Verlasse Stiefel im Regiment ...die Suche geht weiter

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Niowe Adela Aireth

Verlasse Stiefel im Regiment ...die Suche geht weiter

Beitrag von Niowe Adela Aireth »

30.Goldblatt 254

Ich könnte schreien. Warum? Weil offensichtlich Temora mir Raindri und auch Ira als Bürde auferlegt hat. Eine Art Geduldsprobe.
Wie weit hält Niowe Adela das noch durch? So in der Art, denke ich. Jedes Mal, wenn ich denke, meine Welt läuft in positiven Bahnen, durchfährt mein Leben ein Blitz namens Ira oder Raindri. Zum Glück nie beide auf einmal. Fast scheint es mir so, als hätten die beiden sich abgesprochen.
Nächste Woche bist du mal dran Ira! Bringen wir Niowe Adela auf Trab, sie braucht das offensichtlich!
Nein, das brauche ich nicht! Oder doch? Vielleicht ein wenig. Könnten die beiden diese Tal und Bahnfahrt in meinem Leben nicht ein klein wenig reduzieren? Nein, das wäre zu viel verlangt. Sie sind meine Freunde, ich habe sie so zu nehmen wie sie sind. Ohne Rücksicht auf mich. Sie sind eben, so wie sie sind und das ist gut so. Aber zur Rede werde ich ihn später, wenn ich Raindri gefunden haben. Was hat er sich dabei bloß gedacht? Dann wasche ich ihn mal so richtig seinen Kopf! Sein Eheweib tut das offensichtlich in letzter Zeit nicht mehr! Schade, er braucht das wirklich.
Während ich gen Regimentskommandatur eile, gehen mir all diese Gedanken durch den Kopf. Ich muss mich beruhigen! Nachsehen, ob da jemand wäre, dem ich all das anvertrauen könnte. Zum Glück sehe ich Licht im Rathaus. Die Gräfin ist da. Hat sie nicht einmal zu mir gesagt, ich kann mit allem zu ihr kommen? Gut, dann komme ich nun mit dem, was nicht nur mich belasten sollte. Raindir war schliesslich im Dienst. Es ist auch eine Angelegenheit des Regiments nun.
Raindri wurde entführt! Ich bin mir sicher. Habe nun das zweite Zeichen gefunden. Eine blaue Schnur mit seinem schwarzem Haar und einem abgebrochenen Fingernagel. Genau neben der Kutsche liegt es.
Ich bin wer weiß wie lange durch das Land gezogen, habe gesucht.
Das dritte Zeichen ist Shawny. Raindri würde ohne sein Pferd sich niemals einfach davon machen. Das ist das einzige was ihm aus seiner alten Heimat blieb, nebst Ira. Er würde Shawny, so wie ich Ancear, niemals im Stich lassen, das ist mir klar. In gewisser Weise sind wir beide uns ähnlich und doch so ferne wie Sonne und Mond und Sturm und Sonnenschein.

Behutsam klopfe ich an der Rathaustür an. Erlaucht von Dornwald hasst nichts mehr, so wie ich, wenn einfach jemand in den Raum herein stürzt. Nach ihrer Aufforderung einzutreten, habe ich ihr alles kund getan. Von den verlassenen Stiefeln, bis hin zu Shawny und dieser dunklen Haarsträhne mit ausgerissenem Fingernagel beides umwickelt mit blauem Faden. Natürlich ist das kein Beweis. Das war mir klar. Aber mein Bauchgefühl sagt mir, Raindri wurde entführt, er würde uns, angefangen von Allerich, Ira, seine Tochter, mich und Shawny niemals im Stich lassen und einfach davon gehen. Es muss ein Kampf bei der Kutschenstation stattgefunden haben, darauf weist der Fingernagel hin. Wieso ist Raindir unterlegen? Zu viele? Menschen waren es sicher nicht. Piraten, wie Erlaucht von Dornwald meinte, schlägt Raindri wie kein anderer. Ich kenne ihn zu gut. Ich Kenne seine Kampfkunst wie sonst keiner, die uns beide so oft schon gegen viele Gegner, lebend zurück in die Mauern Adorans gebracht hat. Es gibt nur zwei, die ihn besiegen können. Diese Giftmischer, also die Letharen oder die Rabendiener. Sie treten immer in Gruppen auf, diese Feiglinge. Geschöpfe der Dunkelheit.
Wohin haben sie dich gebracht Raindri? Diese Frage stelle ich mir während ich die Gegend, nach dem Gespräch mit der Gräfin, weiter abgesucht habe. Nach Rahal? Nein! Der Weg wäre ein Umweg gewesen. Wieso steigen sie hier aus? Wieso der Kampf?
Wo haben sie dich versteckt? Die nächste Frage, nimmt mir den Atem für einen kurzen Augenblick. Wie viel Zeit bleibt mir noch um dich lebend zu finden? Ich habe Erlaucht von Dornwald versprochen nur nach weiteren Zeichen zu suchen, dann muss ich zurück kehren und Meldung machen. Ich habe es versprochen, auch wenn es mir sehr schwer fällt, dies zu tun. Ich werde mich daran halten. Vorerst übernachte ich hier in dieser Wildnis. Morgen ist ein neuer Tag, ich habe die Gegend durchstreift, nicht wirklich etwas gefunden, aber Temoras Licht strahlt umso heller in der Dunkelheit. Wir finden dich, alter Freund! Sei dessen gewiss! Wie hat Ira einmal zu mir gesagt, Raindri ist zu dumm zum sterben! Ich wünsche mir, dass es dabei bleibt.
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