Der Alte

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Mory'tael
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Registriert: Sonntag 6. September 2015, 14:17

Der Alte

Beitrag von Mory'tael »

Tief im Dunkel der Sumpfhöhlen von Lameriast erhob sich ein seltsam anmutendes Wesen aus dem übelriechenden Schlam. Mühsam erhob sich das Wesen und man erkannte den Umriss eines Humanuiden. Man hörte wie dies Wesen nach Atem rang und das kratzige Keuchen seines Atems die dunklen Gänge erfüllte. Kurz schien es als würde der Atem des Wesens aussetzen und Stille einzig durch das Brodeln des Sumpfes unterbrochen folgte. Langsam sank das Wesen in seine Knie und tat seine rot glühenden Augen auf. Gespenstig wirkte sein Blick der sich langsam umherbewegte wohl um seine Umgebung zu erkunden.

Langsam richtete sich der Schatten auf und man vermochte zu erkennen das jener Körper ausgemagert und gebrechlich war. Gleich einem wandelnden Untoten trat dies Wesen langsam in einen Lichtschein welcher sich den Weg durch die Decke der Höhle bahnte und man erkannte unter all dem modrigen Schlam die dunkle Haut der Pantherbrut. Entgegen aller bekannten Erscheinungen sah man diesem Körper das hohe Alter an und auch an hand seiner Bewegungen vermochte man zu erkennen mit welcher Mühe dieser zu kämpfen hatte bei jeder seiner Handlungen.

Dieser Letharf hatte seinen Dienst an dem Vater schon verrichtet und bewohnte seinen Körper schon zu lang. Sein Körper gezeichnet von zahllosen Schlachten zeugte von der Wildheit und Kampfeslust der alten Pantherkrieger und gab auskunft über den Schrecken welchen jener erlebt haben muss. Doch nun ward er aus seinem Schlaf erweckt und in den Fluch des Fleisches gebannt um weiterzuführen was der Vater gebot. Es war das Missfallen üder diesen brüchigen Frieden der die Welt derzeit bewohnte, Missfallen über das Chaos was des Vaters Reich heimsuchte und Missfallen über schwächen des Glaubens in den heiligen Mauern. Chaos bedrohte die Ordnung und führte zum Verlust der Stärke. Kooperation statt Unterwerfung, Machtgier statt Pflichterfüllung und Furcht wo Zorn seinen Platz haben müsse.

Es war erforderlich die Ordnung der Alten durch einen der Ältesten wieder herzustellen und durch die Weisheit des Ältesten aus den alten Tagen zu lernen. Nun wurde es Zeit das der alternde Letharf seinen Instinkten zufolge den Weg in das nest der Brut beschreiten würde um seine Aufgabe zu erfüllen. Den Preis diesen faulenden Körper verlassen zu dürfen immer vor Augen.
Xunavinylene

Beitrag von Xunavinylene »

Es war tief in der Nacht, ruhe war über dem Unterschlupf der Kinder des Einem eingekehrt. Ab und an hörte man leise das Kratzen der Reittiere in ihrem Gehege oder das Tropfen des Wassers von den Stalagmiten.

Im Unterschlupf von Xunavinylene, welcher mehr ein kleines Nest in einer winzigen Nische war, lag die Lethra ruhig zum schlaf. Ihre Robe war ordentlich und sauber zusammengelegt neben ihr niedergelegt. Ebenso wie ihre Insignien, die sie unter den Menschen und ihresgleichen als erwählte Templerin des Vaters auszeichnete.
Der Schlaf von ihr war unruhig, sie wälzte sich immer wieder von einer Seite auf die andere und geriet nicht in den tiefen ruhigen Schlaf der die Erholung brachte.

Doch dann Plötzlich wurde ihr Körper ganz ruhig und steif, ihre Wimpern flitterten und ihr Atem stockte für einige Momente. Dabei schossen ihr die Bilder durch den Kopf, spielten sich vor ihrem geistigen Auge ab, wie als wäre sie genau dort an jener Stelle.

Sie erblickte eine Höhle, sumpfig war ihr Boden und moderig ihr Geruch, schon lange war kein Wesen mehr in jener Höhle gewesen. Doch nun sah man, wie sich etwas bewegte. Eine humanoide Form, ein Wesen, was sich im Schlamm und von moosigem Gestrüpp überzogen bewegte. Der Sumpf um ihn herum begann immer mehr zu prodeln um so mehr er sich aufrichtete und seinen Blick in seiner Schlafstätte herumwandern lies. Die Wut im ihm stieg auf und auf und nahm sein ganzes Wesen ein, das Blut was durch seine Adern floss war durchzogen von der Wurzel des Hasses und der Wut. Der Sinn des Vaters schoss neue Lebensmacht in seinen Geist.
Die Szenerie begann sich zu bewegen, das Wesen bewegte sich, das Licht durch die Frischluftspalte der Höhle flackerten über seinen Körper hinweg und zeichneten, das hübschhässliche Wesen, welche der Vater einmal erwählt hatte als seine Rasse.
Es war ein Lethar… oder mehr ein Letharf, darüber hinaus ein sehr alter jener Art.

Er hatte sehr lange geschlafen und nun rief der Vater ihn zurück ins hier und jetzt und so bewegte er sich immer mehr auf den Ausgang zu, hin zum Licht, welches die Außenwelt der Menschen bedeutete.

Ruckartig setzte sich Xuna auf in ihrer Schlafstätte, ihr Atem raste und sie sah immer noch die roten Augen des Letharfen, die sie in dem vollen Hass seines Erwachsens ansahen, brannten noch in ihrem Gedächtnis und sie spürte auch, wie der Hass in ihr übergeschwappt und sie einnahm. Die Macht des Vaters floss noch stärker durch ihre Adern und die Augen wechselten die Farbe von dem goldenen Ton hin zu einem tiefen strudeligen Rotschwarz.
Fahrig strich sie durch ihre Haare hinweg und über das Gesicht welches ihre Urvorfahren ihr als Fluch an das Äußere gehängt hatten. Ihre Züge waren so geprägt von den Emotionen des Alten, dass es förmlich unüblich ihrer Art war.
Doch etwas hatte jene Verbindung zu bedeuten, jener Traum… nein es war kein Traum, es hatte wirklich stattgefunden, oder fand gerade statt.
Eine Vision…
Ruhiger werden zog sie die Beine an sich heran und bettete den Kopf darauf. Sie musste nachdenken darüber.

Was hatte jene Vision zu bedeuten, was wollte ihr der Vater sagen und wieso gerade ihr und nicht einen der Oberen ihres Volkes?

Der morgen Graute schon oben in der Welt der Menschen, als Xunavinylene sich erhob und ihre Robe über den schlanken und grazilen Körper streifte. Eile war geboten, sie musste jenen Letharfen finden, bevor er alles auf seinem Weg in purem Hass danieder gehen lassen würde.
Nichts was sie nicht gutheißen würde, Blut für den Vater und das Chaos in der Welt der Menschen, was die Wut und den Hass und damit wieder Alatar nähen würde waren ein Segen.
Doch er war noch zu schwach, er wachte erst auf und musste seinen Geist wieder auf die rechte Ebene rutschen und es war an ihr, ihm dabei zu helfen.
Und natürlich auch ihn davor zu schützen sich selbst danieder zu richten, denn er sollte wieder Erwachen und Leben, es war des Vaters Wille.

Rasch gingen so ihre Schritte durch das noch halb verschlafene Unterreich, vorbei an den Höhlen und Nischen, weiter tief in die Unterirdischen Höhlen hinein, die sie dorthin bringen würden, wo sie solcherlei Höhlen vermutete, ihm immer entgegen, dem wild pochendem hassenden Herz
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