Ouvertüre:
Die Bausteine der Welt
Der Wind der Welt weht durch us und um uns. Er kennt keine Mauern, und die Mauern lenken ihn nur ab. Nichts hält ewig. Der Wind lässt Stein bersten und Feuer erlischen, Wasser hochbrausen und gleichzeitig das Feuer auch ausbreiten. Mächte sind hier am Werk, die wir uns nicht erklären können, und nur sehr langsam beginne ich zu begreifen, was um mich herum wirklich zugange ist.
Manchmal erkenne ich die kleinsten Teile der Schöpfung - denn sie sind um mich herum. Auch ich bestehe aus den vier Elementen, ohne dass es mir zuvor bewusst wurde. Feuer, Wasser, Erde, Luft - sie alle hauchen mir Leben ein, sie alle durchdringen mein Äußeres und inneres - wie uns alle. Wenn man sich umblickt und das Leben betrachtet so erkennt man Eluives wunderbare Schöpfungskraft.
In all den Jahren, die ich nun hier auf Gerimor bin, war jeder Tag ein Wunder - ein erstaunliches Ganzes, und jeden Tag blicke ich tiefer, erkenne ich Dinge, die mir zuvor noch gar nicht bewusst wurden. Aus all den überwältigenden Eindrücken werden es immer nur noch mehr und noch mehr.
Vielleicht weiß das kaum noch jemand zu schätzen, doch das was wir sind ist eindeutig ein Wunder, und wer mir Gegenteiliges erzählt verschließt seine Augen oder sieht sie einfach nicht. Ist blind für alles Lebendige.
Schöpfungsrhapsodie
-
Selene Ainaan
Erster Akt:
Arie des Feuers
Mit Feuer fing es an.
Tatsächlich scheint es wohl so als wenn das Feuer zuerst da war, ehe Stein geschmiedet und Wasser gesät wurde. Und irgendwann waren die Grundformen von Eluives Gesang da. Inseln aus Stein in kochender Lava, brodelnde siedend heiße Seen und heiße Winde, die über die Welt strichen. Ungastlich war es noch, doch dann sang Eluive weiter und hauchte den Elementen den Lebenshauch ein.
Das Feuer - so flüchtig wie es bei einer kleinen Flamme sein mag, so unkontrollierbar ist es, wenn es einmal wütet. Es mag verbrennen es mag wärmen, es mag die Schmiedeöfen erhitzen, es mag die Kochstelle erwärmen.
Das Feuer ist einer der vier Bausteine der Welt. Fauchend schlägt es, genährt durch Luft nach allem um uns herum, hungrig ist es, unstillbar und beinahe auch unkontrolliert. Kein Element fürchtet der wache Geist mehr als die Unbändigkeit und die Leidenschaft des Feuers.
Mit Feuer fing es an, doch soll es meine letzte Prüfung sein. Schon einmal wurde ich geprüft und musste durch die Flammen gehen, doch verschonten sie mich, denn ich bewegte mich mit ihnen. Wer das Feuer nicht fürchtet ist ein Narr, doch wer das Feuer meidet ein noch größerer. Manchmal müssen wir uns ben eingestehen, dass jenes Element ein Teil von uns allen ist. Man muss ihm nur zuhören, und man weiß, dass man nur das fürchten Muss, das man gegen sich selbst richtet, ohne zu wissen, was man tut.
Ich liebe das Feuer nicht, aber ich achte es. Ic h bin nicht das Feuer.
Arie des Feuers
Mit Feuer fing es an.
Tatsächlich scheint es wohl so als wenn das Feuer zuerst da war, ehe Stein geschmiedet und Wasser gesät wurde. Und irgendwann waren die Grundformen von Eluives Gesang da. Inseln aus Stein in kochender Lava, brodelnde siedend heiße Seen und heiße Winde, die über die Welt strichen. Ungastlich war es noch, doch dann sang Eluive weiter und hauchte den Elementen den Lebenshauch ein.
Das Feuer - so flüchtig wie es bei einer kleinen Flamme sein mag, so unkontrollierbar ist es, wenn es einmal wütet. Es mag verbrennen es mag wärmen, es mag die Schmiedeöfen erhitzen, es mag die Kochstelle erwärmen.
Das Feuer ist einer der vier Bausteine der Welt. Fauchend schlägt es, genährt durch Luft nach allem um uns herum, hungrig ist es, unstillbar und beinahe auch unkontrolliert. Kein Element fürchtet der wache Geist mehr als die Unbändigkeit und die Leidenschaft des Feuers.
Mit Feuer fing es an, doch soll es meine letzte Prüfung sein. Schon einmal wurde ich geprüft und musste durch die Flammen gehen, doch verschonten sie mich, denn ich bewegte mich mit ihnen. Wer das Feuer nicht fürchtet ist ein Narr, doch wer das Feuer meidet ein noch größerer. Manchmal müssen wir uns ben eingestehen, dass jenes Element ein Teil von uns allen ist. Man muss ihm nur zuhören, und man weiß, dass man nur das fürchten Muss, das man gegen sich selbst richtet, ohne zu wissen, was man tut.
Ich liebe das Feuer nicht, aber ich achte es. Ic h bin nicht das Feuer.
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Selene Ainaan
Zweiter Akt:
Trommeln der Erde
Mit Feuer fing es an... - doch mit der Erde endete es.
Wurzeln werden darin geschlagen, Metalle aus ihnen gesiebt und ihre Blüten von vielen verehrt: Die Erde, der bodenständige Stoff aus dem das Leben entspringt und der uns Halt gibt. Sehr oft fühle ich das Vibrieren des Lebens darin, wenn ich meine Finger ins Erdreich grabe und darin lese. Aus der Erde holt man die Elemente heraus und formt sie um, wie man sie für nötig befindet. Jedes der vier Elemente findet sich darin. Das Feuer aus der Tiefe vermengt sich mit der Erde, dringt nach außen hin und formt neues Land und neues Leben. Das Wasser nährt das Leben der Pflanzen im Inneren und die Luft trägt die Erde davon und lsst neue Saat sprießen.
Selten fand ich so ein beständiges Wesen wie die Erde selbst, das Element, welches Mutter für uns alle schuf. Sie gehört niemandem, doch ist sie dennoch ein Teil von uns allen, und wenn wir sterben werden wir zu Erde und der Wind weht uns wieder fort um neues Leben zu schaffen.
Und doch ist alles was wir der Erde entnehmen nur geliehen. Eines Tages muss es zurückgegeben werden, ein kreislauf, dem es nicht zu entrinnen gilt. Werden wir uns bewusst, wer wir sind mögen sich einige klein fühlen, andere dafür umso größer. Erde, Mutter aller Dinge.
Trommeln der Erde
Mit Feuer fing es an... - doch mit der Erde endete es.
Wurzeln werden darin geschlagen, Metalle aus ihnen gesiebt und ihre Blüten von vielen verehrt: Die Erde, der bodenständige Stoff aus dem das Leben entspringt und der uns Halt gibt. Sehr oft fühle ich das Vibrieren des Lebens darin, wenn ich meine Finger ins Erdreich grabe und darin lese. Aus der Erde holt man die Elemente heraus und formt sie um, wie man sie für nötig befindet. Jedes der vier Elemente findet sich darin. Das Feuer aus der Tiefe vermengt sich mit der Erde, dringt nach außen hin und formt neues Land und neues Leben. Das Wasser nährt das Leben der Pflanzen im Inneren und die Luft trägt die Erde davon und lsst neue Saat sprießen.
Selten fand ich so ein beständiges Wesen wie die Erde selbst, das Element, welches Mutter für uns alle schuf. Sie gehört niemandem, doch ist sie dennoch ein Teil von uns allen, und wenn wir sterben werden wir zu Erde und der Wind weht uns wieder fort um neues Leben zu schaffen.
Und doch ist alles was wir der Erde entnehmen nur geliehen. Eines Tages muss es zurückgegeben werden, ein kreislauf, dem es nicht zu entrinnen gilt. Werden wir uns bewusst, wer wir sind mögen sich einige klein fühlen, andere dafür umso größer. Erde, Mutter aller Dinge.