Wo einst der Wald noch war ...
-
Solveigh
Wo einst der Wald noch war ...
Entsetzt stand sie vor der riesigen Lichtung, die sich vor ihr auftat. Die Elfe hatte nicht übertrieben.
Holzstapel über und über, Baumstümpfe soweit man sehen konnte teilweise hatte man schon die Wurzeln aus dem Boden gerissen, wo es möglich war.
Im frühen Morgendunst war Solveigh auf die Stelle südlich Rahals gestoßen. Sie wollte auch in diesen schweren Zeiten an ihrem Morgenritual, dem täglichen "Kräuterspaziergang", wie sie es nannte, festhalten, und ihr Weg hatte mehr gen Rahal geführt als sonst.
Die Elfe hatte ihr davon berichtet und hatte gar das Ende aller Wälder prophezeit, wenn die Menschen weiterhin so Raub an ihm betrieben.
Solveigh hatte es sich nicht so schlimm vorgestellt. Kannten sie denn gar keine Grenzen ?
Kurz entschlossen wandte sie sich ab und setzte ihren Weg in ganz anderer Richtung fort.
Das konnte doch nicht sein ? Oder ? Sie würde Vivianne davon berichten, und zwar sofort.
Holzstapel über und über, Baumstümpfe soweit man sehen konnte teilweise hatte man schon die Wurzeln aus dem Boden gerissen, wo es möglich war.
Im frühen Morgendunst war Solveigh auf die Stelle südlich Rahals gestoßen. Sie wollte auch in diesen schweren Zeiten an ihrem Morgenritual, dem täglichen "Kräuterspaziergang", wie sie es nannte, festhalten, und ihr Weg hatte mehr gen Rahal geführt als sonst.
Die Elfe hatte ihr davon berichtet und hatte gar das Ende aller Wälder prophezeit, wenn die Menschen weiterhin so Raub an ihm betrieben.
Solveigh hatte es sich nicht so schlimm vorgestellt. Kannten sie denn gar keine Grenzen ?
Kurz entschlossen wandte sie sich ab und setzte ihren Weg in ganz anderer Richtung fort.
Das konnte doch nicht sein ? Oder ? Sie würde Vivianne davon berichten, und zwar sofort.
-
Vivianne
Als Solveigh zu mir kam, wußte ich bereits was geschehen war.. hatte doch der See ein verschwommenes Bild gezeigt, aber dennoch deutlich genug, um zu begreifen.
Die Schilderung ließ mich jedoch noch deutlicher das Ausmaß dessen erkennen, was die Brut des Brudermörders der Natur angetan hatten.
Nicht nur seine engsten Anhänger, nein auch die Bürger Rahals waren offenbar beteiligt.
Die Baumfäller, um die nötigen Palisaden zu errichten.
Die Schmiede, um die nötigen Waffen und Rüstungen zu schlagen.
Die Schreiner, um die Wehrstände zu errichten.
Die Jäger, um die warm haltenden Felle zu erjagen.
Die Schneider, um zusätzlich wärmende Kleidung und Decken zu nähen.
Die Bauern, um die Versorgung vor Varunas Toren zu gewährleisten.
Die Vernichtung der Natur aus Machtbesessenheit... sie würden dafür zahlen.
Sie sollen begreifen lernen, dass die Natur unantastbar ist, was über das Nötige zum Überleben hinaus geht.
Knapp waren meine Worte gewählt, mit denen ich die Töchter anwies, was zu tun sei:
„Macht euch auf und besorgt mir ein Stück einer Wurzel, eines der geschlagenen Bäume, sowie etwas Erde von jenem Orte. Seid dabei achtsam und vorsichtig. Bringt mir einen großen Krug Wasser und frisch verbrannte Asche. Bringt einen schwarzen Hahn und fangt einen Geier. Habt ihr alles zusammen getragen, werde ich euch am Platze Mutters erwarten.“
Nach diesen Worten wandt ich mich ab, um selbst einigen Vorkehrungen nachzugehen.
Die Schilderung ließ mich jedoch noch deutlicher das Ausmaß dessen erkennen, was die Brut des Brudermörders der Natur angetan hatten.
Nicht nur seine engsten Anhänger, nein auch die Bürger Rahals waren offenbar beteiligt.
Die Baumfäller, um die nötigen Palisaden zu errichten.
Die Schmiede, um die nötigen Waffen und Rüstungen zu schlagen.
Die Schreiner, um die Wehrstände zu errichten.
Die Jäger, um die warm haltenden Felle zu erjagen.
Die Schneider, um zusätzlich wärmende Kleidung und Decken zu nähen.
Die Bauern, um die Versorgung vor Varunas Toren zu gewährleisten.
Die Vernichtung der Natur aus Machtbesessenheit... sie würden dafür zahlen.
Sie sollen begreifen lernen, dass die Natur unantastbar ist, was über das Nötige zum Überleben hinaus geht.
Knapp waren meine Worte gewählt, mit denen ich die Töchter anwies, was zu tun sei:
„Macht euch auf und besorgt mir ein Stück einer Wurzel, eines der geschlagenen Bäume, sowie etwas Erde von jenem Orte. Seid dabei achtsam und vorsichtig. Bringt mir einen großen Krug Wasser und frisch verbrannte Asche. Bringt einen schwarzen Hahn und fangt einen Geier. Habt ihr alles zusammen getragen, werde ich euch am Platze Mutters erwarten.“
Nach diesen Worten wandt ich mich ab, um selbst einigen Vorkehrungen nachzugehen.
-
Solveigh
Auf der Rodung
Erstaunlich ... sie standen auf der weiten Lichtung und beobachteten in der Ferne Leute die von Rahal wohl gen Varuna liefen.
Ignorant.
Sie waren so besessen von ihrem Krieg, dass sie alles um sich herum vergaßen, sogar ihr eigenes Misstrauen.
Da standen sie zu dritt und in ihrer Mitte brannte ein großes Feuer. Unbehelligt. Frische Asche sollte es sein, Vivianne würde sie bekommen.
Sie war mit Ryana und Alissa losgezogen zu besorgen wonach Vivianne verlangt hatte. Die Wurzeln waren noch frisch, die Erde feucht, die Tiere lebendig. Alles so wie sie es wollte, alles Zeugen dieses Ortes, an dem Menschen so tief gesunken waren.
Solveigh hatte eine dumpfe Ahnung was die Alte vorhatte und sie führten in ruhigem Einvernehmen ihre Weisungen aus.
Zügig traten sie den Rückweg an. Es war nur wenig Zeit.
Ignorant.
Sie waren so besessen von ihrem Krieg, dass sie alles um sich herum vergaßen, sogar ihr eigenes Misstrauen.
Da standen sie zu dritt und in ihrer Mitte brannte ein großes Feuer. Unbehelligt. Frische Asche sollte es sein, Vivianne würde sie bekommen.
Sie war mit Ryana und Alissa losgezogen zu besorgen wonach Vivianne verlangt hatte. Die Wurzeln waren noch frisch, die Erde feucht, die Tiere lebendig. Alles so wie sie es wollte, alles Zeugen dieses Ortes, an dem Menschen so tief gesunken waren.
Solveigh hatte eine dumpfe Ahnung was die Alte vorhatte und sie führten in ruhigem Einvernehmen ihre Weisungen aus.
Zügig traten sie den Rückweg an. Es war nur wenig Zeit.
-
Solveigh
Ritual
Sie würden es verstehen, ganz sicher würden sie das. So achtlos wie sie mit dem Wald umgingen und nicht darüber nachdachten, was sie tun, so schmerzlich würde es ihnen nun ins Gedächtnis gerufen werden.
Konzentriert und frei von störenden Gedanken stand Solveigh an dem Kreis. Kerzen flackerten in der Dunkelheit und erloschen trotz des Windes und des Regens nicht.
Die Gegenwart Mutters hatte sich so sehr verdichtet, daß sie greifbar zu werden schien, und für Solveigh gab es keinen Zweifel, dass ihrer aller Bitte erhört wurde, war sie doch in Mutters Interesse.
Ja sie würden es verstehen. Sie würden in ihren Träumen mit Visionen geplagt werden , was sie dem Wald angetan hatten, unmissverständlich und realer als ihnen lieb war.
Und selbst wenn sie es am Tage noch verdrängen mochten, würde sie die Realität einholen.
Ganz schnell. Der Wald wird sich wehren.
Wem wollten sie zürnen, ... der Welt welche sie gebar und nun strafte für ihre Dummheit ? Ein Scheideweg.
Der ein oder andere war vieleicht einsichtig, aber die meisten würden sich wohl nur in weiterem Zorn ergehen, weil sie nichts verstanden, nur sich selbst sahen.
Ein Jammer.
Was musste man jemandem antun, damit ihm die Augen geöffnet wurden, wenn er selbst nicht bereit war zu sehen ?
Konzentriert und frei von störenden Gedanken stand Solveigh an dem Kreis. Kerzen flackerten in der Dunkelheit und erloschen trotz des Windes und des Regens nicht.
Die Gegenwart Mutters hatte sich so sehr verdichtet, daß sie greifbar zu werden schien, und für Solveigh gab es keinen Zweifel, dass ihrer aller Bitte erhört wurde, war sie doch in Mutters Interesse.
Ja sie würden es verstehen. Sie würden in ihren Träumen mit Visionen geplagt werden , was sie dem Wald angetan hatten, unmissverständlich und realer als ihnen lieb war.
Und selbst wenn sie es am Tage noch verdrängen mochten, würde sie die Realität einholen.
Ganz schnell. Der Wald wird sich wehren.
Wem wollten sie zürnen, ... der Welt welche sie gebar und nun strafte für ihre Dummheit ? Ein Scheideweg.
Der ein oder andere war vieleicht einsichtig, aber die meisten würden sich wohl nur in weiterem Zorn ergehen, weil sie nichts verstanden, nur sich selbst sahen.
Ein Jammer.
Was musste man jemandem antun, damit ihm die Augen geöffnet wurden, wenn er selbst nicht bereit war zu sehen ?
-
Alissa tan Dori
1.Traum
Unruhig liegst du in deinem Bett und scheinbar ist dir kein friedlicher Schlaf geschenkt. Der Mond steht voll am Himmel und wirft sein helles Licht dabei auf dich und das Bett. Bevor du dich Fragst warum du eigentlich dich selber beim Schalfen beobachtest Bemekrst du wie kleine Schlanke Schatten im Mondlicht tanzen.
Du schaust dich hektisch um aber du siehst... nichts, der Schatten scheint wieder verschwunden. Dafür ist nun etwas anderes da, ein leises knacken und scharben, ein rascheln wie von Blätter und ein ächzen wie es altes Gebälk manchmal tut.
Halt, war da was? Unter dem Bett? Sicher nur eine Maus. Wieder dieser Schatten begleitet vom Knarren und Schaben und diesmal siehst du sie wirklich. Wurzeln die über die Fenster wachsen und sie verschliessen. Immer dunkler wird es in deinen Raum und die Gestalt in deinen Bett, DU. Wälzt sich immer unruhiger hin und her. Nun siehst du es wirklich, die Wurzeln sind auch unter deinen Bett und wachsen hinauf. Sie schlingen sich um die Bettpfosten und klettern die Bettdecke hinauf, hinauf zu dir und legen sich nun langsam um dich.
Sie fessel die Arme und die Beine, drücken auf dein Brustkorb. Aufwachen! Pass auf! Rufst du vieleicht deinen Schlafenden Ich zu, doch zu spät. Die Ranken winden sich um deinen Hals und werden enger und enger....
Du magst förmlich spühren wie sie dir die Luft abschnürren.. und just in den Moment erwachst du wieder.. nur ein Traum..oder?
Du schaust dich hektisch um aber du siehst... nichts, der Schatten scheint wieder verschwunden. Dafür ist nun etwas anderes da, ein leises knacken und scharben, ein rascheln wie von Blätter und ein ächzen wie es altes Gebälk manchmal tut.
Halt, war da was? Unter dem Bett? Sicher nur eine Maus. Wieder dieser Schatten begleitet vom Knarren und Schaben und diesmal siehst du sie wirklich. Wurzeln die über die Fenster wachsen und sie verschliessen. Immer dunkler wird es in deinen Raum und die Gestalt in deinen Bett, DU. Wälzt sich immer unruhiger hin und her. Nun siehst du es wirklich, die Wurzeln sind auch unter deinen Bett und wachsen hinauf. Sie schlingen sich um die Bettpfosten und klettern die Bettdecke hinauf, hinauf zu dir und legen sich nun langsam um dich.
Sie fessel die Arme und die Beine, drücken auf dein Brustkorb. Aufwachen! Pass auf! Rufst du vieleicht deinen Schlafenden Ich zu, doch zu spät. Die Ranken winden sich um deinen Hals und werden enger und enger....
Du magst förmlich spühren wie sie dir die Luft abschnürren.. und just in den Moment erwachst du wieder.. nur ein Traum..oder?
-
Genevra
Still und leise liegt die pechschwarze Nacht zu den Füßen Alathairs, rollt sich Stunde um Stunde aus. Die Atemnzüge gehen regelmäßig, entspanntes Liegen in den warmen Laken und Fellen. Den Traum der letzten Nacht schon fast vergessen. Doch etwas verändert sich. Die Ruhe der schlafenden Seele entweicht mit jedem Atemzug. Gleichzeitig bemächtigt sich Unwohlsein der Seele, langsam aber stetig. Bis sie alles eingenommen hat, jeden noch so kleinen Winkel, jeden noch so verborgenen träumenden Gedanken.
Die Augen werden aufgerissen. Doch sind sie wirklich geöffnet ?
Ringen um Luft. Doch ist es wirklich Luftnot ?
Starre des Körpers. Doch kann er sich wirklich nicht mehr bewegen ?
Der Geruch von waldenem Erdboden liegt in der Nachtluft, durchtränkt die Lunge der Schlafenden. Die Finger zucken, sie werden länger. Die glatte Haut spannt sich und reisst, gibt knorrigen dünnen Ästen Platz. Knospen ranken sich, erblühen, werden zu Blättern. Der Körper wird erschüttert, zerreissendes Gefühl. Krämpfe durchschütteln den Träumenden, zum Barsten gespannt. Furchen durchziehen den Körper. Aus den Fusszehen spriessen farblose dünne Ranken, verdicken sich und werden dunkler. Sie suchen sich den Weg in den Erdboden. Durchstoßen Mauern aus Stein und Marmor. Wasser ! Entspannung überfällt den Schlafenden, der Durst ist gestillt. Vor den Augen Bäume, ein Wald. Der Schreck ... selbst ein Baum !
Die Augen werden aufgerissen. Doch sind sie wirklich geöffnet ?
Ringen um Luft. Doch ist es wirklich Luftnot ?
Starre des Körpers. Doch kann er sich wirklich nicht mehr bewegen ?
Der Geruch von waldenem Erdboden liegt in der Nachtluft, durchtränkt die Lunge der Schlafenden. Die Finger zucken, sie werden länger. Die glatte Haut spannt sich und reisst, gibt knorrigen dünnen Ästen Platz. Knospen ranken sich, erblühen, werden zu Blättern. Der Körper wird erschüttert, zerreissendes Gefühl. Krämpfe durchschütteln den Träumenden, zum Barsten gespannt. Furchen durchziehen den Körper. Aus den Fusszehen spriessen farblose dünne Ranken, verdicken sich und werden dunkler. Sie suchen sich den Weg in den Erdboden. Durchstoßen Mauern aus Stein und Marmor. Wasser ! Entspannung überfällt den Schlafenden, der Durst ist gestillt. Vor den Augen Bäume, ein Wald. Der Schreck ... selbst ein Baum !
-
Anggosch Hammergrund
-
Rhy´Xaryl
Immer wieder ging sie unruhig durch Rahal.
Wer sich in in iher nähe aufhielt mochte Fetzen eines Slebstgespräches mitbekommen.
" Wann tauchen die verdammtenn Elfen endlich auf? Ob die ihren Burder verrecken lassen wollen? Vielleicht sollte ich mdoch ein paar ihrer BÄume anbrennen für jede Stunde die diese Verfluchten Wurzeln noch da sind.
*ein leises brummen unterbricht an dieser stelle den Wortfluss*
Ja, ich glaube das mache ich, sollten die morgen noch da sein fällt der erste Baum "
Danach dreht sie etwas schnelleren Schrittes die nächste Runde.
Wer sich in in iher nähe aufhielt mochte Fetzen eines Slebstgespräches mitbekommen.
" Wann tauchen die verdammtenn Elfen endlich auf? Ob die ihren Burder verrecken lassen wollen? Vielleicht sollte ich mdoch ein paar ihrer BÄume anbrennen für jede Stunde die diese Verfluchten Wurzeln noch da sind.
*ein leises brummen unterbricht an dieser stelle den Wortfluss*
Ja, ich glaube das mache ich, sollten die morgen noch da sein fällt der erste Baum "
Danach dreht sie etwas schnelleren Schrittes die nächste Runde.
-
Alarion Naur´Mellon
Ruhig lauschte er den Worten des Elfen der ihm davon berichtete.
Traurig schüttelte er den Kopf.
"Bäume... Wurzeln... wie sie sind wir ein Teil des Liedes... doch wer von uns würde das Lied in eine Form zwingen? Und zu welchem Zweck?"
Grübelnd blickte er sich um
"Wir haben nichts mit Rahal zu schaffen gehabt... Bisher zumindest... dieses Werk... es scheint doch eher Menschlich... vielleicht sind die Druiden aus dem Süden beteiligt."
Wieder sah er den anderen Elfen an.
"Wir sollten mit unseren Brüdern aus dem Wald reden, sie sind eher mit Bäumen vertraut. Und wir müssen unseren Gefangenen Bruder frei bekommen."
Dann erhob er sich langsam. Dankbar nickt er dem anderen Elfen zu. Er musste darüber nachdenken was zu tun war.
Die Wälder der Elfen reichten bis an Rahal heran. Er würde sich dort ein wenig umsehen.
Alarion
Traurig schüttelte er den Kopf.
"Bäume... Wurzeln... wie sie sind wir ein Teil des Liedes... doch wer von uns würde das Lied in eine Form zwingen? Und zu welchem Zweck?"
Grübelnd blickte er sich um
"Wir haben nichts mit Rahal zu schaffen gehabt... Bisher zumindest... dieses Werk... es scheint doch eher Menschlich... vielleicht sind die Druiden aus dem Süden beteiligt."
Wieder sah er den anderen Elfen an.
"Wir sollten mit unseren Brüdern aus dem Wald reden, sie sind eher mit Bäumen vertraut. Und wir müssen unseren Gefangenen Bruder frei bekommen."
Dann erhob er sich langsam. Dankbar nickt er dem anderen Elfen zu. Er musste darüber nachdenken was zu tun war.
Die Wälder der Elfen reichten bis an Rahal heran. Er würde sich dort ein wenig umsehen.
Alarion
-
Ryana
Die Schrecken der letzten Nächte schon fast vergessen.
Ein ruhiger Schlaf...nur ein Wald der vor dir zu liegen scheint...ein leichtes Schmunzeln, das Unwohlsein der letzten Nächte verdrängt...nur ein Wald...der Alptraum vorbei?
Vorbei? In dem Moment dieses Gedanken, kommt auch Erkenntnis ins Bewusstsein zurück. Du stehst nicht nur in einem Wald, nein, du bist auch ein Teil von ihm. Selbst ein Baum! Und das Grinsen gefriert, verliert sich und macht Platz für Panik.
Die Sonne wirft ihr gleissendes Licht auf dich...blendet dich...schmerzt in den Augen...doch du kannst nicht wegsehen.
Ein Kribbeln bemächtigt sich deiner...es scheint den ganzen Körper einzunehmen...du kannst es förmlich fühlen, diese vielen kleinen Lebewesen, die unter der Rinde hausen...dort entlangkrabbeln...doch du kannst dich nicht rühren.
Ein Specht, der mit seinem Schnabel immer wieder hämmernd auf die Rinde trifft...auf der Suche nach Nahrung...laut...so laut...ein gnadenloses Dröhnen in deinen Ohren...Kopfschmerz...und du kannst ihn nicht vertreiben.
Du willst Schreien...du tust es...doch du hörst nichts...aber du fühlst...du fühlst du bist nicht allein...du fühlst sie...die ebenso stummen Schreie der anderen "Bäume".
Wird das ewig so weitergehen?
Wie alt kann so ein Baum werden...du werden, wo du einer von ihnen bist.
Ein paar Jahre...Jahrzehnte...Jahrhunderte.
Hilflosigkeit.
Ein ruhiger Schlaf...nur ein Wald der vor dir zu liegen scheint...ein leichtes Schmunzeln, das Unwohlsein der letzten Nächte verdrängt...nur ein Wald...der Alptraum vorbei?
Vorbei? In dem Moment dieses Gedanken, kommt auch Erkenntnis ins Bewusstsein zurück. Du stehst nicht nur in einem Wald, nein, du bist auch ein Teil von ihm. Selbst ein Baum! Und das Grinsen gefriert, verliert sich und macht Platz für Panik.
Die Sonne wirft ihr gleissendes Licht auf dich...blendet dich...schmerzt in den Augen...doch du kannst nicht wegsehen.
Ein Kribbeln bemächtigt sich deiner...es scheint den ganzen Körper einzunehmen...du kannst es förmlich fühlen, diese vielen kleinen Lebewesen, die unter der Rinde hausen...dort entlangkrabbeln...doch du kannst dich nicht rühren.
Ein Specht, der mit seinem Schnabel immer wieder hämmernd auf die Rinde trifft...auf der Suche nach Nahrung...laut...so laut...ein gnadenloses Dröhnen in deinen Ohren...Kopfschmerz...und du kannst ihn nicht vertreiben.
Du willst Schreien...du tust es...doch du hörst nichts...aber du fühlst...du fühlst du bist nicht allein...du fühlst sie...die ebenso stummen Schreie der anderen "Bäume".
Wird das ewig so weitergehen?
Wie alt kann so ein Baum werden...du werden, wo du einer von ihnen bist.
Ein paar Jahre...Jahrzehnte...Jahrhunderte.
Hilflosigkeit.
-
Isdaniel Nifar
Isdaniel konnte sich nicht erinnern wie lange er nun schon durch den Wald gelaufen war. Seine Gedanken trieben ihn voran. Südlich des Nebelwaldes, am Rand des großen Gebirges das die Grenze nach Varuna bildete liess er sich schließlich an der Quelle des Flusses nieder.
So langsam fügte sich sein Bild zusammen. Aber das letzte Puzzel fehlte noch. Der Druide sprach von seinen Schwestern - diese galt es wohl zu finden. Nur wo sollte man nach ihnen suchen? Wie konnte man ihnen eine Nachricht übersenden. Ein Pergament an einem Baum würde wohl kaum seinen Zweck erfüllen. Gedankenversunken lauschte er dem Lied Eluives. Als plötzlich eine Nachtigall sich auf einem Ast unweit vom ihm niederlies und ihren Gesang anstimmt, kam ihm eine Idee.
Sachte schloss er seine Augen, lauschte der Melodie des Liedes. Er lenkte seine ganze Konzentration auf die Melodie, versuchte ihr einen neuen klang zu geben - ein rufen. Leise klangen die neuen Töne im Lied mit und wurden fortgetragen vom Lied. Sanft und nur zu hören von jenem die dem Lied lauschten trug es sein Gesuch nach den Schwester der Druiden hinaus.
So langsam fügte sich sein Bild zusammen. Aber das letzte Puzzel fehlte noch. Der Druide sprach von seinen Schwestern - diese galt es wohl zu finden. Nur wo sollte man nach ihnen suchen? Wie konnte man ihnen eine Nachricht übersenden. Ein Pergament an einem Baum würde wohl kaum seinen Zweck erfüllen. Gedankenversunken lauschte er dem Lied Eluives. Als plötzlich eine Nachtigall sich auf einem Ast unweit vom ihm niederlies und ihren Gesang anstimmt, kam ihm eine Idee.
Sachte schloss er seine Augen, lauschte der Melodie des Liedes. Er lenkte seine ganze Konzentration auf die Melodie, versuchte ihr einen neuen klang zu geben - ein rufen. Leise klangen die neuen Töne im Lied mit und wurden fortgetragen vom Lied. Sanft und nur zu hören von jenem die dem Lied lauschten trug es sein Gesuch nach den Schwester der Druiden hinaus.
-
Solveigh
Sie war eingeschlummert, ihre Gedanken drehten sich im Halbschlaf um die Ereignisse der letzten Tage, als etwas in ihr hochgespült wurde, wie eine Ahnung. Weit entfernt, und doch ...
Sie öffnete schlagartig die Augen und strecke sich auf dem bequemen Sessel.
Das Kaminfeuer brannte ruhig vor sich hin und die Ahnung war verschwunden. Irritiert schaute sich Solveigh um, nach dem Quell dieser Unstimmigkeit forschend.
Stimmte etwas im Haus nicht ? Nein , ... hier war scheinbar alles in bester Ordnung.
Sie atmete durch, es war da gewesen, ganz sicher. Und es hatte nichts mit den Dingen in ihrer Umgebung zu tun, nichts mit den Dingen draussen im Wald. Kein fernes Echo einer Wesenheit wie sie es kannte. Nein ... das war besonders, als wenn ... konnte das sein ? Aber warum sollte ausgerechnet sie ... ?
Solveighs Gedanken überschlugen sich und sie lies die innere Unruhe fahren. Das konnte sie nun nicht gebrauchen. Da war etwas Neues gewesen, was sie so noch nicht kannte. Und sie war gewillt es wiederzufinden.
Erneut schloss sie die Augen und lies die Eindrücke auf sich einströmen. ... das Haus, die Wiese vor der Tür, der Wald ... wage, schemenhaft ... da war es wieder ... weitweg .. aber ...
Lächelnd erhob sie sich, griff nach ihrem Umhang und begab sich nach draußen. Vorsicht war geboten, wußte sie doch nicht genau woher der Eindruck rührte. Aber sie hatte eine Richtung und würde dem folgen, bis sie dort war.
Sie öffnete schlagartig die Augen und strecke sich auf dem bequemen Sessel.
Das Kaminfeuer brannte ruhig vor sich hin und die Ahnung war verschwunden. Irritiert schaute sich Solveigh um, nach dem Quell dieser Unstimmigkeit forschend.
Stimmte etwas im Haus nicht ? Nein , ... hier war scheinbar alles in bester Ordnung.
Sie atmete durch, es war da gewesen, ganz sicher. Und es hatte nichts mit den Dingen in ihrer Umgebung zu tun, nichts mit den Dingen draussen im Wald. Kein fernes Echo einer Wesenheit wie sie es kannte. Nein ... das war besonders, als wenn ... konnte das sein ? Aber warum sollte ausgerechnet sie ... ?
Solveighs Gedanken überschlugen sich und sie lies die innere Unruhe fahren. Das konnte sie nun nicht gebrauchen. Da war etwas Neues gewesen, was sie so noch nicht kannte. Und sie war gewillt es wiederzufinden.
Erneut schloss sie die Augen und lies die Eindrücke auf sich einströmen. ... das Haus, die Wiese vor der Tür, der Wald ... wage, schemenhaft ... da war es wieder ... weitweg .. aber ...
Lächelnd erhob sie sich, griff nach ihrem Umhang und begab sich nach draußen. Vorsicht war geboten, wußte sie doch nicht genau woher der Eindruck rührte. Aber sie hatte eine Richtung und würde dem folgen, bis sie dort war.
-
Alissa tan Dori
Veränderung
Wie so oft diese Tage lasuchte sie einfach dem Lied und lies sich von jenem erfüllen, es lernen und sich seiner bewusster werden.
Doch Plötzlich war etwas anders, woher rührte nur diese veränderung?
Sie war noch nicht geübt genug um genau zu erkennen was diese veränderung sein sollte und doch war sie sich fast sicher das es ein Rufen war. Doch von wem und warum? War es ein Hilferuf oder war kam man ihnen doch auf die schliche und stellte ihnen eine Falle? War es eine Einladung oder eine Forderung, vom wem kamm sie bloss..
Es machte keinen Sinn sich über Fragen den Kopf zuzerbrechen wo es keine Antworteng eben würde, so suchte sie ihre Schwestern zweifellos würden sie merh damit anfangen können.
Doch Plötzlich war etwas anders, woher rührte nur diese veränderung?
Sie war noch nicht geübt genug um genau zu erkennen was diese veränderung sein sollte und doch war sie sich fast sicher das es ein Rufen war. Doch von wem und warum? War es ein Hilferuf oder war kam man ihnen doch auf die schliche und stellte ihnen eine Falle? War es eine Einladung oder eine Forderung, vom wem kamm sie bloss..
Es machte keinen Sinn sich über Fragen den Kopf zuzerbrechen wo es keine Antworteng eben würde, so suchte sie ihre Schwestern zweifellos würden sie merh damit anfangen können.
-
Vivianne
4. Traum
Dumpfe, schwere Schritte.
Nein, nicht von einem, es müssen viele sein, sehr viele.
Deine Wurzeln gehen tief in die Erde hinein, alle Anstrengungen sie hinaus zu ziehen misslingen… Bäume laufen nicht!
Aus der Ferne unverkennbare Geräusche von schlagenden Äxten und laute Stimmen.
„Fäääällt!“ „Baum kooommt!“
Sie kommen näher, Schläge und Stimmen und auch das Krachen welches man vernimmt, wenn ein alter, hoch gewachsener Baum auf die Erde schlägt.
Das Eulenpärchen verlässt die bisher geschützte Behausung.
Hasen und Rehe fliehen an Deinem Stamm vorbei… sie können… Du nicht!
Knacken von Ästen unter den schweren Schritten, da brechen sie durch das Unterholz, kommen direkt auf Dich zu… Angst kriecht Dir unter Deine Rinde, nackte Angst.
Nein, nicht von einem, es müssen viele sein, sehr viele.
Deine Wurzeln gehen tief in die Erde hinein, alle Anstrengungen sie hinaus zu ziehen misslingen… Bäume laufen nicht!
Aus der Ferne unverkennbare Geräusche von schlagenden Äxten und laute Stimmen.
„Fäääällt!“ „Baum kooommt!“
Sie kommen näher, Schläge und Stimmen und auch das Krachen welches man vernimmt, wenn ein alter, hoch gewachsener Baum auf die Erde schlägt.
Das Eulenpärchen verlässt die bisher geschützte Behausung.
Hasen und Rehe fliehen an Deinem Stamm vorbei… sie können… Du nicht!
Knacken von Ästen unter den schweren Schritten, da brechen sie durch das Unterholz, kommen direkt auf Dich zu… Angst kriecht Dir unter Deine Rinde, nackte Angst.
-
Solveigh
"... noch weit davon entfernt Verantwortung für dich oder deine jüngeren Schwestern zu übernehmen ..."
Immer und immer wieder klang der Satz nach. Wie leicht er doch gesagt werden konnte, wie tief er doch getroffen hatte.
Sie war dem Ruf gefolgt, dieser Eingebung. Aus Neugierde und Interesse vieleicht etwas Neues, ihr fremdes zu entdecken. Die Welt war voller Wunder, und sie war Mutters Werk.
Der Weg hatte sie in die Wälder vor Ered Luin geführt und immer sicherer ist sie sich geworden, daß er von hier stammen musste. Soviel fantastisches gab es hier.
Und sicher, der Ruf kam von den Elfen, wie sich zeigte. Nur der Grund, der hatte Solveigh sehr überrascht.
Rahal hatte die Elfen für das Astwerk in ihrer Stadt verantwortlich gemacht. Statt die Schuld bei sich zu suchen und nur einmal Einsicht zu zeigen, hatten sie einen Elfen entführt um die Beseitigung der Wurzeln zu erpressen.
Eine willkürliche Annahme die das Volk der Elfen traf. Damit hatte sie nicht rechnen können.
Aus der freudigen Erwartung auf einen schönen Tag zwischen den alten Bäumen, war etwas bitter Ernstes geworden. Und Solveigh war es die nun Rede und Antwort stehen sollte inmitten dieser wunderbaren Stadt.
Der ganze Tag in Ered Luin war für Solveigh voller Anspannung gewesen. Sie hatte sich auf einem Terain bewegt, welches neu für sie war, und unvermittelt ist es ihre Stimme gewesen, die auch für ihre Schwestern gesprochen hatte.
Sie würde sich soetwas nicht anmaßen, aber hier war es einfach so.
Das Bild welches sie abgegeben hatte, war an diesem Tag entscheidend gewesen, welche Meinung die Elfen von dem Vorgang in Rahal und von ihren Schwestern haben würden.
Sie war sich dessen bewusst gewesen und hatte ihr möglichstes getan.
Die Last eben jener Verantwortung schwer auf den Schultern spürend.
Waren sie nicht einig auseinandergegangen ? Hatte die Unterredung kein gutes Ende gefunden ? Hatte sie nicht ein gutes Bild abgegeben ?
Die Elfen waren sich schliesslich bewusst gewesen, dass man Rahal nicht ungeschoren lassen konnte, hatte doch eine der ihren Solveigh erst auf die Idee gebracht, dass der Wald vor den Toren Rahals so litt. Sie verurteilten die Schwestern nicht, und sie zürnten ihnen nicht.
Rahals Willkür hätte jeden treffen können, und dass auch ohne eine einzige Ranke in der Stadt, und die Elfen wussten es.
Solveigh betrauerte mit ihnen das Leid ihres Bruders, und beide Seiten wussten, dass sie am gleichen Strang ziehen mussten.
Was eine Anspannung. Nie hätte sie mit soetwas gerechnet.
Und das einzige was es ihr eingebracht hatte, nachdem sie immer noch aufgeregt von den Ereignissen berichtet hatte, war letztlich dieser Satz.
"... noch weit davon entfernt Verantwortung für dich oder deine jüngeren Schwestern zu übernehmen ..."
Kein Lob von Vivianne, keine Bestätigung, nichtmal eine Stellungnahme.
Nur diese Vorhaltung, dass ihr Vorgehen verantwortungslos gewesen war, hätte der stille Ruf im Lied Mutters doch auch eine Falle Rahals sein können.
Gerade so als sei das, das Wesentliche vom Tage, ... ihr diese Vorhaltung zu machen.
Solveigh war ihrer Intuition gefolgt und hatte nicht im Traum an eine Falle gedacht. Sie war immer gut mit ihrem Gefühl gefahren.
Leichtsinn ... ja es wäre vieleicht wunderbar, wenn niemand von uns Fehler machte. Aber fehlbar zu sein hatte wenig damit zu tun Verantwortung zu übernehmen, dachte Solveigh.
Sie hatte Verantwortung übernommen an diesem Tag, ganz gewiss, so unvorbereitet sie diese Situation auch getroffen hatte.
Und wer konnte von sich behaupten unfehlbar zu sein ?
Immer und immer wieder klang der Satz nach. Wie leicht er doch gesagt werden konnte, wie tief er doch getroffen hatte.
Sie war dem Ruf gefolgt, dieser Eingebung. Aus Neugierde und Interesse vieleicht etwas Neues, ihr fremdes zu entdecken. Die Welt war voller Wunder, und sie war Mutters Werk.
Der Weg hatte sie in die Wälder vor Ered Luin geführt und immer sicherer ist sie sich geworden, daß er von hier stammen musste. Soviel fantastisches gab es hier.
Und sicher, der Ruf kam von den Elfen, wie sich zeigte. Nur der Grund, der hatte Solveigh sehr überrascht.
Rahal hatte die Elfen für das Astwerk in ihrer Stadt verantwortlich gemacht. Statt die Schuld bei sich zu suchen und nur einmal Einsicht zu zeigen, hatten sie einen Elfen entführt um die Beseitigung der Wurzeln zu erpressen.
Eine willkürliche Annahme die das Volk der Elfen traf. Damit hatte sie nicht rechnen können.
Aus der freudigen Erwartung auf einen schönen Tag zwischen den alten Bäumen, war etwas bitter Ernstes geworden. Und Solveigh war es die nun Rede und Antwort stehen sollte inmitten dieser wunderbaren Stadt.
Der ganze Tag in Ered Luin war für Solveigh voller Anspannung gewesen. Sie hatte sich auf einem Terain bewegt, welches neu für sie war, und unvermittelt ist es ihre Stimme gewesen, die auch für ihre Schwestern gesprochen hatte.
Sie würde sich soetwas nicht anmaßen, aber hier war es einfach so.
Das Bild welches sie abgegeben hatte, war an diesem Tag entscheidend gewesen, welche Meinung die Elfen von dem Vorgang in Rahal und von ihren Schwestern haben würden.
Sie war sich dessen bewusst gewesen und hatte ihr möglichstes getan.
Die Last eben jener Verantwortung schwer auf den Schultern spürend.
Waren sie nicht einig auseinandergegangen ? Hatte die Unterredung kein gutes Ende gefunden ? Hatte sie nicht ein gutes Bild abgegeben ?
Die Elfen waren sich schliesslich bewusst gewesen, dass man Rahal nicht ungeschoren lassen konnte, hatte doch eine der ihren Solveigh erst auf die Idee gebracht, dass der Wald vor den Toren Rahals so litt. Sie verurteilten die Schwestern nicht, und sie zürnten ihnen nicht.
Rahals Willkür hätte jeden treffen können, und dass auch ohne eine einzige Ranke in der Stadt, und die Elfen wussten es.
Solveigh betrauerte mit ihnen das Leid ihres Bruders, und beide Seiten wussten, dass sie am gleichen Strang ziehen mussten.
Was eine Anspannung. Nie hätte sie mit soetwas gerechnet.
Und das einzige was es ihr eingebracht hatte, nachdem sie immer noch aufgeregt von den Ereignissen berichtet hatte, war letztlich dieser Satz.
"... noch weit davon entfernt Verantwortung für dich oder deine jüngeren Schwestern zu übernehmen ..."
Kein Lob von Vivianne, keine Bestätigung, nichtmal eine Stellungnahme.
Nur diese Vorhaltung, dass ihr Vorgehen verantwortungslos gewesen war, hätte der stille Ruf im Lied Mutters doch auch eine Falle Rahals sein können.
Gerade so als sei das, das Wesentliche vom Tage, ... ihr diese Vorhaltung zu machen.
Solveigh war ihrer Intuition gefolgt und hatte nicht im Traum an eine Falle gedacht. Sie war immer gut mit ihrem Gefühl gefahren.
Leichtsinn ... ja es wäre vieleicht wunderbar, wenn niemand von uns Fehler machte. Aber fehlbar zu sein hatte wenig damit zu tun Verantwortung zu übernehmen, dachte Solveigh.
Sie hatte Verantwortung übernommen an diesem Tag, ganz gewiss, so unvorbereitet sie diese Situation auch getroffen hatte.
Und wer konnte von sich behaupten unfehlbar zu sein ?