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Ja, alles hat einmal ein Ende…

Verfasst: Samstag 29. September 2012, 21:40
von Sua Lorcryn

Ihre Zeit war gekommen – sie hatte sich entschieden.


Althan hatte ihr Tage zuvor einen ruhigen Ort ausserhalb der heiligen Stadt gezeigt, an dem sie, wie sie zu ihm sagte, ihrem Leben ein Ende bereiten konnte.
Ihre Seele sollte endgültig ihre Hülle - das menschliche Fleisch, dass nur noch ein Wrack und ein Hindernis für sie gewesen war - verlassen und ihren direkten Weg an einen Anderen, vielleicht sogar schöneren Ort finden. Zu viele Emotionen, die sie schwächten, raubten ihr jegliche Kraft – übermannt von Depressionen nahm sie kaum noch Nahrung zu sich. Dürr war sie geworden, wie ein alter, zerbrechlich wirkender Letharenmagier und auch ihre Gesichtszüge waren nicht mehr das was sie einst einmal waren.

Sie sank an jenem Ort auf den Po und sah unter stoischer Ruhe über das leise rauschende Meer hinweg. Die Finger, die sie auf ihre überkreuzten Beine bettete waren von der abendlichen Kälte unterkühlt und nahmen bereits ein fahles, grässliches blau an. Kaum eine Regung ging von ihrem Leibe aus, nur ab und an ein Blinzeln, provoziert durch den beissend kalten Wind.
Sie wollte jedes Gefühl an Freude, Wollust, Trauer, Schmerz, Hass und Zorn hinter sich lassen und endlich Ruhe finden.

Das ihr an diesem späten Abend jemand gefolgt war, wusste sie nicht. Nicht einmal einen Schritt des Unbekannten vernahm sie, wo sie doch sonst so aufmerksam war und nach jedem Geräusch lauschte. Diesmal aber war es das Gegenteil. Zu sehr war sie in sich gekehrt und spürte nicht einmal den penetranten Blick auf ihrem Rücken, der sie fast zu durchbohren drohte.
Kaum zwei Herzschläge später ergriffen sie die beiden Hände auch schon am Hals, die Finger stetig gegen ihren Kehlkopf gedrückt, um sie zu würgen und ihr so die Luft abzuschnüren.
Sie zappelte, wand sich in den Fängen des Unbekannten und versuchte sich so durch eine leichte Drehung ihres Leibes aus dem Griff zu lösen. Durch die Hektik, gar aufkeimende Panik, strampelte sie so sehr, dass sie sich letztlich befreien und sich einige Schritte entfernt vor ihm aufrichten konnte. Noch währenddessen zog sie aus der Waffenhalterung an ihrem Schenkel den Dolch hervor und richtete die Klinge bedrohlich auf ihren Gegner. Doch noch ehe sie einen Angriff gegen den Feind ausüben konnte, fiel sie erneut unter einem leisen Keuchen zurück und sank gelähmt durch den Schmerz in ihrer Schulter auf die Knie. Man hatte ihr hinterrücks einen Pfeil durch die Schulter geschossen und sie zu Boden gezwungen.


„Bring sie um… Bring sie endlich um, du Idiot!“

Tränen aus Wut rannen ihr über die geröteten Wangen. Die Gestalt näherte sich und umging sie mit langsamen Schritten, bis sie schließlich hinter ihr zum Stehen kam. Der Pfeil erledigte seine Arbeit meisterlich und entfaltete in ihrem Blut die Lähmungsflüssigkeit gänzlich. Er kniete sich zu ihr herab, strich ihr das schwarze, gelockte Haar über den Rücken und legte seine Finger um ihr Kinn. Kalter Stahl drückte sich an ihre Kehle und trachtete durch einen tiefen, feinen Schnitt nach ihrem warmen Blut. Leise vernahm man noch einen gepressten Laut, welcher über ihre bebenden Lippen kam, bevor er sie vorneüber zu Boden sinken liess. Die smaragdfarbenen Augen verloren ihren Glanz noch bevor sich ihre glühende Wange in das feuchte Gras schmiegte und ihrem Leib allmählich die Kälte des Todes übermannte…



Der Vicarius, sollte er widerkehren und nach dem Rechten sehen, wird die Spuren eines Kampfes in der Wiese erkennen können. Aber auch der Pfeil in ihrer rechten Schulter weist darauf hin, dass es kein Selbstmord war. Ein Attentat auf eine Bürgerin Rahals? Man munkelte bereits, dass es von solchen Feinden im alatarischen Reich nur so wimmelte.


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Verfasst: Mittwoch 10. Oktober 2012, 09:08
von Gast
Er hatte ihr diesen Ort aus einem bestimmten Grund gezeigt, dennoch ein Blick in ihren Augen hatte ihm deutlich gemacht, dass seine Worte sie nicht von ihrer Handlung abhalten würden.
Würde ihre Seele durch einen Selbstmord Einlass finden in Nileth Azur? Er bezweifelte es. Doch jede Seele war wichtig und stärkte Seine Macht so sprach er weiter mit ihr. Dann spürte er, dass sie allein für sich sein wollte um nachzudenken, kurze Zeit später verlies er den Ort und machte sich auf den Weg in die heilige Stadt.
Tage später war er dann erneut zu diesem Ort aufgebrochen, um wie versprochen ihren Leichnam zu verbrennen und einige Worte zu sprechen. So wird er die Kampfesspuren deutlich erkennen können und ihre Leiche finden, die der Witterung schon einige Tage ausgesetzt war.
Nachdenklich beugte er sich hinunter untersuchte die tödliche Wunde an der Kehle und den Pfeil ohne ihn zu ziehen.
Er erhob sich rasch und machte sich auf den Weg gen Rahal die Garde informierend...

Verfasst: Freitag 12. Oktober 2012, 11:41
von Gast
Die Auszahlung..

Ruhig stand ich an einen Baum gelehnt. Die Arme verschränkt wie immer vor der üppigen Brust. Und beobachtete aus dem Schatten der mich verhüllte, wie ein schützender Mantel das Geschehen.
Ich war schon lang genug von ihr und ihrer Art genervt. Rivalinnen mussten früh oder später sterben. Und ich tat ihr damit nur ein Gefallen….

Die Männer, die sich äußerst dämlich bei dem Mord hier anstellten, waren Ratten aus der Unteren Welt. Dort lebt nur Abschaum, dass für wenig Gold sogar seine eigene Mutter erschlagen würde. Wenn sie es schon längst nicht gemacht haben, aus anderen geringen Gründen.
Das ich unqualifizierte Mörder dafür bezahlt hatte, war meine Absicht gewesen. Jede Spur würde Fragen in den Raum stellen und Verwirrung schaffen.

Ich schob meine Gedanken zu Seite und beobachtete wie Sua mit letzter Kraft um ihr Leben kämpfte. Die Augen mit Tränen benetzt. Die Panik spiegelte das Entsetzen und die Angst darin. Meine Reaktion war nur ein schmales Lächeln.
Wieso gefiel mir das, was ich da sah?
Die Antwort wusste ich. Ich war nicht nachtragend, aber meine Rechnungen Pflegte ich. Und das hier, war die Zeit der Auszahlung.

Ein gluckern vom Blut erreichte mein Ohr. Meine Nasenflügel blähten sich auf und saugten die Luft um mich herum ein. Verlangend nach dem metallischem Geruch des Blutes.
In wenigen Augenblicken war das Leben aus Sua´s ausgedörrtem Körper ausgehaucht.
Einer der Männer lies sie auf den Boden fallen und zerrte an seinem Gürtel herum.
Ich hörte seine Worte wie im Rauschen in meinem Ohr untergehen. Er wollte sie Schänden.

Mit geschmeidigem Gang einer Raubkatze trat ich aus dem Schatten. Das Gesicht hinter dem Schwarzem Stoff verhüllt.“ Ich bezahlte euch nicht dafür, dass ihr eine Leiche Schändet!
Sondern das ihr aus ihr eine Macht! Geht, bevor ich euch euer mickriges Dasein nehme. Meine Stimme war gedämpft und rauchig. Irgendwas beinhaltete sie, dass selbst ich erschrak.
Einer der Männer schien noch kurz zu zögern. Doch schon wurde er von dem Anderen angesprochen und Beide machten sich auf den Weg.
Einen Augenblick schaute ich ihnen nach. Dann trat ich auf die Leiche zu und setzte mich in die Hocke neben sie. Bedacht darauf, dass ihr Blut nicht meine Blutmädchenrobe beschmutzt.
Langsam legte ich meinen Kopf zu Seite und blickte in die leblosen Augen.
Dann streifte ich mit der Handfläche über diese und lies sie schließen.

Wie zu einem Gebet, schloss auch ich meine Augen und flüsterte leise die Worte“
Mögen Seine Teufelsscharen, dich auf ihren Schwingen zu ruhe Tragen.“

Ich verließ den Ort des Todes und wartete geduldig ab bis Jemand sie wieder finden würde…
Nicht lange dauerte Jenes …