Melodien des Lebens

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Lysanyiell´idhren

Melodien des Lebens

Beitrag von Lysanyiell´idhren »

Lysanyiell strich sich mit einer Hand ihre grünen glitzernden Strähnen aus den Gesicht, welche der Wind des kalten Winters immer wieder in ihre Gesicht schlagen lies. Lange saß sie an dem Lager der kleinen Siedlung. Immer mehr Fremde kamen in das Lager, zertrampelten den Boden und hinterließen tiefe Narben im Wald. Es schmerzte, all dies anzusehen. Sie mussten etwas ändern.

Lange streifte sie durch den Wald. Die Blätter, die Farben, ja selbst die Bäume selbst veränderten sich von Stunde zu Stunde. Sie war auf dem Weg zu ihrem Lieblingsplatz. Lange hatte sie ihn nicht mehr aufgesucht. Zu viel beschäftigte sie in letzter Zeit, aber nun war sie wieder da. Die winterliche Sonne stand hoch am Himmel, und eine leichte kalte Brise hauchte durch die Baumkronen des Waldes. Sacht nahm Lysanyiell auf einem alten Baumstumpf platz und sah in das Tal hinaus. Der Ausblick war unbeschreiblich. Die Zeit war nun nicht mehr real. Es verschwamm alles vor ihren Augen wie in einem einzigen Farbenmeer. Selbst als der Adler sich vor ihr auf dem Boden niederließ, blieb sie erst einmal reglos sitzen. Lange starrte Lysanyiell in die Augen des Tieres, welches sie ebenfalls tiefgründig musterte. Was hatte Yonai gesagt? Du hast kein Seelenlied? Sie streckte die Hand nach dem Adler aus, und das Tier stolzierte etwas näher an die Elbin heran. Es legte den Kopf schief und starrte sie noch etwas eindringlicher an als vorher. Vorsichtig streckte sie ihre zierliche Hand nach dem Kopf des Adlers aus und strich ihm sanft durch die Federn. Er schien es einige Zeit zu genießen, bevor er seine Schwingen ausbreitete und sich wieder in das Luft über das Tal erhob. Lange zog er in den Wolken noch seine Kreise, bevor Lysanyiell in aus ihren Augen verlor.

Die Zeit hatte hier keine Bedeutung für sie. Das Laub der Bäume, einige Äste und die Früchte die sie trugen fielen neben ihr aus den Baumkronen auf den Boden. Ihr Blick, für andere schien er ins Leere zu gehen, aber nur sie wusste, dass ihr Blick jemanden ganz anderem galt, ihr selber. Immer wieder hallten Yonais Worte durch ihren Kopf, bis sie schließlich immer leiser und entfernter wurden, um schlussendlich komplett zu erlischen. Eluives Lied, ja genau das hörte sie um sich, welches langsam aber doch mit ihrem eigenen langsam in einen sanften Singsang fiel. Es war eine ruhige, sanfte und hoffnungsvolle Melodie welche sie vernahm. Sie gab ihr Wärme und ein Gefühl des Vertrauens. Ja sie schien es nun wahrhaftig zu spüren...Ihr eigen Lied...
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