Der Schrecken der Diener...eine Gänsehautstory

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Anveena Midame

Der Schrecken der Diener...eine Gänsehautstory

Beitrag von Anveena Midame »

Noch immer trieb es ihr den Schauer über den Rücken, alleine bei dem Gedanken an das Geschehene.
Wie konnt das nur passieren? Was hatte Sie getan, um so gestraft zu werden?`Hatte Sie nicht alles erdenkliche getan, um die Vergangenheit ruhen zu lassen...um sich aus deren Leben auszuschliessen? Ja ging Sie nicht sogar soweit, sich als Tot darzustellen, auf dass man Sie walten lassen würde?
Doch als Sie heute SIE erblickte...als Sie dort stand, nach ihr fragte...ja..ihre dreistigkeit, diese Unverschämtheit. Keinerlei Respekt, keinerlei Furcht vor einem Diener Krathors. Unbeeindruckt von den gewirkten Schrecken, die sich vor ihr aufbereiteten, grinste Sie nur.
Und mit welcher Selbstgefälligkeit Sie sich in ihr leben drängte...Simoen stand kurz davor, sich dessen Körper zu nehmen und das Herz aus diesem zu entreissen.
"Wir bleiben zusammen...", wie ein grausames, nie endendes Echo hallte es durch ihre Ohren, kreiste in wirren Gedanken durch ihren Kopf und liessen Sie verzweifeln. Und dennoch, für diese Abart, dieses Schrecken, dieser Alptraum war Sie selbst verantwortlich. Beschworren in einer Sekunde der Güte, des Mitleids...hatte nicht Sie einen Brief geschrieben, hätte Sie nicht wissen müssen, dass der Dämon in menschengestalt schlau genug wäre, die Spur zu ihr zurück zu führen?
Sie seufzte, setzte wieder die Flasche an auf ihrem Tische und wischte sich dann den Mund.
Ja, es ging wohl nicht anders...sie konnte nichts dagegen tun und musste es akzeptieren:
Ihre kleine Schwester war nun da und sie musste sich um sie kümmern.
Seufzend erhebte Sie sich und stieg die Treppen hinauf...hinauf in das Zimmer, in der ihr schlimmster Alptraum lag und friedlich schlief.
Naestra Midame

Beitrag von Naestra Midame »

Leise murrend lies sie sich auf dem Bett nieder.
Hatte sie doch wirklich alleine nach Hause gehen müssen!
Nur sehr ungern wich sie ihrer Schwester von der Seite, aber es war eine lange und beschwerliche Reise gewesen, bis sie endlich am Ziel angekommen war. Erst als sie sich vor Müdigkeit kaum noch auf den Beinen halten konnte, musste sie einsehen dass sie alleine zurück kehren müsste.
In ihrem neuen Heim angekommen war ihre Wut auch schon wieder verraucht.
Endlich war sie da!
Endlich, nach so langer Zeit, hatte sie erreicht was sie wollte!
Und diese schreckliche Simoen würde sie auch noch los werden.
Sie wollte ihre Schwester für sich alleine haben. Mit Niemanden wollte sie nun ihr Glück teilen.

Aber es hatte Zeit..
Ein seeliges Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus, als sie sich ins Bett kuschelte.
Ein richtiges zu Hause!
Und morgen hätte sie sicherlich genug Schlaf. Sie würde ihre Schwester nie wieder aus den Augen lassen.
Alles würden sie zusammen unternehmen! Einfach Alles…
Mit einem Lächeln auf den Lippen fiel sie in einen tiefen Schlaf.
Sie war am Ziel ihrer Träume angekommen..
Simoen De Vyr

Beitrag von Simoen De Vyr »

*Einsam sitzt eine Dunkle Gestalt in der Grabkammer und summt vor sich hin. Leise, dann immer lauter, bis sie letztendlich anfängt eine sanfte und doch traurige Melodie zu singen:*

Was kann ich denn dafür? So kurz vor meiner Tür da fingen Sie mich ein
und bald endet meine Pein. Ich hatte niemals Glück. Mein trostloses Geschick
nahm keinen von Euch ein. Ja, heut soll gestorben sein.

Sie nahmen mir die Schuh' und auch den Rock dazu. Sie banden mir die Händ und mein Haus, es hat gebrannt. Ich sah den Galgen steh'n. Sie zwangen mich zu gehn. Sie wollten meinen Tod, keiner half mir in der Not.

Was kratzt da am Genick? Ich spür den Rauhen Strick. Ein Priester der betet dort und spricht für mich fromme Wort; die Wort, die ich nicht Kenn, wer lehrte sie mich denn? Fünf Raben fliegen her, doch ich sehe sie nicht mehr.



*als sie endete, seufzt sie leise und schwelt in Gedanken gen Naestra*
Zuletzt geändert von Simoen De Vyr am Montag 25. Januar 2010, 16:51, insgesamt 2-mal geändert.
Naestra Midame

Beitrag von Naestra Midame »

Mit einem schmalen Grinsen auf den Lippen drehte sie den Schlüssel in ihren Händen.

Soweit so gut.

Es gestaltete sich leider weitaus schwieriger dauerhaft an der Seite ihrer Schwester zu sein als gedacht.
Wie konnte man nur so nachtaktiv sein?
Sie musste dringend ihren Tagesablauf umstellen. Sonst würde das nichts werden mit ‚wir machen nie mehr was alleine‘.

Immerhin hatte sie inzwischen einen Plan gefasst was Simoen anging. Der musste nur noch aufgehen, dann hätte sie ihre Schwester ganz für sich allein.
Aber sie hatte ja Geduld und ab jetzt würde sie überaus nett sein.

Irgendwie würde sie es sicher hinbekommen weniger zu sagen als sie dachte.
Nur ein wenig Übung und sie wäre nett.

Und dann … hätte sie endlich alles was sie wollte..
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