Gerimor Kurier Ausgabe Nr. 17

Antworten
Ira Lisarias
Beiträge: 5
Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42

Gerimor Kurier Ausgabe Nr. 17

Beitrag von Ira Lisarias »

Die aktuellen Ausgaben des Kuriers sind diesmal an folgenden Orten zu finden: Wie immer in der Stadtstube zu Adoran, ebenso wie immer am Oger in Bajard, des weiteren hat La Cabeza ein Exemplar erhalten das am Weinkeller hängt und ein Exemplar fand seinen Weg an die Mauern des Tempels in Düstersee.


Gerimor Kurier, Ausgabe: 17
Neues aus Wirtschaft, Kultur und Politik auf den Punkt gebracht.



DD

Das in Rahal wahnsinnige Irre ohne Moral und Verstand das Sagen haben ist bekannt und Tradition. Es ist ein Ort an dem namhafte Geisteskranke einander die Klinke in die Hand drücken, sich eher früher denn später untereinander umbringen oder in einem Anfall von Selbsthuldigung gegenseitig die Bäuche kraulen. Bekannte Massenmörder wie Eloriahus Drugar, Khazkal Deslon, Scartyz Blutfaust oder Wachleute auf Schnapsentzug schlachteten auf blutigen Feldzügen Arme, Alte, Kinder, Krüppel und niedliche Feldhamster in einer hemmungslosen Blutorgie nieder. Nie waren sie bekannt für ihre geistigen Leistungen. Das verlangt man von Rahalern für gewöhnlich auch nicht. Diesmal allerdings ging die Fackel an ein besonders dummes Exemplar über das selbst jeden schlammsaufenden Letharen deutlich unterbietet.

Durion, kreativ wie eine grauguss Statue und unsterblich geworden durch Zitate wie: ‚Sterben ist was für Verlierer und Amateure‘. Der, der seine gesamte schöpferische Kraft aus seinem mit Brot gefüllten Kopf bezieht, in dem einsam eine Made haust, erfreut sich auch innerhalb der rahalischen Gesellschaft immer größerer Beliebtheit. Er ist ein Mann der nicht merkt das er ohne Heer loszieht, in Schussweite des Regiments auf seinem Esel hockt, grunzende Reden schwingt die sich auf ‚Zorn macht stark‘ reduzieren lassen und selbst dann nicht die Flucht ergreift nachdem das Regiment aufmarschiert. Zur Besinnung kam der Feldherr erst wieder im Kerker des Regiments.

Das Regiment verzichtete laut Oberst Fridolin auf seine Hinrichtung weil, Zitat: ‚So einen Idioten bekommen die nie wieder. Wir wären schön blöd einen derartig unfähigen Dilettanten hinzurichten‘


Neue Serviceleistungen

Der Lieblingshund der Tochter ist in die Suppe gefallen? Die gute Milchkuh hat den letzten Grillabend nicht überstanden? Oder sie sind einfach ein Kurzzeitsadtist und Ihnen tut der Mord an der Nachbarin spontan leid?

Keine Sorgen – Theodor Zecher hilft. Ein Leichenbeschwörer der alten Schule bietet Reanimationshilfeleistungen zu günstigen Preisen. Beginnend ab 5 Kronen zzgl. Körpergewicht. *Kleingeschrieben: (das aktuelle von Theodor Zecher)*


Früher

Die Redaktion will an dieser Stelle ausdrücklich betonen dass wir nicht in Nostalgie ersaufen. Aber es sollte klar gesagt werden: Früher war alles besser. Früher war das Weibsvolk schöner, der Rum süffiger, die Spenden für den Kurier höher und – ja – Zwerge waren noch Zwerge.

Traf man früher einen Zwerg, lauschte man der deftigen Geräuschkulisse, trank Bier, lachte und tauschte Handelswaren. Aber irgendwas hat einzug im Reich der Zwerge gehalten das dies entstellte. Natürlich ist ein Zwerg noch immer ein Zwerg, erkennt man sie doch an ihrer Üppigen Schafsähnlichen Körperbehaarung. Aber was hat sich geändert im Reich unserer pelzigen Freunde mit ihrer würdevollen Duftnote die schon der zweitgrößte Vordenker unserer Zeit Prof Karlmann so trefflich als ‚Kanal Nr. 5.‘ zu kategorisieren vermochte.

SIE SIND VERDAMMTE VERWEICHLICHTE HEUELBOJEN!

Sie sind über 300 – benehmen sich aber wie 3. Werfen sich auf den Boden, kreischen, schreien in Agonie artigem Gejammer ihr Leid in die Welt. Bis selbst der willigste ‚Langbeiner‘ zur Kapitulation gewillt ist. Wo früher bei einem Zwerg die Axt saß hängt nun ein Taschentuch in der Größe einer durchschnittlichen Segelplane. Auch ihren Charakteristischen Geruch haben sie längst verloren. Die Tränen spülen alles weg. Einige Munkeln schon man hätte Zwerge gesehen die sich Raupenartig in Salzkristalle einheulten.



Neues Geschäft eröffnet

Amaryllis, Astern, Begonien, Chrysanthemen, Gänseblümchen, Gladiolen, Kornraden, Nelken, Feuernelken, Orchideen, Riesenrafflesien, Rosen, Siebensterne oder Vergissmeinnicht. All diese Blumen und noch viel mehr, alles was das Herz des Kleingartenfreundes höher schlagen lässt finden sie nun im ausgedehnten Lustgarten des Meisters des Grünen Daumens. Tar’lyrrns Blumenwuchergrünzeugfachgeschäft lädt ein.


Das Gespräch der Woche.

Magus Lohengrinn, genannt der Feuermagier, Hüter der blauen Klinge, Magister angestellt an der alumenisch königlichen Gesellschaft arkaner Künste dem Konzil des Phönix zu Adoran , Bibliothekar und Soldat des Lichtentaler Regiments a.D. gewährte uns heute die Möglichkeit eines Gespräches das wir Ihnen, unserem geneigten Leser, auf keinen Fall vorenthalten möchten.

Kurier: Nun zuerst stellt sich die Frage. Wie möchtet ihr tituliert werden?

Richard Lohengrinn: Feuermagier, versteht sich.

Kurier: Nun Herr Feuermagier Lohengrinn. Wie betrachtet ihr die aktuelle Situation die sich auf Lameriast und an den Küsten Gerimors darstellt?

Feuermagier Lohengrinn: Wie ich sie betrachte? Ich betrachte sie milde. Mir brachte die Situation immerhin eine ganze Menge Würste ein. – ließ er uns wissen und bot sogleich als Zeichen seiner Gastfreundschaft ein sehr wurstig aussehendes Exemplar an. Um dann weiter fortzufahren:

Feuermagier Lohengrinn: Die Thyren bezahlen damit ihre Söldner.

Kurier: Glaubt ihr folglich das Orkinvasionen das Problem einer Mangelerscheinung an guter Wurst lösen könnten? Langfristig gesehen?
- Der Meister schweigt kurz, wirkt nachdenklich und grübelt einen Moment. -

Feuermagier Lohengrinn: Nun durch die verschärften Sanktionen, gegen die Berchgarder Handwerkszünfte wird es für einen ehrlichen Adoraner Genießer von Tag zu Tag teurer an gute, geschmackvolle Würste zu kommen. Teurer, wenn nicht gar verunmöglicht. Die Orkinvasion zwingt die wilden Männer Lameriasts auf ihren bedeuteten Wurstvorrat zurückzugreifen, um damit ihre Heere zu finanzieren die sich doch zu einem guten Teil aus dem Osten Gerimors rekrutieren. Folglich ergibt sich eine Entspannung der lokalen Märkte die vor allem dem Endverbraucher zugute kommt.

Kurier: Glaubt ihr, das diese Lösung langfristig ein Modell sein könnte an dem sich die Berchgarder ein Beispiel nehmen sollten?

Feuermagier Lohengrinn: Nun, ich kann nur von der Wurst sprechen die Thyrenwurst ist von einer solchen Qualität, dass sich jeder namhafte Metzger an diesem Standard orientieren kann. Ich hoffe das beantwortete eure Frage.

Kurier: Ist das nicht ein Schrei nach Vereinheitlichung der nur wieder zu einer globalisierten Verödung ohne regionale Unterschiede führt?

Feuermagier Lohengrinn: Nun, wenn sich der regionale Unterschied vor allem über einen zu hoch angesetzten Grundpreis definiert so ist mir diese Art der Globalisierung gerne recht. Das spreche ich als Sparer und als Wurstliebhaber.

Kurier: Im Abschluss eine versöhnliche Zukunftsaussicht für unsere Leser?

Feuermagier Lohengrinn: Meine verehrten Herren Leser. Auch wenn es verlockend scheint wartet beim Grillen bis das Feuer zur glühenden Kohle wurde, ehe ihr eure Wurst erhitzet. Das Ergebnis verschiebt sich zwar zeitlich nach hinten doch besticht durch einen angenehmeren Geschmack.
Also mit einfachen Worten. Niemals die Würste direkt ins Feuer halten. Es stiehlt den Saft und verbrennt die Haut.

Kurier: Wir danken für das Gespräch.

für den Kurier:
Nicolas
Zuletzt geändert von Ira Lisarias am Dienstag 11. September 2012, 23:31, insgesamt 1-mal geändert.
Gast

Beitrag von Gast »

Eigentlich wollte er nur beten doch dann schaute er verdutzt auf das Pergament was an den Mauern klebte.

Er trat näher und fing an zu lesen, schweigend, der Kiefer bewegte sich.. spannte sich an... seine Zähne knirschten... dann riss er den Schund ab und nahm ihn an sich.

Zu den Wachen wird er anmerken, dass Fremde genauer angesehen werden sollten, denn die Ketzer würden Schundpropaganda im heiligen Reiche aushängen!
Dabei mit dem Schreiben wedelnd stapft er gen Kutsche.
Zuletzt geändert von Gast am Dienstag 11. September 2012, 21:21, insgesamt 1-mal geändert.
Raissa Nadeira

Beitrag von Raissa Nadeira »

Interessiert wurde die Ausgabe auf La Cabeza gelesen... Um ihren Mundwinkel herum zuckte es verräterisch... zuckte... ehe sie sich umwandte und, ausgesprochen merkwürdige Geräusche von sich gebend davon lief.

Augenzeugen werden später behaupten sie habe herzlich gelacht. Tatsache ist auf jeden Fall dass sie sich für Stunden nach der Lektüre in ihrer Ratsstube einsperrte und danach einen Boten dafür bezahlte, dass er die Ausgabe abschrieb.
Benutzeravatar
Albertus Kaemmerer
Beiträge: 724
Registriert: Sonntag 1. April 2012, 04:45

Beitrag von Albertus Kaemmerer »

*Ziemlich abgekämpft und müde stapft er in die Stadtstube zu Adoran hinein, und nickt Hamlin kurz zu. Anschließend geht er in die Küche und lässt sich einen Tee von Belanna machen. Reibt sich mit der einen hand über die müden augen mit der anderen nimmt er die tasse, und stapft ins Hinterzimmer. Langsam wandern seine augen über die neue Ausgabe des Kurriers. Er stellt die tasse mit einigen abstand vom Schriftstück weg, und seuftz einmal tief durch, als er es sich bequem macht und zu lesen beginnt. Seine stirn legt sich in dicke wulstige runzeln, und schaut ob es wirklich ein Kurrier ist, also eine informationsschrift oder ein Blatt zur Belustigung des Pöpels. Nunja schnell wird deutlich dass es wohl letzteres ist. Doch er kommt seiner Pflicht als Rekrut nach, denn der Oberst kommt nicht sonderlich gut weg in dem Schriftstück, und drückt sich leise ächtzend vom tisch hoch. Zum Schluss, nimmt er das schriftstück vom Tisch und geht damit durch die türe. und spricht dann mit etwas müden aber warmen ton*

"Gesegneten guten Abend Hamlin! Tu mir bitte den gefallen, und lies vorher das, was hier ausgelegt wird. Warum? Na der Oberst wäre sicher nicht erfreut über die feisten Worte. Ferner finde ich es schon etwas bleidigend sich über meinen wohlstand so lustig zu machen *klopft sich dabei mit der anderen Hand auf den wanst* Ach nein, ich mach mir doch keinen Kopf, auch wenn es irgendwo recht amüsant ist, nachher glaubt noch irgendein klein Geist was dort geschrieben steht. Tu mir einfach den gefallen und lese es vorher. Ich hege wirklich kein Interesse dass der ehrenwerte herr Oberst mir den Kopf abbeißt was an meinem außerdienstlichen Arbeitsplatz so rumliegt. Danke dir, ich werfs in den Ofen. Dir aber noch eine angenehme Nachtruhe Hamlin.

*er winkt jenen dann zu, und stapft in die küche, nickt Belanna dann zu*

Darf ich mal?
*und hebt den mundwinkel etwas an, und drückt sich vorbei, und wirft das schriftstück ganz pflichtbewusst in den ofen. Sodann geht er wieder in das hinterzimmer, seuftz einmal laut und übertrieben theatralisch, klopft sich auf den wanst, und trinkt langsam von seinem Tee*

Sauberer Arbeitsplatz, Jawohl!

*meint er dann zufrieden nicken zu sich selbst*
Tristan Wulfram

Beitrag von Tristan Wulfram »

Und man wird es kaum glauben, doch scheint tatsächlich auch Tristan wieder eine der Ausgaben zu ergattern.
Natürlich nicht er, sondern viel eher eine Illusion, die einen unschuldigen alten Fischer darstellen mag.
"Man muss ja nicht gleich auffallen wie ein bunter Hund", dachte er sich dazu.

Aber ohne langes zögern wird eben dieser Fischer die Ausgabe in seinen Leinenbeutel stecken und mitnehmen, man hört dann daraufhin aus der Herberge Gelächter.
"So viele Jahre schon... Und verändert hat sich der Kurier nie.", meint er zufrieden zu sich selbst als er eine schnelle und unsaubere Abschrift des Exemplars fertiggestellt hat. Das Original wird dann wieder in den Oger gelegt, damit sich auch Andere daran erfreuen können.

"Schadenfreude ist und bleibt nunmal die schönste Freude...", dachte er sich und stiefelte mit einem angedeuteten Grinsen wieder in die Wälder vor Bajard...

Später wird er sich die unsaubere Abschrift fein säuberlich aufschreiben und sie an einem sicheren Ort aufbewahren.
Zuletzt geändert von Tristan Wulfram am Mittwoch 12. September 2012, 00:53, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Maire Riordan
Beiträge: 322
Registriert: Montag 2. April 2012, 04:45

Beitrag von Maire Riordan »

Lhyam brachte wie immer ein Expemplar des Kuriers vom der Taverne mit, wie liebte sie es, wenn er ihr abends seine Geschichten vorlas. Doch auch die Neuigkeiten, die im "Kurier" beschrieben wurden, waren immer Garant für einen schönen, interessanten oder lustigen "Vorleseabend". Seit dieser erwähnt hatte, dass Lhyam so fein gespielt hatte bei dem Fest am See, war sie immer wieder begierig ihn vorgelesen zu bekommen.

Einige Male schmunzelte sie, dann horchte sie wieder auf um sich etwas zu merken, wie beispielsweise neue Geschäfte und Angebote. Bei dem Artikel über die Zwerge runzelte sie nachdenklich die Stirn und überlegte, wann sie das letzte Mal einen von ihnen gesehen hatte. Dann zuckte sie ein wenig mit den Schultern. Beim Text über den Rahaler, lachte sie herzhaft und nickte dann eifrig: "Sag ich doch auch immer, die spinnen die Rahaler, lauter Verrückte so, genau!" Doch als dann das Gespräch mit diesem "Lohengrin" kam, musste sie ihrerseits was erzählen. "Diese Pina da, die is bissi merkwürdig, aber sonst arg nett, die erzählte mir, dass das ihr Verehrer is, stell dir vor. Dabei trägt sie immer soooon hässliches Kleid mit ner Rüstung drunter *gluckst dabei leise*. Die meinte er wär so ... *sucht nach Worten* arg nett und sowas halt, sie hat son komisches Wort auch gebrauch, das ich nich verstand - "charmant", ja genau so nannte sie das. Na, egal *dabei wie üblich wild mit ihren Händen herumwedelt um ihre Worte seeehr eindrucksvoll zu unterstreichen, man dabei besser etwas Abstand hielt* und hat so geschwärmt so von dem. Leider kenn ich den nich ... mal sehen, vielleicht isser ja auch mal bei dem nächsten Geschichtenabend da, Pina hab ich Bescheid gegeben, dass wieder einer is! Ich bin ja so gaaar nich neugierig!" Dabei musste sie unwillkürlich selbst lachen und sah mit schelmischem Blick zu Lhyam auf. "So lies doch bitte weiter, bin ja mal gespannt was der so sagt so."

Bei diesem Artikel musste ihr Lhyam vieles erklären, denn solche Worte kannte sie gar nich, doch mit Lhyams Hilfe begriff sie dann einiges davon. Erneut ein eifriges Nicken und ihr "fachfraulicher Kommentar" dazu, "Hah, siehste?! Sag ich auch immer, hat er Recht so, die haben soo feine Würschtl, vielleicht, wenn alles hier vorbei is, darf ich mir die Rezepte mal ausleihen, hah! Das wär was Feines als Lohn! Und natürlich darf man die nich ins Feuer tun, pah, wer macht denn sowas? Immer, betont sie resolut, über die Kohlen halten, damit bei den Käswürschtln auch innen der Käse fein schmilzt und aussen so krustig werden!" Sie fing beinahe zu sabbern an, bei der Vorstellung.

Bei den Spenden, sah sie dann Lhyam mit ihrem speziellen Blick an, sie machte große, braune Kulleraugen und murmelte dann, "Das sollten wir auch mal du, is ja soviel Arbeit alles und sowas, aber wohin die? Müssen wir mal rausfinden, ja? Wär das nich ne feine Idee so? *erklang es bittend*" Sie kuschelte sich enger in seinen Arm und genoss einfach die abendliche Vorlesestunde aus vollen Zügen, wie immer ...
Antworten