Feyja's kleine Welt
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Feyja Larou
Feyja's kleine Welt
Gelangweilt hockte sie im Wald. Ihre Schwester war gerade nicht aufzufinden und so recht wusste sie nicht was sie nun tun sollte. Schließlich entschied sie sich durch das Fischerdorf zu streifen, vielleicht fand sich dort ja etwas zu Essen, oder ihre Schwester. Denn die im Wald zu finden war unmöglich. Bald schon entdeckte sie auch eines der grünen Schilder. Sie mochte die Schilder, denn das bedeutet in den meisten Fällen etwas zu essen oder zumindest etwas Interessantes. Rasch hatte sie auch an der Klingel gezupft und ein kleiner Mann öffnete ihr. Nachdem sie sich neugierig umgeblickt hatte fand sie auch etwas Interessantes. Eine komische Pflanze erweckte ihre Aufmerksamkeit. So eine hatte sie noch nie gesehen. Neugierig stupste sie mit dem Finger dagegen, um überrascht zurückzuzucken. Ein Stachel hing in ihrem Finger. Die Pflanze hatte sie angegriffen! Irgendwie.. Sie mochte die Pflanze plötzlich nicht mehr. Gerade als sie den Finger verarztete, in den Mund stecken und dran lutschen bis er nicht mehr wehtat, hörte sie draußen ihre Schwester rufen. Sogleich flitzte sie zur Türe und krachte fast dagegen. Abgeschlossen. Dem kleinen Mann klar zu machen, dass ihre Schwester draußen war, war ziemlich mühselig. Er stand nur da und hatte die Arme vor der Brust verschränkt. Verstand er denn nicht? Draußen war ihre Schwester. Er musste sie doch hören…. Schließlich öffnete er doch und ihre Schwester kam auch in die kleine Schmiede. Leider hatte sie tatsächlich einen Schmied gesucht, und so kümmerte sie sich eine Weile nicht um Feyja. Doch da hatte sie auch schon Wasser entdeckt. Wenn man das in eine Esse schüttete, dann dampfte und zischte das. Das wusste sie. Und schon schöpfte sie Wasser und ließ es zischen. Entzückt grinste sie auf. Das mochte sie. Das war lustig.
Der Schmied hämmerte eine Weile auf der glänzenden Klinge herum, dann gab er sie Marye wieder. Irgendetwas schien ihr jedoch zu missfallen und sie brummelte. Feyja mochte nicht wenn Marye brummelt. Warum sie brummelte verstand sie auch nicht, und so tapste sie nur zu ihr, lächelte ihr freundlich zu und legte die Hand auf Maryes Arm. Vielleicht beruhigte sie sich ja so wieder. Sie wusste zumindest nicht was sie sonst machen könnte. Nach einer Weile gingen sie dann auch und Marye brummelte noch eine Weile weiter. Irgendwann hörte sie jedoch auf. Da ging es Fey gleich viel besser.
Als nächstes besuchten sie den Hof in Bajard. Da wohnte eine nette Frau. Das erste Gespräch ging weit an Feyja vorbei. Sie verstand kein Wort. Irgendetwas über ‚auf dem Rücken liegen’ und ‚wie ein Käfer strampeln’. Die Frau war doch kein Käfer. Käfer waren klein und knusperten wenn man drauf herumkaute. So nutzte sie die Zeit und schaut sie ich Garten um. Sie mochte Bauernhöfe, da fühlte sie sich wohl. Schließlich sagte die Frau, Lairja hieß sie wohl, das es kalt draußen wäre und sie reingehen sollten. Feyja fand es zwar nicht besonders kalt, schließlich hatte sie ja nun Schuhe an, aber war froh endlich etwas zu tun, und flitzte prompt los. Als sie dann in den Raum trat, blieb ihr erst einmal der Atem weg. Der ganze Raum war voll gestellt mit Pflanzen. Nun war sie kein Mensch vieler Worte, dennoch war sie geradezu überwältigt. Sie huschte von einer Pflanze und schnupperte daran, streichelte die Pflanzen und war im Blumenhimmel. Plötzlich fühlte sie sich an ihre Mutter erinnert. Sie hatte auch Pflanzen gehabt, und Feyja durfte sie manchmal gießen, tote Blätter abzupfen und sie kritisch betrachten, um Parasiten zu entdecken und mit stinkenden Tinkturen wegzumachen. Und hier waren auch überall duftende Sträucher und Blumen. Fast hätte sie angefangen zu weinen. Komisch, sie war doch gar nicht traurig. Eher ziemlich zufrieden und glücklich. Am liebsten hätte sie die Bäuerin umarmt und ihr gesagt, dass sie hier einzieht. Doch das tat sie natürlich nicht. Als ihre Schwester dann darum bat einige Pflanzen mitnehmen zu dürfen, wäre sie fast hochgesprungen vor Freude. Aber dann hätte sie vielleicht etwas umgeworfen. Und dann wären die Pflanzen traurig, die Bäuerin traurig und Feyja auch. Da hüpfte sie lieber nicht. Kurz berieten sich die drei noch wie man die Pflanzen nach Hause bekäme, und ob diese in ihrer Wohnhöhle überhaupt gedeihen würden. Das Licht war dort nicht so besonders gut. Und das Pflanzen Licht brauchten wusste ja jeder. Schließlich hatte sie einen Geistesblitz und zog einen dieser nicht besonders Gutschmeckenden Pilze aus ihrer Gürteltasche. Die waren lustig, man kaute darauf herum und es wurde um einen herum Hell. Das könnte man bestimmt den Pflanzen geben und dann wurde es um sie herum auch Hell. Aber die anderen beiden fanden die Idee nicht so Gut. Der Pilz wurde weggesteckt. Kurz war sie ein wenig enttäuscht, dass ihre tolle Idee nicht den erhofften erfolg gebracht hatte. Doch dann waren da wieder überall die Pflanzen, ihre Schwester, und die nette Käferfraubäuerin, da konnte sie nicht schmollen. Und außerdem würde sie doch ein paar der Pilze zerkleinern und zu den Pflanzen stecken. Und wenn sie dann Gut wuchsen weil sie genügen Licht hatten, dann wusste sie ja das es geklappt hatte. Die beiden Schwestern verabschiedeten sich freundlich und machten sich auf den Heimweg.
Dort wurden erst einmal Plätze für die Pflänzchen gesucht. Das Licht war leider weniger als erhofft, und so mussten ein paar neue Löcher in der Decke her. Natürlich nicht zu große. Es sollte ja nicht reinregnen und die Wärme entschwinden. Daher überlies Feyja es Marye, die geeigneten Stellen zu suchen. Beim Löchermachen half sie dann wieder mit. Als ihre Höhle dann im warmen Gelb erschien, war sie rundum zufrieden. Überall standen Pflanzen, wobei mehr natürlich auch nicht geschadet hätten, es war Gut ausgeleuchtet und ihre Schwester war da. Zufrieden und doch erschöpft krabbelte sie schließlich in die Felle. Die beiden kuschelten sich aneinander und schon rasch war sie eingeschlafen. Sie dachte noch eine Weile an ihre Mutter. Lange war sie alleine gewesen. Unbewusst drückte sie sich enger an ihre Schwester. Nun nicht mehr.
Aufwachen tat sie dann, weil irgendetwas sie kitzelte. Sie liebte es gekitzelt zu werden, das fühlte sich lustig an und man bekam immer sogleich gute Laune. Da sie eigentlich immer Gut gelaunt war, bekam sie durchs Kitzeln noch viel bessere. So geweckt zu werden war zwar ein bisschen gemein, aber doch recht angenehm. Doch danach sagte Marye etwas, das ihr weniger gefiel. Baden… Sie konnte doch nicht richtig Schwimmen, und außerdem war sie gar nicht so dreckig. Erst steckte sie nur den Kopf ins Wasser, in der Hoffnung, es würde genügen. Doch leider galt dies wohl nicht. Erst als Marye schon im Wasser war, folgte auch sie. So konnte ihre Schwester sie retten wenn sie ertrinken würde. Ihre Schwester öffnete ein kleines Fläschchen. Das roch lecker. Wie im Nadelwald. Auch wenn es sie im Nadelwald oft piekste, weil die Tannennadeln überallhin gelangen, mochte sie den Geruch. Neugierig verfolgte sie wie ihr das Haar mit der Leckerriechenden Flüssigkeit eingerieben wurde. Eine Kostprobe ergab aber jedoch dass es nur Gut roch. Schmecken tat es weitaus weniger. So wurde sie dann doch sauber und ließ sich auch widerwillig abtrocknen. Dabei trocknete das doch von alleine irgendwann. Und da sie Schuhe anhatte war es bestimmt auch nicht zu kalt draußen. Dann versorgten die Beiden noch die Tiere und huschten schließlich aus dem Lager.
Eine Schifffahrt später waren sie in einer dieser Steinstädte. Berggarten oder so. Hier war sie noch nie gewesen. Neugierig umherschauend und Dicht bei Marye bleibend ging sie zu einem riesigen Haus. Da war ein grünes Schild. Sie mochte die Schilder. Doch ehe sie an der Klingel zupfen konnte, dann bimmelte es irgendwo im Haus, war ihre Schwester auch schon in dem Gebäude verschwunden. Enttäuscht brummte sie auf und schloss rasch zu Marye auf. Alleine wollte sie nicht in dieser komischen Steinstadt im freien bleiben. Im inneren gab es erst einmal einiges zu betrachten. Ein Handelshaus hatte viel Interessantes. So besah und beschnupperte sie die Auslagen. Als ihr Name fiel horchte sie auf. Und der Aufforderung ihrer Schwester, der anderen Frau ihr Armband zu zeigen, kam sie gleich nach. Sie mochte das Armband. Da stand ihr Name drauf. Außerdem waren da auch kleine Blumen und Ranken in die Schrift eingearbeitet. Marye wollte auch so eines, mit ihrem Namen drauf. Das gefiel ihr. Dann hatten sie nicht nur beide einen Zopf, den gleichen Nachnamen, sondern auch noch ein gleiches Armband. Nur mit eben einem anderen Namen. Als die Begutachtung ihres Armbands vorüber war, deutete sie noch auf eines der ausgelegten Kissen. So eines wollte sie haben. Da konnte man seine Schätze drauf lagern. Daher nahm sie auch zuerst das größte, denn da passte ja schließlich am meisten drauf. Doch ein zweites nahm sie auch noch. Das sah hübscher aus. Eines für sie, eines für ihre Schätze. Das war fair fand sie. Weil sie Hunger hatte, versuchte sie dies der Frau irgendwie begreiflich zu machen. Doch leider gab es nichts zu Essen als sie es dann verstanden hatte. Immerhin wurde ihr gesagt wo es welches gab. So verabschiedeten sich die beiden und gingen ein wenig weiter in die Stadt hinein.
Bald kamen sie an ein anderes großes Haus. Das hatte auch ein grünes Schild. Sie mochte die grünen Schilder. Im inneren blieb sie erst einmal hinter ihrer Schwester. Neugierig wurde der Raum gemustert. Hier waren mehr Menschen als in dem anderen Haus. Dafür roch es nach Essen. Die beiden Schwestern setzten sich an einen der Tische. Feyja fand den Stuhl jedoch unbequem. Doch als sie sich vor den Kamin setzte, folgte Marye ihr nicht weiter. Sie erzählte irgendetwas von ‚singen’. Singen? Was hatte denn der Kamin damit zu tun? Außerdem würde sie ganz bestimmt nicht singen. Das wusste Marye aber sehr wohl. Kurz blieb sie aus trotz da sitzen, und hoffte ihre Schwester käme doch noch. Doch sie kam nicht. Und alleine wollte Feyja auch nicht da sitzen. Also tapste sie wieder zu ihr und kletterte auf den Stuhl. Das gebrachte Getränk war lecker. Was das war wusste sie nicht, aber es schmeckte äußerst Gut. Die Suppe wurde zwar auch recht schnell geleert, aber die schmeckte weniger Gut als das Getränk. Außerdem machte sie nicht Satt. Wasser und Suppe löschten ja nur den Durst. Als ihre Schwester sie auf den Löffel aufmerksam machte, legte sie ihn artig in die Suppenschale. Warum das notwendig war verstand sie nicht. Aber sie freute sich immer wenn sie Marye einen gefallen tuen konnte. Und einen nervigen Löffel in der Suppe zu haben, während man diese schlürft, war das Wert. Die Frau, die das Essen gebracht hatte, kam wieder zu den beiden. Rasch machte Feyja klar, das sie doch gerne etwas zu beißen hätte. Und das wurde ihr dann auch gebracht. Außerdem eines der leckeren warmen Getränke. Gierig riss sie Fleisch aus dem Braten und steckte es sich in den Mund. Schmatzend und zufrieden kaute sie kurz, schlang es herunter, und machte sich über das nächste Stück her. Das ihre Schwester sich etwas von dem Teller stibitze war in Ordnung. Aber als dann der Mann kam, da wurde sie misstrauisch. Das war doch ihres. Der sollte sich eigenes holen. Den Arm schützend um den Teller legen und den Mann genaustens beobachtend aß sie rasch weiter. Er hatte offensichtlich nicht vor ihr Essen zu klauen, doch sicher war sicher. Vielleicht hatte ja auch nur Angst bekommen, weil sie so aufmerksam war. Erst als der Teller geleert war, legte sich ihr misstrauen. Eigentlich war er ja ganz nett. Und er kannte ihre Schwester. Und die hatte wohl nichts gegen ihn. Also hatte Feyja auch nichts gegen ihn. Marye und der Mann unterhielten sich eine Weile, dann ging er wieder. Dann teilte ihre Schwester ihr mit, sie sucht noch einmal den Schmied. Zuerst gefiel ihr das ja gar nicht und sie wollte mit. Aber Marye kannte den Mann und eine Frau, die auch kurz bei ihnen gewesen war. Und die beiden waren ja auch nett gewesen. So entschied sie sich hier zu bleiben. Außerdem hatte sie ja ihren kleinen Dolch. Und Marye würde sie nie alleine lassen, wenn hier Gefahr drohen würde. Doch am Tisch alleine war es ihr langweilig, so tapste sie zu der Frau die leckere Sachen brachte.
Die stritt mit einem kleinen dicken Mann. Also wartete sie. Dann deutete sie wehleidig blickend auf die leere Tasse. Die Frau verstand ihren Kummer und schon bald hielt sie eine neue Tasse in der Hand. Mit dieser ging sie zum großem Tisch. Da waren der Mann von eben, neben den sie sich auch setzte, und noch zwei andere. Der eine, ihr gegenüber, saß ganz Steif da. Das musste doch unbequem sein. Sie setzte sich kurz auch so hin, und es war unbequem. Allerdings war es recht schwierig ihn zu Fragen, wieso er da so saß. Und quer über den Tisch ging das schon gar nicht. Also nahm sie ihre Tasse, mittlerweile nur noch halbvoll, und tapste zu ihm hinüber. Sie mochte ihn irgendwie. Aber verstanden tat sie nicht genau. Sie gestikulierte eine Weile, bis er verstand was sie eigentlich wollte. Dann sagte er irgendetwas von ‚hohen Herren’. Ein blick durch den Raum zeigte aber das hier keine besonders großen Männer waren. Sicher, für Feyja waren alle groß, bis auf der Dicke am Tresen, aber sie war ja auch klein. Immerhin entspannte sich der Mann nun ein wenig. Das war ja schon etwas. Sonst tat ihm nachher noch der Rücken weh. Das war nicht schön, Rückenschmerzen zu haben. Und das war Dumm welche zu haben, weil man da sitzt als wäre man ein Stein, weil man sich vor großen Männern fürchtet, die ja gar nicht da waren. Er war ja immerhin selbst recht groß. Freundlich bot sie ihm die lauwarme heiße Schokolade an. Wenn er das trinken würde bekäme er sicher besser Laune. Das war lecker. Und was lecker ist, macht Gute Laune. Doch er wollte sie nicht. Dann trank sie die Tasse selbst leer. War er ja selbst Schuld. Als ihre Schwester wiederkam huschte sie sofort leise kichernd weg. Eine Ecke mit Sitzgelegenheiten bot ihr allerdings nicht viele Versteckmöglichkeiten. So nutzte sie eines der Sitzkissen als Versteck, indem sie es sich einfach vors Gesicht hielt. Das war lustig, so würde sie sicher nicht direkt gefunden. Kichernd lauschte sie was nun passiert. Doch die Neugierde war bald zu groß, so musste sie auch am Kissen vorbeilinsen. Marye krabbelte gerade auf dem Boden herum und unter den Tisch. Aber da war sie ja gar nicht. Triumphierend hockte sie weiter hinter dem Kissen und kicherte. Leider musste sie das ‚ums-Kissen-spähen’ verraten haben, denn schließlich fand Marye sie. Doch das stellte sich rasch als gar nicht mal so Schlecht heraus. Als sie nun ausgekitzelt wurde, ging es ihr gleich noch besser. So kicherte sie und wand sich eine Weile. Doch irgendwann hörte Marye einfach auf. Wie frech, dabei war sie doch noch gar nicht Fertig gewesen mit lachen. Schnell huschte sie zu ihr. Der Mann von eben stand wieder steif da und war wohl ein wenig durcheinander. Feyja versuchte seinen Namen zu erfahren, das war gar nicht so leicht. Schließlich hielt sie ihm ihr Armband hin. Doch leider verstand er nicht was sie wollte, stattdessen wollte er nach ihr greifen. Erschrocken zuckte sie zurück. Das durfte er nicht. Das mochte sie nicht. Doch er war ebenso überrascht. Etwas tun wollte er ihr wohl nicht. Gut so. Ihre Schwester und er unterhielten sich kurz, dann meinte ein Mann der noch am Tisch saß etwas zum Mann der da so steif stand. Das musste doch so unbequem sein. Er nuschelte etwas von ‚Waffen’ und ‚Erlaubnis’ und deutete auf... sie? Was hatte Feyja denn mit Waffen zu tun? Und was für eine Erlaubnis? Die Erklärungen brachten ihr auch keine neuen Erkenntnisse, sondern verwirrten sie nur noch weiter. Irgendetwas stimmte wohl nicht mit ihrem Köcher. Aber was? Irgendwann nahm sie ihn verwirrt ab. Sie versuchte ihrem Gegenüber begreiflich zu machen das dieser dazu da war, damit sie im Wald nicht verhungerte. Die wenigsten Tiere dienten schließlich freiwillig als Nahrung. Und nur Gemüse und Käfer und so waren auf Dauer auch nicht besonders schön. Als sie ihm den Köcher dann reichen wollte, wollte er ihn plötzlich nicht mehr. Jetzt verstand sie gar nichts mehr. Erst darf sie ihn nicht haben, und jetzt doch? Hilfesuchend blickte sie zu ihrer Schwester. Diese beschloss dann das sie gehen. Da hatte sie nun nichts mehr gegen. Das war ihr zuviel geworden. Der Köcher wurde wieder umgehangen. Ihre Schwester war schon etwas vorgegangen. Sie winkte dem Mann der recht nervös war und flitzte los. Doch rasch bleib sie neben ihm wieder stehen. Sie wollte ja noch seinen Namen wissen. Und eben hatte er nicht verstanden was sie wollte. Diesmal ging es schneller. Nachdem er ihr den Namen genannt hatte, und sich so lustig verbeugt hatte, sie mochte das, flitzte sie wieder zu ihrer Schwester. Die beiden verließen das Gasthaus, verließen die Stadt und verschwanden im Wald. Diesen Wald kannte sie auch noch nicht so Gut. Doch bald fanden sie eine Mulde. Es war recht eng und unbequem, und das Bad von heute würde mit Sicherheit bald schon umsonst gewesen sein, aber es genügte. Eng aneinander gekuschelt schliefen sie beide rasch ein.
Der Schmied hämmerte eine Weile auf der glänzenden Klinge herum, dann gab er sie Marye wieder. Irgendetwas schien ihr jedoch zu missfallen und sie brummelte. Feyja mochte nicht wenn Marye brummelt. Warum sie brummelte verstand sie auch nicht, und so tapste sie nur zu ihr, lächelte ihr freundlich zu und legte die Hand auf Maryes Arm. Vielleicht beruhigte sie sich ja so wieder. Sie wusste zumindest nicht was sie sonst machen könnte. Nach einer Weile gingen sie dann auch und Marye brummelte noch eine Weile weiter. Irgendwann hörte sie jedoch auf. Da ging es Fey gleich viel besser.
Als nächstes besuchten sie den Hof in Bajard. Da wohnte eine nette Frau. Das erste Gespräch ging weit an Feyja vorbei. Sie verstand kein Wort. Irgendetwas über ‚auf dem Rücken liegen’ und ‚wie ein Käfer strampeln’. Die Frau war doch kein Käfer. Käfer waren klein und knusperten wenn man drauf herumkaute. So nutzte sie die Zeit und schaut sie ich Garten um. Sie mochte Bauernhöfe, da fühlte sie sich wohl. Schließlich sagte die Frau, Lairja hieß sie wohl, das es kalt draußen wäre und sie reingehen sollten. Feyja fand es zwar nicht besonders kalt, schließlich hatte sie ja nun Schuhe an, aber war froh endlich etwas zu tun, und flitzte prompt los. Als sie dann in den Raum trat, blieb ihr erst einmal der Atem weg. Der ganze Raum war voll gestellt mit Pflanzen. Nun war sie kein Mensch vieler Worte, dennoch war sie geradezu überwältigt. Sie huschte von einer Pflanze und schnupperte daran, streichelte die Pflanzen und war im Blumenhimmel. Plötzlich fühlte sie sich an ihre Mutter erinnert. Sie hatte auch Pflanzen gehabt, und Feyja durfte sie manchmal gießen, tote Blätter abzupfen und sie kritisch betrachten, um Parasiten zu entdecken und mit stinkenden Tinkturen wegzumachen. Und hier waren auch überall duftende Sträucher und Blumen. Fast hätte sie angefangen zu weinen. Komisch, sie war doch gar nicht traurig. Eher ziemlich zufrieden und glücklich. Am liebsten hätte sie die Bäuerin umarmt und ihr gesagt, dass sie hier einzieht. Doch das tat sie natürlich nicht. Als ihre Schwester dann darum bat einige Pflanzen mitnehmen zu dürfen, wäre sie fast hochgesprungen vor Freude. Aber dann hätte sie vielleicht etwas umgeworfen. Und dann wären die Pflanzen traurig, die Bäuerin traurig und Feyja auch. Da hüpfte sie lieber nicht. Kurz berieten sich die drei noch wie man die Pflanzen nach Hause bekäme, und ob diese in ihrer Wohnhöhle überhaupt gedeihen würden. Das Licht war dort nicht so besonders gut. Und das Pflanzen Licht brauchten wusste ja jeder. Schließlich hatte sie einen Geistesblitz und zog einen dieser nicht besonders Gutschmeckenden Pilze aus ihrer Gürteltasche. Die waren lustig, man kaute darauf herum und es wurde um einen herum Hell. Das könnte man bestimmt den Pflanzen geben und dann wurde es um sie herum auch Hell. Aber die anderen beiden fanden die Idee nicht so Gut. Der Pilz wurde weggesteckt. Kurz war sie ein wenig enttäuscht, dass ihre tolle Idee nicht den erhofften erfolg gebracht hatte. Doch dann waren da wieder überall die Pflanzen, ihre Schwester, und die nette Käferfraubäuerin, da konnte sie nicht schmollen. Und außerdem würde sie doch ein paar der Pilze zerkleinern und zu den Pflanzen stecken. Und wenn sie dann Gut wuchsen weil sie genügen Licht hatten, dann wusste sie ja das es geklappt hatte. Die beiden Schwestern verabschiedeten sich freundlich und machten sich auf den Heimweg.
Dort wurden erst einmal Plätze für die Pflänzchen gesucht. Das Licht war leider weniger als erhofft, und so mussten ein paar neue Löcher in der Decke her. Natürlich nicht zu große. Es sollte ja nicht reinregnen und die Wärme entschwinden. Daher überlies Feyja es Marye, die geeigneten Stellen zu suchen. Beim Löchermachen half sie dann wieder mit. Als ihre Höhle dann im warmen Gelb erschien, war sie rundum zufrieden. Überall standen Pflanzen, wobei mehr natürlich auch nicht geschadet hätten, es war Gut ausgeleuchtet und ihre Schwester war da. Zufrieden und doch erschöpft krabbelte sie schließlich in die Felle. Die beiden kuschelten sich aneinander und schon rasch war sie eingeschlafen. Sie dachte noch eine Weile an ihre Mutter. Lange war sie alleine gewesen. Unbewusst drückte sie sich enger an ihre Schwester. Nun nicht mehr.
Aufwachen tat sie dann, weil irgendetwas sie kitzelte. Sie liebte es gekitzelt zu werden, das fühlte sich lustig an und man bekam immer sogleich gute Laune. Da sie eigentlich immer Gut gelaunt war, bekam sie durchs Kitzeln noch viel bessere. So geweckt zu werden war zwar ein bisschen gemein, aber doch recht angenehm. Doch danach sagte Marye etwas, das ihr weniger gefiel. Baden… Sie konnte doch nicht richtig Schwimmen, und außerdem war sie gar nicht so dreckig. Erst steckte sie nur den Kopf ins Wasser, in der Hoffnung, es würde genügen. Doch leider galt dies wohl nicht. Erst als Marye schon im Wasser war, folgte auch sie. So konnte ihre Schwester sie retten wenn sie ertrinken würde. Ihre Schwester öffnete ein kleines Fläschchen. Das roch lecker. Wie im Nadelwald. Auch wenn es sie im Nadelwald oft piekste, weil die Tannennadeln überallhin gelangen, mochte sie den Geruch. Neugierig verfolgte sie wie ihr das Haar mit der Leckerriechenden Flüssigkeit eingerieben wurde. Eine Kostprobe ergab aber jedoch dass es nur Gut roch. Schmecken tat es weitaus weniger. So wurde sie dann doch sauber und ließ sich auch widerwillig abtrocknen. Dabei trocknete das doch von alleine irgendwann. Und da sie Schuhe anhatte war es bestimmt auch nicht zu kalt draußen. Dann versorgten die Beiden noch die Tiere und huschten schließlich aus dem Lager.
Eine Schifffahrt später waren sie in einer dieser Steinstädte. Berggarten oder so. Hier war sie noch nie gewesen. Neugierig umherschauend und Dicht bei Marye bleibend ging sie zu einem riesigen Haus. Da war ein grünes Schild. Sie mochte die Schilder. Doch ehe sie an der Klingel zupfen konnte, dann bimmelte es irgendwo im Haus, war ihre Schwester auch schon in dem Gebäude verschwunden. Enttäuscht brummte sie auf und schloss rasch zu Marye auf. Alleine wollte sie nicht in dieser komischen Steinstadt im freien bleiben. Im inneren gab es erst einmal einiges zu betrachten. Ein Handelshaus hatte viel Interessantes. So besah und beschnupperte sie die Auslagen. Als ihr Name fiel horchte sie auf. Und der Aufforderung ihrer Schwester, der anderen Frau ihr Armband zu zeigen, kam sie gleich nach. Sie mochte das Armband. Da stand ihr Name drauf. Außerdem waren da auch kleine Blumen und Ranken in die Schrift eingearbeitet. Marye wollte auch so eines, mit ihrem Namen drauf. Das gefiel ihr. Dann hatten sie nicht nur beide einen Zopf, den gleichen Nachnamen, sondern auch noch ein gleiches Armband. Nur mit eben einem anderen Namen. Als die Begutachtung ihres Armbands vorüber war, deutete sie noch auf eines der ausgelegten Kissen. So eines wollte sie haben. Da konnte man seine Schätze drauf lagern. Daher nahm sie auch zuerst das größte, denn da passte ja schließlich am meisten drauf. Doch ein zweites nahm sie auch noch. Das sah hübscher aus. Eines für sie, eines für ihre Schätze. Das war fair fand sie. Weil sie Hunger hatte, versuchte sie dies der Frau irgendwie begreiflich zu machen. Doch leider gab es nichts zu Essen als sie es dann verstanden hatte. Immerhin wurde ihr gesagt wo es welches gab. So verabschiedeten sich die beiden und gingen ein wenig weiter in die Stadt hinein.
Bald kamen sie an ein anderes großes Haus. Das hatte auch ein grünes Schild. Sie mochte die grünen Schilder. Im inneren blieb sie erst einmal hinter ihrer Schwester. Neugierig wurde der Raum gemustert. Hier waren mehr Menschen als in dem anderen Haus. Dafür roch es nach Essen. Die beiden Schwestern setzten sich an einen der Tische. Feyja fand den Stuhl jedoch unbequem. Doch als sie sich vor den Kamin setzte, folgte Marye ihr nicht weiter. Sie erzählte irgendetwas von ‚singen’. Singen? Was hatte denn der Kamin damit zu tun? Außerdem würde sie ganz bestimmt nicht singen. Das wusste Marye aber sehr wohl. Kurz blieb sie aus trotz da sitzen, und hoffte ihre Schwester käme doch noch. Doch sie kam nicht. Und alleine wollte Feyja auch nicht da sitzen. Also tapste sie wieder zu ihr und kletterte auf den Stuhl. Das gebrachte Getränk war lecker. Was das war wusste sie nicht, aber es schmeckte äußerst Gut. Die Suppe wurde zwar auch recht schnell geleert, aber die schmeckte weniger Gut als das Getränk. Außerdem machte sie nicht Satt. Wasser und Suppe löschten ja nur den Durst. Als ihre Schwester sie auf den Löffel aufmerksam machte, legte sie ihn artig in die Suppenschale. Warum das notwendig war verstand sie nicht. Aber sie freute sich immer wenn sie Marye einen gefallen tuen konnte. Und einen nervigen Löffel in der Suppe zu haben, während man diese schlürft, war das Wert. Die Frau, die das Essen gebracht hatte, kam wieder zu den beiden. Rasch machte Feyja klar, das sie doch gerne etwas zu beißen hätte. Und das wurde ihr dann auch gebracht. Außerdem eines der leckeren warmen Getränke. Gierig riss sie Fleisch aus dem Braten und steckte es sich in den Mund. Schmatzend und zufrieden kaute sie kurz, schlang es herunter, und machte sich über das nächste Stück her. Das ihre Schwester sich etwas von dem Teller stibitze war in Ordnung. Aber als dann der Mann kam, da wurde sie misstrauisch. Das war doch ihres. Der sollte sich eigenes holen. Den Arm schützend um den Teller legen und den Mann genaustens beobachtend aß sie rasch weiter. Er hatte offensichtlich nicht vor ihr Essen zu klauen, doch sicher war sicher. Vielleicht hatte ja auch nur Angst bekommen, weil sie so aufmerksam war. Erst als der Teller geleert war, legte sich ihr misstrauen. Eigentlich war er ja ganz nett. Und er kannte ihre Schwester. Und die hatte wohl nichts gegen ihn. Also hatte Feyja auch nichts gegen ihn. Marye und der Mann unterhielten sich eine Weile, dann ging er wieder. Dann teilte ihre Schwester ihr mit, sie sucht noch einmal den Schmied. Zuerst gefiel ihr das ja gar nicht und sie wollte mit. Aber Marye kannte den Mann und eine Frau, die auch kurz bei ihnen gewesen war. Und die beiden waren ja auch nett gewesen. So entschied sie sich hier zu bleiben. Außerdem hatte sie ja ihren kleinen Dolch. Und Marye würde sie nie alleine lassen, wenn hier Gefahr drohen würde. Doch am Tisch alleine war es ihr langweilig, so tapste sie zu der Frau die leckere Sachen brachte.
Die stritt mit einem kleinen dicken Mann. Also wartete sie. Dann deutete sie wehleidig blickend auf die leere Tasse. Die Frau verstand ihren Kummer und schon bald hielt sie eine neue Tasse in der Hand. Mit dieser ging sie zum großem Tisch. Da waren der Mann von eben, neben den sie sich auch setzte, und noch zwei andere. Der eine, ihr gegenüber, saß ganz Steif da. Das musste doch unbequem sein. Sie setzte sich kurz auch so hin, und es war unbequem. Allerdings war es recht schwierig ihn zu Fragen, wieso er da so saß. Und quer über den Tisch ging das schon gar nicht. Also nahm sie ihre Tasse, mittlerweile nur noch halbvoll, und tapste zu ihm hinüber. Sie mochte ihn irgendwie. Aber verstanden tat sie nicht genau. Sie gestikulierte eine Weile, bis er verstand was sie eigentlich wollte. Dann sagte er irgendetwas von ‚hohen Herren’. Ein blick durch den Raum zeigte aber das hier keine besonders großen Männer waren. Sicher, für Feyja waren alle groß, bis auf der Dicke am Tresen, aber sie war ja auch klein. Immerhin entspannte sich der Mann nun ein wenig. Das war ja schon etwas. Sonst tat ihm nachher noch der Rücken weh. Das war nicht schön, Rückenschmerzen zu haben. Und das war Dumm welche zu haben, weil man da sitzt als wäre man ein Stein, weil man sich vor großen Männern fürchtet, die ja gar nicht da waren. Er war ja immerhin selbst recht groß. Freundlich bot sie ihm die lauwarme heiße Schokolade an. Wenn er das trinken würde bekäme er sicher besser Laune. Das war lecker. Und was lecker ist, macht Gute Laune. Doch er wollte sie nicht. Dann trank sie die Tasse selbst leer. War er ja selbst Schuld. Als ihre Schwester wiederkam huschte sie sofort leise kichernd weg. Eine Ecke mit Sitzgelegenheiten bot ihr allerdings nicht viele Versteckmöglichkeiten. So nutzte sie eines der Sitzkissen als Versteck, indem sie es sich einfach vors Gesicht hielt. Das war lustig, so würde sie sicher nicht direkt gefunden. Kichernd lauschte sie was nun passiert. Doch die Neugierde war bald zu groß, so musste sie auch am Kissen vorbeilinsen. Marye krabbelte gerade auf dem Boden herum und unter den Tisch. Aber da war sie ja gar nicht. Triumphierend hockte sie weiter hinter dem Kissen und kicherte. Leider musste sie das ‚ums-Kissen-spähen’ verraten haben, denn schließlich fand Marye sie. Doch das stellte sich rasch als gar nicht mal so Schlecht heraus. Als sie nun ausgekitzelt wurde, ging es ihr gleich noch besser. So kicherte sie und wand sich eine Weile. Doch irgendwann hörte Marye einfach auf. Wie frech, dabei war sie doch noch gar nicht Fertig gewesen mit lachen. Schnell huschte sie zu ihr. Der Mann von eben stand wieder steif da und war wohl ein wenig durcheinander. Feyja versuchte seinen Namen zu erfahren, das war gar nicht so leicht. Schließlich hielt sie ihm ihr Armband hin. Doch leider verstand er nicht was sie wollte, stattdessen wollte er nach ihr greifen. Erschrocken zuckte sie zurück. Das durfte er nicht. Das mochte sie nicht. Doch er war ebenso überrascht. Etwas tun wollte er ihr wohl nicht. Gut so. Ihre Schwester und er unterhielten sich kurz, dann meinte ein Mann der noch am Tisch saß etwas zum Mann der da so steif stand. Das musste doch so unbequem sein. Er nuschelte etwas von ‚Waffen’ und ‚Erlaubnis’ und deutete auf... sie? Was hatte Feyja denn mit Waffen zu tun? Und was für eine Erlaubnis? Die Erklärungen brachten ihr auch keine neuen Erkenntnisse, sondern verwirrten sie nur noch weiter. Irgendetwas stimmte wohl nicht mit ihrem Köcher. Aber was? Irgendwann nahm sie ihn verwirrt ab. Sie versuchte ihrem Gegenüber begreiflich zu machen das dieser dazu da war, damit sie im Wald nicht verhungerte. Die wenigsten Tiere dienten schließlich freiwillig als Nahrung. Und nur Gemüse und Käfer und so waren auf Dauer auch nicht besonders schön. Als sie ihm den Köcher dann reichen wollte, wollte er ihn plötzlich nicht mehr. Jetzt verstand sie gar nichts mehr. Erst darf sie ihn nicht haben, und jetzt doch? Hilfesuchend blickte sie zu ihrer Schwester. Diese beschloss dann das sie gehen. Da hatte sie nun nichts mehr gegen. Das war ihr zuviel geworden. Der Köcher wurde wieder umgehangen. Ihre Schwester war schon etwas vorgegangen. Sie winkte dem Mann der recht nervös war und flitzte los. Doch rasch bleib sie neben ihm wieder stehen. Sie wollte ja noch seinen Namen wissen. Und eben hatte er nicht verstanden was sie wollte. Diesmal ging es schneller. Nachdem er ihr den Namen genannt hatte, und sich so lustig verbeugt hatte, sie mochte das, flitzte sie wieder zu ihrer Schwester. Die beiden verließen das Gasthaus, verließen die Stadt und verschwanden im Wald. Diesen Wald kannte sie auch noch nicht so Gut. Doch bald fanden sie eine Mulde. Es war recht eng und unbequem, und das Bad von heute würde mit Sicherheit bald schon umsonst gewesen sein, aber es genügte. Eng aneinander gekuschelt schliefen sie beide rasch ein.
- Marye Larou
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- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Marye kuschelte sich an Feyja, so daß sie sich beide gegenseitig wärmten. Die bereit gelegten Felle, mit denen sie die Mulde ausgelegt hatte, taten das übrige. So war es schön mollig warm in ihrem Schlaflager und Marye schlief auch rasch ein.
Am nächsten Morgen wachte sie auf, als ihr die Sonne ins Gesicht schien. Feyja war schon fort und so folgte sie ihren Spuren. Es war nicht ganz einfach, da der letzte Schnee schon vor einer Weile gefallen war und viele Spuren im Schnee zu sehen waren. Doch war sie Meisterin im Spurenlesen und meistens fand sie ihre Schwester irgendwo wieder. Diesmal endeten die Spuren vor der Kutsche von Berchgard. Sie sprach einige Kutscher an und einer von ihnen meinte daß er ein junges Mädche, daß auf ihre Beschreibung passte, mit ihr nach Ost Gerimor gefahren wäre. Marye gab dem Kutscher einen kleinen Beutel mit Goldstücken und ließ sich ebenfalls dorthin fahren. Feyjas Spuren fand sie dort sogleich, sie führten zu einem Haus in der Nähe. Dieses umkreiste Marye erste ein mal und blickte vorsichtig ins Hausinnere. Man konnte ja nie wissen und manchmal war Feyja einfach unglaublich leichtgläubig. Zum Glück war ihr bisher noch nicht viel böses wiederfahren, doch Marye wußte natürlich daß ausserhalb der Wälder viele Gefahren drohten.
Am nächsten Morgen wachte sie auf, als ihr die Sonne ins Gesicht schien. Feyja war schon fort und so folgte sie ihren Spuren. Es war nicht ganz einfach, da der letzte Schnee schon vor einer Weile gefallen war und viele Spuren im Schnee zu sehen waren. Doch war sie Meisterin im Spurenlesen und meistens fand sie ihre Schwester irgendwo wieder. Diesmal endeten die Spuren vor der Kutsche von Berchgard. Sie sprach einige Kutscher an und einer von ihnen meinte daß er ein junges Mädche, daß auf ihre Beschreibung passte, mit ihr nach Ost Gerimor gefahren wäre. Marye gab dem Kutscher einen kleinen Beutel mit Goldstücken und ließ sich ebenfalls dorthin fahren. Feyjas Spuren fand sie dort sogleich, sie führten zu einem Haus in der Nähe. Dieses umkreiste Marye erste ein mal und blickte vorsichtig ins Hausinnere. Man konnte ja nie wissen und manchmal war Feyja einfach unglaublich leichtgläubig. Zum Glück war ihr bisher noch nicht viel böses wiederfahren, doch Marye wußte natürlich daß ausserhalb der Wälder viele Gefahren drohten.
Alle sind gleich.. aber ein paar sind gleicher!
Die Realität ist beschissen genug, da muß ein Fantasy Online-Rollenspiel nicht auch noch realistisch sein!
Die Realität ist beschissen genug, da muß ein Fantasy Online-Rollenspiel nicht auch noch realistisch sein!
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Feyja Larou
Eigentlich konnte sie fast sofort einschlafen. Sie musste dazu nicht einmal sehr Müde sein. Einfach hinlegen, Augen zu, und es dauerte höchstens Zwei bis Drei Minuten, dann war sie im Reich der Träume. Sie schlief dafür meistens nicht besonders tief, im Wald war es nie verkehrt wachsam zu sein, selbst im Schlaf. Nur wenn ihre Schwester neben sie gekuschelt war, dann war sie so sicher das sie auch tief schlafen konnte. Doch diese Nacht, konnte sie nicht einschlafen. Weder als ihre Schwester da war, im Baumversteck. Die Baumhöhle brauchte auch keine Ruhe. Als sie dann gar nach Lameriast rüberschiffte, ein Glück das irgendwann noch ein Schiff ablegte, und ihn ihre Erdhöhle kroch, blieb der Schlaf immer noch fern. Ihre Gedanken rasten. Die letzten Tage waren doch recht Ereignisreich gewesen. Und nun hatte keine Ahnung, wie es weitergehen sollte. Anfingen tat es damit, das sie ihn zu sich in die Erdhöhle einlud. Er konnte es nicht so recht glauben, dass es in einer Höhle gemütlich war, und so musste sie ihm ihr Heim zeigen. Er war dann auch recht überrascht, doch damit begann es auch nur. Am nächsten Tag sollten sie zur Heilerin in die Steinstadt. Der nächste Tag kam auch, aber er nicht. Sie und ihre Schwester warteten, und warteten, und irgendwann gingen sie zum Baumversteck. Dort schlief sie, recht enttäuscht, während ihre Schwester die Kutsche im Auge behielt. Dann wurde sie geweckt. Und eine Ladung Schnee in ihrem Gesicht brachte sie auch schnell dazu, hellwach zu sein. Sie wollte sich eigentlich noch ärgern, dass sie Schnee ins Gesicht gedrückt bekommen hatte, aber ihre Schwester war schon vor. Also folgte sie ihr rasch. Dort war er dann auch, und eine Mischung aus Freude und Enttäuschung lag auf ihren Zügen, und es dauerte ein bisschen bis sie begreiflich gemacht hatte, dass sie wissen wollte, wieso er sie versetzt hatte. Immerhin war sie ja Pünktlich gewesen…. Fast zumindest… Es war ziemlich anstrengend böse auf jemanden zu sein, und vor allem dann, wenn man denjenigen mochte. Ihre Enttäuschung legte sich auch sogleich wieder und die Freude darüber, dass er nun da war überwog. Und so fuhren sie dann doch in die Steinstadt.
Dort angekommen brauchte es einiges an Überredungskunst. Sie musste die Waffen ablegen. Und ihre Schwester war nicht dabei. Und dann sollte sie ihn die Steinstadt gehen. Ihr Herz raste, nicht so angenehm wie zuvor als er dann doch da war, sondern voller Furcht vor dem, was kommen würde. Besonders schmerzte sie das sie den Dolch abgeben musste. Kaum mehr als ein Kräutermesser, und doch gab es ihr immer ein Gefühl von Sicherheit. Und das eine oder andere Mal hatte es ihr schon in brenzligen Situationen genutzt. Nun jedoch, musste sie es abgeben. Es war ein endlos langer weg bis zu Heilerin. Dicht an ihn gedrückt und ängstlich wimmernd, den Blick wild umherstreifend ging sie so durch die Gassen Adorans. Eigentlich hätte sie sich gerne gefreut so nah an ihm zu stehen, doch konnte sie nicht. Nur die Angst war zu fühlen, und doch vertraute sie ihm soweit das er dafür sorgte, dass ihr nichts geschehen würde. Doch schließlich kamen sie in der Heilerstube an. Die Heilerin schien ganz nett, doch überwog die Furcht noch. Die Behandlung bekam sie dann auch nicht ganz mit. Irgendwann erklärte die Frau ihr wie sie mit der Salbe und der Tinktur vorgehen sollte. Gurgeln und auftragen, aber dann wurde sie gestreichelt. Auf ihrer Hand. Das sorgte stark dafür dass ihre Aufmerksamkeit rapide nachließ. Und als sie dann die Heilerin verließen, wieder durch die grausame Steinstadt, hatte sie keine Ahnung, wie oft sie nun die beiden Arzneien nutzen sollte. Ihre Gedanken kreisten immer noch um die Berührungen auf ihrer Hand.
Die nächsten Tage waren weniger freudsam. Sie wartete. Bei Regen, bei Wind, und auch wenn die Sonne versank. Drei Tage war eine kleine Braungekleidete Gestalt am Dorfeingang Bajards zu sehen. Den Blick stetig nach Norden. Nicht durchgehend, aber dennoch viele Stunden. Dafür lernte sie neue Leute kennen. Einen Schwarzgekleideten mit einem Stab, der eine Leuchtende Spitze hatte. Der war nett, und interessant. Als sie den Stab berührte wurde ihr erst kalt, und dann wurde es angenehm warm. Es war sehr faszinierend. Und es freute sie das Alatar auch einen Platz für sie hatte. Das war ein Gott, das wusste sie. Wie Eluvie. Und Eluvie war nett. Und wenn Eluvie ein Gott ist und nett ist, dann muss Alatar auch nett sein wenn er ein Gott ist. Und einen Platz bei den Göttern zu haben war sicher nie verkehrt. Eigentlich waren ihr die ja egal, schließlich wohnten die ja ganz woanders, aber verkehrt war es nicht. Ihre Schwester war auch manchmal da. Die mochte den Mann mit Leuchtstab aber nicht. Sie war sowieso immer Misstrauisch. Das kam sicher daher das sie einen so bösen Vater hatte. Andrerseits hatte Feyja ja denselben Vater. Wobei, wenn sie so zurückdachte, zu ihr war er immer nett gewesen, bis er dann zu ihnen zog. Und kaum war er zu ihnen gezogen, war sie auch schon im Wald. Vielleicht war sie deshalb nicht so misstrauisch? Sie bemitleidete ihre Schwester ein bisschen. Immer so misstrauisch zu sein, das könnte doch nicht schön sein. Feyja hingegen traute erste einmal Grundsätzlich jedem. Ihr hatte auch noch keiner etwas getan. Nur berühren durfte sie keiner. Das mochte sie nicht. Und wer das einfach tat, der wurde gebissen. Oder getreten. Oder, wenn er dann nicht losließ, bekam einen Dolch ins Fleisch. Anders war es wenn ihre Schwester dabei war. Die passte auf. Und die Leute die sie kannten fragten auch vorher. Zum Beispiel wenn sie ihren Hals berühren wollten, um zu fühlen, wieso ihr das sprechen wehtat. Ein Geschenk ihres Vaters. Und der Grund wieso sie keine Männer mochte, und sich noch weniger von ihnen anfassen lies.
Doch war dies kein Grund nicht freundlich zu Menschen zu sein. Sie lernte auch einen neuen Wehrler kennen. Der war auch nett. Als er sah wie durchfroren sie war, bot er ihr an in die Herberge zu gehen. Da war es warm, und es gab Essen. Sie mochte essen. Das machte satt. Und doch musste sie die Zeit in der Herberge immer wieder aus dem Fenster schauen. Sie könnte ihn ja sonst verpassen. Doch er kam nicht.
Schließlich, am dritten Tag des Wartens, reichte es ihr. Sie brauchte einen Mensch der schreiben kann. Und dann sollte er schreiben, das sie hier die ganze Zeit wartete. Ihr grauste davor verständlich zu machen, was sie eigentlich geschrieben haben wollte, doch das warten war unerträglich. Sie hatte nichts dagegen, einfach mal Stunden im Wald zu sitzen und Tiere zu beobachten. Und auf der Jagd hatte sie auch schon so manche Stunde auf einem Baum gesessen und gewartet, in der Hoffnung es kam Wild vorbei. Doch da hatte sie ja etwas zu tun. Und am Schild mit den Gesetzen zu lehnen, und nach Norden zu starren, in der Hoffnung er käme zufällig vorbei, das war nicht so schön. Deshalb sie klopfte alle Häuser ab, in denen Leute wohnten, die sie mochten. Keiner machte auf. Keiner war da. Enttäuscht fuhr sie mit der Kutsche zur Steinstadt. Die letzten beiden Tage war sie auch schon dagewesen. Rein traute sie sich nicht, aber sie hatte die Hoffnung, dass er dort aufzufinden war. Oder das jemand vorbeikam der in die Steinstadt sich traut, und ihn herausholen kann. Sie stieg aus der Kutsche aus, flitzte zum Tor, und … da kam er aus dem Tor spaziert. Gedanken und Gefühle überschlugen sich. Doch schien er sich weit weniger zu freuen als sie. Irgendetwas bedrückte ihn. So fuhren die beiden eher schweigend zur anderen Steinstadt. Da traute sie sich nicht rein, doch er sagte er käme rasch wieder. Sie hatte jetzt drei Tage in Wind, Regen und Dunkelheit gewartet, da würde ihr das bisschen nun auch nichts mehr ausmachen. Und so wartete sie. Wieder. Doch er kam tatsächlich bald wieder. Das freute sie riesig, doch rasch überkam sie wieder die Besorgnis. Sie mochte nicht wenn er traurig war. Doch so recht wusste sie auch nicht, was sie dagegen tun konnte. So sagte er immerhin, dass er am nächsten Tag nach Bajard kommen würde. Das war es schon wert gewesen, so lange zu warten.
Am nächsten Tag dann ging sie nach Bajard. Und wartete. Ihre Schwester kam auch und sie alberten etwas mit den Wehrlern herum. Die standen so lustig da mit der Riesenaxt. Vergnügt schnappte sie sich ihren Stab, und positionierte sich daneben. Das war lustig. Bald schon wurde der Stab, die anderen fanden das lustig, das war ja gar keine Waffe, gegen einen Knochenspeer getauscht. So war sie gleich viel besser als Wache geeignet. Und sie wurde dann auch gelobt. Das gefiel ihr. Sie war eine gute Wache. Immer aufmerksam. Dann gingen sie jagen. Ihre Schwester lockte die großen Stinker, und sie schoss Pfeile. Endlos lange kam ihr das vor. Sie wollte viel lieber wieder nach Bajard und warten. Denn er hatte ja gesagt er käme dorthin. Kaum waren all die dicken Stinker erlegt, flitzt sie auch wieder los. Ihre Schwester war viel zu langsam. Und doch kamen sie schließlich wieder in Bajard an. Und, da war er dann auch.
Sie setzte sich neben ihn, und auch ihre Schwester kam dazu. Die beiden Wehrler standen immer noch da. Das ihnen nicht langweilig wurde. Und dann folgte ein nicht ganz so tolles Gespräch. Ihre Schwester machte sich Sorgen, und das tat sie auch offen kund. Die Wehrler fanden das wohl lustig, Feyja nicht. Sie war froh als er dann gehen wollte, und sie auch mitnahm. Als er ihr die Hand hinhielt, wusste sie zuerst nicht was er wollte. Überschwänglich zeigte sie ihm ihre Zuneigung. Sie küsste die Hand. Zumindest so, wie sie es kannte. Die Wehrler fanden es wohl wieder sehr belustigend. Das war nicht so nett. Schließlich lachte sie auch über niemanden. Dann zog sie sich an der Hand hoch, und die beiden gingen aus dem Dorf. Weit kamen sie jedoch nicht. Das folgende Gespräch war auch recht langsam und durch viele Pausen geprägt. Sie musste sprechen, und das war ein Fehler. Es tat ziemlich weh. Sie wimmerte gar so schmerzhaft war es diesmal. Sie redete eindeutig zuviel. Was genau wann geschah, so im Nachhinein kann sie das auch nicht mehr sagen. Auf jeden Fall mochte er sie auch, und das war gut. Abgesehen davon das ihre Gefühle sowieso schon Kopf standen, fühlte sich ihr Herz an, als wolle es vor Freude aus der Brust springen. Das kannte sie nicht, das war neu. Aber es war zumindest nichts Schlechtes. Da gab es dann auch noch Zeichen der Gegenseitigen Zuneigung. Sie hatte das noch nie gemacht, ihre Art der Küsse war eben mit der Zunge über die Haut zu fahren. Doch früher, sie wusste gar nicht wie Alt sie da war, da war ihre Mutter noch da, und die hatte sie auch manchmal geküsst. Zwar anders, aber das Prinzip war dasselbe. Ihre Welt stand Kopf.
Irgendwann kam die Frage auf ob sie dumm wäre. Wieso fragte er so etwas? Mochte er sie nicht wenn sie Dumm war? Und, die Frage beschäftigte sie nun, während sie verzweifelt Schlaf suchte, war sie dumm? Ihr Vater hatte sie Dumm genannt. Aber dem glaubte sie nicht. Ihre Mutter hatte ihr immer versichert, sie sei nicht dumm. Andrerseits fühlte sie sich manchmal so. Vieles wusste sie nicht. Kannte sie nicht, oder ergab einfach keinen Sinn. Aber sie hatte ja auch nicht viele Möglichkeiten gehabt etwas zu lernen. Sie konnte im Wald überleben, hatte so manchen Winter in der Kälte geschlafen, und lebte immer noch. Ein dummer Mensch konnte das bestimmt nicht. Also wog sie kurz den Kopf, da sie etwas unsicher war, und schüttelte ihn dann. Nein sie war nicht Dumm. Nur unwissend. Und vielleicht ein bisschen weniger klug als andere. Aber das war nicht Schlimm. Damit konnte sie leben. Dafür hatte sie immer gute Laune. Die gute Laune verschwand jedoch ein wenig als er sich dann von ihr löste, sie mochte es so nah an im zu stehen. Erstaunlich, würde doch so ziemlich jeder andere, ihre Schwester ausgenommen, Schmerzhaft feststellen, dass man sie nicht berühren durfte. Und so schon mal gar nicht! Verwirrend. Zum Glück spielten sowieso ihre Gedanken und Gefühlswelt verrückt, da musste sie nicht weiter darüber nachdenken. Sie winkte ihm lächelnd nach, und bedauerte sich selbst sogleich, dass er weg war.
Ihre Schwester fand sie auch schon schlafend vor. Und selbst wenn sie noch wach wäre, all das was ihr durch den Kopf ging, hätte sie nie sagen können. Irgendwann zog sie von einer Schlafstelle zur nächsten, auf der Suche nach ein bisschen ruhe. Doch die kam nicht. Es wurde Nacht, es wurde Morgen, und dann wurde es Mittag, als sie endlich etwas Ruhe fand. Die Gedanken kreisten lange noch um die Vergangenen Tage. Sie musste mit ihrer Schwester reden. Irgendwie. Und auch ihm hatte sie ja so viel mitzuteilen. Irgendwie…
Und zum ersten Mal seit ihrer Unfreiwillig erzwungenen Stummheit wünschte sie sich, das sie doch eine Möglichkeit hätte, sich mitzuteilen.
[Fremdposts erwünscht :)]
Dort angekommen brauchte es einiges an Überredungskunst. Sie musste die Waffen ablegen. Und ihre Schwester war nicht dabei. Und dann sollte sie ihn die Steinstadt gehen. Ihr Herz raste, nicht so angenehm wie zuvor als er dann doch da war, sondern voller Furcht vor dem, was kommen würde. Besonders schmerzte sie das sie den Dolch abgeben musste. Kaum mehr als ein Kräutermesser, und doch gab es ihr immer ein Gefühl von Sicherheit. Und das eine oder andere Mal hatte es ihr schon in brenzligen Situationen genutzt. Nun jedoch, musste sie es abgeben. Es war ein endlos langer weg bis zu Heilerin. Dicht an ihn gedrückt und ängstlich wimmernd, den Blick wild umherstreifend ging sie so durch die Gassen Adorans. Eigentlich hätte sie sich gerne gefreut so nah an ihm zu stehen, doch konnte sie nicht. Nur die Angst war zu fühlen, und doch vertraute sie ihm soweit das er dafür sorgte, dass ihr nichts geschehen würde. Doch schließlich kamen sie in der Heilerstube an. Die Heilerin schien ganz nett, doch überwog die Furcht noch. Die Behandlung bekam sie dann auch nicht ganz mit. Irgendwann erklärte die Frau ihr wie sie mit der Salbe und der Tinktur vorgehen sollte. Gurgeln und auftragen, aber dann wurde sie gestreichelt. Auf ihrer Hand. Das sorgte stark dafür dass ihre Aufmerksamkeit rapide nachließ. Und als sie dann die Heilerin verließen, wieder durch die grausame Steinstadt, hatte sie keine Ahnung, wie oft sie nun die beiden Arzneien nutzen sollte. Ihre Gedanken kreisten immer noch um die Berührungen auf ihrer Hand.
Die nächsten Tage waren weniger freudsam. Sie wartete. Bei Regen, bei Wind, und auch wenn die Sonne versank. Drei Tage war eine kleine Braungekleidete Gestalt am Dorfeingang Bajards zu sehen. Den Blick stetig nach Norden. Nicht durchgehend, aber dennoch viele Stunden. Dafür lernte sie neue Leute kennen. Einen Schwarzgekleideten mit einem Stab, der eine Leuchtende Spitze hatte. Der war nett, und interessant. Als sie den Stab berührte wurde ihr erst kalt, und dann wurde es angenehm warm. Es war sehr faszinierend. Und es freute sie das Alatar auch einen Platz für sie hatte. Das war ein Gott, das wusste sie. Wie Eluvie. Und Eluvie war nett. Und wenn Eluvie ein Gott ist und nett ist, dann muss Alatar auch nett sein wenn er ein Gott ist. Und einen Platz bei den Göttern zu haben war sicher nie verkehrt. Eigentlich waren ihr die ja egal, schließlich wohnten die ja ganz woanders, aber verkehrt war es nicht. Ihre Schwester war auch manchmal da. Die mochte den Mann mit Leuchtstab aber nicht. Sie war sowieso immer Misstrauisch. Das kam sicher daher das sie einen so bösen Vater hatte. Andrerseits hatte Feyja ja denselben Vater. Wobei, wenn sie so zurückdachte, zu ihr war er immer nett gewesen, bis er dann zu ihnen zog. Und kaum war er zu ihnen gezogen, war sie auch schon im Wald. Vielleicht war sie deshalb nicht so misstrauisch? Sie bemitleidete ihre Schwester ein bisschen. Immer so misstrauisch zu sein, das könnte doch nicht schön sein. Feyja hingegen traute erste einmal Grundsätzlich jedem. Ihr hatte auch noch keiner etwas getan. Nur berühren durfte sie keiner. Das mochte sie nicht. Und wer das einfach tat, der wurde gebissen. Oder getreten. Oder, wenn er dann nicht losließ, bekam einen Dolch ins Fleisch. Anders war es wenn ihre Schwester dabei war. Die passte auf. Und die Leute die sie kannten fragten auch vorher. Zum Beispiel wenn sie ihren Hals berühren wollten, um zu fühlen, wieso ihr das sprechen wehtat. Ein Geschenk ihres Vaters. Und der Grund wieso sie keine Männer mochte, und sich noch weniger von ihnen anfassen lies.
Doch war dies kein Grund nicht freundlich zu Menschen zu sein. Sie lernte auch einen neuen Wehrler kennen. Der war auch nett. Als er sah wie durchfroren sie war, bot er ihr an in die Herberge zu gehen. Da war es warm, und es gab Essen. Sie mochte essen. Das machte satt. Und doch musste sie die Zeit in der Herberge immer wieder aus dem Fenster schauen. Sie könnte ihn ja sonst verpassen. Doch er kam nicht.
Schließlich, am dritten Tag des Wartens, reichte es ihr. Sie brauchte einen Mensch der schreiben kann. Und dann sollte er schreiben, das sie hier die ganze Zeit wartete. Ihr grauste davor verständlich zu machen, was sie eigentlich geschrieben haben wollte, doch das warten war unerträglich. Sie hatte nichts dagegen, einfach mal Stunden im Wald zu sitzen und Tiere zu beobachten. Und auf der Jagd hatte sie auch schon so manche Stunde auf einem Baum gesessen und gewartet, in der Hoffnung es kam Wild vorbei. Doch da hatte sie ja etwas zu tun. Und am Schild mit den Gesetzen zu lehnen, und nach Norden zu starren, in der Hoffnung er käme zufällig vorbei, das war nicht so schön. Deshalb sie klopfte alle Häuser ab, in denen Leute wohnten, die sie mochten. Keiner machte auf. Keiner war da. Enttäuscht fuhr sie mit der Kutsche zur Steinstadt. Die letzten beiden Tage war sie auch schon dagewesen. Rein traute sie sich nicht, aber sie hatte die Hoffnung, dass er dort aufzufinden war. Oder das jemand vorbeikam der in die Steinstadt sich traut, und ihn herausholen kann. Sie stieg aus der Kutsche aus, flitzte zum Tor, und … da kam er aus dem Tor spaziert. Gedanken und Gefühle überschlugen sich. Doch schien er sich weit weniger zu freuen als sie. Irgendetwas bedrückte ihn. So fuhren die beiden eher schweigend zur anderen Steinstadt. Da traute sie sich nicht rein, doch er sagte er käme rasch wieder. Sie hatte jetzt drei Tage in Wind, Regen und Dunkelheit gewartet, da würde ihr das bisschen nun auch nichts mehr ausmachen. Und so wartete sie. Wieder. Doch er kam tatsächlich bald wieder. Das freute sie riesig, doch rasch überkam sie wieder die Besorgnis. Sie mochte nicht wenn er traurig war. Doch so recht wusste sie auch nicht, was sie dagegen tun konnte. So sagte er immerhin, dass er am nächsten Tag nach Bajard kommen würde. Das war es schon wert gewesen, so lange zu warten.
Am nächsten Tag dann ging sie nach Bajard. Und wartete. Ihre Schwester kam auch und sie alberten etwas mit den Wehrlern herum. Die standen so lustig da mit der Riesenaxt. Vergnügt schnappte sie sich ihren Stab, und positionierte sich daneben. Das war lustig. Bald schon wurde der Stab, die anderen fanden das lustig, das war ja gar keine Waffe, gegen einen Knochenspeer getauscht. So war sie gleich viel besser als Wache geeignet. Und sie wurde dann auch gelobt. Das gefiel ihr. Sie war eine gute Wache. Immer aufmerksam. Dann gingen sie jagen. Ihre Schwester lockte die großen Stinker, und sie schoss Pfeile. Endlos lange kam ihr das vor. Sie wollte viel lieber wieder nach Bajard und warten. Denn er hatte ja gesagt er käme dorthin. Kaum waren all die dicken Stinker erlegt, flitzt sie auch wieder los. Ihre Schwester war viel zu langsam. Und doch kamen sie schließlich wieder in Bajard an. Und, da war er dann auch.
Sie setzte sich neben ihn, und auch ihre Schwester kam dazu. Die beiden Wehrler standen immer noch da. Das ihnen nicht langweilig wurde. Und dann folgte ein nicht ganz so tolles Gespräch. Ihre Schwester machte sich Sorgen, und das tat sie auch offen kund. Die Wehrler fanden das wohl lustig, Feyja nicht. Sie war froh als er dann gehen wollte, und sie auch mitnahm. Als er ihr die Hand hinhielt, wusste sie zuerst nicht was er wollte. Überschwänglich zeigte sie ihm ihre Zuneigung. Sie küsste die Hand. Zumindest so, wie sie es kannte. Die Wehrler fanden es wohl wieder sehr belustigend. Das war nicht so nett. Schließlich lachte sie auch über niemanden. Dann zog sie sich an der Hand hoch, und die beiden gingen aus dem Dorf. Weit kamen sie jedoch nicht. Das folgende Gespräch war auch recht langsam und durch viele Pausen geprägt. Sie musste sprechen, und das war ein Fehler. Es tat ziemlich weh. Sie wimmerte gar so schmerzhaft war es diesmal. Sie redete eindeutig zuviel. Was genau wann geschah, so im Nachhinein kann sie das auch nicht mehr sagen. Auf jeden Fall mochte er sie auch, und das war gut. Abgesehen davon das ihre Gefühle sowieso schon Kopf standen, fühlte sich ihr Herz an, als wolle es vor Freude aus der Brust springen. Das kannte sie nicht, das war neu. Aber es war zumindest nichts Schlechtes. Da gab es dann auch noch Zeichen der Gegenseitigen Zuneigung. Sie hatte das noch nie gemacht, ihre Art der Küsse war eben mit der Zunge über die Haut zu fahren. Doch früher, sie wusste gar nicht wie Alt sie da war, da war ihre Mutter noch da, und die hatte sie auch manchmal geküsst. Zwar anders, aber das Prinzip war dasselbe. Ihre Welt stand Kopf.
Irgendwann kam die Frage auf ob sie dumm wäre. Wieso fragte er so etwas? Mochte er sie nicht wenn sie Dumm war? Und, die Frage beschäftigte sie nun, während sie verzweifelt Schlaf suchte, war sie dumm? Ihr Vater hatte sie Dumm genannt. Aber dem glaubte sie nicht. Ihre Mutter hatte ihr immer versichert, sie sei nicht dumm. Andrerseits fühlte sie sich manchmal so. Vieles wusste sie nicht. Kannte sie nicht, oder ergab einfach keinen Sinn. Aber sie hatte ja auch nicht viele Möglichkeiten gehabt etwas zu lernen. Sie konnte im Wald überleben, hatte so manchen Winter in der Kälte geschlafen, und lebte immer noch. Ein dummer Mensch konnte das bestimmt nicht. Also wog sie kurz den Kopf, da sie etwas unsicher war, und schüttelte ihn dann. Nein sie war nicht Dumm. Nur unwissend. Und vielleicht ein bisschen weniger klug als andere. Aber das war nicht Schlimm. Damit konnte sie leben. Dafür hatte sie immer gute Laune. Die gute Laune verschwand jedoch ein wenig als er sich dann von ihr löste, sie mochte es so nah an im zu stehen. Erstaunlich, würde doch so ziemlich jeder andere, ihre Schwester ausgenommen, Schmerzhaft feststellen, dass man sie nicht berühren durfte. Und so schon mal gar nicht! Verwirrend. Zum Glück spielten sowieso ihre Gedanken und Gefühlswelt verrückt, da musste sie nicht weiter darüber nachdenken. Sie winkte ihm lächelnd nach, und bedauerte sich selbst sogleich, dass er weg war.
Ihre Schwester fand sie auch schon schlafend vor. Und selbst wenn sie noch wach wäre, all das was ihr durch den Kopf ging, hätte sie nie sagen können. Irgendwann zog sie von einer Schlafstelle zur nächsten, auf der Suche nach ein bisschen ruhe. Doch die kam nicht. Es wurde Nacht, es wurde Morgen, und dann wurde es Mittag, als sie endlich etwas Ruhe fand. Die Gedanken kreisten lange noch um die Vergangenen Tage. Sie musste mit ihrer Schwester reden. Irgendwie. Und auch ihm hatte sie ja so viel mitzuteilen. Irgendwie…
Und zum ersten Mal seit ihrer Unfreiwillig erzwungenen Stummheit wünschte sie sich, das sie doch eine Möglichkeit hätte, sich mitzuteilen.
[Fremdposts erwünscht :)]
Zuletzt geändert von Feyja Larou am Samstag 27. März 2010, 19:32, insgesamt 2-mal geändert.
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Ilbert Narus
Ilbert's kleine Welt
Die Panik verebbte gerade und gab seinen Verstand etwas Luft zum Atmen. Was war gerade passiert? An dieser schicksalsträchtigen Kurve, kurz vor Adoran, die ihm bereits einmal das Leben kaputt gemacht hat.
Langsam entsann er sich. Claudius - ein Streiter der Bruderschaft - ein 'Duell'. Er sprach von einem Duell, meinte aber eigentlich eher einen Übungskampf, ein Kräftemessen, also willigte er ein. Claudius lange Haare schauten seitlich aus der Kapuze heraus, so dass Ilbert sie noch sehen konnte, als er ihm hinterher trottete. Die Haare sollen nicht im Kampfe stören? Kaum zu glauben! Der Regen nieselte weiter auf die beiden Kapuzenträger. Ilbert spürte das ordentliche Gewicht seiner gut verschnürrten Plattenrüstung, die mit Riehmen über seiner Schulter befestigt war.
Die Wachen waren derweil größtenteils mies gelaunt, beschimpften das Wetter, beschimpften den Winter, beschimpften eigentlich alles, was ihnen nicht in den Kram passte, aber das sollte Ilbert auch nichtmehr lange stören, bald waren er und sein 'Duell'-Gegenüber auf einem freien Felde angekommen, unfern der Stadt. Nochmals bestätigte man sich die Aussicht auf einen eher friedsamen Kampf, den anderen nicht zu verletzen. Rabenschreie verhallten im ewigen, dumpfen Nieseln. Dann machte Ilbert sich auf, seine schwere Plattenrüstung anzulegen. Er werkelte, schnürrte, schnallte, dann war er drinnen. Die mehrfachen Reperaturen haben den Allianzadler von der Brust entfernt und die Rüstung merklich enger gestaltet. Was hatte die werte Schmiedin Joanna gesagt? Er solle sich demnächst eine Neue zulegen. Doch für diesen Kampf sollte es noch ausreichen. Der Schwertschaft wurde mit einer dünnen Schnurr an der Hand festgesurrt, dann der schwere Schild an der Fessel gegriffen, er schepperte wieder auf das freie Feld.
Erst fiel er ihm garnicht auf, der Schwarzberobte. Erst dachte er sich, seine Augen würden ihm einen Spaß spielen. Oder eher einen Schrecken. Aber mit jedem weiteren Blick spannte sich jeder Muskel mehr und mehr an. Der Regen - er schien ihn nichtmehr zu treffen - oder war er nur so nebensächlich geworden? Ilbert bellte Worte, er kann sich nichtmehr entsinnen was. Dann gesellte sich ein Rabe auf des Rabendiener's Schulter. Putzte, mit gar dreister Selbstsicherheit sein Gefieder, schien des laut scheppernden, schwer gerüsteten Ilberts kaum gewahr.
Mahnende Worte von Claudius, der sich seltsamerweise vom Boden aufreckte. Ilbert näherte sich trotzdem. Der Rabe schoß in die Höhe. Nurnoch zwei Schwertlängen trennten den Rabendiener währenddessen von seinem Tod. Ilbert schepperte unentwegt näher, den Schild auf Augenhöhe, die Klinge erhoben - da schoß der Rabe hinab. Ein stechender Schmerz, links der Nase, Blut floß dünnflüssig hinab. Einem Reflex folgend, zuckte der Schild zurück, quetschte das unheilbringende Tier auf den Helm; Wildes Federschlagen, zerren, ein weiterer Reflex und der Schild landet auf dem Schnee. Die gepanzerte Hand fährt zurück, an das Gesicht, der Vogel hat sich währenddessen flatternd von Dannen gemacht, landet auf des Dieners Schulter, noch ehe Ilbert aufsehen kann.
Der ehemalige Gardist rennt voran, schwerfällig, träge, die Klinge hoch erhoben, laut scheppernd. Die gepanzerte Linke hält er vor, wie einen Rammbock gen des Rabendieners Herz - wenn er denn eines hat - gerichtet. Und doch, verfehlt er. Die Sichtverhältnisse sind bescheiden, Ilbert schmeckt Blut und im Zorn, lässt es sich nicht sagen, ob es Hexerei oder Geschicklichkeit war, die den Unheilsbringer rettete.
Doch Ilbert lief erstmal ins Leere, die Klinge fraß nur Luft. Mit den Fersen in den Schnee gestemmt, kam er zum stehen, wandte sich wieder dem Rabenmannen zu. Wieder werden Worte zornig hin und ruhig zurückgeworfen. Diese teuflische Ruhe... Und plötzlich kommen keine Worte mehr zurück. Nein, die Worte, sie kommen von ihm selber! Aus Ilberts Gedanken entspringen diese Antworten, die ihm doch so fremd sind. Hexenwerk!
Ein weiterer Sturmlauf, denn er soll aufhören mit seiner Zauberrei! Ilbert's Wille zu Temora ist stark, die Klinge findet den Weg zum schützend gehobenen Arm - und prallt ab. Die abgelenkte, unerwartete Kraft reißt ihm den Leib herum, er landet bäuchlings im Schnee. Er findet jedoch recht eilig wieder auf die Füße, das Blut weiter über die untere Gesichtshälfte verteilt, weiterhin zornig auf den Teufelspaktierer.
Er nähert sich wieder. Der Rabe sitzt ruhig auf seiner Schulter, schwarz seine verfluchten Augen. Töte ihn, schallt da wieder eiskalt die Stimme des Unheilshexer. Doch der Rabe bleibt ruhig, seelenruhig, wenn er denn eine hätte. Ilbert nähert sich weiter, eine Schwertspitze noch, einen Finger, dann könnte er den Sturm wagen, dann wäre es der Tod des Verfluchten! Aber... Claudius in seinen Augenwinkeln, die Klinge erhoben, kam ihm zuvor. Mit einem elektrischen Schlag geht seine Klinge auf Ilberts linke Schulter nieder, die Betäubung, die Kraft, sie schmeißt ihn auf seine Knie. Die Rechte sackt nach vorne, mit ihr die Klinge, die nun Blut und Fleisch frisst. Claudius Bein dient ihr als Opfer, ehe er die Klinge aus dem Muskel herauszieht.
Ein schreckhaftes Keuchen, die Augen weit offen, so betrachtet Ilbert den Schrecken einem Guten die das Schwert in das Bein geschlagen zu haben. Aber dann kehrte der Schmerz zurück, der Schmerz der seine Schulter brennen lies. Er zwang die Augenlider herab, bohrte die Klinge nochmal in das Bein, den Unterschenkel nun. Dann folgte eine kurze Zeit der Stille.
Eine Frau kam heran, doch es war alles sehr schwammig vor Ilberts Augen. Claudius lag im Schnee, das Bein -blutüberströmt- sah fürchterlich aus. Sie brachten ihn zum Heilerhaus. Wie? Daran kann sich Ilbert bei besten Willen nicht entsinnen.
Er lehnt nun gegen seine Haustür, die Stirn an das eiskalte Metall gehalten, während er den Schlüssel ins Schloß schob. Es knackte, dann trat er ein. Das gütige Lächeln Temoras - oder eher ein Abbild davon, stand ihm gegenüber, schuf in ihm Kraft, wo gerade nur Leere war. Seine Füße streifen die Stiefel ab, er entledigen sich der Robe mit dem blutgetränkten Ärmel und dann betritt er die Wohnstube.
Bei Temora, er hatte das Richtige getan! Er war besser, als diese Rabenbrut! Er war der Diener des Guten, dabei bleibt es! Seinen nun doch müden Augen suchten das Feuer, das jedoch verschwunden war. Stattdessen glimmte nurnoch ein bischen etwas in der Feuerstelle. Er näherte sich, dann erkannte er eine Bewegung im Schatten. Ein Kopf, ein langer Schwanz, vier Tatzen, alles schwarz wie die Nacht. Vor ihm lag ein verdammtes Pantherjunges?!
Der Schreck lies ihn gefrieren. Ein Zeichen der Götter?! Was...was hatte er so Falsches getan? Womit hat er die Rache des Panthers verdient? Oder...sollte das Schicksal ihn unter seine Pranke schieben? War er letztlich ein grausiges Spielzeug für die Götter?
Nein!, sprach er laut aus, was das Pantherjunge weckte. Es bleckte seine kleinen, weißen Zähne, mit einem großen Gähnen wurden sie zutage gefördert. Ilbert sprang voraus, packte das Tier, sollte es doch gleich in der Glut verbrennen... in der Glut verbrennen. Das konnte doch garnicht funktionieren!
Er lies es fallen, griff sich einen Holzscheit, eilig einen zweiten, dann doch noch mehr, warf sie alle in die Feuerstelle. Wärend das Holz nun nach und nach Feuer fing, griff er sich den zukünftigen Panther, musterte ihn kritisch. Er war perfekt schwarz, ja, aber ein etwas derartig sü... - da dämmerte es Ilbert! Es musste eine Falle sein! Während er das katzengroße Tier hielt, schlug sein Schwanz hin und her, das Zimmer erleuchtete sich nach und nach mit warmen Licht und plötzlich sah das Tier nichtmehr so gefährlich aus.
War es eine Falle? Er... musste es versuchen, führte das Tier mit dem Nacken an seine Nase, schnupperte. Er stank. Aber da war noch etwas anderes, versteckt in dem Gestank. Sicherlich, Ilbert hatte nicht die beste Nase, aber zum Einbilden reichte es. Feyja!
Er legte den Pantherjungen ab und gedanklich verschob er das Urteil auf morgen. Die Müdigkeit schlich auch in seine Glieder, so torkelte er die Treppe hinauf, während das Tier schwanzschlagend unten blieb.
Etwa zwei Stunden schlaf - es war ihm zu warm, wieso hatte er auch soviele Scheite hineingeworfen? - dann hörte er ein leises Kratzen auf Metall. Ein resignierendes Seuftzen von Ilbert, schlaftrunken öffnet er die Tür für das Katzentier, ehe er sich wieder in sein Bett begab. Es sollte eine unruhige Nacht werden, letztlich stand Ilbert mit einigen munteren Kratztspuren über der Brust auf.
Langsam entsann er sich. Claudius - ein Streiter der Bruderschaft - ein 'Duell'. Er sprach von einem Duell, meinte aber eigentlich eher einen Übungskampf, ein Kräftemessen, also willigte er ein. Claudius lange Haare schauten seitlich aus der Kapuze heraus, so dass Ilbert sie noch sehen konnte, als er ihm hinterher trottete. Die Haare sollen nicht im Kampfe stören? Kaum zu glauben! Der Regen nieselte weiter auf die beiden Kapuzenträger. Ilbert spürte das ordentliche Gewicht seiner gut verschnürrten Plattenrüstung, die mit Riehmen über seiner Schulter befestigt war.
Die Wachen waren derweil größtenteils mies gelaunt, beschimpften das Wetter, beschimpften den Winter, beschimpften eigentlich alles, was ihnen nicht in den Kram passte, aber das sollte Ilbert auch nichtmehr lange stören, bald waren er und sein 'Duell'-Gegenüber auf einem freien Felde angekommen, unfern der Stadt. Nochmals bestätigte man sich die Aussicht auf einen eher friedsamen Kampf, den anderen nicht zu verletzen. Rabenschreie verhallten im ewigen, dumpfen Nieseln. Dann machte Ilbert sich auf, seine schwere Plattenrüstung anzulegen. Er werkelte, schnürrte, schnallte, dann war er drinnen. Die mehrfachen Reperaturen haben den Allianzadler von der Brust entfernt und die Rüstung merklich enger gestaltet. Was hatte die werte Schmiedin Joanna gesagt? Er solle sich demnächst eine Neue zulegen. Doch für diesen Kampf sollte es noch ausreichen. Der Schwertschaft wurde mit einer dünnen Schnurr an der Hand festgesurrt, dann der schwere Schild an der Fessel gegriffen, er schepperte wieder auf das freie Feld.
Erst fiel er ihm garnicht auf, der Schwarzberobte. Erst dachte er sich, seine Augen würden ihm einen Spaß spielen. Oder eher einen Schrecken. Aber mit jedem weiteren Blick spannte sich jeder Muskel mehr und mehr an. Der Regen - er schien ihn nichtmehr zu treffen - oder war er nur so nebensächlich geworden? Ilbert bellte Worte, er kann sich nichtmehr entsinnen was. Dann gesellte sich ein Rabe auf des Rabendiener's Schulter. Putzte, mit gar dreister Selbstsicherheit sein Gefieder, schien des laut scheppernden, schwer gerüsteten Ilberts kaum gewahr.
Mahnende Worte von Claudius, der sich seltsamerweise vom Boden aufreckte. Ilbert näherte sich trotzdem. Der Rabe schoß in die Höhe. Nurnoch zwei Schwertlängen trennten den Rabendiener währenddessen von seinem Tod. Ilbert schepperte unentwegt näher, den Schild auf Augenhöhe, die Klinge erhoben - da schoß der Rabe hinab. Ein stechender Schmerz, links der Nase, Blut floß dünnflüssig hinab. Einem Reflex folgend, zuckte der Schild zurück, quetschte das unheilbringende Tier auf den Helm; Wildes Federschlagen, zerren, ein weiterer Reflex und der Schild landet auf dem Schnee. Die gepanzerte Hand fährt zurück, an das Gesicht, der Vogel hat sich währenddessen flatternd von Dannen gemacht, landet auf des Dieners Schulter, noch ehe Ilbert aufsehen kann.
Der ehemalige Gardist rennt voran, schwerfällig, träge, die Klinge hoch erhoben, laut scheppernd. Die gepanzerte Linke hält er vor, wie einen Rammbock gen des Rabendieners Herz - wenn er denn eines hat - gerichtet. Und doch, verfehlt er. Die Sichtverhältnisse sind bescheiden, Ilbert schmeckt Blut und im Zorn, lässt es sich nicht sagen, ob es Hexerei oder Geschicklichkeit war, die den Unheilsbringer rettete.
Doch Ilbert lief erstmal ins Leere, die Klinge fraß nur Luft. Mit den Fersen in den Schnee gestemmt, kam er zum stehen, wandte sich wieder dem Rabenmannen zu. Wieder werden Worte zornig hin und ruhig zurückgeworfen. Diese teuflische Ruhe... Und plötzlich kommen keine Worte mehr zurück. Nein, die Worte, sie kommen von ihm selber! Aus Ilberts Gedanken entspringen diese Antworten, die ihm doch so fremd sind. Hexenwerk!
Ein weiterer Sturmlauf, denn er soll aufhören mit seiner Zauberrei! Ilbert's Wille zu Temora ist stark, die Klinge findet den Weg zum schützend gehobenen Arm - und prallt ab. Die abgelenkte, unerwartete Kraft reißt ihm den Leib herum, er landet bäuchlings im Schnee. Er findet jedoch recht eilig wieder auf die Füße, das Blut weiter über die untere Gesichtshälfte verteilt, weiterhin zornig auf den Teufelspaktierer.
Er nähert sich wieder. Der Rabe sitzt ruhig auf seiner Schulter, schwarz seine verfluchten Augen. Töte ihn, schallt da wieder eiskalt die Stimme des Unheilshexer. Doch der Rabe bleibt ruhig, seelenruhig, wenn er denn eine hätte. Ilbert nähert sich weiter, eine Schwertspitze noch, einen Finger, dann könnte er den Sturm wagen, dann wäre es der Tod des Verfluchten! Aber... Claudius in seinen Augenwinkeln, die Klinge erhoben, kam ihm zuvor. Mit einem elektrischen Schlag geht seine Klinge auf Ilberts linke Schulter nieder, die Betäubung, die Kraft, sie schmeißt ihn auf seine Knie. Die Rechte sackt nach vorne, mit ihr die Klinge, die nun Blut und Fleisch frisst. Claudius Bein dient ihr als Opfer, ehe er die Klinge aus dem Muskel herauszieht.
Ein schreckhaftes Keuchen, die Augen weit offen, so betrachtet Ilbert den Schrecken einem Guten die das Schwert in das Bein geschlagen zu haben. Aber dann kehrte der Schmerz zurück, der Schmerz der seine Schulter brennen lies. Er zwang die Augenlider herab, bohrte die Klinge nochmal in das Bein, den Unterschenkel nun. Dann folgte eine kurze Zeit der Stille.
Eine Frau kam heran, doch es war alles sehr schwammig vor Ilberts Augen. Claudius lag im Schnee, das Bein -blutüberströmt- sah fürchterlich aus. Sie brachten ihn zum Heilerhaus. Wie? Daran kann sich Ilbert bei besten Willen nicht entsinnen.
Er lehnt nun gegen seine Haustür, die Stirn an das eiskalte Metall gehalten, während er den Schlüssel ins Schloß schob. Es knackte, dann trat er ein. Das gütige Lächeln Temoras - oder eher ein Abbild davon, stand ihm gegenüber, schuf in ihm Kraft, wo gerade nur Leere war. Seine Füße streifen die Stiefel ab, er entledigen sich der Robe mit dem blutgetränkten Ärmel und dann betritt er die Wohnstube.
Bei Temora, er hatte das Richtige getan! Er war besser, als diese Rabenbrut! Er war der Diener des Guten, dabei bleibt es! Seinen nun doch müden Augen suchten das Feuer, das jedoch verschwunden war. Stattdessen glimmte nurnoch ein bischen etwas in der Feuerstelle. Er näherte sich, dann erkannte er eine Bewegung im Schatten. Ein Kopf, ein langer Schwanz, vier Tatzen, alles schwarz wie die Nacht. Vor ihm lag ein verdammtes Pantherjunges?!
Der Schreck lies ihn gefrieren. Ein Zeichen der Götter?! Was...was hatte er so Falsches getan? Womit hat er die Rache des Panthers verdient? Oder...sollte das Schicksal ihn unter seine Pranke schieben? War er letztlich ein grausiges Spielzeug für die Götter?
Nein!, sprach er laut aus, was das Pantherjunge weckte. Es bleckte seine kleinen, weißen Zähne, mit einem großen Gähnen wurden sie zutage gefördert. Ilbert sprang voraus, packte das Tier, sollte es doch gleich in der Glut verbrennen... in der Glut verbrennen. Das konnte doch garnicht funktionieren!
Er lies es fallen, griff sich einen Holzscheit, eilig einen zweiten, dann doch noch mehr, warf sie alle in die Feuerstelle. Wärend das Holz nun nach und nach Feuer fing, griff er sich den zukünftigen Panther, musterte ihn kritisch. Er war perfekt schwarz, ja, aber ein etwas derartig sü... - da dämmerte es Ilbert! Es musste eine Falle sein! Während er das katzengroße Tier hielt, schlug sein Schwanz hin und her, das Zimmer erleuchtete sich nach und nach mit warmen Licht und plötzlich sah das Tier nichtmehr so gefährlich aus.
War es eine Falle? Er... musste es versuchen, führte das Tier mit dem Nacken an seine Nase, schnupperte. Er stank. Aber da war noch etwas anderes, versteckt in dem Gestank. Sicherlich, Ilbert hatte nicht die beste Nase, aber zum Einbilden reichte es. Feyja!
Er legte den Pantherjungen ab und gedanklich verschob er das Urteil auf morgen. Die Müdigkeit schlich auch in seine Glieder, so torkelte er die Treppe hinauf, während das Tier schwanzschlagend unten blieb.
Etwa zwei Stunden schlaf - es war ihm zu warm, wieso hatte er auch soviele Scheite hineingeworfen? - dann hörte er ein leises Kratzen auf Metall. Ein resignierendes Seuftzen von Ilbert, schlaftrunken öffnet er die Tür für das Katzentier, ehe er sich wieder in sein Bett begab. Es sollte eine unruhige Nacht werden, letztlich stand Ilbert mit einigen munteren Kratztspuren über der Brust auf.
- Liliana van Drachenfels
- Beiträge: 723
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
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Zuletzt geändert von Liliana van Drachenfels am Sonntag 4. April 2010, 19:30, insgesamt 1-mal geändert.

- Marye Larou
- Beiträge: 190
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Marye schüttelte seufzend den Kopf. Was sollte sie nur mit Feyja anstellen?
Es war kaum zu glauben, daß die den selben Vater hatten, so unterschiedlich war ihre Schwester. War sie ewig mißtrauisch, war Feyja naiv, leichtgläubig und allen Fremden gegenüber freundlich und aufgeschlosesn. Irgendwann würde ihr das zum Verhängnis werden, da war sich Marye sicher. Sie konnte nicht ständig auf Feyja aufpassen, dafür machte die Kleine sich zu gern aus dem Staub und Marye konnte dann wieder tagelang suchen. Zum Glück wußte sie nun wenigstens, wo Ilbert wohnte.
Da die beiden ständig zusammen waren, gefiel ihr zwar nicht, liess sich aber wohl nicht ändern. Sie hoffte nur daß sie Feyja und auch Ilbert genügend Angst eingejagt hatte, damit sie sich beherschten. Doch viel Hoffnung hatte sie da nicht.
Sie wußte nur daß das niemals gut gehen würde, Feyja das kleine naive Mädchen aus dem Wald und Ilbert, ein Städter! Feyja war ihr sehr ans Herz gewachsen und gerne würde sie sie vor allem beschützen, auch wenn Feyja dies für überflüssig hielt und immer noch dachte, alle Menschen wären nett. Marye wußte daß dem nicht so war und sie wußte auch daß Feyja schutzlos war. Ihr kleiner Dolch, den sie stolz zeigte, wenn Marye dies ansprach, würde nichts daran ändern.
Am besten wäre wohl sie würde sie einfach in ihrem Lager einsperren, doch das ging natürlich nicht.. So gab sie weiterhin ihr Bestes, ihre Schwester zu warnen und versuchte sie vor allem Bösen zu beschützen. Leicht war dies nicht, denn sie war überzeugt davon daß hinter jeder Ecke eine Gefahr lauerte, doch Feyja sah dies natürlich alles ganz anders.
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Es war kaum zu glauben, daß die den selben Vater hatten, so unterschiedlich war ihre Schwester. War sie ewig mißtrauisch, war Feyja naiv, leichtgläubig und allen Fremden gegenüber freundlich und aufgeschlosesn. Irgendwann würde ihr das zum Verhängnis werden, da war sich Marye sicher. Sie konnte nicht ständig auf Feyja aufpassen, dafür machte die Kleine sich zu gern aus dem Staub und Marye konnte dann wieder tagelang suchen. Zum Glück wußte sie nun wenigstens, wo Ilbert wohnte.
Da die beiden ständig zusammen waren, gefiel ihr zwar nicht, liess sich aber wohl nicht ändern. Sie hoffte nur daß sie Feyja und auch Ilbert genügend Angst eingejagt hatte, damit sie sich beherschten. Doch viel Hoffnung hatte sie da nicht.
Sie wußte nur daß das niemals gut gehen würde, Feyja das kleine naive Mädchen aus dem Wald und Ilbert, ein Städter! Feyja war ihr sehr ans Herz gewachsen und gerne würde sie sie vor allem beschützen, auch wenn Feyja dies für überflüssig hielt und immer noch dachte, alle Menschen wären nett. Marye wußte daß dem nicht so war und sie wußte auch daß Feyja schutzlos war. Ihr kleiner Dolch, den sie stolz zeigte, wenn Marye dies ansprach, würde nichts daran ändern.
Am besten wäre wohl sie würde sie einfach in ihrem Lager einsperren, doch das ging natürlich nicht.. So gab sie weiterhin ihr Bestes, ihre Schwester zu warnen und versuchte sie vor allem Bösen zu beschützen. Leicht war dies nicht, denn sie war überzeugt davon daß hinter jeder Ecke eine Gefahr lauerte, doch Feyja sah dies natürlich alles ganz anders.
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Alle sind gleich.. aber ein paar sind gleicher!
Die Realität ist beschissen genug, da muß ein Fantasy Online-Rollenspiel nicht auch noch realistisch sein!
Die Realität ist beschissen genug, da muß ein Fantasy Online-Rollenspiel nicht auch noch realistisch sein!
-
Feyja Larou
Ein kleiner Ausflug nach Rahal
Kaum hatte das Schiff angelegt, flitzte ein kleiner grüner Blitz an der Hafenwache vorbei. Ehe er registrieren konnte, wer da war, war Feyja auch schon in den Gassen verschwunden. Es stank. Und war dreckig. Beides machte ihr eigentlich nicht viel aus, aber das war unangenehm. Suchend streifte sie durch das Hafenviertel, bis sie dann etwas fand, das nach Taverne aussah. Eine kurze Beobachtung, und ein Mann trat heraus. Das schleppenede 'Gespräch' brachte hervor, das sie hier wohl Richtig war. Was sie wollte, Verstand er jedoch nicht. Drinnen war noch eine Frau. Auch diese Verstand ihr anliegen jedoch nicht.
Mit Brot gelockt, sie hatte Hunger gehabt, das war alles Aufregend und Aufregung machte schliesslich Hunger, trat sie mit in den Schenkenkeller. Da stank es auch. Und da waren viele Leute da. Verunsichert und Misstrauisch huschte ihr Blick unstet umher. Immerhin waren auch ein paar vertraute Gesichter dabei. Einige der Männer fingen an zu zählen, und zu streiten. Worum es genau ging bekam sie auch nicht mit. Ihre Suche jedoch wurde leider nicht beendet. Der Hutmann war nicht da.
Dann war da noch einer der die Streitenden anschrie. Den kannte sie. Der war nett. Und die Frau kannte sie auch. Die war auch nett. Und als sie Fey dann ein Bonbon gab, war sie gleich noch viel netter! Zufrieden schmatzend lutschte das kleine grüngekleidete Wesen die Süssigkeit, und beobachtete halb was geschah. Irgendwann sollte sie mit der Frau gehen, und oben war dann noch eine nette Frau. Die hatte ihr Bonbons geschenkt! Viele! Allerdings konnte Fey sie nur kurz begrüssen, dann kamen die streitenden nach. Rasch hüpfte sie in Sicherheit. Irgendwie, so schien es, stritten die sich wegen ihr. Dabei hatte sie doch garnichts gemacht? Aber da waren ja auch noch die netten Leute. Irgendwann, sie bekam noch ein Bonbon in der Zwischenzeit, gingen sie zu dritt hinaus.
Kaum war sie dann im Schiff, wich alles Misstrauen und die Unsicherheit. Hier war sie wieder auf vertrautem Boden. Da konnte ihr nichts passieren. Die beiden rieten ihr noch zu Sicherheit. Dabei hatte sie doch ihren Dolch! Und wieso meinten alle nur immer sie müsse aufpassen?
In Bajard angekommen verabschiedete sie sich und schaute kurz erneut an seinem Heim vorbei. Doch auch hier war niemand anzufinden.
Kaum hatte das Schiff angelegt, flitzte ein kleiner grüner Blitz an der Hafenwache vorbei. Ehe er registrieren konnte, wer da war, war Feyja auch schon in den Gassen verschwunden. Es stank. Und war dreckig. Beides machte ihr eigentlich nicht viel aus, aber das war unangenehm. Suchend streifte sie durch das Hafenviertel, bis sie dann etwas fand, das nach Taverne aussah. Eine kurze Beobachtung, und ein Mann trat heraus. Das schleppenede 'Gespräch' brachte hervor, das sie hier wohl Richtig war. Was sie wollte, Verstand er jedoch nicht. Drinnen war noch eine Frau. Auch diese Verstand ihr anliegen jedoch nicht.
Mit Brot gelockt, sie hatte Hunger gehabt, das war alles Aufregend und Aufregung machte schliesslich Hunger, trat sie mit in den Schenkenkeller. Da stank es auch. Und da waren viele Leute da. Verunsichert und Misstrauisch huschte ihr Blick unstet umher. Immerhin waren auch ein paar vertraute Gesichter dabei. Einige der Männer fingen an zu zählen, und zu streiten. Worum es genau ging bekam sie auch nicht mit. Ihre Suche jedoch wurde leider nicht beendet. Der Hutmann war nicht da.
Dann war da noch einer der die Streitenden anschrie. Den kannte sie. Der war nett. Und die Frau kannte sie auch. Die war auch nett. Und als sie Fey dann ein Bonbon gab, war sie gleich noch viel netter! Zufrieden schmatzend lutschte das kleine grüngekleidete Wesen die Süssigkeit, und beobachtete halb was geschah. Irgendwann sollte sie mit der Frau gehen, und oben war dann noch eine nette Frau. Die hatte ihr Bonbons geschenkt! Viele! Allerdings konnte Fey sie nur kurz begrüssen, dann kamen die streitenden nach. Rasch hüpfte sie in Sicherheit. Irgendwie, so schien es, stritten die sich wegen ihr. Dabei hatte sie doch garnichts gemacht? Aber da waren ja auch noch die netten Leute. Irgendwann, sie bekam noch ein Bonbon in der Zwischenzeit, gingen sie zu dritt hinaus.
Kaum war sie dann im Schiff, wich alles Misstrauen und die Unsicherheit. Hier war sie wieder auf vertrautem Boden. Da konnte ihr nichts passieren. Die beiden rieten ihr noch zu Sicherheit. Dabei hatte sie doch ihren Dolch! Und wieso meinten alle nur immer sie müsse aufpassen?
In Bajard angekommen verabschiedete sie sich und schaute kurz erneut an seinem Heim vorbei. Doch auch hier war niemand anzufinden.
- Marye Larou
- Beiträge: 190
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Wieder ein mal war sie auf der Suche nach Feyja! Gestern Abend hatte sie sich von ihr am Kloster getrennt, sie wollte, nein konnte da nicht einfach mit gehen. Diese blöde Schnepfe, die ihre Tiere töten wollte war auch da und einige andere. So zog sie sich zurück, rief Ilbert noch mal zu, daß er sich gut um sie kümmern sollte. Später kam sie dann zu ihrer nahegelegen Schlafstätte in einem Baum, doch Morgens was wie verschwunden.
Doch wo war Feyja nun? Mitlerweile war sie schon geübt darin ihre Spuren zu finden und sie irgendwo aufzutreiben. Am Kloster war sie nicht mehr, dort hatte sie nach gefragt. Als nächstes war sie beim Haus von Ilbert, doch dort war sie auch nicht. Sie fragte sich rum erst bei den Kutschern. Die kannten sie schon und verdrehten meist die Augen, doch waren alle freundlich und hilfsbereit. Sie kannten ja Feyja und mochten sie. Und keiner beneidete wohl Marye um ihre Aufgabe auf sie aufzupassen. Weiter führte ihr Weg sie nach Bajard, wo sie alle möglichen Leute ausfragte. Auch hier war Feyja bekannt wie ein bunter Hund. Es war ja fast unmöglich sie mit ihrer offenen und freundlichen, fröhlichen Art nicht zu mögen. So waren die meisten Leute doch recht hilfsbereit.
Bei der Bank berichtete ihn die Bankfrau daß Feyja eine Nachricht bekommen hätte. Hilfsbereit sagte sie ihr auch den Inhalt der Nachricht. Marye runzelte die Stirn, besuchte dann auch noch ein mal den Leuchtturm, doch ohne Erfolg. Ein Seemann im Hafen berichtete ihr dann daß sie tagsüber mit dem Schiff nach Rahal gefahren wäre. Marye konnte das gar nicht glauben, aber er beteuerte die Wahrheit zu sagen.
Marye schluckte, was sollte Feyja in Rahal suchen?
Sie würde Feyja auch in die Höhle des Löwens folgen, doch nun mußte sie erst mal mit Ilbert reden und ja auch mit ihren Freunden. Doch wieso sollte Feyja freiwillig nach Rahal gegangen sein? Sie seufzte tief und machte sich auf den Weg zu Ilberts Haus.
Doch wo war Feyja nun? Mitlerweile war sie schon geübt darin ihre Spuren zu finden und sie irgendwo aufzutreiben. Am Kloster war sie nicht mehr, dort hatte sie nach gefragt. Als nächstes war sie beim Haus von Ilbert, doch dort war sie auch nicht. Sie fragte sich rum erst bei den Kutschern. Die kannten sie schon und verdrehten meist die Augen, doch waren alle freundlich und hilfsbereit. Sie kannten ja Feyja und mochten sie. Und keiner beneidete wohl Marye um ihre Aufgabe auf sie aufzupassen. Weiter führte ihr Weg sie nach Bajard, wo sie alle möglichen Leute ausfragte. Auch hier war Feyja bekannt wie ein bunter Hund. Es war ja fast unmöglich sie mit ihrer offenen und freundlichen, fröhlichen Art nicht zu mögen. So waren die meisten Leute doch recht hilfsbereit.
Bei der Bank berichtete ihn die Bankfrau daß Feyja eine Nachricht bekommen hätte. Hilfsbereit sagte sie ihr auch den Inhalt der Nachricht. Marye runzelte die Stirn, besuchte dann auch noch ein mal den Leuchtturm, doch ohne Erfolg. Ein Seemann im Hafen berichtete ihr dann daß sie tagsüber mit dem Schiff nach Rahal gefahren wäre. Marye konnte das gar nicht glauben, aber er beteuerte die Wahrheit zu sagen.
Marye schluckte, was sollte Feyja in Rahal suchen?
Sie würde Feyja auch in die Höhle des Löwens folgen, doch nun mußte sie erst mal mit Ilbert reden und ja auch mit ihren Freunden. Doch wieso sollte Feyja freiwillig nach Rahal gegangen sein? Sie seufzte tief und machte sich auf den Weg zu Ilberts Haus.
Zuletzt geändert von Marye Larou am Freitag 11. Juni 2010, 13:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Yaamal
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Kimroth Gruenfels
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- Registriert: Freitag 11. Januar 2008, 21:57
Na schön, dachte Kim, als er das schlafende Bündel in seinem Büro betrachtete. Ein junges Ding, vermutlich keine Ahnung, wie grausam es in dieser Welt zugeht und allerhöchstens ein Bauernopfer. Sie hatte es nicht verdient, in diese Sache mit reingezogen zu werden.
So ordnete er an, dass sie mit Nahrung und allem, was sie wünschte, versorgt werden sollte, sie sei hier wie ein, wenn auch unfreiwilliger, Gast zu behandeln.
Allerdings - und das war ihm klar, nachdem er Ilbert und die Zustände vor dem Kloster beobachtet hatte - würde wohl auch durchaus jemand Anders kommen, um die vermeintliche Hinterwäldlerin vielleicht gar mit Gewalt herauszuholen. Ein kläglicher Versuch, wurden die Wachen wegen des Krieges ja ohnehin schon verstärkt.
Es galt also, die Wachen am Hafen zu verstärken. Er hatte ohnehin keine Lust mehr, auf eine Antwort des Statthalters zu warten und arbeitete nun nach eigenem Ermessen.
So ordnete er an, dass sie mit Nahrung und allem, was sie wünschte, versorgt werden sollte, sie sei hier wie ein, wenn auch unfreiwilliger, Gast zu behandeln.
Allerdings - und das war ihm klar, nachdem er Ilbert und die Zustände vor dem Kloster beobachtet hatte - würde wohl auch durchaus jemand Anders kommen, um die vermeintliche Hinterwäldlerin vielleicht gar mit Gewalt herauszuholen. Ein kläglicher Versuch, wurden die Wachen wegen des Krieges ja ohnehin schon verstärkt.
Es galt also, die Wachen am Hafen zu verstärken. Er hatte ohnehin keine Lust mehr, auf eine Antwort des Statthalters zu warten und arbeitete nun nach eigenem Ermessen.
- Marye Larou
- Beiträge: 190
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Dort angekommen traf sie auf Ilbert und zwei hochedle, wie Ilbert immer wieder sagte. Als Adrian und Darna von Hohenfels stellten sie sich vor. Hätte Marye sich nicht schon vorher als Marie vorgestellt, hätte sie glatt "Marie von Lameriast" gesagt, dachte sie noch grnsend.
Doch der Anlaß war ernst, anscheinend war Feyja entführt worden. Nur von wem? Die Spur führte jedoch eindeuteig wiederum nach Rahal!
So sehr Marye Städte und insbesonders Rahal hasste, sie mußte wohl dorthin!
Dann gab es noch ein Zwischenspiel: Ilbert vermutete einen ungebetenen Gast in seinem Haus und es stank dort ganz furchtbar nach vergammelnden Fisch. Doch unter seinem Bett, das einzig mögliche Versteck, war anscheinend niemand, denn sonst wäre er von Maryes Knochenspeer sicher aufgespiesst worden. So machte sie sich nach einer Weile wieder auf den Weg nach Bajard um dort Erkundigungen einzuholen und wollte auch einige Freunde aufsuchen.
Doch der Anlaß war ernst, anscheinend war Feyja entführt worden. Nur von wem? Die Spur führte jedoch eindeuteig wiederum nach Rahal!
So sehr Marye Städte und insbesonders Rahal hasste, sie mußte wohl dorthin!
Dann gab es noch ein Zwischenspiel: Ilbert vermutete einen ungebetenen Gast in seinem Haus und es stank dort ganz furchtbar nach vergammelnden Fisch. Doch unter seinem Bett, das einzig mögliche Versteck, war anscheinend niemand, denn sonst wäre er von Maryes Knochenspeer sicher aufgespiesst worden. So machte sie sich nach einer Weile wieder auf den Weg nach Bajard um dort Erkundigungen einzuholen und wollte auch einige Freunde aufsuchen.
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- Marye Larou
- Beiträge: 190
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
Sie machte sich noch mal auf den Weg nach Lameriast, in der vagen Hoffnung Feyja und vieleicht Tajara dort zu treffen. Feyja war nicht da, aber zumindest Tajara war dort. Sie hätte sie gern begleitet, konnte wegen ihrem Kind aber nicht fort. Sie gab ihr einige Tips, wie sie sich in Rahal verhalten sollte um dort nicht aufzufallen. Anschließend ging es zurück nach Bajard und von dort ging sie in den Wald nördlich. Bei Ali's Baum angekommen schaute sie sich sorgsam um. Niemand war in der Nähe, so kroch sie durch den hohlen Baumstamm in ihre Höhle. Doch Ali war nicht da. Sie hatte wie so viele ihrer Freunde die dumme Angewohnheit oft ohne Ankündigung manchmal tage oder gar wochenlang zu verschwinden. Marye seufzte, dann ging sie nach einem Nickerchen zurück und traf ihre Vorbereitungen.
Am Abend dann ging es los. Sie besorgte sich Haarfärbemittel und färbte ihre Haare dunkelgrau und löste ihren Zopf. Ihre langen glänzenden Haare wurden mit Staub und Asche behandelt, so daß sie ganz stumpf wirkten. Sie zerzauste sich die Haare extra noch, so daß sie wirr abstanden. Ihre Rüstung und ihre Waffen legte sie bis auf ihren Diamant-Wurfdolch, den sie im Stiefel versteckte in Bajard ab und verstaute sie dort. Das Gesicht rieb sie sich mit ein wenig Dreck ein, so daß sie schmutzig und schmuddelig wirkte. Die Brandnarben würden so nur auf sehr kurze Distanz und wenn man sehr genau hinsah, sichtbar werden. Sie legte sich eine alte, schmuddelige Robe über und holte sich in der Taverne zwei Flaschen Schnaps, beim Fischer eine Angel. Eine Flasche Schnaps vergoss sie über ihrer Robe, so daß sie nun stank wie ein Schnapsladen. Dann bestieg sie das Schiff nach Rahal. Dort angekommen fing sie am Steg erst ein mal an zu Angeln und beobachtete die Umgebung ganz genau. Am Hafenausgang standen Wachen, die jeden, der hinauswollte untersuchten, einige wurden auch abgewiesen. Marye erkannte daß man sie in ihrer Aufmachung sicher nicht durchlassen würde. Einige junge und hübsche Frauen, die den Wachen jedoch hübsche Augen machten, ließ man durchaus durch. Doch so hatte dies keinen Zweck. Den Abend verbrachte sie damit alles zu beobachten, dann machte sie sich zurück auf den Weg nach Bajard. Ihre Schlafstellen waren leer, auch beim Haus von Ilbert war niemand. Deprimiert und müde schlief sie nach einer Weile ein.
Am Abend dann ging es los. Sie besorgte sich Haarfärbemittel und färbte ihre Haare dunkelgrau und löste ihren Zopf. Ihre langen glänzenden Haare wurden mit Staub und Asche behandelt, so daß sie ganz stumpf wirkten. Sie zerzauste sich die Haare extra noch, so daß sie wirr abstanden. Ihre Rüstung und ihre Waffen legte sie bis auf ihren Diamant-Wurfdolch, den sie im Stiefel versteckte in Bajard ab und verstaute sie dort. Das Gesicht rieb sie sich mit ein wenig Dreck ein, so daß sie schmutzig und schmuddelig wirkte. Die Brandnarben würden so nur auf sehr kurze Distanz und wenn man sehr genau hinsah, sichtbar werden. Sie legte sich eine alte, schmuddelige Robe über und holte sich in der Taverne zwei Flaschen Schnaps, beim Fischer eine Angel. Eine Flasche Schnaps vergoss sie über ihrer Robe, so daß sie nun stank wie ein Schnapsladen. Dann bestieg sie das Schiff nach Rahal. Dort angekommen fing sie am Steg erst ein mal an zu Angeln und beobachtete die Umgebung ganz genau. Am Hafenausgang standen Wachen, die jeden, der hinauswollte untersuchten, einige wurden auch abgewiesen. Marye erkannte daß man sie in ihrer Aufmachung sicher nicht durchlassen würde. Einige junge und hübsche Frauen, die den Wachen jedoch hübsche Augen machten, ließ man durchaus durch. Doch so hatte dies keinen Zweck. Den Abend verbrachte sie damit alles zu beobachten, dann machte sie sich zurück auf den Weg nach Bajard. Ihre Schlafstellen waren leer, auch beim Haus von Ilbert war niemand. Deprimiert und müde schlief sie nach einer Weile ein.
Zuletzt geändert von Marye Larou am Samstag 12. Juni 2010, 12:09, insgesamt 1-mal geändert.
Alle sind gleich.. aber ein paar sind gleicher!
Die Realität ist beschissen genug, da muß ein Fantasy Online-Rollenspiel nicht auch noch realistisch sein!
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Ivy Mignus
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Feyja Larou
Verrat!
Ihr zweiter Auflug nach Rahal lief nicht ganz so wie geplant. Spät Nachts, Feyja schlief dafür am Tage mal gern länger, traf sie den HutMann und er schien auch erfreut sie zu treffen. Die Nachricht musste warten sagte er, dafür sollte sie folgen. Natürlich folgte sie ihm, und schon war sie wieder in Rahal. Nach kurzem vor_den_Soldaten_wegrennen waren sie beide auch in der Hafenschenke. Sie sollte das trinken üben. Und er meinte er wollte einfach ein paar Stündchen mit ihr verbringen. Das fand sie toll, denn er war ja nett. Ausserdem gab es Pfannkuchen! Schmausend und trinkend verbrachten die beiden so den Abend in einer unangenehm riechenden alten Stadt. Irgendwann wurde Fey Müde. Aber schlafen in Mauern, die stanken und sie nicht kannte, das ging beim besten Willen nicht. Als sie dann andeutete sie möchte gehen, bot er ihr noch etwas zu trinken an. Das Wasser jedoch roch nicht Gut. Zehn Jahre im Wald hatten ihre Nase fein werden lassen. Und da sie eigentlich nur Wasser trank, und erst seit einer Weile auch anderes, bemerkte sie soetwas recht zuverlässig. Dann bekam sie Bananenmilch. Das kannte sie nicht. Und wie das normalerweise roch wusste sie nicht. Aber er meinte das war lecker. Und das war es dann auch. Leider konnte sie danach nicht mehr nach Hause gehen. Kaum war der Krug leer, vielen ihr schon die Augen zu. Immerhin wurde sie zugedeckt. Und so, eher unruhig, schlief das kleine Bündel fern ihrer Wälder und Liebsten, und ahnte noch nicht, warum.
Der nächste Tag begann nicht so schön. Sie war irgendwo, ihr Kopf tat ein bisschen weh, sie war Alkohol nicht gewöhnt, und wusste zuerst garnicht warum sie hier war. Ausserdem trug sie eine Robe. Darin war es viel zu Warm. Und sie konnte sich kaum bewegen. Und zu gross war sie auch! Dann kam da ein Mann. Der Unterhielt sich ein bisschen mit ihr. Und sie suchten irgendwas, was sie anstatt der Robe hätte anziehen können. Feyja hätte sie ja einfach ausgezogen, aber sie sollte nicht nackt, oder halbnackt, herumlaufen. Warum? Verstand sie nicht. War doch viel bequemer! Aber ihre Schwester und auch Ilbert waren da manchmal sehr komisch. Und da sie auf die beiden manchmal sogar hörte, zog sie sich nur ganz selten aus.
Dann wollte sie raus. Doch der Mann rief irgendwas und sie blieb mehrmals stehen, bis sie dann endlich am Gitter war. Doch... sie wurde nicht rausgelassen? Es dauerte nicht lange, und sie verfiel fast in Panik. Doch sosehr sie auch rüttelte und auf den Ausgang deutete, sie wurde nicht herausgelassen. Misstrauen machte sich in ihr breit. Als dann auch noch der Mann, der sie am Tage zuvor wieder sicher mit hat nach Hause genommen, sie _auch_ nicht rausliess, dämmerte ihr erstmals, das sie vielleicht doch nicht nur Gast war. Die Süssigkeiten die er ihr reichte, wanderten auf den Boden. Die wollte sie nicht! Dann kam der HutMann, und der liess sie dann doch raus. Ein Blitzt zischte durch die Taverne und nach draussen. Luft. Und Abstand. Sie musste die Situation neu bedenken.
Draussen kam der HutMann und entschuldigte sich und lockte und erklärte. Es tat ihm Leid und er sorgte sich nur. Feyja, in ihrer Naivität und dem Glauben daran, das jedes vernunftbegabtes Wesen ein nettes ist, folgte so wieder in die Taverne. Dort zog sie erst einmal die Robe aus und tauschte sie gegen ein Hemdchen. Das war besser. Dann war da noch eine Knochenfrau. Und der andere freundliche Mann entschuldigte sich mit einem Obstsalat. Da mochte sie wieder alle und war glücklich. Doch sie wollte wieder Heim. Sie hielt es ja meist sogar nur Stunden in Ilberts Haus aus, und nun war sie schon ewig hier. Doch ihr wurde gesagt, die Schiffe fuhren nicht. Wegen dem Krieg. Das Krieg war, hatte sie mitbekommen. Dann bekam sie einen Wolfsknochen geschenkt, von der Knochenfrau. Warum? Nur so. Manche Leute waren Wirklich komisch.... Aber den Knochen steckte sie rasch ein, und gab ihr ein Bonbon dafür.
Irgendwann kam ein Hafenarbeiter, der HutMann war gerade irgendwo anders, und bestätigte das die Schiffe nicht fuhren. Geknickt wollte sie denoch zum Hafen. Doch wieder wurde sie mit Überredung abgehalten. Als der Hafenarbeiter weg war, kam auch der HutMann wieder und lächelte und entschuldigte sich und meinte, das er sich um sie kümmern wird. Das tat er dann auch. Sie spielten eine ganze Weile Karten, und auch ein anderer Mann bemühte sich sie aufzumuntern. Aber noch einen Tag ohne Wald, Freiheit, Blumen und frischer Luft? Das war keine schöne Aussicht.
Irgendwann wurd es ihr langweillig. Der HutMann wollte Ihr etwas zu trinken holen. Gelangweilt und Neugierig tappste sie jedoch in den Keller. Da waren Stimmen die sie nicht zuordnen konnte. Also lugte sie um die Ecke. Zwei unbekannte Männer. Die beiden Unterhielten sich über ... irgendetwas und gingen dann die Treppe hinauf. Das heist.. der eine ging hinauf. Der andere wollte ihr an die Schläfe fassen. Aber das durfte er nicht! Also zuckte sie zurück. Dann kribbelte es plötzlich leicht, und sie konnte sich nicht mehr bewegen! Sie wär ja gern in Panik ausgebrochen, aber das ging so nicht. Der Mann schnappte sich das Mädchen, und öffnete einen Riss nach irgendwo, und auf einmal kam sie zu Bewusstsein. Sie war noch nie in der Spährenwelt, und wohl auch noch nie auf der Schulter eines Unbekannten. Er durfte sie doch nicht anfassen! Panisch und wild rudernd versuchte sie von ihrem 'Entführer' herunter zu kommen. Der meinte das ist gefährlich, ein falscher Tritt, und sie lande im Nichts. Im Nichts landen? Was der daherredete... Als sie dann jedoch wahrnahm, wo sie war, und eines der Leerenwesen erkannte... Plötzlich war ihr 'Entführer' ihr Schutz. Wimmern, zitternd und schluchtzend drückte sie sich an ihn und schloss die Augen. Das war zuviel für sie! Tränen suchten sicht einen Weg über ihre Wange.
Sie wurde getragen, schnupperte irgendwann frische Luft, und er redete ihr freundlich zu. Sie reagierte jedoch nicht weiter. Irgendwann wurde sie auf die Beine gestellt, und eine Frau legte einen Arm um sie. Die kannte sie zwar flüchtig, irgendwie gehörte sie zu Ilbert, aber absolut überfordert riss sie sich los und rannte so schnell wie noch nie einfach weg. Sie sah einen Baum. Bäume bedeuteten Schutz. Und waren vertraut. Ein Satz, der Arm wurde leicht aufgeschürft aber das war nicht weiter schlimm, und sie kletterte in Sicherheit. Weiterhin stark zitternd und wimmernd redeten die Frau und die SüssigkeitenHeilerin auf sie ein. Fey brauchte eine Weile bis sie sich soweit beruhigt hatte, das sie wieder vom Baum kam, und in ihr Bewusstsein drang, was die beiden redeten. Ilbert kam her. Und der HutMann hatte sie verraten...!
Abgesehen davon das die letzte Zeit ihre Welt schon angeknackst wurde, nun brach sie zusammen. Er hatte sie benutzt um Ilbert zu drohen! Das war nicht Nett! Das war nicht nur nicht Nett, das war Böse! Rasch zog sie den Hut und das Hemd aus und warf beides auf den Boden. Dann spuckte sie darauf, und plötzlich wurden ihr zwei Kleidungsstücke gereicht. Sie würde nie verstehen warum die Brust nicht unbekleidet sein durfte. Sie nahm das grüne, das war grün und hatte ein lustiges Bild. Kaum angezogen flitzte sie zu Ilbert. Ihren Küssen wich er meist aus, waren ja Leute da, dann mochte er Feyja immer ein bisschen weniger. Und schon garnicht einfach küssen. Doch immerhin bot er ihr nun halt, um den Tag zu verarbeiten. Irgendwann dämmerte Ihr sie war in Adoran. Doch wer in einer Welt gewesen ist, wo man einen falschen Schritt machte und in die Leere stürzte, der fürchtete sich nicht vor Steinstädten! Ausserdem waren der EinAugEntführer ja auch da. Und die Frau, die war Wichtig für die anderen Menschen. So reisten sie nach Menek'Ur und sahen sich das Handfasting an. Die meiste Zeit bekam sie nicht viel mit. Sie musste verarbeiten. Verrat war Neu für sie. Das passte nicht in ihre Welt. Sie war auf den BösenHutMann nicht sauer. Sondern nur wahnsinnig enttäuscht. Irgendwann heulten die Thyren. Da heulte sie mit. Und dann war es vorbei und es gab etwas zu Essen. Sie futterte sich voll, trank etwas Met. Und irgendwann legte sie sich an einen Baum. Sie wusste nicht wo sie war, kannte kaum wen.
Als sie eingeschlafen war, viel sie in unruhige Träume. Sie schlief dieses mal auch ohne Schlafmittel ungewöhnlich tief. Tribut an Erlebtes. So bekam sie nicht mit wie sie angehoben wurde. Das zweite Mal an diesem Tag und das zweite Mal in ihrem Leben durch die Spährenwelt getragen wurde. Das war auch sicher besser so. Und als sie dann in ihre Felle gelegt wurde, und ihre Nase dem Unterbewusstsein den vertrauten Geruch meldete, fiel ein wenig anspannung und die Träume, die sie plagten, waren nicht mehr ganz so schlimm.g an. Die meiste Zeit bekam sie nicht viel mit. Sie musste verarbeiten. Verrat war Neu für sie. Das passte nicht in ihre Welt. Sie war auf den BösenHutMann nicht sauer. Sondern nur wahnsinnig enttäuscht. Irgendwann heulten die Thyren. Da heulte sie mit. Und dann war es vorbei und es gab etwas zu Essen. Sie futterte sich voll, trank etwas Met. Und irgendwann legte sie sich an einen Baum. Sie wusste nicht wo sie war, kannte kaum wen. Als sie eingeschlafen war, viel sie in unruhige Träume. Sie schlief dieses mal auch ohne Schlafmittel ungewöhnlich tief. Tribut an erlebtes. So bekam sie nicht mit wie sie angehoben wurde. Das zweite Mal an diesem Tag und das zweite Mal in ihrem Leben durch die Spährenwelt getragen wurde. Das war auch sicher besser so. Und als sie dann in ihre Felle gelegt wurde, und ihre Nase dem Unterbewusstsein den vertrauten Geruch meldete, fiel ein wenig anspannung und die Träume, die sie plagten, waren nicht mehr ganz so schlimm.
Ihr zweiter Auflug nach Rahal lief nicht ganz so wie geplant. Spät Nachts, Feyja schlief dafür am Tage mal gern länger, traf sie den HutMann und er schien auch erfreut sie zu treffen. Die Nachricht musste warten sagte er, dafür sollte sie folgen. Natürlich folgte sie ihm, und schon war sie wieder in Rahal. Nach kurzem vor_den_Soldaten_wegrennen waren sie beide auch in der Hafenschenke. Sie sollte das trinken üben. Und er meinte er wollte einfach ein paar Stündchen mit ihr verbringen. Das fand sie toll, denn er war ja nett. Ausserdem gab es Pfannkuchen! Schmausend und trinkend verbrachten die beiden so den Abend in einer unangenehm riechenden alten Stadt. Irgendwann wurde Fey Müde. Aber schlafen in Mauern, die stanken und sie nicht kannte, das ging beim besten Willen nicht. Als sie dann andeutete sie möchte gehen, bot er ihr noch etwas zu trinken an. Das Wasser jedoch roch nicht Gut. Zehn Jahre im Wald hatten ihre Nase fein werden lassen. Und da sie eigentlich nur Wasser trank, und erst seit einer Weile auch anderes, bemerkte sie soetwas recht zuverlässig. Dann bekam sie Bananenmilch. Das kannte sie nicht. Und wie das normalerweise roch wusste sie nicht. Aber er meinte das war lecker. Und das war es dann auch. Leider konnte sie danach nicht mehr nach Hause gehen. Kaum war der Krug leer, vielen ihr schon die Augen zu. Immerhin wurde sie zugedeckt. Und so, eher unruhig, schlief das kleine Bündel fern ihrer Wälder und Liebsten, und ahnte noch nicht, warum.
Der nächste Tag begann nicht so schön. Sie war irgendwo, ihr Kopf tat ein bisschen weh, sie war Alkohol nicht gewöhnt, und wusste zuerst garnicht warum sie hier war. Ausserdem trug sie eine Robe. Darin war es viel zu Warm. Und sie konnte sich kaum bewegen. Und zu gross war sie auch! Dann kam da ein Mann. Der Unterhielt sich ein bisschen mit ihr. Und sie suchten irgendwas, was sie anstatt der Robe hätte anziehen können. Feyja hätte sie ja einfach ausgezogen, aber sie sollte nicht nackt, oder halbnackt, herumlaufen. Warum? Verstand sie nicht. War doch viel bequemer! Aber ihre Schwester und auch Ilbert waren da manchmal sehr komisch. Und da sie auf die beiden manchmal sogar hörte, zog sie sich nur ganz selten aus.
Dann wollte sie raus. Doch der Mann rief irgendwas und sie blieb mehrmals stehen, bis sie dann endlich am Gitter war. Doch... sie wurde nicht rausgelassen? Es dauerte nicht lange, und sie verfiel fast in Panik. Doch sosehr sie auch rüttelte und auf den Ausgang deutete, sie wurde nicht herausgelassen. Misstrauen machte sich in ihr breit. Als dann auch noch der Mann, der sie am Tage zuvor wieder sicher mit hat nach Hause genommen, sie _auch_ nicht rausliess, dämmerte ihr erstmals, das sie vielleicht doch nicht nur Gast war. Die Süssigkeiten die er ihr reichte, wanderten auf den Boden. Die wollte sie nicht! Dann kam der HutMann, und der liess sie dann doch raus. Ein Blitzt zischte durch die Taverne und nach draussen. Luft. Und Abstand. Sie musste die Situation neu bedenken.
Draussen kam der HutMann und entschuldigte sich und lockte und erklärte. Es tat ihm Leid und er sorgte sich nur. Feyja, in ihrer Naivität und dem Glauben daran, das jedes vernunftbegabtes Wesen ein nettes ist, folgte so wieder in die Taverne. Dort zog sie erst einmal die Robe aus und tauschte sie gegen ein Hemdchen. Das war besser. Dann war da noch eine Knochenfrau. Und der andere freundliche Mann entschuldigte sich mit einem Obstsalat. Da mochte sie wieder alle und war glücklich. Doch sie wollte wieder Heim. Sie hielt es ja meist sogar nur Stunden in Ilberts Haus aus, und nun war sie schon ewig hier. Doch ihr wurde gesagt, die Schiffe fuhren nicht. Wegen dem Krieg. Das Krieg war, hatte sie mitbekommen. Dann bekam sie einen Wolfsknochen geschenkt, von der Knochenfrau. Warum? Nur so. Manche Leute waren Wirklich komisch.... Aber den Knochen steckte sie rasch ein, und gab ihr ein Bonbon dafür.
Irgendwann kam ein Hafenarbeiter, der HutMann war gerade irgendwo anders, und bestätigte das die Schiffe nicht fuhren. Geknickt wollte sie denoch zum Hafen. Doch wieder wurde sie mit Überredung abgehalten. Als der Hafenarbeiter weg war, kam auch der HutMann wieder und lächelte und entschuldigte sich und meinte, das er sich um sie kümmern wird. Das tat er dann auch. Sie spielten eine ganze Weile Karten, und auch ein anderer Mann bemühte sich sie aufzumuntern. Aber noch einen Tag ohne Wald, Freiheit, Blumen und frischer Luft? Das war keine schöne Aussicht.
Irgendwann wurd es ihr langweillig. Der HutMann wollte Ihr etwas zu trinken holen. Gelangweilt und Neugierig tappste sie jedoch in den Keller. Da waren Stimmen die sie nicht zuordnen konnte. Also lugte sie um die Ecke. Zwei unbekannte Männer. Die beiden Unterhielten sich über ... irgendetwas und gingen dann die Treppe hinauf. Das heist.. der eine ging hinauf. Der andere wollte ihr an die Schläfe fassen. Aber das durfte er nicht! Also zuckte sie zurück. Dann kribbelte es plötzlich leicht, und sie konnte sich nicht mehr bewegen! Sie wär ja gern in Panik ausgebrochen, aber das ging so nicht. Der Mann schnappte sich das Mädchen, und öffnete einen Riss nach irgendwo, und auf einmal kam sie zu Bewusstsein. Sie war noch nie in der Spährenwelt, und wohl auch noch nie auf der Schulter eines Unbekannten. Er durfte sie doch nicht anfassen! Panisch und wild rudernd versuchte sie von ihrem 'Entführer' herunter zu kommen. Der meinte das ist gefährlich, ein falscher Tritt, und sie lande im Nichts. Im Nichts landen? Was der daherredete... Als sie dann jedoch wahrnahm, wo sie war, und eines der Leerenwesen erkannte... Plötzlich war ihr 'Entführer' ihr Schutz. Wimmern, zitternd und schluchtzend drückte sie sich an ihn und schloss die Augen. Das war zuviel für sie! Tränen suchten sicht einen Weg über ihre Wange.
Sie wurde getragen, schnupperte irgendwann frische Luft, und er redete ihr freundlich zu. Sie reagierte jedoch nicht weiter. Irgendwann wurde sie auf die Beine gestellt, und eine Frau legte einen Arm um sie. Die kannte sie zwar flüchtig, irgendwie gehörte sie zu Ilbert, aber absolut überfordert riss sie sich los und rannte so schnell wie noch nie einfach weg. Sie sah einen Baum. Bäume bedeuteten Schutz. Und waren vertraut. Ein Satz, der Arm wurde leicht aufgeschürft aber das war nicht weiter schlimm, und sie kletterte in Sicherheit. Weiterhin stark zitternd und wimmernd redeten die Frau und die SüssigkeitenHeilerin auf sie ein. Fey brauchte eine Weile bis sie sich soweit beruhigt hatte, das sie wieder vom Baum kam, und in ihr Bewusstsein drang, was die beiden redeten. Ilbert kam her. Und der HutMann hatte sie verraten...!
Abgesehen davon das die letzte Zeit ihre Welt schon angeknackst wurde, nun brach sie zusammen. Er hatte sie benutzt um Ilbert zu drohen! Das war nicht Nett! Das war nicht nur nicht Nett, das war Böse! Rasch zog sie den Hut und das Hemd aus und warf beides auf den Boden. Dann spuckte sie darauf, und plötzlich wurden ihr zwei Kleidungsstücke gereicht. Sie würde nie verstehen warum die Brust nicht unbekleidet sein durfte. Sie nahm das grüne, das war grün und hatte ein lustiges Bild. Kaum angezogen flitzte sie zu Ilbert. Ihren Küssen wich er meist aus, waren ja Leute da, dann mochte er Feyja immer ein bisschen weniger. Und schon garnicht einfach küssen. Doch immerhin bot er ihr nun halt, um den Tag zu verarbeiten. Irgendwann dämmerte Ihr sie war in Adoran. Doch wer in einer Welt gewesen ist, wo man einen falschen Schritt machte und in die Leere stürzte, der fürchtete sich nicht vor Steinstädten! Ausserdem waren der EinAugEntführer ja auch da. Und die Frau, die war Wichtig für die anderen Menschen. So reisten sie nach Menek'Ur und sahen sich das Handfasting an. Die meiste Zeit bekam sie nicht viel mit. Sie musste verarbeiten. Verrat war Neu für sie. Das passte nicht in ihre Welt. Sie war auf den BösenHutMann nicht sauer. Sondern nur wahnsinnig enttäuscht. Irgendwann heulten die Thyren. Da heulte sie mit. Und dann war es vorbei und es gab etwas zu Essen. Sie futterte sich voll, trank etwas Met. Und irgendwann legte sie sich an einen Baum. Sie wusste nicht wo sie war, kannte kaum wen.
Als sie eingeschlafen war, viel sie in unruhige Träume. Sie schlief dieses mal auch ohne Schlafmittel ungewöhnlich tief. Tribut an Erlebtes. So bekam sie nicht mit wie sie angehoben wurde. Das zweite Mal an diesem Tag und das zweite Mal in ihrem Leben durch die Spährenwelt getragen wurde. Das war auch sicher besser so. Und als sie dann in ihre Felle gelegt wurde, und ihre Nase dem Unterbewusstsein den vertrauten Geruch meldete, fiel ein wenig anspannung und die Träume, die sie plagten, waren nicht mehr ganz so schlimm.g an. Die meiste Zeit bekam sie nicht viel mit. Sie musste verarbeiten. Verrat war Neu für sie. Das passte nicht in ihre Welt. Sie war auf den BösenHutMann nicht sauer. Sondern nur wahnsinnig enttäuscht. Irgendwann heulten die Thyren. Da heulte sie mit. Und dann war es vorbei und es gab etwas zu Essen. Sie futterte sich voll, trank etwas Met. Und irgendwann legte sie sich an einen Baum. Sie wusste nicht wo sie war, kannte kaum wen. Als sie eingeschlafen war, viel sie in unruhige Träume. Sie schlief dieses mal auch ohne Schlafmittel ungewöhnlich tief. Tribut an erlebtes. So bekam sie nicht mit wie sie angehoben wurde. Das zweite Mal an diesem Tag und das zweite Mal in ihrem Leben durch die Spährenwelt getragen wurde. Das war auch sicher besser so. Und als sie dann in ihre Felle gelegt wurde, und ihre Nase dem Unterbewusstsein den vertrauten Geruch meldete, fiel ein wenig anspannung und die Träume, die sie plagten, waren nicht mehr ganz so schlimm.