Wer das Siegel, das die des Hauses Avaryn trägt, bricht, erkennt eine Klare, in schwarzer Tinte gefasste Schrift, die in kunstvollen, wohl aber nicht überladenen Schwüngen zierend auf den Inhalt der Nachricht selbst wirkt.
So hat der Verfasser dort folgende Zeilen hinterlassen:*
Seiner hochgeachteten Magnifizienz, dem erhabenen Statthalter des Reiches der Sonne und des Salzes, Shojen der Akademie Leviathan, Erwählter Sohn des Sonnenvolkes et cetera.
Die wohlwollenden Grüße des Rilas, Herr des Hauses Isadril, Scolar der Academia Arcana et cetera.
Unte Phanodains Segen und der schützenden Hand der Allmutter Eluive grüße ich euch, Erhabener, um mein Wort an euch in besonderer Sache zu richten.
Nicht viele Tage sind vergangen seit den Stunden, in denen ihr dem Disput der Liedwirker in den Mauern der ehrwürdigen Academia Arcana beiwohntet und es uns gestattet war eure schätzenswerte Bekanntschaft machen zu dürfen.
Selbst nun, in den Stunden, die uns dunkel erscheinen, bleibt mir die Weisheit eures Handelns und die Kunst eurer Rhetorik in der beständigen Abwägung für das Wohl der euren als ein beispielhaftes Leuchtfeuer der Tugendhaftigkeit.
Eben jene Werte sind es, die mich dazu leiten, mein Anliegen an euch zu richten, der ihr, ganz wie die unseren und auch wie ich selbst in der Vergangenheit, ein Mann des Wissens und ein Mann der Forschung seid. Darum werdet ihr die treibenden Kräfte kennen, die mich an eure Pforte bringen, da ich jüngst ein Antlitz aus den Reihen der Sonnenkinder habe, das meinen lange gehegten Wunsch empfangen könnte:
Für eine unbestimmte Zeit ist es mein Interesse, zu einer Studienreise auf die Insel der Sonne, Menek'Ur, und das Reich des erhabenen Emirs, Eluive schütze ihn, den Bringer des Wassers, aufzubrechen um in den Mauern von Menek'Ur-Stadt Einsichten in die Kultur und das Leben der Kinder der Sonne zu erhalten und mein Wissen in den dortigen Bibliotheken austauschen zu können.
Als medicus major ex servum der Fakultäten der Heilkünste zu Nharam zu Alumenas bin ich ebenso in den Wegen der alchemischen Künste bewandt und strebe es an, mit den Kräutern und Pflanzen der Sonneninsel meine Kenntnisse zu erweitern - für die Dauer meines bleibens würden euch diese Künste selbstverständlich zur Verfügung stehen.
Sollte die bescheidene bitte, mit der ich an euch heran trete, Erhabener Statthalter, gering genug sein, um in eurem Auge bewilligung zu finden, wäre es mir eine äußerste Freude und auch Ehre, die Wissenschaften und Kulturen wie Sprachen eurer Heimat kennenlernen zu können.
Mit hochachtungsvollen Grüßen,
Unter allen Dingen des Sternenhimmels,
wissen wir eines höchst zu wahren:
Ehre, Freiheit und Rühmlichkeit,
die wir zu tragen unsere Farben geloben.
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