Eine Eildepesche an Ahad Hrathen

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Anastasia Swynedd

Eine Eildepesche an Ahad Hrathen

Beitrag von Anastasia Swynedd »

Immer wieder ließ sie die Hände in das Waschbecken tauchen, um kaltes Wasser in Ihr verschwitztes Gesicht zu spritzen. Die blonden Locken hingen schwer an Ihrem Haupt, der vage Schweißfilm auf Ihrer Haut ließ sie frösteln. Mit einer vorsichtigen Handbewegung, betastete sie im Anschluss noch einmal Ihre schmerzende, rechte Seite. Die helle Haut hatte inzwischen eine dunkle Färbung angenommen und auch das Atmen fiel Ihr nicht all zu leicht. Nichtsdestotrotz führten Ihre nächsten Schritte sie nicht zu Ihrem Bett, sondern zu dem Schreibtisch im nah gelegenen Arbeitszimmer des Anwesens.

In raschen Schwüngen führte sie die Feder über das Pergamente, um wenige, förmliche Zeilen auf die Seite zu bringen. Die Schriftrolle wird hiernach versiegelt und findet Ihren Weg direkt zu dem Wohnturm des Ahads. Mit Sicherheit wird Ihm der wachhabende Soldat zeitnah das Schreiben aushändigen.


07. Goldblatt 255

Alatars Segen mit Euch, Ahad Hrathen.

In den Abendstunden fochten einige Anhänger des All-Einen vor Bajard eine Schlacht gegen Mitglieder des Ordens der Temora. Wir unterlagen, schlugen allerdings unter anderem den Pater Farion Lefar und, so ich mich nicht täusche, auch den Ritter Mandred.

Ich muss demnach dringend mit Euch sprechen und bitte Euch diesbezüglich um einen Termin, an dem Ihr Euch Zeit für ein Gespräch nehmen könnt. Sollten meine Verletzungen schwerwiegender sein, empfange ich Euch selbstverständlich trotzdem in meinem Anwesen. Es duldet keinen Aufschub.

Die Pranke des Herrn über Euch,

[img]http://darkrain1.da.funpic.de/siegel_anastasia.png[/img]

A. Swynedd
Ahad des alatarischen Reiches
Mitglied der Schwarzen Armee
Mitglied der Pranke des Herrn
Zuletzt geändert von Anastasia Swynedd am Sonntag 7. Oktober 2012, 21:32, insgesamt 1-mal geändert.
Hrathen von Llynongardt

Beitrag von Hrathen von Llynongardt »

Dem Boten wird aufgetragen mitzuteilen, dass der Ahad am heutigen Abend vorbeizukommen gedenkt, genau zwischen der achten und neunten Stunde nach dem Mittagsgeläut.
Anastasia Swynedd

Beitrag von Anastasia Swynedd »

... diesmal wird den Ahad keine Eildepesche erreichen, aber der Soldat vor seinem Turm wird Ihm ausrichten, dass die Ahad recht spät am Abend etwas für Ihn abgegeben hat. Mit der Hellebarde deutet er dann zu dem Postkasten dort neben dem Eingang.
Zuletzt geändert von Anastasia Swynedd am Samstag 27. Oktober 2012, 23:44, insgesamt 1-mal geändert.
Hrathen von Llynongardt

Beitrag von Hrathen von Llynongardt »

Mit hochgezogenen Augenbrauen fischte er zwei Beutel aus dem Briefkasten heraus. Der Blick in den ersten bekundete eine gewisse Zufriedenheit und er wurde erstmal wieder zurückgelegt. Der zweite hingegen mit hineingenommen und dort begutachtet.

Die Flasche Wein fand ihren Platz auf dem Tisch und die Hand griff erneut in den Beutel, die Stirn runzelte sich, dann holte er das, was die Finger fanden hervor und betrachtete es irritiert. Erst als der Geruch ihn erreichte, entspannten sich die Gesichtszüge wieder.
Das "Ding" wurde auf dem Tisch abgelegt und die kurze Notiz hervorgeholt und gelesen. Danach richtete sich die Aufmerksamkeit wieder auf die Lakritz auf dem Tisch, weniger der Essbarkeit, als der Form wegen, in die es gebracht worden war.

Eine geraume Weile später hörte der Wachhabende vor der Türe des Turmes von drinnen schallendes Gelächter. Was den Ahad drinnen so erheiterte, sollte er wenig später noch erfahren, als dieser seine Räumlichkeiten kopfschüttelnd verließ.

"Sag mir, wie tief lässt ein hergeschenkter Gegenstand jemanden in die Seele eines anderen blicken?"

Mit diesem Rätsel ließ er ihn verstört zurück, den Weg zum Palast einschlagend, noch immer leise vor sich hinlachend. Gelegentlich schnappten die Wachen ein "Unfassbar" oder auch "Unglaublich" auf.
Da wollte der Ahad doch mal jemanden um Rat fragen, der es ja angeblich wissen musste.
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