Liebe die nicht will...

Antworten
Tasmalon Tso´al

Liebe die nicht will...

Beitrag von Tasmalon Tso´al »

Unter Tränen knallt er die Tür zu seinem kleinen Zimmer zu und wirft sich sofort in den Stuhl, auf dem er schon Nächte verbrachte.
Enttäuscht von ihr, die einzige Frau die er mehr als zu mögen schien, nicht belügen könnte was bei ihm schon eine menge zu heißen hat…
Enttäuscht vom Leben Entzündet er seinen kleinen Brenner und schwingt immer wieder einige Piollen über diesen.
Sein heute doch so träges Gesicht spiegelt sich in der grünen Flüssigkeit, ehe er diese in eine Flasche füllt.
Immer wieder murmelt er einige erzürnte Worte über sie und vor allem… über Ihn.
„Serenya warum?“ schießt es ihm immer wieder durch den Kopf „Warum Serenya???“ „WARUM?“ hämmernde Kopfschmerzen stärken diese Gedanken, immer wieder ein Pochen… immer wieder.
Nach einigen Minuten war die Flasche voll und er schaute wie verzaubert auf diese.
Ein sachtes Nicken geht von ihm aus, und er klebt ein kleines Pergament mit der Aufschrift „Tasmalon’s Sorgenstrunk“ was im Prinzip nur Selbstgebrannter Alkohol war und einige Zusatzstoffe zur Erheiterung des Geistes.
Sofort greift er zu der Flasche und verlässt eiligst dass Gebäude und steigt in die Kutsche.
Er brauchte… Ruhe.
Ruhe von allen Menschen, allen die ihn enttäuschten.
Vor Bajard angekommen schaut er sich einmal in der Dunkelheit der Nacht um und Atmet einige Male tief ein und aus.
Langsamen Schrittes tritt er in die Lichtung, in der er Serenya einmal fand…
Langsam lehnte er sich gegen den Baumstamm, der ungewöhnlich Dunkel war und nahm einige große hiebe aus der Flasche die er aus seinem Mantel rausholte.
Nach den ersten Schlücken verzog er leicht angewidert das Gesicht, hebt dann die Schultern und nahm immer mehr, immer größere hiebe aus der Flasche, und begann zu Grübeln…
Natürlich gelang sie wieder bei ihr an… Er hatte sie eines Abends geküsst, doch schien sie es vergessen zu haben, er hatte sie vor dem Tod bewahrt, sie schein es vergessen zu haben…
Doch der Dank den er sich Wünschte ging nicht von ihr aus...
„Warum?“ stoßt es wieder aus ihm heraus und er schreit es in die Nacht.

Weitere Hiebe trank er aus der Flasche, immer mehr geriet er in Gedanken und der Alkohol zeigte rasch seine Wirkung, doch ein ungewöhnliches wohlbefinden überdeckte seine Schwindeligkeit, seine Unwohlen Gedanken.
Plötzlich legte sich ein schwarzer Schleier vor seine Augen und er keucht leicht.
Seine Mischung schien weitere, ihm noch unbekannte Wirkungen zu haben und er lag keuchend, Regungslos auf dem Boden.
Einige Sekunden vergangen, Ihr Name hämmerte ihn wieder durch den Kopf und ihn überkam ein Anflug der Übelkeit.
Langsam sanken seine Lieder, so lange er konnte starrte er auf einen Grashalm, bevor er endgültig dass Bewusstsein verlor.

Einen endlosen gang folge er, dunkel, feucht war es dort.
Am ende des Ganges war sie und winkte ihm lächelnd zu…
Langsam verzog sich sein Gesicht und er fragte sich „Was tue ich hier?“
Plötzlich hielt er inne und rang nach Luft, Luft die es dort nicht zu geben schien.
Langsam sank er in die knie und röchelte bevor…

Schlagartig schossen seine Lieder auf und er schaute sich mit verschwommenen blick um.
Sein blick sank auf die Flasche, welche er noch in der Hand hielt, ein schwaches lächeln ziert nun seine Lippen und sofort hebt er die Flasche wieder an seinen Mund und trank den Rest in einem Zug.
Nun schloss er endgültig die Augen und schlief tief und fest. Kein Tunnel, keine Dunkelheit, keine Feuchtigkeit, absolute Ruhe.
Serenya Yarsil

Beitrag von Serenya Yarsil »

Serenya spaziert langsam durch den Wald nahe Bajard. Ein bestimmtes Ziel scheint sie nicht zu haben, eher willkürlich wählt sie die Richtung ihrer Schritte. Oft bleibt sie stehen, beugt sich zum Boden hinunter und pflückt Pilze, Kräuter oder Beeren,welche sie dann sorgfältig in einem kleinen Beutel verstaut. Ohne dass sie es bemerkt, führen ihre Schritte sie immer näher an den schlafenden Tasmalon heran. Erst, als sie fast direkt vor ihm steht, bemerkt sie ihn... und erstarrt. Schweigend mustert sie ihn eine Weile lang. Während sie zunächst nur erschrocken darüber ist, ihn so unerwartet vor sich zu sehen, weicht dieses Gefühl rasch und macht großer Bestürzung Platz. Den Tasmalon, der da tief schlafend an einem Baumstamm lehnt, kennt sie so nicht. Er ist ungewöhnlich blass, unter seinen Augen liegen dunkle Schatten, und in der rechten Hand hält er eine leere Flasche. Langsam tritt Serenya auf ihn zu und entwindet seiner Hand die Flasche, ohne ihn zu wecken. Nun kann sie auch die Aufschrift auf der Flasche entziffern... Diese, und der starke Geruch nach Alkohol, der von Tasmalon ausgeht, verraten der jungen Frau mehr über seinen seelischen Zustand, als es Worte vermocht hätten. Das Schuldgefühl, dass seit dem gestrigen Abend an ihr nagt, verstärkt sich um ein Vielfaches... So langsam wird ihr klar, was sie ihm gestern angetan hat.. Aber was hätte sie sonst tun sollen? Khalid, den Mann, für den sie mehr empfand als für jeden anderen Menschen, verleugnen? Ihre Gefühle verschweigen und Tasmalon anlügen? Sie hatte es versucht... und war gescheitert. Sie hatte es ihm sagen müssen... und damit eine für sie wirklich unerwartete Reakion Tasmalons ausgelöst. Er schien auf ein mal so traurig, verletzt und wütend... Nach nur wenigen weiteren Worten stand er auf und verließ die Taverne fluchtartig.

Natürlich war Serenya bald klar geworden, was sein Verhalten bedeutet... nämlich dass er mehr für sie empfindet als reine Freundschaft. Sie hatte seine Gefühle jedoch nie erwiedert.. und ihn auch nie ermuntert, so glaubt sie zumindest. Stets hatte sie sich gefreut, wenn sie ihn traf, immer hatte sie seine Gesellschaft genossen.
Erst vor wenigen Tagen noch hatte sie mit Tasmalon auf ihre bestandene Prüfung zur Discipula angestoßen. Lange hatten sie geredet und getrunken...aus einem Krug Wein waren mehrere Krüge geworden.. und dann zu viele. Es war ein schöner Abend gewesen.. soweit sie sich erinnern kann. Denn ab einem gewissen Punkt werden ihre Erinnerungen nebulös.. um dann ganz zu verschwinden. Serenya kann sich noch daran erinnern, dass sie mit Tasmalon zu einem Spaziergang aufbrach.. und dann daran, dass sie morgens in ihrem Bett erwachte, bis auf die Stiefel vollständig angekleidet, und ihr zum Sterben zumute war. Und sie konnte sich kaum noch an den vergangenen Abend erinnern.. Erst im Laufe des Tages kehrte die Erinnerung an manche Stunden zurück, während andere weiterhin im Dunkeln blieben. Abends dann hatte sie ein junger, ihr bis dato unbekannter Mann aufgesucht.. welcher ihr, zu ihrer größten Beschämung, weitere Erinnerungen wiedergab. Er hatte sie, so seine Schilderung, am vergangenen Abend vor der Taverne angetroffen.. in einem miserablen Zustand. Mehrfach hatte sie sich übergeben, um dann erschöpft auf der Wiese liegen zu bleiben. Er hatte sie auf ihr Zimmer getragen, ihr die Stiefel von den Füßen gezogen, vor ihrem Zimmer gewacht falls sie noch etwas brauchte.

Das war der Anfang ihrer Bekanntschaft mit Khalid gewesen... mit dem Mann, der sie nun glücklicher macht als irgendjemand sonst. Und wegen diesem Mann herrscht nun Zwist zwischen ihr und Tasmalon.. wegen Khalid, wegen ihrer Gefühle für Khalid ist Tasmalon so unglücklich... Serenya seufzt tief. "Das habe ich nicht gewollt, Tasmalon..." spricht sie leise, dreht sich um und will sich davonschleichen.. Was würde es auch nutzen, ihn jetzt zu wecken? Jedoch tritt sie versehentlich auf einen morschen Ast, der mit einem lauten Knacken zerbricht. Abermals erstarrt sie..
Tasmalon Tso´al

Beitrag von Tasmalon Tso´al »

Wie von einem Schlag getroffen fuhren seine Lieder hoch, er griff sofort nach seinem Stab und schaute sich erschrocken um.
Sofort überkam ihn ein Gefühl der Übelkeit welches gnadenlos anhielt.
Ohne sich weiter umzuschauen erhebt er sich, viel zu schnell wie sich bald zeigte, und rannte zum Wasser.
Am Wasser angekommen begann er zu Würgen, übler Geruch stieg in seine Nase doch die Übelkeit ließ langsam nach.
Noch einige male spuckte er, ehe er zu einem seiner Wasserkrüge griff und sich den Mund ausspülte.

In der nähe hörte er schritte, es schien ihm recht gleich zu sein wer ihn so sah und er trank einige große Schlücke aus seinem Krug.
Als er die Dame sah welche nicht weit neben ihm stand verdrehte er kurz die Augen, was sie nicht sehen konnte.
Langsam stand er auf, die Übelkeit und seinen Gleichgewichtssinn wollte er nicht ein zweites Mal herausfordern.
Stur stand er dort, er war sich völlig im Klaren wer neben ihm stand, doch musste es gerade sie sein?
Am gestrigen Abend schien es als hätte er sich aufgegeben, was er bejahen würde, doch hatte er sie nicht aufgegeben... aber nicht jetzt!
"Eluive zum Gruße, Tasmalon" sagte Serenya zu ihm, während sie weiter stur aufs Wasser schaute.
"Grüß dich" antwortete er, nicht in der Üblichen freundlichen Stimme.

Einige Sekunden Vergangen und er merkte wie schlecht es um ihn Stünde.
Seine Beine zittern leicht, sein Kopf hämmert und alle Gliedmaßen taten ihm schrecklich weh. Dennoch stand er da, nichts sagend.
"Wie geht es dir?" sagte sie ebenfalls in einem leicht gereiztem ton.
"Bestens" sagte er leicht seufzend "Was denkst du denn..?".
"Wie viel hast du noch davon?" fragte sie "Wovon?" antwortete er gespielt dumm. "Na hiervon!" sie deutet energisch auf die Flasche und tritt auf ihn zu, entrieß ihm die Flasche und wirft sie in einem hohen Bogen ins Meer.
"Von den Flaschen?" fragte er, abermals gespielt dumm was sie weiter zu reizen schien. "Von dem Alkohol!!" Donnerte sie ihn an.
"Oh ach so! Sag dass doch... eine Menge" sprach er nun gespielt freundlich zu ihr und lächelte sie betrügerisch an.
"Dann gib ihn mir." sagte sie immer noch erzürnt.
"Nicht hier." Antwortete er knapp und lächelte immer noch.
"Hol ihn!" bat sie ihn, in unfreundlichem ton "Sicher nicht... nicht mehr." Sagte er nun wieder mit leicht traurigem blick, welcher nicht gespielt schien.
"Willst du als Trinker enden??" Brüllte sie zu ihm, woraufhin er nur die Schultern hob und sagte leise "Egal!"
Innerlich wusste er nun, wie schrecklich die Liebe sein kann wenn sie nur auf einer Seite beruht doch was soll er tuhen?
Er wollte sie nun nicht sehen, wegschicken aber auch nicht also...

Er Starrte auf den Waldrand und versuchte sich zu Konzentrieren.
Die stelle schien Fokussiert er breitete leicht die Arme aus und...
Er verschwand vor ihren Augen doch nicht lange.
Einige Meter weiter tauchte er wieder auf und hustete laut.
"Tasmalon! Lass dass!" Schien sie zu kreischen, diesmal lag auch in ihrer stimme eine art Furcht.
Abermals wiederholte er den Vorgang doch... seine 'Landung' endete weniger Erfolgreich.
Einige Meter entfernt tauchte er auf und brach sofort zusammen.
Seine Schmerzen übermannten ihn, seine Geistige Kapazität schien sehr erschöpft und dass Bewusstsein schwankte.
Schwäche. Ein weiterer punkt welchen er nie wieder spüren möchte.
Sofort eilte sie herbei und versuchte ihn zu stützen, doch sein Bewusstsein hatte ihn verlassen, er schlief und atmete unregelmäßig.
Serenya fluchte auf ihn, dass wusste er doch... was soll’s.

Nach einigen Sekunden Atmete er tief ein, seine Muskeln schienen sich zu spannen, ein Segen.
Seine kraft reicht nicht um allein zu Gehen, umso mehr Schämte er sich und Fluchte leise.
"Lass mich hier Liegen!" versuchte er zu schreien, was dennoch nur in einem Flüstern endete.
Energisch schüttelte sie den Kopf, und half ihm hoch. Legte seinen Arm um ihre Schultern und trug ihn zu der Taverne vor Tirell.
Langsam ließ sie ihn in ihr Bett sinken...
Die letzten Worte bevor er endgültig einschlief waren..."Nicht er! Bitte nicht er! Hole ihn nicht! SCHWÖRE ES!" kreischte er. Der Schlaf verschluckte ihre Antwort.


"Tasmalon!" Rief eine liebliche Stimme.
"Tasmalon, kommst du mit?" fragte sie ihn.
"Wohin" fragte er Verdutzt.
Obwohl er die Person nicht sehen konnte, konnte er sie Hören...Spüren!
"Na auf die Baustelle! Unser Haus, die Handwerker kommen gut voran, sei doch so gut und komm mit mir."
Nun sah er einige Umrisse der Gestallt welche zu ihm sprach und seine Augen weiteten sich Abrupt.
Serenya!
Er konnte sein Herz hören, seine Atmung raste und er wollte schreien doch...


Wechselte der Traum nun, was er immer wieder tat.
Er lag in ihrem Bett, was ihm zusagte, aber nicht unter diesem umständen und allein.
Ein Gefühl der Trauer übermannte seinen Hass und eine Tränke Entfloß, während er die Augen tief geschlossen hielt...
Serenya Yarsil

Beitrag von Serenya Yarsil »

Vorsichtig ließ Serenya Tasmalon auf ihr Bett gleiten. Endlich... noch einige Meter mehr und sie wäre unter seiner Last zusammen gebrochen. Er war nicht schwer, gewiss nicht... doch war sie recht schmal gebaut, beinahe mager, und er hatte kaum einen Schritt aus eigener Kraft getan. Als die junge Frau vor dem Bett niederkniete und Tasmalon die Stiefel von den Füßen zog, schrie dieser plötzlich: "Nicht er! Bitte nicht er! Hole ihn nicht! SCHWÖRE ES! " "Ja, Ja, ich schwöre es..." erwiederte sie rasch und im überzeugendsten Tonfall, der ihr möglich war... jedoch ohne ihre Worte auch so zu meinen. Wenn es Tasmalon nicht bald besser ginge, würde sie natürlich Khalid rufen. Sollte sie Tasmalon etwa nur wegen seiner verletzten Gefühle und seines Stolzes sterben lassen? Nein! Er antwortete nicht mehr auf ihre Worte... seine Augen waren geschlossen und er schien zu schlafen. Vorsichtig und ohne ihn zu wecken schob sie ihm ein Kissen unter den Kopf, um sich dann einen Stuhl ans Bett zu ziehen und darauf Platz zu nehmen. Besorgt, aber gleichzeitig immer noch wütend, betrachtete sie Tasmalon. Was war nur ihn in gefahren? Der Tasmalon, den sie kannte, hätte sich niemals so verhalten, hätte nie seine Gesundheit so leichtsinnig aufs Spiel gesetzt. Aber lag sein momentaner Zustand wirklich nur an zu viel Alkohol und völliger geistiger Erschöpfung? Sie konnte es sich nicht wirklich erklären.

Die junge Frau wurde durch einige leise gemurmelte Satzfetzen Tasmalons aus ihren Gedanken gerissen. Auch wenn sie nicht alles verstand, so konnte sie doch heraushören, dass es in seinen Träumen um sie und Khalid ging. Tasmalon wurde nach und nach immer unruhiger, er warf sich im Bett hin und her und sprach mit immer aufgeregterer Stimme. Serenya versuchte zwar, ihn durch sanfte Worte zu beruhigen, jedoch ohne Erfolg. So würde sein Schlaf nicht besonders erholsam für ihn sein...Schnell stand sie auf, um zum Schrank zu gehen und einige Pflanzen und Kräuter herauszuholen, aus welchen sie einen Beruhigungstrank braute. Diesen flößte sie Tasmalon mehr schlecht als recht ein... über die Hälfte davon wurde von ihm wieder ausgespuckt. Dennoch schien der Trank seine Wirkung zu tun, denn nach kurzer Zeit wurde Tasmalon ruhiger.

Nun, da wieder Ruhe eingekehrt war, empfand die junge Frau plötzlich wieder, dass es ihr selbst nicht allzu gut ging. Ihre Glieder schmerzten, ihr Kopf fühlte sich an als ob er in einem Schraubstock steckte, das Schlucken tat ihr weh und sie verspürte ein leichtes Schwindelgefühl. Und ihr war so heiß.... Leicht hustete sie. Schon gestern hatte sie sich nicht gut gefühlt, es aber ignoriert und Khalid gegenüber nicht zugegeben. Es würde schon vorübergehen. Einige Zeit lang saß Serenya ruhig da, gelegentlich hustend, und hing ihren Gedanken nach. Alles schien mit Tasmalon in Ordnung zu sein... doch plötzlich bemerkte sie, dass sein Gesicht schweißgebadet war, sein Atem keuchend und unregelmäßig ging. Rasch legte sie ihm eine Hand auf die Stirn um seine Temperatur zu fühlen. Er hatte Fieber! Hastig stand sie auf, eilte wieder zum Schrank und holte erneut einige Kräuter und Pflanzen heraus, welche ihr als Zutaten für einen fiebersenkenden Trank dienten. Es gelang ihr nur mit Mühe, diesen Trank zu brauen... es war plötzlich so schwer, sich zu konzentreiren, einen klaren Gedanken zu fassen. Schließlich war der Trank fertig und sie flößte diesen Tasmalon ein. Auch legte sie einige angefeuchtete Tücher auf seine Stirn, welche sie in den nächsten Stunden regelmäßig austauschte und überwachte ängstlich seine Temperator und seine Atmung. Endlich schien es so, als würde es Tasmalon besser gehen, und Serenya lehnte sich erschöpft in ihrem Stuhl zurück.

Sie war so müde... Gerade war sie dabei, einzuschlafen, als sie von einem starken Hustenanfall geschüttelt wurde, der gar nicht wieder aufhören wollte. Das Schwindelgefühl verstärkte sich um ein vielfaches, Sterne begannen vor ihren Augen zu tanzen. Unsicher erhob sie sich, taumelte zum Regal und griff nach einem Wasserkrug... Den Bruchteil einer Sekunde später fiel Serenya bewusstlos zu Boden, der Glaskrug zerschellte klirrend am Boden. Schwärze.
Tasmalon Tso´al

Beitrag von Tasmalon Tso´al »

Plötzlich öffneten sich seine Augen wie von selbst, als der Krug zu Boden fiel und er blickte sich mit verschwitzter Mine in dem Raum um.
‚Serenya!’, sein Kopf fing an zu Hämmern als er sie verkrümmt am Boden sah und er erhob sich Rasch, zu rasch… egal.
Er Kniete sich angestrengt neben sie, ließ seine Arme unter ihren schmalen Körper wandern und hob sie hoch.
Nach einigen Taumelnden Schritten erreichte er dass Bett, auf welches er sie legte.
Auch wenn sie ihm dass Herz zerrissen hatte, nein so sollte sie nicht enden…
Er wusste dass ihn sein Selbstgebrannter Alkohol wohl Krank machte, eine innere Infektion… und doch kramte er den letzten Trank aus seiner Tasche, welcher es sich zur Aufgabe macht fortgeschrittene Krankheiten zu heilen.
Langsam und schwach führte er dass kleine Fläschchen an ihre Lippen und ließ die Flüssigkeit nach und nach in sie ein.
Er erhob sich langsam, wendete sich zu ihrer Kommode, holte ein Pergament und etwas Tinte hervor und begann in aller eile zu schreiben…

Serenya…
Du weißt ich könnt nur dir mein Herz schenken, auch wenn deines für jemand anderen schlägt.
Sobald wir aufeinander treffen, tut es mir weh… und meine Worte scheinen es auch dir nicht leicht zu machen.
Auch wenn es mir noch so schwer fällt, werde ich mich mit diesem Brief wohl verabschieden.
Sollte ich zu den Unterrichtsstunden nicht erscheinen, so weiß vielleicht mein Bruder wo ich mich aufhalte, oder noch Nichteinmahl er.
In wohl tiefster Trauer muss ich dir dennoch sagen, dass du die wunderbarste Frau bist der ich je begegnet bin, ich hoffe der Heiler hat dich verdient.
Nach tiefster Trauer folgt der große Knall… *diese Worte scheinen viel kleiner geschrieben zu sein, als die vorherigen*

Möge Eluive immer über dich Wachen

In Liebe…
Tasmalon




Er legt seinen Brief, ohne ihn nochmals durchzulesen auch die Kommode, greift nach seinem Stab und verschwindet eiligst aus dem Raum.

Kurz scheint es vor seinen Augen schwarz werden zu wollen, ehe er sich kurz schüttelt und mit aller Kraft dagegen ankämpft.
Sein Kopf schien leer, er dachte an nichts… außer an Sie.
Immer wieder schoss ihm ihr Name durch den Kopf, ihr Gesicht, ihre Stimme, umso weiter er ging, umso öfter… intensiver.
Plötzlich hielt er inne, er blickte auf dass weite Meer, wie ruhig es dort liegt…
Kurz mochte man ein lächeln auf seinen Lippen gesehen zu haben, ehe er einfach seinen Stab fallen ließ…
Und los rannte.
Er Rannte auf die hohe Klippe zu, welche bei einem Sprung mit höchster Sicherheit den Tod bedeuten würden.
Schweißperlen liefen durch sein Gesicht, sein Körper schien innerlich zu Brennen und doch… hielt er nicht inne.
Gleich hatte er es geschafft, es fehlte nur noch ein Großer schritt und der letzte Sprung in die Freiheit als…

Er plötzlich merkte wie mitten in seinem letzten Sprung, wie an seinem Arm eine Warme Flüssigkeit entlang lief… es schien ein angenehmes Gefühl zu sein doch warf es ihn aus seiner Flugbahn, für einen Moment war… Stille.
Vollkommende Ruhe… ehe auch er wieder in die Wirklichkeit zurückkehrte.
Sein Arm blutete stark und eine Fleischige Wunde kam zum Vorschein.
Tasmalon hielt sich mit der anderen Hand an die Wunde und schrie einmal auf.
Sein Augenlicht war schwach, und doch konnte er den knurrenden Hund vor sich erkennen, dem er ohne Zweifel die Bisswunde zu verdanken hatte.
„Verschwinde, Diener!“ Erklang plötzlich eine Stimme im Hintergrund und der Hund verschwand… im nichts.
Sofort wollte Tasmalon sich aufrappeln, während er immer noch die Hand auf die Wunde drückte, was ihm jedoch der Schlag eines Stabes vereitelte.
Benommen lag er am Boden, er atmete immer schneller, seine Körpertemperatur schien nicht aufhören zu wollen zu Steigen und er schaute mit verschwommenem Blick hoch, zu seinem Peiniger…

Es war sein Bruder welcher ihm dass Leben gerettet hatte, oder möchte man sagen… den großen Knall vereitelt hat?
Serenya Yarsil

Beitrag von Serenya Yarsil »

Zum wiederholten Male in dieser Nacht wälzte sich Serenya auf die andere Seite, stopfte das Kopfkissen unter ihrem Kopf zurecht, schloß die Augen und versuchte zu schlafen. Sie atmete betont ruhig ein und aus, versuchte ihren Kopf von sämtlichen Gedanken zu befreien und an gar nichts zu denken.. doch vergeblich. Mit einem entnervten Seufzen drehte sie sich auf den Rücken und starrte in die Dunkelheit... Ihre Gedanken kreisten um Khalid. Wie eigentlich immer in den letzten Tagen. Wo steckte er nur? Seit Wochen schon hatte sie ihn nicht mehr gesehen... Er war einfach von einem auf den anderen Tag... verschwunden.

Zuerst hatte sie dies gar nicht bewusst wahr genommen, hatte sie doch mit einer schweren Grippe tagelang im Bett gelegen, kaum etwas von ihrer Umgebung wahrgenommen. Meist hatte sie in einem unruhigen, von wirren Fieberträumen geplagten Schlaf gelegen. Dunkel konnte sie sich noch daran erinnern dass der Wirt einige Male in ihrem Zimmer gewesen war, um ihr Wasser und etwas Obst zu bringen.. und dass dieser vehement auf sie eingeredet hatte, doch einen Heiler zu rufen... was sie, mit beinahe kindlichem Trotz, stets abgelehnt hatte. Es würde schon von selbst vergehen... Doch Tag um Tag verging, und es ging ihr nicht besser, ganz im Gegenteil. Das Fieber stieg noch mehr an, ihre Kräfte schwanden zusehends. Doch dann, eines Mittags, träumte Serenya.. sie träumte, dass sich die Tür ihres Zimmers leise öffnete.. und Tasmalon hereintrat. Er sah sie eine Weile lang traurig, aber auch gleichzeitig sehr besorgt an.. trat dann an ihr Bett, hob ihren Kopf sanft an und flößte ihr eine Flüssigkeit ein. Bitter schmeckte sie, und sie brannte im Hals. Serenya wollte noch etwas sagen.. wollte, dass er blieb.. doch schon hatte sich Tasmalon wieder umgedreht und den Raum verlassen. Sogleich fiel sie in einen tiefen, traumlosen Schlaf. Als die junge Frau erwachte, fühlte sie sich zum ersten mal seit Tagen wieder einigermaßen gut. Sie hatte Hunger, fühlte sich kaum noch fiebrig und recht ausgeruht. Auf ihrer Zunge lag immer noch der Geschmack des Trankes aus ihrem Traum...wenn es denn ein solcher gewesen war.
Wenige Tage später war sie wieder vollständig genesen... und mit ihrer Genesung kam auch die Sorge um Khalid auf. Wieso war er nicht da gewesen, als sie krank war? Wieso hatte er nicht nach ihr gesehen? Wieso ihr nie, wenn er denn aus irgendeinem Grunde verhindert war, oder auf Reisen, eine Nachricht übersandt? War ihm etwas zugestoßen? Oder war er einfach gegangen, hatte er genug von ihr? Solche und ähnliche Fragen plagten sie zunehmend, wurden, je mehr Zeit verstrich, immer drängender, schließlich so drängend dass sie kaum noch zur Ruhe kam, zusehends gereizter und empfindlicher wurde. Dies bekam auch Tasmalon zu spüren. Serenya mied ihn zwar, so gut es ging.. zum Teil aus Unsicherheit, zum Teil aus Rücksichtnahme, zum Teil einfach.. weil sie trotz allem noch wütend auf ihn war.. aber einige Male traf sie doch auf ihn. Und jedes mal entwickelte sich bereits nach kurzer Zeit ein Streit. Stets machte ihr Tasmalon die Vorwürfe, ihm weh getan zu haben, nicht an ihn gedacht zu haben, auf seinen Gefühlen herumzutrampeln, undankbar zu sein... Vorwürfe, die Serenya immer wütend von sich wies. Sie war der festen Überzeugung, dass es richtig war, ihm wegen Khalid die Wahrheit zu sagen.. dankbar sollte er dafür sein! Hätte sie lügen sollen? Mit jedem Gespräch zwischen ihr und Tasmalon wurde Serenya wütender auf ihn... immer öfter verglich sie ihn innerlich mit Khalid. Was für ein Unterschied! Khalid würde sich nie dazu hinreißen lassen, ihr solch lächerliche Vorwürfe zu machen! Khalid hätte sich nie nur aus Liebeskummer sinnlos betrunken! Sie passte viel besser zu Khalid als zu Tasmalon.. und das würde Tasmalon auch einsehen, wenn er sie und Khalid einmal zusammen sähe! Doch Khalid... war nicht da... und fehlte ihr mit jedem Tag mehr.


Leise seufzend richtete sich die junge Frau schließlich im Bett auf, schwang die Beine über die Bettkante, erhob sich und begann sich anzukleiden. Wenige Minuten später schlich sie auf Zehenspitzen aus dem Gasthaus. Schlaf würde sie in dieser Nacht keinen mehr finden... also wieso die Zeit nicht zu einem Spaziergang nutzen? Vielleicht würde sie so etwas zur Ruhe kommen....
Antworten