Krieg, Sieg, Rückkehr, Enttäuschung - Auf Temoras Wegen
Verfasst: Sonntag 7. Oktober 2012, 21:39
Als das Schiff angelegt hatte und den einzigen Passagier von Bord gelassen hatte, da war der Himmel über Bajard grau in grau gewesen. Vielleicht hätte sie dies bereits als erstes Anzeichen erkennen sollen, doch verschwendete sie zu diesem Zeitpunkt noch keinen gedanken daran, dass die Dinge völlig anders verlaufen könnten, als sie es sich gedacht hatte.
Drei Jahre waren es. Drei Jahre, in denen sie Gerimor den Rücken gekehrt hatte, um mit einer ausgewählten Anzahl an Streitern der Bruderschaft Temoras an der seite ihres Anführers Nevyn von Silberhand in den Krieg zu ziehen. Gegen die Brut Alatars, im Namen der Alleinen, der Schwertmaid, deren flammenden Schwert durch die Reihen der Ungläubigen schwingen sollte. Es waren harte drei Jahre gewesen und zwischendrin schien es fast so, als ob Temora den Adlerrittern nicht mehr wohl gesonnen war. Mehrere Narben und Wunden hatte sie von verschiedenen Schlachtfeldern davongetragen, manche würden sie bis an ihr Lebensende zeichnen. Doch letztendlich hatte sich das Schlachtenglück gedreht und die ketzerische Brut war immer mehr auf dem Rückzug gewesen. Schlacht um Schalcht verlief siegreich und so war es nicht verwunderlich gewesen, dass Lord Nevyn von Silberhand entschieden hatte, dass jemand zurück nach Gerimor geschickt werden sollte um die freudige Kunde zu verbreiten und die Lage Daheim neu abzuschätzen.
Dass sie die Person sein würde, das hätte sie allerdings keinen Moment gedacht. Enttäuschung, und für den ersten Moment sogar Scham, hatten sich in ihr breit gemacht. Letztendlich war es Nevyn persönlich gewesen der sie in seine Motivation hinter diesen Befehlen eingeweiht hatte und am Ende hatte sie ihm dann auch rechtgeben müssen; wenn auch nicht ohne deutliches Gemurre. All die Tage auf hoher See hatte sie überlegt wie es wäre wieder auf Gerimor anzukommen. Wie wohl der Krieg mit dem alatarischen reich verlaufen war? Sie war sich sicher, dass die übrigen Truppen der Bruderschaft mehr als ausreichend gewesen waren um früher oder später einen harten Vorstoß gegen Rahal zu wagen und den dunklen Schandfleck endgültig von der Karte zu tilgen. Manches mal hatte sie sich gewünscht selbst an solch einem Vorstoß teilzunehmen; die Stadt einzunehmen und jeden einzelnen dieses ungläubigen Packs den reinigenden Flammen der Schwertmaid zu übergeben. Doch ihr Kampf fernab Gerimors war von größerer Wichtigkeit gewesen und so mischte sich nun auch eine gewisse Vorfreude in die Rückkehr ein.
Ein weiterer Punkt der ihr während der Fahrt Frieden brachte war die Tatsache, dass sie ihre Familie nach all der Zeit wiedersehen würde, allen voran ihre Schwester. Doch all diese persönlichen Dinge hatten zu warten; waren zweitrangig. Zuerst galt es versiegelte Schreiben zu überbringen; an Lord de Arganta, an dieFührerschaft der Bruderschaft, die Kirche, die Paladiness von Hohenfels und weiteren Personen. Erst nach der Erfüllung ihrer Pflicht würde sie sich um diese andere Dinge kümmern können.
All das waren ihre Ziele gewesen und doch war sie die ersten zwei Tage nach ihrer Ankunft in Bajard verblieben. Das Fischerdorf hatte sich nicht im geringsten verändert, es war immer noch ein ort der gottlosen Ketzer und selbst das alatarische Pack verkehrte immer noch innerhalb des Dorfes. Am ersten Abend war ein Temler vor ihr gestanden, hatte sie mit „Dem Einen Segen“ gegrüßt … wie gerne hätte Sorcha ihre Klinge gezogen und diese frevlerische Zunge aus seinem Mund geschnitten. Doch sie war nicht gerüstet und auch die unzähligen Konflikte hatten ihren Tribut gezollt: Sorcha war alles andere als fit, fühlte sich schwächer und verwundbarer. Und so hatte sie geschwiegen, hatte den Fremden ignoriert und ihre Wut unterdrückt.
Was sie jedoch viel mehr und härter treffen sollte, war der zweite Tag. Von einem Seefahrer mit einem mehr als interessanten Dialekt hatte sie Neuigkeiten erfahren, die wie ein Schlag ins Gesicht wirkten. Die Bruderschaft: aufgelöst. Die Allianz des Lichts: nicht mehr vorhanden. Lord de Arganta: getötet. Den orden der Temora schien es wenigstens noch zu geben, soweit sie es heraushören konnte, doch was war hier nur geschehen? Wie im Namen der Alleinen konnte dies passiert sein? War die dunkle Macht der Pantherbrut wirklich so stark geworden? Was war mit Adoran? Sie würde all das die nächsten Tage herausfinden und noch wichtiger: Sie musste herausfinden ob noch irgendwelche Verbündeten der Bruderschaft existierten. Und dannw aren da noch ihre Befehle ...
Sie hatte sich ihre Rückkehr ausgemalt. Aber dieses Szenario war schlimmer als die schlimmsten Befürchtungen die sie je hatte.
Drei Jahre waren es. Drei Jahre, in denen sie Gerimor den Rücken gekehrt hatte, um mit einer ausgewählten Anzahl an Streitern der Bruderschaft Temoras an der seite ihres Anführers Nevyn von Silberhand in den Krieg zu ziehen. Gegen die Brut Alatars, im Namen der Alleinen, der Schwertmaid, deren flammenden Schwert durch die Reihen der Ungläubigen schwingen sollte. Es waren harte drei Jahre gewesen und zwischendrin schien es fast so, als ob Temora den Adlerrittern nicht mehr wohl gesonnen war. Mehrere Narben und Wunden hatte sie von verschiedenen Schlachtfeldern davongetragen, manche würden sie bis an ihr Lebensende zeichnen. Doch letztendlich hatte sich das Schlachtenglück gedreht und die ketzerische Brut war immer mehr auf dem Rückzug gewesen. Schlacht um Schalcht verlief siegreich und so war es nicht verwunderlich gewesen, dass Lord Nevyn von Silberhand entschieden hatte, dass jemand zurück nach Gerimor geschickt werden sollte um die freudige Kunde zu verbreiten und die Lage Daheim neu abzuschätzen.
Dass sie die Person sein würde, das hätte sie allerdings keinen Moment gedacht. Enttäuschung, und für den ersten Moment sogar Scham, hatten sich in ihr breit gemacht. Letztendlich war es Nevyn persönlich gewesen der sie in seine Motivation hinter diesen Befehlen eingeweiht hatte und am Ende hatte sie ihm dann auch rechtgeben müssen; wenn auch nicht ohne deutliches Gemurre. All die Tage auf hoher See hatte sie überlegt wie es wäre wieder auf Gerimor anzukommen. Wie wohl der Krieg mit dem alatarischen reich verlaufen war? Sie war sich sicher, dass die übrigen Truppen der Bruderschaft mehr als ausreichend gewesen waren um früher oder später einen harten Vorstoß gegen Rahal zu wagen und den dunklen Schandfleck endgültig von der Karte zu tilgen. Manches mal hatte sie sich gewünscht selbst an solch einem Vorstoß teilzunehmen; die Stadt einzunehmen und jeden einzelnen dieses ungläubigen Packs den reinigenden Flammen der Schwertmaid zu übergeben. Doch ihr Kampf fernab Gerimors war von größerer Wichtigkeit gewesen und so mischte sich nun auch eine gewisse Vorfreude in die Rückkehr ein.
Ein weiterer Punkt der ihr während der Fahrt Frieden brachte war die Tatsache, dass sie ihre Familie nach all der Zeit wiedersehen würde, allen voran ihre Schwester. Doch all diese persönlichen Dinge hatten zu warten; waren zweitrangig. Zuerst galt es versiegelte Schreiben zu überbringen; an Lord de Arganta, an dieFührerschaft der Bruderschaft, die Kirche, die Paladiness von Hohenfels und weiteren Personen. Erst nach der Erfüllung ihrer Pflicht würde sie sich um diese andere Dinge kümmern können.
All das waren ihre Ziele gewesen und doch war sie die ersten zwei Tage nach ihrer Ankunft in Bajard verblieben. Das Fischerdorf hatte sich nicht im geringsten verändert, es war immer noch ein ort der gottlosen Ketzer und selbst das alatarische Pack verkehrte immer noch innerhalb des Dorfes. Am ersten Abend war ein Temler vor ihr gestanden, hatte sie mit „Dem Einen Segen“ gegrüßt … wie gerne hätte Sorcha ihre Klinge gezogen und diese frevlerische Zunge aus seinem Mund geschnitten. Doch sie war nicht gerüstet und auch die unzähligen Konflikte hatten ihren Tribut gezollt: Sorcha war alles andere als fit, fühlte sich schwächer und verwundbarer. Und so hatte sie geschwiegen, hatte den Fremden ignoriert und ihre Wut unterdrückt.
Was sie jedoch viel mehr und härter treffen sollte, war der zweite Tag. Von einem Seefahrer mit einem mehr als interessanten Dialekt hatte sie Neuigkeiten erfahren, die wie ein Schlag ins Gesicht wirkten. Die Bruderschaft: aufgelöst. Die Allianz des Lichts: nicht mehr vorhanden. Lord de Arganta: getötet. Den orden der Temora schien es wenigstens noch zu geben, soweit sie es heraushören konnte, doch was war hier nur geschehen? Wie im Namen der Alleinen konnte dies passiert sein? War die dunkle Macht der Pantherbrut wirklich so stark geworden? Was war mit Adoran? Sie würde all das die nächsten Tage herausfinden und noch wichtiger: Sie musste herausfinden ob noch irgendwelche Verbündeten der Bruderschaft existierten. Und dannw aren da noch ihre Befehle ...
Sie hatte sich ihre Rückkehr ausgemalt. Aber dieses Szenario war schlimmer als die schlimmsten Befürchtungen die sie je hatte.