Der kahle Wipfel des Baumes, der am Paladinskloster ragte, wurde durch das Wehen des Windes immerzu hin und her gerüttelt. Quarius saß auf einem der Sitzplätze vor dem Trainingsgelände und schaute fast wie in Trance von der kleinen Terasse am oberen Fenster herunter. Er lehnte sich langsam bedacht zurück und streichte jene Stelle, die einst jener Ork so Brutal aus ihrer natürlichen Verankerung schlug. Kurz war er für einen Moment in dem Gedanken verfallen, sich im Geiste jene Situation im klaren durchlaufen zu lassen…sein Aufopferungsinstinkt hatte ihn zu jener Tat vor nicht allzu langer Zeit bewegt und hatte glücklicherweise keine bleibenden Schäden hinterlassen. Welch ein Glück, dachte er sich, das der Graf jene Kontakte zu den Hochelfen hatte, sonst wäre er verloren gewesen.
Die Schmerzen von damals waren nun nicht länger Teil von ihm, er war zufrieden und glücklich, hatte mit der nun fast leichten Verletzung zusammen mit Helfern der Grafschaft und Bewohnern der Stadt mit angepackt und geholfen.
Quarius wendete sich wieder in Richtung dem inneren des Marmor Bauwerks welches im inneren, trotz des kalten Marmorsteines an Wärme aufbrodelte, welches die Kälte außerhalb des Paladinkomplexes völlig überschlug. Langsam nahm er die Teile der Rüstung ab die ihn umschlang, sowie weitere Gewänder welche an ihm prangerten, dabei glitt er leichtfüßig in das Badehaus des Klosters und trat sorgfältig ein. Das Kalte Metall klebte förmlich an seinen Fingern, als langsam und immer mehr seine nackte Haut zum Vorschein kam und da war "es", er erblickte die Verletzung seines Armes an und musste feststellen, das keine Narbe vorhanden war, aber dennoch stimmte was nicht…
„Du wirst keine bleibenden Schäden davontragen…“ sagte ihm damals die Elfin, als sie ihm ihre Lebensenergie gab, damit er seinen Arm wieder bekommen konnte. Ein sehr sehr großes Geschenk, dachte sich der Ritter, wahrlich diese Geschöpfe faszinierten ihn, das stand fest. Von der Schönheit ihres Antlitzes ganz zu schweigen.
Die Rüstung war nun komplett abgelegt und er trat langsam in das etwas wärmere als laue Wasser. Kurz wendete er sich hastig herum, meinte er würde Schritte hören doch das Geräusch verklang in den Windböen außerhalb des Klosters welche stak an das Fenster glitten und jenes augenblicklich und für einen kurzen Moment zu biegen schien.
Sei Körper wurde nun vollkommen von dem Wasser umhüllt und er spürte abermals jene Wärme an seinen Körper antreten, wobei er mit geschlossenen Augen sein Kopf in sein Genick legte und leichte kreisende Bewegungen vollführte, bis er schließlich und ohne wollen einschlief.
Verschwommene Bilder kamen vor Augen und er sah ein Mann in einer dunklen Rüstung. Es regnete und der silbrige Mond zeigte das die sonne seit einigen Stunden nicht mehr zu scheinen schien. Nun wurde eine weitere Person sichtbar in einer Gold-Braunen Rüstung, welche in schützender aber offensiver Kampfhaltung dastand und den Angreifers Schlägen Standhielt und parierte und dann vielen beide…ein lauter Schrei durchklomm jene sehende Lichtung, ringsherum brodelte Feuer im Unterholz und er hörte einen Namen rufen, “seinen“ Namen…
Quarius erwachte urplötzlich aus dem Tagtraum der ihn mitgerissen hatte. Was bei Temora…kälte durchzuckte seine Muskel und seine immer noch wehrende Nackte Haut. Die Sonne, bemerkte er, als er aus dem Fenster schaute war nun vollkommen verschwunden und der Mond zeigte sich in beachtlicher Höhe. Wie lange hatte er wohl geschlafen? Das Kalte Wasser hatte ihn aus dem Schlaf gerissen, so schien es und so musste er es auch feststellen.
Als er sich umgezogen hatte grübelte er wieder über den Traum nach und schüttelte dann nur leicht aber dennoch gehemmt den Kopf. Was es auch war er würde es in Erwägung ziehen…
Träume in der Kälte
- Quarius Lore
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- Registriert: Montag 31. Dezember 2007, 03:38
Träume in der Kälte
Die Augen der Göttin liegt auf uns allen...