Seinen Segen, Ahad Drugar,
mit diesem Schreiben berichte ich über die gestrigen Ereignisse in Hinsicht auf den Angriff auf seine Heiligkeit.
Am 15. Alatner versammelte ich die Männer und Frauen und zog mit selbigen gen den Banditenturm, in dessen Nähe seine Heiligkeit angegriffen wurde. Wir umstellten den Turm und befahlen den ansässigen Banditen, hervorzutreten und uns Informationen zu liefern. Leider wehrten sie sich, weswegen wir uns gezwungen sahen, härtere Maßnahmen der Informationsbeschaffung anzuwenden. Von den 9 Banditen überlebten 2 diese Maßnahmen und wurden von uns gefangen genommen und in den Zellen der Wachstube Düstersee festgesetzt.
Einer der Banditen trug eine Zypressenarmbrust und ein Vermögen von 2 Kronen bei sich. Dies erschien schon merkwürdig. Die Prägungen der Münzen stammten zumindest überwiegend nicht aus Rahal zu stammen.
Nachdem bei dem Verhör ein „angemessenes Maß“ an Überzeugungskraft angewendet wurde, beschrieb einer der Banditen die Vorkommnisse wie folgt:
Ca 2-3 Stunden bevor seine Heiligkeit angegriffen wurde, kam eine Frau zum Turm. Sie war für eine Frau groß gewachsen, hatte eine wohl knabenhafte Figur und blaue Augen. Ihre Haarfarbe ist wohl noch unbestimmt, jedoch war es ein dunklerer Ton wie Braun Schwarz oder Rot. Darüber hinaus Trug sie eine Maske, schwarze Stiefel und eine Weiße Robe, deren Kapuze ins Gesicht gezogen war. Sie bezahlte die Banditen mit Gold und Alkohol – dafür dass sie „nichts sehen und nichts hören“ mögen.
Scheinbar wartete die Frau bei den Banditen. Kurz bevor seine Heiligkeit ankam verließ sie den Turm und wanderte wohl in dessen Umgebung. Einer der gefangenen Banditen erklärte, dass er daraufhin ein Summen wie den Schuss einer Armbrust hörte gefolgt von einem Schrei.
Hiernach seien 2 Personen in schwarzer Rüstung in den Turm gestürmt und hätten den Großteil der Banditen getötet. Nach der Beschreibung zu urteilen waren dies wohl seine Heiligkeit und der Hauptmann.
Nach den Ereignissen fand der Bandit außerhalb des Turms die oben beschriebene Armbrust. Diese scheint damit die Tatwaffe zu sein.
Zusätzlich zu diesen Vorkommnissen erschien Talana bei mir und mutmaßte, dass die Attentäterin Tage vor dem Attentat in ihrer Düsterseer Taverne gewesen sein könnte. Es war eine Frau aufgefallen die gekleidet war wie die gesuchte Person. Sie schien Talana zu kennen und meinte, dass sie wohl des Öfteren in Talanas alter Taverne, der Erntegans, zugegen gewesen sei. Talana selbst konnte sich wohl nicht an sie erinnen. Die Frau sagte auch ihren Namen nicht, jedoch denke ich, sie würde sie wieder erkennen.
Nach einem Gespräch mit Dylan über diese gesammelten Informationen (bei dem Verhör war er auch zeitweise zugegen) sagte dieser, dass er anhand der Indizien und Aussagen einen Verdacht hätte. Hierüber solltet Ihr mit ihm sprechen.
In den kommenden Tagen werde ich mit dem Hauptmnn Kontakt aufnehmen und ihn befragen. Darüber hinaus werde ich noch einmal mit Talana und auch den gefangenen Banditen sprechen. Ich habe Staffan den Auftrag erteilt, auf talana zu achten. Insbesondere, sofern die Attentäterin nochmals in ihrer Taverne erscheinen sollte. Talana selbst wurde instruiert sich in diesem Fall nichts anmerken zu lassen und einen Boten nach der Wache und der Garde zu senden. Darüber hinaus wurde ihr angeraten, stets eine Waffe bei sich zu tragen.
Möge seine Pranke uns den Weg weisen, die feige Attentäterin zur Strecke zu bringen!
Marschall der Garde Hagaduns