Liebe Bürgermeisterin Verdania Zac, Lieber Herr Siran Zac,
Während ich in Berchgard vor der Handelszunft stehe, geschah einiges vor den Toren Bajards. Da ich persönlich nicht anwesend war und mir niemand berichtet erstattet hat, kann ich nicht genau sagen was passiert ist und wer verantwortlich ist. Alles was ich weiss ist, dass ein Lethar einen älteren Herrn verletzt haben soll, der ein kleinens Mädchen beschützen wollte. Dies geschah unmittelbar vor Bajard und ich war erst nach diesem Ereignis mit der Kutsche dort angekommen.
Desweiteren wurde, nachdem der erste Lethar geflohen ist, eine zweite weibliche Lethar von den Anwesenden belästigt. Ihr Gemüter waren erhitzt und es schien mir als wollten sie nur Blut sehen, da sie auf meine Andeutung auf die Regeln, dass das Kämpfen um und in Bajard nicht gestattet ist, ignoriert haben. Als die Lethar dann von einem Stein getroffen wurde, wessen Werfer ich nicht sah, wollte ich den Mopp vor einem Kampf stoppen, und stoppte einen bepanzerten Herrn, der versucht hat mit seinem Schild die Lethar zu stoßen. Ich muss dabei zwei Sachen Anmerken lassen. Ersten hat die Lethar weder Waffe noch Zauber benutzt oder gehalten. Zweitens war es die andere Partei, die einen Streit angezettelt haben.
Als die Lethar dann mit der Kutsch floh, richteten sich die erhizten Gemüter gegen mich. Ich muss hier nun zugeben, dass ich widerwillig den Kampf gestoppt habe, ich halte nicht viel von den Letharen. Außerdem bin ich dem Gespräch nicht gut genug gefolgt, denn nun scheint mir, habe die Lethar einem Elfen gedroht. Umgeben von Gepanzerten Kämpfern stand nun ein Reichsritter vor mir. Dieser hinterfragte meine Handlung. Meine Antwort war natürlich klar: Ich wollte Blut vergießen vor den Toren vermeiden! Der Reichsritter, Friedolin von Tannhoeh war sein Name, wurde daraufhin energischer und hinterfragte die Neutralität und nannte mein handeln parteiisch, da ich der Lethar half. Ich hingegen wiess wieder auf die Regeln hin, was den Herrn nur weiterhin reizte. Es endete damit, dass ich nun blutend diesen Bericht schreibe. Ich muss zugegeben ich habe mich etwas respektlos gegenüber den Ritter verhalten, aber ich habe es nicht geschafft ihre Gemüter zu kühlen. Sollte ich meines Dienstes entlassen werden, so habe ich natürlich Verständnis dafür.
Mit respektvollem Gruß
Nun folgt fein säuberlich die Unterschrift:
Er rollte das Pergament ordentlich zusammen, dabei achtete er sehr genau, dass diese nicht wieder Blutverschmiert wird. Nachdem er das Brieflein in die Postbox gelegt hat wandte er sich ab und verschwand in der Dunkelheit der Nacht.