Der Abend war bereits herangebrochen und das Land in einen dämmrigen Schatten getaucht, als sich vier Gestalten in der Ruine der Eledhrim am Rande des Nebelwaldes einfanden und ihrer Umwelt ein bisweilen untypisches Bild boten. Es war ein Zusammentreffen zwischen Mensch und Elf, wie es nur selten vorkam. Doch bestand zwischen jenen vier Wesen eine Verbundenheit, deren Bände an diesem Abend einen weiteren Schritt zu ihrer Stärkung vollführen sollten. Vielmehr als Mensch und Elf waren sie in diesem Augenblick vor allem Eines: Magier. Liedwirker, die, ein Jeder auf seiner eigenen Art und Weise, im Lichte Phanodains standen, und jeder auf seine eigene Art und Weise den Lehren der Wahrheit und Weisheit folgten.
Licht und Schatten gingen seit jeher Hand in Hand und hielten sich in einem immerwährenden Gleichgewicht. Schwindet das Licht, schwindet der Schatten... Erstarkt der Schatten, muss auch das Licht zu neuer Stärke finden, um sich der Finsternis entgegen zu stellen. Und der Schatten war erstarkt und hatte Ausmaße angenommen, die das Licht in Zugzwang brachten.
Die Präsenz der Vergifter, der Letharen, war ungewöhnlich stark geworden. Sowohl die Elfen, Elayoe und Lu, als auch die Menschen, Demoar und Janus, nahmen das Gebären aus dem Untergrund wahr, von dem mehr und mehr an die Oberfläche drang. Selbst die Grenzen in das heilige Tal, Ered Luin, waren durchbrochen, und auch unter den Menschen war dieser Keim der Verderbnis am Sprießen, auch dort war das verzerrte Antlitz der Letharen keine Seltenheit.
Die Diener des Todesgottes, der Dämon Kra'thor, schienen mehr und mehr als Einheit zu agieren. Sie waren nicht mehr die zerstreuten, weitestgehend schwachen und unfähigen Existenzen, wie Janus sie kannte, die nur im Einzelnen auftraten. Er selbst war Opfer eines gefährlichen Angriffes, den er nicht nur nicht vorhersagen, sondern auch nur knapp vereiteln konnte. Und damit wuchs ihre Bedrohung und der von ihnen gebildete Teil des Schattens.
Der dunkle Orden der Arkorither, einst totgeglaubt, inzwischen jedoch wiedererweckt und zu neuer Stärke erlangt, dessen Mitglieder das Lied gewissenlos für ihre Machtgier verzerrten, offenbarte sich mehr und mehr. Die Träger der dunklen Kutten wandelten offen zwischen den Sphären und verborgen im Gemenge der Menschen. Eine Bedrohung, die nur schwer einzuschätzen war.
Dies waren jedoch nicht die einzigen Ausprägungen dieses Schattens, noch viel intensiver und offensichtlicher war die Existenz Kryndlagors und die damit einhergehende Zerstörung Varunas, die das Licht erheblich zu schwächen vermochte. Er gehörte, wie die aprupt erschienenen und ebenso aprupt geschwundenen, dunklen Magier, die das Land vor geraumer Zeit heimsuchten und eine unmittelbare Gefahr für alle Magiebegabten darstellten, zu einer Bedrohung, die das Wahrnehmungsvermögen eines einzelnen Menschen und vermutlich auch eines einzelnen Elfen überstieg.
Und dies würden im Laufe der Zeit nicht die einzigen Quellen des Schattens sein.
Es waren die Dinge, über die sich jene vier Gestalten austauschten, über die man beriet, wie sie, so wie sie in diesem Augenblick zusammen gefunden hatten, in der Lage wären, ihren Teil dazu beitragen zu können, um das Licht zu stärken. Eine Vereinigung wurde angestrebt, nicht nur zwischen den vier Magiern am Rande des Nebelwaldes, sondern eine Vereinigung mit all Jenen, die die besondere Befähigung aufwiesen, die dazu nötig sein würde, das Vorhaben zum Leben zu erwecken und am Leben zu erhalten. Jene, die auf gleichen Pfaden wandeln, würden ersucht werden, sich ihnen anzuschließen. Ein Bund aus Lehrern, wie sie es waren. Ein Bund aus Schülern, wie es junge Magier wie Ayalis Llastobhar oder Ingalf Jolen waren. Ein Bund aus Klägern, Richtern und Henkern... aber vor allem ein Bund aus Wächtern, die ihre Kräfte geeint gegen die dunkle Magie richten würden.
Wege des Liedes - von Menschen und Elfen
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Elayoe War´svalvar
Wenn man sich einen Elfen ansieht, so mag man im ersten Moment nicht davon ausgehen, dass dieser viel mit Magie am Hut hat. Lange Ohren hat er, welche es ihm erlauben viel zu hören. Große Augen hat er, welche ihm die Sicht erleichtern. Ein drahtiger Körperbau, welcher es ihm ermöglicht geschickte Dinge zu tun und Kraftakte wie sie von einem Menschen aufgebracht werden können sehr schwer macht. Alles in Allem eine hübsch anzusehende Person, welche man vielleicht gar vorsichtig anfassen muß, damit sie nicht kaputt geht.
Doch dass Phanodain, der Hüter der Weisheit und des Wissens, diese Männer und Frauen zu einem anderen Grunde ersonnen hat als es der erste Blick vermuten läßt, mag auf den ersten Blick nicht offenbart werden. Wer sich nun also zurücklehnt und glaubt dass er es mit zurückgebliebenen, naturverbundenen, naiven Kindern zu tun hat liegt falsch. Er wird betrogen.
Seit jeher is es Tradition bei den Elfen, dass das Wissen von den alten an die jungen gegeben wird. Mit jedem von ihnen wächst dieses Wissen an und geteilt wird es doch nicht weniger. Und so mag es nicht wundern, dass sich in dieser Gesellschaft jene, welche das Lied umso mehr beeinflussen können zusammen tun um einander den rechten Umgang zu zeigen. Je erfahrener einer dieser Liedweber wird umso mehr wird er den anderen aufweisen. Bis zu dem Punkt, wo der Schüler kaum mehr etwas an Wissen von seinem Lehrer unterscheidet. Dann ist der Moment gekommen diesem das Feld zu überlassen und ihm mit Rat zur Seite zu stehen.
Manches Mal geschieht es dennoch, dass die Liedweber sich nach aussen wenden. Wenn große Gefahr besteht, welche auch das eigene Volk bedroht, dann wenden sich die Elfen an andere um sich mit ihnen zusammen zu tun. Und so fidnet sich manch altes Bündnis gegen gemeinsame Feinde neu geschlossen oder in Gedenken an frühere Taten neue Bündnisse geschmiedet.
Und so wurden viele Stunden gemeinsam verbracht. Themen wir der große Drache war eines dieser. Ein anderes die Jäger der Magie. Und letzten Endes wieder ein Pakt geschlossen.
Doch dass Phanodain, der Hüter der Weisheit und des Wissens, diese Männer und Frauen zu einem anderen Grunde ersonnen hat als es der erste Blick vermuten läßt, mag auf den ersten Blick nicht offenbart werden. Wer sich nun also zurücklehnt und glaubt dass er es mit zurückgebliebenen, naturverbundenen, naiven Kindern zu tun hat liegt falsch. Er wird betrogen.
Seit jeher is es Tradition bei den Elfen, dass das Wissen von den alten an die jungen gegeben wird. Mit jedem von ihnen wächst dieses Wissen an und geteilt wird es doch nicht weniger. Und so mag es nicht wundern, dass sich in dieser Gesellschaft jene, welche das Lied umso mehr beeinflussen können zusammen tun um einander den rechten Umgang zu zeigen. Je erfahrener einer dieser Liedweber wird umso mehr wird er den anderen aufweisen. Bis zu dem Punkt, wo der Schüler kaum mehr etwas an Wissen von seinem Lehrer unterscheidet. Dann ist der Moment gekommen diesem das Feld zu überlassen und ihm mit Rat zur Seite zu stehen.
Manches Mal geschieht es dennoch, dass die Liedweber sich nach aussen wenden. Wenn große Gefahr besteht, welche auch das eigene Volk bedroht, dann wenden sich die Elfen an andere um sich mit ihnen zusammen zu tun. Und so fidnet sich manch altes Bündnis gegen gemeinsame Feinde neu geschlossen oder in Gedenken an frühere Taten neue Bündnisse geschmiedet.
Und so wurden viele Stunden gemeinsam verbracht. Themen wir der große Drache war eines dieser. Ein anderes die Jäger der Magie. Und letzten Endes wieder ein Pakt geschlossen.
Zuletzt geändert von Elayoe War´svalvar am Sonntag 27. September 2009, 22:19, insgesamt 1-mal geändert.