Die Wege des Panthers

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Kar´xentryal

Die Wege des Panthers

Beitrag von Kar´xentryal »

Der geschundene Kater

Die Aufgaben an die Lethyr waren in den letzten Tagen nicht einfach. Das erforschen der Magie eines Diener Kra'thors, das aufspüren jener und vor allem das Studium an enttarnten Dienern erwies sie sich als schwierig.
So entschloss sich Kar an diesem Abend die Gemeinde Düstersee aufzusuchen. Ein Ort an dem Letharen noch immer nicht gerne gesehen waren und doch duldete man sie. Eine Gemeinde die unter dem Schleier einer Seuche vor sich hin siechte.
Menschen mit Masken vor dem Gesichten starrten den Lethyr an, vorwurfsvolle Blicke trafen den Letharen. Ohne Maske, ohne furcht und ohne Respekt vor der Seuche der Diener. Ein Lethar in solcher Stunde in Düstersee der keine Angst vor der Seuche zeigte...
Mit den Aussagen, Beschimpfungen und Drohungen in den Augen sahen die wenigen Bürger den Lethyr an, welcher seine Runden ruhigen Schrittes durch die Gemeinde führte. Die Wachen schleppten einen Toten aus dem Dorf und schenkten dem Lethyr nicht einmal einen Blick. Stille herrschte an diesem Abend in der Alatarischen Gemeinde. Die Magistra Sarya trat auf die Straße, nur wenige Schritte von Kar entfernt, sodass sie seine Aufmerksamkeit erlangte.
Einige Worte wechselten die Beiden. Dinge über Magie und den Orden, die Schatten- und Blutmagie... Worte die für Unwissende ohnehin keinen Zusammenhang hatte. Die Magistra begleitete den Lethyr einige Schritte durch die Gemeinde, doch die Stille und die Ruhe vertrieben die Magier schon bald aus der Gemeinde. Sie wählten den Weg in das Fischerdorf Bajard... doch abgesehen von dem Jammerlappen war kein Leben zu sehen und hören. Die Wege führten sie zurück nach Rahal, vorbei an der Kommandantur, dem Badehaus und den vielen Handwerksläden. Doch auch hier in Rahal war nicht viel Leben zu erblicken.
Der Besuch der Taverne lieferte dem Lethyr zumindest die Gelegenheit näher auf das Verhalten der Arkorither einzugehen.
Es brauchte keine halbe Stunde da kamen schon weitere Besucher in die Taverne. Ein Mann der mit seiner Dame direkt den Weg nach oben wählte, ein einsamer Mann und eine Dame die ohne Begleitung kam.
Den einsamen Mann lud die Magistra ein sich zu den Magiern an den Tisch zu setzen, eine seltsame Geste in den Augen des Lethyr... sicher so ein Menschending.
Worte über die Arbeiten wurden gewechselt und so wurde für den Lethyr sehr schnell klar das der Mensch ein unnützes Stück Fleisch war.
Ungläubig, fernab von Vaters Ideologie.
Die Magier waren schon drauf und dran zu gehen als die letzten provozierenden Worte die Magistra zurückgehen ließen. Eine kleine Meinungsverschiedenheit die einen kaputten Stuhl und einen etwas benommenen Mann hervorzauberte. Doch ehe man sich versah, waren die Wachleute in der Taverne. Nicht nur irgendein dahergelaufener, nein es war der Lethrixor. Der Hauptmann der Wache der sich nun also in die Angelegenheiten der Magier einzumischen wollte.
Die klare Aussage des Lethyr wurde ignoriert, die Magistra befragt.
Vor den Augen der Menschen zeigte der Lethrixor das er die Worte seines Volkes nicht schätze, zumindest nicht die knappe Aussage Kars.
Nach einer Aussage der Arkoritherin durfte sie mit ihrem 'Freund' gehen. Doch die Angelegenheit zwischen Kar und Yxul war nicht geklärt... eine Meinungsverschiedenheit die ein bitteres Ende suchen würde.
Wiedereinmal gerieten Kar und Yxul aneinander, doch gab es dieses mal von Kar keine Gegenwehr.
Erst als Yxul mit Kohlen aus der Kohlenpfanne auf Kar losgehen wollte erfolgten gezielte Stromschläge, sicher nichts schmerzhaftes, dennoch verhinderte es den Arm kontrolliert zu nutzen.
Mit einem Knie auf der Brust, einer Hand an der Kehle und Schlägen an den Kopf sah der Lethyr einen einfachen Ausweg, wäre er voll konzentrationsfähig gewesen.
Die Gabe Alatars ist es die den Lethyr hat wandeln lassen, doch geschah dies nicht wie gelernt. Es blieb keine Zeit das ganze vorzubereiten. Ein Stoß durchrückte das Lied, selbst die nahe Priesterin bekam es zu spüren das der Lethyr Probleme damit bekam.
Seine Form wandelte sich, eine Katze wurde das Erscheinungsbild des Lethyr. Ein kleines Wesen wessen Gestalt der Lethyr nie annahm.
Es war für jene die Kar kannten nur zu offensichtlich das der Lethyr aus der trotzigen Situation wieder einmal etwas schuf was er nicht zu kontrollieren wusste.
Der Lethrixor war erbarmungslos, die kleinere Gestalt des Lethyr ermöglichte ein äußerst brutales vorgehen... das drücken in das Kohlebecken raubte dem Wesen das Bewusstsein. Der letzte Laut den Kar an diesem Abend von sich gab war ein quieken wie es keine Katze je von sich geben könnte. Das schleudern an die Wand und die Schläge auf den Kopf des kleinen Wesen zeugten von dem Zorn des Lethrixors...

Eine so kleine Gestalt war sicher nicht die beste Wahl des Lethyr, doch war es nicht mehr zu ändern... Kar schaffte es nicht einmal mehr seine Gestalt zurück zu wandeln... er blieb in dieser kleinen, misshandelten Gestalt.
Verbrannte Haut über zog mehr als den halben Körper des Wesens, die meisten Haare des Wesens waren verbrannt oder abgesengt. Achtlos wurde es auf den Alchemie Tisch im Lethyrturm gelegt. Hier wurde ersichtlich das die kleine Gestalt schwere Brüche davon trug und das Überleben dieser kleinen Gestalt sehr unwahrscheinlich ist. Doch sei dies eine Entscheidung nie keiner der anwesenden Lethyr treffen dürfte... selbst wenn sie Tod wäre, in ihr ruhte die Seele des Lethyr Kar'xentryal.

Möge Vater sich der Gestalt annehmen... möge Vater über den Lethyr richten.
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