Sklave

Jasmin

Sklave

Beitrag von Jasmin »

40 Stockhiebe?! Jasmin wurde schlecht bei dem Gedanken daran.

Sie gruebelte in der Taverne nach. hier sollte sie warten bis jemand sie holen kam. entweder sie.. oder dieser vermaledeite Kerl Raakin. Dessen Eigenturm sie war. Eigentum! Ich bin ein freier Mensch! Das darf doch alles nicht wahr sein! weglaufen konnte sie nicht, jeder der Wachen hatte ihre genaue Beschreibung erhalten und auch wenn sie von Daneeda oder wie sie hiess die erlaubnis erhalten hatte das Sklavenhalsband abzulegen solange sie sich benahm.

Dass die Wachen und die Kapitaene im Hafen nach einem Jan suchen wuerden und nicht nach einer Jasmin kam ihr gar nicht in den Sinn.

So entwuerdigend ihre Situation war.. sie hielt ihr Wort gegenueber Daneeda. Wenn sie gewusst haette das die Fruechte dieser Insel verboten sind fuer sie zu pfluecken, haette sie sich welche gekauft. EIn bisschen gold hatte sie noch uebrig.

Sie war nicht bis in ihre tiefe Seele ehrlich und grundguetig... aber sie hielt zumindest ihr Wort wenn einmal gegeben. Und sie wuerde bei Raakin ihre schuld abzahlen. Soviel Ehre besass sie nun doch. Raakin hatte sie gekauft. Raakin wuerde es sein. Egal was er ihr auftrug. Egal wie hart es sie ankam. Ein Rumgeschachere um ihre Person wollte sie nicht. Sie war nie den leichte Weg gegangen. Doch so sehr sie tief innen drin erbost war, dass sie einfach so als Kriminelle abgetan wurde.. doch Unwissenheit schuetzt vor Strafe nicht, war es nicht so? War es stolz, der sie zurueckhielt? wenn sie wirklich wollte.. sie wuerde von Menek' ur verschwinden koennen. so heimlich wie sie hergekommen war.

Doch Jan, der Sklave blieb wo er war. In der ungewohnten Hitze war es schwer fuer sie zu atmen. und dass die Bandage um ihren Oberkoerper eng geschnuert war, verbesserte nicht ihre Lage.

Sie sah sich gestern gezwungen zu luegen. Schon zu lange wanderte sie als Junge umher. Allein auf sich gestellt.. in einer - aus ihrer Sicht - frauenfeindlichen Welt.

Dass Frauen respekvoll behandelt werden sollen auf Menek' ur mochte ihr Gehirn nicht wirklich begreifen. Sie war bisher von Maennern und Frauen gleichermassen grob behandelt worden.

Aber so harten Gesetzen wie auf Menek'Ur war sie auf ihrer langen Wanderung noch nie begegnet.

Als sie still in der Taverne stunde ueber stunde in irgendeiner ecke lag, und sich nicht ruehrte, jagten ihre gedanken ueber ihre Pflichten als Raakins Sklavin ganz durcheinander in ihrem Kopf.

Er wird doch sicher nicht ... nein nein.. Jasmin bleib ruhig... oder wird er doch? einen Turm bauen? ich? wie soll ich das machen mit meinen zarten 17? Die Menekaner sind verrueckt. Raakin ist verrueckt. er ist magier.. hat wohl noch nie nen finger krumm gemacht. Typisch Mann
Kann er sich keinen turm zaubern. nein er laesst ihn bauen um mich zu quaelen.

Der grosswesir ist einschuechternd. fadi mag ich nicht.. Die Frau gestern.. war ganz schoen grob.. dabei war sie frueher am tage so nett und neugierig.

Yashira und Nadeeda.. sie alleine wissen dass ich eine frau bin. aber wenn diese Leute mich vor einen heiler zerren... muessen sie schon mit gewalt mich entkleiden. Freiwillig zieh ich mich vor keinem Mann aus. Und sie denken ich bin ein Mann. oder Junge. Ohweh oweh. Jassi in was hast du dich nur wieder reingeritten.

40 Stockhiebe. Soviel hat mein betrunkener Pa nichtmals ausgeteilt. hoechstens den Hintern verhauen wenn ich Widerworte gab. meine armen fuesse. ich werde tage nicht laufen koennen! Oder ist raakin so sadistisch und laesst mich dann Botengaenge machen mit wunden Fuessen?

Wenn ich ihn doch nur einschaetzen koennte. Er hat mir gestern schon eine Schelle gegeben. Nur als warnung. Aber als Magier ... ist er sicher zu andren dingen faehig.

er kann feuer heraufbeschwoeren... sicher sehr nuetzlich wenn er kaempft. ach nein er ist ein fauler mann.. der macht sich nicht die muehe.. er und der emir schicken sicher so Wilde Frauen wie diese.. mhm.. wie hiess sie? ach ich weiss nicht.. diese frau halt die so grob zu mir war. eine Kriegerin. mit schleier. trugen Alle Frauen in gegenwart von Maennern schleier? Muss ich das als sklave auch?
ach nein.. ich bin ja als Junge hier.

Lasst mich putzen, tiere hueten. essen besorgen.. aber nicht meine Unschuld in dem Bett eines Mannes verlieren, der mich als Besitz betrachtet.


Kurz schluchzt sie auf bei dem Gedanken. Das Leben, wie sie es kannte, bestand aus oft hungern, hier und da fuer andere ihre waesche waschen oder etwas naehen, sich durch irgendwas Geld verdienen. Das einzige was sie davon abgehalten oder bewahrt hat in ein Hurenhaus geld zu verdienen, war ihr Stolz, ihre Ehre. Egal wie fuerchtelich es ihr ging. das bisschen respekt vor ihr selber bewahrte sie sich.

und jetzt war sie in einer situation... wo ihr jede entscheidungsgewalt ueber sich selber abgenommen wurde. Waere sie feige haette sie das angebote der schwestern angenommen. aber sie war nicht feige.

Aber nicht feige sein, bedeutet nicht, dass sie keine Angst hat.
Sie hatte Angst. Angst zerbrochen zu werden. ihren stolz zu verlieren. Konnte sie sich lange genug benehmen damit ihr Sklavendasein beendet wird? irgendwann? Wie sehr musste sie sich selber verstellen oder verlieren um wieder frei zu sein?
Sie rechnete mit Jahren... Ein Mondlauf erschien ihr schon fuerchterlich lang. aber der Gedanke an einen jahrelangen Aufenthalt. auf gedeih und verderb einem Mann ausgeliefert? Seiner willkuer? wuerde sie sich 'benehmen' wie es die sitten verlangten, um nicht bestraft zu werden?

Sie wusste ncihtmals was von ihr wirklich verlangt werden wuerde...

Das 'Irgendwann' gefiel ihr nciht. jetzt schon rebellierte alles in ihr.

Ich bin als freier Mensch geboren. das ist entwuerdigend
Jasmin

Beitrag von Jasmin »

nachdem sie bis frueh morgends gewartet hatte ohne dass Nadeeda oder Raakin sie abholte, ging Jasmin steifbeinig und mit schmerzendem Ruecken aus der Taverne. Gruesste jeden, der ihr entgegenkam, so wie Nadeeda es sie lehrte, wie man jemanden gruesste der ueber einen stand. was in ihrem fall eigentlich jeder tat.

Sie trug das Sklavenhalsband nicht. Sie hatte ihr erlaubt es abzunehmen. Nadeeda und Yashira wussten, dass sie sich als Jan ausgab, dass sie sich die Brust flach schnuerte und unter schlabbriger Kleidung ihre figur verbarg. Die Haare, welche je nach lichteinfall dunkel blond bis ein helles braun schillerten hatte sie ebenfalls abgeschoren.

Je nach dem welche Bedingung ihr 'Besitzer' ihr zumuten wuerde, wuerden die zwei Frauen ihr Schweigen brechen.
Sie ging voller Ruhe durch die Stillen einsamen Gassen der Stadt bis sie Raakins Haus fand, zumindest vermutete sie dass er dort wohnte, hatte sie ihn doch da hinein verschwinden sehen.

Sie erinnerte sich an das Paar Schlitze, das sie eiskalt angesehen hatte.
Ja klar, als ob sie ueber Nadeeda herfallen wuerde! Sie konnte sich die nachfolgenden Worte einfach nciht vergreifen:

Sie ist nicht mein Geschmack, ich mag meine Frauen weich und willig


Wie oft hatte sie das in Schenken gehoert in denen sie arbeitete. Es kam ihr zugute doch scheinbar erschloss sich die Bedeutung der Worte wohl jetzt erst. und fast zuckte sie ueber die Unverschaemtheit ihrer selbst zurueck...

Sie wusste nicht, wie lange sie diese Maskerade aufrecht halten konnte. Doch wenn der Heiler sie untersuchen wuerde, wuerde es jeder wissen. wuerde sie erneut bestraft weil sie gelogen hatte? Ihr die Zunge rausgeschnitten?

Innerlich zitternd ueber den neuen Tag der Anbrach als sie sich zu einer Kugel aus Stoff zusammenrollte, weil es noch kuehl war. Heute wuerde sie ausgepeitscht. Sie hatte vor langer Zeit den Glauben verloren. Eluive, Temora, Alatar... alles schien in so weite ferne gerueckt. Doch im Moment wuenschte sie sich nichts sehnlicher als glauben zu koennen. Und ganz weit weg aus Menek'Ur....
Jasmin

Beitrag von Jasmin »

Raakin ruettelte sie wach und sie schreckte hoch.
Er stellte ihr die eine oder andere frage ueber ihren verbleib. Er bot ihr etwas zu essen und zu trinken an doch zuerst lehnte sie ab. Stoerrisch wie sie war log sie und behauptete sie waere nicht hungrig. Dann schnappte sie sich den wasserkrug und drueckte sich in eine ecke.

Raakin liess sie mit keiner Bewegung aus den Augen. Behielt ihm immer im Blick.
Er hielt ihr einen Schluessel hin und forderte sie auf ihn am Tuerschloss aufzuprobieren.
Flucht! Dachte sie instinktiv und grabschte grob nach dem Schluesel, ihn dabei mit ihren langen Fingernaegeln kratzend. Er stiess sie zurueck so dass sie auf dem Hosenboden landete. Sie rieb sich die schulter

Auf das Gebrabbel von ihm hoerte sie gar nicht

"Maedchen.. du schubst wie ein Maedchen." Sie dachte ja ueberhaupt nicht daran ihn Meister zu nennen. "wie bitte?!" "du hast mich schon richtig verstanden" "wie nennst du mich?" ihre lippen verzogen sich ironisch. "du hast mich schon richtig verstanden..." sie machte eine dramatische pause. "Raaakinnn... du schubst wie ein Maedchen"
Sein Name rollte weich und provokant von ihrer Lippen, mehr mit ihrer eigenen Stimme als mit der tieferen einstudierten eines Jungen.
Der Strang der daraufhin ihren Bauch in Feuer verwandelt traf sie unvorbeireitet. sie flog sich kruemmend zu boden und schrie auf.

Jassi wann lernst du endlich den Mund zu halten?
Jasmin

Beitrag von Jasmin »

Aufraeumen, Putzen, Waesche waschen.. fuer Raakin und zwei kochen....

sie war fix und fertig bevor ihr Sklaven dasein ueberhaupt anfing.

Dann wurde sie hinter das Kontor gefordert und als sie die Menge da stehen sah, wurd sie ganz klein und aengstlich.

vielleicht 15 von 40 schlaegen hatte sie auf die fusssohlen erhalten als es einfach aus ihr herausbrach.

"nein nein nein nein. AUFHOEREN"

Sie schluchzte und jammerte erbaermlich und ihre fuessen schmerzten fuerchterlich. Sie wollte aufstehen doch ihre Beine knickten weg.

Geschlagen, bestraft und nun gedemuetigt kroch sie auf allen Vieren Richtung Stadt. Sie liess den Kopf haengen, schweiss und traenen rannen in Stroehmen ueber ihr Gesicht.

Nadeeda, gute Nadeeda, sammelte sie auf und bracht sie in ihr Haus.
Mit Schlaegen kam sie zurecht. Aber nicht mir Freundlichkeit wo Verachtung herrschein sollte. waere sie an Nadeedas stelle.. sie haette sie verachtet.

und so redete sie auf die Menekanerin ein bis diese sie zu Raakins und Fadi Haus brachte. Dort wusste sie wurde sie verachtet. Damit konnte sie umgehen.
Dort legte sie sich in die Felle und schluchzte leise vor sich hin.

Sie wollte nicht dass es jemand mitbekam, aber es war unvermeidlich. Das Schluchzen klang so gar nicht nach einem Jungen.
Raakin Yazir

Beitrag von Raakin Yazir »

Gedankenverloren war Raakin die Nacht gewesen. Er hatte viel an die neuen Umstände in seiner Umgebung nachgedacht; den jungen Dieb den er nun zugesagt hatte ihn Manieren und Benehmen zu lehren, damit er irgendwann einsieht wie dankbar er sein kann Sklave des Hauses Yazir zu sein. Für den niederträchtigen Diebstahl des Landes Menek'Ur konnte er nur Verachtung für sie hergeben.
Da der bevorstehende Bau seiner Immobilie bevorstand konnte er einen jungen strapazier und lernfähigen Sklaven zum Steineschleppen gut gebrauchen. Da Raakin großzügig war und ein weiches Herz hatte würde er auch ab und zu seinen Sklaven an die ihm vertrauten Menekaner verborgen.
Auch hatte Raakin noch ein weiteres Problem. Er musste schnell einen Heiler finden der, Jan, den Sklaven untersuchen würde, wer weiss was er für Krankheiten in sich trägt die seine Arbeitsleistung mindern würde oder gar Menekaner befallen würden.
Jasmin

Beitrag von Jasmin »

Ein Heiler? Ohnein! Nie und nimmer wuerde sie sich von einem Mann untersuchen lassen. Nicht freiwillig. Ausziehen? Vor einem Mann? Oder mehreren? Sie hatte diesen Punkt nicht bedacht als sie sich als Junge ausgab.

Dieser Aspekt barg Komplikationen in sich. Aerger. Hiebe.

Sie hatte sich seit sie zur Frau gereift war vor niemandem mehr ausgezogen.
Nein. Stimmt nicht. Sie hatte mit nacktem Oberkoerper vor Nadeeda gestanden. Seit vielen Jahren das erste Mal wieder. Das letzte Mal war wohl vor zehn Jahren. Sie war nackt schwimmen mit einem Nachbarjungen.

Ihre Mutter hatte ihren Po wunde gehauen mit einem Kochloeffel. Als er seiner Mutter lauthals lachend berichtet hatte "Jasmin hat keinen Zipfel" und diese entruestet zu Jasmins Mutter gestapft war.

Jasmin war die Aelteste von 12 Kindern. Wenn sie nicht schnell genug reagierte setzte es Schlaege. Als ihre Mutter an Schwindsucht starb mit dem 13. Kind war Jasmin fast 16. Vier Geschwister hatte sie verloren und dann die Mutter, die Pflege und Verlust von ihren einzigen vier Soehnen nicht verkraftet hatte, wurde binnen einer Woche dahingerafft.

Nach dem Winter, als die Schneeschmelze einsetzte, verschwand Jasmin bei Nacht und Nebel. Sie hatte sich an einem geheimen Versteck etwas Gold beiseite gelegt. Gold, das sie ehrlich verdient hatte. Doch ihre Flucht war nicht geplant.

Gab es Sklaven in ihrem Heimat? Ja. Sklaven der Umstaende. Wer arm geboren war... konnte sich nur mit harter Arbeit genug zu essen leisten.

"Maenner sind Luestlinge, sie wollen nur unter deinen Rock. Nur ehrbare Maedchen lassen ihren Gatten in der Hochzeitsnacht dahin. Vielleicht findest du einen netten Kaufmannssohn, der auf deine falschen Augen hereinfaellt"
"Ja, Mutter" kam es stets von Jasmin. Sie wusste sie war ein Findelkind. Vielleicht ein Grund weshalb keine Liebe zwischen ihren Eltern und ihr herrschte.
Sie war zu hellhaeutig fuer ihre Familie. Helleres Haar und nicht die hazelnussbraunen Augen. Nein. Ihre Augen waren ein goldgruen.
Fremd. Sie war fremd.

Ein Satz. Doch so oft wiederholt und eingehaemmert, dass sie fest daran glaubte, dass sie anders sei. Und ihre Tugend mit allen Mitteln verteidigte.

Sie schauderte. Sie hoerte Fadi und Raakin atmen. Zwei Maenner! Zwei Fremde Maenner!
Sie wuenschte sie haette ihr Messer. Aber es war in dem Beutel mit Fruechten, den sie auf ihrer kurzen doch halsbrecherischen Flucht achtlos hatte liegen gelassen.
Doch sie wuerde nie wieder ein Messer ziehen. War das doch der Grund ihrer Flucht von dem einzigem Heim dass sie kannte.
Caillean Hinrah

Beitrag von Caillean Hinrah »

*hust* bitte loeschen
Jasmin

Beitrag von Jasmin »

Stunde um stunde sass sie der Huette von Raakin und Fadi. Schmierte sich die fuesse ein und wickelte neue Bandagen drum, wusch die alten Bandagen aus.

Aufgrund der Wueste musste sie jeden Tag Staubwischen und den Boden Fegen. Die Betten aufschuetteln. Sie durchstoeberte die Stadt.. langsam vorsichtig. In der Hitze begann ihr Hals unter dem Sklavenhalsband zu jucken, doch wagte sie es nicht es abzunehmen.

Nicht die Schlaege fuerchtete sie. Nein. Nur noch mehr Aerger wollte sie nicht haben. Kochen war seit jeher ihre leidenschaft. auch wenn sie es nicht zugeben wuerde vor Raakin.
wenn er dachte sie wuerde es nicht moegen zu kochen. wuerde er sich andere aufgaben fuer sie finden.

In einem unbeobachteten Moment ging sie ausserhalb der stadt, grub ihre frauenkleidung aus einem beutel bei einer Palme aus und zog sich um.
Sie klopfte sich den Sand von der Kleidung und ging mit klopfendem herzen auf das schiff zu.

Die wachen sahen mit flinken augen auf ihr Dekolltee und liessen sie passieren.

Wie einfach waere doch die Flucht!

Doch das einzige was sie interessierte war nach Varuna... und ein Rezeptbuch holen. Koche wuerde sich ihren Tag schneller vergehen lassen... und vielleicht waere Raakin ein wenig milder gestimmt wenn sie ihm etwas deftiges auf den tisch setzte.
Jasmin

Beitrag von Jasmin »

Die Taeuschung war geglueckt.. Gluecklich der, der ein Kochbuch hat. In der huette zog sie sich hastig wieder um. Durchstoeberte dann die Sachen von Raakin und stoehnte innerlich. nichtmals holzschuesseln besass dieser Mann. Wie hat er sich nur die Jahre vorher ernaehrt.

Sie konnte nur hoffen dass sein Heim gross genug war. dass er sich eine kueche leisten konnte. Auf offenem Feuer kochen hat sie nie sonderlich gut gekonnt.

Die Frage die sich ihr nun stellte. wie machte sie es ihm begreiflich. dass sie eine Kueche braeuchte? Mit funkelnden Messingtoepfen und morgends durchzogen von frisch gebackenem Brot. Sie koennte in der Kueche schlafen.

Nicht mit ihm in einem Raum.

Oder sollte sie ihm auch noch beim Ankleiden und Baden helfen?

Ihr wurde ganz heiss bei dem Gedanken. Unmoeglich!
Nadeeda Bashir

Beitrag von Nadeeda Bashir »

Noch lang saß Nadeeda wach in der Nacht, als sie Jasmin oder Jan wie sie genannt werden wollte, zu Raakin gebracht hatte.
Die Gedanken, die Worte gingen ihr einfach nicht aus dem Kopf. "Du spielst mit mir. Für Dich ist das alles hier nur ein Spiel."
Sie hatte es nicht so ausdrücken können wie sie wollte, aber irgendwie war es ihr wohl dennoch gelungen, Jasmin genau dies zu sagen. Vielleicht. Verflucht. In Momenten wie diesen haßte sie es, daß sie die ungeliebte Handelssprache so schlecht sprach. Wo hätte sie sie auch richtig lernen sollen und weshalb? Wenn man eines in der Mine nicht brauchte, dann waren es Worte. In Momenten wie diesen rächte es sich.
Sie war zornig, am meisten auf sich selbst. Aus Fehlern lernt man hieß es, aber hier wußte sie einfach nicht, was sie falsch gemacht hatte.
Vielleicht hätte sie ihr einige Dinge schon früher an den Kopf werfen sollen. Vielleicht hätte sie einige Dinge, die Jasmin nicht verstand, die Nadeeda ihr sagen, ihr erklären wollte, Dinge ihrer Vergangenheit, die keine war.
Doch aus dem Zorn kristallisierte sich ein Gedanke heraus. Sie hatte keine Chance gehabt. Gleich was sie getan hätte. So wie sie jetzt keine hatte.
Jasmin wollte nicht, daß sie sich weiter in ihr Leben einmischte. Welche Wahl hatte sie? Sie konnte es dennoch tun. Gleich welche Absichten sie hatte, Jasmin würde es so auslegen, daß sie ihr zeigen wolle, daß der Wille einer Sklavin ihr nichts galt. Oder sie konnte ihr ihren Willen lassen.
So oder so, was immer sie tat, es war falsch. Aber wann hatte sie schon jemals eine Wahl gehabt?
Caillean Hinrah

Beitrag von Caillean Hinrah »

**
Jasmin

Beitrag von Jasmin »

Eine Plackerei war das... im heissen Sand buddeln, der immer noch gluehende Hitze ausstrahlte obwohl die Sonne laengst untergegangen war.

Sandstein... ppffft... sowas koennen auch nur Menekaner erfinden..

Rebbellisch wie eh und je.... es verging kein Tag an dem sie keine Ohrfeigen kassierte. Wenn sie wuessten dass sie eine Frau war... waeren sie wohl etwas nachsichtiger. Aber diese Bloesse wollte sie sich nicht geben.

Ich bin eine frau und schwach? oh nein niemals freiwillig eher brach sie besinnungslos und erschoepft zusammen. Und sie war auch kurz davor.

Wenn Raakin wuesste dass sie kleidung gestohlen hatte, diese zu Bandagen zu zerschneiden, um ihre Blutungen zu vertuschen, wuerde er wohl sicherlich ihre Haende doch abhacken lassen. Doch das ging nur fuenf Tage so. Sie hungerte nicht aber ihr koerper hatte sich auf das Klima nicht eingestellt. Dazu die ungwohnte harte arbeit

Des nachts wenn Raakin und Fadi schliefen schlich sie sich auf leisen Sohlen hinaus und wusch die bandagen im sand, trocknete sie versteckt mit der Taeglichen Waesche. Jeden tag waschen und dann abends im Sand buddeln, putzen, kochen, Botengaenge.
Sie biss die Zaehne zusammen.
Raakin empfand sie als duerr fuer einen Jungen weil sie ihre Brust verschnuerte. Die schlabbrige Kleidung verhuellte ihre delikaten kurven so gut es ging.
Sie bekam eine Gaensehaut wenn sie manchmal Raakins blicke im Ruecken spuerte. Sie war immer noch nicht zu einem heiler gebracht worden damit dieser sie untersuchte. Zum glueck fuer sie. Das wird in einem Desaster enden...
Jasmin

Beitrag von Jasmin »

Wer auf Menk'Ur in den fruehen Morgenstunden schon auf sein sollte wuerde einen Sklaven sehen der sich muede zwischen der Sandsteinpresse und Raakins Haus hin und herschleppte, voll beladen mit Sandsteinen.

Seine Gestalt war fuer einen Jungen wohl duerr zu nennen, doch in Wahrheit wussten nur 3 Personen auf Menke'Ur dass Jan, Raakins Sklave, eine Jasmin ist. Nadeeda, Yashira und natuerlich, sie selber.

Sie hatte in den letzten Tagen als sie unermuedlich Steine presste aus dem Sand der Insel hier und da die Schmiede beobachten koennen und sie arbeitete neugierig in ihrer Naehe um zu lernen. Schmieden interessierte sie nicht wirklich nur der Vorgang wie aus dem Sand, der wohl gut 95% Menek'Ur bedeckte, Glas gewonnen wurde und Porzellan faszinierte sie.

Ebenso sah sie den Bogenschuetzen fast mit sehnsuechtigem Blick hinterher.
Sie erinnerte sich noch genau als Nadeeda ihr einen Bogen in die Hand gab, ihr ganzer Koerper hat gezittert vor Aufregung als sie sich die vorzuegliche Arbeit besah. Nur mit Muehe hatte sie den Bogen Nadeeda zurueck gegeben und nicht zum ersten Mal verfluchte sie den Umstand Sklave eine vermaledeiten Braunhaut zu sein.

Je mehr sie das Leben auf Menek'Ur kennenlernte umso faszinierter war sie von seiner reichen Kultur. Bedauerlich dass sie sie von der falschen Seite kennenlernte. Die Hitze machte ihr nicht viel aus. Vielmehr die Schlaege, nicht wirklich die Schmerzen die damit einhergingen, die Geste die sie damit verband, dass dieser Emporkoemmling sie als seinen Besitz betrachtete, das Recht sich anmasste sie zu zuechtigen. Doch ihr Temperament vermochte sie dennoch nicht zu zuegeln, so hagelte es jeden Tag fuer jede Aufmuepfigkeit Schlaege, entweder von Raakin oder Anderen Menekanern. Die harte Arbeit staerkte sie und die Erschoepfung liess ihre Stimme rauh klingen, so dass noch niemand Verdacht schoepfte bisher. Sie hoffte dass sie bald wieder frei sein wuerde wenn sie nur hart genug arbeitete. Demut hat ihr noch nie gut gestanden...
Jasmin

Beitrag von Jasmin »

Sie zitterte als Rashid das Heim Raakins verliess und sie aufgewuehlt zurueckliess. Sie war voellig ausgebrannt vom Schlafmangel und von harten ungewohnten Arbeit. Auch ass sie nicht genug, wie es diese Kraftanstrengung forderte von ihr. Sie schippte sand in beutel, schleppte diese zur steinpresse, die fertigen steine zu raakins huette
und weiter ging die schipperei. heute war sie besonders kratzbuerstig. Sie erwartete eigentlich fuer jeden Satz schlaege. Provozierte bis ihr die luft wegblieb.

Sie war alleine mit Rashid.. Yamaal war gegangen und ihr wurde brutal der arm auf den ruecken gedreht.

Nein nein er wirds herausfinden.. das darf er nicht

sie versuchte sich zu wehren , kugelte sich fast selber die schulter aus um zu verhindern dass Rashid mehr erfuhr als das blosse auge erfasste. Gnadenlos hob er das hemd hoch und zerschnitt die bandagen.

Waehrenddessen ergab sich Jasmin ihrem schicksal, wendet mit schamrot gluehenden wangen das gesicht ab und ruehrte sich nicht mehr. Sanft wogte ihre busen bei jedem hektischen atemzug von ihr.

Jassie wie konntest du das nur zulassen? einige stunden spaeter legte sie sich auf die felle, voellig verausgabt, voellig mit den Nerven fertig. Sie wuerde ihr wort halten. und das einzige verlieren was in ihren augen noch wert besass, fuer etwas... das keine Bedeutung hatte.

Wen interessiert es ob ich eine frau bin.. oder ein Mann... sollen sich doch alle sonstwohin scheren.. ich denk nicht dran hinzugehen.. na und.. dann bin ich halt wortbruechig. besser als entehrt. wen interessierte es ob ein sklave wortbruechig war oder nicht... entehrt oder nicht?

ich werd hingehen.. aber nur um ihm zu sagen dass ich mein wort nicht halten werde.. mehr... nicht


noch wahrend des gedankens war sie eingeschlafen
Jasmin

Beitrag von Jasmin »

Stoehnend und mit zusammen gebissenen zaehnen kroch sie unte dem Tisch wieder hervor. Sie konnte sich kaum bewegen. Die Huette war leer bis auf sie.
Selbst wenn sie geweckt worden waere.. es waere wohl ein hoffnungsloser versuch gewesen. Sie schlief den Schlaf der gerechten und erschoepften.

sie wusste nicht wie Raakin reagieren wuerde wenn er herausfand dass sie eine Frau war, dass sie ein Monat lang sich als mann verkleidet, in seiner Huette geschlafen hatte.

Ihr leben war bisher nicht wirklich gluecklich verlaufen. und ihre stimme war schon ganz heiser von dem immerwaehrenden schimpfen ueber ihre Situation.

Sie hatte sich Rashid angeboten damit er schweigt. wurde aber aufgehalten von Khalida, die es dann auch rausfand.

Spaeter am Abend war ein grosser Mann blutueberstroemt zu khalida gekommen und rief nach heilung.

Fadi bracht ihn dann notduerftig verbunden zum hafen zurueck.

Das einzige was sie noch am Oberkoerper trug waren die bandagen. fadi hatte zuvor bei einem Fluchtversuch das einzige weite hemd dass sie besass in ein haufen asche verwandelt.

sie stichelte fadi unaufhoerlich, fand gefallen daran ihn einen fuchtler zunennen und rannte geduckt von einem Baum zum anderen den stamm immer zwischen sich lassend.

dann umschlang hitze ihre bauch und die Bandagen pellten sich froehlich von ihrem oberkoerper. Ihr war aber auch kein bisschen glueck hold.

Fadi verstrickte sie mit Wortduellen, ihr zorn war haltlos und sie drosch auf ihn ein. Noch so ein Menekaner der schweigen wuerde wenn sie sich ihm anbot? Ohja natuerlich er war ja auch nur eine Mann.

Saetze wie... Khalida schlaeft nackt.... Nadeeda weiss es.. und noch so ein Menekaner der mich erpresst wenn ich meine Jungfraeulichkeit dahingebe.. weckten mehr als seine aufmerksamkeit.

insgesamt entlockte er der entbloessten sieben Namen... Sieben die wussten dass sie eine frau war. Sie fuehlte sich ganz elend. und alles nur damit Khali diesen widerling von Omar heiraten koennte? damit es nicht rauskam? Was kuemmerte es sie ... das leben von anderen.... es sollte ihr egal sein. Aber bei eluive das war es nicht.

" _das_ muss unangenehm sein... ich hab die geraeusche gehoert die meine Ma immer machte durch den vorhang."

Fadi draengte sich ihr nicht weiter auf und sie war dankbar dafuer. Doch grollte sie ihm, dass er es als sein recht ansah, sie zu nehmen wenn er nur wollte...schliesslich sei sie nur eine sklavin.

Er verband ihren wundegescheuerten und bereits naessenden Hals und sie schlief erschoepft ein. Sie solle sich besser benehmen in Zukunft und er wuerde nichtsverraten.

Konnte sie das? Sie wollte nicht dass Raakin es erfaehrt... fuerchtete sie doch seine Reaktion. aber wuerde er in ihr auch nur ein Stueck fleisch sehen? sie ins sein Bett beordern wie es fadi und Rashid schon versucht haben?

Ihre bisher behuetete Tugend war doch alles was sie noch besass, etwas das ihr gehoerte... oder glaubten die menekaner dass es auch ihnen gehoerte? weil sie ihre Sklavin war?

sie begann damit die huette sauber zu machen, schuettelte die betten aus und fegte den boden, wusch die waesche und setzte sich dann wieder auf ihre felle und studierte das kochbuch

Holzschuesseln und schalen, wasserkruege, zwiebeln gemuese, fleisch salz... kochen hoerte sich gar nicht so schwierig an... wenn mann denn die Utensilien und Zutaten besass. Etwas dass sie und sie wusste, raakin nicht besass.

Raakin und Fadi waren nach Gerimor gereist soviel sie wusste. sie hoffte raakin wuerde sich irgendwas brechen. Sie war rebellisch un schlechte gelaunt, hatte hunger und durst und war zu muede um sich gedanken daruber zu machen was geschah wenn raakin zurueckkam und sie ausser in der huette noch keinen Finger geruehrt hatte. Das Kochbuch sank auf ihre brust uns sie schlief wieder ein
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