Zeit zum Nachdenken...
- Malachai Schwarzmourne
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- Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04
Zeit zum Nachdenken...
Langsam liess er das Bein hinabgleiten, es vom Aste baumelnd lassen, während der dicke Stamme der Eiche seinen Rücken Erholung versprach, als er sich dagegen lehnte und weit in die Dunkelheit schaute.
Langsam atmete er ein und aus.
Schattenhuf graste den Boden ab, mit dem Schweif hin und her wedelnd, während sein Herr auf dem Aste lungerte und über vieles nachdachte.
Nachdenken...mehr konnte er nicht tun...er war Ratlos...er wusste nicht mehr, wie hoch ihm das Wasser stand.
Seine kühle, unberechenbare Art. Diese gehabe, er hätte die Kontrolle über alles...die Kontrolle, entglitt ihm schon vor langem. Eine Fassade, nur eine Maske.
Wer war er, dass er so lebte und in dieses Leben die Menschen in seinen Banne zog?
Was gab ihm das Recht dazu?
Seine Gefühle?
Sein Herz?
Langsam glitt er sich durchs Haar.
Wer war er, dass es Menschen gab, die sich um ihn sorgten, die für ihn fühlten, wegen ihm sich erfreut und leideten?
War er am Ende nicht dieser kaltherzige, abscheuliche Mörder?
War er nicht das, was ihm unbekannte Menschen wie Arenvir an den Kopf warfen?
Nur die Gestalt jener Gerüchte, die durch die Straßen der Städte halten?
Ein selbsternannter Lord der Schatten?
Wie kam es, dass so eine grausame Bestie, die Lebewesen in einem Bruchteil der Sekunde töteten, geliebt werden konnte und warum, erkannte er nicht das Geschenk, dass man ihm gab?
Ja, es war das, was ihn noch als Mensch definierte...die Gefühle der anderen, die ihn erreichten. Jenes lachen um ihn herum, in glücklichen Momenten, jene sorgenden Blicke, wenn sein Blut an ihm herabrinnt und den Boden bedeckt.
Und was tat er für die Menschen?
Oftmals Leid.
Dennoch...halten Sie zu ihm...warum nur?
Was definiert ihn, dass man sich nicht von ihm abwendet?
Das man angeblich das gute in ihm sehen mag?
Er seufzte.
Kämpfte er womöglich selber gegen die Bestie in sich, damit sein Leben lebenswert bleibt?
Er spürte ihren Schmerz, sie musste nichts sagen, Blicke taten es...und dieser Satz....sie wolle alleine sein.
Hat sie nun sein Wesen erkannt? Das Monster entdeckt?
Ja...ein Monster war er...nicht bemittleidenswert und nicht in einem Meer aus Selbstzweifel. Er verrichtet das, was andere nicht tun...in einer herzlosen Grausamkeit, die manchmal ihres gleichen sucht.
Und dennoch...lässt Sie sich von ihm umarmen...lehnt seine nähe nicht ab.
Was hat er bloss getan?
Gelang es doch am Ende, dem Abtrünnigen, sein Leben zu vernichten? Ihn von den Bahnen zu drängen?
Und nun Sienara...wo war Sie? In welchem Monat sie wohl ist? Ob sein Kind schon da wäre? Ob es ihr gut ginge? Ob Sie...jemals wiederkommen mag?
Dennoch...soviel ist passiert, soviel Leid wurde weitergetragen...und innerlich wusste er, Sienara geht es gut...und er würde nicht nochmals beginnen, für jemand anderes zu entscheiden. Wenn es ihr Wille ist, fern von ihm zu sein, wird er es akzeptieren. Er hat die Suche aufgegeben. Er ist es leid...müde, von der Verantwortung, die er sich selbst aufgehalst hat, immer im Glauben, er wüsste, was er täte.
Und nun?
Einsamkeit, in einer dunklen, kalten Nacht.
Langsam legt er seine Hand auf seine Augen. Bedeckend, was aus jenen hinausfliessen will.
Er hat am Ende alles verloren, was ihn aus der Zweifel errettete.
Er trieb Sie in seine Arme...und trotz aller Warnungen, trotz aller Vorsicht, stach auch Er ihr ins Herz...mit dem selben Handeln wie er. Wie könnte Sie ihm jemals verzeihen, ihm je wieder vertrauen. Der feine Graf hat ganze Arbeit geleistet.
Und welches Recht besass er nun, wieder in ihr Leben treten zu wollen? Zu hoffen, Sie würde ihm vertrauen?
Er hat Sie verloren...er liebte Sie...ja...verdammt er liebt Sie immer noch, er hat nie aufgehört, sie zu lieben und jetzt, in dem Moment, wo er klar sieht, bemerkt er, dass Sie fern von ihm ist...weit entfernt...womöglich...
Er seufzte.
Womöglich, liebte Sie ihn nicht mehr...zeigt ihre Trauer, ihre Wut, ihre Verzweiflung nicht das, was Sie für den Grafen empfand?
Fürchtet Sie nicht um ihn, diesen bemittleidenswerten Manne...der Malachai doch so ähnlich war...ähnlicher, als beide sich einstehen würden.
Beide haben für Sie entschieden, im Glauben, es wäre das beste für Sie.
Beide taten es wegen dem, was Sie sind und nicht ändern können.
Doch nein, Malachai war einen Schritt weiter, er erkannte, welche Farce dieses Denken besitzt, wie idiotisch es war, zu glauben, ein Leben ohne sich selber, wäre ein erfüllteres Leben.
Er schluckt, lehnte den Kopf gegen den Stamm. Das grelle Mondlicht lässt seine feuchten Augen funkeln.
Egal, was er tun wird, es wird Leid und Schmerz geben. Hass wird auf ihn herabfallen und Verachtung wird entstehen. Vielleicht das, was er verdient hat. Doch...er WAR in all dem doch nur ein Mensch. Und es sollte ihm zugestanden werden, Fehler tun zu dürfen, aus denen er wächst und lernt. Und sei die Lektion so hart, dass er Sie verliert...wieder verliert...für immer.
Der Gedanke richtet über ihn, wie Messerstiche auf einen hinauf. Und es gibt keinerlei Befreiung daraus.
Dennoch...es lag nicht mehr in seinen Händen...er konnte nur abwarten, dass, was er am meisten haste...gebundene Hände...schwach....aber es lag an ihr. Es ging um ihr. Um ihr Wohl...auf das, es ihr gut geht. Egal, wie es enden würde, sie entscheidet nun...sie entscheidet nicht nur für sich...nein, sie entscheidet auch für ihn und es war nur gerecht.
Lange sass er noch auf jenen Aste, in den Himmel blickend...manchmal lächelnd, verträumt in der Vergangenheit, was geschehen war, die schöne Zeit...manchmal verbittert bei den Gedanken, was er angetan hat, was alles schreckliches passierte...und dann...traurig...bei den Erkenntnissen, was geschehen kann...was er alles verloren hatte.
Nur eines, das wusste er...und das hielt ihm von Wahnsinn fern war die Erkenntnis, er würde Sie wiedersehen, vielleicht auch dann nur um zu verstehen, dass das Leben an sich Qualen und Wunder verspricht und egal was kommen mag...er vergesse Sie NIE.
Langsam atmete er ein und aus.
Schattenhuf graste den Boden ab, mit dem Schweif hin und her wedelnd, während sein Herr auf dem Aste lungerte und über vieles nachdachte.
Nachdenken...mehr konnte er nicht tun...er war Ratlos...er wusste nicht mehr, wie hoch ihm das Wasser stand.
Seine kühle, unberechenbare Art. Diese gehabe, er hätte die Kontrolle über alles...die Kontrolle, entglitt ihm schon vor langem. Eine Fassade, nur eine Maske.
Wer war er, dass er so lebte und in dieses Leben die Menschen in seinen Banne zog?
Was gab ihm das Recht dazu?
Seine Gefühle?
Sein Herz?
Langsam glitt er sich durchs Haar.
Wer war er, dass es Menschen gab, die sich um ihn sorgten, die für ihn fühlten, wegen ihm sich erfreut und leideten?
War er am Ende nicht dieser kaltherzige, abscheuliche Mörder?
War er nicht das, was ihm unbekannte Menschen wie Arenvir an den Kopf warfen?
Nur die Gestalt jener Gerüchte, die durch die Straßen der Städte halten?
Ein selbsternannter Lord der Schatten?
Wie kam es, dass so eine grausame Bestie, die Lebewesen in einem Bruchteil der Sekunde töteten, geliebt werden konnte und warum, erkannte er nicht das Geschenk, dass man ihm gab?
Ja, es war das, was ihn noch als Mensch definierte...die Gefühle der anderen, die ihn erreichten. Jenes lachen um ihn herum, in glücklichen Momenten, jene sorgenden Blicke, wenn sein Blut an ihm herabrinnt und den Boden bedeckt.
Und was tat er für die Menschen?
Oftmals Leid.
Dennoch...halten Sie zu ihm...warum nur?
Was definiert ihn, dass man sich nicht von ihm abwendet?
Das man angeblich das gute in ihm sehen mag?
Er seufzte.
Kämpfte er womöglich selber gegen die Bestie in sich, damit sein Leben lebenswert bleibt?
Er spürte ihren Schmerz, sie musste nichts sagen, Blicke taten es...und dieser Satz....sie wolle alleine sein.
Hat sie nun sein Wesen erkannt? Das Monster entdeckt?
Ja...ein Monster war er...nicht bemittleidenswert und nicht in einem Meer aus Selbstzweifel. Er verrichtet das, was andere nicht tun...in einer herzlosen Grausamkeit, die manchmal ihres gleichen sucht.
Und dennoch...lässt Sie sich von ihm umarmen...lehnt seine nähe nicht ab.
Was hat er bloss getan?
Gelang es doch am Ende, dem Abtrünnigen, sein Leben zu vernichten? Ihn von den Bahnen zu drängen?
Und nun Sienara...wo war Sie? In welchem Monat sie wohl ist? Ob sein Kind schon da wäre? Ob es ihr gut ginge? Ob Sie...jemals wiederkommen mag?
Dennoch...soviel ist passiert, soviel Leid wurde weitergetragen...und innerlich wusste er, Sienara geht es gut...und er würde nicht nochmals beginnen, für jemand anderes zu entscheiden. Wenn es ihr Wille ist, fern von ihm zu sein, wird er es akzeptieren. Er hat die Suche aufgegeben. Er ist es leid...müde, von der Verantwortung, die er sich selbst aufgehalst hat, immer im Glauben, er wüsste, was er täte.
Und nun?
Einsamkeit, in einer dunklen, kalten Nacht.
Langsam legt er seine Hand auf seine Augen. Bedeckend, was aus jenen hinausfliessen will.
Er hat am Ende alles verloren, was ihn aus der Zweifel errettete.
Er trieb Sie in seine Arme...und trotz aller Warnungen, trotz aller Vorsicht, stach auch Er ihr ins Herz...mit dem selben Handeln wie er. Wie könnte Sie ihm jemals verzeihen, ihm je wieder vertrauen. Der feine Graf hat ganze Arbeit geleistet.
Und welches Recht besass er nun, wieder in ihr Leben treten zu wollen? Zu hoffen, Sie würde ihm vertrauen?
Er hat Sie verloren...er liebte Sie...ja...verdammt er liebt Sie immer noch, er hat nie aufgehört, sie zu lieben und jetzt, in dem Moment, wo er klar sieht, bemerkt er, dass Sie fern von ihm ist...weit entfernt...womöglich...
Er seufzte.
Womöglich, liebte Sie ihn nicht mehr...zeigt ihre Trauer, ihre Wut, ihre Verzweiflung nicht das, was Sie für den Grafen empfand?
Fürchtet Sie nicht um ihn, diesen bemittleidenswerten Manne...der Malachai doch so ähnlich war...ähnlicher, als beide sich einstehen würden.
Beide haben für Sie entschieden, im Glauben, es wäre das beste für Sie.
Beide taten es wegen dem, was Sie sind und nicht ändern können.
Doch nein, Malachai war einen Schritt weiter, er erkannte, welche Farce dieses Denken besitzt, wie idiotisch es war, zu glauben, ein Leben ohne sich selber, wäre ein erfüllteres Leben.
Er schluckt, lehnte den Kopf gegen den Stamm. Das grelle Mondlicht lässt seine feuchten Augen funkeln.
Egal, was er tun wird, es wird Leid und Schmerz geben. Hass wird auf ihn herabfallen und Verachtung wird entstehen. Vielleicht das, was er verdient hat. Doch...er WAR in all dem doch nur ein Mensch. Und es sollte ihm zugestanden werden, Fehler tun zu dürfen, aus denen er wächst und lernt. Und sei die Lektion so hart, dass er Sie verliert...wieder verliert...für immer.
Der Gedanke richtet über ihn, wie Messerstiche auf einen hinauf. Und es gibt keinerlei Befreiung daraus.
Dennoch...es lag nicht mehr in seinen Händen...er konnte nur abwarten, dass, was er am meisten haste...gebundene Hände...schwach....aber es lag an ihr. Es ging um ihr. Um ihr Wohl...auf das, es ihr gut geht. Egal, wie es enden würde, sie entscheidet nun...sie entscheidet nicht nur für sich...nein, sie entscheidet auch für ihn und es war nur gerecht.
Lange sass er noch auf jenen Aste, in den Himmel blickend...manchmal lächelnd, verträumt in der Vergangenheit, was geschehen war, die schöne Zeit...manchmal verbittert bei den Gedanken, was er angetan hat, was alles schreckliches passierte...und dann...traurig...bei den Erkenntnissen, was geschehen kann...was er alles verloren hatte.
Nur eines, das wusste er...und das hielt ihm von Wahnsinn fern war die Erkenntnis, er würde Sie wiedersehen, vielleicht auch dann nur um zu verstehen, dass das Leben an sich Qualen und Wunder verspricht und egal was kommen mag...er vergesse Sie NIE.
[img]http://www.bilder-upload.eu/upload/6f34ff-1435746730.gif[/img]
- Malachai Schwarzmourne
- Beiträge: 1606
- Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04
Ruhig atmete er. Der Blick starr auf die Decke gerichtet. Wielang war es her, das er hier lag? Hier...in diesem Bett? Neben dieser Frau?
Wie sacht sie schlief, ruhig atmend, in seinen Armen.
Er hatte Sie vermisst, keine Frage. Er war froh, Sie zu spüren, für Sie da sein zu können, ihr zu helfen, all das zu überstehen...und...sich selber zu helfen...zu lernen, sich zu verzeihen.
Sie taten nichts unmoralisches, kein Kuss prägte diesen Abend, keine intimen Zärtlichkeiten, nein, er hielt nur sein Versprechen, für Sie dazu sein, ihr eine Umarmung zu spenden, ihr Zuneigung zu offenbaren und ihr zuzuhören, egal wie sehr es ihn schmerzte, über gewisse Dinge zu reden.
Es war so...und er wäre abermals nur der Feigling von früher, wenn er nun verschwinden würde.
Es kam alles unerwartet, er ging nur zu ihr, um vom Tode einer Freundin zu reden. Als das Thema des Grafens wieder angesprochen wurde, kochte es ihn ihm...und dennoch...schaffte Sie es wie immer, ihn verstehen und teilhaben zu lassen. Zu erkennen, dass er mehr auf sich wütend war...das er sich hasste für all die Taten, die sein Lebensweg prägten.
Es war gewiss nicht einfach...zurückhaltung, nicht die Gefühle herauszulassen und es ruhig anzugehen. Nichts zu überstürzen. Sie war verletzt, sehr...er musste behutsam sein...sie walten lassen und dann, wenn Sie es brauchte, da zu sein. Er hatte nicht das Recht, nun irgendetwas zu bestimmen oder Geschicke zu lenken. Es würde nichts besseres machen.
Seine Gedanken schweiften zu Sienara. Seiner Frau.
Er dachte oft und viel an Sie.
Was Sie wohl gerade tun würde?
Wie es ihr erging?
Ob Sie auch an ihn denkt? Schuldgefühle Sie plagten ob ihrer Flucht?
Er seufzte.
Es war alles so bekannt, der Kreislauf wiederholte sich...und doch...war es anders...er war anders...er...handelte anders.
Er würde nichts erzwingen wollen. Er würde anderen die Last der Entscheidungen nicht mehr abnehmen, noch stehlen. Das letzte Rest der menschlichen Freiheit. Nein. Ein jeder ist seines Schicksals eigener Schmied, einer jeder handelt, wie es der Verstand und das Herz gebahr auszusprechen. Und selbst wenn man es nur gut meint, kann man mehr Leid verursachen, als es gewollt war.
Wieder wanderte sein Blick zu ihr in seinen Armen.
Was Sie wohl dachte?
Ob Sie gerade träumte?
Ob Sie in diesem Moment glücklich war?
Soviel wird noch geschehen, ein einfacher Weg ist es nicht...er war es nie...doch sie hatten schon schlimmeres überstanden. Und dieses mal war es nicht irgendein Schattenlord, der über das Leben wachte, der seine Sehnsüchte stillte und seine Ängste bekämpft...nein...dieses mal ist es Malachai Schwarzmourne...Vater und liebender Ehemann...und als Sie ihren Namen aussprach, als Sie sagte, wer Sie war und immer sein wird, zerfiel ein dicker Klumpen aus Bitterkeit in seinem Herzen.
Er war kein heiliger, er würde es nie sein. Doch er wird nicht bewusst das Leid forttragen, zu anderen...es wird nicht vermeidbar sein...doch in gewissen Dingen, musste er auch an sich denken.
Langsam beugt er sich vor, ihr einmal sacht durchs Haar streichen und ihr einen Kuss auf die Stirn drückend.
Er wusste nicht, wo all das Enden wird...doch er wusste, was er zu tun hatte...und was er wollte. Er würde nicht noch einmal naiv wirken, nicht egoistisch handeln...nein...diese Erkenntnis würde ihn stärken und festigen für das, was er erreichen wird....zusammen mit ihr.
Und selbst wenn er diese Nacht keinen Schlaf fand, war sein Geist ruhig und seine Gedanken erfrischt. Das perfekte Glück war noch entfernt, die Sorgen nicht von der Welt geschaffen...aber es war ein erster Schritt in die richtige Richtung.
Wie sacht sie schlief, ruhig atmend, in seinen Armen.
Er hatte Sie vermisst, keine Frage. Er war froh, Sie zu spüren, für Sie da sein zu können, ihr zu helfen, all das zu überstehen...und...sich selber zu helfen...zu lernen, sich zu verzeihen.
Sie taten nichts unmoralisches, kein Kuss prägte diesen Abend, keine intimen Zärtlichkeiten, nein, er hielt nur sein Versprechen, für Sie dazu sein, ihr eine Umarmung zu spenden, ihr Zuneigung zu offenbaren und ihr zuzuhören, egal wie sehr es ihn schmerzte, über gewisse Dinge zu reden.
Es war so...und er wäre abermals nur der Feigling von früher, wenn er nun verschwinden würde.
Es kam alles unerwartet, er ging nur zu ihr, um vom Tode einer Freundin zu reden. Als das Thema des Grafens wieder angesprochen wurde, kochte es ihn ihm...und dennoch...schaffte Sie es wie immer, ihn verstehen und teilhaben zu lassen. Zu erkennen, dass er mehr auf sich wütend war...das er sich hasste für all die Taten, die sein Lebensweg prägten.
Es war gewiss nicht einfach...zurückhaltung, nicht die Gefühle herauszulassen und es ruhig anzugehen. Nichts zu überstürzen. Sie war verletzt, sehr...er musste behutsam sein...sie walten lassen und dann, wenn Sie es brauchte, da zu sein. Er hatte nicht das Recht, nun irgendetwas zu bestimmen oder Geschicke zu lenken. Es würde nichts besseres machen.
Seine Gedanken schweiften zu Sienara. Seiner Frau.
Er dachte oft und viel an Sie.
Was Sie wohl gerade tun würde?
Wie es ihr erging?
Ob Sie auch an ihn denkt? Schuldgefühle Sie plagten ob ihrer Flucht?
Er seufzte.
Es war alles so bekannt, der Kreislauf wiederholte sich...und doch...war es anders...er war anders...er...handelte anders.
Er würde nichts erzwingen wollen. Er würde anderen die Last der Entscheidungen nicht mehr abnehmen, noch stehlen. Das letzte Rest der menschlichen Freiheit. Nein. Ein jeder ist seines Schicksals eigener Schmied, einer jeder handelt, wie es der Verstand und das Herz gebahr auszusprechen. Und selbst wenn man es nur gut meint, kann man mehr Leid verursachen, als es gewollt war.
Wieder wanderte sein Blick zu ihr in seinen Armen.
Was Sie wohl dachte?
Ob Sie gerade träumte?
Ob Sie in diesem Moment glücklich war?
Soviel wird noch geschehen, ein einfacher Weg ist es nicht...er war es nie...doch sie hatten schon schlimmeres überstanden. Und dieses mal war es nicht irgendein Schattenlord, der über das Leben wachte, der seine Sehnsüchte stillte und seine Ängste bekämpft...nein...dieses mal ist es Malachai Schwarzmourne...Vater und liebender Ehemann...und als Sie ihren Namen aussprach, als Sie sagte, wer Sie war und immer sein wird, zerfiel ein dicker Klumpen aus Bitterkeit in seinem Herzen.
Er war kein heiliger, er würde es nie sein. Doch er wird nicht bewusst das Leid forttragen, zu anderen...es wird nicht vermeidbar sein...doch in gewissen Dingen, musste er auch an sich denken.
Langsam beugt er sich vor, ihr einmal sacht durchs Haar streichen und ihr einen Kuss auf die Stirn drückend.
Er wusste nicht, wo all das Enden wird...doch er wusste, was er zu tun hatte...und was er wollte. Er würde nicht noch einmal naiv wirken, nicht egoistisch handeln...nein...diese Erkenntnis würde ihn stärken und festigen für das, was er erreichen wird....zusammen mit ihr.
Und selbst wenn er diese Nacht keinen Schlaf fand, war sein Geist ruhig und seine Gedanken erfrischt. Das perfekte Glück war noch entfernt, die Sorgen nicht von der Welt geschaffen...aber es war ein erster Schritt in die richtige Richtung.
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Inara Schwarzmourne
Endlich war sie allein, doch zur Ruhe kam sie nicht. Die Gedanken und Eindrücke schwirrten ihr durch den Kopf und besonders die der letzten Zeit.
Diese alte Vettel, die ihr die Zukunft voraussagte. Ob sie wohl Recht hatte?
Aber sie wusste ihren Namen und von ihrem Sohn… und das mit Rafael. Wobei.. mittlerweile gab es wohl kaum noch jemanden, der es nicht wusste in ihrem und seinem Umfeld. Aber Rafael tot… wegen ihr?? Nein, das durfte nicht sein.
Niemand verstand sie, niemand hörte ihr zu, niemand erkannte ihre Verzweiflung..
Wie sagte Cyrion doch noch gleich? „Ein nasses Grab ist keine Lösung. Dort ist es kalt und nass und die Aussicht ist mies“ wollte er wohl einen Scherz machen.
Aber war ihr Leben im Moment nicht genauso? Ihr Gesicht war stetig nass von Tränen, welche sie vergoss wenn niemand hin sah, kalt war ihr Herz geworden, wie die Steinwände des Kellers, der sie umgab und wenn ihre Zukunftsaussichten nicht mies waren, dann wusste sie auch nicht.
Schwer seufzte sie.
„Ihr habt keine gemeinsame Zukunft mit dem Adeligen, mein Kind! Er wird sterben! Doch ich sehe seine und die verschwommene Linie zusammen laufen und an jenem Punkt werdet ihr wohl ein Kind bekommen von ihm und die adelige und die schattige Linie werden kämpfen bis zu seinem Tod“ so hallten die Worte der Alten in ihrem Kopf wieder.
Ein Kind von Rafael! Sie schnaubte. Vielleicht hatte diese Anveena doch Recht und sie sollte nichts geben auf die Worte der Vettel. Sie hielten es nicht einmal im selben Raum aus miteinander. Das heist.. er wohl schon, sie aber nicht. Immer wenn sie ihn sah, kochte alles wieder in ihr hoch, die Wut, die Verzweiflung, der Schmerz, das Gefühl alles falsch gemacht zu haben. All das überrollte sie jedes mal wie eine riesige Lawine unter der sie begraben wurde. Doch langsam verlies sie die Kraft, sich daraus zu befreien, die Kraft einfach nur jeden Tag zu überstehen. Wer weiss, wo sie schon wäre, wenn Amu sie nicht immer wieder ablenken würde. Er war schon immer eine gute Seele gewesen, aber seid seinem Unfall war ihre Freundschaft noch stärker geworden. Er war, zumindest soweit er konnte, immer für sie da, lenkte sie ab und bereitete ihr eine Freude wo immer er konnte.
Und dann die Nachricht gestern.. ein Kampf, Anveena und Rafael verletzt, Shedora tot. Arme Shedora...
Sie machte sich Vorwürfe. Man hatte sich kurz davor noch getroffen, hatte kurz geredet. Sie war traurig gewesen, doch Inara hatte keine Zeit ihr zuzuhören. Jetzt würden sie nie wieder miteinander reden. Malachai überbrachte ihr die schlimme Botschaft. Beinah stritten sie beide sich noch. Immer wieder kreisten ihre Gespräche letzten Endes um ihn und beide rieb es auf. Malachai, der nichts über ihn hören wollte und sie, die sie sich so gern einmal alles von der Seele geredet hätte. Doch keiner hörte zu, keinen interessierte es, jeder war mit sich selbst zu sehr beschäftigt. Sie war also doch allein.. wahrscheinlich einsamer als er es sich vorstellen konnte.
Zeit hatte sie von ihm gefordert. Zeit sich zu beruhigen, Zeit die Wunden heilen zu lassen, Zeit alles tief in ihr zu verschliesen was Liebe und Vertrauen hies. Doch nun, vielleicht ob der vor Augen geführten Vergänglichkeit, brach es einfach aus ihr heraus. Zuerst wollte er gehen, wollte es nicht hören, doch sie erinnerte ihn daran, was er versprochen hatte und so lies er alles über sich ergehen.
Sie erzählte ihm von ihrer Leere, von dem Gefühl, dass sie hatte, fast verschwunden zu sein, nur noch eine leere Hülle, erzählte ihm vom ihrer Sehnsucht nach einem nassen Grab, von der Einsamkeit von allem, was sie belastete und vor allem, von ihrer Angst nie wieder etwas fühlen, oder gar lieben zu können.... und er ertrug es.
Welche Schmerzen mochte es ihm bereitet haben, jedes Wort ein Stich, ein Vorwurf, der Drang nach Vergeltung an dem Freund der ihr dies angetan hatte und die Verzweiflung unerfüllter Liebe. Ja, er liebte sie. Daher ertrug er es wohl wortlos und klaglos. Doch sie schonte ihn nicht.
Es gab die Möglichkeit, dass sie nie wieder die alte wurde, nie wieder vertrauen konnte, nie mehr lieben konnte. Aber allein zu sein ertrug sie auch nicht. Dieses stetige Gefühl der Leere, das sie innerlich auffrass. Die Angst, nie wieder den Weg zurück zu finden, ihre Sehnsucht nach Geborgenheit nicht stillen zu können, nie wieder Glück zu fühlen.
Wie sehr mag es ihn geschmerzt haben, den Menschen, den er so liebt, so verdreht und verkrüppelt zu sehen, sein Leid so nah zu spüren? Und doch nahm er sie tröstend in seine Arme.
Rafael hatte seine Chance gehabt, sogar eine zweite. Doch er hatte erneut gegen sie entschieden, sie mit der einzigen Waffe geschlagen, die sie wirklich verletzen konnte. Er hatte gewählt zu Gunsten dessen, was ER für SIE am besten hielt. Und wie schwer ihn nun die unbedachten Konsequenzen auch quälten, es war seine Wahl gewesen. Sie würden nie wieder ein Paar sein. Er hatte nicht noch eine Chance verdient, dies hatte SIE nun gewählt. Zu gross war auch ihre Angst, die Prophezeihung der Alten hätte doch ein Fünkchen Wahrheit, dann würde es nie enden bis alle tot waren. Nein, so weit würde sie es nie kommen lassen. Sie war ihm trotz allem dankbar, dass er ihr gezeigt hatte, dass auch die schönsten Worte nur vergänglich waren und das auch ein Ritter nur ein Mensch war. Es kam so selten vor, dass man sich auf den ersten Blick verliebte und sofort spürte, dass man einer verwandten Seele gegenüber stand. Die Liebe die sie für ihn empfunden hatte, war so heiss, so brennend, so verlangend gewesen, dass es sie am Ende beide verzehrte.
Doch dieser Mensch den sie einst liebte, den Mann Rafael ... er war tot für sie. Dies war ihre Wahl! Die erste von vielen die folgen würden.
Schon viel zu lange lies sie sich mal hier hin und mal dort hin treiben, versuchte sich nicht fest zu legen, es allen Recht zu machen, einen Mittelweg zu finden der alle glücklich machte. Doch sie musste der Wahrheit ins Auge sehen. Letzen Endes hatte sie damit nicht weniger Schmerz gebracht, als Malachai. Ein jeder litt unter ihr. Malachai litt, Rafael litt, Amu litt. Und sicher hatten auch Alex und Gregor gelitten. Vielleicht waren sie deswegen auch fort gegangen. Es war ein sicherer Weg all das zu erreichen, wovor sie sich am meisten fürchtete.
Es war ein Fluch unter dem sie litt, vielleicht ein Überbleibsel aus ihrer Zeit als Leibeigener. Doch je mehr sie versuchte, es jedem Recht zu machen, desto schlimmer wurde es, wurden die Schmerzen. Sie musste aufhören, die Entscheidungen vor sich her zu schieben, musste lernen selbst zu wählen und damit zu leben.
Es wurde Zeit, auch die Angst und das Selbstmitleid hinter sich zu lassen, ebenso den Zorn und die Verzweiflung. Sie musste wieder aufstehen, musste wieder lächeln und nicken, wie sie es immer getan hatte. Vielleicht, im besten Falle, konnte sie dann darauf hoffen, dass die gefühllose Maske aus der sie nun bestand, wieder lebendig wurde, lebte, glücklich war, Stück um Stück und Schritt um Schritt.
Amu wartete auf seine Chance und Malachai wollte eine zweite. Doch bei Amu gegenüber konnte sie sich nicht offenbaren, er kannte sie zu wenig und würde sie vielleicht auch nicht verstehen. Sofern er auch nur die Hälfte der Geheimnisse wusste, die sie hütete, würde er vielleicht davon laufen. Doch er war ehrlich, gutmütig, liebenswert, ja vor allem liebenswert. Hätte man sich getroffen bevor sie Rafael getroffen hätte...vielleicht wären sie eine glückliche Familie geworden. Doch sie hoffte inständig, dass er ihr als Freund erhalten blieb. Sie mochte seine Gesellschaft, seine direkte Art, dass er nie grosse Umschweife machte sondern zum Punkt kam. "Goldlöckchen" hallte seine Stimme in ihrem Kopf wieder und sie musste unwillkürlich schmunzeln. Ja, sie mochte ihn wirklich sehr. Doch es hiess nicht zu mögen, sondern sie musste sich entscheiden und so traf sie ihre Entscheidung.
Malachai wollte auch eine zweite Chance und hatte er sie nicht mehr als verdient? So vieles hatte er bereits für sie getan und er schwor ihr immer wieder, dass diesmal alles anders sein würde. So traf sie also ihre Entscheidung, sicher die wichtigste bis zum Ende ihrer Tage.
Er hatte ihr versichert, dass diesmal alles gut würde, dass er da sein würde, egal was kommt, dass er sie lieben würde, bis ans Ende seiner Tage.
Liebe, oder auch blosse Zuneigung konnte sie nach alle dem nicht mehr fühlen. Aber sie ängstigte sich zu Tode, ängstigte sich vor der immer währenden Einsamkeit. Sie wollte sich aber nicht mehr ängstigen müssen, sie hatte die Tränen, den Schmerz und all das Selbstmitleid satt. Er verstand sie, er hielt sie, er kannte all ihre Geheimnisse und durch ihren Sohn waren sie eh für immer miteinander verbunden.
Nein, sie konnte nicht behaupten, sie würde ihn lieben,sie fühlte nichts, sie liebte niemanden, ausgenommen vielleicht Marick. Aber sie würde versuchen, ihm eine gute Frau zu sein. Vielleicht konnte sie ihm seine Liebe nicht erwiedern, doch sie würde tun was sie konnte für ihn. Jeder hatte eine zweite Chance verdient. Vielleicht kamen ihre Gefühle eines Tages ja auch zurück, Stück für Stück, ganz sachte. Und so entschied sie sich für ihr Schicksal. Sie entschied sich zu sein, wer sie immer schon sein sollte, wer sie immer schon war und wer sie von nun an immer sein würde, egal was kommen mochte:

Diese alte Vettel, die ihr die Zukunft voraussagte. Ob sie wohl Recht hatte?
Aber sie wusste ihren Namen und von ihrem Sohn… und das mit Rafael. Wobei.. mittlerweile gab es wohl kaum noch jemanden, der es nicht wusste in ihrem und seinem Umfeld. Aber Rafael tot… wegen ihr?? Nein, das durfte nicht sein.
Niemand verstand sie, niemand hörte ihr zu, niemand erkannte ihre Verzweiflung..
Wie sagte Cyrion doch noch gleich? „Ein nasses Grab ist keine Lösung. Dort ist es kalt und nass und die Aussicht ist mies“ wollte er wohl einen Scherz machen.
Aber war ihr Leben im Moment nicht genauso? Ihr Gesicht war stetig nass von Tränen, welche sie vergoss wenn niemand hin sah, kalt war ihr Herz geworden, wie die Steinwände des Kellers, der sie umgab und wenn ihre Zukunftsaussichten nicht mies waren, dann wusste sie auch nicht.
Schwer seufzte sie.
„Ihr habt keine gemeinsame Zukunft mit dem Adeligen, mein Kind! Er wird sterben! Doch ich sehe seine und die verschwommene Linie zusammen laufen und an jenem Punkt werdet ihr wohl ein Kind bekommen von ihm und die adelige und die schattige Linie werden kämpfen bis zu seinem Tod“ so hallten die Worte der Alten in ihrem Kopf wieder.
Ein Kind von Rafael! Sie schnaubte. Vielleicht hatte diese Anveena doch Recht und sie sollte nichts geben auf die Worte der Vettel. Sie hielten es nicht einmal im selben Raum aus miteinander. Das heist.. er wohl schon, sie aber nicht. Immer wenn sie ihn sah, kochte alles wieder in ihr hoch, die Wut, die Verzweiflung, der Schmerz, das Gefühl alles falsch gemacht zu haben. All das überrollte sie jedes mal wie eine riesige Lawine unter der sie begraben wurde. Doch langsam verlies sie die Kraft, sich daraus zu befreien, die Kraft einfach nur jeden Tag zu überstehen. Wer weiss, wo sie schon wäre, wenn Amu sie nicht immer wieder ablenken würde. Er war schon immer eine gute Seele gewesen, aber seid seinem Unfall war ihre Freundschaft noch stärker geworden. Er war, zumindest soweit er konnte, immer für sie da, lenkte sie ab und bereitete ihr eine Freude wo immer er konnte.
Und dann die Nachricht gestern.. ein Kampf, Anveena und Rafael verletzt, Shedora tot. Arme Shedora...
Sie machte sich Vorwürfe. Man hatte sich kurz davor noch getroffen, hatte kurz geredet. Sie war traurig gewesen, doch Inara hatte keine Zeit ihr zuzuhören. Jetzt würden sie nie wieder miteinander reden. Malachai überbrachte ihr die schlimme Botschaft. Beinah stritten sie beide sich noch. Immer wieder kreisten ihre Gespräche letzten Endes um ihn und beide rieb es auf. Malachai, der nichts über ihn hören wollte und sie, die sie sich so gern einmal alles von der Seele geredet hätte. Doch keiner hörte zu, keinen interessierte es, jeder war mit sich selbst zu sehr beschäftigt. Sie war also doch allein.. wahrscheinlich einsamer als er es sich vorstellen konnte.
Zeit hatte sie von ihm gefordert. Zeit sich zu beruhigen, Zeit die Wunden heilen zu lassen, Zeit alles tief in ihr zu verschliesen was Liebe und Vertrauen hies. Doch nun, vielleicht ob der vor Augen geführten Vergänglichkeit, brach es einfach aus ihr heraus. Zuerst wollte er gehen, wollte es nicht hören, doch sie erinnerte ihn daran, was er versprochen hatte und so lies er alles über sich ergehen.
Sie erzählte ihm von ihrer Leere, von dem Gefühl, dass sie hatte, fast verschwunden zu sein, nur noch eine leere Hülle, erzählte ihm vom ihrer Sehnsucht nach einem nassen Grab, von der Einsamkeit von allem, was sie belastete und vor allem, von ihrer Angst nie wieder etwas fühlen, oder gar lieben zu können.... und er ertrug es.
Welche Schmerzen mochte es ihm bereitet haben, jedes Wort ein Stich, ein Vorwurf, der Drang nach Vergeltung an dem Freund der ihr dies angetan hatte und die Verzweiflung unerfüllter Liebe. Ja, er liebte sie. Daher ertrug er es wohl wortlos und klaglos. Doch sie schonte ihn nicht.
Es gab die Möglichkeit, dass sie nie wieder die alte wurde, nie wieder vertrauen konnte, nie mehr lieben konnte. Aber allein zu sein ertrug sie auch nicht. Dieses stetige Gefühl der Leere, das sie innerlich auffrass. Die Angst, nie wieder den Weg zurück zu finden, ihre Sehnsucht nach Geborgenheit nicht stillen zu können, nie wieder Glück zu fühlen.
Wie sehr mag es ihn geschmerzt haben, den Menschen, den er so liebt, so verdreht und verkrüppelt zu sehen, sein Leid so nah zu spüren? Und doch nahm er sie tröstend in seine Arme.
Rafael hatte seine Chance gehabt, sogar eine zweite. Doch er hatte erneut gegen sie entschieden, sie mit der einzigen Waffe geschlagen, die sie wirklich verletzen konnte. Er hatte gewählt zu Gunsten dessen, was ER für SIE am besten hielt. Und wie schwer ihn nun die unbedachten Konsequenzen auch quälten, es war seine Wahl gewesen. Sie würden nie wieder ein Paar sein. Er hatte nicht noch eine Chance verdient, dies hatte SIE nun gewählt. Zu gross war auch ihre Angst, die Prophezeihung der Alten hätte doch ein Fünkchen Wahrheit, dann würde es nie enden bis alle tot waren. Nein, so weit würde sie es nie kommen lassen. Sie war ihm trotz allem dankbar, dass er ihr gezeigt hatte, dass auch die schönsten Worte nur vergänglich waren und das auch ein Ritter nur ein Mensch war. Es kam so selten vor, dass man sich auf den ersten Blick verliebte und sofort spürte, dass man einer verwandten Seele gegenüber stand. Die Liebe die sie für ihn empfunden hatte, war so heiss, so brennend, so verlangend gewesen, dass es sie am Ende beide verzehrte.
Doch dieser Mensch den sie einst liebte, den Mann Rafael ... er war tot für sie. Dies war ihre Wahl! Die erste von vielen die folgen würden.
Schon viel zu lange lies sie sich mal hier hin und mal dort hin treiben, versuchte sich nicht fest zu legen, es allen Recht zu machen, einen Mittelweg zu finden der alle glücklich machte. Doch sie musste der Wahrheit ins Auge sehen. Letzen Endes hatte sie damit nicht weniger Schmerz gebracht, als Malachai. Ein jeder litt unter ihr. Malachai litt, Rafael litt, Amu litt. Und sicher hatten auch Alex und Gregor gelitten. Vielleicht waren sie deswegen auch fort gegangen. Es war ein sicherer Weg all das zu erreichen, wovor sie sich am meisten fürchtete.
Es war ein Fluch unter dem sie litt, vielleicht ein Überbleibsel aus ihrer Zeit als Leibeigener. Doch je mehr sie versuchte, es jedem Recht zu machen, desto schlimmer wurde es, wurden die Schmerzen. Sie musste aufhören, die Entscheidungen vor sich her zu schieben, musste lernen selbst zu wählen und damit zu leben.
Es wurde Zeit, auch die Angst und das Selbstmitleid hinter sich zu lassen, ebenso den Zorn und die Verzweiflung. Sie musste wieder aufstehen, musste wieder lächeln und nicken, wie sie es immer getan hatte. Vielleicht, im besten Falle, konnte sie dann darauf hoffen, dass die gefühllose Maske aus der sie nun bestand, wieder lebendig wurde, lebte, glücklich war, Stück um Stück und Schritt um Schritt.
Amu wartete auf seine Chance und Malachai wollte eine zweite. Doch bei Amu gegenüber konnte sie sich nicht offenbaren, er kannte sie zu wenig und würde sie vielleicht auch nicht verstehen. Sofern er auch nur die Hälfte der Geheimnisse wusste, die sie hütete, würde er vielleicht davon laufen. Doch er war ehrlich, gutmütig, liebenswert, ja vor allem liebenswert. Hätte man sich getroffen bevor sie Rafael getroffen hätte...vielleicht wären sie eine glückliche Familie geworden. Doch sie hoffte inständig, dass er ihr als Freund erhalten blieb. Sie mochte seine Gesellschaft, seine direkte Art, dass er nie grosse Umschweife machte sondern zum Punkt kam. "Goldlöckchen" hallte seine Stimme in ihrem Kopf wieder und sie musste unwillkürlich schmunzeln. Ja, sie mochte ihn wirklich sehr. Doch es hiess nicht zu mögen, sondern sie musste sich entscheiden und so traf sie ihre Entscheidung.
Malachai wollte auch eine zweite Chance und hatte er sie nicht mehr als verdient? So vieles hatte er bereits für sie getan und er schwor ihr immer wieder, dass diesmal alles anders sein würde. So traf sie also ihre Entscheidung, sicher die wichtigste bis zum Ende ihrer Tage.
Er hatte ihr versichert, dass diesmal alles gut würde, dass er da sein würde, egal was kommt, dass er sie lieben würde, bis ans Ende seiner Tage.
Liebe, oder auch blosse Zuneigung konnte sie nach alle dem nicht mehr fühlen. Aber sie ängstigte sich zu Tode, ängstigte sich vor der immer währenden Einsamkeit. Sie wollte sich aber nicht mehr ängstigen müssen, sie hatte die Tränen, den Schmerz und all das Selbstmitleid satt. Er verstand sie, er hielt sie, er kannte all ihre Geheimnisse und durch ihren Sohn waren sie eh für immer miteinander verbunden.
Nein, sie konnte nicht behaupten, sie würde ihn lieben,sie fühlte nichts, sie liebte niemanden, ausgenommen vielleicht Marick. Aber sie würde versuchen, ihm eine gute Frau zu sein. Vielleicht konnte sie ihm seine Liebe nicht erwiedern, doch sie würde tun was sie konnte für ihn. Jeder hatte eine zweite Chance verdient. Vielleicht kamen ihre Gefühle eines Tages ja auch zurück, Stück für Stück, ganz sachte. Und so entschied sie sich für ihr Schicksal. Sie entschied sich zu sein, wer sie immer schon sein sollte, wer sie immer schon war und wer sie von nun an immer sein würde, egal was kommen mochte:
- Malachai Schwarzmourne
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- Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04
Ruhig schlief Sie in seinen Armen. Ihr Atem, sanft, ohne Sorge, klang wie eine schöne Melodie in seinen Ohren. Die Nähe, die er spürte, Sie, in seinen Armen, war die reine Geborgenheit.
Es tat gut, bei ihr zu sein, wie sehr hat er es vermisst. Er folgte dieses mal seinem Herzen, er tat das, was er schon viel früher hätte tun müssen.
Das Leiden, es findet noch kein Ende...und dennoch...wird es erträglicher für ihn, stetig den Gedanken haltend, wofür er litt...und wofür er kämpft.
Ja, ein Kampf wird anders ausgetragen, wenn man ihm einen Sinn gibt, ein Ziel, wofür es sich zu kämpfen lohnt.
So schön die Stunden der dunklen Nacht, seine Gedanken, sie kreisten weiter durch sein Kopf, versuchten weiter in sein Herz zu stechen, doch das lächeln konnten Sie ihm nicht nehmen.
Er wird alles tun, was Sie verlangt, um ihr Vertrauen...und...mit der Zeit wieder ihre Liebe zu gewinnen.
Rafael...dieser Narr...
Sie waren sich so ähnlich, immer mehr fand Malachai paralellen zu seinen langjährigen Freund.
Er nahm sich seiner an, was ihm fehlte, war nicht jemand, der ihm sagte, was er zu tun hat, nein, davon hatte er genug an seiner Seite. Und Sie würden es nicht besser machen...allesamt.
Er lauschte lange dem Gespräch zwischen Rafael und Rahel...später auch zwischen den Beiden und Selina. Jeder sprach wahre Worte, keiner lag falsch. Er kannte es, dieses Gefühl, diese Angst...zu wissen, man war jemand, zu wissen, Menschen verlassen sich auf Entscheidungen die man trifft und Entscheidungen, die bis zum Tode führen können.
Zu wissen, man könnte den liebsten, ungewollt oder gewollt schaden...ja...er entsann sich...zurück an die Zeiten, wo auch er mit dem Kopf entschied...damals...als er sah, was er dem Menschen antat, welchem er seine unendliche Liebe und Zuneigung versprach.
Die Welt ist grausam, sie wird nicht besser...man kann nur versuchen, in dieser Welt leben zu können. Und er kann es...wieder...in der Geborgenheit jener Menschen, die er liebte.
Er sprach zu Rafael ruhig, aber deutlich. Sein Freund wird verstehen, dass er keine Witze macht und was der Schattenlord verspricht und droht, daran hält er sich auch.
Und dennoch war es Malachai, der als Freund zu ihm redete, ihm seine Zwei Wege offenbarte, mit all den dunklen Seiten.
Er musste aufhören, sich in seinem Kummer zu verlieren, wenn es ihm quält, muss er lernen, damit zu leben und nicht sich zu verraten.
Er verstand...er würde sich Zeit nehmen...in Ruhe, zum denken. Malachai war sich sicher, auch ihm würde dann die Erkenntnis kommen und er wüsste, was er zu tun hatte. Egal, ob er Graf bleibt oder sich dagegen entscheidet, er wird erkennen, wie er damit leben kann.
Doch auch Malachai wandelte weiter vorwärts. Er musste viel tun.
Sienara...seine Sienara....fort von ihm, abgewandt, auf den Wegen, die Sie für sich entschied.
Die Grausamkeiten der Vergangenheit, die Sie sah...er konnte es ihr nicht verübeln. Zuviel erlebte Sie in so kurzer Zeit...es war nicht schön ein Schatten unter dem Rest der Welt zu sein.
Er würde Sie nicht finden...und er könnte es ihr nicht erklären. Er konnte nur einen Brief schreiben. Einem Brief, den ihr Bruder bekommen würde, welchen Arsen ihr geben würde.
Und er musste nun beginnen, ehrlich zu sich zu sein. Zu offenbaren, was das menschliche in ihm verlangte und brauchte.
Selinas Blick, dunkel starrten ihre Augen ihn an. Und dennoch...hatte Sie Verständnis.
Seine Schattenwirkerin, natürlich durchschaute Sie ihm...Sie tat es immer. Und natürlich behielt Sie recht, als Sie vor langer Zeit ihm riet, dass er seinem Herzen folgen sollte. Und auch jetzt, nach all dem, riet Sie es ihm wieder...dem Herzen folgen.
Sie verstand...und sie stellte sich nicht dagegen.
Ebenso seine Schwester...umsorgt für ihren großen Bruder, wünschte Sie ihm natürlich auch nur das Glück dieser Welt. So wie Er es sich für Sie wünschte.
Ein Kind...er sah vielleicht ihren Wunsch...eine Familie...Perrin heiraten und ein Kind bekommen. Natürlich grauste Malachai der Gedanke, seine kleine Schwester, Schwanger...von dem...und dennoch...
er wünschte es ihr. Perrin war ein guter Mann...er wäre sicher auch ein guter Vater. Und Sarah...sie ist seine kleine Schwester...ja...aber Sie ist schon lange nicht mehr klein.
Cyrion...natürlich stand er zu Malachai´s Entscheidung. Und ewig fragte sich Malachai...warum er...warum hatte er das Glück, eine Frau lieben zu dürfen, die ebenso ihn liebte. Warum bekam Cyrion, dieser im Herzen gute Mensch, nicht ebenso dieses Glück ab?
Ist es diese Gerechtigkeit der Welt? Ein Monster, ein Mörder...der das Glück einer Familie geniessen darf, während andere, die Gutmütigen, alleine bleiben?
Er seufzte, und dennoch, würde er mit niemanden tauschen wollen.
Sein Herz pochte erfreut, als er mit Marick an ihrem Hofe erschien. Der kleine Mann war fest im Schlaf, konnte gerade noch so die Arme nach seiner Mutter ausstrecken und sie sachte die Worte sprach:
"Willkommen ihr Zwei zu Hause."
Ja...er war nun Zuhause. Es hatte nichts mit dem Gebäude zu tun, nichts mit dem Ort, nein, er hätte ebenso zu ihr in eine Höhle oder einen Palast gehen können.
Es war die Familie, zu wissen, man war bei ihnen. Der Frau, die er liebte und den Sohn, der aus dieser Liebe entstand.
Er sagte ihr alles, was er tat. Am Ende, war Sie müde. Er war Nervös. Nervös!...ein Gefühl, dass er so lange nicht mehr besass. Er wollte nicht gehen, er musste es ihr sagen...und...sie Verstand. Sie gingen hinab, dorthin, wo sie nun lagen.
Ein kurzer, zärtlicher Kuss, vergessend um ihn herum, lebte er nur diesen Moment, wünschend, er würde nie enden.
Sie schlief, wieder in seinen Armen. Er müsste nun schlafen, sie Schlaflosigkeit zerrte an ihm, er wirkte älter, als er wirklich war. Doch...
Das Schwert rammte sich in ihren Körper. Ein zermalmender Schrei, liess Sie zu Boden sinken. Er schaute auf seine Hände. Was hatte er getan?
Es war seine Klinge, es war seine Frau.
Er wurde geschlagen, die schimmernd goldene Rüstung blendete ihn fast. Er wollte zum Körper hinschauen, er sah ihn nicht, er konnte nicht.
Die Klingen wurden gezogen, er parrierte, wehrte die Angriffe des wütenden Mannes ab. Innerlich pochte sein Kopf, er wollte erklären, es stimmte so nicht. Doch was erklären? Er sah es...er tat es...warum nur?
Die Helligkeit nahm zu. Er wurde von den Füßen gerissen, ein lauter Knall, danach...schreie...sein Ohr piepste, es schmerzte, blutete. Er räckelte sich nach vorne, da sah er ihn, den Mann in Schwarz.
Schwer atmend, schrieck er auf. Leise, Sie nicht weckend, war er voller Schweiß. Der Schlaf, er wollte ihm nicht gegönnt sein. Dieser Alptraum, er beschäftigte ihn, die ganze Nacht.
Wieder dieses Gefühl, diese Sorge.
Sacht streichelt er ihr durchs Haar.
Sie kommen wieder, Sie wird in Gefahr sein...und es wird seine Schuld sein...und dennoch...er wird Sie beschützen, er wird für Sie kämpfen. Nein, er war kein Feigling mehr, er sehnt sich nach ihr, er wird bei ihr sein und Sie nie mehr verlassen. Egal was kommen mag, er liebte Sie...und ohne Sie, wäre er nur der Schatten seiner selbst.
Es tat gut, bei ihr zu sein, wie sehr hat er es vermisst. Er folgte dieses mal seinem Herzen, er tat das, was er schon viel früher hätte tun müssen.
Das Leiden, es findet noch kein Ende...und dennoch...wird es erträglicher für ihn, stetig den Gedanken haltend, wofür er litt...und wofür er kämpft.
Ja, ein Kampf wird anders ausgetragen, wenn man ihm einen Sinn gibt, ein Ziel, wofür es sich zu kämpfen lohnt.
So schön die Stunden der dunklen Nacht, seine Gedanken, sie kreisten weiter durch sein Kopf, versuchten weiter in sein Herz zu stechen, doch das lächeln konnten Sie ihm nicht nehmen.
Er wird alles tun, was Sie verlangt, um ihr Vertrauen...und...mit der Zeit wieder ihre Liebe zu gewinnen.
Rafael...dieser Narr...
Sie waren sich so ähnlich, immer mehr fand Malachai paralellen zu seinen langjährigen Freund.
Er nahm sich seiner an, was ihm fehlte, war nicht jemand, der ihm sagte, was er zu tun hat, nein, davon hatte er genug an seiner Seite. Und Sie würden es nicht besser machen...allesamt.
Er lauschte lange dem Gespräch zwischen Rafael und Rahel...später auch zwischen den Beiden und Selina. Jeder sprach wahre Worte, keiner lag falsch. Er kannte es, dieses Gefühl, diese Angst...zu wissen, man war jemand, zu wissen, Menschen verlassen sich auf Entscheidungen die man trifft und Entscheidungen, die bis zum Tode führen können.
Zu wissen, man könnte den liebsten, ungewollt oder gewollt schaden...ja...er entsann sich...zurück an die Zeiten, wo auch er mit dem Kopf entschied...damals...als er sah, was er dem Menschen antat, welchem er seine unendliche Liebe und Zuneigung versprach.
Die Welt ist grausam, sie wird nicht besser...man kann nur versuchen, in dieser Welt leben zu können. Und er kann es...wieder...in der Geborgenheit jener Menschen, die er liebte.
Er sprach zu Rafael ruhig, aber deutlich. Sein Freund wird verstehen, dass er keine Witze macht und was der Schattenlord verspricht und droht, daran hält er sich auch.
Und dennoch war es Malachai, der als Freund zu ihm redete, ihm seine Zwei Wege offenbarte, mit all den dunklen Seiten.
Er musste aufhören, sich in seinem Kummer zu verlieren, wenn es ihm quält, muss er lernen, damit zu leben und nicht sich zu verraten.
Er verstand...er würde sich Zeit nehmen...in Ruhe, zum denken. Malachai war sich sicher, auch ihm würde dann die Erkenntnis kommen und er wüsste, was er zu tun hatte. Egal, ob er Graf bleibt oder sich dagegen entscheidet, er wird erkennen, wie er damit leben kann.
Doch auch Malachai wandelte weiter vorwärts. Er musste viel tun.
Sienara...seine Sienara....fort von ihm, abgewandt, auf den Wegen, die Sie für sich entschied.
Die Grausamkeiten der Vergangenheit, die Sie sah...er konnte es ihr nicht verübeln. Zuviel erlebte Sie in so kurzer Zeit...es war nicht schön ein Schatten unter dem Rest der Welt zu sein.
Er würde Sie nicht finden...und er könnte es ihr nicht erklären. Er konnte nur einen Brief schreiben. Einem Brief, den ihr Bruder bekommen würde, welchen Arsen ihr geben würde.
Und er musste nun beginnen, ehrlich zu sich zu sein. Zu offenbaren, was das menschliche in ihm verlangte und brauchte.
Selinas Blick, dunkel starrten ihre Augen ihn an. Und dennoch...hatte Sie Verständnis.
Seine Schattenwirkerin, natürlich durchschaute Sie ihm...Sie tat es immer. Und natürlich behielt Sie recht, als Sie vor langer Zeit ihm riet, dass er seinem Herzen folgen sollte. Und auch jetzt, nach all dem, riet Sie es ihm wieder...dem Herzen folgen.
Sie verstand...und sie stellte sich nicht dagegen.
Ebenso seine Schwester...umsorgt für ihren großen Bruder, wünschte Sie ihm natürlich auch nur das Glück dieser Welt. So wie Er es sich für Sie wünschte.
Ein Kind...er sah vielleicht ihren Wunsch...eine Familie...Perrin heiraten und ein Kind bekommen. Natürlich grauste Malachai der Gedanke, seine kleine Schwester, Schwanger...von dem...und dennoch...
er wünschte es ihr. Perrin war ein guter Mann...er wäre sicher auch ein guter Vater. Und Sarah...sie ist seine kleine Schwester...ja...aber Sie ist schon lange nicht mehr klein.
Cyrion...natürlich stand er zu Malachai´s Entscheidung. Und ewig fragte sich Malachai...warum er...warum hatte er das Glück, eine Frau lieben zu dürfen, die ebenso ihn liebte. Warum bekam Cyrion, dieser im Herzen gute Mensch, nicht ebenso dieses Glück ab?
Ist es diese Gerechtigkeit der Welt? Ein Monster, ein Mörder...der das Glück einer Familie geniessen darf, während andere, die Gutmütigen, alleine bleiben?
Er seufzte, und dennoch, würde er mit niemanden tauschen wollen.
Sein Herz pochte erfreut, als er mit Marick an ihrem Hofe erschien. Der kleine Mann war fest im Schlaf, konnte gerade noch so die Arme nach seiner Mutter ausstrecken und sie sachte die Worte sprach:
"Willkommen ihr Zwei zu Hause."
Ja...er war nun Zuhause. Es hatte nichts mit dem Gebäude zu tun, nichts mit dem Ort, nein, er hätte ebenso zu ihr in eine Höhle oder einen Palast gehen können.
Es war die Familie, zu wissen, man war bei ihnen. Der Frau, die er liebte und den Sohn, der aus dieser Liebe entstand.
Er sagte ihr alles, was er tat. Am Ende, war Sie müde. Er war Nervös. Nervös!...ein Gefühl, dass er so lange nicht mehr besass. Er wollte nicht gehen, er musste es ihr sagen...und...sie Verstand. Sie gingen hinab, dorthin, wo sie nun lagen.
Ein kurzer, zärtlicher Kuss, vergessend um ihn herum, lebte er nur diesen Moment, wünschend, er würde nie enden.
Sie schlief, wieder in seinen Armen. Er müsste nun schlafen, sie Schlaflosigkeit zerrte an ihm, er wirkte älter, als er wirklich war. Doch...
Das Schwert rammte sich in ihren Körper. Ein zermalmender Schrei, liess Sie zu Boden sinken. Er schaute auf seine Hände. Was hatte er getan?
Es war seine Klinge, es war seine Frau.
Er wurde geschlagen, die schimmernd goldene Rüstung blendete ihn fast. Er wollte zum Körper hinschauen, er sah ihn nicht, er konnte nicht.
Die Klingen wurden gezogen, er parrierte, wehrte die Angriffe des wütenden Mannes ab. Innerlich pochte sein Kopf, er wollte erklären, es stimmte so nicht. Doch was erklären? Er sah es...er tat es...warum nur?
Die Helligkeit nahm zu. Er wurde von den Füßen gerissen, ein lauter Knall, danach...schreie...sein Ohr piepste, es schmerzte, blutete. Er räckelte sich nach vorne, da sah er ihn, den Mann in Schwarz.
Schwer atmend, schrieck er auf. Leise, Sie nicht weckend, war er voller Schweiß. Der Schlaf, er wollte ihm nicht gegönnt sein. Dieser Alptraum, er beschäftigte ihn, die ganze Nacht.
Wieder dieses Gefühl, diese Sorge.
Sacht streichelt er ihr durchs Haar.
Sie kommen wieder, Sie wird in Gefahr sein...und es wird seine Schuld sein...und dennoch...er wird Sie beschützen, er wird für Sie kämpfen. Nein, er war kein Feigling mehr, er sehnt sich nach ihr, er wird bei ihr sein und Sie nie mehr verlassen. Egal was kommen mag, er liebte Sie...und ohne Sie, wäre er nur der Schatten seiner selbst.
[img]http://www.bilder-upload.eu/upload/6f34ff-1435746730.gif[/img]
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Samantha Quaas
- Beiträge: 4
- Registriert: Donnerstag 1. Mai 2014, 11:42
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Zuletzt geändert von Samantha Quaas am Donnerstag 26. November 2009, 18:26, insgesamt 1-mal geändert.
- Sarah Schwarzmourne
- Beiträge: 162
- Registriert: Montag 7. Januar 2008, 03:30
Der Tag verlief wie viele andere in letzter Zeit, leise stand sie auf und zog sich an, bedacht Perrin nicht zu wecken der wiedereinmal sehr spät heimkam. Auch wenn er sich bemühte sie nicht zu wecken spürte sie immer wenn er heimkam. Rasch ein wenig Fruehstueck zu sich nehmend dann machte sie sich auf in den Wald. Noch war der Boden nicht gefroren und sie musste genuegend Kräuter für den Winter bereit haben wenn alles vom Schnee bedeckt war. Sie kannte genuegend gute Stellen, hier ein paar Pilze, hier der Fingerhut für Arsen, und an der nächsten Stelle waren einige Wurzeln zum ausstechen.
Die Sonne ging schon unter als ihr Beutel bis zum Rand voll war und ein zweiter mit Kräutern für Arsen die sie nicht wirklich benoetigte war ebenfalls recht voll geworden. Brauchte er diese ueberhaupt noch? Sie sah ihre Familie in letzter Zeit so selten, seit Arsen und Selina von der Akademie gingen. Die kleine Elira wurde auch von mal zu mal groesser wo sie sie sehen konnte. Ja Elira war schon richtig gross, die Zeit verging im Flug und obwohl Perrin sagte dass sie es Malachai und Siena bald nachmachen sollten als dieser voller Stolz verkündete dass Sienara ebenfalls ein Kind erwartet, wollte er heute von alledem nichts mehr wissen.
Ja es war nicht zu leugnen dass sie immer oefter den Wunsch verspürte Perrin würde es sich doch noch einmal ueberlegen und sie heiraten, und auch der Wunsch nach einem Kind stieg immer mehr an, aber das sollte wohl alles noch lange auf sich warten lassen.
Voll von diesen Gedanken machte sie sich am Weg nach Bajard, selbst die Plage und das viele Blut, abgesehen von den vielen Blutbäumen die jetzt dort in die Höhe ragten, konnten sie davon abbringen. Rasch und zielstrebiger wurde ihr Schritt, durch dieses Dorf durch hoch zu Arsen und Selina die Kräuter abgeben. Doch musste sie schmunzeln und sah hoch zu dem schwarzen Reiter auf dem ebenso schwarzen und stolzen Rosse.
Malachai stieg rasch ab und nahm sie stürmisch in die Arme, ja er hatte sie wohl ebenso vermisst wie sie ihn. Er sah müde und abgeschlagen aus, ja sowas ahnte sie schon, denn auch wenn sie sich oft länger nicht sahen, so spürte sie doch oft wie es ihm ging, und meist lies er es auch zu. Sie lernte eifrig, jeden Tag fiel es ihr etwas leichter, jeden Tag kamen neue Erkenntnisse, und neue Eindruecke. Sie hatte aber noch immer sehr viel zu lernen, es kostete sie noch immer viel zu viel kraft wenn der Schmerz zu gross wurde, aber sie würde nicht aufgeben, jeden Tag uebte Sie.
Rasch wurde beschlossen dass sie zu ihm kam und sie reden wollten in Ruhe, nicht lieber als das war es ihr und vielleicht hatte er auch wieder ein wenig gelesen aus dem Buch das er ihr vorlesen konnte, aber erst wollte sie hoch die Kräuter bringen was sie auch tat und ging dann rasch zu ihm heim.
Bei einem heissen Tee wurden die Neuigkeiten ausgetauscht, es war keine grosse Ueberraschung dass Mala wieder die Nähe Inaras suchte, zu lange hatte Sienara sich schon nicht mehr Blicken lassen oder ein Lebenszeichen von sich gegeben und seine Liebe für Inara war nie verblasst. Etwas ueberrascht war sie auf seine Antwort nach der Frage was kommt wenn Siena denn doch wiederkommen sollte, aber er schien sich da sehr sicher zu sein. Sie plauderten noch eine Weile und kaum war die Frage ausgesprochen ob man sich jemals sicher sein konnte wann der beste Zeitpunkt für ein Kind sein sollte kam Cyrion dazu.
Sie muss schmunzeln bei dem Gedanken wie Malachai entsetzt fragte ob sie ein Kind erwartet, wobei so witzig war das gar nicht. Auch wenn sie ihn sehr schätzte und ihm Vertraute, fand sie diese Reaktion doch falsch. Nein es war noch nicht soweit, aber was wenn es doch gestimmt hätte? Was wenn es passiert wäre trotz ihrer Kräuter? Aber das war an diesem Abend nicht mehr zu klären, das wollte sie nun wirklich nicht mit Cyrion an Malas Seite erfragen.
Es war schon sehr spät als Mala mit seinem Sohn die Reise zu Inara aufnahm und Cyrion heimging. Auch wenn sie das Angebot in Malas Haus zu schlafen heute abschlug wollte sie heute nicht mehr durch dieses Dorf laufen, und so wartete sie nur ab bis beide aus der Sicht waren und huepfte auf ihrem Baum vor seinem Haus um es sich gemütlich zu machen. Zum glück war es heute nicht so kalt wie noch ein paar Tage zuvor und sie konnte ihren Gedanken freien Lauf lassen. Es schien als hätte sie erst eingeschlafen als sie Bruchstücke eines Traumes sah.
Mala im Kampf, eine goldene Rüstung, ein Schwert dass er nicht aufhalten konnte, es war alles so schnell und sie konnte nicht erkennen wer da gegen ihn kämpfte.
Sie wachte auf und konnte sich grade noch so am Ast halten, wieso schaffte sie es noch immer nicht diese Träume abzuwehren? Malachai musste ihr bald helfen, ihr zeigen wie es ihr gelingen koennte, wie sie es ueben konnte. Zorn stieg in ihr auf aber auch die Kälte die sich nun ueber ihrem verschwitzten Körper breit machte. So sehr sie den Umhang auch um sich zog, es half nichts und so machte sie sich doch am Weg nach Haus, die Sonne war schon am Aufgehen als sie endlich daheim ankam und die Kräuter zum trocknen aufhing.
Die Sonne ging schon unter als ihr Beutel bis zum Rand voll war und ein zweiter mit Kräutern für Arsen die sie nicht wirklich benoetigte war ebenfalls recht voll geworden. Brauchte er diese ueberhaupt noch? Sie sah ihre Familie in letzter Zeit so selten, seit Arsen und Selina von der Akademie gingen. Die kleine Elira wurde auch von mal zu mal groesser wo sie sie sehen konnte. Ja Elira war schon richtig gross, die Zeit verging im Flug und obwohl Perrin sagte dass sie es Malachai und Siena bald nachmachen sollten als dieser voller Stolz verkündete dass Sienara ebenfalls ein Kind erwartet, wollte er heute von alledem nichts mehr wissen.
Ja es war nicht zu leugnen dass sie immer oefter den Wunsch verspürte Perrin würde es sich doch noch einmal ueberlegen und sie heiraten, und auch der Wunsch nach einem Kind stieg immer mehr an, aber das sollte wohl alles noch lange auf sich warten lassen.
Voll von diesen Gedanken machte sie sich am Weg nach Bajard, selbst die Plage und das viele Blut, abgesehen von den vielen Blutbäumen die jetzt dort in die Höhe ragten, konnten sie davon abbringen. Rasch und zielstrebiger wurde ihr Schritt, durch dieses Dorf durch hoch zu Arsen und Selina die Kräuter abgeben. Doch musste sie schmunzeln und sah hoch zu dem schwarzen Reiter auf dem ebenso schwarzen und stolzen Rosse.
Malachai stieg rasch ab und nahm sie stürmisch in die Arme, ja er hatte sie wohl ebenso vermisst wie sie ihn. Er sah müde und abgeschlagen aus, ja sowas ahnte sie schon, denn auch wenn sie sich oft länger nicht sahen, so spürte sie doch oft wie es ihm ging, und meist lies er es auch zu. Sie lernte eifrig, jeden Tag fiel es ihr etwas leichter, jeden Tag kamen neue Erkenntnisse, und neue Eindruecke. Sie hatte aber noch immer sehr viel zu lernen, es kostete sie noch immer viel zu viel kraft wenn der Schmerz zu gross wurde, aber sie würde nicht aufgeben, jeden Tag uebte Sie.
Rasch wurde beschlossen dass sie zu ihm kam und sie reden wollten in Ruhe, nicht lieber als das war es ihr und vielleicht hatte er auch wieder ein wenig gelesen aus dem Buch das er ihr vorlesen konnte, aber erst wollte sie hoch die Kräuter bringen was sie auch tat und ging dann rasch zu ihm heim.
Bei einem heissen Tee wurden die Neuigkeiten ausgetauscht, es war keine grosse Ueberraschung dass Mala wieder die Nähe Inaras suchte, zu lange hatte Sienara sich schon nicht mehr Blicken lassen oder ein Lebenszeichen von sich gegeben und seine Liebe für Inara war nie verblasst. Etwas ueberrascht war sie auf seine Antwort nach der Frage was kommt wenn Siena denn doch wiederkommen sollte, aber er schien sich da sehr sicher zu sein. Sie plauderten noch eine Weile und kaum war die Frage ausgesprochen ob man sich jemals sicher sein konnte wann der beste Zeitpunkt für ein Kind sein sollte kam Cyrion dazu.
Sie muss schmunzeln bei dem Gedanken wie Malachai entsetzt fragte ob sie ein Kind erwartet, wobei so witzig war das gar nicht. Auch wenn sie ihn sehr schätzte und ihm Vertraute, fand sie diese Reaktion doch falsch. Nein es war noch nicht soweit, aber was wenn es doch gestimmt hätte? Was wenn es passiert wäre trotz ihrer Kräuter? Aber das war an diesem Abend nicht mehr zu klären, das wollte sie nun wirklich nicht mit Cyrion an Malas Seite erfragen.
Es war schon sehr spät als Mala mit seinem Sohn die Reise zu Inara aufnahm und Cyrion heimging. Auch wenn sie das Angebot in Malas Haus zu schlafen heute abschlug wollte sie heute nicht mehr durch dieses Dorf laufen, und so wartete sie nur ab bis beide aus der Sicht waren und huepfte auf ihrem Baum vor seinem Haus um es sich gemütlich zu machen. Zum glück war es heute nicht so kalt wie noch ein paar Tage zuvor und sie konnte ihren Gedanken freien Lauf lassen. Es schien als hätte sie erst eingeschlafen als sie Bruchstücke eines Traumes sah.
Mala im Kampf, eine goldene Rüstung, ein Schwert dass er nicht aufhalten konnte, es war alles so schnell und sie konnte nicht erkennen wer da gegen ihn kämpfte.
Sie wachte auf und konnte sich grade noch so am Ast halten, wieso schaffte sie es noch immer nicht diese Träume abzuwehren? Malachai musste ihr bald helfen, ihr zeigen wie es ihr gelingen koennte, wie sie es ueben konnte. Zorn stieg in ihr auf aber auch die Kälte die sich nun ueber ihrem verschwitzten Körper breit machte. So sehr sie den Umhang auch um sich zog, es half nichts und so machte sie sich doch am Weg nach Haus, die Sonne war schon am Aufgehen als sie endlich daheim ankam und die Kräuter zum trocknen aufhing.
[img]http://img294.imageshack.us/img294/1849/sarahsig.gif[/img]
Hilfe!! Vegetarier essen meinem Essen das Essen weg!!
Hilfe!! Vegetarier essen meinem Essen das Essen weg!!
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Perrin Catheres
Langsam fragte er sich, ob er wahnsinnig wurde. Er oder alle anderen. Irgendetwas stimmte hier nicht und es stinkte ihm gewaltig. War es doch noch nicht solange her, da führte er doch mit Sarah ein Gespräch darüber, was sie beide sich doch wünschten. Er war sich durchaus ihrer Wünsche bewusst und es tat ihm Leid, dass er sie hinhalten musste. Doch er war nicht bereit. Zu jung, zuviel zu tun und er wusste nicht, ob er mit einer richtigen Familie schon umgehen konnte.
Und nun saß er hier im Goldenen Lamm in Berchgard, trank einen mittlerweile abgekühlten Tee und hörte sich diesen Schwachsinn an. Malachai. Er redete auf ihn ein, was denn Sarah doch gerne alles hätte und dass es an mir läge, ihre Wünsche zu erfüllen. Er sollte heiraten, Kinder bekommen und am besten alles gestern. Wenn Perrin es nicht bald täte, dann würde er sich quasi dem „Tag der Abrechnung“ stellen müssen, an dem Sarah ihm alles vorwerfen würde, was er nicht erkannt hätte und erst recht nicht getan hat.
Dieser Kerl ging ihm manchmal gehörig auf die Nerven, das war sicher. Als wenn er noch ein kleines Kind wäre und nichts bemerken würde. Irgendwann würde er ihn noch schlagen, dessen war er sich sicher. Begonnen hatte es damit, das Malachai Perrins Lehrmeister wurde. Er achtete und respektierte seinen Lehrer durchaus. Doch dass er ihm einmal zu oft mit dem Tode gedroht hatte, sollte er Sarah enttäuschen, verletzen und verlassen, hatte einiges an diesem Vorbild, an dieser Respektsperson verlorengehen lassen.
Oh, er war ihm dankbar für einiges was er getan hat. Malachai rettete ihm oft genug das Leben, half ihm in schwierigen Zeiten und war zur Stelle, wenn man ihn brauchte. Doch er war kein Freund. Er war überlegen und er ließ es Perrin jedes mal spüren. Malachai brauchte keine Hilfe, er war der unfehlbare Meister und das wurmte Perrin. Er konnte nichts tun, keine Gegenleistung erbringen und das Gefühl, immer mehr in der Schuld dieses Mannes zu stehen, brachte ihm keine Freude.
Er nickte jedenfalls bei Malachais Worten, erbrachte diplomatische Antworten, die alles und nichts bedeuten konnten. Das Beziehungen, und gerade seine, so schrecklich kompliziert sein müssen, hätte er nie gedacht. Dabei dachte er kurz an Hanna, der Streunerin, die ihm so sehr am Herzen lag. Wäre alles so vetrackt gewesen, wenn er Sarah hätte Sarah sein lassen und ein einfaches Leben in den Straßen geführt hätte?
Müßige Fragen, denn dadurch, dass er sich nicht hat von Malachai abschrecken lassen und das seine Beziehung nur mit seinem Tod beendet werden könnte, hatte er schon eine Art Ehe mit Sarah beschlossen. Wozu also eine richtige Hochzeit. Doch trotz all der Gedanken, die ihm durch den Kopf schossen im Bruchteil von Sekunden, liebte er Sarah. Und er wollte dass sie glücklich ist. Er würde ihre Wünsche erfüllen, er würde alles tun, damit sie sich wohlfühlt. Und wenn sie ein Kind wollte, so würde auch er es lieben können. Auch wenn es zu einem solchen Schatten werden würde, was jederzeit zu einer Eskalation führen könnte.
Was ihn besonders wurmte, war, dass Sarah nicht ehrlich ihre Wünsche äußerte, wieso machte sie alles, was er wollte? So recht verstand er dies nicht und irgendwann würde er ihr dies auch so sagen.
Später, als er mit Sarah nach Hause geritten war (sie kam später in der Taverne dazu), erzählte er ihr von dem Gespräch und sie war durchaus erzürnt. Worüber genau, konnte Perrin nicht sagen, doch vermutete er, der Zorn richtete sich gegen Malachai.
Ihre Zweisamkeit wurde jedoch wieder am späten Abend gestört, denn Malachai besuchte die beiden nochmal. Er wollte wohl noch etwas erzählen. Geschichten über die Schatten. Perrin verabschiedete sich jedoch, hatte er zurzeit kein Interesse daran, noch mehr darüber zu erfahren. Sarah war ein Schatten, Malachai war einer. Doch Perrin nicht und so sehr ihn auch neue und unbekannte Dinge interessierten, war dies eine Welt, in der er nie zugehörig sein und die er nur am Rande verstehen würde.
Er kleidete sich zur Nachtruhe an und legt sich auf das Bett, die Decke über sich legend. Seine Gedanken flogen nun zu einem völlig anderem Thema, das ihn weitaus mehr beschäftigte, als Sarah, Malachai, Schatten und der Akademie.
Rabendiener. Sie bestimmten mittlerweile sein Leben auf eine Art und Weise, die ihm nicht behagte. Er wurde schon oft und, wie er vermutete, gezielt zum Opfer dieser Tiere. Immer wenn er an sie dachte, wie zu diesem Zeitpunkt oder vorher in der Taverne, als Malachai davor warnte, sich mit Rabendienern zu messen, wallte Hass in ihm auf. Eine der ersten Begegnungen mit diesen dunklen Priestern hatte etwas von ihm zerbrechen lassen. Etwas Gutes, dass er immer zu wahren gepflegt hatte und das seine Gutmütigkeit bestimmte. Seit diesem Zeitpunkt war er im Inneren zerstört. Alpträume plagten ihn noch immer ob dieser Geschehnisse und er fand selten Ruhe. Er würde alles tun, um dieser Brut Einhalt zu gebieten und zu vernichten. Und das erste was er dafür tat, war, einen Namen auszusprechen, den er bislang immer verweigerte, sich an jemanden zu wenden, von dem er sich Hoffnung und Stärke verhoffte gegen diese finsteren Mächte.
Leise sprach er jene Worte, nach denen er dann auch ruhiger schlief und seine Seele für einen Moment Ruhe fand. „Gib mir Stärke und hilf mir, dass dieser Schrecken ein Ende finden kann. Gib mir Hoffnung, Temora...
Und nun saß er hier im Goldenen Lamm in Berchgard, trank einen mittlerweile abgekühlten Tee und hörte sich diesen Schwachsinn an. Malachai. Er redete auf ihn ein, was denn Sarah doch gerne alles hätte und dass es an mir läge, ihre Wünsche zu erfüllen. Er sollte heiraten, Kinder bekommen und am besten alles gestern. Wenn Perrin es nicht bald täte, dann würde er sich quasi dem „Tag der Abrechnung“ stellen müssen, an dem Sarah ihm alles vorwerfen würde, was er nicht erkannt hätte und erst recht nicht getan hat.
Dieser Kerl ging ihm manchmal gehörig auf die Nerven, das war sicher. Als wenn er noch ein kleines Kind wäre und nichts bemerken würde. Irgendwann würde er ihn noch schlagen, dessen war er sich sicher. Begonnen hatte es damit, das Malachai Perrins Lehrmeister wurde. Er achtete und respektierte seinen Lehrer durchaus. Doch dass er ihm einmal zu oft mit dem Tode gedroht hatte, sollte er Sarah enttäuschen, verletzen und verlassen, hatte einiges an diesem Vorbild, an dieser Respektsperson verlorengehen lassen.
Oh, er war ihm dankbar für einiges was er getan hat. Malachai rettete ihm oft genug das Leben, half ihm in schwierigen Zeiten und war zur Stelle, wenn man ihn brauchte. Doch er war kein Freund. Er war überlegen und er ließ es Perrin jedes mal spüren. Malachai brauchte keine Hilfe, er war der unfehlbare Meister und das wurmte Perrin. Er konnte nichts tun, keine Gegenleistung erbringen und das Gefühl, immer mehr in der Schuld dieses Mannes zu stehen, brachte ihm keine Freude.
Er nickte jedenfalls bei Malachais Worten, erbrachte diplomatische Antworten, die alles und nichts bedeuten konnten. Das Beziehungen, und gerade seine, so schrecklich kompliziert sein müssen, hätte er nie gedacht. Dabei dachte er kurz an Hanna, der Streunerin, die ihm so sehr am Herzen lag. Wäre alles so vetrackt gewesen, wenn er Sarah hätte Sarah sein lassen und ein einfaches Leben in den Straßen geführt hätte?
Müßige Fragen, denn dadurch, dass er sich nicht hat von Malachai abschrecken lassen und das seine Beziehung nur mit seinem Tod beendet werden könnte, hatte er schon eine Art Ehe mit Sarah beschlossen. Wozu also eine richtige Hochzeit. Doch trotz all der Gedanken, die ihm durch den Kopf schossen im Bruchteil von Sekunden, liebte er Sarah. Und er wollte dass sie glücklich ist. Er würde ihre Wünsche erfüllen, er würde alles tun, damit sie sich wohlfühlt. Und wenn sie ein Kind wollte, so würde auch er es lieben können. Auch wenn es zu einem solchen Schatten werden würde, was jederzeit zu einer Eskalation führen könnte.
Was ihn besonders wurmte, war, dass Sarah nicht ehrlich ihre Wünsche äußerte, wieso machte sie alles, was er wollte? So recht verstand er dies nicht und irgendwann würde er ihr dies auch so sagen.
Später, als er mit Sarah nach Hause geritten war (sie kam später in der Taverne dazu), erzählte er ihr von dem Gespräch und sie war durchaus erzürnt. Worüber genau, konnte Perrin nicht sagen, doch vermutete er, der Zorn richtete sich gegen Malachai.
Ihre Zweisamkeit wurde jedoch wieder am späten Abend gestört, denn Malachai besuchte die beiden nochmal. Er wollte wohl noch etwas erzählen. Geschichten über die Schatten. Perrin verabschiedete sich jedoch, hatte er zurzeit kein Interesse daran, noch mehr darüber zu erfahren. Sarah war ein Schatten, Malachai war einer. Doch Perrin nicht und so sehr ihn auch neue und unbekannte Dinge interessierten, war dies eine Welt, in der er nie zugehörig sein und die er nur am Rande verstehen würde.
Er kleidete sich zur Nachtruhe an und legt sich auf das Bett, die Decke über sich legend. Seine Gedanken flogen nun zu einem völlig anderem Thema, das ihn weitaus mehr beschäftigte, als Sarah, Malachai, Schatten und der Akademie.
Rabendiener. Sie bestimmten mittlerweile sein Leben auf eine Art und Weise, die ihm nicht behagte. Er wurde schon oft und, wie er vermutete, gezielt zum Opfer dieser Tiere. Immer wenn er an sie dachte, wie zu diesem Zeitpunkt oder vorher in der Taverne, als Malachai davor warnte, sich mit Rabendienern zu messen, wallte Hass in ihm auf. Eine der ersten Begegnungen mit diesen dunklen Priestern hatte etwas von ihm zerbrechen lassen. Etwas Gutes, dass er immer zu wahren gepflegt hatte und das seine Gutmütigkeit bestimmte. Seit diesem Zeitpunkt war er im Inneren zerstört. Alpträume plagten ihn noch immer ob dieser Geschehnisse und er fand selten Ruhe. Er würde alles tun, um dieser Brut Einhalt zu gebieten und zu vernichten. Und das erste was er dafür tat, war, einen Namen auszusprechen, den er bislang immer verweigerte, sich an jemanden zu wenden, von dem er sich Hoffnung und Stärke verhoffte gegen diese finsteren Mächte.
Leise sprach er jene Worte, nach denen er dann auch ruhiger schlief und seine Seele für einen Moment Ruhe fand. „Gib mir Stärke und hilf mir, dass dieser Schrecken ein Ende finden kann. Gib mir Hoffnung, Temora...
Zuletzt geändert von Perrin Catheres am Samstag 28. November 2009, 23:36, insgesamt 2-mal geändert.
- Malachai Schwarzmourne
- Beiträge: 1606
- Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04
Ruhig glitten seine Finger über ihren nackten Körper, ihren leisen Atem laufend und einfach den Moment des glückes geniessend.
Ja, sie kannte ihn, sie kannte ihn wirklich wie früher. Sie bemerkte, wenn er Kummer hatte, wenn seine Gedanken wieder fern ab der Welten hingen.
Es war so schön...so...unbeschreiblich und er war glücklich...so, wie schon lange nicht mehr und dieses mal würde er kämpfen, nicht noch einmal diese dummen Fehler machen und nicht auf sein Herz hören.
Nein...er hatte gelernt...und dennoch...gab es soviel, was ihn Sorgen bereitete.
Zuerst war dort Arsen, er konnte ihn verstehen, bestens. Als Sienaras Bruder, verstand er darum, hatte er ihn damals nicht sogar gewarnt, nicht die falsche Entscheidung zu treffen? Und dennoch...er war auch ein Freund...und mehr, sein Schattenmeister.
Ja, es war vielleicht dringender den je, dass er sich auf ihn verlassen müsste. Dunkle Wolken zogen auf, dieser Traum, seine nächste Große, es bedeutete Unheil, er spürte, was da kommen mag. Er konnte nun erst einmal abwarten und hoffen, dass Selina ihn zur Besinnung bringt....ehe alles wie ein Kartenhaus zerbricht.
Es war der Kampf, an allen Fronten, den Malachai ausfechten musste und er würde nicht aufgeben.
Langsam glitt seine Hand durch ihr blondes, seidenhaftes Haar, sie lächelte sacht und bewegte sich leicht, ehe wieder dieses sanfte Atmen began, wie Melodie der Nacht, eine Oper in seinen Ohren.
Wie hatte er es bloss geschafft...warum konnte so ein Mann wie er so eine Frau lieben dürfen?
Er dachte an Rafael, wieder dieses Gefühl in seinem Herzen, dieses Stechen...er konnte es nun ausmachen...es war Angst.
Er war der Schönling, der strahlende, goldene Ritter mit dem makellosen Gesicht und weißen, blanken Zähnen. Ein Ehrenmann, ein reicher Adliger mit einem riesigen Landbesitz. Ein Kämpfer für das Gute. Ja, dass einst Inara von Liebe auf den ersten Blick sprach, konnte er gut nachvollziehen, denn was war er schon im Schatten eines solchen, landesweit bekannten Helden?
Dieser....Erretter der Herzen...
Er kam an, auf seinem weißem Ross, als Sie sich nach Hilfe sehnte, als Sie vor Schmerz in ihrem inneren schrie...ja...das war er, der Held von Frauen...der Frauenheld.
Und Malachai?
Inara lernte ihn kennen, wo er eine Leiche im Arme hielt, dem Wahn nahe, mit Blut überdüngt, als er einen Haufen Menschen getötet hatte. Sie kamen sich näher, weil er ihren alten Sklaventreiber tötete, den Leichnahm ihres Sohnes ihr brachte.
Wer stand nun besser da?
Er kann es ihr nicht verübeln. Er gibt ihr Geborgenheit, Sicherheit, einen festen Boden unter den Füßen, ist Schön, kein paranoider Massenmörder...nein natürlich nicht, im göttlichen Glauben ist alles gerechtfertigt.
Wieder seufzte Malachai, wieder diese Angst, der Graf müsste nur mit dem Finger schnippen und Inara würde ihn fallen lassen, wie eine heiße Kartoffel, würde sich von ihm abwenden, um doch in das schöne Leben einsteigen zu können.
Er wusste, es war eine Illusion, er vertraute ihr, vollstens und wollte diese Gedanken nicht hegen...und dennoch, war das schlimmste an dieser Vorstellung, dass er ihr nicht einmal böse sein könnte, nein, dass er Sie verstehen würde...
Er seufzte.
Was war der schwarze Mann nur...jener Mörder, jener Schlächter unzähliger Gesindel. Es ist dabei stets egal, warum man gehandelt hat, man sieht nur das Blut an seiner dreckigen Rüstung, die ganzen Narben auf seinem Körper und in seinem Gesicht, das nachtschwarze Haar....ja...Vorurteile der Leichtgläubigen...und dennoch...hatten Sie denn unrecht? War sein Handeln verwerflicher als das eines Ritters?
Er legte den anderen Arm um Sie, gab ihr einen sachten Kuss.
Er vertraute ihr, ja, er weiß, dass Sie ihn nicht hintergehen würde, dass Sie bei ihm bleiben würde...doch...
er fürchtete sich....Angst, Sie würde es bereuen, Furcht, Sie würde ihn nie wieder leben, stetig nur an IHN denken...Sorge, Sie täte es nur.-..wahrscheinlich nur für ihn...hatte er nicht gesagt, so würde es geschehen? Der letzte Wunsch? Sein eiserner Wille?
Wieder ein leichtes seufzen, wieder eine lange Nacht.
Die Welt war im Wandel wie nie zuvor, soviel wird geschehen und ein jeder mag betroffen sein.
Es wird Ärger geben, es wird Blut fliessen, er sah es, er schreite, er hasste es und dennoch, schien es unausweichlich und wie ein Flügelschlag des Schmetterlings Meilen weiter einen Tornado auslösen kann, so ist es doch vielleicht diese eine Entscheidung gewesen, die das unausweichliche näher an das Leben bringt.
Ja...das waren die Gedanken, des schwarzen Mannes zur dunklen Nacht. Im Arme haltend sein großes Glück und dennoch geplagt von Zweifeln. Nicht bei ihm, nein, diesmal war er der Spielballen der Gefühle anderer geworden und er kann nur warten, beobachten und sich dem, was kommen mag beugen.
So war es...das Leben des schwarzen Mannes.
Ja, sie kannte ihn, sie kannte ihn wirklich wie früher. Sie bemerkte, wenn er Kummer hatte, wenn seine Gedanken wieder fern ab der Welten hingen.
Es war so schön...so...unbeschreiblich und er war glücklich...so, wie schon lange nicht mehr und dieses mal würde er kämpfen, nicht noch einmal diese dummen Fehler machen und nicht auf sein Herz hören.
Nein...er hatte gelernt...und dennoch...gab es soviel, was ihn Sorgen bereitete.
Zuerst war dort Arsen, er konnte ihn verstehen, bestens. Als Sienaras Bruder, verstand er darum, hatte er ihn damals nicht sogar gewarnt, nicht die falsche Entscheidung zu treffen? Und dennoch...er war auch ein Freund...und mehr, sein Schattenmeister.
Ja, es war vielleicht dringender den je, dass er sich auf ihn verlassen müsste. Dunkle Wolken zogen auf, dieser Traum, seine nächste Große, es bedeutete Unheil, er spürte, was da kommen mag. Er konnte nun erst einmal abwarten und hoffen, dass Selina ihn zur Besinnung bringt....ehe alles wie ein Kartenhaus zerbricht.
Es war der Kampf, an allen Fronten, den Malachai ausfechten musste und er würde nicht aufgeben.
Langsam glitt seine Hand durch ihr blondes, seidenhaftes Haar, sie lächelte sacht und bewegte sich leicht, ehe wieder dieses sanfte Atmen began, wie Melodie der Nacht, eine Oper in seinen Ohren.
Wie hatte er es bloss geschafft...warum konnte so ein Mann wie er so eine Frau lieben dürfen?
Er dachte an Rafael, wieder dieses Gefühl in seinem Herzen, dieses Stechen...er konnte es nun ausmachen...es war Angst.
Er war der Schönling, der strahlende, goldene Ritter mit dem makellosen Gesicht und weißen, blanken Zähnen. Ein Ehrenmann, ein reicher Adliger mit einem riesigen Landbesitz. Ein Kämpfer für das Gute. Ja, dass einst Inara von Liebe auf den ersten Blick sprach, konnte er gut nachvollziehen, denn was war er schon im Schatten eines solchen, landesweit bekannten Helden?
Dieser....Erretter der Herzen...
Er kam an, auf seinem weißem Ross, als Sie sich nach Hilfe sehnte, als Sie vor Schmerz in ihrem inneren schrie...ja...das war er, der Held von Frauen...der Frauenheld.
Und Malachai?
Inara lernte ihn kennen, wo er eine Leiche im Arme hielt, dem Wahn nahe, mit Blut überdüngt, als er einen Haufen Menschen getötet hatte. Sie kamen sich näher, weil er ihren alten Sklaventreiber tötete, den Leichnahm ihres Sohnes ihr brachte.
Wer stand nun besser da?
Er kann es ihr nicht verübeln. Er gibt ihr Geborgenheit, Sicherheit, einen festen Boden unter den Füßen, ist Schön, kein paranoider Massenmörder...nein natürlich nicht, im göttlichen Glauben ist alles gerechtfertigt.
Wieder seufzte Malachai, wieder diese Angst, der Graf müsste nur mit dem Finger schnippen und Inara würde ihn fallen lassen, wie eine heiße Kartoffel, würde sich von ihm abwenden, um doch in das schöne Leben einsteigen zu können.
Er wusste, es war eine Illusion, er vertraute ihr, vollstens und wollte diese Gedanken nicht hegen...und dennoch, war das schlimmste an dieser Vorstellung, dass er ihr nicht einmal böse sein könnte, nein, dass er Sie verstehen würde...
Er seufzte.
Was war der schwarze Mann nur...jener Mörder, jener Schlächter unzähliger Gesindel. Es ist dabei stets egal, warum man gehandelt hat, man sieht nur das Blut an seiner dreckigen Rüstung, die ganzen Narben auf seinem Körper und in seinem Gesicht, das nachtschwarze Haar....ja...Vorurteile der Leichtgläubigen...und dennoch...hatten Sie denn unrecht? War sein Handeln verwerflicher als das eines Ritters?
Er legte den anderen Arm um Sie, gab ihr einen sachten Kuss.
Er vertraute ihr, ja, er weiß, dass Sie ihn nicht hintergehen würde, dass Sie bei ihm bleiben würde...doch...
er fürchtete sich....Angst, Sie würde es bereuen, Furcht, Sie würde ihn nie wieder leben, stetig nur an IHN denken...Sorge, Sie täte es nur.-..wahrscheinlich nur für ihn...hatte er nicht gesagt, so würde es geschehen? Der letzte Wunsch? Sein eiserner Wille?
Wieder ein leichtes seufzen, wieder eine lange Nacht.
Die Welt war im Wandel wie nie zuvor, soviel wird geschehen und ein jeder mag betroffen sein.
Es wird Ärger geben, es wird Blut fliessen, er sah es, er schreite, er hasste es und dennoch, schien es unausweichlich und wie ein Flügelschlag des Schmetterlings Meilen weiter einen Tornado auslösen kann, so ist es doch vielleicht diese eine Entscheidung gewesen, die das unausweichliche näher an das Leben bringt.
Ja...das waren die Gedanken, des schwarzen Mannes zur dunklen Nacht. Im Arme haltend sein großes Glück und dennoch geplagt von Zweifeln. Nicht bei ihm, nein, diesmal war er der Spielballen der Gefühle anderer geworden und er kann nur warten, beobachten und sich dem, was kommen mag beugen.
So war es...das Leben des schwarzen Mannes.
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