Reisende seien darauf hingewiesen, dass sich gefälschte Bürgerbriefe im Umlauf befinden.
Folgendes gilt es zu beachten:
- Die Bürgerrechte werden nur durch den Verwalter Beldan Scherenbrueck verliehen.
- Die Vergabe der Bürgerrechte ist nicht an die Zahlung einer Goldsumme geknüpft.
- Der Handel mit Bürgerbriefen, gleich ob gefälscht oder echt, ist strafbar. Wer einen Bürgerbrief fälscht oder verkauft verwirkt die rechte Schwurhand.
- Der Besitz eines gefälschten Bürgerbriefes oder der Versuch, einen solchen zu erstehen, sind strafbar. Fahrlässigkeit schützt vor Strafe nicht.
*darunter wird ein Pergament gehangen. Ausserdem werden Flugblätter in ganz Bajard verteilt und in jeden Briefkasten Bajards dieses Schriftgut verstaut*
Der öffentliche Aushang wird für nichtig erklärt, da dieser der Abmachung Bajards nicht entspricht:
Es sei festgehalten, dass ein generelles Handelsverbot nicht besteht. Jene Dörfler, die Handel betreiben, entscheiden selbst, ob sie etwas veräußern möchten oder nicht. Es wird erwartet, dass der Wunsch einen Handel abzulehnen oder anzunehmen, respektiert und akzeptiert wird.
Also macht euch mit euren Forderungen nicht lächerlich oder beginnt damit Gesetze zu erlassen die sowieso wieder nicht durchgesetzt werden beziehungsweise können.
*ohne eine Unterschrift versehen*
Zuletzt geändert von Naurin am Freitag 25. Mai 2012, 10:22, insgesamt 1-mal geändert.
*der Ersteller selbst war es nicht, der die Pergamente unter das Volk brachte. Wenn man ihn wirklich gesehen hatte, da sah er nach einem Manne mittleren Alters aus, ein Kopftuch trag er. Auf dem Rücken trug er eine Angel, anscheinend war er ein Fischer.*
"Mhh... das hilft mir nicht wirklich weiter", blieb ihm nur festzustellen, nachdem ihm ein paar besorgte Bürger und Händler ihre groben Eindrücke geschildert hatten. Also gab er seinem Laufburschen, dem flinken dicken Metzgersjungen, ein paar Silberlinge und ein Stück von Lairjas Walnusskuchen: "Such mir mal zusammen, was Du an den Flugblättern findest, und bring sie mir dann. Aber lass die Pfoten aus den Briefkästen anderer Leute, Dir bleiben nur wieder die Finger stecken." Ob des Tadels - denn er hatte ja vor wenigen Tagen erst versucht, ein versehentlich mit einem Brief in den Scherenbrueck'schen Briefkasten gefallenes geräuchertes Mettwürstchen wieder herauszufischen und war elendig stecken geblieben - errötete der Bursche leicht, machte sich dann aber doch emsig auf den Weg, dabei genüsslich den Walnusskuchen mampfend und sich vorstellend, dass er auch einmal so dick und groß wie der Herr Scherenbrueck werden würde, wenn er weiter so viel Kuchen äße - wie seine Mutter ihn eindringlich gelobt hatte. Der Junge musste schließlich etwas auf die Rippen bekommen - andere mochten da anderer Ansicht sein. Zufrieden schaute Beldan dem Burschen nach, wie er davondackelte. Andere hatten Raben, Frettchen, Schildkröten oder Kaninchen, um ihre Botschaften an den Mann zu bringen, aber wofür die ganze Zähmerei, wenn es so nützliche schlaue Bürschchen gab.
Der Bursche wird natürlich nur einen Teil der Aushänge und Flugblätter finden, größtenteils diejenigen, die für ihn am offensichtlichsten platziert sind.