In unendlicher Treue

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Tridain Xendral

In unendlicher Treue

Beitrag von Tridain Xendral »

Es war bereits Tagelang nach dem Krieg. Tridain trug immernoch seine Verbände, sowohl um seinen Brustkorb, als auch um die Stirn, wo ihn eine Schwertklinge getroffen und eine senkrechte Einkerbung über seiner rechten Braue hinterlassen hatte. Schlimmeres konnte, Temora sei Dank, durch seine Kettenhaube jedoch verhindert werden.

Er kniete, wie so oft in letzter Zeit vor dem Altar der Kirche im Kloster.
Tief ins Gebet versunken schien die Welt um ihn zu verschwinden, das war auch das befreiende am Gebet, es gab nur noch Tridain und Temora, zu der seine Treue und sein Glaube selbst in so dunklen Zeiten wie die des Krieges, nie zu schwinden schien. Und dennoch plagten auch ihn die Qualen des Krieges, die verbrannten Leichen in Varuna waren wohl das schlimmste, das Tridains junges Herz je ertragen musste. Oder war es doch der Anblick des brennenden Hofes seiner Eltern, als sie nach Berchgard flüchteten? Nein, es war wohl die Kombination aus Beidem.

So viel war passiert, seit Tridain nach Varuna kam. Er wollte nur seine persönliche Pflicht erfüllen und in der königlichen Garde dienen, um anschließend zu seinen Eltern auf den Hof zurückzukehren, doch stattdessen fand er zum tiefen Glauben an Temora und lernte die Ritter ihrer Königin kennen. Von niemandem war er je mehr beeindruckt worden, für ihn waren sie der Inbegriff von Glauben und Loyalität und so reifte der Gedanke in ihm, dass auch er dem Reich, das er so liebte, mit seiner unendlichen Treue und allem in seiner Macht stehenden, helfen wollte, nur der Weg war es, den er finden musste, um dies zu tun.

Und so betete er, leise whispernt, zu Temora und er bat sie, seine Herrin, darum ihm die Möglichkeit zu geben seine Treue und Liebe zum Reich unter Beweis zu stellen und es ihm zu ermöglichen, gerade diesem Reich, genauso sehr zu dienen, wie es Sir Lefar, Sir Krenor, Sir de Arganta und Sir de Lore taten..
Tridain Xendral

Beitrag von Tridain Xendral »

Am Tage des 10. Hartung 249 sollte es dann soweit sein.

Tridain hatte viel nachgedacht in der letzten Zeit und er war sich sicher, dass er den Schritt wagen wollte. Er wollte um Knappschaft erbitten, nur bei welchem der Ritter, dies vermochte er noch nicht zu sagen. Sir de Lore? Er hatte gerade erst den Arm verloren und es erschien Tridain als sei er viel Unterwegs, im Auftrage der Königin, so selten wie er ihn erblickte, er sollte es also, trotz des ungeheuren Respekts Tridains, nicht sein. Sir Aradan Krenor? Ritter der Königin, Leutnant der Garde und zugleich noch Mitglied im Orden der Temora, Tridain wollte ihm nicht abverlangen sich nun auch noch um einen Knappen zu kümmern... so gab es nur noch einen der Ritter ohne Knappen, der dies sein könnte... Sir Farion Lefar.

Tridain hoffte also den besagten Gottesstreiter im Ordenshaus zu finden und machte sich auf den Weg. Es war ein recht stürmischer Tag, typisch für den Hartung, kalt, windig und nass. Tief ins Gesicht zog er sich die Kapuze des Umhangs, um ein wenig Schutz vor Wind und Wetter zu erhalten, und stapfte die matschigen Pfade entlang.

Im Ordenshaus angekommen, hatte Tridain Glück, Sir Lefar war tatsächlich anwesend und deutete ihm sich zu setzen, doch Tridain wollte ihn erst um etwas bitten....

"Wenn du in das Kloster gehst um ihre Heiligkeit um ihren Segen zu bitten, so verweile dort und verbringe eine Nacht lang vor dem heiligen Baum, so du dies geschafft hast komme zu mir zurück und berichte davon, dann wirst du meine Antwort wissen."

Also machte der junge Mann, vielleicht zukünftiger Knappe eines Ritters, sich auf den Weg, eben dies zu tun...
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