Kabinett der Sinne
Verfasst: Freitag 2. November 2012, 13:48
Der Weg zurück nach Adoran kommt mir wie ein Traum vor, ein Traum in einem Traum. Fragt sich, wann ich erwache. Und ob das wirklich sein wird.
Ich habe etwas wieder gefunden, das ich so lange vermisste und dafür etwas anderes verloren - mich selbst. Als ich an die Pforte des Konzils klopfe und aufgefordert werde, meinen Namen zu nennen, kommt er mir für mehr als eine Schrecksekunde nicht in den Sinn.
Ariah. Bin ich Ariah? Sicher ist, das Mädchen, das ging trug diesen Namen. Alles andere ist ungewiss.
Am Ende des Tages trage ich auch wieder das Weiß des Konzils und ein kleiner Teil von mir ist zufrieden mit dem gemachten Anfang, dem aus gerissenen Fäden geknüpften Knoten. Der Rest von mir ist genauso in Aufruhr und uneins mit allem wie zuvor.
Und der nicht allzu kleine Teil von mir, der sich danach sehnt ihn wieder zu sehen obsiegt am Ende, wie fast immer.. wie mechanisch erhebe ich mich, selbst wenn ich mich nicht von aussen zu betrachten vermag, ist mir bewußt wie hölzern diese Bewegungen wirken müssen, als wäre ich eine Puppe.
Püppchen hat man mich früher so oft genannt. In gewisser Weise ist diese Zeit vorbei und doch auch wieder nicht.
Ich öffne also die oberste Schublade der kleinen Holzkommode in dem so kärglich eingerichteten Herbergszimmer, sie wehrt sich regelrecht so kommt es mir vor, auch wenn es sich nur um über die Zeit verzogenes Holz handeln mag. Dann hole ich den kleinen, in Lumpen gewickelten Gegenstand hervor, setze mich auf das Bett, wickle ihn aus wie ein Kind sein lange ersehntes Geburtstagsgeschenk.
Die Spiegelscherbe funkelt und fängt das wenige Licht im Raum vollständig ein, blendet mich...
"Es wird Dir nichts nutzen. Du bist nichts gegen mich. Alles was Du tust wird Dir nichts nutzen - ich werde nicht wieder weggehen. Und am Ende wirst Du das auch nicht mehr wollen. Wir gehören nun zusammen."
Seine Stimme erklingt und doch weiß ich, dass nur ich sie höre - zuerst dachte ich noch, ich bilde sie mir nur ein. Jetzt bin ich sicher, dass dem nicht so ist. Eigentlich will ich sie nicht hören, nicht zuhören was er mir zuraunt. Aber sein Bild, das Bild, das ich vor Augen habe wenn erzu mir spricht ist es, das mich immer wieder dazu treibt, den Splitter hervorzuholen.
Er trägt das Gesicht meines Bruders - meines Bruders Augen strahlen mich an, wenn ich in diesen Spigel blicke. Wie könnte ich je von ihm lassen? Selbst wenn es nur ein Bild ist, das von dem was dahinter steht aufs übelste verzerrt wird - ich kann nicht loslassen, ich werde nicht loslassen.
Bis zu dem Tag, an dem ich die Stärke gewonnen habe, diesen Spiegel zu zertrümmern. Dann wird es endgültig sein, dann werde ich ihn nie wieder sehen. Aber immerhin damit im Reinen sein.
Ich habe etwas wieder gefunden, das ich so lange vermisste und dafür etwas anderes verloren - mich selbst. Als ich an die Pforte des Konzils klopfe und aufgefordert werde, meinen Namen zu nennen, kommt er mir für mehr als eine Schrecksekunde nicht in den Sinn.
Ariah. Bin ich Ariah? Sicher ist, das Mädchen, das ging trug diesen Namen. Alles andere ist ungewiss.
Am Ende des Tages trage ich auch wieder das Weiß des Konzils und ein kleiner Teil von mir ist zufrieden mit dem gemachten Anfang, dem aus gerissenen Fäden geknüpften Knoten. Der Rest von mir ist genauso in Aufruhr und uneins mit allem wie zuvor.
Und der nicht allzu kleine Teil von mir, der sich danach sehnt ihn wieder zu sehen obsiegt am Ende, wie fast immer.. wie mechanisch erhebe ich mich, selbst wenn ich mich nicht von aussen zu betrachten vermag, ist mir bewußt wie hölzern diese Bewegungen wirken müssen, als wäre ich eine Puppe.
Püppchen hat man mich früher so oft genannt. In gewisser Weise ist diese Zeit vorbei und doch auch wieder nicht.
Ich öffne also die oberste Schublade der kleinen Holzkommode in dem so kärglich eingerichteten Herbergszimmer, sie wehrt sich regelrecht so kommt es mir vor, auch wenn es sich nur um über die Zeit verzogenes Holz handeln mag. Dann hole ich den kleinen, in Lumpen gewickelten Gegenstand hervor, setze mich auf das Bett, wickle ihn aus wie ein Kind sein lange ersehntes Geburtstagsgeschenk.
Die Spiegelscherbe funkelt und fängt das wenige Licht im Raum vollständig ein, blendet mich...
"Es wird Dir nichts nutzen. Du bist nichts gegen mich. Alles was Du tust wird Dir nichts nutzen - ich werde nicht wieder weggehen. Und am Ende wirst Du das auch nicht mehr wollen. Wir gehören nun zusammen."
Seine Stimme erklingt und doch weiß ich, dass nur ich sie höre - zuerst dachte ich noch, ich bilde sie mir nur ein. Jetzt bin ich sicher, dass dem nicht so ist. Eigentlich will ich sie nicht hören, nicht zuhören was er mir zuraunt. Aber sein Bild, das Bild, das ich vor Augen habe wenn erzu mir spricht ist es, das mich immer wieder dazu treibt, den Splitter hervorzuholen.
Er trägt das Gesicht meines Bruders - meines Bruders Augen strahlen mich an, wenn ich in diesen Spigel blicke. Wie könnte ich je von ihm lassen? Selbst wenn es nur ein Bild ist, das von dem was dahinter steht aufs übelste verzerrt wird - ich kann nicht loslassen, ich werde nicht loslassen.
Bis zu dem Tag, an dem ich die Stärke gewonnen habe, diesen Spiegel zu zertrümmern. Dann wird es endgültig sein, dann werde ich ihn nie wieder sehen. Aber immerhin damit im Reinen sein.