So oft hatten sie einander schon getroffen. So oft diskutiert, einander
umlauert, oder am Ende auch die Waffen sprechen lassen.
Doch nie war es zum äußersten gekommen. Auch wenn die Siege bisher ausgeglichen waren.
Das aufeinandertreffen an diesem Abend jedoch war, so glaubte er nicht
zufällig.
Auf dem Wege zu seinem Haus stand sie.
Aliyahna.. dunkle Priesterin des Alathars.
Natürlich hielt er auf sie zu. Natürlich hielt er an, und natürlich begannen die alten Diskussionen über die Götter, über das Ende, den Tod und was danach sein würde.
Jeder eine andere Ansicht des Ganzen und natürlich ging es aus wie
fast immer. Keiner wollte den anderen Gehen lassen.
Sie hetzte schließlich ihre beiden Panther auf ihn und er versuchte jene
ignorierend, sie zu erreichen.
Gezielt schlug er Runedur, wie sein Schwert getauft war, und was so viel hieß wie Seelenretter, gegen die Frau und traf sie auch wohl als schon ein heisser Blitz in seine Platte einschlug.
Kaum ließ er sich beeindrucken, sondern suchte weiter sein Ziel als auch
der zweite, dritte Blitz ihn traf.
Zusätzlich hetzten die Panther ihm nach, doch noch immer kümmerte er sich kaum um jene.
Als kein weiterer magischer Angriff kam, hätte ihn das stutzen lassen sollen, ihn warnen, doch er war zu überheblich, zu siegessicher, das er nicht einmal damit rechnete was als nächstes kam.
Die plötzliche Luftnot ließ ihn innehalten. Ließ ihn nach Luft schnappen,
und er war nicht mehr im Stande überhaupt noch einen Angriff zu führen, oder irgendwelche Abwehrmassnahmen.
Die Panther zu seinen Füßen griffen weiter an und er geriet bald ins schwanken, dann traf ihn erneut ein Blitz un der stürtzt vom Pferd, in die willkommende Dunkelheit hinein.
Wielange er am Boden lag, vermochte er am Ende nicht zu sagen, aber als er ächzend die Augen aufschlug, war das erste was er bemerkte die
Schwertspitze an seinem Hals.
Still blickte er auf, in die triumphierenden Augen Aliyahnas. Erneut begann das Spiel der Wörter.
Temora oder Alathar doch was dann kam, ließ ihn noch mehr erstarren. Sie beugte sich zu ihm herab, küsste ihn.
Doch nicht wie Liebende, eher berechnend kühl und auch sein Versuch sich zurück zu ziehen blieb ohne Erfolg.
Schließlich zog sie sich zurück, still lächelnd und ihn mit einem Blick bedenkend den er nicht ein zu ordnen wusste.
"Drei Tage." meinet sie bestimmt drei Finger hochhaltend.
"Du wirst dich mit mir treffen, oder du stirbst."
"Ich verkaufe meine Seele nicht. Warum sollte ich dich treffe !!!"
schrie er sie an, doch schon spürend das sein Körper seine Lippen sich seltsam anfühlten.
Die Priesterin schüttelte den Kopf. "Weil dich das Gift sonst dahin raffen wird. Aber wenn du sterben willst, und das Gegenmittel nicht willst, dann komm nicht. Vielleicht ist das was ich erwarte gar nicht so teuer."
Mit diesen Worten verneigte sie sich noch einmal fast respektvoll vor ihm und ging.
Für den Moment brach der Ritter noch einmal zusammen, einfach die Stille die um ihn herum herrschte auf sich wirken lassend.
Die Verbrennung spürte er kaum, um so intensiever jedoch das Kribbeln seines Körpers, die Taubheit seiner Lippen. "Drei Tage ..."
Er wuchtet sich hoch, stolperte zur Strasse, weiter zum Weingut, doch
auch hier war niemand.
Müde noch immer etwas benebelt ließ er sich in den Schnee fallen, und
womöglich wäre er dort eingeschlafen, hätte Tessa ihn nicht gefunden, ihn heim geholfen. Sie wollte noch für einen Heiler sorgen oder Hilfe holen,
Er jedoch wollte .. Rahel .. .Rahel an seiner Seite und vor allem Darna.
Darna! Nur sie würde Rat wissen nur sie würde helfen können.
Nur sie konnte... war *er sank etwas in sich zusammen*...
sie war Paladina aber auch Mutter dreier Kinder und die Frau Adrians.
Durfte er sie überhaupt in Gefahr bringen?
Aber war es nicht schon zu spät? Tessa war schon fort und er
hatte jenen Wunsch bereits geäußerst.
Sichtlich erschöpft ließ er sich auf den Stuhl fallen wo er dann wohl auch
fast sofort einschlief.
Der Kuss der Pantherfrau
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Rafael von Arganta
Der Kuss der Pantherfrau
Zuletzt geändert von Rafael von Arganta am Mittwoch 19. Januar 2011, 16:31, insgesamt 5-mal geändert.
- Aliyahna
- Beiträge: 635
- Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:19
Gedankenverloren stand sie vor seinem Anwesen. So schwer, wie sie gedacht hatte, war es garnicht zu finden. Der nachtschwarze Panther schmiegte sich treu an ihre Seite und stieß ein zufriedenes Schnurren aus.
Eiskalter Wind blies an diesem Abend, kroch allmählich durch alle Kleiderschichten und ließ sie frösteln. Schneebdeckt war die Umgebung Adorans und in ihrer blutroter Robe stach sie gerade zu auffällig hervor. Ja, er würde sie sehen ...und er würde kommen. Ihr gegenübertreten. Und ihre Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Diesmal sollten jedoch auf Worte Taten folgen. Das übliche Geschwätz langweilte offenbar nicht nur sie.
Der Panther an ihrer Seite spitzte die Ohren als gedämpftes Hufgetrampel an seine Ohren drang. Und auch Aliyahna wusste, er war endlich gekommen.
Das Spiel konnte beginnen. Natürlich war es mehr als ein Spiel. Es war tödlicher Ernst, der beide zu ihren Klingen greifen ließ. Das Reden war vorüber, Blut musste fließen.
Aliyahna hatte sich an diesem Tag gut vorbereitet. Und auch der Herr schien ihr an diesem Tag wohlgesonnen zu sein. Als Rafael am Boden lag, war es nicht etwa Freude oder Triumph den sie verspürte. Eher eine tiefe Zufriedenheit. Nun gehörte er ihr.
Als sich ihre Lippen berührten, lag nichts sanftes darin. Lediglich Mittel zum Zweck. Schmerz und Qualen konnten ihn nicht mehr erschrecken. Er hatte zuviel erlebt und gesehen, um vor Folter noch Angst zu spüren. Im Grunde waren die Beiden sich garnicht so unähnlich.
Das Gift, das sie Stunden zuvor sorgsam aufgetragen hatte, gelang auf diese Weise am effektivsten in den Körper. Und dennoch - war es irgendwie ein Gefühl das sie angewidert wie auch berauscht schaudern ließ. Der Ausdruck in seinen Augen war ein Genuß, den die schlimmste Folter nicht herbei führen hätte können. Angst gepaart mit unendlicher Verwirrung. Erkenntnis schlich sich erst in seine Miene als sie das Wort an ihn richtete:
3 Tage.
In deinem Körper befindet sich Gift
Du wirst dich mit mir treffen, oder du stirbst.
Mit diesen Worten ließ sie ihn zurück, obgleich die Gelegenheit günstig war ihn an Ort und Stelle zu töten. Warum sie ihn verschonte, wusste sie selbst nicht so genau. Vielleicht wäre diese Art von Sieg einfach zu langweilig gewesen..
Eiskalter Wind blies an diesem Abend, kroch allmählich durch alle Kleiderschichten und ließ sie frösteln. Schneebdeckt war die Umgebung Adorans und in ihrer blutroter Robe stach sie gerade zu auffällig hervor. Ja, er würde sie sehen ...und er würde kommen. Ihr gegenübertreten. Und ihre Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Diesmal sollten jedoch auf Worte Taten folgen. Das übliche Geschwätz langweilte offenbar nicht nur sie.
Der Panther an ihrer Seite spitzte die Ohren als gedämpftes Hufgetrampel an seine Ohren drang. Und auch Aliyahna wusste, er war endlich gekommen.
Das Spiel konnte beginnen. Natürlich war es mehr als ein Spiel. Es war tödlicher Ernst, der beide zu ihren Klingen greifen ließ. Das Reden war vorüber, Blut musste fließen.
Aliyahna hatte sich an diesem Tag gut vorbereitet. Und auch der Herr schien ihr an diesem Tag wohlgesonnen zu sein. Als Rafael am Boden lag, war es nicht etwa Freude oder Triumph den sie verspürte. Eher eine tiefe Zufriedenheit. Nun gehörte er ihr.
Als sich ihre Lippen berührten, lag nichts sanftes darin. Lediglich Mittel zum Zweck. Schmerz und Qualen konnten ihn nicht mehr erschrecken. Er hatte zuviel erlebt und gesehen, um vor Folter noch Angst zu spüren. Im Grunde waren die Beiden sich garnicht so unähnlich.
Das Gift, das sie Stunden zuvor sorgsam aufgetragen hatte, gelang auf diese Weise am effektivsten in den Körper. Und dennoch - war es irgendwie ein Gefühl das sie angewidert wie auch berauscht schaudern ließ. Der Ausdruck in seinen Augen war ein Genuß, den die schlimmste Folter nicht herbei führen hätte können. Angst gepaart mit unendlicher Verwirrung. Erkenntnis schlich sich erst in seine Miene als sie das Wort an ihn richtete:
3 Tage.
In deinem Körper befindet sich Gift
Du wirst dich mit mir treffen, oder du stirbst.
Mit diesen Worten ließ sie ihn zurück, obgleich die Gelegenheit günstig war ihn an Ort und Stelle zu töten. Warum sie ihn verschonte, wusste sie selbst nicht so genau. Vielleicht wäre diese Art von Sieg einfach zu langweilig gewesen..
Zuletzt geändert von Aliyahna am Mittwoch 19. Januar 2011, 21:06, insgesamt 3-mal geändert.
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Anora Silbermann
Nachdem sie den Ritter am Vorabend behandelt, seine Verbrennungen versorgt und ausreichend Proben für ein Gegengift entnommen hatte, setzte sich die junge Heilerin die ganze Zeit daran, ein Gegengift zu finden.
Das Gift wirkte zum Glück nur langsam, obwohl bereits anfänglich Taubheitsgefühle an der übertragenden Stelle aufgetreten waren. Ein langsames Ersticken konnte sie durch verschiedene mitgebrachte Tränke und Mittel unterbinden, jedoch war nichts davon eine dauerhafte Lösung. Sie entnahm einige Blutproben des Ritters, und forschte die restliche Nacht und den nächsten ganzen Tag. Noch immer kam sie zu keinem Ergebnis. Es war kein übliches Pflanzengift, es war eine Mischung aus mehreren giftigen Substanzen. Sie musste herausfinden welche Giftmischung es genau war und so probierte sie nach und nach zahlreiche Kombinationen verschiedenster giftwirkender überwiegend pflanzlicher Substanzen und Reagenzien aus. Als Fräulein Savea zwischenzeitlich nach neuen Resultaten ihrer Forschung fragte, hatte sie noch immer kein Ergebnis gefunden, und konnte sie nur mit den Worten, das sie derzeit noch nichts sagen könnte, fortschicken.
Erst spät am Abend wurde sie fündig, hatte die richtige Kombination gefunden und auf das vergiftete Blut mit kleinem Erfolg übertragen können. Erst zeigte es Anzeichen der Besserung .. doch irgendetwas war da noch, etwas unheilvolles, etwas dem sie nicht entgegen wirken konnte. Immer wenn sie versuchte das Blut vom Gift zu befreien, trat erst eine Besserung ein - dann jedoch verstärkte sich das Gift auf unnatürliche Weise. Mehrfach probierte sie den Vorgang aus, sie war sich sicher, das ihr hergestelltes Gegengift das Richtige war. Nach etlichen weiteren Versuchen kam sie zu dem Schluss, das sie da allein als Heilerin keine Macht hatte dem Gift erfolgreich und dauerhaft entgegen wirken zu können.
Sie hatte das richtige Gegenmittel, aber das was da vor sich ging, war mehr als ungewöhnlich. Es wäre auch zu gefährlich ihm das Gegengift nun in ganzer Dosis zu verabreichen, da es statt Linderung das Gegenteil auslösen könnte. Da Anora wusste, wer dem Ritter dieses Gift verabreicht hatte, bestätigte sich langsam die allgemeine Befürchtung, das das Gift auf unnatürliche Weise verstärkt wurde, und das würde sie dem Ritter baldalsmöglich mitteilen, denn das war etwas, das eindeutig nicht ihr Fachbereich war.
Das Gegengift bereite sie in der kommenden Nacht noch in ausreichender Dosis zu, um sich am nächsten Tag mit den bisherigen Ergebnissen auf den Weg zum Anwesen des Ritters zu machen.
Das Gift wirkte zum Glück nur langsam, obwohl bereits anfänglich Taubheitsgefühle an der übertragenden Stelle aufgetreten waren. Ein langsames Ersticken konnte sie durch verschiedene mitgebrachte Tränke und Mittel unterbinden, jedoch war nichts davon eine dauerhafte Lösung. Sie entnahm einige Blutproben des Ritters, und forschte die restliche Nacht und den nächsten ganzen Tag. Noch immer kam sie zu keinem Ergebnis. Es war kein übliches Pflanzengift, es war eine Mischung aus mehreren giftigen Substanzen. Sie musste herausfinden welche Giftmischung es genau war und so probierte sie nach und nach zahlreiche Kombinationen verschiedenster giftwirkender überwiegend pflanzlicher Substanzen und Reagenzien aus. Als Fräulein Savea zwischenzeitlich nach neuen Resultaten ihrer Forschung fragte, hatte sie noch immer kein Ergebnis gefunden, und konnte sie nur mit den Worten, das sie derzeit noch nichts sagen könnte, fortschicken.
Erst spät am Abend wurde sie fündig, hatte die richtige Kombination gefunden und auf das vergiftete Blut mit kleinem Erfolg übertragen können. Erst zeigte es Anzeichen der Besserung .. doch irgendetwas war da noch, etwas unheilvolles, etwas dem sie nicht entgegen wirken konnte. Immer wenn sie versuchte das Blut vom Gift zu befreien, trat erst eine Besserung ein - dann jedoch verstärkte sich das Gift auf unnatürliche Weise. Mehrfach probierte sie den Vorgang aus, sie war sich sicher, das ihr hergestelltes Gegengift das Richtige war. Nach etlichen weiteren Versuchen kam sie zu dem Schluss, das sie da allein als Heilerin keine Macht hatte dem Gift erfolgreich und dauerhaft entgegen wirken zu können.
Sie hatte das richtige Gegenmittel, aber das was da vor sich ging, war mehr als ungewöhnlich. Es wäre auch zu gefährlich ihm das Gegengift nun in ganzer Dosis zu verabreichen, da es statt Linderung das Gegenteil auslösen könnte. Da Anora wusste, wer dem Ritter dieses Gift verabreicht hatte, bestätigte sich langsam die allgemeine Befürchtung, das das Gift auf unnatürliche Weise verstärkt wurde, und das würde sie dem Ritter baldalsmöglich mitteilen, denn das war etwas, das eindeutig nicht ihr Fachbereich war.
Das Gegengift bereite sie in der kommenden Nacht noch in ausreichender Dosis zu, um sich am nächsten Tag mit den bisherigen Ergebnissen auf den Weg zum Anwesen des Ritters zu machen.
Zuletzt geändert von Anora Silbermann am Mittwoch 19. Januar 2011, 22:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Rafael von Arganta
Er schreckte aus dem Schlaf hoch. Er wollte doch nicht schlafen und doch nahm ihn sein Zustand sehr mit.
Das Gift kochte, brodelte in ihm und er spürte es jeden Moment wie flüssiges Blein in seinen Adern.
"Drei Tage!"
Hatte sie gesagt. Drei Tage...
Solle das Schicksal es wirklich so mit ihm meinen? Wollte er doch eher mit dem Schwert in der Hand
sterben nicht dahinsichend in einem Bett.
Erst jetzt waren ihm einige Dinge bewusst geworden.
Sein Vater... hatter er ihm je gesagt was er für ihn war? Das die alten Querelen längst vergessen
waren.
Rehya ... noch immer hatten sie sich nicht wirklich mehr vertragen, so lange hatte er sie schon nicht
gesehen. Hatte er ihr gesagt wie sehr er sie vermisste?
Und Rhys?
Der Junge war gerade mal vier Jahre alt. Und noch immer wusste er nicht das sein Vater noch lebte, das
der Sir Rawael, wie er ihn immer nannte, sein Vater war.
Doch ... heute Abend. Heute Abend hatte er es ihm gesagt.
Leise ins Ohr geflüstert als er schlief, selber den Tränen nahe, das er nie haben würde was
er für sich früher immer erträumt hatte.
Wäre Adrian nur da aber Darna hatte ihm wie immer Hoffnung gegeben.
Und Rahel war wie immer an seiner Seite.
Wecket ihn alle drei Stunden um ihm wie Anora empfohlen die Medizin zu geben.
Am Abend hatte die junge Heilerin der er damit nun schon zum Zweiten Male verpflichtet war, wohl
das Gegenmittel gefunden.
Doch fehlte eine Komponente wie sie mitteilte.
Das Gift war wie ein Fluch .. und musste erst Klerikal aufgehoben werden bevor das Gegengift half und
nicht tötete.
Ohne die Hilfe der Kirche würde es die Wirkung des Giftes eher verstärken denn das es helfen würde.
Dennoch gab es ein Mittel das die Wirkung herauszögerte, und davon trank er nun alle drei Stunden einen
Schluck.
Rahel gab akribisch Acht das er jenen Zeitpunkt nie verpasste, bedeutete es auch für sie das sie die
Nacht keinen Schlaf bekam.
Aliyahna hatte er das Alles zu verdanken und in ihm wuchs der Zorn auf sie.
Immer wieder traf er auf die dunkle Templerin.
Und Rafael war sich sicher das dies nicht ihr letztes Aufeinandertreffen war.
Doch würde er nicht vor ihr zu Kreuze kriechen, noch seine Seele an sie verkaufen.
Egal für welchen Preis.
Heute Abend würde sich alles weitere weisen, und Rafael vertraute fest auf Temora und ihre Eminenz.
Das Gift kochte, brodelte in ihm und er spürte es jeden Moment wie flüssiges Blein in seinen Adern.
"Drei Tage!"
Hatte sie gesagt. Drei Tage...
Solle das Schicksal es wirklich so mit ihm meinen? Wollte er doch eher mit dem Schwert in der Hand
sterben nicht dahinsichend in einem Bett.
Erst jetzt waren ihm einige Dinge bewusst geworden.
Sein Vater... hatter er ihm je gesagt was er für ihn war? Das die alten Querelen längst vergessen
waren.
Rehya ... noch immer hatten sie sich nicht wirklich mehr vertragen, so lange hatte er sie schon nicht
gesehen. Hatte er ihr gesagt wie sehr er sie vermisste?
Und Rhys?
Der Junge war gerade mal vier Jahre alt. Und noch immer wusste er nicht das sein Vater noch lebte, das
der Sir Rawael, wie er ihn immer nannte, sein Vater war.
Doch ... heute Abend. Heute Abend hatte er es ihm gesagt.
Leise ins Ohr geflüstert als er schlief, selber den Tränen nahe, das er nie haben würde was
er für sich früher immer erträumt hatte.
Wäre Adrian nur da aber Darna hatte ihm wie immer Hoffnung gegeben.
Und Rahel war wie immer an seiner Seite.
Wecket ihn alle drei Stunden um ihm wie Anora empfohlen die Medizin zu geben.
Am Abend hatte die junge Heilerin der er damit nun schon zum Zweiten Male verpflichtet war, wohl
das Gegenmittel gefunden.
Doch fehlte eine Komponente wie sie mitteilte.
Das Gift war wie ein Fluch .. und musste erst Klerikal aufgehoben werden bevor das Gegengift half und
nicht tötete.
Ohne die Hilfe der Kirche würde es die Wirkung des Giftes eher verstärken denn das es helfen würde.
Dennoch gab es ein Mittel das die Wirkung herauszögerte, und davon trank er nun alle drei Stunden einen
Schluck.
Rahel gab akribisch Acht das er jenen Zeitpunkt nie verpasste, bedeutete es auch für sie das sie die
Nacht keinen Schlaf bekam.
Aliyahna hatte er das Alles zu verdanken und in ihm wuchs der Zorn auf sie.
Immer wieder traf er auf die dunkle Templerin.
Und Rafael war sich sicher das dies nicht ihr letztes Aufeinandertreffen war.
Doch würde er nicht vor ihr zu Kreuze kriechen, noch seine Seele an sie verkaufen.
Egal für welchen Preis.
Heute Abend würde sich alles weitere weisen, und Rafael vertraute fest auf Temora und ihre Eminenz.
Zuletzt geändert von Rafael von Arganta am Donnerstag 20. Januar 2011, 08:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Rahel de Winter
Die ganze Nacht hatte sie damit verbracht auf seine Atmung zu achten und darauf das er seine Tropfen regelmäßig nahm. Auf nichts konnte sie sich wirklich konzentrieren, zu sehr hatte die Angst sie im Griff.
Rahel wusste nicht mehr wie oft sie in dieser Nacht zum heiligen Baum gegangen war und um Kraft für die bevorstehenden Tage gebeten hatte. Wie sollte es nur weitergehen ohne ihn?
Nein! Daran durfte sie nicht denken, es würde sicher alles wieder gut werden, wieso nur ließ sie dann diese schreckliche Angst nicht los?
Wie schaffte Darna das nur in solchen Momenten die Hoffnung nicht aufzugeben und nicht ihrer Angst zu erliegen?
Ihre gemeinsame Zeit war ihr durch den Kopf gegangen und irgendwie schien es plötzlich nur noch wundervolle Momente gegeben zu haben.
Die Erste Begegnung in der Kirche Varunas, ihre Abende im Kaminzimmer des Schlosses. Wie er mit Adrian im Thronsaal trainierte. Sein Blick, der ihr gegolten hatte, als sie unfreiwillig beim Schleiertanz mitmachen musste. Rheya die sich morgens in ihr Bett schlich um ihren Vater zu wecken, sein Gesicht was in solchen Momenten so herrlich gelöst und glücklich strahlte.
Viele solcher Momente ihrer gemeinsamen Vergangenheit sah sie vor sich, es trieb ihr die Tränen in die Augen und machte sie gleichermaßen so unsagbar glücklich sie erlebt zu haben.
Das alles durfte nicht vorbei sein, möge ihr Eluive die Kraft geben die Hoffnung nicht aufzugeben.
Rahel wusste nicht mehr wie oft sie in dieser Nacht zum heiligen Baum gegangen war und um Kraft für die bevorstehenden Tage gebeten hatte. Wie sollte es nur weitergehen ohne ihn?
Nein! Daran durfte sie nicht denken, es würde sicher alles wieder gut werden, wieso nur ließ sie dann diese schreckliche Angst nicht los?
Wie schaffte Darna das nur in solchen Momenten die Hoffnung nicht aufzugeben und nicht ihrer Angst zu erliegen?
Ihre gemeinsame Zeit war ihr durch den Kopf gegangen und irgendwie schien es plötzlich nur noch wundervolle Momente gegeben zu haben.
Die Erste Begegnung in der Kirche Varunas, ihre Abende im Kaminzimmer des Schlosses. Wie er mit Adrian im Thronsaal trainierte. Sein Blick, der ihr gegolten hatte, als sie unfreiwillig beim Schleiertanz mitmachen musste. Rheya die sich morgens in ihr Bett schlich um ihren Vater zu wecken, sein Gesicht was in solchen Momenten so herrlich gelöst und glücklich strahlte.
Viele solcher Momente ihrer gemeinsamen Vergangenheit sah sie vor sich, es trieb ihr die Tränen in die Augen und machte sie gleichermaßen so unsagbar glücklich sie erlebt zu haben.
Das alles durfte nicht vorbei sein, möge ihr Eluive die Kraft geben die Hoffnung nicht aufzugeben.
Zuletzt geändert von Rahel de Winter am Donnerstag 20. Januar 2011, 21:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Rafael von Arganta
Zwei Schritte waren es.
Klerikal die Macht des dunklen aus ihm ziehen, und dann das Gegengift nehmen. Das Klerikale jedoch musste warten, so entschied man das Gift ersteinmal auf zu halten um ihm die Zeit zu geben die er nötig brauchte.
Die Eminenz erklärte wie es gehen müsste. Ein Kuss von einem Priester ... Ingosch gar? Rafael schauderte und entschied sich schon für die zweite MÖglichkeit ohne diese überhaupt zu erahnen.
Ein Blatt des Heiligen Baumes.
Aufgetragen und über seine Lippen schmeichelnd, nahm ihm die Angst, gab ihm die Hoffnung und stoppte das Gift. Gab ihm die Zeit die er benötigte, aber noch etwas...
Rafael selber merkte es erst gar nicht nurn das seichte Grinsen oder starren der Umstehenden machte ihn darauf aufmerksam das etwas nicht stimmte.
Seine Lippen glänzten Golden. Passend zu seiner Rüstung, rauschte es ihm sarkastisch durch seinen Kopf.
Auf alle Fälle jedoch ginge es ihn nun besser.
Abgesehen davon das er wohl nun besser mit einem Helm auf dem Kopf herumlief der seinen Lippen verbarg um eigentümlichen Fragen aus dem Weg zu gehn.
Zum Glück jedoch tat es auch ein Schal den Edin ihm später reichte den er um seine Lippen zog.
Jetzt konnte er nur warten das Hochwürden Taridan die Zeit fand sich ihm zu widmen. Die Eminenz hatte es so vorgesehen und ihr vertraute der Ritter ausnahmslos.
Das Warten beging.
Und dauerte zwei Tage.
Als Taridan endlich die Zeit fand, war Rafael wie die Tage zuvor im Kloster.
Er verließ jenen Ort der Hoffnung kaum noch, ließ sich berichten was in Berchgard vor sich ging, und war jedesmal erleichtert das dort alles ruhig verlief.
Hochwürden Taridan erleuterte ihm drei Möglichkeiten der klerikalen Säuberung die sich allesamt nicht wirklich Vertrauenserweckend anhörten.
Die Eine würde den Verlust seiner Männlichkeit bedeuten. Die andere Schmerzen über Tage, unkontrollierbarkeit des Körpers, und die Dritte ... er musste einfach stillstehen.
Etwas irritiert hatte Rafael den Priester angesehen.
Nur Stillstehen? Das konnte er. Hatte er doch als Knappe und später noch als Leibwächter Adrians über Stunden
Wache gestanden, so das ihm dies sicher kein Problem bereiten würde.
So also entschied er sich für diese Möglichkeit, und Taridan stimmte dem dann zu.
Er führte ihn in einen der Räume wo sie mehr Platz hatten, dann zeichnete er einen Kreis um ihn bestehend aus... Rafael vermochte es nicht genau zu definieren. Kreide? Grauer Staub? Am Ende war es ihm egal, hauptsache es funktioniert.
"Ach eines noch!" erklärte ihm Taridan, als wäre es nur Nebensächlich.
"Es kann durchaus sein das es auch Tage dauere und alles was während dieser Zeremonie außerhalb des Kreises geriet würde abgetrennt werden.
Eine schöne Nebensächlichkeit die er bisher verschwiegen hatte.
Rafael verzog das Gesicht, doch er wollte nicht mehr warten.
Sie waren im Kloster, sie waren nahe Temoras Wirken und er hatte den Glauben daran, das Temora mit ihnen war.
Also begann Taridan damit, mit Gebeten und durch sein Wirken Einfluss auf ihn zu nehmen.
Rafael fühlte ein Ziehen in sich, und doch blieb er einfach stocksteif stehen und war froh das seine
Ausbildung damals ihm dabei half. Stundenlang stramm stehen ... es war noch immer Gewohnheit und machte ihm nicht so viel aus wie er gedacht hatte.
Rafael spürte wie mehr und mehr etwas von ihm wich.
Etwas das ihn eingespannt hatte, eingeschnürrt seinen Körper beeinflusste und belastete.
Es wurde wie von einem durstigem Schwamm aufgesogen, bis es ganz herausgerissen wurde.
In jenem Moment schwankte er, ging in die Knie um sofort erschrocken Arme und Beine an sich zu ziehen.
Blos nicht mit irgendeinem Körperteil außerhalb des Kreises geraten.
Auch Taridan keuchte auf. Erst jetzt sah Rafael wie sehr auch der Priester gelitten hatte.
"Ihr solltet nun ruhen." wies Taridan an und wankte aus dem Zimmer, wohl selber sich die Ruhe suchend die er so bitte benötigte.
Klerikal die Macht des dunklen aus ihm ziehen, und dann das Gegengift nehmen. Das Klerikale jedoch musste warten, so entschied man das Gift ersteinmal auf zu halten um ihm die Zeit zu geben die er nötig brauchte.
Die Eminenz erklärte wie es gehen müsste. Ein Kuss von einem Priester ... Ingosch gar? Rafael schauderte und entschied sich schon für die zweite MÖglichkeit ohne diese überhaupt zu erahnen.
Ein Blatt des Heiligen Baumes.
Aufgetragen und über seine Lippen schmeichelnd, nahm ihm die Angst, gab ihm die Hoffnung und stoppte das Gift. Gab ihm die Zeit die er benötigte, aber noch etwas...
Rafael selber merkte es erst gar nicht nurn das seichte Grinsen oder starren der Umstehenden machte ihn darauf aufmerksam das etwas nicht stimmte.
Seine Lippen glänzten Golden. Passend zu seiner Rüstung, rauschte es ihm sarkastisch durch seinen Kopf.
Auf alle Fälle jedoch ginge es ihn nun besser.
Abgesehen davon das er wohl nun besser mit einem Helm auf dem Kopf herumlief der seinen Lippen verbarg um eigentümlichen Fragen aus dem Weg zu gehn.
Zum Glück jedoch tat es auch ein Schal den Edin ihm später reichte den er um seine Lippen zog.
Jetzt konnte er nur warten das Hochwürden Taridan die Zeit fand sich ihm zu widmen. Die Eminenz hatte es so vorgesehen und ihr vertraute der Ritter ausnahmslos.
Das Warten beging.
Und dauerte zwei Tage.
Als Taridan endlich die Zeit fand, war Rafael wie die Tage zuvor im Kloster.
Er verließ jenen Ort der Hoffnung kaum noch, ließ sich berichten was in Berchgard vor sich ging, und war jedesmal erleichtert das dort alles ruhig verlief.
Hochwürden Taridan erleuterte ihm drei Möglichkeiten der klerikalen Säuberung die sich allesamt nicht wirklich Vertrauenserweckend anhörten.
Die Eine würde den Verlust seiner Männlichkeit bedeuten. Die andere Schmerzen über Tage, unkontrollierbarkeit des Körpers, und die Dritte ... er musste einfach stillstehen.
Etwas irritiert hatte Rafael den Priester angesehen.
Nur Stillstehen? Das konnte er. Hatte er doch als Knappe und später noch als Leibwächter Adrians über Stunden
Wache gestanden, so das ihm dies sicher kein Problem bereiten würde.
So also entschied er sich für diese Möglichkeit, und Taridan stimmte dem dann zu.
Er führte ihn in einen der Räume wo sie mehr Platz hatten, dann zeichnete er einen Kreis um ihn bestehend aus... Rafael vermochte es nicht genau zu definieren. Kreide? Grauer Staub? Am Ende war es ihm egal, hauptsache es funktioniert.
"Ach eines noch!" erklärte ihm Taridan, als wäre es nur Nebensächlich.
"Es kann durchaus sein das es auch Tage dauere und alles was während dieser Zeremonie außerhalb des Kreises geriet würde abgetrennt werden.
Eine schöne Nebensächlichkeit die er bisher verschwiegen hatte.
Rafael verzog das Gesicht, doch er wollte nicht mehr warten.
Sie waren im Kloster, sie waren nahe Temoras Wirken und er hatte den Glauben daran, das Temora mit ihnen war.
Also begann Taridan damit, mit Gebeten und durch sein Wirken Einfluss auf ihn zu nehmen.
Rafael fühlte ein Ziehen in sich, und doch blieb er einfach stocksteif stehen und war froh das seine
Ausbildung damals ihm dabei half. Stundenlang stramm stehen ... es war noch immer Gewohnheit und machte ihm nicht so viel aus wie er gedacht hatte.
Rafael spürte wie mehr und mehr etwas von ihm wich.
Etwas das ihn eingespannt hatte, eingeschnürrt seinen Körper beeinflusste und belastete.
Es wurde wie von einem durstigem Schwamm aufgesogen, bis es ganz herausgerissen wurde.
In jenem Moment schwankte er, ging in die Knie um sofort erschrocken Arme und Beine an sich zu ziehen.
Blos nicht mit irgendeinem Körperteil außerhalb des Kreises geraten.
Auch Taridan keuchte auf. Erst jetzt sah Rafael wie sehr auch der Priester gelitten hatte.
"Ihr solltet nun ruhen." wies Taridan an und wankte aus dem Zimmer, wohl selber sich die Ruhe suchend die er so bitte benötigte.
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Darna von Hohenfels
Oh du liebe Güte... "Uns beide könnte man gerade in einer Mitternachtsmenagerie einsperren und als Gruselfiguren präsentieren", kommentierte Darna kopfschüttelnd, als Rafael die Kapuze zurückzog und die Maske abnahm. Er war fast völlig kahl. Und sie war gerade durch die Geschehnisse der letzten Nacht in der Krypta einem Fleischgolem vom Aussehen her nicht ganz unähnlich: ihr ganzes Gesicht war gerötet und die Haut wie die über einer frisch verheilten Wunde überglatt, die Augenbrauen fast völlig versengt, ihre alten Narben noch dazu machten das Ganze nicht besser.
Das waren also gerade zwei schöne Heldenfiguren, strahlende Ritter, gutaussehend... so viel zu dem, was Märchen erzählten. Die Realität sah manchmal eben anders aus.
Was sie aber mehr störte als Rafaels Aussehen war sein Herumgedruckse.
Er warte nun noch darauf, von Fräulein Silbermann das "weltliche" Gegenmittel zu bekommen. Sie sei aber gerade schwer anzutreffen, er hätte noch zwei Tage Zeit, es würde eine zweite Möglichkeit geben, bei der nur sie helfen könne...
und unter mehr als vier Augen wollte er nicht damit herausrücken, mit was... Seufzen.
Na schön, sie saßen im Speisesaal des Klosters, Shaya dabei, und nun war vor wenigen Minuten Luca auch mal wieder hereingeplatzt wie ein plappernder Wasserfall. Seit bald nun schon Wochen wechselte sie kein einziges Wort mehr mit ihm, brachte ihm offene Mißachtung entgegen. Ein völliger Widerspruch zu dem Umstand, dass ihn alle Welt, sogar ihre Eminenz selber, für sein gelungenes Unternehmen, das Gebetsbuch vom Panthertempel Rahals zu stehlen, als mutig lobte.
Sie verstand es auch nicht, hielt gar das Verhalten der Eminenz für einen Fehlgriff. Luca hatte geplant, Aliyahna mit dem Buch zu erpressen, wo sie ihrerseits versuchen wollte, Rafael aufgrund des Giftes zu irgend etwas zu nötigen. Ein nachvollziehbarer Gedankengang.
"Aber der Zweck heiligt nicht die Mittel." Es war ein Diebstahl. Ein überflüssiger noch dazu, denn Rafael hatte auf andere Weise geholfen werden können: durch Vertrauen in die lichte Priesterschaft, statt sich "Hilfe" von der dunklen erpressen zu wollen. Dass bei Luca zu erwarten stand, dass er durch das ganze Lob mit dem Kopf gar nicht mehr aus den Wolken kam und nie im Leben mehr begreifen würde, was an so einem Diebstahl denn verkehrt sein sollte, machte den Kohl nur zur Gänze fett.
Egal. Damit wollte sie sich nicht mehr befassen, stattdessen nutzte sie den Vorwand ihrer leeren Tasse, um vom Tisch aufzustehen und in die Küche zu gehen. Sie hätte mit Luca nicht einmal mehr an einem Tisch sitzen wollen, doch diese Erklärung wäre eben etwas seltsam spät gekommen, wenn er minutenlang schon da saß - es war einfach zu schnell und wie selbstverständlich passiert, dass er sich neben Rafael setzte und sie Mühe hatte, ihn überhaupt zu ignorieren.
Durchatmen.
Rafael nutzte kurz darauf die Gelegenheit und folgte ihr in die Küche.
Und wieder ging das "Katze um den heißen Brei"-Gerede los. Fordernd sah sie ihn an, er kannte den Blick des "Nun red schon!" zur Genüge. Dass er dafür aber deutlich näher kam und irgendwie in ihren Privatradius eindrang, ihr zu dicht auf die Pelle rückte, gefiel ihr gerade nicht. "Ich kenn dich doch, irgendwas heckst du aus und nimmst mir gerade den Raum, schnell genug reagieren zu können."
"Ich ... habe lange genug drumherum geredet oder?"
"Ja."
Er beugte sich zu ihr und flüsterte ihr etwas ins Ohr - sonstwas argwöhnend, sträubten sich ihr schon alle Nackenhaare.
"Du... musst mich küssen... innig."
Küssen. Der Gedankenbogen, warum, war schnell geschlagen: Aliyahna hatte ihn gegküsst, ein Gegengewicht dazu... nein. Sie hatte sich hoffentlich verhört. "Was?"
Rafael hatte sich einen Schritt zurückgezogen und hob in unschuldiger Geste die rechte Schulter. "Ich soll's jetzt aber nicht wiederholen", meinte er leise. Durch die Öffnung der Durchreiche zum Speisesaal beobachtete Luca die beiden.
"Was soll der Unfug?"
"Ich sag ja: vergiss es", erwiderte Rafael, als hätte er die Antwort geahnt.
"Du würdest mich eher sterben lassen, als mich zu küssen", malte sie sich einen unausgesprochenen Vorwurf Rafaels aus. Nein, das sicher nicht. Aber innig...?!? Hrrs!
Zeit schinden: "Soll das... diese zweite Möglichkeit sein?"
Rafael nickte nur.
"Ich dich k..." Das Wort blieb ihr im Hals stecken und das Widerstreben verschaffte sich Luft in einem knappen: "Geh zur Silbermann."
So ein Blödsinn! Zwei Tage hatte er Zeit, da würde er von ihr ja wohl das Gegenmittel bekommen!
Rafael schien plötzlich in sich zusammenzusacken und geriet aus dem Nichts heraus ins Straucheln. "Ich glaub.. das.. schaff ich nicht mehr.."
Instinktiv schnellten ihre Hände vor, um ihn abzustützen. Die Panik, dass das Gift ihm gerade zusetzte, schnellte genauso stark hoch wie das Wissen, dass er gerade simulierte und sie provozieren wollte. Luca sprang prompt auf, ein alarmiertes "Rafael?" scholl herüber, auch ihr rutsche besorgt der Name heraus - gleichzeitig gab ein Blick in des Ritters Augen die Gewissheit, dass ihm gerade bloß der Schalk im Nacken saß.
Die Küchentür ging auf, Luca kam herein, als sie die Lippen zusammen presste und aus ihrem stützenden Halt ein kurzer Ruck wurde, der Rafael ganz zu Boden schmiß.
"Erlaucht!", kam es beißend von Luca, und von ihr ein ähnlich klingendes "Mistkerl!" zu Rafael. Luca stieg über Rafael und stellte sich zwischen sie beide, in Darna einen Angreifer sehend - klar.
Klar, sie war hier wieder die... Sie versuchte, es auszublenden, doch die Mimik zuckte verletzt und wütend.
"Es ist schon gut", beschwichtige Rafael Luca, "sie hat Recht gehandelt. Also lass uns bitte alleine, damit ich mich erklären kann."
Luca schien die Welt nicht mehr zu verstehen, doch er zog sich zurück. Was für ein Theater. "Euren Quatschkopf braucht Ihr nicht weiter zu erklären, Sire, den kenne ich schon."
"Es tut mir leid, ich ... wollte einfach nur dein Gesicht sehen, Ich hätte es nicht dazu kommen lassen und es zeitnah sofort aufgeklärt."
"Du reißt doch selbst auf dem Totenbett noch unpassende Späße!", entfuhr es ihr aufgebracht gerade noch in angemessener Lautstärke. Im Hinterkopf wusste sie, dass es die alten harmlosen Albereien waren, wie sie zu Zeiten des "Dreiergespanns" Gang und Gebe waren und eigentlich vermisste sie es. "Vielleicht könnte ich es lockerer nehmen, wenn mir nicht gerade in der Krypta das blanke Versagen eine Schlinge um den Hals legen würde", hallte es bitter durch eine Ecke ihres Hinterkopfes. "Ich kann es Rafael nicht mal sagen." Als Erklärung für ihr Aussehen hatte sie einfach zur Auskunft gegeben, in gewissen Gewölben sich zu unvorsichtig mit feurigen Angelegenheiten beschäftigt zu haben - das war die Wahrheit und ließ jeden glauben, sie hätte sich bloß mit einem Feuerelementar angelegt. Pfh.
Aber gut... war sie wieder die Grantige, die keinen Spaß verstand. Dass bei Rafael die Nerven genauso blank lagen und sich ein eigenes Ventil gesucht hatten, nahm sie innerlich mit Verständnis hin und blieb dennoch gereizt, abweisend - Selbstschutz. Rafael musste gerade mit anderen Freunden klar kommen und würde es auch schaffen. Wenn sie sich ihm öffnete oder sich durch ihn noch mehr aufladen ließ, würde er merken, dass mit ihr selber was nicht stimmte, das konnten gerade weder sie noch er gebrauchen.
Und diesen Zwiespalt, ob sie ihn im Ernstfall geküsst hätte oder nicht, brauchte sie erst recht nicht!
"Ich hätte es schon nicht zugelassen. Meinst du, ich wollte eine Ohrfeige von dir? Oder Adrians Duellforderung?"
Als würde sie ihn ohrfeigen oder Adrian ihn fordern, wenn es um sein Leben ginge! "Unfug", rutschte es ihr ob dessen knurrig raus.
"Was?", hakte Rafael nach, "Dass du mir keine gegeben hättest, wenn ich mich bedankt hätte und dir gesagt, dass es unnötig gewesen wäre?"
Ihre Augen weiteten sich. "Das hättest du nie getan! Dann..."
"...Dann wärst du die Kette nicht wert, die du trägst."
Sie wandte sich ab. Das wurde ihr zu viel. Hinter sich ließ sie Rafael zurück, der mit einem Seufzen die Schultern hängen ließ und sich wie ein geschlagener Hund auf eine Ecke der Tischplatte setzte.
Das waren also gerade zwei schöne Heldenfiguren, strahlende Ritter, gutaussehend... so viel zu dem, was Märchen erzählten. Die Realität sah manchmal eben anders aus.
Was sie aber mehr störte als Rafaels Aussehen war sein Herumgedruckse.
Er warte nun noch darauf, von Fräulein Silbermann das "weltliche" Gegenmittel zu bekommen. Sie sei aber gerade schwer anzutreffen, er hätte noch zwei Tage Zeit, es würde eine zweite Möglichkeit geben, bei der nur sie helfen könne...
und unter mehr als vier Augen wollte er nicht damit herausrücken, mit was... Seufzen.
Na schön, sie saßen im Speisesaal des Klosters, Shaya dabei, und nun war vor wenigen Minuten Luca auch mal wieder hereingeplatzt wie ein plappernder Wasserfall. Seit bald nun schon Wochen wechselte sie kein einziges Wort mehr mit ihm, brachte ihm offene Mißachtung entgegen. Ein völliger Widerspruch zu dem Umstand, dass ihn alle Welt, sogar ihre Eminenz selber, für sein gelungenes Unternehmen, das Gebetsbuch vom Panthertempel Rahals zu stehlen, als mutig lobte.
Sie verstand es auch nicht, hielt gar das Verhalten der Eminenz für einen Fehlgriff. Luca hatte geplant, Aliyahna mit dem Buch zu erpressen, wo sie ihrerseits versuchen wollte, Rafael aufgrund des Giftes zu irgend etwas zu nötigen. Ein nachvollziehbarer Gedankengang.
"Aber der Zweck heiligt nicht die Mittel." Es war ein Diebstahl. Ein überflüssiger noch dazu, denn Rafael hatte auf andere Weise geholfen werden können: durch Vertrauen in die lichte Priesterschaft, statt sich "Hilfe" von der dunklen erpressen zu wollen. Dass bei Luca zu erwarten stand, dass er durch das ganze Lob mit dem Kopf gar nicht mehr aus den Wolken kam und nie im Leben mehr begreifen würde, was an so einem Diebstahl denn verkehrt sein sollte, machte den Kohl nur zur Gänze fett.
Egal. Damit wollte sie sich nicht mehr befassen, stattdessen nutzte sie den Vorwand ihrer leeren Tasse, um vom Tisch aufzustehen und in die Küche zu gehen. Sie hätte mit Luca nicht einmal mehr an einem Tisch sitzen wollen, doch diese Erklärung wäre eben etwas seltsam spät gekommen, wenn er minutenlang schon da saß - es war einfach zu schnell und wie selbstverständlich passiert, dass er sich neben Rafael setzte und sie Mühe hatte, ihn überhaupt zu ignorieren.
Durchatmen.
Rafael nutzte kurz darauf die Gelegenheit und folgte ihr in die Küche.
Und wieder ging das "Katze um den heißen Brei"-Gerede los. Fordernd sah sie ihn an, er kannte den Blick des "Nun red schon!" zur Genüge. Dass er dafür aber deutlich näher kam und irgendwie in ihren Privatradius eindrang, ihr zu dicht auf die Pelle rückte, gefiel ihr gerade nicht. "Ich kenn dich doch, irgendwas heckst du aus und nimmst mir gerade den Raum, schnell genug reagieren zu können."
"Ich ... habe lange genug drumherum geredet oder?"
"Ja."
Er beugte sich zu ihr und flüsterte ihr etwas ins Ohr - sonstwas argwöhnend, sträubten sich ihr schon alle Nackenhaare.
"Du... musst mich küssen... innig."
Küssen. Der Gedankenbogen, warum, war schnell geschlagen: Aliyahna hatte ihn gegküsst, ein Gegengewicht dazu... nein. Sie hatte sich hoffentlich verhört. "Was?"
Rafael hatte sich einen Schritt zurückgezogen und hob in unschuldiger Geste die rechte Schulter. "Ich soll's jetzt aber nicht wiederholen", meinte er leise. Durch die Öffnung der Durchreiche zum Speisesaal beobachtete Luca die beiden.
"Was soll der Unfug?"
"Ich sag ja: vergiss es", erwiderte Rafael, als hätte er die Antwort geahnt.
"Du würdest mich eher sterben lassen, als mich zu küssen", malte sie sich einen unausgesprochenen Vorwurf Rafaels aus. Nein, das sicher nicht. Aber innig...?!? Hrrs!
Zeit schinden: "Soll das... diese zweite Möglichkeit sein?"
Rafael nickte nur.
"Ich dich k..." Das Wort blieb ihr im Hals stecken und das Widerstreben verschaffte sich Luft in einem knappen: "Geh zur Silbermann."
So ein Blödsinn! Zwei Tage hatte er Zeit, da würde er von ihr ja wohl das Gegenmittel bekommen!
Rafael schien plötzlich in sich zusammenzusacken und geriet aus dem Nichts heraus ins Straucheln. "Ich glaub.. das.. schaff ich nicht mehr.."
Instinktiv schnellten ihre Hände vor, um ihn abzustützen. Die Panik, dass das Gift ihm gerade zusetzte, schnellte genauso stark hoch wie das Wissen, dass er gerade simulierte und sie provozieren wollte. Luca sprang prompt auf, ein alarmiertes "Rafael?" scholl herüber, auch ihr rutsche besorgt der Name heraus - gleichzeitig gab ein Blick in des Ritters Augen die Gewissheit, dass ihm gerade bloß der Schalk im Nacken saß.
Die Küchentür ging auf, Luca kam herein, als sie die Lippen zusammen presste und aus ihrem stützenden Halt ein kurzer Ruck wurde, der Rafael ganz zu Boden schmiß.
"Erlaucht!", kam es beißend von Luca, und von ihr ein ähnlich klingendes "Mistkerl!" zu Rafael. Luca stieg über Rafael und stellte sich zwischen sie beide, in Darna einen Angreifer sehend - klar.
Klar, sie war hier wieder die... Sie versuchte, es auszublenden, doch die Mimik zuckte verletzt und wütend.
"Es ist schon gut", beschwichtige Rafael Luca, "sie hat Recht gehandelt. Also lass uns bitte alleine, damit ich mich erklären kann."
Luca schien die Welt nicht mehr zu verstehen, doch er zog sich zurück. Was für ein Theater. "Euren Quatschkopf braucht Ihr nicht weiter zu erklären, Sire, den kenne ich schon."
"Es tut mir leid, ich ... wollte einfach nur dein Gesicht sehen, Ich hätte es nicht dazu kommen lassen und es zeitnah sofort aufgeklärt."
"Du reißt doch selbst auf dem Totenbett noch unpassende Späße!", entfuhr es ihr aufgebracht gerade noch in angemessener Lautstärke. Im Hinterkopf wusste sie, dass es die alten harmlosen Albereien waren, wie sie zu Zeiten des "Dreiergespanns" Gang und Gebe waren und eigentlich vermisste sie es. "Vielleicht könnte ich es lockerer nehmen, wenn mir nicht gerade in der Krypta das blanke Versagen eine Schlinge um den Hals legen würde", hallte es bitter durch eine Ecke ihres Hinterkopfes. "Ich kann es Rafael nicht mal sagen." Als Erklärung für ihr Aussehen hatte sie einfach zur Auskunft gegeben, in gewissen Gewölben sich zu unvorsichtig mit feurigen Angelegenheiten beschäftigt zu haben - das war die Wahrheit und ließ jeden glauben, sie hätte sich bloß mit einem Feuerelementar angelegt. Pfh.
Aber gut... war sie wieder die Grantige, die keinen Spaß verstand. Dass bei Rafael die Nerven genauso blank lagen und sich ein eigenes Ventil gesucht hatten, nahm sie innerlich mit Verständnis hin und blieb dennoch gereizt, abweisend - Selbstschutz. Rafael musste gerade mit anderen Freunden klar kommen und würde es auch schaffen. Wenn sie sich ihm öffnete oder sich durch ihn noch mehr aufladen ließ, würde er merken, dass mit ihr selber was nicht stimmte, das konnten gerade weder sie noch er gebrauchen.
Und diesen Zwiespalt, ob sie ihn im Ernstfall geküsst hätte oder nicht, brauchte sie erst recht nicht!
"Ich hätte es schon nicht zugelassen. Meinst du, ich wollte eine Ohrfeige von dir? Oder Adrians Duellforderung?"
Als würde sie ihn ohrfeigen oder Adrian ihn fordern, wenn es um sein Leben ginge! "Unfug", rutschte es ihr ob dessen knurrig raus.
"Was?", hakte Rafael nach, "Dass du mir keine gegeben hättest, wenn ich mich bedankt hätte und dir gesagt, dass es unnötig gewesen wäre?"
Ihre Augen weiteten sich. "Das hättest du nie getan! Dann..."
"...Dann wärst du die Kette nicht wert, die du trägst."
Sie wandte sich ab. Das wurde ihr zu viel. Hinter sich ließ sie Rafael zurück, der mit einem Seufzen die Schultern hängen ließ und sich wie ein geschlagener Hund auf eine Ecke der Tischplatte setzte.