Prinzessin von La Cabeza…
Verfasst: Freitag 26. Februar 2010, 14:08
… die Tochter von Raul Vincente Perera
Der Tag begann genauso üblich wie jeder andere auch. Das einzige besondere war, das Gracia sich entschlossen hatte mal wieder eine Schmucklerhöhlen der Bruderschaft der Küste aufzusuchen, um das Lager und dessen Bestand zu überprüfen. Doch es sollte an diesem Abend alles anders kommen als erwartet.
Sie war gerade in die Höhle geschlüpft, als ihr sofort was Seltsames auffiel. In der Höhle erklang Musik. Fein gezupfte Harfenklänge hallten aus der Ferne wieder und echoten durch das dunkle Gewölbe. Den Tönen langsam folgend, bahnte sich Gracia den Weg durch die verzweigten, durchaus tückisch angelegten, Tunnel. Ein eigenartiges Gefühl überkam sie, auch wenn die Melodie stets fröhlich und aufmuntern klang, so waren die Geräusche des verdächtig plätschernden Wasser umso auffälliger.
Nach wenigen Minuten durch die Dunkelheit, dabei der immer lauter werdenden Musik folgend, erreichte sie den kleinen Unterirdischen See, woher die Höhle auch ihren Namen hatte: Die Grüne Grotte.
[img]http://www.fotos-hochladen.net/gruenegrotteu8yfjcn1.jpg[/img]
Wieder erklang das Plätschern, und aus dem grünen Wasser glitt anmutig eine Sirene empor, die sich auf einem Stein in der Mitte des Sees niederließ. Die Klänge der Harfe ertönten erneut, als das Wesen mit geschlossenen Augen die Saiten zupfte. Vorsichtig tastete sich Gracia weiter vor, und so schien es als ob die Sirene sie zu erst nicht bemerken würden. Immer näher kommend öffnete die Sirene plötzlich ihre Augen. Vom Schreck jemanden zu sehen zuckte die feine Hand der Sirene unkontrolliert für ein paar Noten über die Harfe. Schrill erklangen die Töne, gar schrecklich und unnatürlich wirkten sie, und so wurde Gracia von diesem magischen Klang in Halluzinationen gerissen. Der Zustand währte aber nicht lange. Nun die Aufmerksamkeit voll auf Gracia gezogen bewegte sich die Sirenenkönigin auf sie zu. Zischelnd erklang ihr Name, dabei huschte das Wesen immer wieder auf dem Wasser hin und her. Aufmerksam und vorsichtig zu gleich erhob Gracia ihre Stimme: Was willst du von mir, Sirena?“. Als antwort erhielt sie erneut nur ein zischeln. Einen Augenblick später bewegte die Sirene ihre Hand und Gracia erstarrte. Sie konnte sich nicht mehr bewegen. Gefangen wie in einer Falle war sie Hilflos, und wäre es ihr in diesem Moment möglich gewesen so hätte sie aufgeschrienen, und wäre geflüchtet. Stattdessen musste sie Bewegungsunfähig da stehen und voller schrecken auf eine Maske blicken die aus dem Wasser stieg und in Richtung ihres Mundes schwebte. Einen Wimpernschlag später saß diese bereits auf ihrem Mund, und ihr war es nicht möglich zu Atmen. Die Sirenenkönigin tauchte ab und war weg. Ein quälend langer Moment stand Gracia alleine da, und sie dachte es sei um sie geschehen. Eine Falle, die tödlich zugeschnappt hat, und sie nicht mehr her gibt.
Zum Glück erwies sich dieser tragischer Gedankengang als fehltritt, denn schon einen weiteren Augenblick später tauchte das Unterwasserwesen wieder mit tosen aus dem Wasser auf und umschlang Gracia an der Hüfte, um sie mit sich Unterwasser zu ziehen. Die Erleichterung war groß als sie endlich wieder atmen konnte, und tief die „Luft“ in ihre Lungen zog. Die Sirene bedeutete ihr sich hinzusetzen und zeitgleich erhoben sich aus dem Untergrund Steine und sonstiges Getier der Unterwasserwelt.
[img]http://www.fotos-hochladen.net/unterwasserweltg1q4jhc3.jpg[/img]
Diesmal deutlicher sprechend zischte die Sirene: „Graciaaa, ich, die Königin des Meeres und die Hüterin der Geheimnisse. Ich habe eines für dich, was ich dir Preisgeben würde. Du weißt sicher welches ich meine...“. Kurz herrschte Stille, und nur das rauschen des Wassers war zu hören, als die Sirene nach einer kurzen Pause weiter sprach. „... dein Vater“
Gracias Augen leuchteten voller Hoffnung auf. Sie würde erfahren wer ihr Vater ist. Noch besser, er war sogar noch am Leben. Bereits als Kind war es ihr sehnlichster Wunsch gewesen zu erfahren wer dieser war. Als Waise aufgewachsen unter der Hand von Madame Minfay in dem Freudenhaus auf la Cabeza, löcherte sie ihre Ziehmutter immer wieder nach diesem einen Thema. Doch jahrelang brachte es nichts und sie erhielt nie eine Antwort, bis sie es schließlich aufgab. Und Plötzlich heute, Jahre nachdem sie den Gedanken schon zur Seite geschoben hatte bot sich Gracia die Möglichkeit. Voller Neugier und Vorfreude, endlich das Geheimnis lüften zu können, nickte sie rasch. Die Sirene wand sich von ihr ab und schwamm auf eine Wand zu. Jene wirkte wie ein Regal, denn dieses war gefüllt mit hunderten Luftblasen. Die Sirene erklärte ihr, das ein jede Blase ein Geheimnis barg und dort auch ihres sei. Sie würde es ihr aushändigen, doch solle dies nicht umsonst sein. Der Preis würde hoch sein, und nachdem sie Seele von Gracia nicht mehr in Frage kam, da diese bereits an wen anderes verkauft wurde, unterbreitete ihr die Sirene ein anderes Angebot. Es war ihr klar, dass sie es annehmen musste. Hatte sie denn eine andere Wahl?
„Einmal in jedem folgendem Jahr, für zehn Stunden, wirssst du mir deinen Körper leihen mit diesen Stelzen. Ich werde deine Gedanken kontrollieren, und du musssst meinem Willen gehorchen, Gracsssia“, hallte die gurrende Stimme der Sirenenkönigin wieder.
Sie zögerte kurz ob des Preises, doch welches Mädchen würde ‚nein’ sagen, wenn sie das erfahren könnte was Gracia gerade im Inbegriff war zu erfahren.
Mit einem Handschlag besiegelten die beiden den außergewöhnliche Packt.
Die Sirene tippte an die Blase und diese begann sich heftig zu bewegen und stieg sprudelnd gen Oberfläche auf, doch im nächsten Moment wurde Gracia auch schon schwarz vor Augen und entglitt in die Bewusstlosigkeit.
Später als sie wieder aufwachte, befand sie sich am Strand von la Cabza. Langsam bewegten sich die Wellen in der Brandung und nässten ihre Füße. Flatternd öffneten sich ihre Augen. Ihr erster Gedanke war, dass sie um die Antwort betrogen wurde von der der Unterwasserkönigin. Jedoch den Gedanken nicht ganz zu Ende gebracht entsandt das Wasser eine kleine Schlange. Aalförmig schwamm jene aus dem Wasser und schlängelte über den feuchten Sand. Die Spur die die Schlange nach sich zog war keine einfache, denn folgendes war für wenige Sekunden zu lesen ehe die nächste sanft anrollende Welle wieder alles wegspülte: Raul Vincente Perera
[img]http://www.fotos-hochladen.net/raulum8af1yc.jpg[/img]
Ungläubig weitete Gracia ihre Augen. Das konnte nicht sein! Der König der Piraten - ’el Capitano war ihr Vater! Monate lang segelte sie unter ihm als sein erster Maat auf der Toro de Muerte, ohne auch nur ein Funke davon gewusst zu haben. Schüttelnd bewegt sie ihren Kopf um wieder Ordnung in ihre Gedanken zu bringen. Das konnte doch alles nicht Wahr sein!
Doch ob Gracia wollte oder nicht, dem war so. Etwas prickelte auf ihrem rechten Unterarm. Kleine schwarze Punkte bildeten sich auf der Haut, dabei ein juckendes Gefühl hinterlassend. Die Punkte waren ohne Anordnung oder bestimmtes Schema, doch ein jeder der bereits mit den Sirenen zu tun hatte, wusste was dies bedeuten würde. Eine Erinnerung an den Preis und an den Pakt der geschlossen wurde - dieses skurrile Siegel der Sirenenkönig bewies es.
Noch etwas zerstreut von den erlebten Ereignissen setzte sie ihre Füße in Bewegung und marschierte über den Stand von la Cabza. Den Weg zurück einschlagend zu Ambrosios Taverne, in der Hoffnung Perera irgendwann die Tage über den Weg zu laufen, bildete sich nur einziger Gedanke: Er war ihr Vater, der König der Piraten. Ein sardonisches lächeln umspielte ihre Lippen als sie dachte: ...bin ich nun also die Princesa der Piraten?
Der Tag begann genauso üblich wie jeder andere auch. Das einzige besondere war, das Gracia sich entschlossen hatte mal wieder eine Schmucklerhöhlen der Bruderschaft der Küste aufzusuchen, um das Lager und dessen Bestand zu überprüfen. Doch es sollte an diesem Abend alles anders kommen als erwartet.
Sie war gerade in die Höhle geschlüpft, als ihr sofort was Seltsames auffiel. In der Höhle erklang Musik. Fein gezupfte Harfenklänge hallten aus der Ferne wieder und echoten durch das dunkle Gewölbe. Den Tönen langsam folgend, bahnte sich Gracia den Weg durch die verzweigten, durchaus tückisch angelegten, Tunnel. Ein eigenartiges Gefühl überkam sie, auch wenn die Melodie stets fröhlich und aufmuntern klang, so waren die Geräusche des verdächtig plätschernden Wasser umso auffälliger.
Nach wenigen Minuten durch die Dunkelheit, dabei der immer lauter werdenden Musik folgend, erreichte sie den kleinen Unterirdischen See, woher die Höhle auch ihren Namen hatte: Die Grüne Grotte.
[img]http://www.fotos-hochladen.net/gruenegrotteu8yfjcn1.jpg[/img]
Wieder erklang das Plätschern, und aus dem grünen Wasser glitt anmutig eine Sirene empor, die sich auf einem Stein in der Mitte des Sees niederließ. Die Klänge der Harfe ertönten erneut, als das Wesen mit geschlossenen Augen die Saiten zupfte. Vorsichtig tastete sich Gracia weiter vor, und so schien es als ob die Sirene sie zu erst nicht bemerken würden. Immer näher kommend öffnete die Sirene plötzlich ihre Augen. Vom Schreck jemanden zu sehen zuckte die feine Hand der Sirene unkontrolliert für ein paar Noten über die Harfe. Schrill erklangen die Töne, gar schrecklich und unnatürlich wirkten sie, und so wurde Gracia von diesem magischen Klang in Halluzinationen gerissen. Der Zustand währte aber nicht lange. Nun die Aufmerksamkeit voll auf Gracia gezogen bewegte sich die Sirenenkönigin auf sie zu. Zischelnd erklang ihr Name, dabei huschte das Wesen immer wieder auf dem Wasser hin und her. Aufmerksam und vorsichtig zu gleich erhob Gracia ihre Stimme: Was willst du von mir, Sirena?“. Als antwort erhielt sie erneut nur ein zischeln. Einen Augenblick später bewegte die Sirene ihre Hand und Gracia erstarrte. Sie konnte sich nicht mehr bewegen. Gefangen wie in einer Falle war sie Hilflos, und wäre es ihr in diesem Moment möglich gewesen so hätte sie aufgeschrienen, und wäre geflüchtet. Stattdessen musste sie Bewegungsunfähig da stehen und voller schrecken auf eine Maske blicken die aus dem Wasser stieg und in Richtung ihres Mundes schwebte. Einen Wimpernschlag später saß diese bereits auf ihrem Mund, und ihr war es nicht möglich zu Atmen. Die Sirenenkönigin tauchte ab und war weg. Ein quälend langer Moment stand Gracia alleine da, und sie dachte es sei um sie geschehen. Eine Falle, die tödlich zugeschnappt hat, und sie nicht mehr her gibt.
Zum Glück erwies sich dieser tragischer Gedankengang als fehltritt, denn schon einen weiteren Augenblick später tauchte das Unterwasserwesen wieder mit tosen aus dem Wasser auf und umschlang Gracia an der Hüfte, um sie mit sich Unterwasser zu ziehen. Die Erleichterung war groß als sie endlich wieder atmen konnte, und tief die „Luft“ in ihre Lungen zog. Die Sirene bedeutete ihr sich hinzusetzen und zeitgleich erhoben sich aus dem Untergrund Steine und sonstiges Getier der Unterwasserwelt.
[img]http://www.fotos-hochladen.net/unterwasserweltg1q4jhc3.jpg[/img]
Diesmal deutlicher sprechend zischte die Sirene: „Graciaaa, ich, die Königin des Meeres und die Hüterin der Geheimnisse. Ich habe eines für dich, was ich dir Preisgeben würde. Du weißt sicher welches ich meine...“. Kurz herrschte Stille, und nur das rauschen des Wassers war zu hören, als die Sirene nach einer kurzen Pause weiter sprach. „... dein Vater“
Gracias Augen leuchteten voller Hoffnung auf. Sie würde erfahren wer ihr Vater ist. Noch besser, er war sogar noch am Leben. Bereits als Kind war es ihr sehnlichster Wunsch gewesen zu erfahren wer dieser war. Als Waise aufgewachsen unter der Hand von Madame Minfay in dem Freudenhaus auf la Cabeza, löcherte sie ihre Ziehmutter immer wieder nach diesem einen Thema. Doch jahrelang brachte es nichts und sie erhielt nie eine Antwort, bis sie es schließlich aufgab. Und Plötzlich heute, Jahre nachdem sie den Gedanken schon zur Seite geschoben hatte bot sich Gracia die Möglichkeit. Voller Neugier und Vorfreude, endlich das Geheimnis lüften zu können, nickte sie rasch. Die Sirene wand sich von ihr ab und schwamm auf eine Wand zu. Jene wirkte wie ein Regal, denn dieses war gefüllt mit hunderten Luftblasen. Die Sirene erklärte ihr, das ein jede Blase ein Geheimnis barg und dort auch ihres sei. Sie würde es ihr aushändigen, doch solle dies nicht umsonst sein. Der Preis würde hoch sein, und nachdem sie Seele von Gracia nicht mehr in Frage kam, da diese bereits an wen anderes verkauft wurde, unterbreitete ihr die Sirene ein anderes Angebot. Es war ihr klar, dass sie es annehmen musste. Hatte sie denn eine andere Wahl?
„Einmal in jedem folgendem Jahr, für zehn Stunden, wirssst du mir deinen Körper leihen mit diesen Stelzen. Ich werde deine Gedanken kontrollieren, und du musssst meinem Willen gehorchen, Gracsssia“, hallte die gurrende Stimme der Sirenenkönigin wieder.
Sie zögerte kurz ob des Preises, doch welches Mädchen würde ‚nein’ sagen, wenn sie das erfahren könnte was Gracia gerade im Inbegriff war zu erfahren.
Mit einem Handschlag besiegelten die beiden den außergewöhnliche Packt.
Die Sirene tippte an die Blase und diese begann sich heftig zu bewegen und stieg sprudelnd gen Oberfläche auf, doch im nächsten Moment wurde Gracia auch schon schwarz vor Augen und entglitt in die Bewusstlosigkeit.
Später als sie wieder aufwachte, befand sie sich am Strand von la Cabza. Langsam bewegten sich die Wellen in der Brandung und nässten ihre Füße. Flatternd öffneten sich ihre Augen. Ihr erster Gedanke war, dass sie um die Antwort betrogen wurde von der der Unterwasserkönigin. Jedoch den Gedanken nicht ganz zu Ende gebracht entsandt das Wasser eine kleine Schlange. Aalförmig schwamm jene aus dem Wasser und schlängelte über den feuchten Sand. Die Spur die die Schlange nach sich zog war keine einfache, denn folgendes war für wenige Sekunden zu lesen ehe die nächste sanft anrollende Welle wieder alles wegspülte: Raul Vincente Perera
[img]http://www.fotos-hochladen.net/raulum8af1yc.jpg[/img]
Ungläubig weitete Gracia ihre Augen. Das konnte nicht sein! Der König der Piraten - ’el Capitano war ihr Vater! Monate lang segelte sie unter ihm als sein erster Maat auf der Toro de Muerte, ohne auch nur ein Funke davon gewusst zu haben. Schüttelnd bewegt sie ihren Kopf um wieder Ordnung in ihre Gedanken zu bringen. Das konnte doch alles nicht Wahr sein!
Doch ob Gracia wollte oder nicht, dem war so. Etwas prickelte auf ihrem rechten Unterarm. Kleine schwarze Punkte bildeten sich auf der Haut, dabei ein juckendes Gefühl hinterlassend. Die Punkte waren ohne Anordnung oder bestimmtes Schema, doch ein jeder der bereits mit den Sirenen zu tun hatte, wusste was dies bedeuten würde. Eine Erinnerung an den Preis und an den Pakt der geschlossen wurde - dieses skurrile Siegel der Sirenenkönig bewies es.
Noch etwas zerstreut von den erlebten Ereignissen setzte sie ihre Füße in Bewegung und marschierte über den Stand von la Cabza. Den Weg zurück einschlagend zu Ambrosios Taverne, in der Hoffnung Perera irgendwann die Tage über den Weg zu laufen, bildete sich nur einziger Gedanke: Er war ihr Vater, der König der Piraten. Ein sardonisches lächeln umspielte ihre Lippen als sie dachte: ...bin ich nun also die Princesa der Piraten?