. Einzig dass er, mit dem Jungen auf dem Arm, auf dem Wege beinah noch durch einen hastigen Passanten umgerannt worden wäre, hielt sie für einen Moment auf. Nochmals blickte er zum Jungen und wollte eben das Buch wieder aufnehmen, als es schon an der Tür pochte. Der Wache war es kaum möglich Angelina noch anzumelden. Schon war sie in den Raum gestürmt und, ihren Sohn sehr wohl entdeckend sogleich zum Bett. Ein erleichtertes Wiedersehen, mochte Temora den Jungen vor weiterem Übel bewahren.
Kaum, dass der Junge auf dem Bett abgesetzt war, war er schon eingeschlafen. Nun hiess es auf seine Mutter zu warten, die durch den Hauptmann sicher längst benachrichtigt war. Noch etwas mehr jedoch galt es zu tun. Möglicherweise längst zu spät, doch den Versuch war es immer Wert. Nach einigen deutlichen Worten mit zweien der Jäger, waren diese sogleich aufgebrochen. Ihre Aufgabe, jene Ruine und den Kellereingang unauffällig beobachten. Sollte jemand auffälliges dort herumlungern, würden die nahen Stadtwachen schnell benachrichtigt sein, so dass man jene Person zu einem Gespräch überführen konnte. Nutzlos wären sie beobachtet worden, doch die Hoffnung aufzugeben, wäre falsch.
Über den Jungen wachend, der nun so friedlich im warmen Bett schlummerte, blieb nun nur zu warten, bis die Mutter eintraf. Lange würde dies sicher nicht dauern. Nochmals ging er in Gedanken die glückliche Auffindung des Jungen durch. Die aufgeregte Frau, welche aufmerksam genug war, die leisen Schreie des Jungen zu vernehmen und sogleich Hilfe zu rufen, war auf dem Kasernenhof zu ihnen geeilt. Welch Glück dass Hauptmann und Kadett ebenso zur Seite standen, als man zu dem Ort eilte. Welch glückliche Fügung auch, das Antreffen des Mannes aus dem Clan Hinrah, ohne welchen man die verschlossene Tür, nach Entschärfung der Falle, durch Abfeuern des Bolzens, sicher kaum aufbekommen hatte.
Der Anblick des weinenden Jungen in dem Käfig, es hatte wohl einem jeden das Herz zusammengezogen. Wie herzlos musste man eigentlich noch sein, hier im Keller, wo oben grausiges aus dem Boden entstieg, er hätte in weit grössere Gefahr geraten können als den Entführern wohl bewusst war oder war es ihnen gar ohnehin gleich. Ohne grosses Nachsinnen, nachdem nun auch diese Käfigtür verschlossen war, kletterte er eilig hinüber. Seinem Mantel bescherten die Käfigspitzen ein unschönes Ende. Zu deutlich machte dies, dass der Junge mit viel Bedacht herübergereicht werden musste. Vorsichtig und langsam hob er ihn mit Hilfe des Hauptmannes auf die andere Seite, in die Freiheit und war schon wenige Augenblicke später auch wieder hinüber geklettert.
Die Sicherung des Heimweges, war dank der eifrigen Gardemannen sowie der Clanshilfe, schnell vollbracht und so sollte der Weg zum Schloss nicht nun nicht mehr lang dauern. Einzig dass er, mit dem Jungen auf dem Arm, auf dem Wege beinah noch durch einen hastigen Passanten umgerannt worden wäre, hielt sie für einen Moment auf. Nochmals blickte er zum Jungen und wollte eben das Buch wieder aufnehmen, als es schon an der Tür pochte. Der Wache war es kaum möglich Angelina noch anzumelden. Schon war sie in den Raum gestürmt und, ihren Sohn sehr wohl entdeckend sogleich zum Bett. Ein erleichtertes Wiedersehen, mochte Temora den Jungen vor weiterem Übel bewahren.
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Angelina de Arganta
Ungeduldig schob Angelina sich an dem Diener vorbei in den Raum, von dem sie annahm, dort den Grafen vorzufinden, da der Bedienstete zuvor gesagt hatte, dass er sie zum Grafen geleiten würde.
Im ersten Moment stockte sie, als sie das große Bett im Zimmer gewahr wurde, doch dann erkannte sie die kleine Gestalt unter der Bettdecke und trat rasch näher.
Graf Adrian richtete sich auf dem Stuhl, den er offensichtlich an das Bett herangerückt hatte, fast erschreckt auf, schwieg aber. Das mitfühlende Lächeln, das seine Miene aufhellte, sah die junge Mutter nicht einmal. Ihre Augen waren nur auf ihr Kind gerichtet.
„Oh Tari!“
Angelina versuchte ein Aufschluchzen zu ersticken, in dem sie schnell ihre Hand vor den Mund schlug und ging dann langsam vor dem Bett auf die Knie, griff nach der im Schlaf schlaffen Hand ihres Kindes und drückte sie sich sacht an die Wange.
Antares öffnet die Augen und sah seine Mutter erschreckt an. Doch dann erkannte er sie und richtete sich mit einem erleichterten „Maaamiii!“ auf, umklammerte ihren Hals. Angelina konnte kaum etwas anderes über die Lippen bringen als immer wieder: „Tari.. mein Kleiner.“ Sie wiegte ihn in ihren Armen, ganz fest an sich gedrückt, immer wieder sein Haar küssend.
Erst als Graf Adrian sich verhalten räusperte, wurde ihr bewusst, dass sie mit ihrem Sohn nicht allein war. Ohne ihn loszulassen, setzte sie sich zu Antares auf das Bett.
„Oh, bitte verzeiht, Herr Graf“… setzte sie zur Entschuldigung an, doch Adrian von Hohenfels winkte gutmütig ab.
Er erzählte Angelina nun, wie es ihm und dem Hauptmann gelungen war, den Jungen zu befreien. Sichtlich froh erzählte auch Tari davon, in dessen Augen der Graf ganz offensichtlich zum Helden aufgestiegen war, was sich zugetragen hatte.
Erst als Tari ein wenig quengelte, dass er nach hause zu Papa wolle, verabschiedete sich Angelina mit ihrem Sohn an der Hand vom Grafen.
Es gelang ihr kaum, ihre Dankbarkeit in Worte zu fassen, doch in den Augen des Mannes konnte sie Verständnis lesen, als sie tief vor ihm knickste und mit Tränen in den Augen zu ihm aufschaute.
Auf dem Heimweg brachte Angelina ihrem Sohn schonend bei, dass Rafael sie wohl nicht zuhause erwarten würde. Viele seiner kindlichen Fragen konnte sie nicht beantworten, doch die Freude darüber, dass sie ihren Kleinen wieder hatte, ließ ihre Stimme zuversichtlich klingen. „Papa sucht dich noch, Tari. Aber sicher wird er auch bald heimkehren.“
Im ersten Moment stockte sie, als sie das große Bett im Zimmer gewahr wurde, doch dann erkannte sie die kleine Gestalt unter der Bettdecke und trat rasch näher.
Graf Adrian richtete sich auf dem Stuhl, den er offensichtlich an das Bett herangerückt hatte, fast erschreckt auf, schwieg aber. Das mitfühlende Lächeln, das seine Miene aufhellte, sah die junge Mutter nicht einmal. Ihre Augen waren nur auf ihr Kind gerichtet.
„Oh Tari!“
Angelina versuchte ein Aufschluchzen zu ersticken, in dem sie schnell ihre Hand vor den Mund schlug und ging dann langsam vor dem Bett auf die Knie, griff nach der im Schlaf schlaffen Hand ihres Kindes und drückte sie sich sacht an die Wange.
Antares öffnet die Augen und sah seine Mutter erschreckt an. Doch dann erkannte er sie und richtete sich mit einem erleichterten „Maaamiii!“ auf, umklammerte ihren Hals. Angelina konnte kaum etwas anderes über die Lippen bringen als immer wieder: „Tari.. mein Kleiner.“ Sie wiegte ihn in ihren Armen, ganz fest an sich gedrückt, immer wieder sein Haar küssend.
Erst als Graf Adrian sich verhalten räusperte, wurde ihr bewusst, dass sie mit ihrem Sohn nicht allein war. Ohne ihn loszulassen, setzte sie sich zu Antares auf das Bett.
„Oh, bitte verzeiht, Herr Graf“… setzte sie zur Entschuldigung an, doch Adrian von Hohenfels winkte gutmütig ab.
Er erzählte Angelina nun, wie es ihm und dem Hauptmann gelungen war, den Jungen zu befreien. Sichtlich froh erzählte auch Tari davon, in dessen Augen der Graf ganz offensichtlich zum Helden aufgestiegen war, was sich zugetragen hatte.
Erst als Tari ein wenig quengelte, dass er nach hause zu Papa wolle, verabschiedete sich Angelina mit ihrem Sohn an der Hand vom Grafen.
Es gelang ihr kaum, ihre Dankbarkeit in Worte zu fassen, doch in den Augen des Mannes konnte sie Verständnis lesen, als sie tief vor ihm knickste und mit Tränen in den Augen zu ihm aufschaute.
Auf dem Heimweg brachte Angelina ihrem Sohn schonend bei, dass Rafael sie wohl nicht zuhause erwarten würde. Viele seiner kindlichen Fragen konnte sie nicht beantworten, doch die Freude darüber, dass sie ihren Kleinen wieder hatte, ließ ihre Stimme zuversichtlich klingen. „Papa sucht dich noch, Tari. Aber sicher wird er auch bald heimkehren.“