VENDETTA!!!!

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Mirania Adreana

VENDETTA!!!!

Beitrag von Mirania Adreana »

Es war schon tiefste Nacht auf der Ordensburg.
Solange wartete die schwarzverhüllte Gestalt auf diesen Moment.
Langsam stieg Sie aus dem Bett, in den Wochen, wo Sie gezwungen war, alleine hier zu nächtigen, während Daimonen ihr Unwesen trieb, nutzte Sie ihre Schlaflosigkeit, um den perfekten Plan zu schmieden.
Eines, aus mehreren Stufen bestehendes Maltyrium aus Grausamkeiten, die der Schlangenzunge widerfahren sollte.
Sie prägte sich jeden Meter ein, den Sie schleichen musste, in der Finsternis, Sie wusste genau, wer wann um wieviel Uhr einen rundgang machte, welche Türen knarchzten und welche Stufen knirschten.
Ja, sie bewegte sich wie ein Schatten, fast meisterlich, angetrieben von der Rache, nach der es Sie dürstete.
Wegen IHR bekam Sie ärger. Und sie hasste ihre überhebliche, selbstgefällige und besserwisserische Art.
Sie ass gerne Maden, eines Kanibalen gleiches, da Sie selber eine Made war.
Und Sie sollte unter ihresgleichen sein.
Leicht legte Sie den Kopf schief, als Sie die schlafende auf ihrem Kissenlager an ihrer südlichen Wand sah.
Sie holte leise, gar ehrfürchtig ein Glas hervor, nahm lautlos den Deckel ab und liess die schleimige, braunrötliche Flüßigkeit langsam in ihre Stiefel gleiten. Sacht wanden sich darin einige Maden und Würmer, aus diesem stinkenden Gemisch, das, sollte jemand wirklich lange genug daran richen wollen, nach alten, zermatschten Fischinnereien, Pferdekot und Gedärmen sein könnte.
Leise, innerlich lachte Sie, versuchend, hellauf zu lachen.
Die Arkorither brüsteten sich mit ihrer Kälte, die Sie ausstrahlten, mit der Brutalität, der Sie ihr Handwerk erledigten...ja, sie konnte auch so sein. Brutal, eiskalt und erbarmungslos.
Als die Flüssigkeit in den Stiefeln verteilt war, nur soviel, dass man auf den ersten Blick nicht sehen konnte, dass Sie gefüllt waren, steckte Sie das Glas weg und ging wieder hinfort.
Das Glas beseitigte Sie im Meer, ehe Sie dann voller Schadenfreude ins Bett stieg, innerlich immer noch kichernd.
Ja, liebste Novenja....die ersten der schlimmen Qualen, sind eingebrochen. Mögest du daran zugrunde gehen.
Novenja Sikehlis

Beitrag von Novenja Sikehlis »

Und so dauerte es nicht lange, bis Novenja im Morgengrauen erwachte. Noch etwas schläfrig setzte sie sich in ihrem Kissenlager auf und rümpfte die Nase. Ein wirklich widerlicher Geruch nahm den Raum ein. Prompt fiel ihr Blick zu den Etagenbetten, wo Mirania leise vor sich hin schnarchte.
"Erst hält sie einen die halbe Nacht lang wach mir ihrem Geschnarche und dann entwickelt sie sich auch noch zu einem wahren Furzleib. Anders kann ich mir diesen Gestank nicht erklären." murmelte sie leise und zog sich an. Als letztes schlüpfte sie in ihre Stiefel.. der rechte Fuß... hrm.. irgendwie war es anders... doch in der Müdigkeit wurde es ihr noch nicht so recht bewusst. Sie schaute flüchtig in den linken Stiefel und zog dann auch ihn an. QUIIITTTSCHHHH machte es und mit einem mal war Novenja hellwach. Sie machtee vorsichtig einen Schritt nach vorn und es quitschte leise an ihren Füße und nun merkte sie auch, dass sie kalt und feucht waren. In einer bösen Vorahnung schlich sie erstmal aus dem Schlafraum hinaus, um ja nicht den Teppich zu ruinieren und ging ins Bad, um dort über dem Abguss die Stiefel auszuziehen. Der nun austretende Anblick und Gestank war enorm. Schnell spülte sie die Füße mit einigen Schippen Wasser flüchtig ab und versuchte ebenso die Stiefel auszuspülen. Doch dies hatte keinen Sinn, der Gestank hatte sich schon tief in das Leder gefressen. So warf sie die Stiefel in das feuer, welches das Badewasser wärmte.
Sie schaute dann an, was denn genau an ihren Füßen geklebt hatte und entdeckte noch 2 dicke Maden, die diese Tortur überlebt hatten. Sie spülte jene kurz ab und legte sie beiseite. Dann schrubbte sie die Ekelmatsche weg und ließ sich ein Bad ein, welches nur so mit Pfirsichöl getränkt wurde - in der Hoffnung es würde den Gestänk übertünchen können. Sie badete und schrubbte sich am ganzen Körper, sogar die langen haare wusch sie sich zwei Mal gründlich.
Schließlich zog sie sich ihre Robe über, schmiss die Socken zu den Stiefeln ins Feuer, nahm die beiden halbwegs sauberen Maden und schlich barfuss leise in den Schlafraum zurück, wo Mirania noch friedlich vor sich hin schnarchte. Sie schlich sich ans Bett, hob am Fußende die Decke etwas hoch und noch in reichlich Abstand zu ihren Füßen legte sie die Maden ab.
Ja, Novenja wahr sich sicher, dass Mirania der Übeltäter war. Schließlich war sie die einzige andere Studiosa, die noch in dem Schlafsaal nächtigen musste.
Ansonsten würde man Novenja nichts anmerken, außer dass sie sich wohl neue Stiefel aus der Gemeinschaftstruhe nahm. Doch das würde nur einem aufmerksamen Beobachter auffallen, dem die wenigen Verschleißspuren nun fehlen würden.

Erst später am Abend ließ Novenja ihrer Wut freien lauf, doch nicht auf der Insel. Sie verzog sich dazu in den alten Tunnel, wo ihre Feuerbälle prächtiger waren als je zuvor. Mutig wagte sich die junge Studiosa an den dämon herran und es kostete sie einige Mühe, doch er fiel. Novenja war sehr zufrieden und mit einem schmunzeln sprach sie beim plündern des Dämons leise: "Danke, Mirania!"
Zuletzt geändert von Novenja Sikehlis am Mittwoch 9. Mai 2012, 00:22, insgesamt 1-mal geändert.
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