Das saß er nun in seinem kleinen Labor, nicht so richtig wissend was zu tun sein sollte. Am Vortage hatten die Wuestenjaeger des Emirs das Reitechsenpaar aufgespuert und es fuer ihn eingefangen. Dabei war jedoch wohl nicht alles nach Plan gelaufen, so war zumindest sein Informationsstand.
Jierdan, Leibsklave und Heiler des Emirs musste dies nun ausbaden, denn er war mit der Pflege der wertvollen Tiere vertraut worden. Eines wusste der gelehrte Mann jedoch, man konnte die Anatomie des Menschen nicht unbedingt mit der eines Tieres gleichsetzen. Er wusste nicht genau wie die Echsen auf Mittel reagieren wuerden, die er ihnen verabreichte. Es konnte gut sein, dass Mittel die beim Menschen die gewuenschte Wirkung erzielen wuerden, bei den Echsen die Gegenteilige haetten.
Dennoch, es musste etwas getan werden. Das Maennchen war noch immer bewusstlos und das Weibchen aufgedreht wie ein tollwuetiger Wuestenfuchs. Jierdans Idee war es nun mit den Mitteln zu arbeiten, die er auch bei Menschen verwenden wuerde. Jedoch wollte er mit kleinen Dosen anfangen um zu sehen wie die Tiere darauf reagierten.
Bereits am Vortage hatte er die Wachen angewiesen den Tieren ausreichend Wasser und Futter zur Verfuegung zu stellen, und das Maennchen ab und an mit Wasser zu besprenkeln und ihm Schatten zu spenden, so wollte er sicher gehen dass es ihnen dort erstmal an nichts fehlte. Auf dieser Grundlage wollte er aufbauen.
Er nahm also aus seiner Kiste mit diversen Salben und aeusserst wirksamen Fluessigkeiten eine Tinktur aus dem auf Menek'Ur sehr seltenen Baldrian und troepfelte davon ein paar Tropfen unter das Futter welches er fuer das Weibchen vorbereitet hatte. Fuer einen Menschen dieser Masse war es nichtmal wirklich genug um ihn schlaefrig werden zu lassen, doch er wollte vorsichtig sein. Er konnte mit der Dosierung immernoch hoch gehen. Fuer das Maennchen bereitete er einen duennen Brei aus diversen Fruechten zu und verduennte ihn mit Wasser. Hinzu gab er noch etwas fein gemahlenes Salz und etwas Quarz. Er wollte dass das Maennchen so schnell als moeglich wieder zu Kraeften kam. Problematisch war nur es dem Maennchen einzufloessen, doch auch dafuer hatte er eine Idee. Er hatte sich von einer der Frauen aus dem Haarem einen duennen Lederschlauch naehen lassen, durch den man dem Maennchen den duennfluessigen Brei in den Rache fliessen lassen konnte.
So nahm er alles was er brauchte und stapfte nach oben gen der Koppel. Auf dem Weg dorthin nahm er ein paar der Palastwachen mit, welche ihm assistieren sollten. Zuerst stellten sie dem Weibchen das Futter hin, welches jenes auch zunaechst zoegernd annahm, aber dann gierig herunterschlang. Waehrend es durch das Fressen abgelenkt war schlich sich Jierdan mit zwei Wachen an das Maennchen heran. Er wies die Maenner an seinen Kopf anzuheben und sein Maul zu oeffnen. Sodann fuehrte er den Schlauch vorsichtig ein, sodass der Brei direkt die Speiseroehre hinab laufen konnte. Nun nahm er den Krug zur Hand und schuettete dessen Inhalt in die Oeffnung des Schlauches und sah zu wie sein Plan aufging. Nach kurzer Zeit standen sie schon wieder hinter dem Gatter und Jierdan schmunzelte zufrieden vor sich hin.
Nun galt es abzuwarten wie die Tiere auf seine Behandlung reagierten. Er wuerde ihnen von jener Dosis von nun an alle fuenf Stunden etwas geben bis sich ein Effekt einstellte. War es der gewuenschte wuerde er die Dosis vielleicht noch einmal kurz erhoehen, war er es nicht wuerde er wohl oder uebel nach etwas anderem Suchen muessen.
Doch der Heiler war es gewohnt zu warten und so setzte er sich in den Schatten einer Palme und sah seinen beiden neuen Patienten zu, abwartend ob seine Ideen den gewuenschten Erfolg bringen wuerden.
Die Reitechsen des Emirs
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Der Erzähler
Zwar nur langsam, aber stetig besserte sich der Zustand der Echsen, welche in Erzählungen nur als Ostarde bekannt waren.
Die Wunden des als Männchen identifizierbare Tier, schlossen sich langsam, und nachdem es den ersten aufgeregten aufrechten Gang gewagt hatte, kümmerte es sich vorerst um das Weibchen, ungeachtet der abhanden gekommenen Freiheit.
Die Eier wurden im Sand verbuddelt um sie nicht der direkten Sonnenbestrahlung auszusetzen und nun ging es darum etwas zu fressen zu finden. Schnatternd sah sich das Männchen in dem viel zu kleinen Gehege um. Aufgeregt im heißen Sand scharrend war die Nahrungssuche vergeblich, bis zwei der Wüstenbewohner vorsichtig etwas Essbares heranbrachten..
Die Wunden des als Männchen identifizierbare Tier, schlossen sich langsam, und nachdem es den ersten aufgeregten aufrechten Gang gewagt hatte, kümmerte es sich vorerst um das Weibchen, ungeachtet der abhanden gekommenen Freiheit.
Die Eier wurden im Sand verbuddelt um sie nicht der direkten Sonnenbestrahlung auszusetzen und nun ging es darum etwas zu fressen zu finden. Schnatternd sah sich das Männchen in dem viel zu kleinen Gehege um. Aufgeregt im heißen Sand scharrend war die Nahrungssuche vergeblich, bis zwei der Wüstenbewohner vorsichtig etwas Essbares heranbrachten..
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Jierdan Muhab
Jierdan war sichtlich zufrieden mit dem erreichten Erfolg, wenn nicht gar ueberrascht. Da hatte er wirklich einfach mal Glueck. Problemtatisch war nun nur noch die folgende Ernaehrung der Echsen. Sie stellten sich als Allesfresser heraus. Mit Vorliebe aßen sie kleine Säuger und Vögel, aber auch Obst verschmaehten sie nicht, was Jierdan doch leicht ueberraschte. Er trug auch weiter Sorge dafuer dass die Tiere regelmaesßig getränkt und gefüttert wurden und liess es ihnen an nichts fehlen. Die Wunden des Maennchens stellten sich als nicht so schwerwiegend heraus und beide Echsen schienen wirklich auf dem Weg zur Besserung. Es war ein guter Tag.