"Idyllisch..." Allein dieses Wort ließ den Letharen verächtlich Würgen, als müsste er sich gleich übergeben. Sie standen bei einem Bach in der Nähe der neuen Allianzfestung und Menschen hätten diesen Fleck vermutlich wirklich als romantisches Plätzchen bezeichnet. Also neckte die Tetrarchin ihn weiter, schien für Scherze offen zu sein: "stell dir nur vor... du hier mit einer nackten Lethra..." er konnte das spöttische Grinsen in ihrem Gesicht fast schon hören.
Aber eine Erwiderung seinerseits blieb aus und er hob nur den Kopf um in den Himmel zu spähen. Hatten seine feinen Elfenohren da etwas gehört?
Ja, tatsächlich!
Immer lauter zischend näherte sich ihnen ein riesiger Feuerball und war geradewegs dabei auf sie hinab zu stürzen!
Sofort reagierte der Lethar und sprang auf seine Begleiterin zu, um sie in Deckung auf den Boden zu reißen. Zwar gelang es ihm, doch bedankte sie sich augenblicklich mit einem heftigen Tritt, sodass der "Held" schnell wieder auf Abstand ging.
Als sich die zwei Alatari wieder aufrappelten und sich leise fluchend den Dreck von ihrer Kleidung klopften, sahen sie die Einschlagspuren nur wenige Meter von sich entfernt. Höllisches Feuer brannte und ein dämonischer Krieger mit brennendem Schlachttross war zu sehen, der sich ihnen näherte. Er trug eine Rüstung, die selbst dem Letharen grotesk erschien, ein dunkles Zepter als Waffe und eine schwarze Maske, dessen Augen rötlich glühten. Als würde das nicht schon ausreichen, um furchterregend zu wirken, stieg ausserdem noch schwarzer Rauch aus seinen Nüstern auf und bei jedem seiner schweren Schritte glühte das Gras unter seinen Stiefeln auf und ließ nur noch Asche zurück.
"Wer wagt es...?" grollte der dunkle Elf trotz des beeindruckenden Auftritts des Dämons in der disharmonischen Sprache der Letharen, ungeachtet dessen, dass er seiner Begleiterin damit Ohrenschmerzen verursachte. Augenblicklich antwortete ihm eine donnernde Gedankenstimme: "Ich wage es - Fürst der Dämonen!".
Die gepanzerten, knochendürren Finger des Letharen legten sich um den Griff seines Säbels... allerdings deutete er auch eine ebenso schleimende, wie respektvolle Verbeugung an. Die Templerin jedoch blieb selbstverständlich aufrecht stehen und wahrte eine würdevolle Haltung, wie man es von ihr erwartet hätte.
Der Lethar platzte fast vor Neugier und er wäre vor dem Dämon vermutlich sogar auf die Knie gegangen, wenn es dazu geführt hätte, dass dieser das lichte Reich verwüstet. Und so bemühte sich das dunkle Elfenkind so stark wie noch nie in seinem Leben eine goldene Zunge zu führen und dem Dämon zu schmeicheln, mehr zu erfahren.
Der Dämon versprach Macht und die Aufgabe erschien erschreckend einfach. Hätte der Lethar abgelehnt, wäre es zu einem Kampf gekommen und er würde nie heraus finden, ob der Dämon sich als nützliche Marionette erweisen könnte... also willigte er ein.
Bring mir einen billigen und dummen Bauern.
Er wird mir dienlich sein, meinem Ritual beiwohnend - als Opfer.
Auf das der mächtigste der Dämonen auferstehen kann - seinen Zorn auf jene gebend die nicht würdig sind seine Gnade zu erhalten!
Daraus musste sich einfach ein Vorteil für den Allmächtigen ziehen lassen...
Die Quest mit dem Dämonenfürsten
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Tar´lyrrn
Die Quest mit dem Dämonenfürsten
Zuletzt geändert von Tar´lyrrn am Freitag 29. April 2011, 06:48, insgesamt 2-mal geändert.