Bei der Geburt von einem Jungen kam sein Vater, Geteran, erst von
einem Kriegszug zurueck. Er war ein junger Ritter von mit einem mittelmaessigem Ruf.
Sehr reich war er auch nicht, da er sein ganzes Geld fuer eine neue
Ruestung verschleuderte.
Der Junge sah sehr vielversprechend aus. Ein Geburtsgewicht von 1300
Gramm war ja nicht wenig. Geteran war stolz auf ihn und taufte ihn
Galdorn. Er hoffte, dass er auch einmal ein Ritter sein wird, wie er.
Geteran lehrte ihn sehr frueh den Umgang mit dem Schwert. Er
erklaerte ihn die unterschiedlichen Arten eines Schwertes und
erklaerte ihm auch noch den Umgang mit einem Bogen. Doch diesen
lehnte er bald ab, als
er einmal beinahe seine Mutter, Hilda, erschossen hatte. Geteran
haatte grosse Lust daran, Galdorn in die Unterschiedlichsten
Ruestungen zu kleiden, bis er vom Gewicht beinahe zusammenkrachte.
"Hast du deine taeglichen Uebungen schon gemacht?", rief sein
Vater immer laut, als Galdorn sich zur Ruhe legen wollte.
"Kann ich denn heute keine Ausnahme machen. Bei der Hitze schwitze
ich mich doch zu Tode.", lautete meistens die Antwort.
Doch Geteran duldete keine Ausnahmen:"Mit dieser Einstellung wirst
du nie ein guter Ritter, wie ich."
Geteran hielt sich immer fuer etwas Besonderes in seiner eisernen
Ruestung. Nur wenn er auf einem Kriegszug ist freute sich Galdorn,
dass er nicht ueben musste, waehrend Hilda immer bangend um ihren
Mann am Fenster satnd.
Hilda lerte ihn lesen und schreiben. Galdorn mochte sie mehr, als
seinen Vater. Sie war nicht so streng mit ihm.
Aber bald merkte er, dass Buecher ihn nicht so sehr interessierten.
Aber Hilda sagte:"Lesen braucht man nicht nur fuer Buecher! "
Geteran war aber nicht sehr zufrieden mit dem Unterricht. Er sah
nicht ein, wozu ein Soldat lesen muss. Er hatte es noch nie gelernt
und noch nie gebraucht.
Doch beim naechsten Kriegszug kam er muerrisch zurueck und sagte:
"Die haben mir tatsaechlich Lesen gelehrt und haben mich als Bote
benutzt, waehrend die anderen ihren Spass hatten!"
Wenn Galdorn einmal gerade nicht bei den Schwertuebungen von seinem
Vater war, rannte er zu seinen Nachbarn und redete mit ihnen. Er fand
sie sehr nett, da sie ueberhaupt nicht an den Krieg dachten.
Er redete auch nicht darueber. Nur ab und zu fragten sie, wo Geteran
sei. Dann sagte Galdorn:"Irgendwo ausserhalb, ich weiss es auch
nicht genau". Damit gaben sie siich zufrieden und wir
unterhielten uns weiter ueber die Tiere. Sie waren naemlich Bauern.
Geteran schickte ihn mit 16 Jahren auf eine Akademie, damit er Soldat
werde. Dort musste Galdorn genauso kaempfen, wie Zuhause, aber er
hatte Freunde, mit denen er sich unterhalten konnte.
Die Lehrer waren noch strenger als Geteran und es gefiel ihm dort
ueberhaupt nicht.
Sein bester Freund war Meril. Er war der Sohn von Morzanol Malagor.
Er merkte bald die Zuneigung, da er auch merkte, dass das Kaempfen
nicht sein Ding war. Sie unterhielten sich viel ueber ihre einsame
Vergangenheit.
Galdorn musste sehr weinen, da sein Freund frueh die Akademie
verlassen hatte. Er wollte sie auch verlassen, aber sein Vater
erlaubte es ihm nicht.
In seinem achtzehnten Lebensjahr verliess Galdorn die Akademie. Er
war schon ein stattlicher junge mit einem breiten Gesicht und einer
stumpfen Nase. Seine gruenen Augen waren gross und leicht
durchschaubar.
Er hatte Vorlieben zu lederner Kleidung und langen Hosen. Hilda mass
183 cm und auf der Waage kamen ganze 76 Kg heraus. Seine Haare waren
Kinlang und schwarz und sein schwarzer Bart war kunstvoll rasiert.
Er hatte breite Schultern und dicke Arme. Aber er war nicht sehr
Gewandt. Dafuer konnte er beinahe ausgezeichnet mit dem Schwert
umgehen, aber er tat es sehr ungern. An sich ist er sehr nett, aber
seine Geduld hat Grenzen.
Doch sein Beruf als Soldat gefiel ihm ueberhaupt nicht. Er war in der
Dorfwache von dem Dorf, in dem er lebte.
Aber Geteran sagte immer wieder:"Wenn du es im Leben zu was
bringen willst, dann musst du Ritter werden!" Nie glaubte er ihm.
Die Nachbarn waren Bauern und haben es auch zu was gebracht.
Mit 23 schlich Galdorn nachts aus dem Haus, da er langsam begann,
seinen Vater zu hassen. Er fragte sich wohin er gehen sollte, denn er
beschaeftigte sich nie mit der Ausenwelt.
Also ging er einfach irgendwo hin. Auf dem Weg traf Galdorn einen
sehr muskuloesen Mann. Er fragte ihn, wo denn das naechste Dorf sei,
da er ueberhaupt keine Ahnung hatte, wo er war.
"Galdorn! Alter Freund. Ich bin auf dem Weg nach Rahal, was
machst du denn hier ueberhaupt?", lautete die Antwort. Er erkannte
ihn gar nicht, weil er so gewachsen ist. Es war Meril.
Er rief sofort:"Meril! Ich bin von Zuhause weggelaufen, weil mein
Vater mich genervt hat und suche jetzt Unterkunft. Kann ich nicht zu
dir kommen?"
"Natuerlich! Wie in alten Zeiten!", antwortete Meril lachend
und umarmte Galdorn.
"Wirklich? Ich kann wirklich zu dir? Ich liebe dich!", rief er
ebenso lachend
"Ja, aber ehrlich gesagt habe ich in Rahal noch keine Bleibe,
suche aber schon was. Dann wollte ich mich als Schmied
durchschlagen.", antwortete er
Galdorn sagte darauf:"Gut, ich brauche auch noch einen Beruf. Du
kannst mir ja die Schmiedkunst beibringen. Komm lasst uns gehen".
Und so gingen die beiden nach Rahal, wo ihr Abenteuer beginnt...
Galdorn wurde schon bald fast so ein gute Schmied, wie meril, doch schon bald verlies er Rahal und zog nach Berchgard. In Rahal hatte es ihm nicht sehr gefallen, weil die Menschen sehr viele Vorurteile gegenüber Rahalern hatten. In Berchgard war er recht erfolgreich, die Kundschaft war groß und er bekam viele Freunde.