Augen... Blicke...der weg nach Nileth Azhur

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Magenta Dombach

Augen... Blicke...der weg nach Nileth Azhur

Beitrag von Magenta Dombach »

Noch am Morgen danach, spürte sie deutlich den Herzschlag, der ihr in jedem aufflattern den Hass und die Wut durch die Venen jagte und sie dadurch erschaudern lies.
Solch ein Gefühl hatte sie noch nie gehabt, so mächtig und so voller wilden Wahn unvergleichbar mit dem Erlebniss mit dem Clericus von Weidenheim.
Diese Verbindung war weniger berauschend, sondern mehr langatmig schweben lassend auf jener Wolke aus Hass und Macht der sie alles um sich herum vergessen lies.

Der Vorabend

Die stechenden Augen in ihrem Rücken liesen sie wissen, dass er jeden Schritt von ihr beobachtete, wie ein Panter auf der Jagt wirkte der stattliche glatzköpfige Mann. Ein Diener des Alleinen durch und durch mit jedem Stückchen seines Körpers.
Er würde wohl auf sie losgehen, wenn es der Mühe wert wäre und er eine Gefahr erblicken würde.
Sie hingegen bewegte sich ganz normal, sie würde sich nichts anmerken lassen. Denn Schwäche war in jenem Moment unangebracht und könnten sie verletzlich wirken lassen vor jenem Mann dessen Seele schon längst dem Alleinen gänzlich allein gehörte.

Ihm nur nicht in die Augen schauen, nicht hinauf sehen in jenen Ton, der ihr so verlockend entgegen sah und sie wie der Geruch einer Leckerrei verzauberte.

Innerlich hoffte sie einen Moment, er würde sie nach der Bibiothek verlassen und seine eigenen Wege gehen, denn der Sturm der Sucht war so groß das ihre Selbstbeherrschung zu pröckeln drohte.

Doch er ging nicht..
Zuletzt geändert von Magenta Dombach am Montag 8. Februar 2010, 13:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Tugor Crain
Beiträge: 125
Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20

Beitrag von Tugor Crain »

Tugor kannte diese junge Frau nicht, weder In Rahal noch andern Orts fiel ihm je dieses Gesicht auf.
Sie suche ein ganz bestimmtes Buch, ein Buch welches sie in Rahal nicht finden konnte, beziehungsweise nur unvollständig vorfand.
Die Sinne des Ahads waren geschärft, seiner Meinung nach könnte jene Aussage auch nur ein Vorwand sein um ungestört Informationen aus Düstersee mitzunehmen, aus welchem Grund auch immer.
Noch war die Siedlung nicht stark genug um jeder Gefahr trotzen zu können.
Jede Bewegung der jungen Frau wurde sorgsam, wenn auch unauffällig, gemustert und abgeschätzt, ihr äuseres Aussehen eingeprägt.
Sie wirkte auf den Ahad im ersten Moment ruhig und ungefährlich, doch wußte er nur zu gut, dass jener Eindruck sich rasch ins umgekehrte wandeln könne.
Schließlich verließ die Junge Frau die Bibliothek, fast zögerlich und unentschlossen wirkte sie in jenem Moment. Den direkten Augenkontakt offenbar vermeiden wollend, sprach sie den Ahad an, wohl um nach einer Übernachtungsmöglichkeit in Düstersee zu fragen.
Erneut wurden die Sinne Tugors geweckt.
Warum vermied sie nur den Blick in seine Augen?
Dem musste er nachgehen...
Magenta Dombach

Beitrag von Magenta Dombach »

Es waren schon Tage vergangen und sie war immer wieder nach Düstersee zurück gekommen um jenes Erlebte in ihrem Kopf immer und immer wieder durchzuspielen.
Die Begegnung war einmal bisher, denn sie hatte den Mann nicht wieder gesehen und doch spürte sie, dass er sich immer wieder dort aufhielt.

Und als sie sich in der Taverne niederlies, schossen die Gedanken erneut durch ihren Kopf und die Bilder flogen wie Vögel vor ihren Augen vorbei.


Sie versuchte den Blick in seine Augen zu vermeiden, denn sie spürte schon ohne dieses Tun die Versuchung ihn zu erforschen.
Innerlich, seine Seele, seine Macht und zu spüren wieviel Kraft ihm Alatar gegeben hatte.
Eine solche Versuchung, das war wie einem Abhängigen seine Suchtmittel zu nehmen.
So erwischte sie sich bei dem gemeinsamen Trunk in der Taverne, immer wieder dabei wie sie hoch zu ihm schielte, den Blick in seine Augen suchte.
Er tat das gleiche, sie spürte wie er sie musterte, wie das forsche in ihm aufstieg, immer wenn er einen Blick in ihre Augen schaute, die von den schwarzen Schatten durchzogen waren wie ein Nachthimmel von Wolken.

Und so konnte sie auch nicht verhindern, wie sich ihre Blicke für einige Wimpernschläge verbanden und ihre Macht versuchte in ihn einzutauchen.
Sein Herzschlag war zu hören in ihren Augen und das Blut raschte durch ihre Adern.
Nur mühseelig konnte sie sich so von ihm abreisen. Sie war sich sicher, dass er es auch gespürt hatte. Sich jedoch nichts anmerken lies.
Und so tranken sie weiter und der Wein lockerte ihre Sinne. Öffnete sie weiter für ihre Sucht nach jenem Gesprür, die Sucht Alatarssaat zu sehen und zu öffnen...
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Tugor Crain
Beiträge: 125
Registriert: Mittwoch 23. April 2014, 21:20

Beitrag von Tugor Crain »

Leise tappende Schritte hallten durch die Halle des Herrn, selbst im stillem Gebet vermochte der Ahad dies zu bemerken, so geschärft waren dessen Sinne.
Aus den Augenwinkeln erkannte er neben sich die Umrisse der Ahad Lessard, welche regungslos auf dem Boden knieend, ebenfalls ein Gebet sprach.
Die Schritte verharrten nun, es wurde fast still, nur die leise aber bestimmte Stimme Sharays hallte an den Wänden des Tempels wider.
Nach Beendigung der alltäglichen Huldigung traten beide Ahads zurück, verbeugten sich nochmals gen Altar, dann erst begann sich Tugors Aufmerksamkeit dem Neuankömmling zu widmen.
Nicht lange und er erkannte die Gestalt wieder, welche nach einem gebührendem Gruß gen den Ahads zum Altar schritt und ein Gebet sprach.
Seit ihrem letzten Treffen hatte er erkannt wer sie war und was sie darstellte. Das damalige Verschmelzen ihrer Blicke eröffnete Tugor Einsicht in ihre Seele so glaubte er. Jener bekannte Zorn, welcher bagann nach seinem Geist zu tasten, ihn praktisch auszuloten versuchte, verriet ihm die Wahrheit.
Die junge Frau hielt etwas in den Händen und begann mit einer art Zeremonie, so beschloß der Ahad noch zu verharren und dem Geschehen zu folgen.
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