Herzöglein macht einen drauf. Zum Wohle des Reiches!

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Arenvir von Goldenfall

Herzöglein macht einen drauf. Zum Wohle des Reiches!

Beitrag von Arenvir von Goldenfall »

So oder so ähnlich könnte ein Buchtitel lauten, wenn man nur den Schneid hätte, sich dabei auch den eigenen Ruf und die Karriere zu versauen. Bei den Göttern hernieden, mein verdammter Schädel bringt mich um.
Dabei hatte alles so professionell begonnen. Man sammelte sich im Kastell, der Herzog kam, Rafael war mal wieder irgendwo verschollen und so entschloss man sich, in Richtung Nilzadan aufzubrechen. Dort war der Herzog nämlich eingeladen worden, die Diplomatie mit dem Volk der Khaz Aidur zu besprechen. Eine großartige Einweisung gabs auch nicht, war auch nicht nötig, wie sich später zeigen sollte.

Nachdem der Herzog sich lobend über die Soldaten des Regimentes geäußert hatte, etwas, wogegen ich selbst, mich nur bis zu einem gewissen Maße imun zeigte, ging es durch die Stollen.

Nachdem man endlich das Tor erreicht hatte, wartete man. Man war so pünkltlich oder die anderen so unpüntklich, das es noch Zeit für ein Pfeifchen, und eine kleine Wette hatte.
Konrad nämlich setzte 5 Kronen darauf, das die Zwerge vor dem noch immer nicht erschienenen Grafen Rafael erscheinen würde. Ja besten Dank auch Rafael, wieder mal Fünf Kronen zum Panther du Karlheinz Tunichtgut.
Nachdem die wichtigen finanziellen Dinge erörtert waren und Rafael etwa zwei Minuten zu spät im Laufschritt heran war, ging es hinein. Großes herumlamentieren, große Vorstellungsrunde, auch die Zwerge wussten selbstverständlich, wie man Eindruck macht.
Als Arenvir jedoch gerade Crekhar Feuerklinge und Agrohmyk über den Weg lief, machten sich leichte Muskelzuckungen in seinem Gesicht breit. Das diese drei kein besonders gutes Verhältnis zueinander hatten hatte niemand von ihnen vergessen. Und das diese kleinen Mistkerle bewaffnet vor unsern Adel treten und wir hier die Waffen abgeben, hat damit nichts zu tun oder? Nieeeee.

Wie sagt es im Volksmund so schön? Drauf gepfiffen. Nach der zweiten, höchstens Dritten Maß Zwergenbier und der einen oder anderen Speise, meist mit kalurischer Biersauce gereicht, war der Fall klar und die Zungen vor allem bei den anwesenden Menschen gelöst. Keiner weiss vermutlich noch, wer wieviel getrunken hat, aber Konrad hatte sich doch um die 8 Maß Bier vorgeknöpft, Rafael hat bei 3 aufgegeben, Drakhon sich nach der ersten verdrückt und ebenfalls Saphira, die offensichtlich die Anstandsdame spielte, nur eine getrunken. Der kleine Magier, der selbst darauf hoffte, nur wenig zu trinken gab diesen Versuch jedoch auf, als Konrad die Verhandlung in die Endrunde brachte.

Mal davon abgesehen das Konrad am künftigen 01. jedes Mondlaufs ein frisches Fass Zwergenbräu erwarten sollte...verhandelte man folgendes:

- Die Zwerge und die Menschen fingen bei Null an. Beide Seiten sollten sich den Respekt für den anderen wieder in Erinnerung rufen und nun endlich auch die Gesetze einhalten.
- Die Lizenzvergabe der Mine erfolgte nun durch die Khaz Aidur. Konrad hatte man fast keinen Triumph angehört, als er bekannt gab, das die Adoraner Miene nun wieder freigegeben sei. Sehr Geschickter Mistkerl.
- Des Gelabers und Geseieres sei genug, fortan wolle man sich darauf verlegen es nach alter Sitte auszusaufen. Man sei hier schließlich unter Soldaten. (er war bei Sechs Krügen)
- Rafael solle die monatliche Kneipentour übernehmen, sollte Konrad einmal nicht können. Und Karlheinz Tunichtgut, Graf von der Ausrede sorgt natürlich dafür, das ich mitmachen muss. Na warte. (Hier fing ein gewisser Magier dann an, aktiv zu trinken um sein Trainingspensum zu erhöhen)
- Den Diplomaten, den Graf von der Ausrede dann auch irgendwie ablehnen konnte, sollte die Freiin von Dragenfurt übernehmen. (damit sind wir dann alle Alkoholiker *hicks*)
- und man wolle offen zueinander sein.

Danach wurde nicht weiter verhandelt, da Konrad den Fehler machte, Ogergeschmortes zu versuchen, dessen Gestank Rafael und alle Soldaten schon äußerst vorsichtig werden ließ. Es wurde beschlossen die Verhandlungen als erfolgreich zu beenden und den kreidebleichen Herzog nach Hause zu bringen.

Da der Magier selbst voll wie eine Kanone war, erbot er sich freundlichst, den Herzog zu stützen. Und so wars ihm selbst möglich halbwegs geradeaus den Weg nach oben anzutreten.
Dann kam die Frischeluft und hier tun sich menschliche Abgründe auf.

Während Rafael kurz vor der Übergabe seines Mageninhaltes an nahezu jeder Hausecke stehen blieb bis Arenvir ihn übernahm und Konrad von Saphira, der Komplimente zu machen er nicht müde wurde (die mussu unbedingt befödan, dies gut. -alls klar chef, befödan!) übernommen wurde, ging es zu den Pferden.
Da Arenvir hingeflogen war und sich eher selbst aus dem Liedgeflecht herausradiert hätte, als eine Applikation zustande zu bringen, lieh man sich pferde aus die den Weg kannten und singend und grölend ging es nach Hause. Einige Soldatenlieder später war man da und Graf von der Fahnenflucht, der sich abzusetzen versucht hatte, wurde dabei ertappt wie er vor dem Gestüt Inara von Tiefenbachs stand.
"Wer wohnt ne da?" fragte der Herzog etwas misstrauisch"
"Aehm", begann Rafael als er von Arenvir unterbrochen wurde, der herangeritten war um das Schild zu lesen.
"Inara Tiefenbach OHO!" skandierte er triumphierend. Der Herzog schloss sich diesem mit den einfallsreichen Worten "Inara Tiefenbach OHO!" an und machte Rafaels Schande komplett. Nachdem man überein gekommen war, das man Graf vom herumlamentieren kein Wort glaubte, und sie vielleicht die dicksten Kartoffeln hätte, ihm das mit dem"sie macht guten Eintopf" jedoch nicht abkaufte, verbrachte man sich nach Adoran selbst. Dort bedankte ein Oberstleutnant sich für eine Eskorte die er selbst gestellt hatte und bekam mit den lakonischen Worten "schläfse halt bei mir" einen Schlafplatz angeboten, sollte die Verlobte mit dem silberverzierten Nudelholz auf ihn warten. Graf Schürzenjäger begab sich zur Allianzfeste...ja sicher...eine Gardistin wusste nicht wie sie ihren Bericht schreiben sollte und man kam überein, endlich ins Bett zu gehen.

Liebes Tagebuch, heute ist der Morgen danach und ich bereue meine Sünden. Nie wieder. Nie, nie wieder. Lustig war es aber trotzdem. Ich hoffe nur sie hat nichts davon mitbekommen.Ich fühl mich nicht so wirklich nüchtern und frage mich, ob es im Regiment auffällt wenn ich heute nicht komme. Ich habe bewusst die Erzählform genannt, in einigen Jahren werd ich darüber lachen können. Bis auf die Fünf Kronen vielleicht. Die muss ich mir unbedingt wieder holen.


31. Ashatar 252
Arenvir
Zuletzt geändert von Arenvir von Goldenfall am Montag 31. August 2009, 11:44, insgesamt 1-mal geändert.
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