Wie immer war das Wetter dieser Tage obermies. Einige Seemänner am Hafen meinten es Pisse Bindfäden.. doch was sollte es schon. Dann kam dieser Grössenwahnsinnige Kerl dazu der Gewandung nach vermuttete er einen der Totengräber dahinter. Blut eines Adoraners besorgen für am besten Umsonst. Der Kerl Träumte was die Preise angingen und das nicht nur in einer Hinsicht. Doch wenn man eh vor hatte Adoran einen Besuch abzustatten warum dann nicht auch gleich ein Paar Groschen mitnehmen so sie sich einem geradezu entgegen warfen. Schade war nur das er sich nicht hat höher treiben lassen aber nungut es war nuneinmal so und so sollte er eben sofern es gelang sein begehrtes Blut für fast umsonst bekommen.
Geduldig Sortierte er an diesem Tag seine Ausrüstung und Kontrollierte nochmal alles. Schminke und alles Wichtige war vorhanden ebenso ein beinah neues Gewand von edelem Modischen Schnitt wie es die ganzen feinen Bürger in den Grösseren Städten nun trugen. Daneben ein Buch welches dem Einband und augenscheinlichen Inhalt nach lediglich ein Buch über Architektur war. Eine unmenge an aneinanderreihungen von Stadtbildern berühmter Dörfer und Städte mit Rang und Namen von denen nicht einmal die Hälfte wirklich so herrlich waren wie sie angepriesen wurden in dem Schinken. Grundrisszeichnungen waren ebenso beinah für jedes Dorf vorhanden und so war es ein leichtes gewesen es zu präperrieren und hier und da einige Teile der Seiten auszutauschen oder umzuändern so das er in vielen kleinen stücken den Grundriss Adorans mit sich führen konnte um die Alten errungenen Dinge mit dem Mommentanen Stand abzugleichen. Mauern Gab es wenn man das Puzzel zusamensetzte noch keine und gerade diese Neuerung Adorans war ihm besonders Wichtig.
Nachdem er sodann alles Sorgsam Geordnet hatte begann er sich zu Verkleiden und stetig zu verwandeln und schon bald schaute ihm aus dem spiegel ein Feister Schüler anfang Zwanzig entgegen mit langem schwarzen Haaren und einer Knolligen Nase. Die Finger waren mit Tinten und Tuscheflecken dekorriert und auch die Kleidung trug hie und da ebenfals eifrige Spuren diverser Zeichenarbeiten .. naja zumindest sah es so aus und das sollte es ja auch. Das ganze Bild wurde abgerundet mit dem Buch über Architektur verschiedenster Städte und einem Halter mit einer Vielzahl von Tuschefedern und Kohlestiften. Das einzige was noch fehlte war seine Ablenkung um genauer zu sein seine Schülerin doch wie verabredet wollte er sich mit jener vor Ort treffen und so brach er auf Richtung Adoran um sich im Hafen mit einigen Zeichnungen einzustimmen auf die kommende Rolle.
Es dauerte nicht lange und man sah schon wenige Stunden spähter einen Mann der hier und da ein "ohh" und "aaah" und "oh wie wunderbar" ausstiess und sich dabei durch die Hafenanlage bewegte und alles bewunderte was erbaut wurde. Einige Zeichnungen vom Kran und einem der Hafenanleger waren schnell gemacht und bis zum ende des letzten Striches war auch die seine Begleitung endlich anwesend. So begannen sie ihren Flaniergang durch Adoran vermassen während sie einem Paar Reisenden gleich die Stadt bestaunten Brücken und allerlei andere Dinge stehts bemüht die näher kommende Bevölkerung mit möglichst vielen Fragen zu löchern eben ganz so wie man es von begeisterten Besuchern erwarten würde. Ein Gardist gar war es der seine Besondere Aufmerksamkeit erregte und sich breitschlagen lies sie sogar Rumzuführen. Immerhin die Garde dein Freund und Helfer war stehts bemüht den Bürgern zu helfen und wenn der Rundgang durch die Stadt eh dortlang führte warum also nicht. So ging es von der Bibliothek herrüber richtung der Sehenswürdigkeiten Adorans dem Adelsviertel und seiner enormen Kirche. Wahrlich eine Pracht wenn man den darauf steht und so quälte er sich durch die seine Rolle bis er endlich die Gelegenheit bekam als armer schutzbedürftiger Bürger über die Sicherheit zu reden. Der Gardist war so im Redefluss das er jede frage gerne beantwortete umgarnt vom Seufzen und den begeisterten Lauten seiner Begleiterin. Die ablenkung schien zu funktionieren und so steuerten sie zu den nächsten leerstehenden Gebäuden die ebenfals eingehend begutachtet wurden.
Der Zeniet der Spannung für den Begeisterten Architekten kam als sich seine Begleiterin verabschiedete und ihm der Gardist anbot die sicheren Stadttore zu zeigen und Welch Freude gar durfte man sich auch diese von Oben ansehen.. es bedurfte nur weniger überfreundlicher worte und man wurde gar herumgeführt über die Vollständige Wehranlage Adorans. Bekam die Schützentürme gezeigt und ihre Vorteile erläutert und bekam die Auf und Abgänge zu den Mauern gezeigt. Selbstredend wurde alles mit grosser Begeisterung aufgenommen und vergleiche gezogen mit vorher auswendig gelernten Namen von Grossen Burgen oder Festungen des Alumenischen Reiches. So gut es ging blieb er immer im Redefluss und wenn der Gardist antwortete schwieg er um auch ja nichts zu verpassen als begeisterter zuhöhrer. Ja wahrlich selbst als er Fragen zu den Abmessungen der Belagerungsmauern stellte wurde ihm bereitwillig die Information angetragen. Hier und da zeigte er während der Gespräche immer wieder auf Bilder und Zeichnungen gar präsentierte er sie dem Gardisten dem dies wenig zu interessieren schien. Wann immer möglich landete mittels Kohlestifft ein Zeichen oder eine Zahl in das Buch getarnt als Jahreszahl oder aber als Zeigezeichen für den Gardisten während er ihm die Zeichnung aus Architektonischer sicht erleuterte. Was für ein Armer Mann der ihm da zuhöhren musste beinahe hatte er schon Mitleid mit ihm während er ihn weiter über die Mauer Zog von interessantem Granit zur einzigartigen Zinnbauweise und und und...
Am Ende der recht erschöpfenden Tour die Zunge wurde langsam Lahm vom Vielen Reden. Kamen sie nahe der Eingangsbrücken Adorans herunter von den Wehrmauern und er verabschiedete sich Überschwenglich euphorisch von seinem Ach so gutherzigen Temora Gesegneten Begleiter. Eine kleine Börse als Zeichen seines Dankes wechselte den Besitzer und hätte der Gardist gewust wie Dankbar er ihm war er hätte ihn endweder gejagd oder ein mehrfaches an Gold verlangen können. Auf jeden fall war dieser Tag mehr als erfolgreich verlaufen und die Informationen hervorragend und gut Getarnt im Chaos des Architekturbuches. So Machte er sich von dannen und suchte schnellstmöglich das Weite hinaus aus Adoran um möglichst bald den Letzten Teil seiner Besorgungen zu erledigen.
Von Architekten und Ihren Plänen
- Serad Mordaran
- Beiträge: 1056
- Registriert: Freitag 1. Mai 2009, 04:39
Von Architekten und Ihren Plänen
Zuletzt geändert von Serad Mordaran am Dienstag 18. Oktober 2011, 16:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Gast
Die Begleiterin…
Ich ließ die Beiden voran schreiten. Mein Meister begutachtete immer wieder die Häuser und zeichnete einige Details in seine Sitze hinein.
So lernte ich von ihm. Das man jede Stadt kennen müsste um nicht lange zu überlegen. Wo der nächste Fluchtweg sei. Auch über Mauern klettern hätte man sich sparen können, wenn man bestimmte Geheimgänge kenne. Von Oben herab betrachtet sahen die schmalen Straßen aus wie bläuliche Blutadern. Die Kreuz und Quer über die Stadt verliefen.
Meine Orientierung war nie die beste gewesen. Und diese Übung half mir, mich zu Recht zu finden.
Während er die Straßen einzeichnete und irgendwas der Wache vorspielte. Eine übertriebene Begeisterung über die Bauweise der Stadt. Guckte ich mich bereits wissbegierig herum. Und maß mit den Augen die Wände der Häuser ab.“ Würde ich es schaffen, schnell hinauf zu klätern? Das Gestein sah recht glatt aus und hätte mir so einige Schwierigkeiten bereiten. Manch der Häuser stand zu weit auseinander, dass wiederrum die Möglichkeit mir nahm, auf längere Zeit über den Dächern der Stadt zu schleichen. Ansonsten sah der Bau recht Modern und stabil aus.
Ich sah zum Himmel empor und bemerkte, dass die Zeit vorgeschritten war. Und meine nächste Aufgabe konnte ich nicht verschieben.
Also umarmte ich zum Abschied meinen „ Verlobten“ und bedankte mich bei der Wache für die Führung.
Als ich davon schritt, umklammerten meine Finger einen Zettel, auf dem mein folgender Auftrag stand.
[URL=http://www.directupload.net][img]http://s1.directupload.net/images/111113/f9a2ed84.jpg[/img][/URL]
„ Besorge Blut von einem Bürger aus Adoran.“
Das große Erwachen
Ich tat sehr viel Stoff in mein Dekolletee,
pflegte meine Haut und mein Renommee.
Ich hab mich benommen, so als hätte ich Stil,
noch ein Schlückchen Wein, ach bitte nicht so viel.
Ich hab mich bemalt, damit du mich siehst
Ich hab mich geaalt, wie ein kleines biest
Ich war die braunhaarige Elfe mit gesenktem Blick,
doch das war nur ein Trick,
damit ich dich krieg!
Die Zeit rieselte wie feiner Sand zwischen meinen Fingern hindurch.
Mir blieben nur noch wenige Tage um meinen Kontrakt zu erledigen. Wenn ich einen Kontrakt annahm, so führte ich ihn auch aus.
Auch wenn die Aufgabe sich im ersten Augenblick einfach anhörte. So erwies sie sich für schwierig.
Mit klopfendem Herzen lief ich durch die Straßen von Adoran.
Hier hoffte ich bald möglichst, mein Opfer zu finden.
Wer es sein sollte? Das, wusste ich noch nicht. Aber ich war mir sicher, dass mein Gefühl mich richtig leiten wird.
Es sollte nicht irgendwer sein, und nicht irgendwie alles passieren. Bei unserer Arbeit sollte man mehrere Pläne bereit legen, bevor man mit der Arbeit beginnt.
Erst hatte ich die Idee, meinem Opfer ins Getränk Betäubungsmittel zu schütten.
Doch davon kam ich schnell wieder ab. Es war viel zu einfach.
Also entwickelte ich weitere Pläne und wartete auf den perfekten Zeitpunkt.
Ich war im Gedanken, als ein großer junger Mann mit einer hinreisenden Ausstrahlung, an mir Grüßend vorbei ging.
Mein Körper wandte sich ganz langsam herum. Ich drehte mich dabei um meine eigene Achse und hörte seinen Schritten nach. Die Augen musterten seine Gestalt, welche den Weg zielstrebig entlang lief. Und er kam aus dem Stadtteil, wo die Adligen lebten!
Schnell straffte ich die Schultern, rückte meinen Hut zurecht und eilte ihm hinterher...
Ich ließ die Beiden voran schreiten. Mein Meister begutachtete immer wieder die Häuser und zeichnete einige Details in seine Sitze hinein.
So lernte ich von ihm. Das man jede Stadt kennen müsste um nicht lange zu überlegen. Wo der nächste Fluchtweg sei. Auch über Mauern klettern hätte man sich sparen können, wenn man bestimmte Geheimgänge kenne. Von Oben herab betrachtet sahen die schmalen Straßen aus wie bläuliche Blutadern. Die Kreuz und Quer über die Stadt verliefen.
Meine Orientierung war nie die beste gewesen. Und diese Übung half mir, mich zu Recht zu finden.
Während er die Straßen einzeichnete und irgendwas der Wache vorspielte. Eine übertriebene Begeisterung über die Bauweise der Stadt. Guckte ich mich bereits wissbegierig herum. Und maß mit den Augen die Wände der Häuser ab.“ Würde ich es schaffen, schnell hinauf zu klätern? Das Gestein sah recht glatt aus und hätte mir so einige Schwierigkeiten bereiten. Manch der Häuser stand zu weit auseinander, dass wiederrum die Möglichkeit mir nahm, auf längere Zeit über den Dächern der Stadt zu schleichen. Ansonsten sah der Bau recht Modern und stabil aus.
Ich sah zum Himmel empor und bemerkte, dass die Zeit vorgeschritten war. Und meine nächste Aufgabe konnte ich nicht verschieben.
Also umarmte ich zum Abschied meinen „ Verlobten“ und bedankte mich bei der Wache für die Führung.
Als ich davon schritt, umklammerten meine Finger einen Zettel, auf dem mein folgender Auftrag stand.
[URL=http://www.directupload.net][img]http://s1.directupload.net/images/111113/f9a2ed84.jpg[/img][/URL]
„ Besorge Blut von einem Bürger aus Adoran.“
Das große Erwachen
Ich tat sehr viel Stoff in mein Dekolletee,
pflegte meine Haut und mein Renommee.
Ich hab mich benommen, so als hätte ich Stil,
noch ein Schlückchen Wein, ach bitte nicht so viel.
Ich hab mich bemalt, damit du mich siehst
Ich hab mich geaalt, wie ein kleines biest
Ich war die braunhaarige Elfe mit gesenktem Blick,
doch das war nur ein Trick,
damit ich dich krieg!
Die Zeit rieselte wie feiner Sand zwischen meinen Fingern hindurch.
Mir blieben nur noch wenige Tage um meinen Kontrakt zu erledigen. Wenn ich einen Kontrakt annahm, so führte ich ihn auch aus.
Auch wenn die Aufgabe sich im ersten Augenblick einfach anhörte. So erwies sie sich für schwierig.
Mit klopfendem Herzen lief ich durch die Straßen von Adoran.
Hier hoffte ich bald möglichst, mein Opfer zu finden.
Wer es sein sollte? Das, wusste ich noch nicht. Aber ich war mir sicher, dass mein Gefühl mich richtig leiten wird.
Es sollte nicht irgendwer sein, und nicht irgendwie alles passieren. Bei unserer Arbeit sollte man mehrere Pläne bereit legen, bevor man mit der Arbeit beginnt.
Erst hatte ich die Idee, meinem Opfer ins Getränk Betäubungsmittel zu schütten.
Doch davon kam ich schnell wieder ab. Es war viel zu einfach.
Also entwickelte ich weitere Pläne und wartete auf den perfekten Zeitpunkt.
Ich war im Gedanken, als ein großer junger Mann mit einer hinreisenden Ausstrahlung, an mir Grüßend vorbei ging.
Mein Körper wandte sich ganz langsam herum. Ich drehte mich dabei um meine eigene Achse und hörte seinen Schritten nach. Die Augen musterten seine Gestalt, welche den Weg zielstrebig entlang lief. Und er kam aus dem Stadtteil, wo die Adligen lebten!
Schnell straffte ich die Schultern, rückte meinen Hut zurecht und eilte ihm hinterher...
Zuletzt geändert von Gast am Mittwoch 16. November 2011, 22:22, insgesamt 3-mal geändert.
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Sylvain Schwarzburg
Nachdem der ganze Tag durch das Ordnen von Schriftstücken, das Schreiben von Briefen und dem Studium der Haushaltsfinanzen gefüllt war
hatte er sich diesen kleinen Tropfen Wein sicherlich redlich genug verdient.
Sylvain lehnte entspannt im ausgesessenen Stuhl des Gartens am Gasthaus und betrachtete den rötlichen Schimmer der untergehenden Sonne durch den Weißwein hindurch.
Erst nach einer Weile bemerkte er, dass sich eine Dame an den Rand dieser Szene bewegt hatte.
"Grüße der Herr, darf ich mich dazusetzen?"
Ihre schüchterne Stimme und das verlegene Senken des Kopfes ließ ein kurzes Lächeln über die sonst aristokratischen Züge huschen.
Einige Worte später plauderten sie über Adoran und die umliegenden Häuser mitsamt Anwesen.
Nach einem Tag zwischen Pergamenten und Tinte war jedes gesprochene Wort eine wahre Wohltat und so hörte er ihr aufmerksam zu welche großen und kleinen Wunder sie vor den Stadtmauern hatte sehen können.
"Der Herzog soll ein neues Anwesen erbaut haben, es sieht aus wie eine kleine Burg!", sprudelte es aus der jungen Frau heraus,
"Vorgestern habe ich es dann mit eigenen Augen gesehen als ich einen Spaziergang machte!".
Sylvain runzelte die Stirn. Er hatte nichts über ein derartiges Bauvorhaben mitbekommen, vielleicht aber auch nur weil seine Reise wegen den Schneefällen im Norden so viele Wochen verschlungen hatte.
"Wenn Ihr mir nicht glaubt mein Herr kann ich es Euch gerne zeigen."
Sorgsam legte er einige Münzen auf den Tisch um seine Rechnung, wie so oft äußerst großzügig, zu begleichen und warf sich den schweren Mantel um die Schultern.
Dieses Bauwerk würde er sich ansehen, auch wenn es wohl wieder nur ein kleines Haus mit Garten war, welches der gemeine Pöbel mit Geschichten und Mythen zu einer Legende machte.
Nach und nach näherten sie sich dem kleinen Wäldchen in Richtung Bajard und mit jedem Schritt sank seine Hoffnung ein besonderes Bauwerk zu sehen.
"Aber ich bin mir sicher es ist hier irgendwo! Am Wasser!"
Ein kleines Tränchen suchte sich seinen Weg über die Wange und hinterließ einen dunklen Fleck auf dem Kragen des minzgrünen Kleides.
Mit einem leisen Seufzen setzte er sich in Bewegung.
Sylvain war sich sicher, dass es sich bei dem Gebäude von dem dieses junge Fräulein sprach um die Akademie Arkana handelte.
Das Volk machte sich selten etwas aus den diversen Feinheiten. Alle großen Gebäude waren Burgen oder Schlösser. Punkt.
Er sponn diese Gedanken ermuntert weiter während er den schmalen Pfad im Wald entlangschritt und hier und da einige Äste für die Dame bei Seite hielt.
[URL=http://www.directupload.net][img]http://s14.directupload.net/images/111114/yokg6wjw.jpg[/img][/URL]
Dann geschah alles so plötzlich.
Ein feiner Stich in seinen Nacken ließ Sylvain zusammenfahren doch er versuchte vorerst Haltung zu wahren um die Dame nicht zu erschrecken.
Nur Augenblicke später wurde ihm ganz schwindelig, die Augen lieferten keine klaren Bilder mehr und er sackte benommen gegen einen Baum.
"Mein Herr! Was fehlt Euch? Nehmt einen Schluck, dann geht es Euch besser."
Ihre Stimme drang wie durch Watte zu ihm. Schwerfällig griff er nach der Flasche und sog in gierigen Schlucken den dunklen roten Wein durch die trockene Kehle.
Dann wurde es dunkel um ihn.
Sylvain bekam nicht mit, wie sie ihm in die Hand schnitt und etwas Blut in eine Phiole füllte.
Erst als er am nächsten Tag in seinem Bett erwachte und die Kopfschmerzen ihm jegliche Kraft raubten dragen einzelne Aspekte zurück ins Gedächtnis.
Er hatte im Wald gelegen, die Leibwache der Gräfin hatte ihn nach Hause gebracht, irgendetwas mit Liam und er musste einen Heiler aufsuchen.
Fluchend quälte er sich aus dem Bett......
hatte er sich diesen kleinen Tropfen Wein sicherlich redlich genug verdient.
Sylvain lehnte entspannt im ausgesessenen Stuhl des Gartens am Gasthaus und betrachtete den rötlichen Schimmer der untergehenden Sonne durch den Weißwein hindurch.
Erst nach einer Weile bemerkte er, dass sich eine Dame an den Rand dieser Szene bewegt hatte.
"Grüße der Herr, darf ich mich dazusetzen?"
Ihre schüchterne Stimme und das verlegene Senken des Kopfes ließ ein kurzes Lächeln über die sonst aristokratischen Züge huschen.
Einige Worte später plauderten sie über Adoran und die umliegenden Häuser mitsamt Anwesen.
Nach einem Tag zwischen Pergamenten und Tinte war jedes gesprochene Wort eine wahre Wohltat und so hörte er ihr aufmerksam zu welche großen und kleinen Wunder sie vor den Stadtmauern hatte sehen können.
"Der Herzog soll ein neues Anwesen erbaut haben, es sieht aus wie eine kleine Burg!", sprudelte es aus der jungen Frau heraus,
"Vorgestern habe ich es dann mit eigenen Augen gesehen als ich einen Spaziergang machte!".
Sylvain runzelte die Stirn. Er hatte nichts über ein derartiges Bauvorhaben mitbekommen, vielleicht aber auch nur weil seine Reise wegen den Schneefällen im Norden so viele Wochen verschlungen hatte.
"Wenn Ihr mir nicht glaubt mein Herr kann ich es Euch gerne zeigen."
Sorgsam legte er einige Münzen auf den Tisch um seine Rechnung, wie so oft äußerst großzügig, zu begleichen und warf sich den schweren Mantel um die Schultern.
Dieses Bauwerk würde er sich ansehen, auch wenn es wohl wieder nur ein kleines Haus mit Garten war, welches der gemeine Pöbel mit Geschichten und Mythen zu einer Legende machte.
Nach und nach näherten sie sich dem kleinen Wäldchen in Richtung Bajard und mit jedem Schritt sank seine Hoffnung ein besonderes Bauwerk zu sehen.
"Aber ich bin mir sicher es ist hier irgendwo! Am Wasser!"
Ein kleines Tränchen suchte sich seinen Weg über die Wange und hinterließ einen dunklen Fleck auf dem Kragen des minzgrünen Kleides.
Mit einem leisen Seufzen setzte er sich in Bewegung.
Sylvain war sich sicher, dass es sich bei dem Gebäude von dem dieses junge Fräulein sprach um die Akademie Arkana handelte.
Das Volk machte sich selten etwas aus den diversen Feinheiten. Alle großen Gebäude waren Burgen oder Schlösser. Punkt.
Er sponn diese Gedanken ermuntert weiter während er den schmalen Pfad im Wald entlangschritt und hier und da einige Äste für die Dame bei Seite hielt.
[URL=http://www.directupload.net][img]http://s14.directupload.net/images/111114/yokg6wjw.jpg[/img][/URL]
Dann geschah alles so plötzlich.
Ein feiner Stich in seinen Nacken ließ Sylvain zusammenfahren doch er versuchte vorerst Haltung zu wahren um die Dame nicht zu erschrecken.
Nur Augenblicke später wurde ihm ganz schwindelig, die Augen lieferten keine klaren Bilder mehr und er sackte benommen gegen einen Baum.
"Mein Herr! Was fehlt Euch? Nehmt einen Schluck, dann geht es Euch besser."
Ihre Stimme drang wie durch Watte zu ihm. Schwerfällig griff er nach der Flasche und sog in gierigen Schlucken den dunklen roten Wein durch die trockene Kehle.
Dann wurde es dunkel um ihn.
Sylvain bekam nicht mit, wie sie ihm in die Hand schnitt und etwas Blut in eine Phiole füllte.
Erst als er am nächsten Tag in seinem Bett erwachte und die Kopfschmerzen ihm jegliche Kraft raubten dragen einzelne Aspekte zurück ins Gedächtnis.
Er hatte im Wald gelegen, die Leibwache der Gräfin hatte ihn nach Hause gebracht, irgendetwas mit Liam und er musste einen Heiler aufsuchen.
Fluchend quälte er sich aus dem Bett......
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Liam Ecclesia
'Ich komm zu spät, ich komm zu spät!' , gegen seine Gewohnheit beschwor Liam sich ein Pferd und schwang sich auf jenes. Er war kein guter Reiter, nicht mal ein durchschnittlicher, eher der schlechteste Reiter den Gerimor je sah. Ein Glück konnte er dem Tier seinen Willen aufzwingen und musste so nicht drücken oder ziehen an irgendeinem Riemen von dem er keine Ahnung hatte. Hin und her wackelnd auf dem Gaul, galoppierte er Richtung Academia, oftmals fast vom Pferd gefallen kam der Wald in Sicht.
'Ich komm zu spät, ich komm zu spät!'. Vorsichtig lies er den Gaul traben bis etwas seine Aufmerksamkeit von der Sorge um die Verspätung zog. 'Was ein hübsches Kleid, was eine hübsche Frau.' , ein leichtes lächeln zog sich in seine Züge. 'Wer ist wohl der Glückliche der dort neben ihr am Boden schmusend saß?' , die buschigen Brauen fuhren sehr überrascht in die Höhe. 'Sylvain von Schwarzbug!' . Er wusste nicht viel von dem Candidatus außer das er ein Adeliger aus Adoran ist und das was dessen Bruder ihm über ihn berichtet hatte. Sich etwas raffend kam Liam näher geritten und grüßte wie immer höflich und mit einem respektvollen Kopfneigen. 'Der ist ja total besoffen!' Die Frau an seiner Seite wirkte sehr Nett und überhaupt nicht betrunken. 'Eine Hure?' . Außer einem nuscheln brachte der Adelige nichts mehr hervor, Skepsis rang in Liam´s Geist mit seinen Manieren vielleicht zu viel zu Fragen.
Die vermeintliche Hure kuschelte sich seitlich an Sylvain und lächelte Liam an. 'Diese Augen, dieses Lächeln.' Schon verflog Liam´s Skepsis wieder, die Frau hatte mit nur einem lächeln jeden zweifel aus seinen Gedanken gewischt, das war Magie von der Liam nichts verstand. Den Kopf nochmals neigend beschloss er diesen Vorfall einfach zu vergessen, es war sicher nicht Gut einem Adeligen solch anzügliches Treiben nach zu sagen, selbst wenn es wahr ist. Das Pferd trabte wieder an und Liam wackelte langsam durch das Unterholz davon. 'Diese Augen, dieses Lächeln' kam es ihm wieder 'Du kennst es doch!' kritisch blickte Liam nochmals über die Schulter und betrachtete die Beiden. Die Frau küsste Sylvain und beruhigt verwarf er jenen Gedanken wieder.
'Ich komm zu spät, ich komm zu spät!' vom Pferd springend preschte Liam in die Academia, die anderen waren schon dort. Sophie, Rilas. Eenja und Angelica, 'Puhh noch rechtzeitig geschaft!' Sophie hatte noch nicht mit dem Unterricht begonnen. Nach und nach den unordentlichen Papierkram auf „seinem“ Platz ausbreitend den er sich vorher, von Eenja erkämpfen musste, kam ihm wieder der Gedanke von dem Vorfall im Wald.
'Schon seltsam ein angesehener Adeliger knutschend an einem Baum auf einem gut requirierten Trampelweg. Ganz schön Riskant für seinen Leumund', unruhe ergriff Liam und scheinbar trug er diese auch Gut nach aussen. Sophie seine Venefica erhob sich überraschend und brachte ihm ein Glas Wasser. Nur schwerlich die Gedanken lösen könnend nahm er einen Schluck und lächelte ihr zu.'Sophie, das ziemt sich nicht für deinen Stand' dachte er. 'Wieso hat der Canidatus mich nicht gegrüßt', ergriff ihn gleich wieder die Unruhe.'Du hast dich von der Frau und ihren Kurven ganz schön einlullen lassen.Du Idiot!' Liam sprang auf und verneigt sich hastig vor Sophie, die Anwesenden schienen völlig perplex gewesen zu sein und brachte auch kein Wort hervor. Das Chaos auf seinem Platz zurück lassend, die Türen nicht schließend lief Liam aus er Academia.
Er tätschelte seine Seite, 'Kein Degen! Du Idiot!“ der Wald kam in Sicht. Die Frau war fort an ihre Stelle ist eine Bewaffnete getreten. Sylvain von Schwarzburg lag immer noch am Boden aber er lebte. Erleichtert atmete Liam auf als ihn bewusst wurde, dass er wohl nur ausgeraubt wurde nicht gemeuchelt wurde, ohne es für nötig zu halten sich der Bewaffneten zu erklären ging er erleichtert zum Unterricht zurück..
'Ich komm zu spät, ich komm zu spät!'. Vorsichtig lies er den Gaul traben bis etwas seine Aufmerksamkeit von der Sorge um die Verspätung zog. 'Was ein hübsches Kleid, was eine hübsche Frau.' , ein leichtes lächeln zog sich in seine Züge. 'Wer ist wohl der Glückliche der dort neben ihr am Boden schmusend saß?' , die buschigen Brauen fuhren sehr überrascht in die Höhe. 'Sylvain von Schwarzbug!' . Er wusste nicht viel von dem Candidatus außer das er ein Adeliger aus Adoran ist und das was dessen Bruder ihm über ihn berichtet hatte. Sich etwas raffend kam Liam näher geritten und grüßte wie immer höflich und mit einem respektvollen Kopfneigen. 'Der ist ja total besoffen!' Die Frau an seiner Seite wirkte sehr Nett und überhaupt nicht betrunken. 'Eine Hure?' . Außer einem nuscheln brachte der Adelige nichts mehr hervor, Skepsis rang in Liam´s Geist mit seinen Manieren vielleicht zu viel zu Fragen.
Die vermeintliche Hure kuschelte sich seitlich an Sylvain und lächelte Liam an. 'Diese Augen, dieses Lächeln.' Schon verflog Liam´s Skepsis wieder, die Frau hatte mit nur einem lächeln jeden zweifel aus seinen Gedanken gewischt, das war Magie von der Liam nichts verstand. Den Kopf nochmals neigend beschloss er diesen Vorfall einfach zu vergessen, es war sicher nicht Gut einem Adeligen solch anzügliches Treiben nach zu sagen, selbst wenn es wahr ist. Das Pferd trabte wieder an und Liam wackelte langsam durch das Unterholz davon. 'Diese Augen, dieses Lächeln' kam es ihm wieder 'Du kennst es doch!' kritisch blickte Liam nochmals über die Schulter und betrachtete die Beiden. Die Frau küsste Sylvain und beruhigt verwarf er jenen Gedanken wieder.
'Ich komm zu spät, ich komm zu spät!' vom Pferd springend preschte Liam in die Academia, die anderen waren schon dort. Sophie, Rilas. Eenja und Angelica, 'Puhh noch rechtzeitig geschaft!' Sophie hatte noch nicht mit dem Unterricht begonnen. Nach und nach den unordentlichen Papierkram auf „seinem“ Platz ausbreitend den er sich vorher, von Eenja erkämpfen musste, kam ihm wieder der Gedanke von dem Vorfall im Wald.
'Schon seltsam ein angesehener Adeliger knutschend an einem Baum auf einem gut requirierten Trampelweg. Ganz schön Riskant für seinen Leumund', unruhe ergriff Liam und scheinbar trug er diese auch Gut nach aussen. Sophie seine Venefica erhob sich überraschend und brachte ihm ein Glas Wasser. Nur schwerlich die Gedanken lösen könnend nahm er einen Schluck und lächelte ihr zu.'Sophie, das ziemt sich nicht für deinen Stand' dachte er. 'Wieso hat der Canidatus mich nicht gegrüßt', ergriff ihn gleich wieder die Unruhe.'Du hast dich von der Frau und ihren Kurven ganz schön einlullen lassen.Du Idiot!' Liam sprang auf und verneigt sich hastig vor Sophie, die Anwesenden schienen völlig perplex gewesen zu sein und brachte auch kein Wort hervor. Das Chaos auf seinem Platz zurück lassend, die Türen nicht schließend lief Liam aus er Academia.
Er tätschelte seine Seite, 'Kein Degen! Du Idiot!“ der Wald kam in Sicht. Die Frau war fort an ihre Stelle ist eine Bewaffnete getreten. Sylvain von Schwarzburg lag immer noch am Boden aber er lebte. Erleichtert atmete Liam auf als ihn bewusst wurde, dass er wohl nur ausgeraubt wurde nicht gemeuchelt wurde, ohne es für nötig zu halten sich der Bewaffneten zu erklären ging er erleichtert zum Unterricht zurück..
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Gast
Schritt für Schritt nährten wir uns dem kleinem Wäldchen.
Mein Plan A und Plan B haben nicht so funktioniert wie ich es mir ausgemalt hatte.
Und so war ich gezwungen, mir schnell einen anderen Plan zu Recht zu formen.
Ich ließ meine Schritte langsamer werden, bis ich seinen Rücken deutlich vor mir hatte.
„ Hier muss es wirklich irgendwo sein!“ beschwörte ich meine Aussage.
Um ehrlich zu sein, wollte ich ihn wirklich an die neue Burg führen. Dort wäre ich mir sicher gewesen, dass wirklich keiner zufällig vorbei reitet.
Doch irgendwie war ich wirklich etwas verplant und wusste nicht mehr genau, wo überhaupt diese Burg stand. Welche ich vor kurzem noch zufällig entdeckt hatte.
Und nun war meine Befürchtung so groß, dass der Herr vor mir seine Geduld verlieren würde und wieder zurück in die Stadt gehen zu wollen.
Ich Griff in die alte Trickkiste und zog aus meinem Zopf eins der Haarnadeln. Es war mal ein Geschenk von Tarlyn gewesen. Die Nadel die am Ende recht spitz war, war getröpfelt mit einer Giftmischung aus Lilien und Amaryllis.
Die Besonderheit war, dass dieses Gift mit einer Verzögerung zu wirken begann.
„ Konzentrier dich. du hast nur eine verfluchte Chance ...“ Ich biss mir auf die Lippen und konzentriert mich und dann flog die Nadel direkt auf seinen Nacken zu, in dem es auch kurz stecken blieb und dann zu Boden viel.
Nicht mehr als einen kleinen Binnenstich verursachend.
Die Wirkung setzte wie gewünscht nach einigen Augenblicken ein. Er murmelte leise etwas daher. Setzte sich an einen Baum genau neben dem Waldweg und strich mit den Fingern über seinen Nacken. Ich sprach leise auf ihn ein, lies meine Stimme besorg erklingen.
Und beobachtete wie seine Augenlieder immer schwerer wurden und nur schwerlich sich zwangen offen zu bleiben.
Die Haarnadel neben ihm auf den Boden sammelte ich rasch wieder auf und beugte mich vor um meine Aufgabe umzusetzen.
Wären da nicht diese Hufschläge, die leise durch den Waldboden halten.
Ich wand meinen Kopf hoch, bemerkte den Reiter der mir recht bekannt vor kam und kräuselte kurz die Lippen. Musste das jetzt sein? Verflucht noch mal!
Mein Herz krampfte sich für einen Augenblick zusammen. Was ist wenn Liam jetzt bemerkt was hier vor sich geht? Soll ich sofort die Flucht ergreifen? Oh bei Allen Göttern!
Liams freundlicher Gruß durchbrach die Stille.
Seine neugierigen Augen musterten mich zu eindringlich.
Erleichtert stellte ich fest, dass mein Opfer noch so viel Kraft in seiner Lunge besaß um murmelnd diesen Gruß zu erwidern. Auch ich tat so als ob nichts wäre und grüßte ihn freundlich. Dabei aber schob ich meinen zierlichen Körper mehr an Sylvian heran und drückte auf seine Lippen einen Kuss.
Mein breiter Hut bedeckte die Aussicht und so sollte auch Liam nicht merken, das Sylvian in diesem Augenblick seine Augen schloss und gänzlich in den Tiefen Schlaf fiel.
Und auch auf diese Weise versuchte ich Liam deutlich zu machen, das er hier unerwünscht war.
Er wird es wohl doch nicht wagen einem Pärchen im Walde, die sich grad Küssen noch länger zu zusehen? Nein, er ritt davon und erleichtert zog ich mein Gesicht vom jungen Mann zurück.
Schnell packte ich seine Hand, zog meinen Dolch hervor und schnitt ihm eine kleine Wunde.
In eine Phiole tröpfelte das Blut hinein.
Meine Aufgabe war somit erledigt.
Ich verband ihm schnell die Wunde. Legte seine Hand neben ihm wieder ab und richtete mich auf.
Sollte ich Hilfe holen und mein Spielchen abzurunden?
Dann trat ich einen Schritt vor, doch sogleich wieder zurück und wand mich dem schlafendem zu.
„ Ich sollte vielleicht das doch noch mal ausnutzen.“ Murmelnd beugte ich mich hinab und klaute ihm einen weiteren Kuss.
Als ich in der Stadt jemanden fand. Spielte ich die entsetzte und aufgelöste. Rief nach Hilfe und erzählte von einem Mann der im Walde liegt und sich nicht rührt.
Eine Dame folgte mir und kurz vor dem Wäldchen verschwand ich erneut.
Ich verließ eiligst die Umgebung. Die Kutschenräder ratterten über den steinigen Boden bis ich als Scarlett in Rahal ankam.
Ich hinterließ die Blutphiole mit einem kleinen Zettel in der Bank. Mein Meister würde auf diesem Wege das gewünschte Objekt erhalten.
Auf meinem Zettel schrieb ich nur; Sylvian von Schwarzburg Edel und Magiebegabt.
Mein Plan A und Plan B haben nicht so funktioniert wie ich es mir ausgemalt hatte.
Und so war ich gezwungen, mir schnell einen anderen Plan zu Recht zu formen.
Ich ließ meine Schritte langsamer werden, bis ich seinen Rücken deutlich vor mir hatte.
„ Hier muss es wirklich irgendwo sein!“ beschwörte ich meine Aussage.
Um ehrlich zu sein, wollte ich ihn wirklich an die neue Burg führen. Dort wäre ich mir sicher gewesen, dass wirklich keiner zufällig vorbei reitet.
Doch irgendwie war ich wirklich etwas verplant und wusste nicht mehr genau, wo überhaupt diese Burg stand. Welche ich vor kurzem noch zufällig entdeckt hatte.
Und nun war meine Befürchtung so groß, dass der Herr vor mir seine Geduld verlieren würde und wieder zurück in die Stadt gehen zu wollen.
Ich Griff in die alte Trickkiste und zog aus meinem Zopf eins der Haarnadeln. Es war mal ein Geschenk von Tarlyn gewesen. Die Nadel die am Ende recht spitz war, war getröpfelt mit einer Giftmischung aus Lilien und Amaryllis.
Die Besonderheit war, dass dieses Gift mit einer Verzögerung zu wirken begann.
„ Konzentrier dich. du hast nur eine verfluchte Chance ...“ Ich biss mir auf die Lippen und konzentriert mich und dann flog die Nadel direkt auf seinen Nacken zu, in dem es auch kurz stecken blieb und dann zu Boden viel.
Nicht mehr als einen kleinen Binnenstich verursachend.
Die Wirkung setzte wie gewünscht nach einigen Augenblicken ein. Er murmelte leise etwas daher. Setzte sich an einen Baum genau neben dem Waldweg und strich mit den Fingern über seinen Nacken. Ich sprach leise auf ihn ein, lies meine Stimme besorg erklingen.
Und beobachtete wie seine Augenlieder immer schwerer wurden und nur schwerlich sich zwangen offen zu bleiben.
Die Haarnadel neben ihm auf den Boden sammelte ich rasch wieder auf und beugte mich vor um meine Aufgabe umzusetzen.
Wären da nicht diese Hufschläge, die leise durch den Waldboden halten.
Ich wand meinen Kopf hoch, bemerkte den Reiter der mir recht bekannt vor kam und kräuselte kurz die Lippen. Musste das jetzt sein? Verflucht noch mal!
Mein Herz krampfte sich für einen Augenblick zusammen. Was ist wenn Liam jetzt bemerkt was hier vor sich geht? Soll ich sofort die Flucht ergreifen? Oh bei Allen Göttern!
Liams freundlicher Gruß durchbrach die Stille.
Seine neugierigen Augen musterten mich zu eindringlich.
Erleichtert stellte ich fest, dass mein Opfer noch so viel Kraft in seiner Lunge besaß um murmelnd diesen Gruß zu erwidern. Auch ich tat so als ob nichts wäre und grüßte ihn freundlich. Dabei aber schob ich meinen zierlichen Körper mehr an Sylvian heran und drückte auf seine Lippen einen Kuss.
Mein breiter Hut bedeckte die Aussicht und so sollte auch Liam nicht merken, das Sylvian in diesem Augenblick seine Augen schloss und gänzlich in den Tiefen Schlaf fiel.
Und auch auf diese Weise versuchte ich Liam deutlich zu machen, das er hier unerwünscht war.
Er wird es wohl doch nicht wagen einem Pärchen im Walde, die sich grad Küssen noch länger zu zusehen? Nein, er ritt davon und erleichtert zog ich mein Gesicht vom jungen Mann zurück.
Schnell packte ich seine Hand, zog meinen Dolch hervor und schnitt ihm eine kleine Wunde.
In eine Phiole tröpfelte das Blut hinein.
Meine Aufgabe war somit erledigt.
Ich verband ihm schnell die Wunde. Legte seine Hand neben ihm wieder ab und richtete mich auf.
Sollte ich Hilfe holen und mein Spielchen abzurunden?
Dann trat ich einen Schritt vor, doch sogleich wieder zurück und wand mich dem schlafendem zu.
„ Ich sollte vielleicht das doch noch mal ausnutzen.“ Murmelnd beugte ich mich hinab und klaute ihm einen weiteren Kuss.
Als ich in der Stadt jemanden fand. Spielte ich die entsetzte und aufgelöste. Rief nach Hilfe und erzählte von einem Mann der im Walde liegt und sich nicht rührt.
Eine Dame folgte mir und kurz vor dem Wäldchen verschwand ich erneut.
Ich verließ eiligst die Umgebung. Die Kutschenräder ratterten über den steinigen Boden bis ich als Scarlett in Rahal ankam.
Ich hinterließ die Blutphiole mit einem kleinen Zettel in der Bank. Mein Meister würde auf diesem Wege das gewünschte Objekt erhalten.
Auf meinem Zettel schrieb ich nur; Sylvian von Schwarzburg Edel und Magiebegabt.